Leserstimmen zu
Der Kreidemann

C.J. Tudor

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Was für ein Buch

Von: Silvia aus Friedrichshafen

08.06.2018

Was für ein Buch, teilweiße dachte ich als Stephen King Fan, echt ich hätte ein King vor mir, und trotzdem brachte die Autorin ihr eigenes ich rein und kopiert Stephan King nicht. Die Zeitsprünge von 30 Jahren einmal die Geschehnisse von Eddie um seine Freunde in den 80er Jahren und dann die in der Gegenwart, die plötzliche Wendungen, die ich nicht erwartet hätte, bauen von der ersten Seite bis zum Schluss die Spannung auf ,verliert sich auch über das ganze Buch hinweg nicht, selbst am Schluss gelang es C.J nochmal mich zu überraschen. Meine Meinung her spielen Erinnerungen, in diesem Buche ein sehr große Rolle. Wie es ist, wenn man als 12 Jährigen von Erlebnisse eines Sommerers geprägt wird, man nicht vergessen kann, etwas Bestimmtes vergessen will und versucht Erinnerungen umzuschreiben, die einen dann doch wieder einholen. Auch die Demenz Krankheit Alzheimer kommt stark vor, Leben in der Vergangenheit Erinnerungen die verloren sind, verschwunden wie in ein schwarzen Loch. Zitat: „Mitsamt seinen Erinnerungen. Was wohl das Schlimmste war. Denn wer sind wir, wenn nicht die Summe unsere Erfahrungen, die Dinge, die wir im Leben angesammelt haben? Sobald uns die genommen werden, sind wir nur noch ein Haufen Fleisch, Knochen und Blutgefäße“ Und wiederrum wie es ist als angehöriger zu leben mit einen Alzheimerkranken wird thematisiert. Zitat: „Erinnern- vielleicht brachte das einen um“ Es war ein Buch das mich echt beeindruckt hat und bin gespannt was die Autorin noch so herausbringt.

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Eddie ist zwölf Jahre alt und hat eigentlich eine wunderschöne Kindheit. Er lebt in einem kleinen, überschaubaren Städtchen, seine Eltern lieben ihn und zusammen mit seinen Freunden stürzt er sich in Abenteuer. Doch als Eddie den Jahrmarkt besucht, ändert sich sein Leben für immer, denn ein Mädchen verunglückt schwer. Durch das Unglück lernt Eddie einen Lehrer kennen, der ihm von sonderbaren Kreidezeichnungen erzählt. Schließlich beschließen Eddie und seine Freunde, sich auch Nachrichten mit Kreide-Symbolen zu schreiben. Doch es scheint, als würden sich diese Symbole schon nach kurzer Zeit verselbständigen und führen Eddie und seine Freunde geradewegs zu einer Leiche...  Der Leser erlebt Eddie auch noch 30 Jahre nach dem Fund der Leiche und merkt schnell, dass dieser noch immer stark von den Ereignissen von damals gezeichnet ist. Hätte es diesen Tag in seiner Kindheit nicht gegeben, sähe sein Leben vielleicht anders aus und er wäre nicht ewiger Single und hätte vielleicht einen anderen Beruf als Lehrer erlernt. Während Eddie versucht, im Alltag den Erinnerungen zu entfliehen, tauchen plötzlich wieder die Kreidezeichen auf, die Eddie damals zu der Leiche führten...  "Der Kreidemann" - ein Krimi der mich unglaublich fesseln konnte, nicht nur durch den Schreibstil, der es dem Leser kaum möglich machte, das Buch aus der Hand zu legen, sondern auch wegen den Wendungen, die man als Leser unmöglich vorher sehen konnte. Vor allem in den letzten Seiten war die Spannung auf einem unfassbarem Niveau. Sowohl der Kindheits-Eddie als auch der Erwachsenen-Eddie sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich konnte ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen.  Das Buch ist, glaube ich, C. J. Tudors erster Krimi, konnte mich aber auf jeden Fall überzeugen. Wenn die Autorin ihr nächstes Buch in Deutschland veröffentlicht, werde ich mir das auf jeden Fall auch anschauen.  Meine Bewertung: 5/5

