Leserstimmen zu
Der Kreidemann

C.J. Tudor

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Fünf Kinder, Freunde in den 80ern, ein schrecklicher Unfall am Jahrmarkt, ein toter Bruder, eine Mädchenleiche ohne Kopf, seltsame Kreidezeichnungen. 30 Jahre später beginnt der Schrecken von neuem. Stephen King sagte einmal, es gibt nur wenige Geschichten, die aber immer und immer wieder neu erzählt werden. Der Kreidemann ist eine solche Geschichte, nicht nur passend zu Kings Zitat ist es eine einzige Hommage an den Meister. So behauptet King laut Umschlagtext, wer seine Bücher liebt, wird auch dieses verschlingen Ich glaube, das C. J. Tudor King liebt. Man findet in diesem Buch ganz viele Elemente, die Kinderfreundschaft, die älteren Geschwister, die die Freunde drangsalieren, der Eifer danach einen Toten zu sehen, die Zeitstränge, das dicke Kind, das einzige Mädchen in der „Gang“,den einen, der Lehrer wird. Wie genial ist der Albino, der versteckt der Kreidemann genannt wird, sein Name ist Halloran, so hieß der tiefschwarze Koch aus Shining. Und es ist eine Kunst, all die Erinnerungen an Es, Stand by me, Shining, whatever zu wecken und trotzdem etwas Eigenständiges zu schaffen. Ich habe den Kreidemann in der Tat verschlungen. Der Schrecken kommt unterschwellig, das Buch hat auch ganz viele leise Töne. Spannend, klug im Aufbau, überraschend. So mag ich lesen.

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Ein gelungenes Début

Von: Sagota aus Saarbrücken

23.07.2018

Das vorliegende Erstlingswerk ist zwar mit dem Genre "Thriller" untertitelt, ich finde jedoch, dass es sich eher um einen Kriminalroman handelt, der durchaus Thrillerelemente beinhaltet, jedoch durch subtilen Spannungsaufbau überzeugen kann und einen außergewöhnlichen Schreibstil aufweist, der sehr echt, ehrlich und authentisch zu lesen ist, was durchaus mit dem Alter des Protagonisten Eddie Adams, von seinen Freunden "Eddie Munster" genannt, zu tun hat: Er ist 12 Jahre alt und versucht, den Anfang der Geschichte mit dem Kreidemann zu beschreiben, die 1986 auf dem Jahrmarkt einer fiktiven Kleinstadt namens Anderbury im Süden Englands ihren Anfang nahm: Hier wird das "Waltzer-Mädchen" durch einen tragischen Unfall eines schlecht gewarteten Fahrgeräts schwer verletzt - und Eddie begegnet erstmals seinem späteren Lehrer Mr. Halloran, der ihn in Englisch unterrichten wird: Beide retten vermutlich dem hübschen Mädchen das Leben - und ahnen noch nichts von den Folgen ihrer Hilfeleistungen.... Mr. Halloran ist kein gewöhnlicher Mann, sondern ein Albino, was ihn de facto bereits zum Außenseiter deklariert; er besucht das Mädchen im Krankenhaus und gerät in Verdacht, ihren Tod verursacht zu haben. Was hatte Mr. Halloran tatsächlich vor? Hatte er etwas mit dem Mord zu tun? C.J. Tudor versteht es in sehr großer Klarheit, die durch das Alter von Eddie - besonders 1986 - geprägt ist, die Geschichte um den Kreidemann aufzurollen; in der Ich-Perspektive geschrieben, springt die Handlung immer zwischen 1986 und 2016 hin und her, was die Spannung stetig steigert. Auch ein wenig typisch britischen und durchaus schrägen Humor konnte ich finden, wenn Ed etwa den Kater der Mutter betreuen soll, den "Hannibal Lector" unter den Katern.... Man lernt die Freunde Eddies kennen und die Familien, in denen sie aufwachsen: Fat Gav, Metal Mickey, Hoppo und Nicky, das einzige Mädchen der Gang. Was als Spiel begann, in dem man sich (jeder in der ihm eigenen Farbe) mit Kreidezeichen Nachrichten schreibt, sich trifft - wird zu einem Mordfall, als Kreidezeichen zu einem ermordeten Mädchen führen... Nach dem ersten Drittel nimmt die Geschichte immer mehr Fahrt an Spannung auf und es geht nicht nur um die Aufklärung des Mordes, sondern auch um persönliche Veränderungen, das Älterwerden, Demenz und Tod. Hier gefielen mir viele lebenskluge und teils philosophische Sätze, die die Autorin zuweilen in die Geschichte einbaut; zu Herzen geht die beginnende und stetig voranschreitende Demenz des Vaters von Ed - und sehr authentisch wird beschrieben, wie jener Vater immer mehr in die Welt des Vergessens abdriftet.... Thema ist aber auch das Kind in uns, das uns auch als Erwachsene auszeichnet: Ed war eher der Außenseiter der Gang, mochte keine Abenteuer und sammelte Schätze (Briefmarken, Modellautos, die er akribisch hortet, um "Herr über diese Sachen zu sein" - besonders nach dem Unfall auf dem Jahrmarkt. Ich fand den Protagonisten sowohl als 12Jährigen als auch als Erwachsener sympathisch - und den unvorhersehbaren Plot sehr gelungen; auch der klare und schnörkellose Schreibstil konnte mich durchaus begeistern. Fazit: Ein wirklich lesenswertes Début, das ich besonders Fans von subtiler Spannung empfehlen kann. Mich konnten Stil, Charaktere und die Tiefgründigkeit überzeugen und ich vergebe 4* und 90° auf der "Krimi-Couch" für das Début von C.J. Tudor - Ich hoffe, es wird noch mehr von ihr zu lesen sein!

