Leserstimmen zu
Der Himmel gehört uns

Luke Allnutt

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Emotional und tiefgründig

Von: Libertynyc

16.12.2018

Ein sehr emotional bewegende Geschichte, bei der es nicht nur um die Krankheit des Kindes, sondern auch um die Eltern geht. Ich finde der Autor hat hier sehr intensiv die Gefühlswelt der Eltern beschrieben, wie jeder unterschiedlich mit der Situation umgeht. Auch sieht man wie sich die beiden dadurch entzweien. Für mich ein sehr authentischer tiefbewegender Roman, der sich ganz toll liest.

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Ohne Taschentücher... ...geht hier gar nichts! Mit diesem Buch, habe ich ein ziemlich emotionales Buch erwischt. Ein Buch, für das ich tatsächlich einige Taschentücher brauchte. Gerade, wenn es um kranke Kinder geht fließen bei mir Tränen. Denn genau darum geht es in diesem Roman. Also, wenn du mal wieder so richtig weinen möchtest, dann nimm dieses Buch in die Hand. Aber Vorsicht, du legst es erst wieder weg, wenn du es ausgelesen hast. Das Buch Rob und Anna passen zusammen wie Puzzleteile. Das einzige Glück, das ihnen noch fehlt, ist ein Kind. Nach mehreren Fehlversuchen, werden die Beiden mit einem kleinen Jungen belohnt. Jack ist das perfekte I-Tüpfelchen. Der kleine Mann liebt den Himmel, die Weite und hohe Wolkenkratzer, weil er von dort alles überblicken kann. Doch lange soll das Glück nicht bestehen. Bei Jack wird ein Tumor diagnostiziert. Und Rob versucht alles, damit sein kleiner Junge überlebt. Dabei setzt er alles in Bewegung. Allerdings leidet darunter auch seine Beziehung zu Anna, Rob's großer Liebe.  Was ich gelesen habe Rob erzählt die Geschichte aus seiner Sicht. Der Anfang dieses Roman kam mir erst etwas zögerlich, etwas verwirrt vor. Denn Rob sitzt in einer Bar und lässt sich volllaufen. Aber dann löst sich der Knoten und Rob erzählt wie er Anna kennengelernt hat und wie sie eine Familie gründeten. Welche Hürden sie genommen haben, um zu ihrem Glück zu gelangen. Und dann der Tiefschlag, der ihren kleinen Jungen aus dem Leben zu reißen droht. Rob versucht alles, um seinen Fünfjährigen zu retten. Und Anna? Aus der Sicht von Rob scheint sie sich zurück zu ziehen. Doch ist sie, in der Geschichte, die Starke. Der Spannungsbogen ist gekonnt aufgebaut. Ein solch emotionales Buch, habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Der Autor beschreibt das Unabwendbare so gekonnt, dass man fast den Verdacht bekommen kann, er hat es selber durchlebt. Obwohl dieser Roman ein Debüt ist, bin ich davon überzeugt, dass dieser Autor noch einige gute Romane schreiben wird. Es ist das Erstlingswerk von Luke Allnutt und ich freue mich schon darauf, mehr von diesem Schriftsteller zu lesen. (Ein zweiter Roman ist schon in Arbeit!) Dieser Roman hier, braucht aber auf jeden Fall eine große Portion Taschentücher.

