Leserstimmen zu
Verfolgung

David Lagercrantz

Millennium (5)

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Die Millennium- Reihe um Lisbeth Salander und Mikael Blomquist zählt zu den großen Werken unserer Zeit. Leider verstarb der begnadete Autor Stieg Larsson (Karl Stig-Erland Larsson) zu früh. Er hinterließ die ersten drei von zehn geplanten Bücher der Reihe. Die Millennium- Trilogie Die Millennium- Trilogie erschien posthum unter den Titeln „Män som hatar kvinnor“ („Männer, die Frauen hassen“, 2005; dt. “Verblendung“), „Flickan som lekte med elden“ („Das Mädchen, das mit dem Feuer spielte“, 2006; dt. „Verdammnis“) und „Luftslottet som sprängdes“ („Das Luftschloss, das gesprengt wurde“, 2007; dt. „Vergebung“). Alle drei Bücher der „Millennium-Trilogie“ sind internationale Erfolge. Benannt wurde die Reihe nach der in den Romanen vorkommenden, von investigativen Journalismus geprägten, Zeitschrift „Millennium“. Insgesamt wurden weltweit bislang 63 Millionen Exemplaren verkauft. Der vierte Teil war von Stieg Larsson fast fertig gestellt worden. Die Erben hatten sich entschieden, im Sinne des verstorbenen Autors, den Roman nicht zu Ende schreiben zu lassen. Große Fußstapfen David Lagercrantz, schwedischer Autor, geboren 1962, hat sich vorgenommen in die großen Fußstapfen von Larsson zu treten. Unabhängig von den hinterlassenen Skripten und Anmerkungen, aber dennoch mit der Zustimmung der Hinterbliebenen, hat sich Lagercrantz vorgenommen die Millennium-Reihe fortzusetzen. Mittlerweile habe ich den zweiten Roman der Reihe, der von David Lagercrantz geschrieben wurde, zu Ende gelesen. Der somit fünfte Teil der Millennium- Geschichte mit dem Titel „Verfolgung“ im Original: „Mannen som sökte sin skugga“ erschien 2017. Aus dem Inhalt Die Hochintelligente, aber im Umgang mit anderen Menschen flatterhafte Salander begibt sich nach den Ereignissen des 4. Bandes für zwei Monate ins Gefängnis. Lisbeth gedenkt die Strafe ohne Widerspruch abzusitzen. Angestachelt durch die Erlebnisse wird sie bedroht und sitzt im Sicherheitstrakt B des Frauengefängnisses Flodberga ein. Mit ihr sind, im Gegensatz zu Salander, schwerkriminelle Frauen eingesperrt. Lisbeth ist es egal, solange es ihr erlaubt ist sich mit Quantenmechanik und Relativitätstheorie zu beschäftigen. Lisbeth Salander Weniger egal ist es ihr, dass in einer Nachbarzelle Faria Kazi jeden Abend von Beatrice „Benito“ Anderson und deren Freundinnen misshandelt wird. Der ausgeprägte Gerechtigkeitssinn von Salander vermag es nicht damit umgehen, dass alle wegschauen, Mitgefangene genauso wie das Wachpersonal. Irgendwann wird ihr alles zu viel und sie gibt dem Leiter der Sicherheitsabteilung Alvar Olsen fünf Tage Zeit, die Missstände im Sicherheitstrakt zu beenden. Kommt Olsen der Aufforderung nicht nach, erledigt sie diese Missstände selbst und beabsichtige sich Benito ohne fremde Hilfe vorzuknöpfen. Der Leiter erweist in den Augen von Salander als unfähig und sie nimmt sich der Situation an. Lisbeth hat folglich eine neue Erzfeindin. Holger Palmgren Der Anwalt Holger Palmgren, Lisbeth früherer Vormund, erscheint wieder auf der Bildfläche. Er bekam von der ehemaligen Sekretärin der Kinderpsychiatrie des Sankt-Stefans-Krankenhauses, Maj-Britt Torell, die gesammelten Unterlagen zu Lisbeths dortigem Aufenthalt. Dem wachen Geist von Palmgren entgehen dabei nicht die Hinweise auf Mitarbeiter des Registers für menschliche Eugenik und Erblehre in Uppsala. Seit Lisbeths Kindheit interessiert sich das Register für sie und ihre Zwillingsschwester Camilla. Nach zahlreichen Test hielten die Mitarbeiter des Registers, sie aber für ungeeignet an dem Projekt 9 teilzunehmen. Das Register Davon erfährt Lisbeth durch Palmgren und wird wissbegierig. Wie es ihre Natur ist fängt Salander mit Nachforschungen zu den Hintergründen an. Unter anderem gelangt eine Namensliste in ihre Finger. Die Gefängnismauern beschränken sie in ihren Ermittlungen und sie setzt Mikael Blomquist auf den Fall an. Er solle nach Leo Mannheimer suchen, ein hochbegabter Investmentbanker aus guter Familie, der auf den ersten Blick unbescholten wirkt. Was Mikael tiefer zu graben veranlasst. Holger Palmgren selbst durchforstet ebenfalls nochmals die Unterlagen, findet dort den Namen eines alten Freundes, Professor Martin Steinberg, und ruft diesen an, um nach dessen Aufgabe beim Register zu fragen. Ein schwerwiegender Fehler, wie sich herausstellen wird. Die unerwarteten Folgen treffen alle Beteiligten. Aber was wollte das Register von Kindern, wie Lisbeth und ihrer Schwester? Was hat es mit dem Projekt 9 auf sich? Diese Fragen müsst ihr selber beantworten, indem ihr den Roman lest. Mein Kommentar David Lagercrantz gelingt es mit seinem neuen Roman „Verfolgung“ die Geschichte der Millennium- Reihe und dem vierten Band „Verschwörung“ rund um Salander, Blomquist und Palmgren erfolgreich fortzusetzen. Natürlich ist er nicht Stieg Larrson und seine Figurenentwicklung bleibt flacher als in den ursprünglichen Romanen der Serie. Dies darf man ihm nicht zum Vorwurf machen. Es sind nicht seine Figuren und er hat keine andere Wahl als diese mit dem, was jeder Leser selber erlesen kann, weiterzuentwickeln. „Verfolgung“ bietet einen spannenden und unterhaltsamen Thriller. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, den Stoff zu lesen. Als störend habe ich die ständigen Cliffhanger, auch innerhalb der einzelnen Kapitel empfunden. Von diesem übertriebenen Einsatz des Stilmittels abgesehen, ist das Buch eine Leseempfehlung wert. Die Frage, die offenbleibt: Kann man „Verfolgung“ als eigenständigen Roman lesen? Ja mit Abstrichen, ich würde euch empfehlen, die Inhalte der Vorgänger anzulesen, da häufig auf vorherige Ereignisse und Personen hingewiesen wird. Verständlich bleibt die Kerngeschichte ohne Vorkenntnisse, die Tiefe geht aber ohne die vorangegangen Bände verloren. Als eingefleischter Larsson-Fans werden ich mit diesem Nachfolger glücklich.