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Hüte dich vor dem Kreidemann

Von: Maren aus Clausthal-Zellerfeld

30.05.2018

Als Eddie zwölf war, fand er mit seinen Freunden eine Leiche im Wald. Kreidezeichnungen zeigten ihnen den Weg. 30 Jahre später geschehen in der kleinen Stadt in England wieder seltsame Dinge. Das rote Cover mit der Kreideschrift und dem kleinen Bindfadenmännchen fällt schnell ins Auge, und auch wenn es nicht drauf stehen würde, würde man das Buch als Thriller erkennen. Das Design spricht für sich. Erzählt wird dieser Thriller durch Eddie, den Ich-Erzähler, und dies gleich zweimal, so zu sagen. Einmal lernen wird Eddie als alleinstehenden Mann Anfang vierzig kennen und einmal als zwölfjährigen, Mitte der 80er Jahre. Nach und nach und zwischen den Zeiten wechselnd., erschließt sich einen die ganze Geschichte, die Eddie und dieses Buch zu erzählen haben. Da man nur Eddies Sichtweise auf Dinge und Menschen erfährt, bleiben auch seine Freunde und Familie stellenweise etwas blass, was der Geschichte aber keineswegs schadet. Dadurch erfährt man nur umso mehr über Eddie - seine Gedanken und Gefühle und wie er damit umgeht. Die Sprache ist angenehm und flüssig. Eddie als Erzähler färbt die Sprache und Ausdrucksweise dabei auf seine ganz eigne Art ein. Mal nüchtern, mal bildhaft und dabei sehr einnehmend. Auch verleihen die sprachlich gezeichneten Bilder der Geschichte manchmal etwas leicht unheimliches, gruseliges. Was mich nur noch mehr in die Welt dieses Buches hineingezogen hat, denn ich wollte ja wissen was hinter allem steckt und welche Geheimnisse es vielleicht noch zu entdecken gibt. „Der Kreidemann“ ist ein Thriller, der ohne Verfolgungsjagden und Schießereien auskommt, da er seine Leser viel eher auf eine tiefgründige Weise zu packen vermag. Mich hat das Buch von Anfang bis Ende gefesselt und in seinen Bann geschlagen.

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Die Hörbuchfassung wird einfühlsam, aber auch sehr lebendig mit wunderbaren Stimmnuancen von dem bekannten Schauspieler Devid Striesow vorgetragen, so dass ich ganz schnell „reinstes Kopfkino“ vor Augen hatte! Echt klasse! Achtung Spoiler: Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des zwölfjährigen Eddie, der mit einigen Freunden eine Jugendclique bildet. Um untereinander zu kommunizieren ohne dass jemand von außen ihre Zeichen versteht, bringen Eddie und Co. mit Kreide Symbole an bestimmten Stellen an. Einige Zeit macht es den Freunden richtig Spaß durch die Kreidezeichen Botschaften zu hinterlassen, doch das ändert sich schlagartig, als sie durch diese Kreidezeichnungen zur Leiche eines jungen Mädchens geführt werden... Im zeitlichen Wechsel geht es dann 30 Jahre vorwärts und Eddie meint die aufregende Zeit von damals hinter sich gelassen zu haben, doch dann meldet sich einer seiner damaligen Freunde bei ihm und will unbedingt mit seiner Hilfe ein Buch/Drehbuch über die Sache mit der Mädchenleiche schreiben und er behauptet, er kennt auch den wirklichen Mörder.... Spoiler Ende Neben Spannung und Grusel kommt auch eine gute Prise Humor hier auch zum Tragen, so dass man von Hörvergnügen pur sprechen kann. Fazit: Was für eine Kombination: C.J. Tudors spannende Debüt-Krimi-Vorlage, die wunderbar fesselnd und lebendig von Devid Striesow vorgetragen wird, so dass man Kopfkino pur präsentiert bekommt! Unbedingt anhören!