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Stephen King: »Wenn Sie meine Bücher mögen, werden Sie auch dieses verschlingen.« Da ist was dran, Mr. King. Stimmung Zum einen ist es die schwärende Atmosphäre der unterschwelligen Beklemmung, die sich durch das ganze Buch zieht. Bisher hätte ich gesagt, diesen leisen Schrecken beherrscht King wie kein Zweiter, aber C.J. Tudor kommt – ganz ohne Horror! – sehr nahe dran an die Schreibe des Meisters. Ihr Schreibstil ist dicht und erzeugt lebendiges Kopfkino. Spannung Zum zweiten sind es bei King nicht die Monster, die den eigentlichen Horror ausmachen, sondern das, was sich die Menschen gegenseitig antun. Und beim “Kreidemann” ist es nicht nur der Mörder, der den Thriller mit Spannung füttert, sondern auch die hässlichen Geheimnisse der ganz normalen Kleinstadtbürger. Es ist über lange Passagen des Buches eine ruhige Spannung, die sich mehr durch die Gefühle und Ängste der Charaktere ausdrückt als durch dramatische Geschehnisse. Wobei ich nicht sagen will, dass es hier keine explizite Gewalt gibt – es gibt einen schockierenden Unfall, einen grausamen Mord, Mobbing, das sich aufschwingt zu einem abscheulichen Akt… Aber dennoch besticht der Thriller weniger durch Action als durch gut geschriebene Charaktere und psychologische Spannung. Charaktere Letztendlich schreibt C.J. Tudor, genau wie King, großartige kindliche und jugendliche Charaktere, die unglaublich lebensecht aus den Seiten springen. Trotz ihres Alters haben sie auch dunkle Seiten, können sogar grausam sein, sind aber dennoch keine kleinen Erwachsenen. Ihre kindliche Unschuld bricht sich an ihren Erlebnissen, zerbricht aber nicht vollends daran – zumindest nicht immer. Eddie Munster, Fat Gav, Metal Mickey, Hoppo und Nicky könnten den jungen Helden aus Kings “Es” die Hand reichen. Wie diese erleben sie als Kinder etwas Schreckliches, lassen es hinter sich und stellen als Erwachsene fest, dass der Schrecken noch nicht vorbei ist. (Allerdings hat der Schrecken hier nicht Übernatürliches.) Ich fand den Übergang zwischen den Zeitebenen sehr gelungen: in den erwachsenen Charakteren, auch wenn sie sich zum Teil sehr stark verändert haben, kann man immer noch die Kinder erkennen, die sie einmal waren. Der ‘Kreidemann’ aus dem Titel ist ein interessanter Charakter, der im Rückblick etwas rätselhaft bleibt, aber den ich dennoch gut gelungen fand. Logik / Auflösung Hier schwächelt der Thriller in meinen Augen: Zwar setzen sich am Schluss viele der im Laufe des Buches gesammelten Puzzleteilchen schlüssig zusammen, aber es geht auf einmal alles sehr schnell, falsche Fährten brechen jäh in sich zusammen… Das tatsächliche Mordmotiv ist meines Erachtens eher schwach. Das große Finale wirkte auf mich wie aus einem Film àla “Scream” oder “Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast” gegriffen – und damit klischeebehaftet. Die Glaubwürdigkeit wurde für mich letztlich leider überstrapaziert. FAZIT Eine Gruppe von Kindern folgt einer Reihe von Kreidebotschaften und findet die zerstückelte Leiche eines Mädchens. Obwohl ihr Kopf nie gefunden wird, scheint der Fall letztendlich aufgeklärt, und in den Jahren danach kehrt im Leben der Kinder wieder Normalität ein. Bis sie 30 Jahre später Post bekommen – ein Strichmännchen und ein Stück Kreide. Das Buch ist zwar kein Horror, wird aber dennoch nicht zu Unrecht mit den Büchern von Stephen King verglichen. Die Atmosphäre, die Art der Spannung, die Charaktere (besonders die jugendlichen), alles erinnert an seinen Stil, ohne jedoch ein Abklatsch zu sein. Das Ende hat meiner Begeisterung einen Dämpfer verpasst, dennoch ist es für mich immer noch ein unterhaltsames Buch, das man gut lesen kann.

