Leserstimmen zu
Unsere verlorenen Herzen

Krystal Sutherland

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Inhalt: Kann es mehr als eine große Liebe geben? Der 17-jährige Henry war noch nie verliebt. Kein Herzklopfen, keine Schlaflosigkeit, keine großen Gefühle. Bis seine neue Mitschülerin Grace vor ihm steht: in schlabbrige Jungsklamotten gehüllt, mit einem kaputten Bein und einer kaputten Seele. Ihre Zerbrechlichkeit macht sie in Henrys Augen nur noch schöner. Aber Grace lässt Henry kaum an sich heran – bis sie ihn eines Tages völlig unvermittelt küsst. Henry wagt es, zu hoffen. Doch irgendein ungreifbares Geheimnis scheint zwischen ihnen zu stehen ... Meine Meinung: Der Schreibstil ist locker-leicht, unterhaltsam, schnell und flüssig zu lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Die Erzählweise ist sehr abwechslungsreich. Der Text wird hin und wieder durch Facebook, Chats und Powerpoint Präsentation aufgelockert. Auch einige Anspielungen auf Filme haben mir gut gefallen. Die Geschichte wird aus Henrys Perspektive erzählt. Dies fand ich sehr interessant, da es selten vorkommt, dass ein Roman aus männlicher Sicht erzählt wird. Die Handlung und deren Verlauf hat mir gut gefallen. Gefühlvoll ohne kitschig zu sein. Eine Geschichte die ans Herz geht. Die Charaktere sind sehr lebendig und vor allem sehr besonders und vielseitig bezeichnet. Ein tolles Jugendbuch, das mir eine unterhaltsame und gefühlvolle Lesezeit beschert hat. Fazit: Eine etwas andere Liebesgeschichte, voller Gefühl und speziellen und besonderen Charakteren. Leseempfehlung.

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Unsere Verlorenen Herzen Hey Leute, heute rezensiere ich das Buch „Unsere Verlorenen Herzen“ von Krystal Sutherland, welches im cbt Verlag erschien. Dann legen wir mal los! Klappentext Der 17-jährige Henry war noch nie verliebt. Kein Herzklopfen, keine Schlaflosigkeit, keine großen Gefühle. Bis seine neue Mitschülerin Grace vor ihm steht: in schlabbrige Jungsklamotten gehüllt, mit einem kaputten Bein und einer kaputten Seele. Ihre Zerbrechlichkeit macht sie in Henrys Augen nur noch schöner. Aber Grace lässt Henry kaum an sich heran – bis sie ihn eines Tages völlig unvermittelt küsst. Henry wagt es, zu hoffen. Doch irgendein ungreifbares Geheimnis scheint zwischen ihnen zu stehen … Meine Rezension Schreibstil Krystal Sutherlands Schreibstil finde ich ziemlich gut. Sie bringt Freude, Liebe, Erfolg aber auch Schmerz und Verlust sehr gut rüber. Ich finde ihren Schreibstil daher sehr gut! Allerdings finde ich die Chatverläufe, welche in das Buch mit eingebracht wurden, nicht so gut, weil das einfach nicht meinem Geschmack entspricht. Charaktere Ich finde Henry und Grace aber auch die Nebencharaktere (u.a. Lola, Murray,…) alle unglaublich gut ausgearbeitet und toll. Sie alle wirken sehr realitätsnah und es ist schon fast so als würde man sie selber kennen. Auch Henry ist ein netter, sympathischer Protagonist und man kann ihn gut verstehen. Story Die Story ist das Beste an dem Buch. Sie ist realitätsgetreu und behandelt ein, meiner Meinung nach, wichtiges Thema. Ich finde die Hintergründe nicht nur gut erklärt, sondern auch unglaublich echt dargestellt. Man kann sich in die verschiedenen Situationen hineinversetzen, als ob man das ganze fast schon selbst erlebt. Henry ist außerdem ein toller Schriftsteller! Er schreibt in dem Buch unter anderem manchmal einige seiner Gedanken auf… Hier ein Zitat aus dem Buch, was mich unglaublich bewegt hat: Weil mir nicht klar war, dass man sich in Menschen genauso verlieben kann wie in Songs. Auch wenn ihr Lied dir anfangs nichts sagt, verwandelt sich die unbekannte Melodie schon bald in eine Symphonie und dringt dir unter die Haut. Sie wird zur Hymne im Geflecht deiner Adern, zur Harmonie eingestickt in das Gewebe deiner Seele… Mein Fazit Mein Fazit ist, dass ich das Buch gut finde und es jedem empfehlen würde, den das Thema interessiert. Es lässt einen lieben, trauern, verlieren und gewinnen, an Erfahrung und an Wissen. Man lernt mit gewissen Dingen umzugehen und man lernt das Schicksal anderer Leute kennen… Ich finde das Buch ist wirklich toll und ich würde ihm 4 von 5 Sternen geben, weil es manchmal Stellen gab, welche ich nicht gut fand und eher langweilig fand. Liebe Grüße, eure Anne.