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Worum geht es? 1986. Die fünfköpfige Clique um den 12-jährigen Ed Adams genießt den Sommer in einer Kleinstadt in England. Alles scheint eine Idylle zu sein, bis mit Mr. Halloran - einem bleichen Mann mit heller Haut und hellem Haar - ein neuer Lehrer an der Schule anfängt und die Clique Zeuge eines fast tödlichen Unfalls auf dem örtlichen Jahrmarkt erlebt. Ein junges Mädchen wird fast von einem Karussell getötet. Eben jener Halloran lernt Ed auch die Kommunikation mittels Kreidezeichnungen. Ein toller Spaß für die Clique, bis plötzlich Zeichen auftauchen, die keiner von ihnen gezeichnet hatte. Als kurz darauf auch noch die Leiche eines jungen Mädchen ohne Kopf im Wald auftaucht, wird die Geschichte immer mysteriöser. 30 Jahre später, der junge Ed Adams ist mittlerweile erwachsen geworden, und unterrichtet selbst als Lehrer, hat er die Geschehnisse in seiner Jugend fast schon erfolgreich verdrängt, als er plötzlich eine Botschaft des Kreidemanns erhält. Und plötzlich holt ihn die Vergangenheit ein und er weiß, dass das Spiel noch nicht vorbei ist. Fazit Bereits zu Beginn der Geschichte, wir wechseln häufig zwischen der Vergangenheit von 1986 und der Gegenwart im Jahr 2016, findet man viele Parallelen zu einem großartigen Schriftsteller namens Stephen King. Eine Clique in einer Kleinstadt, eine seltsame auftauchende Person, eine Tote und zeitlichen Sprüngen von 30 Jahren. All das erinnert einen anfangs sehr an Romane wie Es oder Die Leiche von eben erwähnten Autor. Und doch schafft es Tudor plötzlich, der Handlungen ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Was nämlich gänzlich fehlt, sind brutale und sehr in die Tiefen gehende Schilderungen der Handlungen. Schnell schafft sie es dadurch eine fesselnde Spannung aufzubauen, die auch durch die vielen Abwechslungen der Zeiten, keinesfalls abreißt. Wer also denkt, alle sei sehr von den anderen Geschichten kopiert, der sollte sich hier nicht täuschen lassen. Denn mit fortschreitenden Schilderungen der Ereignisse, vor allem aus dem Jahr 1986, ist die Verwirrung um alle Geschehnisse immer größer. Worin besteht der Zusammenhang? Wer ist daran beteiligt? Spielt jemand der Protagonisten ein falsches Spiel? Je klarer eigentlich die Geschichte werden soll, desto undurchsichtiger und mysteriöser wird das Ganze. Viele Verdächtige, viele parallel zueinander stattfindende Ereignisse und immer im Vordergrund: seltsame Kreidezeichnungen. Wer oder was steckt hinter dem Kreidemann? Welches Spiel spielt der 12-jährige Ed in dem Ganzen? Je näher man der Auflösung kommt, desto weniger weiß man. Und das Beste kommt bekanntlich zum Schluss: Keine Angst, es handelt sich um keinen Spoiler, aber am Ende des Buches stellt man fest, das man eigentlich die Lösung schon längst hätte wissen können. Warum? Das müssen Sie schon selbst herausfinden. Alles in einem, ein wirklich überzeugender Debütroman, der mir persönlich wirklich gefallen hat, trotz der vielen - mittlerweile glaube ich auch von mir, oft genug erwähnten parallelen - und vor allem dank der Spannung lesenswert war.

