Leserstimmen zu
Der Tod so kalt

Luca D'Andrea

(14)
(12)
(1)
(2)
(0)
€ 14,99 [D] inkl. MwSt. | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

„Der Tod so kalt“ ist der Debütroman des in Bozen geborenen Luca D’Andrea – und ein perfekter Thriller von internationalem Niveau. Direkt nach seinem Erscheinen stieg der Roman in die Top Ten der italienischen Bestsellerliste ein. Seit Montag ist nun die packende Liebeserklärung an Südtirol auch in Deutschland erschienen. Ein Fazit? Einfach nur drei Buchstaben. Wow. TV-Autor Jeremiah Salinger, genannt Salinger, kehrt mit seiner Familie in das Heimatdorf seiner Frau zurück. Im Südtiroler Siebenhoch – nahe der Bletterbach-Schlucht – muss sich das Greenhorn aus den USA jedoch umstellen. Von der Anonymität der Metropole New York ist in Siebenhoch nichts zu spüren. Der Ort ist ein Kaff. Hier weiß jeder, was der andere Dorfbewohner treibt. Fremde bleiben in Siebenhoch Fremde. Doch ein Geheimnis gibt es. Dreißig Jahre lang hat das Dorf geschwiegen. Dreißig Jahre lang führten Fragen, nicht zu Antworten. Nachdem Salinger ein tragisches Unglück in den Bergen mit der Diagnose PTBS überlebt hat, verbeißt er sich in das Geheimnis der Bletterbach-Schlucht – und bringt seine ganze Familie in Gefahr. Wie seine Romanfigur ist auch der Autor von „Der Tod so kalt“ TV-Autor gewesen. Luca D’Andreas Thriller ist dessen Erfahrung als Journalist anzumerken. Der Roman wartet mit zahlreichen Cliffhangern auf – und einer Hauptperson, die bei der Recherche des dreißig Jahre alten Mordfalls die richtigen Fragen stellt. Die Charaktere sind sympathisch – selbst, wenn es um die Bestien geht. Nach und nach entwickelt sich – auch dank der zahlreichen kurzen Kapitel – ein Sog, der den Leser unaufhaltsam in den gut 470 Seiten starken Roman hineinzieht. Die Wendugen sind logisch, die Fallstricke für die Leser konsequent und glaubwürdig gestaltet. Dazu trägt auch D’Andreas Geschick bei, die Bergwelt Südtirols in ihren vielen unterschiedlichen Facetten bildgewaltig in den Köpfen der Leser auferstehen zu lassen. Wie Filmszenen fügen sich die einzelnen Kapitel zu einem großen Ganzen. Spätestens, wenn Salinger sich beim Krampusfest in Siebenhoch den Teufeln stellen muss, wird dann auch deutlich, dass „Der Tod so kalt“ nicht nur Thriller ist. Die Geschichte ist unweigerlich mit der Heimat von Autor Luca D’Andrea verbunden. Angefangen von den Südtiroler Bräuchen bis hin zum Seperationskampf der Region in den 1980er Jahren – der Roman atmet Heimat. D’Andrea gelingt es aber zuverlässig, einen großen Bogen um Kitsch zu machen. Vielmehr nutzt er die Elemente des Heimatromans, um eine düstere Stimmung zu zeichnen. Sie bilden die Grundspannung des Thrillers, der eine klare Leseempfehlung verdient hat.