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Bei dem Buch handelt es sich um so viel mehr als um einen Jugendroman, der eine Liebesgeschichte beinhaltet. In der Geschichte geht es um den schlacksigen, 17 jährigen Henry, der noch nie verliebt gewesen ist und sich immer wieder wundert, was seine Mitschüler so toll daran finden. Doch dann kommt Grace an seine Schule, die sehr sehr merkwürdig ist. Sie humpelt, trägt Jungsklamotten und sieht immer ungewaschen aus. Was hat es mit dem Mädchen auf sich? Ihre Art verwirrt ihn und dann passiert es: Henry kann Grace einfach nicht mehr vergessen. Ist das die Liebe, von der alle immer sprechen? Bei dem vorliegenden Roman handelt es sich um das Erstlingswerk der Autorin, doch das merkt man ganz und gar nicht. Krystal Sutherland hat ihr Augenmerk vor allem auf die Charaktere gelegt, die alle etwas Besonderes an sich haben, so dass jeder Leser seinen Liebling finden wird. Durch die Handlung führt uns Henry als Ich- Erzähler. Er und die interessante Grace stehen im Mittelpunkt der Handlung. An Henry gefiel mir vor allem seine Neugierde nach Neuem und dass er Grace gegenüber so offen und verständnisvoll ist. Grace, die einst der Star ihrer Schule war, ist seit einem schweren Unfall nicht mehr dieselbe. Der Schulwechsel sollte ihr den Neueinstieg ins Leben erleichtern, doch sie kann einfach nicht vergessen, was passiert ist. An ihr hat mir besonders ihre Nachdenklichkeit gefallen und wie sie die Welt betrachtet. Wahrscheinlich kann man das nur nachvollziehen, wenn einem selbst etwas Schlimmes passiert ist. Die anderen Mitschüler sind ebenfalls dem alltäglichen Leben entnommen. Da ist Henrys beste Freundin La, die lesbisch ist oder sein Kumpel Murray, der den Mädels den Kopf verdreht, es aber nicht mal merkt. Die Geschichte wird vor allem durch die Gefühle der Protagonisten getragen. Mir hat vor allem gefallen, dass nicht immer alles lustig und eitel Sonnenschein ist, sondern dass die Freunde auch mal gemeinsam traurig sein können. Zudem sind sie immer für einander da. Es geht um Freundschaft, den Schulalltag überstehen, die erste Liebe erleben, den ersten Liebeskummer überwinden und das Leben an sich, das eben auch nicht immer wie ein Ponyhof ist. Am besten hat mir jedoch gefallen, dass die Liebe hier nicht als Kitsch dargestellt wird und dass sie nicht zwingend ewig halten muss. Es gibt kein Happyend und als Leser kann man am Ende weiterspinnen, was den Charakteren noch alles passieren könnte. Fazit: Berührend, gefühlvoll und einfach so ehrlich wie das wahre Leben. Ich spreche eine Leseempfehlung für jung und alt aus.

