Leserstimmen zu
Die Oleanderfrauen

Teresa Simon

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Inhaltsangabe: Jule führt ihr kleines Café Strandperlchen in Hamburg mit Liebe und Hingabe. Aber es läuft nicht alles rund in ihrem Leben. Und sie hört schon wieder die mahnenden Worte ihrer Mutter: Jule ohne Plan! Aber sie will nicht so schnell aufgeben. Als die pensionierte Lehrerin Johanna in ihr Leben tritt, verändert sich plötzlich alles. Johanna hat auf dem Dachboden im Haus ihrer Mutter ein Tagebuch gefunden. Und die gesetzte Dame kann das Buch kaum aus der Hand legen, denn sie spürt, dass sie in irgendeiner Weise damit verbunden ist. Hamburg 1936: Sophie Terhoven stammt aus gutem Hause; der Vater ist ein angesehener Kaffeehändler und kann seiner Familie jeden Komfort bieten. Und Sophie ist in Hannes verliebt. Dieser ist jedoch der Sohn der Köchin der Familie. Sophie ist die Herkunft ihres Liebsten egal, aber dem Rest der Familie offenbar nicht! Hannes und Sophie ahnen nicht, welche schicksalhafte Fügung ihr Leben unnötig schwer macht! Mein Fazit: Ein riesiges Dankeschön geht an den Heyne Verlag für die Überlassung des Rezie-Exemplares. Ich hatte mich schon sehr drauf gefreut und konnte es kaum erwarten, es in einer gemeinsamen Leserunde zu lesen! Die Autorin hat uns dieses Mal nach Hamburg entführt. Die Atmosphäre der Stadt wurde gut eingefangen, dabei empfinde ich den Vergangenheits-Strang intensiver erzählt als den Gegenwarts-Strang. Die Vorkriegs-Atmosphäre erblühte in meiner Phantasie genauso wie die entbehrungsreiche Zeit während des Krieges. Ich konnte mich gedanklich sehr gut zurechtfinden, auch wenn Hamburg als Stadt für mich nicht so anziehend ist. Sophie Terhoven ist sehr sympathisch und liebenswert, genauso wie ihr Liebster Hannes, Freund Malte oder ihre Tante Fee. Mit ihren Eltern kam ich nur schwer zurecht, sie wirkten auf mich teilweise kalt und herzlos. In der Gegenwart kämpft Jule um ihre Existenz. Den Bruch der letzten Beziehung hat sie noch nicht so richtig verkraftet, sehnt sich dennoch nach ein wenig Unterstützung, denn sie scheint das Pech einfach anzuziehen. Obwohl ihr wirklich einiges an Missgeschicke passiert, berappelt sie sich immer wieder auf und macht weiter, auch wenn es im Grunde hoffnungslos erscheint, bis sie die betagte Dame Johanna kennenlernt. Johanna war vor der Pension Lehrerin und muss das Haus der verstorbenen Mutter räumen. Auf dem Dachboden findet sie das Tagebuch von Sophie Terhoven und ein Puppenhaus. Obwohl es keine wirkliche Erklärung dafür gibt, hat sie von Anfang an das Gefühl, tief damit verbunden zu sein und leidet genauso mit Sophie. Zusammen mit Jule kommt sie dann einem ganz großen Geheimnis auf die Spur! Mit diesem Buch konnte ich wieder abtauchen, mich auf eine ganz andere Welt einlassen und durchaus Hass und Liebe gleichermaßen für die Geschichte empfinden. Hass, weil diese Geschichte auch ein Stück Zeitgeschichte ist, die ihre hässliche Fratze gezeigt hat. Und Liebe, weil Sophie sich trotz aller Standesunterschiede durchkämpft und einfach nicht aufgibt! Ich finde die Kombination dieser verschiedenen Themen – Nationalsozialisten/ Judenhass/ Homosexualität – sehr gelungen und sie bleiben im Gedächtnis. In der Tat, es gibt eine Menge zu verarbeiten und Teresa Simon hat ein rundum gut recherchiertes Bild dieser Zeit gemalt! Leider muss ich auch eine kleine Kritik loswerden: Die Tagebucheinträge von Sophie sind teilweise recht schwach gedruckt, so dass sie manchmal schlecht lesbar sind. Auch kam ich mit der Schrift nicht immer gut zurecht, das hat leider meinen Lesefluss erheblich ausgebremst. Es war auch anstrengend für die Augen. Nun, ich kann nicht umhin, diesem spannenden und berührenden Werk trotzdem fünf Sterne zu vergeben, denn es ist vielschichtig, berührend und sehr bewegend! Wer Geschichten mit dunklen Familiengeheimnissen liebt, wird sich mit diesem Buch sehr wohl fühlen!

