Leserstimmen zu
Mein Mann, seine Frauen und ich

Hera Lind

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Oktober 1995: Nadia Schäfer erhält einen merkwürdigen Anruf. Ein Mann ruft sie an, möchte sie kennenlernen und schlägt ein zeitnahes Treffen vor. Nadia ist so fasziniert von seiner Stimme und zeitgleich derart überrumpelt, dass sie sich am nächsten Tag auf dem Nürnberger Bahnhof wiederfindet, um dort einen Unbekannten zu treffen und abzuholen. Karim, mit einem Aufenthaltsstatus in den Niederlanden, ist auf der Suche nach einer zweiten Frau, die ihm Liebe und Wärme schenken kann. Nadia wurde ihm empfohlen und so hält er nur kurze Zeit nach ihrem Treffen um ihre Hand an. Doch Nadia plagen Zweifel. Immerhin hat Karim ja schon eine Frau und Kinder. Doch er ist so nett, zuvorkommend mit einer tollen Stimme. Wie soll sich Nadia entscheiden? Will sie wirklich die zweite Frau an Karims Seite werden? Kann sie einem moslemischen Leben gerecht werden? Nadia steht vor einer schweren Entscheidung. Wie wohl auch Nadia, war ich zunächst von der Geschichte überrumpelt. Keine Zeit, Nadia ein wenig kennen zu lernen, keine Zeit, die Vorgeschichte etwas zu erfahren, wie auch Nadia, wird der Leser direkt ins kalte Wasser geworfen und mit Karim und seinem Anliegen konfrontiert. Der Schreibstil ist flüssig, aber die Handlungsweise der Protagonistin konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Vielleicht fehlt es mir hier an Bezug zur orientalischen Welt mit ihrer Faszination. Oder ich bin einfach zu sehr „kopfgesteuert“. Mit einem gewissen skeptischen Abstand habe ich daher das Handeln von Nadia beobachtet und bin an ihrer Seite einen Schritt nach dem anderen in den Oman gegangen. Die Autorin versteht es, den Leser zu fesseln, auch wenn die besagte Handlungsweise bei mir doch eher das eine oder andere Kopfschütteln hervorrief. Trotzdem machte mich die Geschichte neugierig, so dass ich immer weiter vorankam in der Geschichte. Fazit: Auch wenn ich so manchen Schritt von Nadia nicht nachvollziehen konnte, hat mir die Geschichte dennoch gefallen.

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Spannend und lesenswert. Obwohl ich keine Kennerin der Lebensweise in den Ländern des Orients bin, hat mich das Buch neugierig gemacht. Obwohl es ein Roman nach einer wahren Geschichte ist hatte ich manchmal das Gefühl, dass die Autorin da einiges in ihrer „literarischen Freiheit“ dazu geschrieben und evtl. etwas übertrieben haben könnte. Ich muss es so glauben, wie es da steht. Das Buch erzählt von einer tiefen Liebe, von Enttäuschung, von Hoffnung, von Verlust und Trauer, von Trennung und Vertrauen, von Unterwürfigkeit und Hilflosigkeit. Und von all den genannten recht viel. Der Leser bekommt Einblick in fremde Kulturen, die man so vielleicht noch nicht kannte. Welche innere Überzeugung muss man haben, dass man sich so total den Sitten und Gebräuchen unterwirft. Die bedingungslose Hingabe in so ein neues Leben spricht entweder von einer wirklich großen Liebe, von extremer Neugier oder übertriebener Abenteuerlust, oder von jedem etwas? Ganz ehrlich, der Orient und seine rätselhaften Lebensregeln sind mir persönlich suspekt. Nichts desto trotz habe ich das Buch genossen. Wie ich eigentlich (fast) alle Bücher von Hera Lind mag. Sehr kurzweilig und spannend geschrieben. An einem verregneten Wochenende die passende Lektüre.

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Nadia Schäfer hat Die weiße Massai nicht gelesen, sonst hätte sie vielleicht dreimal darüber nachgedacht, einen Iraker zu heiraten und aus Liebe in eine völlig fremde Kultur überzuwechseln. Vielleicht hätte sie auch Gestört lesen sollen, denn ihr Karim hat ein paar eindeutig psychopathische Eigenschaften. Wäre Nadia Schäfer vernünftig, wäre sie in Fürth geblieben und hätte den Iraker Iraker sein lassen - aber dann gäbe es keine Geschichte, aus der Hera Lind einen Roman hätte schreiben können. Für eine Rezension muss man hier trennen zwischen der wahren Geschichte und der Art, wie die Autorin sie aufgeschrieben hat. Die Handlung ist absurd, man möchte sie nicht glauben: Nadia hat doch nicht wirklich? Sie wird doch nicht nochmal? Hat sie jetzt verstanden? Oder tut sie schon wieder...? Vor lauter Kopfschütteln wird einem schwindlig. Gleichzeitig erfährt man einiges über den Islam und über den Orient (wie er vor einigen Jahren war, vor dem Krieg). Und man bleibt dabei, weil man wissen will, wann Nadia es endlich kapiert. Hera Lind und ihr Lektor beim Diana-Verlag hätten aus dieser Geschichte allerdings mehr machen können. Gibt es denn für die brave muslimische Frau wirklich keinen anderen Vergleich als das blökende Schaf? Oder könnte man ihn wenigstens anders formulieren, anstatt auf jeder zehnten Seite das Gleiche zu schreiben? Frau Lind hat es sich sehr einfach gemacht mit diesem Buch. Schade. Mein Mann, seine Frauen und ich erschien im Mai 2017 beim Diana-Verlag, dem ich für ein Rezensionsexemplar danke.