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„ Literaturwerkstatt- kreativ“ / Blog stellt vor „ Der Kreidemann" (Hörbuch) von C.J. Tudor Sommer 1986 - Alderbury, Südengland Der 12-jährigen Eddie und seine Clique besuchen den Jahrmarkt. Dort ereignet sich ein schrecklicher Unfall. Ein Mädchen wird durch ein defektes Karussell schwer verletzt. Eddie rettet mit Hilfe von Mr. Halloran dem Mädchen das Leben. Dieser wird im nächsten Schuljahr Lehrer an Eddies Schule sein. Er leidet unter einer Pigmentstörung, landläufig als Albinismus bekannt. Eddie und Mr. Halloran begegnen sich nun immer mal wieder und der Lehrer bringt Eddie auf die Idee, durch Kreidezeichnungen der Clique Geheimbotschaften zukommen zu lassen. Fortan heißt Mr. Halloran bei den Kindern aufgrund seines Aussehens, als auch der Kreide wegen - nur noch der Kreidemann. Einige Zeit später werden Eddie und seine Freunde durch Kreidezeichen in den Wald gelockt. Dort finden sie das Mädchen vom Jahrmarkt, allerdings völlig zerstückelt und ohne Kopf. 30 Jahre später - Alderbury, Südengland Eddie lebt weiterhin in Alderbury und arbeitet dort als Lehrer. Er hat nur wenig soziale Kontakte, ist dem Alkohol sehr zugetan und somit sehr froh, mit Chloe eine nette Untermieterin zu haben, die seinem trostlosen Alltag ein wenig auffrischt. Eines Tages erhält Eddie einen verhängnisvollen Brief. Dieser enthält zwei Dinge, ein Stück Kreide und eine Skizze mit einem Strichmännchen darauf. Als zur gleichen Zeit auf mysteriöse Weise ein Mitglied der alten Clique ums Leben kommt, ahnt Eddie, dass im Sommer 1986 nicht alle Geheimnisse – so wie die Kinder damals geglaubt hatten – gelöst wurden. Fazit: Die Autorin C. J. Tudor gilt als eine der Neuentdeckungen unter den britischen Autoren. Jetzt ist ihr Thriller "Der Kreidemann" auch bei uns in Deutschland erschienen. Die Autorin hat ein sehr durchdachtes Erstlingswerk geschrieben. Sie baut den Spannungsbogen von der ersten Minute an auf und zieht ihn konsequent bis zum Ende durch. Das gelingt der Autorin vor allem durch die ständigen Zeitwechsel, einmal rückblickend in die Vergangenheit, dann wieder in die Gegenwart von Eddie und seiner Clique. Dieser Wechsel geschieht oft in den spannendsten Momenten und gibt dem Hörer immer nur peu à peu neue, oft geheimnisumwitterte Hinweise und Andeutungen. Dann gibt es auch immer wieder überraschende Wendungen, die ich so auch nicht erwartet hätte, was jedoch den Spannungsfaktor zusätzlich erhöht. Erst zum Ende hin ist es dann auch gruselig, ansonsten spielt Tudor eher mit psychologischen Effekten. Für mich persönlich wäre der „Kreidemann“ dann auch eher im Genre „Krimi mit Thriller-Elementen“ einzuordnen. Und genau diese Thriller-Elemente geben dem Ganzen die richtige Würze, - und natürlich die Stimme von Devid Striesow. Der mit seiner variablen Ausdrucksart und Bildsprache den einzelnen Akteuren richtig Leben einhaucht und somit den Schauerfaktor erheblich erhöht. Die Autorin hat Charaktere geschaffen die haargenau zur Geschichte passen, wunderbar ausgearbeitet sind – mit all ihren Ecken, Kanten und Verschrobenheiten. Allerdings waren sie mir allesamt nicht wirklich sympathisch. Gerade mit Eddie, Hauptperson der Geschichte, bin ich nicht wirklich warm geworden. Das tut der eigentlichen Geschichte aber überhaupt keinen Abbruch. Vielleicht ist dies von der Autorin auch genau so gewollt - wer weiß ? Ihr Debüt ist C. J. Tudor auf jeden Fall gelungen und ich hoffe Sie schreibt weiter ! Besten Dank an den Hörverlag für das Rezensionsexemplar.

