Leserstimmen zu
Der Schatten

Melanie Raabe

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mega-spannender Thriller

Libri GmbH

Von: Carolin Gratzer aus Hamburg

29.08.2018

Mit diesem mega-spannenden Thriller hatte ich ein paar wirklich schöne Lesestunden. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt einen Thriller mit so viel Begeisterung gelesen habe. Man fiebert richtig mit Norah mit und fragt sich, wie es sein kann, dass so viele Zufälle in Wien aufeinander treffen. Als sie sich (scheinbar) entschließt, die Prophezeiung der alten Bettlerin zu erfüllen, wollte ich sie am liebsten schütteln. Und mit der letzten Wendung am Ende des Romans hätte ich nie gerechnet, obwohl ich insgeheim auf etwas in der Art gehofft hatte. Ein tolles Leseerlebnis! Wie Melanie Raabe ihre Charaktere erschafft und welch spannende und neue Ideen sie hat, ist wirklich faszinierend! Einfach toll! Ich hoffe, Melanie Raabe schreibt schon an ihrem nächsten Buch und werde auch die beiden älteren Titel auf jeden Fall noch lesen.

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Gestaltung Diesmal hat sich das Team von der Hörverlag für die Gestaltung von Der Schatten etwas Ungewöhnliches einfallen lassen. Aber beginnen wir erst einmal von vorne: Der Großteil von Der Schatten wird von Katja Bürkle gelesen. Katja Bürkle hat eine angenehme, etwas tiefere Stimmfarbe. Sie hat Nora, unsere Protagonistin in Der Schatten gut erfassen und darstellen können. Allerdings hat mich diesmal der Thriller-Effekt, den ich bei den anderen Geschichten der Autorin gespürt habe, nicht vollständig erreichen können, obwohl die Geschichte wirklich gut ist. Aber dazu später mehr. Auf der Verlagsseite und dem Hörbuch war auch zu lesen, dass Melanie Raabe ebenfalls als Sprecherin in dem Hörbuch zu hören sein wird. Das machte mich zuerst etwas skeptisch, da Autoren zwar gut schreiben, aber nicht immer gut lesen können. Doch nachdem ich Katja Bürkles Interpretation kennengelernt hatte, machte die Skepsis einer Vorfreude auf Melanie Raabe Platz. Melanie Raabes Stimmfarbe klingt etwas heller und ist daher eine tolle Ergänzung zu Katja Bürkle. Außerdem betont Melanie Raabe an den richtigen Stellen und hat eine tolle Lesegeschwindigkeit. Sie konnte mich mit ihrer Interpretation sehr gut erreichen. Ich hätte mir sogar noch mehrere Parts von ihr gewünscht, weiß aber auch, dass das aufgrund der Geschichte nicht möglich gewesen wäre. Aber nun gibt es noch dieses Stilmittel, das mich unglaublich verwirrte. Es dauerte nämlich ziemlich lange, bis wir auf Melanie Raabe trafen. Immer wieder gab es Passagen, die von einer Stimme gelesen wurden, die weder nach Katja Bürkle noch nach Melanie Raabe klang. Aber wenn ich euch diese Stimme nun genauer beschreiben würde, müsste ich einen Spoiler Hinweis vor diese Rezension setzen. Also, lasst euch überraschen und schreibt mir in die Kommentare, was ihr von diesem Stilmittel haltet. Das Stilmittel hat mich ziemlich fasziniert, sodass die Gestaltung an dieser Stelle einen vollen Punkt bekommt. Inhalt / Spannung Mit dem Inhalt von Der Schatten verhält es sich etwas knifflig. Natürlich verrät der Klappentext, um was es in der Geschichte geht. Wir treffen auch ziemlich rasch auf die Bettlerin und ihre Botschaft. Doch es dauert ein bisschen, bis sich unsere Protagonistin Nora mit der Bettlerin befasst. Lange hält sie die Prophezeiung für die Worte einer verrückten, obdachlosen Frau. Doch nach und nach entsteht ein Motiv, weswegen Arthur Grimm den Tod tatsächlich verdient haben könnte. Nora wird immer mehr in eine Geschichte hineingezogen, die mehr mit ihrer Vergangenheit zu tun hat, als man zuerst vermuten würde. Die Geschichte von Der Schatten braucht hier ein bisschen, bis sie in Gang kommt und bis wir langsam merken, wie Handlungsstränge verstrickt und wir als Leser verwirrt werden sollen. Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass mich der Thriller Effekt diesmal nicht ganz erreichen konnte. Für mich stand mehr Nora als Protagonistin im Vordergrund, auf die ich in den folgenden Absätzen noch weiter eingehen werde. Dennoch war es nicht so, dass ich das für mich fehlende Thrillerelement vermisst habe. Ich habe das Hörbuch innerhalb von Rekordzeit durchgehört, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Auflösung der Geschichte ist. Und wenn mich diese Frage zum weiterhören zwingt, ist das ein gutes Indiz dafür, dass Melanie Raabe in diesem Fall alles richtig gemacht hat. Was mir besonders positiv im Gedächtnis geblieben ist, war Melanie Raabes Gestaltung der Auflösung. Wir erfuhren in einem Gespräch zwischen zwei Charakteren, was es mit der Geschichte auf sich hat. Hier wurden auch die wichtigen Fragen angesprochen, die uns als Leser plagten. Mir hat dieses Stilmittel hier sehr gut gefallen, weil Melanie Raabe hier keinen Inhalt vorkaut, sondern die Auflösung in ein Gespräch verpackt. Hier kommt dann neben der Auflösung auch der Aspekt hinzu, wie zwei Charaktere während eines Gespräches aufeinander reagieren. Wir haben hier also zwei Konfliktpunkte, wenn man das so nennen kann: Die Lösung der Geschichte und der Konflikt zwischen den zwei Charakteren. Kommen wir zum Schluss noch zu Nora als Protagonistin. Schnell wird klar, dass Nora eine Einzelgängerin ist. Sie weiß, was sie will und traut sich auch, die dafür notwendigen Positionen zu vertreten. Und genau das sorgt dafür, dass sie oft aneckt, weil sie eben das sagt, was sie denkt. Und das ist leider nicht immer die Meinung der Gesellschaft. Allerdings wird auch deutlich, dass Nora auch ein ziemlich einsamer Mensch ist und ihr Leben beinahe wie ein jahrelanger Kampf wirkt. Als Arthur Grimm als potentieller Verdächtiger ins Spiel kommt, wird ein Thema aus Noras Vergangenheit wieder aufgerollt, das sie am liebsten nie wieder angeschaut hätte. Und dieses Thema lässt ihre Selbstsicherheit bröckeln. Schreibstil Es ist schon etwas länger her, dass ich einen Roman von Melanie Raabe gelesen habe. Deswegen hatte ich diesmal den Eindruck, dass sich ihr Schreibstil irgendwie verändert und der Geschichte angepasst hat. Die Autorin schafft es, Noras Härte in Worte zu fassen und bildhaft darzustellen. Gerade die Einsamkeit, die Nora umgibt, war sehr gut herausgearbeitet. Dann kamen aber wieder die Elemente von Melanie Raabes Schreibstil hervor, die ich bereits kannte: Die Verstrickung von Handlungssträngen und der Eindruck, dass sich eine Schlinge langsam aber sicher zuzieht. Melanie Raabe versucht uns hier auf eine Seite zu ziehen. Eine Seite, die so deutlich dargestellt ist, dass sie gar nicht stimmen kann. Oder? Gesamteindruck Nachdem mir Melanie Raabes Debütroman Die Falle so gut gefallen hat, muss ich gestehen, dass ich mit einer bestimmten Erwartungshaltung an neue Geschichten der Autorin herangehe. Der Schatten hat mir aufgrund seiner Auflösung ganz gut gefallen. Dennoch hätte ich gerne mehr von der Auflösung erfahren. Die offenen Fragen wurden zwar beantwortet, aber ich fand das eingeleitete Thema spannend und hätte gerne mehr darüber gehört oder gewusst, wie Nora sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Zusammenfassend kann ich aber sagen, dass uns hier eine spannende Geschichte erwartet, die sich mit der Frage auseinandersetzt, was es braucht, um einen Menschen zu töten.