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Verfolgung von David Lagercrantz (Millenium Band 5) nach Stieg Larsson Ich bin ein großer Fan der Stieg Larsson-Reihe und war unheimlich gespannt auf die Fortsetzung der Reihe durch David Lagercrantz. Unbestritten ist, dass es sehr schwer sein dürfte, Stieg Larsson das Wasser zu reichen, aber die Geschichte von Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander ist noch lange nicht zu Ende erzählt. Zum Inhalt: Im Frauengefängnis Flodberga herrscht ein strenges Regiment. Alle hören auf das Kommando von Benito Andersson, der unangefochtenen Anführerin der Insassinnen. Lisbeth Salander, die eine kurze Strafe absitzt, versucht den Kontakt zu vermeiden, doch als ihre Zellennachbarin Faria Kazi, gemobbt wird, geht sie dazwischen und gerät ins Visier von Benitos Gang. Unterdessen hat Holger Palmgren, Lisbeth Salanders langjähriger Mentor, Unterlagen zutage gefördert, die neues Licht auf Salanders Kindheit und ihren Missbrauch durch die Behörden werfen. Dies ruft plötzlich alte Feinde auf den Plan, die Holger Palmgren in große Gefahr bringen. Salander bittet Mikael Blomkvist, sie bei der Recherche zu unterstützen. Die Spuren führen sie zu Leo Mannheimer, einem Finanzanalysten aus sehr wohlhabendem Hause. Was hat dieser mit Lisbeth Salanders Vergangenheit zu tun? Und wie soll sie den immer schärfer werdenden Attacken von Benito und ihrer Gang entgehen? Mein Eindruck: Bereits zu dem vierten Band der Millenium-Reihe, fortgeführt durch Lagercrantz, gab es viele Stimmen, die sich mit dem neuen Autor dieser grandiosen Geschichte nicht anfreunden konnten. Da ich hier aber über Band fünf berichte, kann ich aus meiner Sicht sagen, dass die Geschichte von Beginn an für mich keinen Unterschied zu Stieg Larsson machte. Lagercrantz hat es geschafft, die Figuren, wie Larsson sie erschuf in ihren Eigenarten beizubehalten. Lisbeth Salander ist wie üblich wortkarg, eigenbrödlerisch und ein absolutes Genie, die dies auch in dieser neuen Geschichte unter Beweis stellt. Mikael hingegen hat leider in diesem Band eine etwas kleinere Rolle gefunden, was ich sehr schade finde. Hier fehlte es etwas an Einsatz und Spannung, was jedoch seine Fähigkeit zu kombinieren und aufzudecken nicht schmälerte. Die Idee dieser Geschichte ist äußerst interessant und sie nimmt den Leser auf eine Reise voller Verschwörungen und Vertuschung und Versagen staatlicher Behörden mit, die ein unglaubliches Geheimnis aufdecken, das insbesondere Lisbeth Salander betrifft. Ich habe dieses Buch in zwei Tagen förmlich verschlungen, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Spannung wurde von Beginn an sehr hoch angesetzt und bis zum Ende bewahrt. Für mich ist Lagercrantz ein ausgesprochen kompetenter und würdiger Nachfolger für die Millenium-Reihe und das Buch kann ich uneingeschränkt und voller Begeisterung empfehlen. Zu dem Buch: Heyne Verlag Verlagsgruppe Random House ISBN 978-3-453-27099-2 Erschienen September 2017

