Leserstimmen zu
Streetkid

Jimmy Kelly, Patricia Leßnerkraus

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Wer Jimmy Kelly schon etwas länger verfolgt, weiß, dass er und seine Familie als Straßenmusiker groß geworden sind - einen passenderen Titel als "Streetkid" hätte das Buch also nicht haben können.  Jimmy erzählt offen und ehrlich über sein Leben nach der Kelly Family. Sein Vater ist verstorben und vom Erbe ist nichts zu sehen, was einen teilweise heftigen Streit zwischen ihm und seinen Geschwistern auslöst. Pleite und in Sorge um seine inzwischen eigene Familie, entscheidet sich Jimmy wieder zur Straße zurück zu kehren - wieder von ganz vorne anzufangen. Nun könnte man meinen, kein Problem für Jimmy, hat er doch Jahrzehnte nichts anderes gemacht, doch so ist es nicht. Es kostet ihn einiges an Mut und Überwindung, alleine in der Fußgängerzone zu stehen und zu singen. Er zieht von Stadt zu Stadt und durchlebt dabei Höhen und Tiefen. Wiederholt lernt er Menschen aus den unterschiedlichsten Schichten kennen, muss um den besten Platz der Stadt kämpfen oder wird von der Polizei und dem Ordnungsamt verjagt. "Zum Abschied sagte er zu mir "Jimmy, ich habe sehr viel Respekt vor dem, was du jetzt tust!" Ich kann kaum in Worte fassen, wie wichtig mir dieser Satz bis heute ist" Das für mich Besondere an dem Buch sind die wunderschönen Momentaufnahmen von Jimmy und seiner Zeit auf der Straße. Sie verdeutlichen das Geschriebene und machen das Buch zu einem einzigen Erlebnis. Fazit: Eine absolut authentische Biografie, die mich als Leser tief in Jimmys Gedanken- und Gefühlswelt hat blicken lassen. Vielen Dank dafür!

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Streetkid

Von: Sheena

03.06.2017

Jimmy Kelly Mitglied der berühmten und erfolgreichen Familienband "The Kelly Family" der 90iger Jahre, erzählt nun in diesem Buch sein Leben NACH der Kelly Family. Der Vater war gestorben, an das Erbe war fürs erste kein rankommen, er brauchte dringend Geld für sich und seine kleine Familie. Da besinnt er sich an die Anfänge der Kelly Family zurück und geht mit Gitarre und Verstärker zurück auf die Strasse um sein Geld zu verdienen. Als großer Fan der Kelly Family fieberte ich der Veröffentlichung dieses Buches sehr entgegen und kaum hielt ich es in meinen Händen, zack da hatte ich es kurze Zeit später wieder beendet. Der Leser erfährt einiges aus dem Strassenleben von Jimmy wo man vorher noch nicht unbedingt wusste oder es an einem in der schnelllebigen Zeit vorrüber ging. Das Buch enthält tolle Momentaufnahmen und die passenden sowie emotionalen Worte von Jimmy treffen einen direkt ins Herz. Jimmy lernt in all der Zeit vielen Menschen mit ihren einzigartigen Geschichten kennen und mit dem ein oder anderen verbindet ihn auch heute noch eine Freundschaft. Natürlich hatte Jimmy Kelly auch Momente gehabt, wo er mit sich und der Welt im unreinen war. er ist wütend auf seinen Vater der nichts via Testament geregelt hat und sauer auf seine Geschwister, die seinen Anteil nicht rausrücken. Natürlich hätte man von Jimmy Kelly jetzt auch mehr Direktheit gewünscht, wer denn der besagte Bruder war, der ihm keinen Einblick in die Finanzbücher geben wollte und wer mit wem hinter seinem Rücken mauschelte und dadurch immer auf andere Seiten wechselte. Aber ich denke, so ist es auch voll ok, wenn man daraus im Nachinein keine größere Lawine ins rollen bringen wollte. Zwischen durch erzählt Jimmy auch immer wieder von ihren Topzeiten und dem großen Ruhm. Mit diesem Buch regt der Autor seine Leser zum nachdenken an, man sieht so manches aufeinmal mit ganz anderen Augen. Natürlich gab es auch Momente wo ich herzhaft lachen musste, aber auch Momente des weinens war dabei. Zazit: Eine absolute Leseempfhelung, nicht nur unbedingt für Kelly Fans gedacht. Wer einen kleinen chronologischen Einblick in das harte und nicht sehr leichte Strassenleben von Jimmy Kelly werfen möchte, der sollte sich dieses Buch unter keinen Umständen entgehen lassen.