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INHALT: Norah zieht von Berlin nach Wien und möchte sich dort ein neues Leben aufbauen. Kurz nach ihrer Ankunft trifft sie auf eine Bettlerin, die ihr unaufgefordert prophezeit, daß Norah am 11. Februar am Prater in Wien einen Mann namens Arthur Grimm töten wird. Aus freien Stücken und mit gutem Grund. Und damit beginnt für Norah eine Hetzjagd, denn sie kennt diesen Mann nicht und findet das angebliche Vorhaben auch völlig absurd. Aber trotzdem kann sie sich dieser Vorhersage nicht entziehen und ihr Leben gleitet ihr allmählich aus den Händen. MEINE MEINUNG: Dies ist nicht mein erstes Buch von Melanie Raabe und wieder hat sie mich völlig von sie überzeugen können. Der Schreibstil ist sehr fesselnd und in manche Umschreibungen findet man so viel Poesie, daß sich das Buch einfach nur wunderbar und flüssig lesen lässt. Melanie Raabe schafft es wieder einmal, daß man als Leser ein Teil der Geschichte wird und sich mit unserer Protagoniston idendifiziert, mit ihr leidet und sich mit ihr auf die Jagd macht und sich mit ihr in Verstrickungen und Verwirrungen begibt. Das alles macht den Thriller unheimlich spannend, da es viele Wendungen gibt und unheimliche Dinge passieren, die mir schon Gänsehaut bescherten. Melanie Raabe schafft es unheimlich gut, in ihrem Thriller kleine Dinge zu verändern, die dann eine grosse Sogwirkung hinter sich herziehen. Und zum Ende hin kommt dann der große Showdown. Man denkt, jetzt ist es gut und fertig und dann zieht Melanie Raabe noch einige Joker aus den Ärmeln und man ist wieder und wieder geflasht und sprachlos. Ein grandioses Ende in einem grandiosen Buch. FAZIT: Ein Buch, dem man sich nicht entziehen kann und es auch nicht sollte. Bis zum Ende hin unheimlich spannend, unheimlich düster und so lesenswert. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung und ich erwarte mit Spannung das nächste Buch von ihr. 🌟🌟🌟🌟🌟

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Norah ist gerade neu nach Wien gezogen. Nach der Trennung von ihrem Freund hat sie nichts mehr in Berlin gehalten und so entschloss sie sich in einer neuen Stadt ihr Glück zu versuchen. Doch nach der Ankunft in Wien und dem Antreten ihres neuen Jobs in einer Zeitschriften-Redaktion, überwiegen schnell Einsamkeit und Leere. Eines Tages wird Norah mitten in Wien von einer seltsamen Bettlerin eine mysteriöse Vorhersage gemacht: "Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten. Mit gutem Grund. Und aus freien Stücken". Zunächst versucht Norah die Bettlerin als Spinnerin abzutun, doch schon bald wird ihr klar, dass die Vorhersage bloß der Anfang einer ganzen Reihe von seltsamen Geschehnissen ist, die plötzlich in ihr Leben treten. Und auch ein weiterer Mensch tritt in Norahs Leben. Ein Mann namens Arthur Grimm. Mit ihrem lang erwarteten drittem Roman "Der Schatten" hat sich Melanie Raabe endgültig in die erste Liga des subtilen Thrillers geschrieben. Es ist schon beeindruckend bis fast beängstigend was für eine unglaublich ausgeprägte Intensität diese Geschichte besitzt. Genauso wie die beiden Vorgänger der Autorin "Die Falle" und "Die Wahrheit" versteht es auch Melanie Raabes neuer Thriller die subtile Spannung ganz langsam aber überaus beständig aufzubauen. Der Leser bemerkt fast nicht, wie er irgendwann vollkommen von der Geschichte eingeschlossen wird und es nicht mehr möglich ist das Buch beiseite zu legen, ohne zu wissen, wie es endet. Dieses besondere Talent ihren Leser so vollkommen einzuhüllen, hat die Autorin wahrlich zur Perfektion getrieben und somit auch zu einem ganz eigenen Schreibstil beigetragen, den ich mittlerweile wahrscheinlich unter vielen anderen wieder erkennen würde. Um den Ganzen schlussendlich die literarische Krone aufzusetzen, lässt Raabe ihre Geschichte dieses Mal in einer Stadt spielen, dessen einzigartige Magie durch jede gelesene Seite schimmert. Wien zur Winterzeit scheint in "Der Schatten" ein melancholischer und fast schon mystischer Ort zu sein und treibt einen auch im intensivsten Hochsommer eine Gänsehaut auf den Körper. Wer nach diesen großartigen Beschreibungen der Stadt Wien nicht das dringende Bedürfnis verspürt nach Beenden des Buches diese sofort selbst in Augenschein zu nehmen, dem kann man wirklich nicht mehr weiter helfen. "Der Schatten" nimmt uns mit auf eine mysteriöse Reise durch Wien und in unser Inneres. Denn Melanie Raabe stellt nicht nur die Wahrnehmung ihrer Protagonistin immer wieder auf die Probe, sondern auch wir, als Leser, hinterfragen uns immer wieder. Haben wir etwas übersehen und inwieweit können wir der Hauptfigur überhaupt vertrauen? Mit "Der Schatten" ist Melanie Raabe ein großes Meisterstück gelungen. Ein Roman wie ein Sog, der einen gefangen nimmt und nicht mehr loslassen wird.

