Leserstimmen zu
Medici - Die Macht des Geldes

Matteo Strukul

Die Medici-Reihe (1)

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Nach der Hälfte ABGEBROCHEN: Ich hatte einen seriösen, real-historischen Roman über diese bekannte Florentiner Familie der Medici erwartet und wurde enttäuscht. Dieser erste Band der Medici-Trilogie - und dann wohl auch die nächsten zwei - sind triviale Unterhaltungslektüre. Gewiss hat sich der italienische Autor - was er zwangsläufig tun musste, denn die Geschichte ist nicht veränderbar - streng an die historischen Fakten gehalten. Aber sie geben nur den zeitlichen Rahmen. Im Vordergrund stehen nicht etwa real-historische Persönlichkeiten, sondern Kitschfiguren wie in jedem anderen billigen Trivialroman. Die Trivialität wird besonders in den völlig unnötigen Sexszenen und den meist allzu kitschigen Dialogen deutlich, egal ob Liebesschwüre oder Gespräche zwischen Intriganten. Ich finde diesen Roman NICHT EMPFEHLENSWERT. Aber: Wer's mag, mag's mögen.

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Warum muss man ein 448 Seiten Buch für eine Lesung kürzen? Zumal die nicht mal 10 Stunden Laufzeit nun wirklich keine Herausforderung darstellen. Aber leider habe ich im Vorfeld nicht darauf geachtet und so die gekürzte mp3-Version gewählt, anstatt die eine gute Stunde längere, ungekürzte Version bei audible zu erwerben. Sei’s drum – dies ist nur als Hinweis für Freunde der ungekürzten Hörbuchversionen gedacht. Ob es an der Kürzung liegt, vermag ich nun nicht zu sagen, aber anfangs stellt das Buch eine echte Herausforderung da. Unmengen von Namen prasseln auf den Hörer ein und die Geschichte wird in vielen Szenen erzählt, zwischen denen oft relativ große Zeiträume liegen. Bis ca. 1/3 des Buches war ich oft versucht, nochmal von vorn zu beginnen, weil ich immer das Gefühl hatte, dass mir irgendein Zusammenhang fehlt. Da war auch das auf dem Cover vorhandene Glossar nicht hilfreich – ich hätte mir lieber ein Personenverzeichnis gewünscht. Auch wenn mir als Leser historischer Romane und allgemeingebildetem Menschen die Medicis und auch viele der Personen aus ihrem Umfeld schon mal namentlich begegnet sind, sind sie dann doch nicht so geläufig, dass ein bisschen Unterstützung nicht hilfreich wäre. Ab der Hälfte wurde es dann aber irgendwie besser. Zwar springt die Handlung immer noch in Szenen voran, aber entweder sind diese dann doch zusammenhängender erzählt oder man hat sich einfach an die Personen gewöhnt und kann sie nun auseinander halten. Auf jeden Fall wurde irgendwann das hochkonzentrierte Zuhören doch noch in ein vergnügliches Lauschen umgewandelt. Florenz und Venedig mit all ihren Machtspielen, Intrigen und Ränke sind für historische Interessierte wunderbare Schauplätze. Und der Autor lässt die Städte Gestalt annehmen und malt ein Bild der politisch und wirtschaftlich herrschenden Familien. Seine Sache gut macht der Sprecher Johannes Steck. Unaufgeregt und sachlich erzählt er uns die Geschichte von Cosimo und Lorenzo de’Medici, passend zu einem historischen Roman. An ihm lag die anfängliche Verwirrung auf jeden Fall nicht. Dank der unterhaltsameren und nicht mehr so verwirrenden zweiten Hälfte rettet sich dieser Auftaktband noch auf 3 Sterne mit Tendenz nach oben. Im Moment bin ich noch zwiegespalten, ob ich mir die weiteren Bände anhören werde. Falls ich dies tun sollte dann aber auf jeden Fall in der ungekürzten Version. Fazit: Durch die Unmenge an handelnden Personen ein herausfordernder Roman, der aber auch einen interessanten Einblick in das Leben in Florenz und Venedig um die Mitte des 15. Jahrhunderts gibt. Ich empfehle allerdings, auf eine ungekürzte Version zurückzugreifen.