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Es sind schon wirklich viele Bücher auf dem Markt erschienen, welche den Umgang mit einer schweren Krankheit behandeln. Ich habe noch nie ein solches Buch gelesen, bis jetzt. Denn als ich dieses Buch in dem Newsletter des Bloggerportals sah und die Beschreibung las konnte ich nicht anders als dieses Buch anzufragen. Und jetzt nach dem ich es gelesen habe, bin ich froh und dankbar dafür, denn es ist ein absolutes Jahreshighlight. Rob und Anna sind füreinander die große Liebe, weshalb die beiden heiraten und beschließen ihr Glück mit einem Kind zu verdoppeln. Und so kommt Jack auf die Welt. Er ist das absolute Wunschkind der beiden und nichts ist ihnen wichtiger als der Kleine. Leider währt dieses Glück nicht allzu lange, denn Jack ist unheilbar krank. Er leidet an einer unheilbaren Krebsart, die ihn leider nicht mehr lange am Leben lassen wird. Und mit dieser Diagnose beginnt der Kampf um die Liebe und das Leben. Wir lesen in dieser Geschichte von einer glücklichen, humorvollen und bodenständigen Familie, welche immer füreinander da ist und zusammenhält. Das Glück der dreien könnte nicht größer sein, denn Jack verbringt viel Zeit mit seinen liebevollen Eltern, die sich sehr gut um ihn kümmern. Sie bringen ihm viel bei, er hat liebe Freunde und ist ein sehr kluger und raffinierter kleiner Junge. Die Diagnose, welche die Eltern erhalten, die ihnen sagt das sie ihren Sohn nicht aufwachsen sehen werden, wirft das ganze um. Natürlich kümmern Rob und Anna sich weiterhin, wenn nicht sogar noch sehr viel mehr um Jack und verbringen so viel Zeit wie möglich mit ihm. Aber während Rob der ist, der gerne um seinen Sohn kämpfen würde und alles dafür tun würde, dass er am Leben bleibt, ist Anna die starke, welche ihrem Sohn eine schöne restliche Zeit geben möchte. Diese Meinungsverschiedenheit der beiden zehrt natürlich sehr an ihrer Ehe und ihrer Liebe, da der eine den anderen nicht wirklich verstehen kann. Und dann entdeckt Rob auch noch eine ominöse Klinik, welche verspricht diesen Krebs heilen zu können. Mehr möchte ich euch zu dem Inhalt nicht verraten, denn diesen Disput, welchen die beiden miteinander austragen muss man einfach selbst lesen und begleiten. Denn natürlich bildetet man sich während dem lesen seine eigene Meinung und man frägt sich: „Wer wäre ich? Anna oder Rob?“. Die Geschichte regt einen somit sehr zum denken an und zieht einen leicht hinunter, da man doch dauerhaft hofft: „Bitte, lass mir sowas nicht passieren.“ Jedoch öffnet es einem auch die Augen, denn wie oft weint man selbst wegen kleinen Verletzungen und ist genervt von etwaigen Arztbesuchen? Oft, zumindest ist das bei mir so. Und das Buch hat mir mit auf den Weg gegeben öfters mal an die Schwerkranken Menschen zu denken, die viel lieber einen entzündeten Zahn hätten über den manche klagen, als Krebs. Dieses Buch war Luke Allnutts Debüt-Roman, was man auf keiner einzigen Seite gemerkt hat. Denn er schreibt so bedacht, ruhig, interessant und überaus spannend, dass man denkt es wäre sein zehntes Buch. Ich hatte wirklich nicht gedacht, dass in dieser Geschichte ein Spannungspegel stecken würde, da ich mir sicher war ich wüsste wie die Geschichte ausgeht. Jedoch war ich mir nach der Hälfte des Buches dann doch nicht mehr so sicher. Der Schreibstil war somit, da er alles enthalten hat, was ein gutes Buch für mich enthalten muss, perfekt. Ich konnte mir den kleinen Jack, genau wie alle anderen Charaktere, so real und bildlich vorstellen, dass ich nicht nur einmal tränen in den Augen hatte. Das ganze Setting/die ganze Welt, die der Autor erschaffen hat, war für mich als Leser zugänglich. Es war als wäre ich selbst in der Geschichte. Man spürt jede Emotion der dreien in dem Moment, in dem man sie liest, also man fiebert mit, man weint mit, man lacht mit und man ist auch mit ihnen wütend. Also wie gesagt: Man fühlt sich so, als würde es einem selbst widerfahren, so als wäre man Rob oder Anna. Für mich war dieses Buch eine Offenbarung. Eine nackte, schonungslose und tief berührende Geschichte vom Unglück, aber auch Glück. Sie war wundervoll, herzzerreißend und fantastisch erzählt. Für mich ein Buch, dass ich nie wieder aus meinem Kopf freilassen kann, es wird mich für immer begleiten. Ein Muss für jeden Buchliebhaber.

