Leserstimmen zu
Das geheime Band zwischen Mensch und Natur

Peter Wohlleben

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Beschreibung und Fazit: Sind auch wir Menschen Natur oder sind wir von der Natur losgelöst? Frauen beeinflussen ihren natürlichen Fruchtbarkeitszyklus mit Hormonen, Allergien werden mit Antihistaminika behandelt und so komplett ausgeschaltet, Fleisch kann künstlich hergestellt werden und wir halten uns den ganzen Tag in klimatisierten Räumen auf, so das wir von dem Wetter gar nichts mehr mitbekommen müssen. Eigentlich haben wir mit der Natur nicht mehr viel zu tun. Oder doch? Peter Wohlleben beschreibt in seinem Buch "Das geheime Band zwischen Mensch und Natur" wo wir die Natur in uns selbst finden, wo die Natur uns beeinflusst, wo wir Wechselwirkungen finden und wo wir das gleiche Verhalten zum Beispiel von Bäumen an den Tag legen. Wir Menschen haben einen Körpersinn. Diesen nehmen wir gar nicht bewusst wahr, aber er ist immer da und immer aktiv. Während ich hier auf dem Sofa sitze und diese Rezension schreibe, bin ich vollauf damit beschäftigt zu denken und zu tippen. Mein Körper registriert aber gleichzeitig die Temperatur im Raum, die Lichtverhältnisse, ob ich gerade sitze oder mein Gleichgewicht verliere, ob das Haus wackelt oder still steht, wie der Luftdruck ist oder ob ich gerade durch irgendetwas bedroht bin. Ist alles okay, meldet sich mein Körpersinn nicht. Ich weiß gar nicht, dass er unablässlich die Umgebung scannt. Vielleicht fängt aber gleich das Kissen unter mir langsam an wegzurutschen. Sobald ich selbst in leichte Bewegung komme reagiert mein Körper indem er gegensteuert. Das merke ich vielleicht gar nicht bewusst, während ich tippe, rutsche ich ein Stück zur Seite und nehme es wahrscheinlich noch nicht einmal wahr. Das gleiche macht ein Baum. Wenn er vom Wuchs der Baumkrone in ein Ungleichgewicht kommen könnte, baut er an der anderen Seite Zugholz auf, das die Krone wieder in ein Gleichgewicht zieht. Wenn wir Menschen einen angstvollen Schrei hören, dann stoßen wir Adrenalin aus und machen uns bereit die vielleicht drohende Gefahr abzuwehren. Pflanzen scheinen auch hören zu können, denn wenn Ackerschmalwand die Geräusche von mit Raupen befallenen Ackerschmalwandpflanzen vorgespielt werden, reagieren sie mit Ausstoß von abwehrenden Duftstoffen. Sie reagieren genauso wie Menschen, die einen Schrei oder ein bedrohliches Geräusch hören. So beleuchtet Peter Wohlleben in seinem Buch unzählige Aspekte, die zeigen und erklären, das Pflanzen "nicht nur so Dinger sind, die in der Gegend herumstehen" sondern eine eigene Art Bewusstsein haben und mit der Umwelt in Interaktion treten. Mir fiel beim Lesen mein Basilikum ein. Ich habe ein Händchen für Basilikum. Wenn ich mir eine Pflanze kaufe, habe ich Monate Freude daran. Bei anderen geht die Pflanze recht schnell ein, meine Pflanze steht 8-10 Monate. Der Basilikum steht in meiner Küche auf der Fensterbank und eines Tages habe ich aus meinem Büro eine Aloe Vera mitgebracht und neben den Basilikum gestellt. Fast sofort fing der Basilikum an einzugehen. Die Blätter hingen und die Pflanze verlor an Kraft. Aus einem Bauchgefühl heraus habe ich die Aloe Vera weggestellt und sofort begann sich der Basilikum zu erholen Warum? Was ist passiert? In das "Das geheime band zwischen Mensch und Natur" habe ich gelesen, dass Pflanzen die Umwelt wahrnehmen und darauf reagieren. Nun, mein Basilikum hat eindeutig auf die Umwelt reagiert. Jetzt, nach dem Lesen des Buches finde ich diese kleine Geschichte sehr spannend, denn ich habe Beschreibungen aus dem Buch direkt in meiner Wohnung finden und verstehen können. Ich mag die Art von Peter Wohlleben, wie der die Natur beschreibt und versucht uns zu erklären, dass Pflanzen genau so Wesen sind wie wir. Im Moment schauen wir alle auf CO2 und auf Kreuzfahrtschiffe, beides vernichtet unsere Umwelt, aber wir schauen zu wenig auf diese Umwelt, verbinden uns zu wenig mit ihr. Unsere Kinder wissen heute mehr über die Funktionsweise eines Computers als über die Rinde eines Baumes und Peter Wohlleben weckt mit seinem Buch auf eine sehr gelungene Art und Weise das Interesse und das Verständnis für die Natur.