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Inhalt 1429 stirbt der Bankier Giovanni de‘ Medici in Florenz. Seine Söhne Cosimo und Lorenzo sollen fortan die Familie und die Leitung des Geschäftes übernehmen. Doch die erfolgreiche Familie de‘ Medici hat sich im Laufe ihrer Erfolgsgeschichte viele Feinde gemacht und vor allem die Familie degli Albizzi kennt nur ein Ziel: die Vorherrschaft in Florenz übernehmen. Und das müssen die beiden Brüder Cosimo und Lorenzo mit aller Macht verhindern. Die Erwartungen wurden leider nicht erfüllt, doch zum Ende hin hat die Geschichte an Spannung gewonnen und das Interesse an der Fortsetzung geweckt. Auf „Medici – Die Macht des Geldes“ bin ich durch eine Montagsfrage von Buchfresserchen Svenja aufmerksam geworden. Sie wollte wissen auf welche Neuerscheinungen ich mich freue (hier gehts zum Beitrag). Dafür musste ich erst einmal Recherche betreiben, denn ich bin nur selten über Neuerscheinungen informiert. Meistens erfahre ich zufällig oder über andere Blogger, wann was erscheint und informiere mich selbst nicht darüber. Also habe ich die Progamme meiner liebsten Verlage durchgeschaut und dieses Buch bei Goldmann entdeckt. Ich habe erst kürzlich „Die vatikanische Prinzessin“ gelesen und durch dieses Buch wurde mein Interesse an den Medici geweckt. Die Reihe von Matteo Strukul hat deshalb meine Aufmerksamkeit erregt und ich habe den ersten Teil direkt als Rezensionsexemplar angefragt und auch erhalten. Herzlichen Dank dafür! „Die Familie ist das Wertvollste, das wir haben, das hat sich jeden Tag aufs Neue erwiesen.“ (S. 143) Ich muss gestehen, dass mir der Einstieg sehr schwer gefallen ist. Der Schreibstil ist zwar gut und leicht zu lesen, doch an den Aufbau des Buches musste ich mich zunächst gewöhnen. Es kommen sehr viele Charaktere zu Wort, auf die Perspektivwechsel war ich überhaupt nicht eingestellt und da sie teilweise unvermittelt auftreten, bin ich anfangs öfter durcheinander gekommen. Es war eher ermüdend mich immer wieder neu zu orientieren, wenn es einen Perspektivwechsel gab, den ich nicht habe kommen sehen. Gleichzeitig kamen mir die eigentlichen Protagonisten daher etwas zu kurz. Sowohl Cosimo als auch Lorenzo hätten nach meinem Empfinden viel öfter zu Wort kommen müssen. Da ich davon ausgegangen bin, dass sich die Handlung vor allem um die Brüder de Medici drehen wird, war ich zusätzlich überrascht, dass einer Nebenhandlung sehr viel Raum gelassen wurde. Ich hätte sehr viel lieber mehr Einblicke in die Familie Medici gehabt, anstatt mich mit der Geschichte von Söldnern zu beschäftigen, auch wenn diese Nebenhandlung ein Blick hinter die Kulissen der feindlichen Lager gewährt hat. Was mich an diesem Buch vor allem gestört hat, ist die Tatsache, dass ich überhaupt keine Beziehung zu den Charakteren aufbauen konnte. Mir hat komplett der Zugang gefehlt, denn keiner der Protagonisten hat den Leser wirklich tief in seine Gedankenwelt eintauchen lassen. Alles blieb oberflächlich und farblos. Dieses empfinden wurde vor allem dadurch verstärkt, dass der Autor gerne alle Fakten, die er während seiner Recherchearbeit erfahren hat, unterbringen wollte. Es gab teilweise sehr viele irrelevante Informationen, die nicht unbedingt nötig gewesen wären. Strukul beschreibt zwar sehr anschaulich und man kann sich sehr gut vorstellen, wie alles ausgesehen hat, ihm fehlt es aber, den Charakteren richtig Leben einzuhauchen. Bis auf die letzten 50 Seiten ist es mir wirklich sehr schwer gefallen, mich auf einen der Protagonisten einzulassen und erst das lezte Kapitel hat mich ein wenig berührt und zum schmunzeln gebracht. Der Fokus der Geschichte war, wie oben schon erwähnt, in meinen Augen nicht richtig gewählt. Es wurde sehr viel Zeit in die Nebenhandlung rund um einen Söldner und eine junge Frau aufgewendet, die beide für die eigentliche Handlung keine Relevanz haben. Da sie beide zweifelsfrei fiktive Charaktere sind stelle ich mir die Frage, weshalb Strukul den beiden so viel Zuwendung zukommen ließ. Ich lese unheimlich gerne historische Romane und mag es besonders, wenn sich der Autor so nah wie möglich an den historischen Wahrheiten orientiert. Sturkul beweist sehr deutlich, dass er viel gelesen und recherchiert hat, deshalb ist es für mich besonders schade, dass ich nur wenige Einblicke in die Welt der Medici an sich bekommen habe. Nicht nur die politischen und geschäftlichen Belange kommen recht kurz, sondern auch die privaten. Mir bleiben nur wenige Gelegenheiten die Familie richtig kennen zu lernen. Was der Autor allerdings sehr sehr schön herausgearbeitet hat, ist die liebe zwischen den Brüdern de‘ Medici. Ihr Zusammenhalt ist vor allem gegen Ende des Buches sehr deutlich zu spüren und wirklich gut dargestellt. Die versprochenen Intrigen, Morde und Machtkämpfe gibt es jedoch zur Genüge. Die Medicis versuchen mit aller Macht ihre Stellung in Florenz zu halten, während ihre Feinde sich versammeln, um die Familie vom Thron zu stoßen. Es gibt blutige Kämpfe, Verschwörungen, Mordanschläge und Spione vor denen man sich in Acht nehmen muss. Die Spannung jedoch hat über die Hälfte des Buches abgewartet, um dann endlich langsam an Bedeutung zu gewinnen. Am Ende ist es mir dann doch schwer gefallen, das Buch weg zu legen und ich bin sehr froh darüber, denn ich bin wirklich interessiert daran, mehr über die de‘ Medici zu erfahren. „Es kommt der Moment, Exzellenz, in dem tötet man, oder man wird getötet, man gewinnt, oder man verliert, ohne die Möglichkeit von Berufung oder Verstärkung.“ (S. 342 f.) Fazit Mit sehr großen Startschwierigkeiten habe ich doch noch gefallen an „Medici – Die Macht des Geldes“ gefunden. Ich hoffe sehr, dass die Fortsetzung es schafft, die nötige Tiefe aufzubringen, die vor allem die Charaktere lebendiger erscheinen lässt. Ich bin gespannt, wie Matteo Strukul die Trilogie fortsetzen wird. Ich werde ihm definitiv noch eine Chance geben. Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