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Die Charaktere: Henry: Eigentlich ist Henry ein sehr zielstrebiger Mensch und gibt sich Mühe in der Schule, so dass er eher selten negativ auffällt. Außerdem ist eines seiner größten Ziele Redakteur der Schülerzeitung zu sein. Als er Grace jedoch kennenlernt verlagern sich seine Interessen ganz eindeutig. Grace: Auf den ersten Blick wirkt Grace eher wie ein ziemliches Wrack, mit ihrem schief geschnittenen Haar und den viel zu großen Jungsklamotten. Auch charakterlich ist sie meist eher verschlossen und ruhig. Nur selten kommt sie aus sich heraus und kann wirklich Spaß haben. Doch eigentlich kämpft sie nur mit sich selbst, denn einerseits ist sie gebrochen und auf der anderen Seite hat sie wieder jemanden gefunden, dem sie sich öffnen könnte. Schreibstil: Erzählt wird die Geschichte aus Henrys Sicht in der Ich-Perspektive. Dies lässt natürlich viele tiefe Einblicke in seine Gefühlswelt zu, wodurch man sich sehr gut in ihn hineinversetzen kann. Insgesamt ist es ein toller und jugendlicher Schreibstil. Besonders haben mir immer die kurzen Gedankeneinschübe, welche in Klammern gesetzt waren, gefallen. Außerdem wird das Ganze noch durch kurze Chatverläufe aufgelockert, die auch der Aufmachung des Buches guttun. Auch an Humor fehlt es diesem Buch nicht, so dass ich oft schmunzeln musste. Meine Meinung: Da es über dieses Buch viele unterschiedliche Meinungen gab, wusste ich nicht so genau, mit welchen Erwartungen ich an das Buch herantreten soll.Allerdings hat mich vor allem der lockere Schreibstil schnell für sich eingenommen. Auch die Charaktere sind wirklich toll getroffen, gerade weil es eher unübliche Protagonisten sind. Jeder hat seine besonderen Eigenarten, welche sie aber gerade deswegen besonders sympathisch machen. Jeder Einzelne ist auf seine eigene Art und Weise charismatisch und nimmt den Leser schnell für sich ein. Die hier thematisierte erste große Liebe im Jugendalter ist nun auch wirklich etwas, mit dem sich jeder identifizieren kann. Die dargestellten alltäglichen Probleme und Hürden, die es dabei zu bewältigen gibt, kennt wirklich jeder. Genauso wie die anfängliche Naivität in Bezug auf die angebetete Person, die einen alle Verfehlungen übersehen lässt. Meiner Meinung nach ist es der Autorin außerdem recht gut gelungen, die Gefühle einer ersten Liebe einzufangen und auf Papier zu bringen, so dass man als Leser tatsächlich ein wenig das Gefühl hatte, selbst wieder einen Jugendschwarm zu haben. Neben dieser nicht ganz so typischen Jugendliebesgeschichte enthält das Buch außerdem wirklich viele Wahrheiten, die man auch in späteren Jahren noch sehr gut auf sich beziehen kann. Besonders gut hat mir die Aussage gefallen, dass man Liebe nicht daran festmachen kann, wie lange sie anhielt, sondern wie stark die empfundenen Gefühle waren. So kann auch eine kurze Sommerromanze echte Liebe sein. Und natürlich ist diese "kurze" Liebe nicht weniger wahr, wie eine langjährige Beziehung. Für mich gab es somit in diesem Buch echt tolle Botschaften, die man sich auch jetzt noch zu Herzen nehmen kann. Eine etwas andere Lovestory, die mich mitten ins Herz traf.

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Ich habe dieses Buch wochenlang "vor der Nase tanzen sehen". Als es mir auch noch zugeschickt wurde, war ich sehr überrascht, da ich eigentlich nicht vor hatte dieses Buch zu lesen, weil mich einfach schon das Cover nicht angesprochen hat. Allerdings musste ich dann trotzdem zugeben, dass die Inhaltsangabe gar nicht schlecht klingt. Mit dem Lesen begonnen, war ich nach kurzer Zeit schon etwas skeptisch. Habe aber trotzdem weitergelesen, weil mir der Schreibstil so gut gefallen hat (und der Inhalt natürlich auch irgendwie). Mit der Zeit hat sich dann herausgestellt, dass meine Skepsis völlig unbegründet war. Der gesamte Verlauf wird aus Henrys Sicht geschildert. Dabei ist alles so geschrieben, als würde er vor dem Leser sitzen und ihm diese Geschichte erzählen. Daher gibt es auch sehr viele Nebensätze, die jedoch sehr gut zum Rest passen. "Unsere verlorenen Herzen" ist eine sehr gefühlvolle jedoch keine kitschige Geschichte. Nicht nur Henry und Grace sind hervorragend gestaltet, sondern tatsächlich so ziemlich jede Figur, die in dieser Geschichte vorkommt. Hin und wieder gibt es sogar aufgrund der Dialoge etwas zu schmunzeln. Dass hier alles aus der Sicht eines Jungen geschildert wird, war mir neu und hat mir deshalb auch wirklich gut gefallen. Genauso wie das Ende der Geschichte, weil es einfach anders und unvergleichbar ist.