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Das Cover hat mir sofort sehr gut gefallen, ich liebe die Kombination aus Blumen bzw. den Park und im Hintergrund das Herrenhaus. Mir gefallen solche Cover sehr gut und vor allem muss ich solche Bücher immer wieder in die Hand nehmen. So war es bei diesem Buch auch, obwohl ich bisher noch kein Buch der Autorin gelesen habe war ich sofort neugierig. Der Klappentext hat mir dann auch sofort gefallen, schon alleine weil ich eine große Kaffeeliebhaberin bin! Ich war wirklich neugierig und habe dann auch schnell angefangen, man kommt sehr gut in die Geschichte hinein und ich war sofort gefesselt. Der Schreibstil ist mitreißend, detailverliebt und vor allem sehr bildlich. Gleich zu Beginn der Geschichte nimmt die Autorin einen mit auf die Reise. Besonders gut gefallen mir die guten Charakterbeschreibungen. Egal ob Sophie oder Jule sie sind alle sehr authentisch und dadurch bekommt man einen guten Eindruck von ihnen. Dadurch kann man sogar noch besser mitfiebern. Ein weiterer Pluspunkt waren die zwei Zeiteben, die parallel ablaufen und dadurch nicht nur die Spannung anheizen sondern auch das Lesevergnügen erhöhen. Die Autorin hat es geschafft den Umbruch zwischen den Zeiten gut zu beschreiben sodass ich beide total spannend fand. Emotionen pur bringt die Autorin rüber, die verbotene Liebesgeschichte fand ich sehr gelungen und ich habe mitgelitten. Es wirkte auch nichts bei den Haaren herbei gezogen sondern durchaus so möglich, authentisch und realitätsnah. Außerdem war zu keiner Zeit absehbar, was als nächstes passiert. Der Titel erklärt sich natürlich auch und ich finde die Verknüpfung mit dem Oleander total toll, ich liebe Oleander! Die Autorin hat auf jeden Fall einen hohen Kurs bei mir und es wird sicherlich nicht das letzte Buch, dass ich von ihr lesen werde! Fazit: Ein tolles Buch, das in verschiedenen Zeitebenen begeistern kann, mit Emotionen und Originalität daher kommt. Ich habe zeitweise nicht aufhören können zu lesen und kann das Buch definitiv nur weiterempfehlen. Bin schon gespannt auf weitere Bücher von ihr!