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Da ich seit vielen Jahren ein Stephen King-Fan bin, war ich doch sehr neugierig auf C.J Tudor´s "Der Kreidemann", der ja mit den Stephen King-Büchern verglichen wird. Ich bin daher mit etwas falschen Erwartungen an das Buch herangegangen. Das hat sich aber erst etwas später herausgestellt. Bei King spielt ja meistens das Übernatürliche, Mysteriöse eine große Rolle, Dinge, die eigentlich nicht von dieser Welt sind. So in dieser Art beginnt "Der Kreidemann" auch und zwar auf eine sehr unterhaltende, spannende und fesselnde Art und Weise. Doch im Laufe des Buches stellt sich heraus, dass hier gar nichts mysteriös oder phantastisch ist, sondern es sich vielmehr um einen wirklich gelungenen und bodenständigen Thriller handelt. Diese Wendungen und neuen Sichtweisen sind es auch, die mich wirklich neugierig gemacht haben. Und die auch verantwortlich dafür sind, dass ich das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen habe. "Der Kreidemann" erzählt die Geschichte um Eddie... oder nein, eigentlich erzählt Eddie die Geschichte des Kreidemanns. Denn das Buch ist in der Ich-Form aus der Sicht von Eddie geschrieben. Beginnend im Jahr 1986, als Eddie noch ein 12jähriger Schuljunge war, mit Clique um sich herum und mit den Freuden, Sorgen und Ängsten, die dieses Alter eben mit sich bringt. Erst geschieht auf dem Jahrmarkt ein schreckliches Unglück, welches irgendwie die ganzen schaurigen und unheimlichen Geschehnisse nach sich zieht, die Eddie, seine Freunde, seine Eltern und eben die Menschen in der Gegend erleben. Dort auf dem Jahrmarkt war es auch, wo Eddie dem "Kreidemann" zuerst begegnet ist. Und von ihm auf die Idee mit den Kreidezeichen in Form von Strichmännchen als Botschaften gebracht wird. Die (mehr oder weniger) unbekümmerte Kindheit endet mit insgesamt 2 Todesfällen. Mord? Unglücke? Wer weiß! 30 Jahre später, Eddie ist ein alleinstehender, etwas seltsamer Mitvierziger, der immer noch im Haus seiner Kindheit lebt, kommen die ganzen Kindheitserinnerungen durch einen seltsamen Brief wieder hoch. Ein Brief, der ein Stückchen Kreide und eine Strichmännchenzeichnung enthält. Die Erzählung der Geschichte pendelt zwischen diesen beiden Zeiten - 1986 und 2016 - hin und her. Immer erzählt von Eddie selbst. Das hört sich erst mal verwirrend an, ist es aber überhaupt nicht. C.J. Tudor gelingt es wunderbar, mit jedem "Rücksprung" in die Kindheit von 1986 ein bisschen mehr Licht in die Geschehnisse der Gegenwart 2016 zu bringen... und ganz genau so auch umgekehrt. Der Leser erfährt immer mehr Einzelheiten, wird hin und wieder in die Irre geführt und zum Mitgrübeln animiert. Aber erst zum Ende hin erfährt man wirklich die ganze Wahrheit. Und die hat es in sich! Ganz ohne mystische Gegebenheiten sondern einfach so, wie das Leben eben manchmal spielt. Mit all seinen netten und widerlichen Charakteren, seinen familiären Besonderheiten und den gesellschaftlichen Umständen. Mir persönlich hat "Der Kreidemann" wirklich sehr gut gefallen. C.J. Tudor baut auch immer mal einen wirklich witzigen Satz/Passus ein, so dass ich auch trotz dunkler Geschichte immer mal herzhaft lachen musste. Der Aufgabe der Geschichte ist wirklich gekonnt und es war mir eine Freude, das Buch zu lesen!