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schöne Story

Von: Sandra F.

10.01.2018

Aufgrund von einigen guten Bewertungen auf Facebook hat mich dieses Buch neugierig gemacht. Der Schreibstil gefällt mir gut. Er ist witzig und amüsant. In Klammern gibt es immer mal wieder Anmerkungen, als wenn Henry direkt vor mir steht uns sich so mit mir unterhält und mir seine Geschichte erzählt. Durch wirkt es sehr authentisch. Gefallen haben mir die viele Anspielungen auf Filme. Der Text wird immer mal wieder mit Facebook und SMS Chats aufgelockert - sogar eine Power Point Präsentation gibt es. Das finde ich grade bei Jugendbüchern sehr angenehm und abwechslungsreich. Das Buch umfasst 27 Kapitel. Ich mag es, dass fast alle Charaktere ein bisschen verrückt sind - keiner ist "normal". Grade Henrys ältere Schwester Sadie mochte ich sehr, aber auch seine beste Freundin und Nachbarin Lola habe ich sehr in mein Herz geschlossen. Grace, die neue in der Schule mit ungepflegten Jungsklamotten und Gehstock war mir erst recht suspekt - aber im Laufe des Buches lernt man sie immer besser kennen. Eine schöne Story - als Jugendbuch weiterzuempfehlen. Es besticht durch den vielen trockenen Humor und Sarkasmus, sowie verrückte Charaktere und Chats.

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Henry ist noch nie verliebt gewesen, bis Grace, eine neue Mitschülerin, in seine Schule kommt. Grace ist aber kein gewöhnliches Mädchen, sie trägt Jungsklamotten, hat ein kaputtes Bein und eine gebrochene Seele. Beide werden zum Englischlehrer gerufen, der für die Schülerzeitung verantwortlich ist. Er möchte sie gerne als Redaktionsleiter der Zeitung haben, während sich Henry freut es endlich geschafft zu haben, lehnt Grace sofort ab und verlässt den Raum. Henry wird wütend und rennt ihr hinterher. Wie konnte sie so ein Angebot einfach so ablehnen? Er versucht es herauszufinden, dabei erfährt er Sachen, die ihn nicht erwartet hätten. Eine unglaublich tolle Geschichte, die ein sehr ans Herzen geht. Besonders gut haben mir die einzelnen Chat-Ausschnitte oder aber auch die Idee mit der Powerpoint Präsentation gefallen. Wie Henry immer wieder versucht Grace dazu zu bringen ihn zu lieben, sie ihm aber immer wieder ausweicht, macht die Geschichte zu einem ewigen hin und her. Aber zu einem guten hin und her. Jedes Mal, wenn Grace ihn küsst oder wieder die alte Grace vor dem ganzen Geschehen ist, denkt man sich, doch jetzt hat sie es endlich hinter sich gelassen. Eine Sekunde später ist sie aber wieder die Verschlossene. Es geht wieder von vorne los. Die Ideen, die Henry hatte um sie zu überzeugen, brachten mich zum Teil zum Schmunzeln. Wie konnte Grace nicht wiederstehen? Aber wenn man einer Person hängt, kann ich es verstehen. Man fühlt mit beiden mit und weiss nicht, auf welche Seite man sich stellen soll. Die einzelnen Zitate, die in das Buch miteingearbeitet wurden, brachten mich zum Teil zum Nachdenken. Toll finde ich auch, dass die Autorin die Quellen der Zitate hinten in das Buch geschrieben hat. Die beiden Freunden von Herny könnten spezieller auch nicht sein, die eine ist Lesbe und der andere hängt immer noch seiner Ex-Freundin hinterher. Die beiden machen die ganze Geschichte noch lustiger. Eine Geschichte, die einem fasst zum Weinen, aber auch zum Lachen und Schmunzeln gebracht hat. Wahrscheinlich jetzt schon ein Highlight von diesem Jahr ;) Zum Schreibstil muss ich glaub auch nicht viel sagen. Man flog nur so durch die Seiten und schon war das Buch fertig. Die Chat-Ausschnitte, sowie hier und da Grafiken waren super eingefügt. Auch die Kapitel waren nicht zu lang. Das Cover lässt einem eine kitschige Liebesgeschichte vermuten für 12 jährige, doch es war eine ausergewöhnliche Geschichte, die ich auch mit 40 Jahren noch lieben werde. Fazit: Ich muss glaub nicht mehr viel sagen, ausser das dieses Buch sicher mehr als 5 Sterne verdient hätte, wenn es mehr geben würde. 5/5 Sternen ;)

