Leserstimmen zu
Sau am Brett

Oliver Kern

Fellinger-Serie (2)

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..es ist bereits der zweite Fellinger-Krimi, leider habe ich den ersten noch nicht gelesen, werde dies aber sicherlich nachholen. Der Lebensmittelkontrolleur Fellinger erzählt in der Ich-Form aus seinem Leben und vor allem was er nicht mag oder was ihm nicht passt. Er sitzt in Ruhe bei seinem Feierabendbier als ein Gast am Nebentisch tot in seinen Schweinebraten fällt. Da er vorgängig beim Wirt seine Wettschulden eingefordert hat, andere Gäste dies beobachtet haben, fällt schnell ein schlechtes - sogar ein Verdacht auf den Fellinger. Auch andere diverse Vorfällen gestalten sich so, als wenn es jemand auf ihn und seinen Ruf abgesehen hätte. Er ist zwar ein etwas verschrobener Einzelgänger und steckt seine Nase gern in Dinge, die ihn nichts angehen, aber wenn er sich einmal an einer Sache fest gebissen hat, gibt er nicht auf. Das passt der Polizei nun wieder gar nicht, da sie ihn ja auch als Verdächtigen sehen. Der Tote stammte aus Hamburg und war nicht der harmlose Geschäftsmann, für den er sich ausgab. Auch dem Ferdl Löffelmacher und Familie traut Fellinger nicht mehr, als man ihm mehr über die ungewöhnlichen Unfälle und Selbstmorde erzählt, die sich da ereignet haben. Der Ferdl selber meint ja, er sei nach dem Tod seines Bruders vor 20 Jahren verhext worden. Der Klappentext beschreibt die Eckpunkte der Geschichte sehr treffend: „Das Sautrogrennen - für die einen eine legendäre Veranstaltung am Freudensee im Bayerischen Wald. Für die anderen eher die Regatta des ländlichen Proletariats. Zu diesen anderen zählt sich auch der Fellinger, seines Zeichens Lebensmittelkontrolleur und Hobbyermittler. Eigentlich wollte der Fellinger nämlich zur Polizei. Aber das ist eine andere Geschichte. Damals, beim letzten Sautrogrennen ist der Löffelmacher unter ungeklärten Umständen ertrunken. Tragisch. Und jetzt stirbt beim Bruder vom Löffelmacher, der sich als Gastronom verdingt, ein Tourist an vergiftetem Schweinsbraten. Ob beides zusammenhängt? Ehe er sich´s versieht, hängt Fellinger mitten in einem neuen Fall.“ Fazit: Eine interessante Mischung aus Lokalkolorit und bayerischem Flair - manchmal zieht es sich etwas in die Länge, wenn der Fellinger zu viel über sein Leben und dem Drum Herum "denkt". Aber es lässt sich lesen und man will endlich wissen wie alles zusammen hängt. Auch aufgrund der bayrischen Schimpfwörter ist es manchmal sehr humorvoll zu lesen.

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Lebensmittelkontrolleur Fellinger hat gerade seine Inspektion beim Löffelmacher abgeschlossen und alles für ordnungsgemäß erklärt, da bricht ein Gast beim Essen zusammen und stirbt vor aller Augen. Hat Fellinger bei seiner Kontrolle etwas übersehen oder hat das Ganze etwa mit dem Fluch zu tun, der seit einem schicksalhaften Sautrogrennen die Familie Löffelmacher zu verfolgen scheint? Der zweite Fall von Hobbyermittler Fellinger hat wieder den typisch bayrischen Humor, den ich so liebe. Die Geschichte hat viele Wendungen - selbst für mich als erfahrene Krimileserin nicht alle vorhersehbar. Ich konnte dem ganzen Geschehen auch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Band sehr gut folgen. Alles in allem war es eine sehr gute Lektüre für zwischendurch - humorvoll, spannend und authentisch. Einen Stern Abzug gibt es, weil ich die Taten, die aus den Motiven folgten, als etwas zu extrem empfinde und das Ende etwas ausführlicher hätte sein können.