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Meine Meinung: Mit diesem Buch ist Teresa Simon wirklich ein Schatz gelungen. Sie schafft es perfekt, eine Familiengeschichte so zu verpacken, dass es weder an Spannung, noch an Gefühl fehlt. Man fühlt sich, als würde man tatsächlich zwischen den Zeiten hin und her springen. Sowohl die Zeit um 1936 als auch das Heute haben mich gefesselt. Mir ging es genauso wie der Protagonistin Jo, die auch immer erst mit dem Lesen aufhört, wenn die Augen rebellieren. Die Personen in diesem Buch sind so natürlich und liebenswert dargestellt und gezeichnet, dass man sich wünschen würde, solche Frauen als Freundinnen zu haben. Ich habe mich einfach nur verliebt. Man merkt, dass sich die Autorin sehr gut mit der Zeit vor und während dem Krieg auseinandergesetzt hat. Es passt alles zusammen, man findet einige Geschichten wieder, die man schon gehört hat (wenn auch nur am Rande). Da mich eben genau diese Bücher aktuell sehr faszinieren, habe ich mich bestens unterhalten gefühlt, so dass ich auf jeden Fall die anderen Bücher von Teresa Simon auf meine Wunschliste setze. Ich weiß gar nicht, wie diese Autorin bis jetzt an mir vorbeigehen konnte. Ich freu mich schon auf die nächsten Geschichten, die von dieser Frau niedergeschrieben wurden. Fazit: Unbedingt lesen!

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Inhalt: Hamburg 1936. Die junge Sophie Terhoven führt als Tochter eines einflussreichen Kaffeebarons ein behütetes Leben in der großen Villa ihrer Eltern. Eher widerwillig fügt sich Sophie den Zwängen und Veranstaltungen, zu denen ihre Eltern sie drängen. Viel lieber verbringt sie ihre Zeit mit Hannes, dem Sohn der Köchin. Aus ihrer Kinderfreundschaft ist inzwischen Liebe geworden. Jede freie Minute verbringen sie miteinander, doch eine Heirat kommt aus gesellschaftlichen Gründen nicht infrage. Meine Meinung: Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, denn durch den flüssigen Schreibstil und die sympathischen Protagonisten war ich sofort mitten in der Geschichte, die im Wechsel auf zwei Zeitebenen erzählt wird. In der Vergangenheit, von 1936 - 1943 in Hamburg, geht es hauptsächlich um Sophie. Vieles erfährt der Leser durch ihre Tagebucheinträge (die durch die helle und enge kursive Schriftart leider etwas schwerer zu lesen sind). Erzählt wird von Sophies Liebe zu Hannes, der Freundschaft zu Malte, den überraschenden Geständnissen ihrer Eltern und von ihrem harten Leben während des Krieges. In der Gegenwart, im Jahr 2016, findet die 73 jährige Johanna auf dem Dachboden ihrer verstorbenen Mutter Sophies Tagebuch und schon schon nach den ersten Seiten ist ihr Interesse an der Vergangenheit geweckt. Deshalb bittet sie Jule, die junge Besitzerin eines kleinen Cafés, um Hilfe bei den Nachforschungen. Beide Handlungsstränge haben mir gut gefallen, obwohl ich die Geschichte in der Vergangenheit spannender und berührender fand. Die Geheimnisse und Zusammenhänge konnte ich bis zum Schluss nicht enträtseln, was für mich bedeutete, dass der Spannungsbogen immer weiter anstieg. Natürlich ist am Ende alles gut, obwohl es auch etwas traurig ist. Mir waren alle drei Protagonistinnen sehr sympathisch, aber Sophies Entwicklung vom naiven jungen Mädchen zur starken und selbstbewussten Frau, die ihr Leben meistert, gefiel mir am besten. Fazit: Ein fesselnder und spannender Roman mit einem tollen Schreibstil, dessen zwei Geschichten geschickt miteinander verbunden werden.