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Buchinfo Kann es mehr als eine große Liebe geben? Der 17-jährige Henry war noch nie verliebt. Kein Herzklopfen, keine Schlaflosigkeit, keine großen Gefühle. Bis seine neue Mitschülerin Grace vor ihm steht: in schlabbrige Jungsklamotten gehüllt, mit einem kaputten Bein und einer kaputten Seele. Ihre Zerbrechlichkeit macht sie in Henrys Augen nur noch schöner. Aber Grace lässt Henry kaum an sich heran – bis sie ihn eines Tages völlig unvermittelt küsst. Henry wagt es, zu hoffen. Doch irgendein ungreifbares Geheimnis scheint zwischen ihnen zu stehen... (Quelle: Verlag) Anfang Ich habe mir den Moment, in dem man zum ersten Mal seine große Liebe trifft, immer wie eine Filmszene vorgestellt. Vielleicht nicht ganz wie im Film, mit Slow Motion, im Wind wehenden Haaren, anschwellenden Instrumentalklängen und so weiter. Aber zumindest würde er irgendwie besonders sein. Meine Meinung Eines Tages kam dieses Buch bei mir an. Ich fragte nicht danach, sondern der Verlag sendete es mir einfach so zu. Ich war eine "Auserwählte", wie ich bei Instagram herausfand, die diese Überraschung erhielt. Ins Auge gesprungen war mir das Buch bereits, aber ich hätte es mir wohl nicht besorgt. Zu viel "Angst" hatte ich, eine von diesen typischen Highschool-Teenager-first love-but 4 ever and ever-Geschichten zu bekommen. Als es mir dann zugeschickt wurde, las ich es. Einem geschenkten Gaul...und so weiter ^^ Was soll ich sagen...ich bin wahnsinnig froh, dass ich es gelesen habe! Der Leser begleitet Henry durch sein Abschlussjahr und seine erste Liebe, die eines Tages, eingehüllt und müffelnd in Jungsklamotten, angehumpelt kommt. Grace Town. Sie spricht nicht, sie lächelt nicht und bricht durch ihr Äußeres auch keine Männerherzen, doch Henry verliebt sich schlagartig und Hals über Kopf in sie. In einer Rezension wurde genau das angekreidet. Sinngemäß lautete die Kernaussage dabei, dass sich ein Teenager nicht in einen hässlichen Menschen verlieben würde. Ich kann bei solch einer Äußerung wirklich nur mit dem Kopf schütteln. Es gibt da diesen alten (aber wahren) Spruch "Schönheit liegt im Auge des Betrachters". Auch wenn dieser Satz langsam durchgenudelt ist, lässt es sich einfach nicht von der Hand weisen. Was der eine fürchterlich findet, ist für einen anderen genau das, wonach er sucht. Manchmal sind es auch die kleinen Dinge, die einen Menschen besonders und dadurch automatisch "schön" machen. Das kann eine Zahnlücke sein, ein Grübchen, ein ganz bestimmter Blick. Oder aber auch das ständig zerzauste Haar, welches so eine Wildheit ausstrahlt, oder ein Grunzer beim Lachen, der einem ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Wir müssen nicht alle wie Supermodels aussehen um schön zu sein! Das ist meine Meinung dazu. Und auch wenn Henrys Beschreibungen wirklich erst nicht darauf schließen lassen, dass er sich in sie verlieben könnte, tut er es eben doch. Warum? Weil er in dem Moment etwas in oder an ihr sieht, was ausreicht um sein Herz zu berühren. Da geht es Teenagern wie Erwachsenen...wenn es passiert, dann passiert es eben. Am Fußballfeld angelangt, wurde sie schneller, wodurch ihr Hinken noch stärker zutage trat als sonst und ihre Bewegungen leicht abgehackt wirkten. Ihr Gang ließ sich nur als Mad-Eye-Moody-esk beschreiben. (Seite 49, f.) Doch der Leser begleitet natürlich nicht nur Henry und Grace, sondern auch seinen Freundes- und Bekanntenkreis. Allen voran Lola, beste Freundin/Ex-Freundin/Lesbe, und Murray, die beide ständig in Henrys Zimmer rumhängen und ihm damit so manches Mal gehörig auf die Nerven gehen. Aber Henry weiß, was er an ihnen hat und erträgt sie deswegen