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Ein Kaff im bayerischen Wald in Aufruhr: ein Mord in der idyllischen Atmosphäre bringt das komplette Dorf durcheinander. Dabei ist Lebensmittelkontrolleur Fellinger in seinem Element und sein Ermittlergeist wird wieder mal geweckt. Die Jagd durch Wirtshäuser mit viel bräsigem Sprech und Bier beginnt und nimmt einen mit durch ein Dorf, das viele Kuriositäten zu bieten hat. Komische Dörfler wechseln sich hier mit pedantischen Beamten ab und auch die Schönheiten kommen nicht zu kurz. Die Gefühle beim Hobby-Ermittler spielen jedenfalls während seiner detektivischen Arbeit verrückt...Wer steckt hinter dem vergifteten Schweinsbraten und wie lässt sich Fellingers zweiter Fall lösen? Oliver Kern gelingt in seinem zweiten Kriminalroman eine Hatz mit allem Lokalkolorit, den man sich in der bayerischen Provinz vorstellen kann. Dabei lernt man ein Dorf kennen, das viele Geheimnisse zu bieten hat. Bajuwarische Schmankerl werden im Buch nicht nur zu Tisch geboten, sondern besonders den einzelnen Mündern entlockt und bringt so viele kernige Sprüche zu Tage. Wer gerne Krimis liest, die in der Provinz verortet sind und neben harter Ermittlungsarbeit auch viel Witz zu bieten haben, wird sich in diesem Buch im östlichen Bayern wunderbar aufgehoben fühlen. Prost!

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Langweilig

Von: FlowerPower

08.05.2019

Ich fand das Buch sehr langweilig und bin nicht weit gekommen. Bei Seite 94 habe ich aufgegeben. Ich kann es leider nicht empfehlen.

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Sau am Brett ?

Von: Wildes Mädchen

08.05.2019

"Sau am Brett" - dieser Titel macht neugierig. Das Buch fängt sehr vielversprechend an, als der Protagonist Fellinger seinen beruflichen Alltag als Lebensmittelkontrolleur beschreibt. Allerdings hat es mich sofort gestört, daß das Buch aus einer ICH Perspektive erzählt wird. Man erfährt sehr viel über Fellinger, sein Dorf, seinen Beruf, seinen Geschmack bei der Partnerwahl, seine Gedanken, und und und. Leider eben nur von Fellinger und für meinen Geschmack zu viel und zu detailverliebt. Die Passagen zwischen den Szenen, die die Handlung voran treiben - 2 Leichen, ein Anschlag auf Fellingers Leben usw - ziehen sich sehr in die Länge. Die Person Fellinger und sein Umfeld sind sympatisch. Die Grundidee des Buches durchaus originell. Als leichte Lektüre nach Feierabend sicherlich empfehlenswert für Leute, die wenig Wert auf einen straffen Spannungsbogen legen.

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Unterhaltsam und spannend

Von: Terminator

08.05.2019

„Sau am Brett“ von Oliver Kern ist unterhaltsam und spannend. Das Buch handelt von Fellinger, einem Lebensmittelkontrolleur, der lieber Polizist geworden wäre. Als er eines Tages bei einer Maß Bier sitzt, stirbt ein weiterer Gast an einem vergifteten Schweinsbraten. Ehe er sich versieht, steckt Fellinger mitten drin und muss nun selbst ermitteln, um den Fall aufzuklären. Das Buch ist durchweg spannend und es kommt zu keinem Zeitpunkt Langweile auf. Dazu trägt sicherlich auch der amüsante und humorvolle Schreibstil bei. Der Autor schafft es den Leser in die bayrische Provinz mitzunehmen und vermittelt den Charme dieser Region. Ein unterhaltsamer Krimi, der es immer wieder schafft den Leser zum Schmunzeln zu bringen.