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Ohne Taschentücher... ...geht hier gar nichts! Mit diesem Buch, habe ich ein ziemlich emotionales Buch erwischt. Ein Buch, für das ich tatsächlich einige Taschentücher brauchte. Gerade, wenn es um kranke Kinder geht fließen bei mir Tränen. Denn genau darum geht es in diesem Roman. Also, wenn du mal wieder so richtig weinen möchtest, dann nimm dieses Buch in die Hand. Aber Vorsicht, du legst es erst wieder weg, wenn du es ausgelesen hast. Das Buch Rob und Anna passen zusammen wie Puzzleteile. Das einzige Glück, das ihnen noch fehlt, ist ein Kind. Nach mehreren Fehlversuchen, werden die Beiden mit einem kleinen Jungen belohnt. Jack ist das perfekte I-Tüpfelchen. Der kleine Mann liebt den Himmel, die Weite und hohe Wolkenkratzer, weil er von dort alles überblicken kann. Doch lange soll das Glück nicht bestehen. Bei Jack wird ein Tumor diagnostiziert. Und Rob versucht alles, damit sein kleiner Junge überlebt. Dabei setzt er alles in Bewegung. Allerdings leidet darunter auch seine Beziehung zu Anna, Rob's großer Liebe.  Was ich gelesen habe Rob erzählt die Geschichte aus seiner Sicht. Der Anfang dieses Roman kam mir erst etwas zögerlich, etwas verwirrt vor. Denn Rob sitzt in einer Bar und lässt sich volllaufen. Aber dann löst sich der Knoten und Rob erzählt wie er Anna kennengelernt hat und wie sie eine Familie gründeten. Welche Hürden sie genommen haben, um zu ihrem Glück zu gelangen. Und dann der Tiefschlag, der ihren kleinen Jungen aus dem Leben zu reißen droht. Rob versucht alles, um seinen Fünfjährigen zu retten. Und Anna? Aus der Sicht von Rob scheint sie sich zurück zu ziehen. Doch ist sie, in der Geschichte, die Starke. Der Spannungsbogen ist gekonnt aufgebaut. Ein solch emotionales Buch, habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Der Autor beschreibt das Unabwendbare so gekonnt, dass man fast den Verdacht bekommen kann, er hat es selber durchlebt. Obwohl dieser Roman ein Debüt ist, bin ich davon überzeugt, dass dieser Autor noch einige gute Romane schreiben wird. Es ist das Erstlingswerk von Luke Allnutt und ich freue mich schon darauf, mehr von diesem Schriftsteller zu lesen. (Ein zweiter Roman ist schon in Arbeit!) Dieser Roman hier, braucht aber auf jeden Fall eine große Portion Taschentücher.

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Ich konnte keinen besseren Titel für meine Rezension wählen, als "Der Himmel gehört uns", denn er erscheint äußerst passend, um die beinhaltenden Begebenheiten zu beschreiben. Um sich auf das Buch einlassen zu können, muss dem Leser / der Leserin bewusst sein, dass es ein sehr schweres und erdrückendes Thema ist, welches der Autor Luke Allnut hier verarbeitet. Für mich als Mutter war es zum Teil sehr hart, Teil von Trauer und Hoffnungslosigkeit zu werden, dennoch strahlt diese Geschichte auch ganz viel Liebe und Wertschätzung aus, sodass es sich mit einem weinenden Auge und einem lachenden Auge lesen lässt. Es ist der Krebs, der Eltern entzweit. Die gemeinsamen Wege trennen sich durch die Erkrankung von Jack und Heilung erscheint nicht möglich. Wie sollen sich Eltern damit abfinden können? Rob kann sich nicht damit abfinden, sein Kind aufzugeben und lässt sich dadurch auf Suggestion hervorgerufen durch ein Internetportal ein, wobei er seine Frau nicht miteinbezieht, sondern mit dem Kopf durch die Wand möchte. Ich kann ihm keine Schuld zuweisen, denn ich denke der kleinste Strohhalm ist es, an den Eltern sich klammern, um ihr Kind zu retten. "Der Himmel gehört uns" hat viele schöne Facetten, beinhaltet aber auch sehr viel Drama und Schmerz. Es ist authentisch und hat mich mehrfach mitgerissen in den Sog der Angst um das einzige Kind und die Trauer darüber, es verlieren zu können. Wer sich darauf einlassen kann, wird ein ganz besonderes Buch lesen, dessen Grundstimmung zwischendurch zwar überfordert, aber eben auch einzigartig geschrieben wurde. Für mich war es das erste Buch in dieser Art und ich kann nicht sagen, ob ich mich dem noch einmal stellen würde, denn Elternschaft beinhaltet immer Ängste um seine Kinder und ich vermute einfach, dass sich viele, wie es eben auch im Buch beschrieben ist, an Hoffnung klammern und daher auch völlig verrückte Wege gehen, um das Leben ihres Kindes zu erhalten. Es ist der Alptraum jeder Eltern sein Kind gehen lassen zu müssen und in "Der Himmel gehört uns" wird dies relativ schnell deutlich. Ich möchte gerne eine Leseempfehlung geben, da ich die Story als sehr authentisch empfunden habe und auch wenn mein Wunsch nach einem Happy End sich nicht erfüllt hat, hat es mich anders erschüttert als erwartet, denn nicht nur die Krebserkrankung steht hier im Vordergrund, sondern auch die Ehe, der Arbeitsplatz und das, was man aufzugeben bereit ist, um sein Kind zu retten. Die Story war nicht einen Moment lang blass oder oberflächlich, sondern so geschrieben, als würde sie mich selbst betreffen und das empfand ich als sehr gelungen. Ich konnte mich weder mit Anna, noch mit Rob identifizieren, dennoch sind sie Eltern und das ist, was letztendlich überwiegt.