Lesen Sie weiter

Nach einem schrecklichen Unfall, den Jeremiah Salinger erleben musste, möchte er sich in der Heimat seiner Frau, einem kleinen Dorf in den Dolomiten - Siebenhoch - von dem Trauma, welches er erlitten hat erholen. Drei ungeklärte Morde erwecken die Neugier des Dokumentarfilmers Salinger. Von einer Wanderung kamen drei junge Leute nicht zurück und wurden bestialisch entstellt aufgefunden. Der Fall lässt Salinger nicht mehr los und obwohl er von allen Seiten gewarnt wird, beginnt Jeremiah sich mit den Morden zu beschäftigen und die Dorfbewohner schweigen... Luca D´Andrea ist mit seinem Debüt ein bildgewaltiger Thriller der Extraklasse gelungen! Wer hier durchgehend Mord und Totschlag erwartet, liegt mit "Der Tod so kalt" falsch! Vielmehr geht es in dem Thriller um Bessenheit, die nicht nur Salinger zu zerstören droht. Der Thriller schafft eine düstere Atmosphäre. Eindringlich beschreibt D´Andrea die Umgebung Siebenhochs, was mir fast vorgaukeln konnte, mich selbst in Siebenhoch zu befinden. Die Bewohner Siebenhochs sind sehr heimatverbunden und wer nicht dort geboren ist, bleibt ein Fremder. Salinger hat zumindest das Glück, das seine Frau eine Gebürtige ist. So dauert es zwar etwas, bis er Anschluss findet, doch es gelingt ihm, nicht zuletzt durch seinem Schwiegervater, der hohes Ansehen genießt. Als Salinger sich jedoch zu sicher fühlt und beginnt Fragen über die schreckliche Ereignisse, die sich 1985 in einer Unwetternacht zugetragen haben, zu stellen, ist es bald mit der Symphatie vorbei. Ich musste mich erst mal an den Schreibstil des Autoren gewöhnen, was mir allerdings recht schnell gelang. Die düstere Atmosphöre und das Rätsel der toten jungen Menschen, hat mich so sehr in den Bann gezogen, dass ich in jeder freien Minute weiterlesen musste. Der Thriller kommt ohne Effekthascherei aus, worüber ich sehr froh war. Dies hätte zu dieser eindringlichen und übrigens sehr spannenden und interessanten Geschichte nicht gepasst. Trotzdem ist der Autor nicht gerade zimperlich in der Beschreibung der drei Leichen, die einst in der Bletterbachschlucht aufgefunden wurden. Wenn ich nicht gerade gelesen habe, war ich damit beschäftigt mir online noch mehr Infos zur Bletterbachschlucht zu holen, was sehr interessant und auch lehrreich war. Wie meistens, wenn ich einen Thriller lese, stehen bei mir erst mal alle Charaktere unter Generalverdacht. Jedoch baut der Autor Wendungen ein, bei denen mir fast schwindlig wurde und zu einem überraschenden und doch logischen Ende führten! Chapeau! Mir hat der Thriller ausgesprochen gut gefallen und die Lektüre passt hervorragend zu einem oder mehreren kuscheligen Leseabende, mit Decke und Tee! Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für den düsteren Thriller mit dem ebenso düsteren Cover! Hier passt einfach alles zusammen!

