Leserstimmen zu
Courage zeigen

Sebastian Krumbiegel

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ch habe dieses Buch gesehen und wusste sofort : Das muss ich lesen. Nicht nur weil ich früher "die Prinzen" rauf und runter gehört habe, die einzige Kassette,die ich von der Band hatte, sondern auch weil ich seine Meinung und Haltung absolut vertrete. Das Thema Fremdenhass und Intoleranz ist gerade wieder sehr aktuell und ich finde es wichtig seine Meinung dazu klar zu zeigen! Das tut Sebastian Krumbiegel, seine Geschichte, sein bisheriges Leben und sein Engagement finde ich beeindruckend. In diesem Buch schreibt er ehrlich, manchmal lustig und manchmal auch sehr berührend über seine Zeit im Chor, das Leben in der DDR, über die Band und vieles mehr. Ich finde es sehr spannend und habe dieses Buch verschlungen. Es ist locker geschrieben, gut zu lesen-einfach genauso wie Sebastian Krumbiegel auch spricht. Das alles aber ohne sich als Superheld darzustellen. Er erwähnt mehrmals dass er niemanden bekehren möchte und ist trotz seines Erfolges völlig auf dem Boden geblieben. Es ist nicht einfach nur eine Autobiografie, man wird mitgenommen in ein spannendes Leben, liest einiges politisches, aber bekommt auch immer wieder ein paar Zeilen zum schmunzeln. Eine perfekte Mischung, finde ich. Ich bin jedenfalls sehr begeistert von diesem Buch und werde viele Geschichten daraus in meinem Kopf behalten

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Auf der Leipziger Buchmesse habe ich ein Interview mit Sebastian Krumbiegel verfolgt, in dem er über sein Buch sprach, über AFD und Co. und auch über die Erlebnisse, die ihn geprägt haben. Mir haben seine Aussagen sehr imponiert, deswegen war für mich klar: Courage zeigen gehört auf meine Leseliste! Und was mir eigentlich schon nach Krumbiegels Interview klar war, hat sich mit der Lektüre nur bestätigt: Er ist ein außerordentlich kluger Kopf, ein sehr couragierter und manchmal unbequemer Mann, der vor allem eines immer tut. Eine klare Meinung vertreten! Courage zeigen ist nicht unbedingt eine klassische Autobiografie - vielmehr erzählt Krumbiegel kurze, für ihn besonders prägnante Anekdoten aus seinem Leben und findet dabei immer einen Bezug zum aktuellen Weltgeschehen. Was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass er auch immer selbstkritisch ist, so manches Handeln seinerseits hinterfragt und sich auch nicht davor scheut, von Erlebnissen zu berichten, die ihm im Nachhinein unangenehm sind. Man hat von Anfang an das Gefühl, dass er eine ehrliche Haut ist - jegliche Art von Heuchelei fehlt hier komplett. Krumbiegel bezieht zu einigen brisanten Themen (zum Beispiel und vor allem Rassismus, aber auch Stasi-Überwachung in der DDR) klar Stellung, gibt aber im selben Atemzug unumwunden zu, dass auch er nicht immer frei von Vorurteilen und dergleichen ist - auch wenn er das gerne wäre. Das macht ihn für mich zu einem unglaublich sympathischen Menschen, dem man gerne zuhört (bzw. dessen Worte man gerne liest), weil man einfach spürt, dass er etwas zu sagen hat und dass dieses "Etwas" wichtig ist. Mit vielen seiner Meinungen und Einschätzungen bestimmter Ereignisse gehe ich außerdem absolut konform - Zivilcourage und Toleranz sind auch für mich essentielle Grundsätze, nach denen ich versuche mein Leben auszurichten. Und natürlich blicke ich genau wie Krumbiegel manchmal besorgt auf meine (Wahl)-Heimatstadt Leipzig (okay, "besorgt" ist mittlerweile wahrscheinlich das falsche Wort, vermutlich trifft es "beunruhigt" besser) und finde es wichtig, dass man Themen wie Rassismus, Legida und alles, was damit verbunden ist, offen anspricht. Aber natürlich ist Krumbiegels Buch nicht nur ernst - es gibt auch zahlreiche witzige Anekdoten und Geschichten zum Schmunzeln. Geschichten über einen rebellischen Teenager, der seine Rolle als Mitglied des renommierten Thomanerchors nicht immer so ernst nahm, wie er es hätte tun sollen. Geschichten über einen jungen Musiker, der gern schon mal den ein oder anderen aufs Korn nimmt und manchmal nicht weiß, wann er besser die Klappen halten sollte. Vor allem aber waren es die sehr persönlichen Episoden aus Krumbiegels Leben, die mich bewegt und angesprochen haben. Beispielsweise seine Erlebnisse während der Montags-Demos in Leipzig, insbesondere jedoch der brutale Übergriff auf Krumbiegel und seinen Bandkollegen durch zwei Neonazis. Ich fand es einfach großartig, wie offen und ehrlich er über dieses offensichtlich traumatische Erlebnis spricht und wie er letztendlich einen Weg gefunden hat, um auch mit den Tätern seinen Frieden zu machen. Kurzum: Krumbiegels Buch liest sich für mich als Leipzigerin durchgehend spannend, regt zum Nachdenken an, ist aber durchaus auch humorvoll und witzig. Man hat den Eindruck, man würde den Sänger dabei beobachten, wie er auf sein Leben zurückblickt, die ein oder andere Situation neu bewertet und auch (und das hat mir besonders imponiert) in einen aktuellen Kontext stellt. Durchaus überrascht hat mich auch Krumbiegels angenehmer, lockerer Schreibstil - obwohl, eigentlich sollte das nicht überraschen, schließlich ist er ja auch Songwriter. ;) Wer politisch zumindest ein ganz klein wenig interessiert ist, wie ich Anteil nimmt an der aktuellen Situation in unserem Land nimmt und obendrein auch noch gut unterhalten werden möchte, der ist mit Courage zeigen bestens beraten. Mein Fazit: Mit Courage zeigen hat Sebastian Krumbiegel mich wirklich überrascht, weil es eben nicht nur für Leipziger den ein oder anderen Aha-Moment bereithält, weil es nicht nur unterhält. Das Buch ist mehr als eine einfache Autobiografie, denn es zeigt, wie wichtig es schon immer war und vor allem in der heutigen Zeit ist, eine klare Meinung zu vertreten und die auch zu verteidigen. Und das alles vermittelt Krumbiegel ganz ohne erhobenen Zeigefinger und, wenn es angemessen ist, auf humoristische Art und Weise. Mich hat das Buch restlos überzeugt.