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Da ich Familiengeschichten liebe, insbesondere solche, die zur Zeit des zweiten Weltkrieges spielen, haben dieses Buch und ich zueinander gefunden. In der Geschichte geht es um Sophie Terhoven, angesehene Tochter des örtlichen Kaffeebarons, die sich vor dem Krieg in den Sohn der Köchin verliebt. Doch diese Liebe darf nicht sein, gehören arm und reich doch einfach nicht zusammen. Doch dann wird ein Familiengeheimnis gelüftet, was Sophies Leben für immer verändert. Wird sie diese Herausforderung meistern können? Die Handlung wird uns über zwei Zeitebenen nahe gebracht, denn zum Einen spielt die Geschichte in der Gegenwart des Jahres 2016 und zum Anderen in der Vergangenheit, beginnend ab 1936 bis einschließlich 1943. In der Gegenwart begleiten wir unter anderem die Cafebesitzerin Jule und lernen reichlich über Kaffee. Zum Anderen ist da noch die pensionierte Johanna Martens, die gerade den Dachboden ihrer verstorbenen Mutter ausgeräumt und dort ein altes Tagebuch gefunden hat, welches über das Leben der Sophie Terhoven berichtet. Die Vergangenheit wird uns in erster Linie über das Tagebuch von Sophie nahe gebracht. Besonders berührt hat mich natürlich das Schicksal von Sophie, welches man sich selbst nie so verwirrend hätte ausmalen können. Die Geheimnisse, die mit der Handlung ans Licht kommen, sind schon eine Besonderheit. Gerade zum Schluss hatte ich nicht mit der Offenbarung gerechnet, was der fiese Moers eigentlich mit Sophie zu tun hat, dachte ich doch immer, dass er sie mal heiraten will. Die Liebe zu Hannes fühlte sich für mich als Leserin stets echt an und man hatte keinerlei Zweifel, was ihre Gefühle anbelangt. Auch fand ich gut, dass sie anders als ihre Mutter nicht das einfache Leben mit allem Pomp und Gloria gewählt hat, sondern zu ihrer Liebe stehen wollte. Jule war mir auch auf Anhieb sympathisch, konnte ich nur zu gut verstehen, dass es sie maximal angestunken hat, wie alle in ihrer Umgebung ständig schwanger sind, nur sie mit über Dreißig noch immer keinen festen Partner hat und auch beruflich noch nicht ganz auf festen Beinen steht. Ihr Strandperlchen ist wirklich etwas Besonderes, da wäre ich nur zu gern regelmäßiger Gast. Der Schreibstil der Autorin ist so fesselnd, dass man mit dem Lesen kaum noch aufhören kann und dennoch ergeht es einem wie Jo und Jule, dass man zwischendurch immer wieder kurz inne hält, um das Geschriebene zu verdauen, denn was Sophie alles erleiden muss, ist nichts für schwache Nerven. Mir hat gut gefallen, dass Frau Simon die Schrecken des Krieges nicht beschönigt, sondern noch unterstreicht auf was die Leute damals alles verzichten mussten und worauf man alles achten musste, damit man nicht im Gefängnis oder ähnliches landet. Fazit: Ein Schmöker, wie ich ihn nur zu gern lese. Gern spreche ich dafür eine Leseempfehlung aus. Überaus gelungen!