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Ich beendete zuletzt den fünften Teil der Millenium-Reihe mit dem Titel Verfolgung (Originaltitel: Mannen som sökte sin skugga, erschienen 2017) von David Lagercrantz. Der schwedische Autor (geboren 1962) erhielt 2013 den Auftrag, die Geschichte um Lisbeth Salander und Mikael Blomquist weiterzuschreiben. Der vierte Teil Verschwörung (Originaltitel: Det som inte dödar oss) ist demzufolge von David Lagercrantz und erschien 2015. Die ersten drei Teile sind von Stieg Larsson, der an einem unvollendeten und unveröffentlichten vierten schrieb bevor er 2004 verstarb. Bisher traut sich niemand zu, seine begonnene Originalgeschichte (er verfasste 250 Seiten) weiterzuspinnen. Die gebundene deutsche Ausgabe umfasst 480 Seiten. Es gibt ein Hörbuch mit 12:23 Stunden Dauer, das Dietmar Wunder liest. Mir hat der Wilhelm Heyne Verlag das eBook zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Inhalt Lisbeth Salander muss für zwei Monate ins Gefängnis, was sie ohne Murren abzusitzen gedenkt. Weil sie bedroht wird, schickt man sie allerdings in den Sicherheitstrakt, genannt B, des Frauengefängnisses Flodberga, in dem schwerkriminelle Frauen eingesperrt sind. Was Lisbeth egal ist, solange sie morgens töpfern, abends trainieren und sich danach mit Quantenmechanik und Relativitätstheorie beschäftigen darf. Egal ist ihr allerdings nicht, dass in einer Nachbarzelle die zwanzigjährige Faria Kazi jeden Abend von Beatrice „Benito“ Anderson und deren Freundinnen misshandelt wird und alle wegschauen, Mitgefangene genauso wie das Wachpersonal. Als es ihr zu bunt wird, gibt sie dem Leiter der Sicherheitsabteilung Alvar Olsen fünf Tage Zeit, die Missstände im Sicherheitstrakt zu beenden. Andernfalls beende sie diese selbst, sie nehme sich Benito vor. Was sie dann auch tut und sich damit eine neue beste Todfeindin anschafft. Lisbeths früherer Vormund, Anwalt Holger Palmgren erhielt von der ehemaligen Sekretärin der Kinderpsychiatrie des Sankt-Stefans-Krankenhauses, Maj-Britt Torell, die gesammelten Unterlagen zu Lisbeths dortigem Aufenthalt. Darin fand er Hinweise auf Mitarbeiter des Registers für menschliche Eugenik und Erblehre in Uppsala, die sich in Lisbeths Kindheit für sie und ihre Zwillingsschwester Camilla interessierten und beide diversen Tests unterzogen. Sie hielten sie aber für ungeeignet an der Teilnahme des Projekts 9. Nachdem Palmgren das Register Lisbeth gegenüber erwähnt, wird sie neugierig und beginnt mit der Suche nach den Hintergründen. Dabei stößt sie auf eine Namensliste. Weil ihre Nachforschungen durch die Gefängnismauern beschränkt sind, setzt sie Mikael Blomquist auf den Fall an. Er solle nach Leo Mannheimer suchen, ein hochbegabter Investmentbanker aus guter Familie, der auf den ersten Blick unbescholten wirkt. Was Mikael tiefer zu graben veranlasst. Holger Palmgren selbst durchforstet nochmals die Unterlagen, findet dort Professor Martin Steinberg erwähnt und ruft diesen an, um nach dessen Aufgabe beim Register zu fragen. Ein schwerwiegender Fehler mit unerwarteten Folgen für alle Beteiligten. Was wollte das Register von den Kindern? Und was verbirgt sich hinter dem Projekt 9? Fazit David Lagercrantz hat mit Verfolgung einen spannenden und unterhaltsamen Thriller geschrieben, den zu lesen mir Spaß bereitete. Er ist nicht Stieg Larsson; ich erwarte das nicht und mache es ihm auch nicht zum Vorwurf. Lagercrantz kommt Lisbeth Salander und Mikael Blomquist nahe, er hat sie aber nicht selbst erschaffen. Das merkt man an mancher Stelle, an der die Protagonisten auf mich hölzern und nicht authentisch wirken. Auch erscheinen die ständigen Cliffhanger innerhalb der Kapitel auf mich etwas gewollt; wobei ich mich dann irgendwann fragte, was will der Autor damit erreichen? Man kann Verfolgung als eigenständigen Roman lesen. Ich rate trotzdem dazu, sich die Inhalte der Vorgänger anzulesen, da häufig auf vorherige Ereignisse und Personen hingewiesen wird, deren jeweilige Rolle hier nicht in aller Ausführlichkeit beschrieben wird. Grundsätzlich halte ich es für sehr schwierig, sich mit dem Genie eines Stieg Larssons vergleichen lassen zu müssen. Ich glaube, da würden die meisten dran scheitern. Eingefleischte Larsson-Fans werden mit diesem Nachfolger nicht glücklich, da er eben nicht von ihm selbst erdacht wurde. David Lagercrantz kann schreiben und das soll er auch bitte weiterhin tun; es muss für mich kein Millenium-Thriller sein. Für seinen Mut und ein unterhaltsame Geschichte gibt es von mir drei Sterne.