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Rezi der Blutbraut zu C.J. Tudors Der Kreidemann. Als Hörbuch vom Randomhouse Verlag gestellt bekommen- danke hierfür. In den 80er hat sich die Clique um Eddie, Fat Gav, Metal Mickey, Hoppo und Nicky als Erkennungszeichen Kreidemännchen ausgedacht. In einer Zeit ohne Handys, wo Kinder noch in den Ferien den ganzen Tag draußen sind, geschieht ein Mord. Und die Jugendgruppe findet die Leiche im Wald. Kreidemännchen weisen den Weg. Kreidemännchen, welche die Gruppe für geheime Botschaften untereinander benutzen... In der anderen Zeitebene- 2016- erleben wir, wie es Eddie ergangen ist. Die Perspektiven ändern sich immer wieder und der Leser erfährt in Häppchen durch die Rückblenden immer mehr über die Zeit 1986. Es war sehr spannend zu erleben, wie die 12 jährigen Kinder ihre Zeit erlebt haben. Es geht um die Probleme von Schülern, und auch ihre Umwelt. Die Eltern sind zwar im Hintergrund, aber haben durchaus sehr wichtige Rollen, so ist zb. Eddies Mutter Ärztin, die Abtreibungen vornimmt, und vom Pfarrer dafür regelmäßig an den Pranger gestellt wird. Alle Figuren sind untereinander vernetzt, sind mit ihren Schicksalen auf irgend eine Art verwoben. Auch in der Gegenwart- 2016- erlebt Eddie plötzlich wieder aufregende Situationen, die sein sonst tristes Lehrerleben auf den Kopf stellen. Neue Kreidemännchen tauchen auf, und Eddie zweifelt an seinem Verstand... C.J. Tudor hat in Der Kreidemann geschickt 2 Zeitebenen verknüpft. Der Wechsel zwischen 1986 und 2016 geschieht of gerade in einem spannenden Moment und gibt dem Leser bröckchenweise neue Hinweise oder verwirrende Informationen. Mir hat das sehr gut gefallen, und auch wie überzeugend die Autorin ihre Charaktere geschaffen hat. Sie scheut sich auch nicht davor, den einen oder anderen Unsympath durch das Buch zu schicken. Der Kreidemann ist nicht nur ein Thriller, sondern setzt sich außerdem noch mit gesellschaftskritischen Themen auseinander. Dies geschieht aber nicht mit erhobenen Zeigefinger, sondern ganz geschickt, verbunden mit der Geschichte. Die Autorin setzt die Kindheits-, aber auch die Probleme der Erwachsenen gut in Szene, sodass sich der Leser an seine eigene Jugendzeit erinnert wird. Mich hat die Geschichte überzeugt, sie war vielleicht an der einen oder anderen Stelle leicht klischeehaft...aber doch voller interessanter Details und spannender Protagonisten. Das Ende war für mich unerwartet, und das ist für mich als Vielleser immer toll. Ich habe mir den Kreidemann als Hörbuch von Devid Striesow vorlesen lassen. Für Eddie und seine Bande passte Striesows Stimme sehr gut. Die Betonungen und verschiedenen Stimmen waren sehr gut. Mir gefiel Eddie als Erwachsener leider nicht so gut von der Stimme her, weil Striesows Art Eddie etwas naives und langsames gab. Aber sonst war es sehr angenehm und spannend zu hören. Die Blutbraut vergibt 4 Blutsterne