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Meinung Von der ersten Seite an ein düsterer, undurchschaubarer und spannender Thriller. Das Buch fängt wahnsinnig spannend an und bleibt es tatsächlich bis zum Ende hin. Den Wechsel der Zeit fand ich super spannend. Die Geschichte beginnt bei Ed, der bereits erwachsen ist und ein nicht ganz so schönes Leben führt. Dann wird gewechselt in die damalige Zeit, wo Eddie noch ein kleiner Junge war und mit seinen Freunden gespielt hat. Alles passt ganz genau zusammen und die Spannung bleibt stets aufrechterhalten. Man findet sich am Anfang im Alltag von Eddie und seinen Freunden wieder, die Außenseiter sind und stets von anderen Jungen geärgert werden. Hier lassen sich auch wirklich schlimme Begebenheiten finden, die einfach nur traumatisierend für sie sind. Dieses Buch ist nicht einfach nur ein Thriller, es ist definitiv mehr. Hier findet man nicht einfach wahllose Horrorszenarien, hier lässt sich der alltägliche Wahnsinn nieder, der auch schon schlimm genug sein kann. Ich habe wirklich viele Emotionen erlebt. Wut, Trauer, Freude und Spannung sind nur ein Teil davon. Dieses Buch besitzt so viele berührende und auch kluge Stellen. Oft lässt sich auch totale Tiefgründigkeit finden. C. J. Tudor schreibt wahnsinnig flüssig und realitätsnah. Nichts ist total abgehoben oder unwirklich und könnte einfach so geschehen sein, was mich an dieser Geschichte noch mehr gefesselt hat. Überall lauern unerwartete und überraschende Wendungen und Momente, die ich nicht erahnen konnte. Einige Ereignisse kamen urplötzlich und bereiteten mir damit totalen Nervenkitzel. Aber auch Humor habe ich in dieser Geschichte gefunden, der auch nicht zu schwarz gewesen ist und somit wirklich gut in das Buch integriert wurde. Bis zum Schluss konnte ich tatsächlich nicht erahnen, wer hinter dem Kreidemann steckt. C. J. Tudor hat einem immer wieder versteckte Informationen zugeworfen, enttarnen konnte ich ihn jedoch nicht. Das Ende war dann noch einmal total schaurig und brachte das Buch zum Höhepunkt. Fazit Ein wahnsinnig spannender, genialer, geistreicher und nervenaufreibender Thriller. Ein wirklich gelungenes Debüt von der Autorin C. J. Tudor, welches man als Liebhaber für Thriller unbedingt gelesen haben muss!

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Es ist das Thrillerdebüt einer jungen Blondine aus Nottingsham und es sorgte bereits 2017 im englischen Sprachraum für Aufsehen - C. J. Tudor ist der weibliche Pendant zu Stephen King. Der Kreidemann erinnert schon sehr stark an "ES" oder "Die Leiche" vom Thriller-König, aber genau deswegen liebe ich dieses Buch so. Der Schreibstil ist atmosphärisch und es macht richtig Spaß in die 80er Jahre und die Kindheitserinnerungen von Eddie einzutauchen. Die Clique von etwas verkorksten Kindern ist sympathisch. Hier hat jeder so seine Fehler und Macken, private Probleme zu hause oder in der Schule. Jedes der Kinder trägt ein Geheimnis in sich, die alle am Ende aufgelöst werden und teilweise wirklich überraschend und schockierend sind. Eddie zum Beispiel hat eine Sammelleidenschaft und später auch ein deutliches Alkoholproblem. Beides sorgt für so einige spannende Situationen. Der Kreidemann ist definitiv kein klassischer Thriller wie die Bücher von Ethan Cross oder Cris Carter. Es fehlen brutal beschriebende Morde und ein sadistischer Serienkiller der aussieht wie ein Hollywoodstar. Aber genau das macht dieses Buch so einzigartig und faszinierend. Die Charakter sind unperfekt und so gar nicht gewöhnlich, und das ist erfrischend. Die Autorin gibt hin und wieder kleine Hinweise zur Auflösung des Mordes, aber komplett durchschaut habe ich alles erst auf den letzten Seiten. Man stellt während des Lesens viele Theorien auf und streicht sie danach auch gleich wieder, und genau dieses eifrige mitdenken macht für mich einen guten Thriller aus. Er muss undurchschaubar und überraschend sein, aber auch eine düstere Stimmung verbreiten. C. J. Tudor ist mit einem Schlag zu meiner neuen Lieblings-Thriller-Autorin geworden. Ich freue mich jetzt schon auf ihr nächstes Werk. Mein Fazit Ein atmosphärischer und düsterer Thriller, der mit faszinierenden Charakteren und überraschenden Wendungen überzeugt. Man möchte dieses Buch nicht mehr zur Seite legen. 5/5 Sternen

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