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Lisbeth Salander befindet sich für einige Zeit in einem schwedischen Gefängnis und sitzt ihre Strafe ab. Das Leben in Knast ist hart, doch wer mit Benito zu tun hat, wünscht sich automatisch die Freiheit zurück. Eines Tages dreht Benito durch, als Lisbeth Fari schützen will. Lisbeth greift ein und dies gefährdete fast ihre Entlassung, doch Fari legt für sie ein Wort ein. Lisbeth kommt dennoch frei... Währenddessen geht es Holger Palmgren immer schlechter und bekam letztlich eine intensivere Pflege. Doch eine Person hat durchaus was dagegen. Rakel ist skrupellos und verschafft sich Zutritt zu Holgers Wohnung und bringt ihn um. Mikael Blomkvist findet ihn, versucht ihm das Leben zu retten. Doch vergebens... Holger stirbt! Es gab eine Reihe von Untersuchungen über eineiige und zweieiige Zwillinge und Lisbeth und Camilla fielen hier rein. Mikael recherchiert weiter um zu verstehen, wieso und weshalb. Zwillinge, die gewaltsam voneinander getrennt werden, und das sogar noch sehr früh, dass keinerlei Erinnerungen behalten werden. Er lernt Leo (oder auch Dan) kennen. Ein eineiige Zwilling, der sich im Innern all die Jahre unvollständig fühlt und eines Tages seinen Zwilling fand.  Mikael ahnt nicht, welche Wellen seine Geschichte aufbringt... (Man merkt, dass Stieg Larsson nicht mehr selber schreibt. Besonders am Anfang des Buches fehlt genau dieser Schreibstil, aber David Lagercrantz ist würdevoll in seine Fußstapfen getreten!)

