Leserstimmen zu
Kain und Abel

Jeffrey Archer

Kain-Serie (1)

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Jeffrey Archer hat vor der siebenteiligen Clifton-Saga die "Kain-Serie" in drei Teilen geschrieben. Eben jene hat er noch einmal überarbeitet und sie wird jetzt, nach dem riesigen Erfolg der Clifton-Reihe, (noch einmal) veröffentlicht. Ich hatte mich sehr gefreut und bin, ehrlich gesagt, enttäuscht. 736 Seiten hat das Buch und mir ist nicht ganz klar, wieso. Die Geschichten von William Kain und Abel Rosnovski könnten aufgrund ihrer Herkunft nicht unterschiedlicher sein. Parallel leben sie ihr Leben - William als Sohne reicher Bankierseltern, Abel als Waisenkind auf der Flucht. Beide machen ihren Weg und diese Wege kreuzen sich. Allerdings eher sporadisch. Erst im letzten Abschnitt wird es spannend, wenn sie ich ihre Leben wirklich kreuzen und sie eine Beziehung aufbauen könnten, wenn sie nicht so starrköpfig wären. Mir sind die Motive der Männer trotz der vielen Seiten nicht immer klar und mir fehlte über weite Strecken zudem die Emotion. Einzelne emotionale Höhepunkte gibt es, aber alles in allem fehlt mir die Atmosphäre, die ich bei der Clifton-Saga so geschätzt habe. Mit den Protagonisten bin ich alles in allem leider nicht warm geworden. Toll fand ich, dass die Geschichte abgeschlossen ist und der Leser am Ende nicht mit einem gewaltigen Cliffhanger zurück gelassen wird. Auf den zweiten Teil freue ich nicht trotzdem, denn dieser behandelt das Schicksal von Abels Tochter, die ich als Figur sehr mochte und über die ich mehr erfahren möchte.

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Überraschend gut

Von: Lilly

26.01.2018

Ich wusste nicht worauf ich mich da einlasse, ich lese normalerweise ja Fantasy. Hier ging es jedoch um eine wirklich, fast schon epische Familiensage die sich über mehrere Jahre hinwegzieht. Dabei sind die beiden Protagonisten den biblischen Namensgleichen echt sehr ähnlich. Der eine wird mit dem sogenannten goldenen Löffel im Mund geboren. Er musste kaum entbehrungen ertragen, führt ein tolles Leben. Der andere hat das alles nicht geschenkt bekommen. Vielmehr führt ihn sein Lebenswerk über Gefangenschaft und Verlusten, schliesslich auch zu Vermögen und Wohlstand. Sie könnten Brüder sein, aber durch ihren Stolz verbieten sich beide Männer das. Sie werden keine Freunde, eher Feinde. mißgunst bis hin zum Hass zieht sich durch die knapp 700 Seiten und ich konnte mich nicht wirklich dafür entscheiden welchen der beiden Kerle ich lieber mag. Beide haben einfach etwas eigenes, das einen beim Lesen fasziniert. Auch vom Charakter her sind sie nicht zu weit auseinander. Ich mag es aber dann doch ein Stück mehr, wenn jemand für alles was er hat gekämpft hat. Was ich toll fand war, das man das Buch als Stand Alone lesen kann. Will heissen, es wird alles wichtige in diesem Band geklärt. Trotzdem will ich noch mehr lesen. Die Charaktere sind glaubwürdig, ihre Geschichte ebenso und die Handlung drumherum konnte mich wirklich gut fesseln. Ich bin total überrascht das ich mich problemlos in dieses mir unvertraute Genre einlesen konnte. Da mag wohl auch der angenehme Schreibstil des Autoren eine Rolle gespielt haben. Obwohl das eigentlich nicht mein Genre ist, konnte mich dieses Buch und die Geschichte darin vollkommen überzeugen. Die Figuren agieren so wie man es von lebenden Menschen auch kennt und das machte echt Spaß zu lesen. Wer also Spaß an Familiensagen und interessanten Charakteren hat, der kann es sich getrost kaufen gehen.

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