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Fühlt ein Baum, dass ich ihn umarme? Und antwortet er sogar? Den Förster Peter Wohlleben kennen die meisten sicher von seinem Bestseller “Das geheime Leben der Bäume” oder seiner TV-Sendung "Der mit dem Wald spricht". Am 12.08.2019 ist sein neuestes Buch erschienen: "Das geheime Band zwischen Mensch und Natur: Erstaunliche Erkenntnisse über die 7 Sinne des Menschen, den Herzschlag der Bäume und die Frage, ob Pflanzen ein Bewusstsein haben" Es hat einige Seiten gedauert, bis ich mich in das Buch einfinden konnte, aber danach war ich wirklich gefesselt von Wohllebens Erzählweise. Für jeden zugänglich und trotzdem spannend schreibt er von den neuesten Studien und entlarvt altbekannte Mythen. Inwiefern wirkt sich die Rückkehr des Wolfs positiv aus? Warum ist Holzverwendung nicht CO2-neutral? Faszinierend fand ich seine Einstellung, sich Bäumen zu nähern, als wären sie Lebewesen wie wir. Schlafen Bäume? Haben sie einen Herzschlag? Wohlleben schaut sich die Holzwirtschaft in Kanada an und schreibt über den Hambacher Forst. Er erklärt, warum Fichtenwälder den Blutdruck steigen lassen, während Laubwälder ihn senken. Ich habe viel gelernt, z.B. Warum Waldhyazinthen den menschlichen Geruch imitieren. Und wieso Insekten heute (glücklicherweise!) nur maximal 17 Zentimeter groß werden. Während es dagegen vor Millionen von Jahren Libellen gab, die auf fast 90 Zentimeter heranwuchsen. Am besten gefallen haben mir Wohllebens Beschreibungen, wie wir selbst die Natur mit all unseren Sinnen wahrnehmen können. Er macht Lust, selbst in den Wald zu gehen und zu riechen, zu lauschen, zu tasten und auch zu schmecken. Das Buch ist augenöffnend. Denn wie schnell ist etwas zerstört, das Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte braucht, um nachzuwachsen? Es macht demütig zu sehen, wie weitreichend die Zusammenhänge in der Natur sind, wie sensibel das Gleichgewicht ist. Der Mensch sollte nicht glauben, er wüsste alles besser und könnte durch seine Eingriffe etwas optimieren. Beim Naturschutz geht es nicht darum, seltene Käfer oder Kröten zu retten, sondern uns selbst - in dem wir das Ökosystem schützen. Denn wir sind ein Teil davon. Und Verständnis für die Natur ist der erste Schritt zu mehr Respekt. Fazit: Leseempfehlung! Auch ein wunderschönes Buch zum Verschenken.

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Herr Wohlleben ist mir aus der Eifel bekannt und ich schätze ihn sehr. Sein Buch habe ich in wenigen Tagen verschlungen. Gerade heute, wo wir anfangen uns auf die Ursprünge zu besinnen, wieder den Kontakt zur Natur suchen und ölologisch ganzheitlicher denken müssen, kann ich jedem zu diesem Buch raten. Man merkt, dass er Ahnung von unseren Wäldern hat. Darüber hinaus hat er einen sehr angenehmen Schreibstil!

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