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Kreidezeichen

Von: Readaholic aus Trippstadt

17.07.2018

Im Alter von 12 Jahren erlebt Eddie einen Albtraum. Auf dem Jahrmarkt erlebt er hautnah einen schrecklichen Unfall mit, bei dem ein junges Mädchen verstümmelt wird. Zusammen mit Mr. Halloran, der, wie sich herausstellt, im nächsten Schuljahr an seiner Schule unterrichten wird, leistet Eddie erste Hilfe. Mr. Halloran erzählt ihm von Kreidezeichen, die er mit seinen Freunden in der Kindheit als Kommunikationsmittel verwendete. Eddie gefällt die Idee und er beginnt, mit seinen Freunden ebenfalls auf diese Weise zu kommunizieren. Eines Tages tauchen Kreidezeichen auf, die die Jungen direkt in den Wald zu einer Leiche führen... Schnell gerät Mr. Halloran als Verdächtiger ins Visier der Leute, doch Eddie weiß etwas, was die anderen nicht wissen, nur traut er sich nicht, darüber zu reden. 30 Jahre später, Eddie lebt inzwischen mit einer Untermieterin immer noch im Haus seiner Kindheit, tauchen wieder mysteriöse Kreidezeichen auf... Die Sunday Times lobte diesen Debütroman über den grünen Klee („Wenn Sie dieses Jahr nur ein Buch lesen – lesen Sie dieses!“), dieser Lobeshymne kann ich mich nicht ganz anschließen. Die Story liest sich flüssig und ist trotz einiger Längen spannend und auch durchaus humorvoll. Was ich nicht so mag, ist, wenn sich im Nachhinein vieles anders herausstellt, als es ursprünglich dargestellt wurde. Das Ende ist allerdings richtig gut gelungen. Auf jeden Fall ein unterhaltsamer Roman!