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Das Cover in seinen einnehmenden Farben ist sehr gelungen und lädt auch schon in die passende Geschichte, die nach einer wahren Begebenheit geschrieben ist, ein. Der Schreibstil ist geradlinig und flüssig zu lesen. Hera Lind stellt die Charaktere so gekonnt dar, dass ich am liebsten die Protagonistin bei den Schultern gepackt und wachgerüttelt hätte. Auch die anderen Charaktere werden sehr authentisch und realistisch dargestellt. Hier kann man sich die Szenerien hervorragend vorstellen. Nachvollziehen fällt mir hier aufgrund der Thematik etwas schwer, aber, das liegt nicht am Schreibstil sondern an den Umständen und Gegebenheiten an sich. Die Geschichte trägt sich unter anderem auch durch die gut recherchierten bildhaften Darstellungen der jeweiligen Orte. Diese werden in lebhaften und auch opulenten Farben dargestellt. Man kann sich dadurch als Leser mittendrin und nicht nur dabei fühlen. Die Geschichte dreht sich um Nadia Schäfer, die sich nach ihrer Trennung/Scheidung von Ehemann Harald in einer Lebenskrise befindet. Hier ist sie natürlich ein gutes "Opfer" für Männer, die ihr "Honig ums Maul schmieren" und so einer ist auch Karim, in den sie sich Hals-über-Kopf verliebt. Sie landet in einer Hörigkeit, die sie die unmöglichsten Zugeständnisse eingehen lässt. Mein Fazit: ein Buch, das sich in schillernden Farben präsentiert und aufgrund der Thematik nur den Kopf schütteln lässt

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Fremde Kulturen, Sitten, Gebräuche, der Blick hinter diese Kulissen ist reizvoll. Also, jedenfalls für mich und ich möchte „Multikulti“ gerne verstehen und auch ein wenig diese Kulturen in mein eignes Leben einbauen. Vielleicht nicht gleich wie im vorliegenden Buch „Mein Mann, seine Frauen und ich“ von Hera Lind, die Vielehe. Da bin ich eher altmodisch und zudem rasend eifersüchtig. Meinen Mann möchte ich für mich alleine und nicht mit anderen Frauen teilen ;-). Aber Urlaube, Kochrezepte, Tänze, Lieder, Sagen und Märchen, da bin ich gerne dabei und nutze diese Anregungen. Der gebundene Roman ist nach einer wahren Begebenheit geschrieben und das merkt man ihm an. Das hat Hera Lind super umgesetzt. Meiner Meinung nach ist er gerade darum so packend, berührend und unter die Haut gehend. Emotional und eindrücklich geschildert erlebt man als Leser alle Höhen und Tiefen dieser „multikulturellen“ Verbindung. Man taucht ein in muslimische Welten und blickt als Kleinstädter etwas rat- und fassungslos auf die besonderen Umstände, in die die Protagonistin Nadia immer mehr gerät. Im ersten Moment habe ich noch gedacht, warum tut sie sich das an und haut nicht ab. Aber Seite um Seite wurde ich mehr in den Bann gezogen und musste erkennen, dass es noch mehr zwischen Himmel und Erde gibt. Und wie meine Oma schon sagte: „Die Liebe geht seltsame Pfade“ und ist wohl auch eine „Himmelsmacht“. Kicher, trotzdem würde ich die Flucht ergreifen und so etwas nicht mit mir machen lassen! Egal, wie nett und charmant der Mann auch wäre. Da würde ich kein Pardon kennen! Viel Spass ☺ beim Lesen. Inhalt: Nach ihrer Scheidung genießt Nadia Schäfer die Unabhängigkeit. So lernt sie Karim kennen, einen gläubigen und gebildeten Moslem. Sie lässt sich auf ihn ein, heiratet ihn sogar, weil der Islam Liebe ohne Trauschein verbietet. Dass Karim bereits Frau und Kinder hat und die Ehe fortbesteht, nimmt sie in Kauf, denn er trägt Nadia auf Händen. Sie ziehen in den Oman, wo Nadia nur tief verschleiert aus dem Haus gehen darf. Sie tut es für Karim – ein fürsorglicher Ehemann, der sich auch noch um seine erste Frau kümmert. Bis er eines Tages Ehefrau Nummer drei mit nach Hause bringt … Autorin: Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen von "Die Champagner-Diät" und "Verwechseljahre" bis "Eine Handvoll Heldinnen" sensationellen Erfolg hatte. Auch mit ihren Tatsachenromanen "Kuckucksnest", "Die Frau, die zu sehr liebte" und "Die Sehnsuchtsfalle" eroberte sie die SPIEGEL-Bestsellerliste. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg. Weitere Bücher: Die Sehnsuchtsfalle, Tausendundein Tag, Kuckucksnest, Fazit: 5 Sterne**** Lesetipp ☺ „Hera, ich hab dich wieder lieb“, dein Schreibstil nach einer wahren Begebenheit gefällt mir wieder ausnehmend gut und das Buch empfinde ich als gelungen, wenn ich auch nicht mit allem einverstanden bin, was dort berichtet und geschrieben steht. „Mein Mann, seine Frauen und ich“ ist im Diana Verlag erschienen. Es hat 400 Seiten und kostet 19,99 Euro.

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