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Ich konnte keinen besseren Titel für meine Rezension wählen, als "Der Himmel gehört uns", denn er erscheint äußerst passend, um die beinhaltenden Begebenheiten zu beschreiben. Um sich auf das Buch einlassen zu können, muss dem Leser / der Leserin bewusst sein, dass es ein sehr schweres und erdrückendes Thema ist, welches der Autor Luke Allnut hier verarbeitet. Für mich als Mutter war es zum Teil sehr hart, Teil von Trauer und Hoffnungslosigkeit zu werden, dennoch strahlt diese Geschichte auch ganz viel Liebe und Wertschätzung aus, sodass es sich mit einem weinenden Auge und einem lachenden Auge lesen lässt. Es ist der Krebs, der Eltern entzweit. Die gemeinsamen Wege trennen sich durch die Erkrankung von Jack und Heilung erscheint nicht möglich. Wie sollen sich Eltern damit abfinden können? Rob kann sich nicht damit abfinden, sein Kind aufzugeben und lässt sich dadurch auf Suggestion hervorgerufen durch ein Internetportal ein, wobei er seine Frau nicht miteinbezieht, sondern mit dem Kopf durch die Wand möchte. Ich kann ihm keine Schuld zuweisen, denn ich denke der kleinste Strohhalm ist es, an den Eltern sich klammern, um ihr Kind zu retten. "Der Himmel gehört uns" hat viele schöne Facetten, beinhaltet aber auch sehr viel Drama und Schmerz. Es ist authentisch und hat mich mehrfach mitgerissen in den Sog der Angst um das einzige Kind und die Trauer darüber, es verlieren zu können. Wer sich darauf einlassen kann, wird ein ganz besonderes Buch lesen, dessen Grundstimmung zwischendurch zwar überfordert, aber eben auch einzigartig geschrieben wurde. Für mich war es das erste Buch in dieser Art und ich kann nicht sagen, ob ich mich dem noch einmal stellen würde, denn Elternschaft beinhaltet immer Ängste um seine Kinder und ich vermute einfach, dass sich viele, wie es eben auch im Buch beschrieben ist, an Hoffnung klammern und daher auch völlig verrückte Wege gehen, um das Leben ihres Kindes zu erhalten. Es ist der Alptraum jeder Eltern sein Kind gehen lassen zu müssen und in "Der Himmel gehört uns" wird dies relativ schnell deutlich. Vorsicht SPOILER! Ich möchte gerne eine Leseempfehlung geben, da ich die Story als sehr authentisch empfunden habe und auch wenn mein Wunsch nach einem Happy End sich nicht erfüllt hat, hat es mich anders erschüttert als erwartet, denn nicht nur die Krenserkrankung steht hier im Vordergrund, sondern auch die Ehe, der Arbeitsplatz und das, was man aufzugeben bereit ist, um sein Kind zu retten. Die Story war nicht einen Moment lang blass oder oberflächlich, sondern so geschrieben, als würde sie mich selbst betreffen und das empfand ich als sehr gelungen. Ich konnte mich weder mit Anna, noch mit Rob identifizieren, dennoch sind sie Eltern und das ist, was letztendlich überwiegt. ★★★★★ (4,5 Sterne)