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Brilliant

Von: Buchwahn

25.03.2018

Lisbeth Salander sitzt eine zweimonatige Haftstrafe im Sicherheitstrakt des Frauengefängnisses Flodberga ab. In dem sie einen Jungen versteckt hielt, behinderte sie die Polizeiarbeit. Dass sie das Kind dadurch vor seiner Ermordung bewahrte, scheint völlig irrelevant zu sein. Als sich Benito, der Schrecken des ganzen Traktes - vor ihr weichen sogar die Vollzugsbeamten zurück - an der hübschen Faria Kazi vergreift, beschließt Lisbeth dem Terror ein Ende zu setzen. Währenddessen erreichen Holger Palmgren, Lisbeths Mentor, Unterlagen, die neues licht auf die Missstände ihrer Vergangenheit werfen. Salander bittet Mikael Blomkvist um Mithilfe. Verfolgung, geschrieben von David Lagercrantz und erschienen im Heyne-Verlag ist der fünfte Teil der Millennium. Der Spannungsbogen wurde, wie in den vorangegangenen Teilen hoch angesetzt und von Anfang bis Ende oben gehalten. Der Leser erfährt noch mehr von Lisbeths Vergangenheit und kann sich vollkommen in die Geschichte sowie in deren Ereignisse hinein versetzten und mitfiebern. Manchmal wurde mir erst bewusste, dass ich vor Spannung und Aufregung schon eine ganze Weile den Atem angehalten habe, als ich wieder nach Luft schnappen musste - so vertieft war ich in das Buch. Der Autor glänzt durch seinen flüssigen Schreibstil und die bildlichen Darstellungen der Geschehnisse. Die Protagonisten Salander und Blomkvist wirken sympathisch und - durch die ihnen verliehene Tiefe - realistisch und lebendig. Lagercrantz wurde Stieg Larsson mit dieser Fortsetzung in allem gerecht. Fazit: Die Brillianz dieses Thrillers lässt sich gar nicht wirklich in Worte fassen ohne zu spoilern. Man muss es einfach selbst gelesen und erlebt haben.