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Dies ist mein erstes Buch,dieser Autorin.Schon nach nur wenigen Seiten,konnte mich der Schreibstil und die fulminante Erzählweise fesseln.Ein gut durchdachter Plott erhält konstant den Spannungsbogen und zieht stetig an.Verwirrt über die Reaktion ,ihres alten Kumpel,mache ich mir so meine Gedanken,was es damit auf sich hat. Norah trennt sich nach einer längeren Beziehung,von jetzt auf gleich von ihrem Freund.Wie überstürzt scheint das ganze zu sein.Zuflucht findet sie in Wien,da lebt auch ein früherer Freund von ihr.Dort hat sie auch eine neue Stelle als Journalistin bekommen .Eines Tages begegnet sie einer Bettlerin, die ihr voraussagt,sie werde am 11.Februar einen Mann,Namens Arthur Grimm töten.Völlig absurd,denkt sie sich. Melanie Raabe gelingt es durch eine düstere und unheimliche Atmosphäre, den Spannungsbogen immer weiter zu erhöhen.Die Seiten sauge ich förmlich auf.Vieles wird so lebhaft erzählt,als wäre man in dem Moment dabei.Man mag das Buch nicht an die Seite legen. Ein unvorhersehbares Ende entwickelt sich überraschend bizarr mit vielen Irrungen und einem Verlauf,der einem den Atem verschlägt.Tolle Wendungen, die ich nie für möglich gehalten hätte.Was ein Highlight dieses Buch!! Man denkt,wenn man fast am Ende angelangt ist,was ein gigantisches Buch .Doch die Autorin trumpft immer wieder auf ,indem sie einen Knaller,nach dem nächsten liefert. Ich bin einfach überwältigt von dem ganzen Ausmaß.Ihr müsst das Buch unbedingt lesen!! Das Cover passt perfekt zum Inhalt.Es ist super toll,gestaltet mit dem roten innen abgesetzt. Fazit:Schon nach wenigen Seiten,hat es mich begeistert.Ein Thriller der unblutig daher kommt,aber unglaublich düster und geheimnisvoll packend ist.

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Schon bei ihren vorangegangen Romanen “Die Wahrheit” und “Die Falle” hat es Melanie Raabe verstanden, fein gesponnene, atmosphärisch dichte und dennoch leise Thriller mit viel Überaschungspotential zu erzählen. Das ist ihr auch bei “Der Schatten” wieder gelungen. Im Mittelpunkt der gut konstruierten Geschichte steht die Journalistin Nora, die sich das Leben nicht immer leicht gemacht hat und sich nun um eine alte Schuld, aber auch um tiefe Freundschaften sorgen muss. Das Hörbuch zu dieser emotionalen Geschichte ist sehr gelungen von Katja Bürkle und der Autorin selbst gelesen.