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Dies ist der erste Teil der Medici Reihe und ich muss sagen, das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich habe dieses Buch durch Zufall gesehen und ich lese sehr gerne Bücher die Borgias, die Tudors und auch über die Medicis, deswegen wollte ich das Buch unbedingt lesen. Die Geschichte erzählt hauptsächlich das Werken und Leben von Lorenzo und Cosimo, den beiden Söhnen von Giovanni. Dieser wäre eigentlich auch eine sehr interessante Person gewesen, welche aber leider nur sehr kurz angeschnitten wird. Man erfährt, dass er als Bürgerlicher geboren wurde, sich aber hochgearbeitet hat, welches viele Feinde in Folge hat. Als Erben treten nun die Söhne gemeinsam auf und wollen ihre Feinde vernichten. Interssant fand ich, wie der Autor doch viele Fakten, die sehr gut recherchiert wurden, mit Sachen mischt, die er als Freiheiten mit in die Geschichte hat fließen lassen, um die Handlung interessanter und flüssiger zu machen. Außerdem fand ich die Erzählungen über die Intrigen und die Vorgehensweise gegenüber sehr interessant und spannend. Die Wandlung von Cosimo, wie er das Geschäft seines Vaters weiter zum Florieren bringt, war toll beschrieben. Eine Kleinigkeit, die vielleicht etwas zu Bemängeln ist, ist die Tatsache, dass man zu Beginn von relativ vielen Namen überflutet wird und man beim Lesen sehr aufpassen muss, dass man keinen verpasst. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist bis auf kleine Stellen sehr spannen und interessant. Außerdem lässt sich die Geschichte sehr flott lesen. Fazit: 4 von 5 Sterne. Klare Kauf – und Leseempfehlung für den Teil der Reihe.

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