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Die Autorin führt den Leser nach Hamburg, inmitten von 2 Zeitepochen erlebt man die schicksalshafte Geschichte von Sophie Hamburg 1936: Die siebzehnjährige Sophie Terhoven führt bislang ein unbeschwertes und unbekümmertes Leben. Sie ist die Tochter eines großen Hamburger Kaffeebarons und genießt viele Freiheiten, muss aber auch nach Standesregeln leben. Sie erlebt die erste Liebe aber diese darf nicht sein. Viele dunkle Geheimnisse und die Zeiten des Krieges werfen ihre Schatten voraus… Hamburg 2016: Jule hat ein kleines Café das Strandperlchen eröffnet. Hier verwöhnt sie Ihre Gäste mit den tollsten Kaffee- und Kuchenkreationen. Es ist ihr Lebenstraum, doch eine angekündigte Mieterhöhung bringt ihren Traum ins Wanken. Johanna, eine ältere Dame, findet zufällig auf dem Dachboden ein Tagebuch. Sie bittet Jule es für sie neu zu schreiben. Die beiden Frauen sind sich schnell sympathisch jedoch ahnen sie nicht, dass sie mehr verbindet als sie denken… Meine Meinung: Teresa Simon nimmt den Leser in unterschiedlichen Zeitebenen mit in die zauberhafte Welt des Kaffees. Man erlebt zwei Handlungsstränge, einen in 1936, den anderen in 2016, beide spielen in Hamburg und scheinen auf den ersten Blick nicht wirklich etwas mit einander zu tun zu haben. Mit der Zeit sind diese immer mehr ineinander verwoben und nehmen den Leser förmlich mit. Besonders die Tagebucheinträge der Sophie Terhoven sind einfach spannend und mitreißend und man fiebert ihnen regelrecht entgegen. Der Leser erlebt die Auswirkungen des Nationalsozialismus und wie sich alles immer dramatischer zuspitzt. Unerwartete Wendungen, emotionale und berührende Momente halten immer die Spannung, sodass es zu keiner Zeit langweilig wird. Man fühlt mit, spürt die Trauer und Verzweiflung einer Mutter, die ihr über alles geliebtes Kind abgeben muss, um es vor dem schlimmsten zu schützen und spürt, wie sie fast daran zerbricht. Man bangt und hofft mit den Protagonisten, hofft besonders mit Hannes, er könne dem Krieg irgendwie entkommen und in Sicherheit leben. Der Leitspruch der Familie: DUM SPIRO, SPERO (übersetzt: Solange ich lebe, hoffe ich) zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Die Hoffnung gibt ihnen immer neue Kraft. Die Charaktere sind wunderbar authentisch beschrieben. Auch die Orte des Geschehens sind für den Leser so bildlich dargestellt, dass man sich gut an die Orte des Geschehens versetzen kann. Der Leser spürt, dass seitens der Autorin sehr viel Recherchearbeit geleistet wurde um die ganzen historischen Ereignisse zusammenzutragen und in die Geschichte einzubinden. Diese wundervolle mitreißende Geschichte wird abgerundet durch die tollen Rezeptideen am Ende des Buches. Diese Geschichte macht nachdenklich, gibt ganz viel historisches Wissen mit und weckt Emotionen. Einfach großartig ! Ich habe zu jeder Zeit mitgefiebert und gehofft.

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Hamburg, 1936: Sophie Terhoven genießt das komfortable Leben als Tochter eines Kaffeebarons. Zusammen mit ihrem Freund Malte besucht sie die höhere Schule und gemeinsam lernen sie für die nächsten Prüfungen. In dem Sohn der Köchin findet Sophie nicht nur einen guten Freund, sondern auch ihre erste Liebe. Doch die Kluft zwischen arm und reich scheint unüberwindlich zu sein. Doch dann geschieht etwas sehr unerwartetes, das nicht nur das Leben von Sophie grundlegend verändern wird. Hamburg, 2016: Jule Weisbach versucht sich mit einem urigen Café selbstständig zu machen. Sie legt besonderen Wert auf die Kaffeebohnen, ihre Röstung und deren Zubereitung. Das macht sich nicht zuletzt im Geschmack bemerkbar. Auch haben diese Bohnen ihren Preis. Dennoch möchte Jule sie nicht zu teuer verkaufen, um ihrer Kundschaft etwas bieten zu können. Eine saftige Mieterhöhung stellt aber nun den Fortbestand ihres kleinen Cafés in Frage. Doch dann lernt Jule Johanna kennen, die beim Aufräumen des elterlichen Hauses ein Tagebuch gefunden hat, das ursprünglich mal einer Sophie Terhoven gehört hat… Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Schnell konnte ich in die Geschichte eintauchen. Sowohl Jule, wie auch Sophie und Johanna wurden mir schnell sympathisch und gemeinsam mit den drei Frauen ging ich auf Entdeckungsreise nach alten Familiengeheimnissen und verborgenen Wünschen. Die Geschichte wird nicht nur aus der Sicht der drei Frauen geschrieben, auch kommen immer wieder Tagebucheinträge vor, die – in meiner Ausgabe – leider sehr schwer zu lesen sind. Dennoch war die Geschichte spannend und baute sogar einen regelrechten Sog auf, so dass man das Buch nur schwer zur Seite legen konnte. Dennoch musste dies manchmal sein, denn die ganzen Ereignisse wollten teilweise häppchenweise verdaut werden. Neben einem sehr kleinen Einblick in die Kriegsgeschehnisse, habe ich vor allem recht viel über Kaffee gelernt. Die Protagnisten sind authentisch, plastisch und sehr emotional. Das Ende war für mich nicht wirklich überraschend, auch wenn ich mir ein wenig mehr Zufall gewünscht hätte. Für den interessierten Leser bietet die Autorin am Ende noch ein historisches Nachwort an. Jule hat in dem Buch recht viel gebacken. Einige der Rezepte finden sich am Ende des Buches, was mich sehr gefreut hat, klang doch manches sehr lecker. Fazit: Eine herzerwärmende Geschichte mit viel Tragik, Leid, Freud und Hoffnung. Als Leser wird man bei diesem Buch emotional sehr gefordert und es fällt einem am Ende schwer, Jule und ihre Freunde wieder ziehen zu lassen. Wie gerne würde ich doch mal in ihrem kleinen Café vorbeischauen und sie persönlich kennenlernen.