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"Der Himmel gehört uns" ist der Debütroman des britischen Journalisten und Autoren Luke Allnutt und hat mich vor allem aufgrund der Thematik interessiert. Schon der Klappentext macht deutlich: Leichte Kost ist dieser Roman sicher nicht. Denn es geht um die furchtbarste Krankheit unserer Zeit und gleichzeitig um das Schlimmste, das man sich vorstellen kann: Den Tod des eigenen Kindes. Denn mit dieser entsetzlichen Tatsache werden Rob und Anna Coates konfrontiert, als bei ihrem kleinen Sohn Jack ein unheilbarer Hirnturmor diagnostiziert wird. Etwas, das man sich auf gar keinen Fall auch nur vorstellen möchte, und etwas, das durch Luke Allnutts Geschichte erschreckend real und greifbar wird. Aber der Reihe nach: Luke Allnutt erzählt die Geschichte der kleinen Familie von dem Moment an, in dem sich die Protagonisten Anna und Rob auf einer Studentenparty kennenlernen. Er erzählt, wie sie sich ineinander verlieben, sich gegenseitig ergänzen, einfach zueinander gehören. Ich mag es sehr, wie verschieden Allnutts Charaktere sind und wie sie in der Liebe zueinander ihren gemeinsamen Nenner finden. Klingt kitschig, ist es aber überhaupt nicht. Tatsächlich hat sich die Geschichte von Rob und Anna für mich überhaupt nicht übertrieben romantisch angefühlt, sondern einfach ganz nah und echt. Mitten aus dem Leben gegriffen und doch besonders. Dabei ist es auch einmal etwas erfrischend anderes, dass die Geschichte nicht von einem allwissenden Erzähler und auch nicht aus Annas Sicht, sondern aus der Sicht des Mannes erzählt wird. Insbesondere weil der Fokus im Verlauf der Handlung ganz klar auf Robs Gefühlen liegt - und die haben es in sich. Der gemeinsame Sohn Jack krönt nach einigen Jahren endlich die Liebe der beiden und es ist rührend zu verfolgen, wie Rob in seiner Vaterrolle aufgeht, wie vernarrt er in seinen Sohn ist. Und umso tiefer ist der Fall, als bei Jack ein unheilbarer Hirntumor diagnostiziert wird - was harmlos begann, entwickelt sich für die jungen Eltern zum schlimmsten Alptraum und zur Tortur für den kleinen Jack. Ab da wird die Geschichte, wie könnte es angesichts der Thematik anders sein, unheimlich emotional und schwer zu verkraften. Das Schicksal des kleinen Jack, vor allem aber das Schicksal seiner Eltern, die von einem Moment auf den nächsten vor dem Nichts stehen und wie besessen um ihren Sohn kämpfen, immer in dem Wissen, dass sie ihn nicht retten können, geht einem mächtig an die Nieren. Bemerkenswert und wahnsinnig bewegend fand ich dabei, dass Allnutt das Geschehen auf unheimlich klare, ehrliche und wenig zurückhaltende Weise schildert, dabei aber wahnsinnig viel Einfühlungsvermögen beweist. Allnutt schlidert mit brutaler Ehrlichkeit, wie Jacks Diagnose vor allem Rob den Boden unter den Füßen wegzieht. Wie die Krankheit seines Sohnes Rob zu einem anderen Menschen macht, ihn irrationale und bisweilen zweifelhafte Entscheidungen treffen lässt. Wie er nach jedem noch so kleinen Hoffnungsschimmer greift, sich zu vollkommen abwegigen Methoden hinreißen lässt. Man kann Robs Handeln nicht immer nachvollziehen, was ja absolut logisch ist, weil man sich kaum vorstellen kann, was diese Erfahrungen mit einem Menschen machen können. An vielen Stellen, vor allem im letzten Drittel des Buches, war Rob mir sogar richtiggehend unsympathisch - und gleichzeitig hatte ich wahnsinniges Mitleid mit ihm. Luke Allnutt gelingt es hier, das, was die Krebsdiagnose beim eigenen Kind mit den Eltern macht, auf erschütternd ehrliche und dabei sehr berührende Art und Weise in Worte zu fassen. Abgesehen vom emotionalen Faktor der Geschichte gibt es auch einige wissenschaftliche Aspekte, die ich sehr interessant fand und die mich beim Lesen erschüttert haben. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber Allnutt geht in "Der Himmel gehört uns" auch darauf ein, wie dubiose Heilmethoden für Eltern, die jegliche Hoffnung aufgegeben haben, plötzlich eine neue Chance darstellen können - wie verlockend die Heilungsversprechen zwielichtiger Ärzte, die das Leid der Familien ausnutzen, sein können. Mich hat das unglaublich erschüttert und wütend gemacht und auch wenn die Geschichte fiktiv ist, habe ich keinen Zweifel daran, dass es solche widerwärtigen Menschen wirklich gibt. Leider - und das macht mich wahnsinnig traurig. Luke Allnutt hat dem kleinen Jack in seinem Roman eine Stimme gegeben - und damit allen Kindern, die an Krebs erkranken. Vor allem aber hat er ihren Eltern eine Stimme gegeben, was ich unendlich wichtig, wenn auch schmerzhaft und tragisch finde. Diese Aspekte machen "Der Himmel gehört uns" für mich zu einem unglaublich emotionalen und aufwühlenden Roman, auch wenn man dem Buch hier und da anmerkt, dass es ein Erstlingswerk ist. Ich hatte das Gefühl, dass Allnutt an einigen Stellen die richtigen Worte fehlten und dass er sich, vor allem in Hinblick auf Robs Job, der einem bis zum Ende irgendwie schleierhaft bleibt, oftmals in unwichtigen Details verliert, die sich schließlich nicht ganz sauber in die Handlung einfügen. Das sind aber nur Kleinigkeiten, die die Geschichte nicht weniger bewegend und mitreißend machen. Mein Fazit In "Der Himmel gehört uns" gibt Luke Allnutt allen Eltern, deren Kindern an Krebs erkrankt sind, eine Stimme. Mit unglaublichem Einfühlungsvermögen geht er auf ihre Ängste, Gefühle und Sorgen ein - und ich verspreche euch, dabei bleibt kein Auge trocken. Auch wenn Allnutts Erzählstil mir hier und da noch nicht ganz ausgereift zu sein schien, hat mich seine Geschichte mitgerissen, mich tief berührt und schockiert. Dieser Roman ist sicher keine leichte Kost, er hat es in sich - aber am Ende ist er auch so wunderschön.