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Ein Thriller um den ein riesen Hype gemacht wird muss ich einfach lesen, um zu sehen, ob zu recht oder nicht. Hier kann man sagen, zu recht, aber mit einem kleinen Abzug und zwar sind mir die Protagonisten etwas zu oberflächlich geblieben, hier hätte mehr Tiefe noch mehr Spannung erzeugen können, die mir an ein paar wenigen Stellen etwas gefehlt hat. Der Plot entwickelt sich langsam und steigert sich dann parallel in zwei Erzählstränge die in den Jahren 1986 und 2016 angesetzt sind. Hier greifen die Erinnerungen und die Story ineinander, obwohl 30 Jahre dazwischen liegen. Diese Erzählweise ist der Autorin sehr gut gelungen. Es entstehen keine Unklarheiten trotz der Zeitspanne. Allerdings sind einige Passagen auch sehr widerlich zu lesen, wenn es z.B. um einige Unfälle und Taten geht. Aber auch das gehört zu einem guten Thriller. Sehr interessant fand ich den Charakter des Mr. Halloran, der einen Lehrer spielt der ... Mehr verrate ich besser nicht, aber vom ihm hätte ich gerne noch mehr gelesen im Plot. In einer Kleinstadt reichen Gerüchte und ein paar unklare Anspielungen, um ein Leben zu vernichten bzw. einen (unschuldigen?) Menschen in Verruf zu bringen. Dieser Sichtweise war hervorragend beschrieben und hält uns den Spiegel vor die eigene Nase. Was mir auch gefallen hat ist, wie C.J. Tudor die Clique beschrieben hat im Damals und wie sie sich in den 30 Jahren zu Erwachsenen im Heute entwickelt haben. Irgendwie hängt einem die Kindheit ein ganzes Leben lang nach. Das Ende war jetzt zwar nicht so überraschend, es passte, aber etwas zu übertrieben. Ein Thriller-Debüt das ich sehr gerne gelesen habe und weiterempfehlen kann. Ein passender Titel und ein tolles Cover, welches mich sofort angesprochen hat.

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Warum habe ich mich für das Buch entschieden? Ich habe das Buch immer wieder gesehen und dann war es in der Bücherei verfügbar. Cover: Das Cover ist super auffällig. Die Kreide und das Männchen passen zum Thema. Das rot-schwarz wirkt aggressiv. Inhalt: Ein dramatischer Zwischenfall auf einem Jahrmarkt sorgt dafür, dass Eddie den Kreidemann kennenlernt. Er zeigt Eddie, wie man mithilfe von Kreidemännchen geheime Botschaften verfasst. Die Gruppe hatte viel Freude daran, die Botschaften zu verwenden. Bis zu dem Tag, an dem sie zu einer Toten geführt werden. Handlung und Thematik: Die Handlung wirkte stark wie Stephen King’s Es. Eine Gruppe Menschen erlebte in der Kindheit/Teenager-Zeit ein dramatisches Erlebnis und werden von diesem in der Gegenwart wieder eingeholt. Anders als Bei Es (das Buch habe ich nach der Hälfte abgebrochen weils mir zu langatmig war) schafft es der Autor, dass das Buch nie langweilig wurde. Ich wusste bis zum Schluss nicht, wer der Mörder damals war und wer die Männer heute bedrohte. Das Ende war überraschend und gut. Das Buch zeigt gut, dass man sich nie sicher sein kann, einen Menschen wirklich zu kennen. Charaktere: Eddie war und ist eher ein Einzelgänger der nur wenige Menschen an sich ran lässt. Er wirkt verletzlich und in sich gekehrt. Er hat einen Hang zur Kleptomanie, war mir aber nicht wirklich unsympathisch. Seine Mitbewohnerin Chloe verpasste Eddies Leben etwas Abwechslung. Sie ist frech und direkt, das mochte ich von Anfang an bei ihr. Mr. Halloran wirkte wie der gute Onkel. Ich fand ihn toll, wurde aber zwischenzeitlich in meiner Empfindung verunsichert. Die anderen Charaktere waren auch gut, aber die drei eben beschriebenen mochte ich am meisten. Schreibstil: Die Geschichte wird in zwei Zeitzonen erzählt: früher (1986) und heute (2016). Die Stränge führten am Schluss zusammen. Die Autorin fand genau den richtigen Rhythmus. Die Handlung war fast pausenlos super spannend und mitreißend. Es gab einige Überraschungsmomente, die mich teilweise entsetzt haben. Das Buch lies sich leicht lesen und war gut verständlich. Persönliche Gesamtbewertung: Ich bin begeistert, C.J. Tudor ist eine ernst zu nehmende Konkurrentin für Stephen King! Ich kann sie jedem Stephen King und Thriller-Fan empfehlen und hoffe bald mehr von ihr lesen zu dürfen!

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