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Verfolgung

Von: Bücherzauber

03.03.2018

Allgemeine Infos Titel: Verfolgung Autor: David Lagercrantz Verlag: Heyne Seiten: 481 Preis: 22,99€ ISBN: 9783453270992 Worum geht's? Im Frauengefängnis Flodberga herrscht ein strenges Regiment. Alle hören auf das Kommando von Benito Andersson, der unangefochtenen Anführerin der Insassinnen. Lisbeth Salander, die eine kurze Strafe absitzt, versucht tunlichst, den Kontakt zu vermeiden, doch als ihre Zellennachbarin gemobbt wird, geht sie dazwischen und gerät ins Visier von Benitos Gang. Unterdessen hat Holger Palmgren, Lisbeth Salanders langjähriger Mentor, Unterlagen zutage gefördert, die neues Licht auf Salanders Kindheit und ihren Missbrauch durch die Behörden werfen. Salander bittet Mikael Blomkvist, sie bei der Recherche zu unterstützen. Die Spuren führen sie zu Leo Mannheimer, einem Finanzanalysten aus sehr wohlhabendem Hause. Was hat dieser mit Lisbeth Salanders Vergangenheit zu tun? Und wie soll sie den immer schärfer werdenden Attacken von Benito und ihrer Gang entgehen? Meine Meinung: Verfolgung ist der 5. Teil der Millennium-Reihe den man auch ohne Vorkenntnisse lesen kann. Ich habe die ersten vier Teile nicht gelesen und kam super mit der Geschichte klar. Der Autor David Lagercrantz hat einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil. Auch die bildlichen Beschreibungen der einzelnen Szenen machten das Buch umso spannender. Mich fesselte das Buch bereits von der ersten Seite an und auch die Spannung blieb bis zur letzten Seite. Ich mochte das Buch gar nicht aus der Hand legen. In der Geschichte wird der Leser öfters mit der Vergangenheit konfrontiert, so konnte man sich über die Geschehnisse ein besseres Bild machen. Die Hauptprotagonisten waren mir sehr sympathisch, umso leichter lies sich die Geschichte lesen. Salander und Blomkvist sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich bin schon auf den sechsten Teil gespannt. Der einzige kleine Manko ist, dass manchmal über trockenen Börsenstoff geredet wurde. Allerdings störte das auch nicht weiter. Fazit: Was soll ich noch sagen? Ein Buch mit hoher Suchtgefahr. Ein spannender Thriller den man nicht weglegen möchte, die Spannung bleibt bis zur letzten Seite. Ich kann es jedem empfehlen. Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Sternen.

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Der fünfte Teil der eigentlichen Millenium Triologie war wieder Spitze.Die Vergangenheit von Lisbeth war nochmals ein großes Thema.Dieses Mal ist mir allerdings doch ein Unterschied vom Schreibstil und Spannungsaufbau aufgefallen.Die Szenen von der Verbrecherin Benito finde ich etwas überreizt-nicht so Glaubwürdig.Die Wissenschaft und Forschung ist aber ein gutes Thema in dem Buch,man könnte sich sehr gut vorstellen das das so passiert ist. Millenium hat dieses mal eher eine Nebenrolle gespielt und das Zusammenspiel von Lisbeth und Mikael steht auch nicht so im Vordergrund,was ich schade finde.Auch kam mir Mikael Blomquist nicht so authentisch rüber wie in den vorangegangenen Teilen.Aber alles in allem hat mir der Roman schöne Lesestunden beschert.