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Courage halten – Sebastian Krumbiegel Das Buch ist im allgemeinen schwer zu bewerten, da es keine erfundene Geschichte sondern ein echtes Leben ist und ich das Leben von Sebastian Krumbiegel zwar bewerten könnte, allerdings nur nach meinen Moralvorstellungen. Und dies will, kann und darf ich nicht tun, da jeder sein Leben nach gutem Ermessen führen kann und darf, wie er es möchte. Demnach will ich nur von ihm und seinen Geschichten erzählen und einzelne lustige und euch zum Nachdenken anregende Inhalte näher bringen. Auf das Buch aufmerksam geworden bin ich dadurch, dass ich das Gesicht des Autors seit meiner Kindheit kenne. Er ist mit der Band „Die Prinzen“ und früher "Herzbuben" bekannt. Meine Familie und ich sind seit langem sehr begeistert von deren Musik und ich musste sehr oft über die Liedtexte schmunzeln und die Songs haben mich oft auch zum lachen gebracht und mir den Tag verschönert. Ich denke es ging und geht auch immer noch vielen so. Außerdem komme ich, wie einige von euch schon wissen, ebenfalls aus Leipzig, genauso wie Sebastian Krumbiegel auch und musste aus all diesen Gründen das Buch unbedingt lesen. Und ich freue mich sehr darüber, dies auch getan zu haben. Für alle, die gern wissen möchten, worum es geht, werde ich hier mal anfangen, bevor ich noch weiter drum herum rede, was allerdings auch wichtig ist. Anfangs dachte ich, es wird sicher so eine Art Sachbuch, wie man es richtig angeht, seine Haltung zu bewahren. Dies ist nicht so. Mehrfach betont Krumbiegel, dass er andere Meinungen nicht ändern, sondern nur seine Sicht der Dinge erklären will und das auf wunderbare Art und Weise. Er plaudert aus dem Nähkästchen. Er erzählt, wie er zu dem Menschen geworden ist, der er heute ist, mit lustigen und auch schrecklichen Geschichten aus seinem Leben. ZB wie es ihm in der DDR erging, wie er sich fühlte und was er dachte. Außerdem geht es um die Gewaltbereitschaft anderer Menschen. Auch ihm gegenüber. Und auch um seine Zeit im Thomanerchor, den ich auch sehr gern mal zu Weihnachten erleben möchte, da ich das Weihnachtsoratorium sehr gern höre. Leider ist es bisher aus diversen Gründen noch nie dazu gekommen. Aber ich werde hoffentlich noch einmal in meinem Leben die Möglichkeit dazu bekommen. Genauso wie ich gern ein Konzert der Prinzen erleben möchte. Allerdings waren die Konzertkarten nur kurz verfügbar, denn sie sind komplett ausverkauft, obwohl in Leipzig zwei Termine angesetzt wurden. Außerdem erzählt er viel von der Band Die Prinzen. Wie sie zusammen gefunden haben, was sie gemeinsam erlebt haben, dass sich durch einzelne Entscheidungen und anderes viel verändert hat. Aber zurück zum Buch. Die Geschichten, die in den einzelnen Kapiteln erzählt werden, sind allerdings durcheinander gewürfelt. Es geht nicht strikt von Anfang nach Ende, sondern eher nach dem Zufallsprinzip, oder auch nach Wichtigkeit für Krumbiegel selbst. Es liest sich sehr gut. Fast wie ein Tagebuch. Ich konnte mich sehr gut einfühlen. Vor allem in die Geschichte, als er von einem Gewaltakt erzählt und dass danach Angst sein Leben beherrscht hat und was er dagegen getan hat. Das Leben selbst ist doch immer noch eine der besseren Geschichten. Sie sind echt und das bringt er gut rüber. Fantasie haben viele. Und diese ist auch spannend und schön. Aber das Leben ist doch viel lehrreich und "lebendiger" und auch echter. Und all das bekommt man in diesem Buch. Das Gefühl einen Menschen besser kennen zu lernen. Ein tolles Buch. Und durch den Schreibstil, die Art, wie er alles an die Leser übermittelt und die Geschichten selbst mit den echten nachvollziehbaren Gefühlen gebe ich doch 5 Sterne.

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