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Sau am Brett

Von: Julia

08.05.2019

Fellinger der eigentlich Lebensmittelkontrolleur ist, beweist sich als Hobbyermittler und versucht den Fall um den Gastronom Löffelmacher auf eigene Faust zu lösen. Als bei dem Wirt ein Gast aus Hamburg an seinem Essen stirbt, ermittelt die Polizei. Da Fellinger vorher eine Kontrolle durchgeführt hat und er alles als "sauber" befunden hatte, kommt er unwillentlich mitten in den Fall hinein, sogar als Verdächtiger. Bei seinen selbstständigen Ermittlungen begibt er sich unwissentlich selbst in Gefahr. Gelingt es ihm den Fall aufzulösen oder hängt er doch mit in dem Mord drinnen? Eine Frage die sich von Anfang bis Ende durch das ganze Buch zieht. Das Buch lässt sich sehr gut und auch schnell lesen, die typisch bayrischen Wörter und Sprichwörtern lockern das Buch auf und geben einem das Gefühl wirklich im Süden Deutschlands zu sein. Es ist alles sehr bildlich beschrieben, sodass man sich die Umgebung sehr gut vorstellen kann. Die Kapitelüberschriften sind originell und werden gut in dem Text wieder aufgegriffen, damit man versteht, was sich Oliver Kern bei den Überschriften gedacht hat. Ich persönlich fand das Buch spannend und gut lesbar. Der bayrische Dialekt (mit den jeweiligen Erklärungen hinten im Buch) gaben mir das Gefühl, dass Oliver Kern stolz auf seine Herkunft ist, was für mich das Buch umso lesenswerter macht, da viele bildliche Schauplätze entstehen. Zudem bin ich durch das Buch neugierig auf den ersten Fall Fellingers geworden. Zu empfehlen ist es auf jeden Fall.

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Oliver Kern, Sau am Brett

Von: tüpflischisser

08.05.2019

Fellinger, Lebensmittelkontrolleur und verhinderter Polizist, sitzt nach verrichteter Arbeit im Landgasthof vor seinem verdienten Feierabendbier, als ein Gast über seinem Schweinebraten zusammenbricht. Schnell ist klar, dass der Tote, eine Kietzgröße aus Hamburg, einem Mordanschlag zum Opfer gefallen ist. Für Fellinger, den Hobby-Sherlock Holmes, ein gefundenes Fressen, zumal er von der überforderten Polizei der liederlichen Arbeit und gar Bestechlichkeit bezichtigt wird. Der sympathische Grantler gerät während seiner Schnüffeleien ins Fadenkreuz des Mörders. Sehr zum Leidwesen der Polizei hält ihn das aber nicht von weiteren gefährlichen Ermittlungen ab. Der verschrobene Einzelgänger wohnt alleine ohne Anhang, und wenn er gerade mal nicht ermittelt, besucht er seine Eltern auf dem Bauernhof oder bandelt mit der neuen Bedienung vom Landgasthof an, die während eines abendlichen Rendez-vous am See plötzlich verschwindet. Fellinger hat kein Glück bei den Frauen. Seine Jugendliebe, die Dorfärztin konsultiert er öfters, um Verletzungen bedingt durch seine Detektivarbeit behandeln zu lassen. Für mehr findet er kein Gehör bei ihr. Ein weiterer Mord passiert. Fellinger gerät in ernsthaften Schwierigkeiten. Das Cover ist für meinen Geschmack etwas fantasielos. Der Schreibstil ist trotz teils langer, verschachtelter Sätze flüssig und gut lesbar. Die Sprache derb/komisch, mit viel Lokalkolorit ist dank eines angehängten Glossars auch für Leser außerhalb Bayerns gut verständlich. Eine gelungene Geschichte, die mit einem Augenzwinkern geschrieben wurde und die Lust auf eine Fortsetzung macht.

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