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Es ist vielleicht DAS Markenzeichen einer der wohl ungewöhnlichsten und bemerkenswertesten Charaktere im Thriller-Genre, dennoch war es auch nach vier Büchern immer noch ein Mysterium: das überdimensionale Drachen-Tattoo auf dem Rücken von Lisbeth Salander, der Kult-Hackerin aus Stieg Larssons unglaublich erfolgreicher „Millennium“-Reihe – dabei gab eben jene Tätowierung dem ersten Band in der englischen Fassung sogar seinen Namen („The Girl With The Dragon Tattoo“). Was der Schöpfer der Geschichten sich tatsächlich zu diesem Tattoo und seiner Bedeutung gedacht hat, wird nach dem viel zu frühen Tod Stieg Larssons vielleicht immer ein Rätsel bleiben, sein Landsmann und Nachfolger David Lagercrantz hat sich für seinen zweiten Millennium-Roman nach „Verschwörung“ aber genau diese Frage nach der Entstehung und dem Sinn des Drachenmotivs gestellt und diese zum Aufhänger für den insgesamt bereits fünften gemeinsamen Fall des Duos Lisbeth Salander/Mikael Blomkvist gemacht. Dieser beginnt für Lisbeth zunächst einmal in der Frauenhaftanstalt Flodberga, wo sie nach den Ereignissen von „Verschwörung“ ihre mehr oder weniger gerechte Strafe absitzt und versucht, während ihres Aufenthalts der unangefochtenen Gefängnis-Tyrannin Benito Andersson und ihrer Gang aus dem Weg zu gehen – und wer die Millennium-Reihe kennt weiß, dass Konfliktvermeidung nicht unbedingt Lisbeths größte Stärke ist und die Situation in Flodberga schnell aus dem Ruder läuft… Zeitgleich stößt ihr langjähriger Vormund und Vertrauter, der Rechtsanwalt Holger Palmgren, auf neue Unterlagen über Lisbeths Kindheit, welche neue Erkenntnisse über den an ihr verübten Missbrauch durch die schwedischen Behörden liefern. Daraufhin beauftragt Lisbeth aufgrund der ihr im Gefängnis fehlender Ressourcen Mikael Blomkvist mit weiteren Nachforschungen – und stößt damit in ein Wespennest, das alle Beteiligten (wieder einmal) in große Gefahr bringt… Der 2. Millennium-Fall von David Lagercrantz – ein würdiger Erbe Stieg Larssons? Der Einstieg in „Verfolgung“ fühlt sich zugegeben etwas willkürlich an – gerade was die Einbeziehung von Mikael Blomkvist betrifft –, trotzdem legt Lagercrantz im neuen „Millennium“-Band einen guten und unmittelbar interessanten Start hin, was vor allem daran liegt, dass Lisbeth Salander gerade im Vergleich zum Vorgängerroman sofort von Anfang an mitmischen darf und sich direkt in einer prekären Situation wiederfindet. Was sich ebenfalls früh bemerkbar macht, ist das veränderte Erzähltempo: Während „Verschwörung“ noch den Eindruck erweckte, dass Lagercrantz den Fokus etwas mehr auf Action und eine straffere Geschichte legen würde, so nähert sich der Larsson-Nachfolger bei seinem zweiten Einsatz wieder spürbar den Wurzeln der „Millennium“-Reihe an und besinnt sich auf eine ihrer großen Stärken, nämlich die detaillierte Recherche. So darf vor allem Blomkvist wieder verstärkt seine journalistischen Fähigkeiten einsetzen und die dunklen Geheimnisse der Beteiligten ausgraben. Konnte man beim vierten Band noch deutlich die unterschiedlichen Stile der Autoren Stieg Larsson und David Lagercrantz feststellen, so fühlt sich „Verfolgung“ nun wieder fast wie die ursprüngliche Trilogie an. Lagercrantz erreicht zwar bei der Story nicht ganz die Komplexität seines Vorgängers, zieht die Geschichte aber gekonnt über mehrere Handlungsstränge auf, die zusammen ein schlüssiges und vor allem spannendes Gesamtbild ergeben. Erfreulich ist auch, dass nicht nur viele der bekannten Charaktere wieder mit dabei sind, sondern auch dass der Autor sich die Zeit nimmt, diese weiter auszuarbeiten und es nicht nur bei Larssons Charakterisierungen belässt – siehe z.B. das eingangs schon thematisierte Drachentattoo auf Lisbeths Rücken. Rückblickend bekommt man daher ein wenig den Eindruck, dass David Lagercrantz beim vierten Band vielleicht noch nicht zu viel riskieren wollte und für seine Übernahme der Reihe lieber einen eher simpel gestrickten, aber soliden Einstieg gewählt hat, mit „Verfolgung“ aber endgültig im „Millennium“-Universum angekommen ist. Und da die Geschichte um Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist offensichtlich noch längst nicht zu Ende erzählt ist, dürfen „Millennium“-Fans der Zukunft erwartungsvoll und optimistisch entgegenblicken – bei David Lagercrantz ist die Reihe augenscheinlich in guten Händen.

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