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Die Journalistin Norah Richter lässt alles hinter sich. Sie zieht von Berlin nach Wien, doch dort wartet der Tod. Oder zumindest eine Bettlerin, die ihr prophezeit, dass sie den Tod bringt und am 11. Februar einen Arthur Grimm ermorden wird. Melanie Raabe schreibt auch den dritten Thrillerroman beinahe poetisch. Langsam führt sie den Leser durch die Geschichte, packt nach und nach nicht nur Umzugskartons sondern auch Geheimnisse und Vergangenes aus. Bis fast zum letzten Dritten muss man diesen langsamen Storyaufbau aber mögen, sonst empfindet man ihn eher als schleppend. Und auch Norah Richter muss man mögen, was an einigen Stellen etwas schwer fällt. Denn diese Journalistin, die für Toleranz und Gerechtigkeit steht, handelt selbst in manchen Situationen sehr intolerant. Besonders bei ihren eigenen Freunden, von denen sie erwartet, dass diese immer Zeit für sie haben müssen, wenn sie gerade mal wieder ihre Probleme bei ihnen abladen möchten. Ansonsten schmollt sie trotzig wie ein kleines Kind. Wer langsamen Storyaufbau mag, Geheimnisse liebt, und sich von einer überraschenden Auflösung überraschen lassen mag, ist mit „Der Schatten“ richtig.

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Da mir "Die Falle" und auch "Die Wahrheit" der Autorin sehr zusagten, war ich natürlich höchst erfreut über die Zusage des Bloggerportals den neusten Thriller lesen zu dürfen. Dieser stand auch nicht lange im Regal, da ich sehr neugierig darauf war, was der Feder der Autorin entsprungen ist. Meine Begeisterung versuche ich nun in Worte zu fassen, da ich auch dieses Mal sehr fasziniert von der Wandlung der Story war, die für mich völlig unvorhersehbar war. Ich habe schon lange nicht mehr einen Thriller gelesen, dessen Ende ich mir schnell möglichst herbeigesehnt habe. Ich flog förmlich durch die Seiten, um die Wahrheit der Suggestion zu erkennen, denn darum geht es letztendlich. Viele Zufälle oder Begebenheiten führen dazu, dass Norah sich vor dem 11. Februar fürchtet, denn es ist ihr vorausgesagt, dass sie an diesem Tag am Prater einen Menschen ermorden wird. Was unglaublich klingt zieht sich nun wie ein roter Faden durch die Story und es ist nicht erkennbar, wer hier die Fäden in den Händen hält. Irgendwann ist Norah so voller Hass, dass es nur logisch erscheint, dass sie Arthur Grimm töten wird. Es war für mich äußerst spannend zu sehen, wie leicht wir Menschen beeinflusst werden können und auch vor Mord nicht zurückschrecken. Ich fand die Grundidee und auch die sich langsam aufbauende Spannung ideal für meinen Lesefluss. Der Strudel der Manipulation in dem sich Norah befindet ist gigantisch und sehr beklemmend. Es zeigt sich, dass Norah mit ihrer Vergangenheit nicht abgeschlossen hat und der Mord an Arthur Grimm einer Erlösung gleich kommen soll. Die Grundstimmung ist und bleibt bis zum Ende düster, dennoch ist das Ende wirklich genial, da ich mit einem anderen Ausgang gerechnet hätte. Brutaler und wenig menschenwürdig, aber es ändert sich alles und für einige Menschen wird damit Heilung der Seelenqualen offenbar. Man nehme einen von sich komplett überzeugten Menschen, der scheinbar nur sich selbst liebt, andere um den Finger wickelt und damit dafür sorgt, dass jemand anderes kurz davor ist durchzudrehen. Dies ergibt einen Thriller der mich wirklich von der ersten Seite begeistern konnte und daher eine Leseempfehlung wert ist. Für mich war alles ausgewogen und nahezu perfekt. Vielen Dank dafür!

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