Leserstimmen zu
Die Wilden - Familientreffen

Sabri Louatah

Die Wilden Trilogie (3)

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Rasanter Politthriller

Von: lale

03.04.2019

Auf den ersten sieben Seiten werden zunächst allein 50 Personen vorgestellt - für mich ist das eher abschreckend! Trotzdem verstehe ich, dass die Trilogie, von der ich den dritten Teil testlesen durfte, in Frankreich eine breite Leserschaft erreicht und offenbar auch begeistert hat. Der Stil ist flott, gut lesbar. Nichts für allzu zarte Gemüter allerdings! Das Buch erinnert mich an die TV-Serie "Homeland", wo es auch um Verbrechen auf höchster staatlicher Ebene geht. Im Focus hier: ein Attentat. Dazu kommt eine verzwickte Familiengeschichte. Dabei gewährt der Autor, Sabri Louatah, interessante Einblicke in die (beinahe) aktuelle Situation in Frankreich, verbunden mit der verzwickten Geschichte einer algerischen Migrantenfamilie, die es bis in höchste Politikerkreise geschafft hat.

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Die Wilden - Familientreffen

Von: Gislinde Fischer-Köhler

02.04.2019

Auch im 3. Teil der Buchtrilogie " Die Wilden- Familientreffen"- bleibt es für den Leser, der lange auf diesen abschließenden Band warten musste, hoch spannend und politisch brisant. Die Drahtzieher hinter dem Attentat auf den neuen französischen, algerisch- stämmigen Präsidenten Chaouch sind über weite Strecken immer noch nicht enttarnt. Der Leser braucht viel Geduld bevor in den letzten Kapiteln die überraschenden Seilschaften, politischen Netzwerke und Intrigen bis in die höchsten politischen Ämter hinein aufgedeckt werden. Parallel zu der politischen Situation, die sehr realistisch und als eine nach rechts gerückte Politikszene beschrieben wird, entfaltet sich das Schicksal der in das Attentat verflochtenen Familie Nerrouche immer weiter. Durch die sich verschärfende gesellschaftliche Ausgrenzung einzelner Familienmitglieder, prägt die Familie nach außen hin fast zwangsläufig eine äußerlich sichtbarer werdende islamische Identität aus, indem junge weibliche Familienmitglieder plötzlich Kopftücher tragen oder sich zumindest sprachlich deutlicher zum Islam bekennen. Der Roman beschreibt erschreckend, wie schnell sich eine rechte Politik-Un- Kultur in einem vermeintlich demokratischen Land aufgrund von Machtmissbrauch entwickeln kann und wie dadurch auch das gesellschaftliche Sozialgefüge auseinander zu brechen droht. Die Romantrilogie spielt in Frankreich, könnte jedoch ebenso gut und realistisch auch in Deutschland angesiedelt sein. In Deutschland sind ebenfalls rechte politische Bewegungen in den letzten Jahren erstarkt und in der Gesellschaft deutlich sichtbarer verankert. Ungelöste und durch Jahre von der Politik nicht ernsthaft angegangene Integrationsfragen sind auch hier nicht wirklich beantwortet. Lesern, die sich dafür interessieren, wie schnell sich fehlgeleitete Politik, Machtmissbrauch und Rassismus spaltend auf die gesamte Gesellschaft auswirken, ist auch das 3. Buch im Romanzyklus sehr zu empfehlen. Es regt zum Nachdenken, zu vertiefenden Recherchen, zur Meinungsbildung und zum öffentlichen Diskurs an- in welchem Land auch immer !

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Politische Familiensaga

Von: Jojo

31.03.2019

In der Triologie geht es um die Familie Nerrouche, die ihre Wurzeln in Algerien hat und deren Angehörige teilweise in die Terrorszene abdriften. Im dritten Band "Die Wilden - Familientreffen" ist Frankreich im Chaos und die Antiterroreinheit versucht Nazir Nerrouche als Kopf der Verschwörung festzunehmen. Jedoch wird Frankreich nicht nur vom islamischen Terror sondern auch vom rechtsradikalen Terror bedroht und auch das Familienleben muss weitergehen. Eigentlich ist die Story spannend, da ich die ersten beiden Bände jedoch nicht gelesen habe, fiel es mir schwer der Handlung und den Personen zu folgen. Die Kurzbeschreibung zu den Personen und der Handlung der ersten beidne Bände hat mir zwar geholfen, hat mich jedoch auch immer wieder aus den Lesefluss gebracht.

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Die Wilden - Sabri Louatah

Von: hwerobas

28.03.2019

Die Wilden ist eine Familiensaga aus Frankreich, mit einem politischen Flair und Spannung pur! - Jenes so intensiv zu erleben, lest auch die ersten zwei Romane zu dieser Familiensaga,ihr werdet es nicht bereuen - danke Louratah, es war sooo toll!!!

