Leserstimmen zu
Feinde

Susanne Saygin

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Der türkischstämmige Polizist Can und das Ermittlungs-Team um seine Vorgesetzte Simone ermitteln in einem Mordfall zweier Bulgaren. Schnell wird ihnen klar, dass es sich nicht nur um Mord handelt. Korruption, Menschenhandel und Geldwäsche sind nur ein Teil der Geschichte die immer engmaschiger und verstrickter wird. An sich eine gute Story aber irgendwie unfertig. Der Roman beginnt schleppend und kommt auch nach den Auffinden der beiden Leiche nicht richtig in Fahrt. Die Ermittlungen des Teams sind holprig. Zwischenzeitlich nimmt die Handlung dann wieder an Fahrt auf, aber verstrickt sich in so vielen Nebenhandlungen und Rückblicken des Hauptcharakters Can, dass man zweitweise den Überblick verliert. Auch das Ende wirkt eher unglaubwürdig und dramatisch, wobei es meiner Meinung nach keinen wirklichen Höhepunkt in diesem Buch gibt. Fazit: sicherlich gut recherchierter Roman mit aktueller Thematik, aber auf weiten Strecken eher langweilig und unübersichtlich.

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Spannend erzählt

Von: Evelyn

12.10.2018

Ein spannender Thriller in der kulturell vielschichtigen Großstadt angesiedelt mit vielseitigen Elementen wie Mord, Wirtschaftskriminalität und Menschenhandel. Die persönlichen Schicksalen und Probleme der Ermittler geben dem Buch den letzten Schliff. Toll zu lesen und nah an der Realität. Sehr empfehlenswert.

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Inhalt: In Köln werden zwei Getötete in morbider Stellung gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um zwei Roma-Jungs handelt, die vom Arbeiterstrich gekommen sind. Doch die anderen Roma schweigen ... Meine Meinung : Ein recht schockierendes und mutiges Buch über ein absolut wichtiges Thema (Flüchtlingspolitik, Migrationskonflikte, über die Rechten und über die Linken und die Roma (Zigeuner)). Jedenfalls geht es hier richtig zur "Sache "- recht offen und ziemlich ungeschminkt! Die Autorin findet hier einen recht angenehmen Schreibstil: damit ist auch die unzensierte Aussprache unter den Jugendlichen gemeint! Jedenfalls lässt sich dieser Roman recht flüssig lesen - zwar nicht Jedermanns Geschmack, aber dafür sind die Unterschiede bei den Lesern eben auch recht unterschiedlich! Fazit: Von mir hat dieses Buch eine Bewertung von 5 Sternen erhalten und ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen!

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Fängt an wie ein klassischer Krimi, der typische frustrierte und teilweise resignierte Polizist, diesmal mit Migrationshintergrund, der in einem bizarren Mordfall ermittelt und endet in einer Verfolgungsjagd durch halb Europa. Der zu lösende Mordfall gerät immer mehr in den Hintergrund zugunsten einer privaten Lebensgeschichte, für mich aber gerade darum am Ende nichts Halbes und nichts Ganzes. Trotzdem gut und flüssig geschrieben und ohne Längen. Liest "sich weg" ohne zu langweilen und enthält einige unvorhergesehene Wendungen.

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In Köln werden zwei Getötete in morbider Stellung gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um zwei Roma-Jungs handelt, die vom Arbeiterstrich gekommen sind. Doch die anderen Roma schweigen. Der 46-jährige Can Arat bringt einen Jungen dazu, doch auszupacken. Gemeinsam mit seiner Chefin sind sie einem Menschenhandel auf der Spur, der in politisch hohe Kreise reicht und kaum Aussicht bietet, den Schuldigen zu bestrafen. Doch Can lässt sich nicht einschüchtern und ermittelt privat weiter. Dazu fährt er bis nach Bulgarien, die Route der Roma-Arbeiterstrichjungen. Susanne Saygin hat mit "Feinde" nicht nur einen spannenden, erschreckenden Thriller geschrieben, der - bis auf ein paar Stellen der Nebensächlichkeiten, die die Handlung etwas stocken lassen - unterhaltsam zu lesen ist, sondern greift mit diesem Buch wirklich heiße Eisen an. Denn zwischen den Zeilen steckt wahnsinnig viel Kritik und die tritt nach allen Seiten aus. Die Rechten kommen verständlicherweise nicht gut weg, sie werden als hirnlose Schlägertypen in Chinohosen gezeigt. Aber auch die Linken bekommen einiges vor dem Bug: Denn Saygin zeigt, dass es mit Gutmenschentum nicht getan ist, dass das Problem der Migration- und Flüchtlingspolitik hausgemacht und gewollt ist, und viel tiefer sitzt. Dass EU-Subventionen die Armut fördern und überhaupt, dass wir alle mal nachdenken und genauer hinsehen sollten. Denn wenn sich zwei streiten, freut sich bekanntlich der Dritte. Und der macht aus Armut richtig viel Kohle. Hier in "Feinde" sind es die Roma, die auf der Strecke bleiben oder tot auf dieser Balkanroute aufgefunden werden. Oder eben in Köln. Ein sehr mutiges Buch über ein absolut wichtiges Thema, das tief blicken lässt und so einiges erklärt. Und dazu noch sehr unterhaltsam zu lesen, denn dieser Can ist eine coole Socke, könnte man sagen. Und dass er auf Alleingang macht, macht ihn noch sympathischer. Dazu noch diese unzensierte Sprache zwischendurch (seine Chefin Simone wird als "Kampflesbe" bezeichnet, die Roma als "Zigeunersoße", Can selbst als "Kanake") macht diesen Thriller erschreckend lebendig und etwas derb zu lesen. Für mich das wahrscheinlich wichtigste Buch des Jahres im Krimiregal. Lesen!

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Buch und Büro Ute Schmid

Von: Bianca Schmid-Paech aus Hilpoltstein

05.02.2018

Ungeschminkter „Kölnkrimi“ mit sozialem Brennpunkten, eingebettet in eine Beziehungskiste.

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Buchhandlung Vielseitig

Von: Beate Rohé aus Hanau

22.01.2018

Susanne Saygin – ein neuer Stern am Krimihimmel!

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Welsch Bücher erleben

Von: Hildegard Trant aus Homburg

22.01.2018

Ich bin begeistert von diesem Buch. Das ist mir schon lange nicht mehr passiert: Buch aufgeschlagen, zu lesen begonnen, hängen geblieben. Woran das genau lag, weiß ich nicht. Vielleicht am guten Erzählton? An der vielschichtigen Geschichte? Den überzeugenden Protagonisten? Daran, dass ich mich in Köln ein bisschen auskenne? Egal, "Feinde" ist wirklich mal was ganz anderes und überragt die nach diversen Schreibmustern verfertigen "Normal-Thriller" haushoch. Er ist klüger, informativer, menschlicher. Er weist auf himmelschreiende Ungerechtigkeit und menschenverachtende Praktiken in der Wirtschaft hin und beleuchtet kriminelle Netzwerke. Gleichzeitig hat er ganz viel Atmosphäre. Wer da nicht ins Grübeln gerät, hat einen Betonkopf und ein kaltes Herz. Ein ganz großer Wurf, der die 5 Sterne wirklich verdient.

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