Lesen Sie weiter

Es fängt harmlos an Jeremiah Salinger, erfolgreicher Dokumentarfilmer aus New York, ist seiner Frau Anneliese zu liebe mit ihr und der sehr aufgeweckten 5 jährigen Tochter Clara in deren Heimat Südtirol zurückgekehrt und will sich dort eine einjährige Auszeit gönnen. Werner, der inzwischen verwitwete Schwiegervater wohnt auch in Siebenhoch und hat als junger Kerl mit Freunden die Bergrettung der Region gegründet, deren großer Stolz der eigene rote Rettungshubschrauber ist. Salinger so nennen ihn nicht nur Anneliese seine Frau, sondern alle die ihn mögen ist fasziniert, das ist doch direkt wieder eine Story für ihn und seinen Kumpel Mike. Salinger ist für die Recherche und das Drehbuch zuständig, Mike kümmert sich um das andere. Das Unglück nimmt seinen Lauf – oder die Stimme der Bestie Ein normaler Rettungseinsatz, bei dem eine Touristin aus einer Gletscherspalte auf dem Ortler gerettet werden soll scheint zunächst wie das ganz normale Alltagsgeschäft auszusehen, aber es ist warm, zu warm, Ismael, der tollkühne Hubschrauberpilot will nicht landen und seilt nur den Kollegen ab, um die verunglückte Touristin und Manny mit der Winde wieder hochzuziehen. Doch dann kündigt das herannahende Grollen, eine Lawine an und schnappt sich Manny. Die Crew wird das Seil nicht kappen, in den Bergen wird niemand zurückgelassen….. Am Ende gibt es fünf Tote, Salinger hat als einziger überlebt, total traumatisiert durch den Tod der Kameraden versucht er mit professioneller Hilfe zurück in die Normalität zu kommen. Keine Nacht mehr ohne Alpträume, in der ihn die Stimme der weißen Bestie immer wieder heimsucht. Zusätzlich kämpft er mit Schuldgefühlen und auch die störrischen und eigenbrötlerischen Siebenhochler sind nicht alle immer verständnisvoll und sparen mit Vorwürfen, die hinter Salingers Rücken die Runde machen, nicht. Ein kluges Kind, eine geheimnisvolle Schlucht und 3 Morde, die lange zurück liegen…. Clara, die Tochter spürt, dass es ihrem Papa sehr schlecht geht, sie ist ein überaus aufgewecktes und lebenskluges kleines Mädchen, auch wenn sie erst fünf Jahre ist. Sie überredet Salinger zu einem Ausflug in die Bletterbach-Schlucht, einem Jahrtausende alten prähistorischen Zoo. Auf der Fahrt dorthin, Clara mit ihren blonden Zöpfen und pastelfarbenen Wanderschuhen neben sich, hat Jeremiah das erste Mal seit langem das Gefühl, es wird wieder gut werden. Sowohl Vater als auch Tochter sind fasziniert vom Bletterbach, aber die Schlucht hat seit vielen Jahren ein grausames Geheimnis: 1985. Tagelang wütet ein gewaltiges Gewitter über der Bletterbach-Schlucht. Drei junge Einheimische aus dem nahegelegenen Siebenhoch kehren von einer Wanderung nicht zurück – schließlich findet ein Suchtrupp ihre Leichen, aufs brutalste entstellt. Den Täter vermutet man im Bekanntenkreis, doch das Dorf hüllt sich in eisiges Schweigen. Salinger stellt Fragen, aber fast alle im Dorf schweigen. Er ist wie besessen davon, die Morde aufzuklären und gerät immer tiefer in die Sache hinein, weil es für ihn eine Möglichkeit ist, das eigene Trauma zu vergessen. Fazit: Das Buch ist ungeheuer spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Die Kapitel sind sehr kurz, fast wie eine Filmszene und der Autor springt von einem Eindruck zum nächsten. Da musste ich dran bleiben und habe das Buch an einem Tag durchgelesen. Die Charaktere werden authentisch und sympathisch geschildert, ich konnte mich gut mit ihnen identifizieren und das hat dafür gesorgt, dass ich immer weiter lesen wollte. Der Roman hat Tempo, das Ende kommt unerwartet und überraschend. Auch ein Augenzwinkern bleibt bei mir zurück, Jurassic-Park lässt grüßen, vielleicht ein wenig zu dick aufgetragen, mir hat das Buch dennoch sehr gut gefallen, ich fand den Roman ungeheuer spannend, obwohl ich keine ausgewiesene Thriller-Liebhaberin bin.