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Spannender Politthriller

Von: GerneBuch21

27.03.2019

Von der Trilogie habe ich leider nur den 3. Teil "Familientreffen" lesen können. Sehr hilfreich dafür war am Anfang eine ausführliche Liste der handelnden Personen mit ihren besonderen Merkmalen und ihrem (Verwandtschafts-)Verhälnis untereinander. Ausserdem gibt es noch eine kurze Zusammenfassung der beiden vorhergehenden Bände. Wer Politthriller mag, wird hier viel über Intrigen, Machtspiele und Langzeitpläne versteckt in anderen Plänen lesen können sowie auch über Minderwertigkeitskomplexe, Diskriminierung und dauraus resultierendem Nationalismus und Extremismus auf beiden Seiten. Aber auch über Freundschaft und Loyalität. Ich habe einen Punkt abgezogen, da mir die Figuren etwas flach erschienen. Möglicherweise wurden diese aber in den vorhergehenden Bänden mit mehr Tiefe beschrieben. Das kann ich nicht beurteilen. Insgesamt aber ist es ein spannendes Buch.

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Tolles Buch

Von: Gudrun

27.03.2019

Ein wunderbares Buch. Interessant geschrieben.

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Wenig einladend zum Lesen

Von: Bruno

27.03.2019

Wer hinter dem Buchtitel "Die Wilden - Familientreffen" eine unterhaltsame, entspannende und vor allem verstehbare Lektüre vermutet, dürfte sich geirrt haben. Das wird schon beim Einstieg in das Buch deutlich: Der fünfseitige Vorspann "Was bisher geschah" ist eher verwirrend als erklärend. Und das siebenseitige Register "Die Figuren des Romans" mit seinen etwa 50 Personenbeschreibungen kann einerseits direkt ein wenige Angst machen, ob man "da überhaupt noch mitkommt". Andererseits merkt man dann beim Lesen des nicht leicht verständlichen Romantextes, dass man ohne die aufgelisteten Personalien tatsächlich nicht mitkäme. So gilt es, alle ein bis zwei Textseiten ins Register zurückzublättern, um zu erfahren, wer das überhaupt ist, über den man gerade gelesen hat. Und dann schon wieder quält man sich in den nächsten Handlungsstrang. Letztendlich bin ich einer Empfehlung von Marcel Reich-Ranicki gefolgt: Wenn einem das Buch nach 30 Seiten noch nicht gefällt, lege man es einfach weg. Ich habe es allerdings bis Seite 75 ausgehalten.

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Detailreiches Epos

Von: H. Sab

27.03.2019

Der dritte Teil der Reihe "Die Wilden" ist komplex und in blumiger und sehr detailreicher Sprache geschrieben. Da ich die ersten beiden Teile nicht kannte, war es recht schwierig, der Geschichte gut zu folgen. Hilfreich war die Auflistung und Beschreibung der Charaktere zu Beginn, auf die ich auch immer wieder zurückgreifen musste. Inhaltlich geht es um ein zerissendes Frankreich - zwischen vermeintlich islamistischem Terror und rechtsradikalen Bewegungen - beschrieben anhand der Familie Nerrouche, der Familie Chaouch, die den ersten arabischstämmigen Präsidenten des Landes hervorbringt und zahlreichen Personen mit verschiedenen gesellschaftlichen Hintergründen, die an der politischen Entwicklung beteiligt sind. Deutlich wird aus meiner Sicht, wie divers die französische Gesellschaft ist und welche (langfristigen) Auswirkungen die Geschichte der Kolonialisierung und der Einwanderung in das Land haben. Auch, dass es keine einfache Lösungen und Erklärungen gibt, wie populistische Strömungen weiß machen wollen, wird immer wieder klar. Eine Herausforderung des Buches für mich war der Schreibstil. Ich kann mir vorstellen, dass er sich im französischen Original geschmeidiger, schöner und wahrscheinlich lyrischer liest, doch in der deutschen Übersetzung war es für mich oft mühsam, den Schilderungen und langen Ausführungen zu folgen, ohne den Anschluss zu verpassen und den Abschnitt noch einmal lesen zu müssen. Wer sich einen spannenden (Polit-)thriller in klarer Sprache à la Ken Follett oder Stieg Larsson erhofft, wird von dem Buch vermutlich enttäuscht sein - für Liebhaber*innen von Carlos Ruiz Zafón und einem intensiven und detailreichen Erzählstil ist "Die Wilden - Familientreffen" mit Sicherheit ein lesenswertes Buch.

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