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Ich war total gespannt auf dieses Buch von Jimmy Kelly. Ich muss gestehen, dass ich aufgrund des Titels „Streetkid“ etwas anderes erwartet habe, mehr Informationen über die Kindheit von Jimmy. Dieses Buch setzt aber da an, wo der große Erfolg der Kelly Family aufhört, dort, wo die Familie musikalisch auseinander geht und jeder seinen eigenen Weg sucht. Ab und an werden auch Anekdoten eingestreut, aber hauptsächlich geht es um die Zeit, in der Jimmy versucht, seinen eigenen Weg zu gehen und seine kleine Familie zu ernähren. Auch wenn Jimmy das Buch zusammen mit einer Autorin, Patricia Leßnerkraus, geschrieben hat, so haben sie es gemeinsam geschafft, den unverwechselbaren Ton von Jimmy einzufangen. Wer schon einmal auf einem seiner Konzerte war, und ihn erzählen gehört hat, der hört auch bei dem, was man in diesem Buch liest, Jimmys Stimme heraus. Das fand ich unheimlich schön, denn gerade bei Biografien, die von anderen (mit)geschrieben werden, hat man es auch oft, dass man die eigentliche Stimmfarbe nicht mehr heraushört, sondern das Gefühl hat, dass da ein Fremder erzählt. „Aus dir wird mal was“, sagte eine ältere Damen mit einem kleinen Hund im Arm zu mir. […] Während des Songs lachte ich innerlich und dachte: „Aus mir war mal was geworden.“ Zitat aus dem Vorwort In kurzen Episoden aus den verschiedenen Städten, in denen Jimmy auf der Straße aufgetreten ist, erzählt er davon, wie er aus den großen Konzerthallen wieder auf die Straße zurück ist. Jimmy berichtet sehr offen von der Angst davor, zu versagen, davor, dass ihn vielleicht niemand hören will. Er berichtet, wie er zu Beginn keine besonders großen Einnahmen auf der Straße generieren konnte und die Familie von der Hand in den Mund leben musst, teilweise nicht wusste, wie sie die Miete bezahlen sollten. Er berichtet aber auch davon, welche großartigen Freundschaften mit anderen Künstlern sich auf der Straße ergeben haben, dass er viel Unterstützung erfahren hat. Ich bin beeindruckt, wie offen Jimmy Kelly über seine Gefühle schreibt, sich nicht zu schade ist, zuzugeben, dass auch er Angst hat. Ich muss gestehen, dass mich diese Teile des Buches am meisten berührt haben. Man denkt doch automatisch, dass Menschen, die auf den großen Bühnen dieser Welt von tausenden, hunderttausenden von Menschen „angehimmelt“ werden, auch ein riesen Selbstbewusstsein haben. Dass dem nicht so ist, macht auch diese Menschen sehr menschlich. Richtig gut gefallen hat mir, dass Jimmy nicht mit irgendjemandem „abrechnet“ in diesem Buch. Man hört, gerade bei Jimmy, wenn man die Kelly Family über das Internet so ein bisschen verfolgt, doch ab und an den einen oder anderen sehr kritischen Ton heraus. Ich finde das auch richtig, denn es ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, in keiner Familie, aber öffentliche Abrechnungen sind einfach unwürdig. Das Buch ist durchaus nicht weichgespült, aber die kritischeren Anmerkungen, die er macht, wirken dennoch sehr wertschätzend und durchdacht. Ich kann für mich sagen, dass ich nach der Lektüre dieses Buches sehr viel Respekt gegenüber dem Menschen Jimmy Kelly empfinde. Da scheint jemand, trotz Fehler, die wir alle machen, das Herz am rechten Fleck zu haben. Untermalt werden die Erlebnisse von wirklich schönen Fotos von Thomas Stachelhaus, der die Kelly Family durch viele Jahre begleitet hat und auch Jimmys Straßenkonzerte in eindrucksvollen Bildern eingefangen hat. Von mir gibt es 5 Sterne für einen offenen Lebensbericht, der zeigt, dass es nicht verwerflich ist, auch ab und an auch an sich zu zweifeln und Angst zu haben. Man muss nur zusehen, dass man weitermacht und wieder auf die Beine kommt.

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Vielen Dank an den Heyne Verlag und das Bloggerportal für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares :) Inhalt/Klappentext: In den Neunzigerjahren füllen Jimmy Kelly und seine Geschwister die größten Hallen und Stadien Deutschlands, verkaufen mehrere Millionen CDs und verdienen ein Vermögen. Doch der Erfolg hat seinen Preis: Der "Family" muss sich jeder unterordnen. Erst nach dem Tod des Vaters, der innerhalb der Familie die Fäden feset in der Hand hielt, schafft Jimmy Kelly den Ausstieg aus der Familienband - und steht vor dem Nichts, ein Erbe ist nicht in Sicht. In seiner Not besinnt er sich auf seine Wurzeln und wagt sich allein zurück auf die Straße. Schonungslos ehrlich, menschlich und sehr persönlich erzählt Jimmy Kelly, wie er als einfach Straßenmusiker aus seiner größten persönlichen Krise zu seiner wahren Berufung und endlich zu sich selbst findet. Mein Fazit: Für mich als riesen großer Kelly-Fan seit über 20 Jahren, war das Buch von Jimmy Kelly natürlich ein Muss. In diesem Buch berichtet er so offen und ehrlich wie noch nie über sein Leben als Straßenmusiker und Familienvater mit großen Geldproblemen. Die vielen Momentaufnahmen und die emotionalen, wie auch humorvollen Worte von Jimmy, berühren das Herz jeden Lesers. Man kann mit ihm Lachen und Weinen. Das Buch regt außerdem sehr zum Nachdenken an und man sieht danach einiges mit ganz anderen Augen. In all den Jahren als Straßenmusiker, lernte Jimmy viele Leute kennen, die ihm in Notsituationen zur Seite standen. Andere widerum machten ihm das Leben schwer. Jedoch konnte Jimmy aus allen Situationen, die er auf der Straße erlebt hatte, etwas für sein Leben lernen. Ich kann dieses Buch, mit ganzem Herzen, als eines meiner Jahreshighlights empfehlen. Natürlich empfehle ich es nicht nur den Fans der Kelly Family, sondern auch Lesern die sich einen Einblick in das harte Leben eines Straßenmusikers nicht entgehen lassen möchten. Von mir gibt es wohlverdiente 5 von 5 Sternen!

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