auch dann, wenn er lieber alleine wäre. Murray finde ich irgendwie etwas merkwürdig. Er wäre der Typ, über dessen Äußerungen ich ständig nur mit den Augen rollen würde, wenn er sich in meinem Bekanntenkreis aufhalten würde. Allerdings immer mit einem Lächeln auf den Lippen, weil er einem manchmal fast ein bisschen leid tun kann. Lola allerdings gefällt mir wahnsinnig gut. Große Klappe, aber auch ein mindestens so großes Herz. Das sind Freunde, wie Henry sie braucht - und glücklicherweise ja auch hat. "Wo wir gerade davon reden, ich muss dir noch was erzählen. Madison Carlson hat mich kürzlich allen Ernstes gefragt, wie mies du küsst, wenn einem Mädchen danach für alle Zeiten die Lust auf Männer vergeht." "Ich hoffe, du hast ihr höflich erklärt, dass sexuelle Orientierung vorbestimmt ist und dass du bereits eine Lesbe warst, als du mich geküsst hast." "Oh nein, ich habe ihr anvertraut, dass du einen schiefen Penis hast und dass ich, nachdem ich ihn gesehen hatte, niemals wieder einen sehen wollte." (Seite 47, f.) In eben angesprochener Rezension befanden sich noch ein paar "Klopper". Zum Beispiel wird sich beschwert, dass dieses Buch zu düster für einen Jugendroman sei. Diese Aussage kann ich absolut nicht nachvollziehen. Ja, dieses Buch hat seine düsteren Stellen und ist kein rosaroter-Zuckerwatte-wir sind alle happy-08/15-Teenie-Liebesroman - das geht aber von der Thematik her auch gar nicht. Auch wenn Henry ein ziemlich ruhiges Leben führt, in dem er nicht viel Schlimmes erleben musste, gilt das nicht für Grace. Sie trägt ein Päckchen mit sich rum, das manch ein Erwachsener nicht verkraften könnte. Dass eine 17-jährige dann fast daran zerbricht, leuchtet mir absolut ein. Genau diese Vergangenheit ist es, die Grace so wankelmütig erscheinen lässt. Mal lässt sie Henry ganz nah an sich heran und im nächsten Moment stößt sie ihn von sich und ignoriert ihn. Das hat nichts damit zu tun, dass Grace ein bösartiges Mädchen ist, die ihn absichtlich verletzt oder ausnutzt. Man kann nicht abstreiten, dass sie ihm mehr schadet als nutzt, aber das alles macht sie nicht vorsätzlich. Es ist ihre Art mit ihrem eigenen Leben klar zu kommen, worunter Henry dann leider leiden muss. All diese Dinge sind düster und traurig, aber sie sind real. Sie passieren so jeden Tag überall auf der Welt und lassen kein Alter aus. Viele Jugendliche haben Dinge erlebt, die ihre Psyche kaputt gemacht, oder ihr Weltbild zum Einsturz gebracht haben. Warum sollen ihre Geschichten nicht auch beschrieben werden? Warum sollte ein Jugendlicher nicht auch mit solchen Themen konfrontiert werden? Laut der Deutschen Depressionshilfe leiden 3-10% der 12 bis 17-jährigen an Depressionen (Quelle) - diese Krankheit ist allgegenwärtig und es wird Zeit, dass Betroffene jeden Alters wahrgenommen werden und sich trauen offen damit umzugehen. Meiner Meinung nach ist Krystal Sutherland genau das ganz hervorragend gelungen. Sie zeigt auf was ein möglicher Auslöser sein kann und wie es sich für jemanden anfühlt, solch einen Menschen zu lieben, aber nicht verstehen zu können. Fazit Ich würde es jedem empfehlen, der mal eine etwas andere Liebesgeschichte lesen möchte. Es zieht den Leser in seinen Bann, geht tief unter die Haut, regt zum Nachdenken an und bleibt noch lange im Gedächtnis. Ein ganz wundervolles Buch, das sowohl Liebesroman als auch Selbstfindungstrip ist und Selbstzerstörung sowie -erhaltung beinhaltet. Meiner Meinung nach eignet es sich gut um Jugendliche an die Themen Trauma und Depression heranzuführen. Möglicherweise kann man es als Eltern mit seinen Kindern zusammen lesen und danach darüber sprechen.

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