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Inhalt Rob und Anna bekommen eine schreckliche Diagnose: Ihr Sohn Jack hat Krebs. Manche werden durch so einen Schicksalsschlag zusammengeschweißt, doch die beiden entfernen sich nur immer mehr voneinander. Als Rob eine unverzeihliche Entscheidung trifft, bricht die Familie auseinander. Eigene Meinung Ich habe das Buch gerade beendet und bin am heulen. Es ist einfach unglaublich, wie stark mich die Geschichte mitgenommen hat. Die Protagonisten sind großartig. Jack und seine Eltern sind eine tolle kleine Familie und es tut im Herzen weh zuzusehen, wie ihr Glück langsam aber sicher zerbricht. Ihre Verzweiflung nach der Diagnose war einfach schrecklich. Es tat mir unendlich Leid mitanzusehen, wie danach alles den Bach runtergeht. Sehr gefallen hat mir, dass es aus der Sicht des Mannes geschrieben wurde. Trotzdem, dass ich eine Frau bin, konnte ich mich sehr gut in Rob hineinversetzen und ging mit ihm durch seine Höhen und Tiefen, wobei es von ersteren eher wenig gab. Niemand sollte so etwas durchmachen müssen. Luke Allnutt hat die vielen verschiedenen Emotionen unglaublich gut zum Ausdruck gebracht. Ich habe selten so ein herzzereißendes Buch gelesen, in dem alles stimmig war. Fazit Ein wunderbar emotionales Buch, bei dem man Taschentücher bereithalten sollte. Herzbrechgefahr!

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