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Die Oleanderfrauen

Von: Nik75

10.02.2018

Heute stelle ich euch den neuen Roman „Die Oleanderfrauen“ von Teresa Simon vor. Klappentext: Meine Meinung: Frau Simon hat mit „Die Oleanderfrauen“ wieder einen ganz tollen Roman geschrieben. Die Hauptprotagonisten sind in ihrem Roman ausschließlich Frauen. Da ist Jule, die in Hamburg ein kleines Café eröffnet hat. Sie ist eine junge Frau, die in ihrem Café ihre Erfüllung findet und nebenbei für andere Leute ihre Vergangenheit aufschreibt. Johanna ist eine Frau um die Siebzig, die in den letzten Kriegsjahren geboren wurde und durch Zufall auf dem Dachboden einen Koffer mit einem Tagebuch und einem Medaillon findet. Dann gibt es noch Sophie, die junge Frau, die dieses Tagebuch geschrieben hat. Sie ist die Tochter eines Kaffeehändlers aus Hamburg und führt ein schönes Leben, bis ein Geheimnis ihrer Eltern gelüftet wird. Johanna und Jule lesen gemeinsam dieses Tagebuch und machen Entdeckungen mit denen keiner gerechnet hat. Frau Simon hat einen wunderbar flüssigen Schreibstil und hat diesen Roman sehr fesselnd geschrieben. Ich konnte schon nach den ersten Seiten nicht mehr aufhören zu lesen, da mich die Geschichte um Sophie, Johanna und Jule gefesselt hat. Im Tagebuch von Sophie zu lesen war sehr berührend und auch beängstigend. Es ist unvorstellbar und unfassbar, was die Menschen im zweiten Weltkrieg alles durchmachen mussten. Man kann sich das heutzutage gar nicht mehr vorstellen. Aber es war nicht nur die Kriegserzählungen die mich fasziniert haben, nein es war Sophies Leben und die Schicksale, die sie ertragen musste. Ich mochte die Protagonistinnen sehr gerne und habe das ganze Buch über mit ihnen mitgefiebert und mitgezittert. Ich bin eingetaucht in diese faszinierende Familiengeschichte und habe jede Seite dieses Romans genossen. Ich fand es toll gemeinsam mit Jule und Johanna allen Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Da ich von Natur aus neugierig bin sind Geschichten, die über Jahrzehnte gehen einfach immer spannend für mich zu lesen. „Die Oleanderfrauen“ ist ein wirklich faszinierendes Buch und ich vergeben für diesen Roman 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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