Lesen Sie weiter

Als der New Yorker Dokumentarfilmer Jeremiah Salinger nach einigen erfolgreichen Projekten "ausgelaugt, antriebslos und deprimiert" (E-Reader, Pos. 188) ist, zieht er mit seiner jungen Familie nach Siebenhoch in Südtirol. In dem idyllischen Heimatdorf seiner Frau Annelise will er neue Energien sammeln und sich seiner Familie, vor allem auch der kleinen Tochter Clara, widmen. Aber es kommt ganz anders! Bei der Arbeit zu einem Dokumentarfilm verunglückt die Crew eines Bergrettungshubschraubers während eines Einsatzes, den Salinger begleitet. Er überlebt als einziger, hat eine schwere Posttraumatische Belastungsstörung und verspricht seiner Frau, ein Jahr lang nicht zu arbeiten. Doch eines Abends erfährt er, dass 1985 in der nahen Bletterbach-Schlucht ein schreckliches Verbrechen geschehen ist: Drei junge gebürtige Siebenhocher waren während eines Ausflugs überfallen und brutal massakriert worden. Der Täter konnte nicht gefasst werden, gemunkelt wurde viel, doch das Dorf hüllt sich in eisernes Schweigen. Salinger entwickelt Ehrgeiz und will die Wahrheit über die Ermordeten und die 30 Jahre zurückliegenden Ereignisse herausfinden. Warnungen bezüglich der Konsequenzen für ihn und seine Familie schlägt er in den Wind und beginnt zu recherchieren. Bald versuchen Einheimische, ihn verbal einzuschüchtern und greifen ihn auch tätlich an. Sein Schwiegervater bittet ihn inständig, an den Schutz seiner Familie zu denken und das Vergangene ruhen zu lassen, Annelise droht, ihn mit Clara zu verlassen - vergeblich. Salinger ist besesssen davon, das Bletterbach-Massaker aufzuklären und bringt sich und seine Familie in höchste Gefahr. Resümee: Die Haupthandlung spielt um das Jahr 2015 herum und ist aus Sicht Jeremiah Salingers geschrieben. Einen Pol bildet dabei seine Familie, einen anderen seine Nachforschungen über die Ereignisse bezüglich des Bletterbach-Massakers, respektive das Dörfchen Siebenhoch und seine Bewohner. Zwischen diesen Extremen bewegt sich Salinger: Auf der einen Seite beteuert er stets, dass er seine Familie liebt, sie das Wichtigste in seinem Leben ist, verspricht seiner Frau immer wieder, die gefährlichen Recherchen einzustellen, mit denen er die Dorfbewohner gegen sich aufbringt,. Auf der anderen Seite ist er aber so besessen davon, den höchstwahrscheinlich aus Siebenhoch stammenden Täter zu entlarven, dass er sich immer wieder in Gefahr bringt und riskiert, dass Frau und Tochter ihn wirklich verlassen. Dem Leser geht es ähnlich: Einerseits ist er gespannt, wer das Massaker wohl begangen haben mag, fiebert und rätselt mit, andererseits versteht man aber nicht, dass Salinger bereit ist, für seine Ambitionen einen derartig hohen Preis zu zahlen. Dennoch nerven die häufigen Variationen der Beschreibung dieses Hin- und Hergerissenseins zwischen seiner Familie und dem an Besessenheit grenzenden Ehrgeiz, der vor nichts halt macht, irgendwann. Genauso verhält es sich mit dem ständig präsenten Buchstabenzähl-Spiel, das Clara viel Spaß macht. Das Buch ist nach einem etwas schleppenden Anfang spannend: Vorausdeutungen treiben den Leser ebenso voran wie eine sich stetig steigernde Dramatik der Ereignisse und überraschende Wendungen aufgrund neuer Erkenntnisse. Dies ist umso bemerkenswerter, als die Handlung quasi eine Dokumentation über Salingers Recherchen ist: Sie verläuft chronologisch, und seine Feststellungen und Hypothesen über die Ereignisse am Bletterbach muten oft wie kurze, berichtartige Statements an. Fazit: mit minimalen Abstrichen ein gelungenes Thriller-Debüt.

Lesen Sie weiter

Klauen der Bestie

Von: Irmgard aus Kalsdorf

27.01.2017

Die Klauen der Bestie lässt einen auch beim Lesen nicht mehr los!!!!! Sehr zum Empfehlen!!!!

Lesen Sie weiter