Leserstimmen zu
ALLES WAS ICH DIR GEBEN WILL

Dolores Redondo

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Der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt, dass sein Mann bei einem Autounfall in Galicien ums Leben kam. Dabei dachte er, dass Álvaro sich auf Geschäftsreise in Barcelona befinden würde und bezweifelt erst einmal, dass es sich bei dem Unfallopfer um Álvaro handeln könnte. Er reist dennoch nach Galicien und stellt fest, dass der Tote wirklich sein Mann ist. Manuel ist tief verletzt und verstört, da er in Galicien erfährt, dass ihn sein Ehemann seit Jahren hintergangen hat. Zusammen mit dem eigensinnigen, pensionierten Kommissar Nogueira und einem mit Álvaro befreundeten Priester kommt Manuel dem Geheimnis von Álvaro und dessen Familie auf die Spur. Dieses Buch hat mich sehr neugierig gemacht, da es von Carlos Ruiz Zafon und von Isabelle Allende hochgelobt wird. Es stand wohl auch monatelang auf der Bestsellerliste in Spanien. Ich bin ja immer etwas skeptisch, doch dieses Buch der mir bisher unbekannten Autorin Dolores Rendodo hat mich positiv überrascht, sogar total begeistert. Die Autorin besitzt einen von der ersten Seite an fesselnden Erzählstil. Sie erzählt bild- und wortgewaltig. Dabei hat sie mit Manuel, Álvaro, dem Priester Lucas und Nogueira interessante, nicht ganz einfache Charaktere erschaffen. Manuel, der tief verletzt ist und dessen Leben komplett in Scherben liegt, springt über seinen Schatten und möchte erfahren, was genau passiert ist. Das mag die Familie von Álvaro überhaupt nicht. Auch alle weiteren Figuren sind lebendig und sehr interessant. Ganz langsam kommt Manuel hinter das Geheimnis von Álvaro und dessen Familie. Es offenbaren sich Abgründe. Nebenbei wird die wunderschöne Landschaft Galiciens mit ihren Weingütern beschrieben, so dass ich Lust bekommen habe, mir die Gegend etwas näher anzuschauen. Diesen Pageturner, der von unterschwelliger Spannung und starken Figuren lebt, kann ich nur empfehlen. Wer auf Familiengeheimnisse und ungewöhnliche Krimis steht, sollte das Buch unbedingt lesen. Ich werte dieses Buch als ein absolutes Highlight. Die Krimireihe dieser Autorin ist nun auch auf meiner Leseliste gelandet.

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Umwerfend!!

Von: Jeanyjanez

25.04.2019

Vielen Dank für dieses Hörbuch!!!!! Bevor ich anfange: Dieses Buch hat mich so unfassbar mitgenommen und teilweise echt zerstört.  Inhalt (in meinen Worten): Seelenruhig und voller Vorfreude sitzt Manuel an seinem Laptop und tippt seine Geschichte, eine Geschichte, die er fast fertig hat und vom Verlag heiß ersehnt wird. Doch plötzlich klingelt es an seiner Tür und die Polizei steht davor. Sie fragen, ob ein gewisser Álvaro hier wohne und Manuel sagt, dass es sein Mann sei. Er hört etwas von einem Unfall. Aber an einem Ort, wo sein Mann gar nicht sein sollte und warum war er überhaupt in der Nacht noch unterwegs? Wieso? Er soll bei dem Unfall direkt gestorben sein. Für Manuel bricht eine Welt zusammen und doch weiß er nicht, warum Álvaro überhaupt dort war und nicht an dem Ort, wo er eigentlich hätte sein sollen. Manuel fährt zu diesem Ort und es scheint, als würde das Loch unter ihm immer größer werden. Denn er erfährt so viel Neues über Álvaro und erkennt, dass er seinen Ehemann scheinbar gar nicht gekannt hat. Intrigen und Lügen. Wahrheiten, die verdreht wurden und Homophobe Polizisten und Verwandte kreuzen seinen Weg ... Idee: Endlich eine Geschichte über ein homosexuelles Ehepaar. Nicht dieses stereotypische Mann-Frau-Bild, sondern ein Mann, der alles versucht, um die Wahrheit zu erfahren und die ist zerstörend und verstörend. Erwartungen: Ich musste dieses Buch haben!! Es ging nicht anders. Schon der Klappentext war unfassbar interessant. Meine Erwartungen waren HOCH. Charakter: Oh, Mann!! Manuel. Erfolgreicher Autor. Ach, was soll ich sagen. Er ist toll. Er kämpft und kramt. Er will alles über die Vergangenheit seines Mannes herausfinden. Álvaro. Über ihn liest man viel. Er scheint nicht der zu sein, den er vorgab und doch ... Ich glaube, er würde alles für die machen, die er liebt - ALLES. Priester Lucas. Ja, Priester. Aber er ist so wunderbar und hilft, wo er kann. Er hält sich an das Beichtgeheimnis. Was ich so großartig an ihm finde, ist, dass er ABSOLUT keine Probleme mit der Homosexualität von Álvaro hatte. Im Gegenteil, die beiden waren sehr gute Freunde. Das hat mich überrascht. Positiv. Kommissar Nogueira. Eigentlich homophob, versucht er alles, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.  Stil: Wundervoll. Es war so unfassbar großartig und arg, ich weiß nicht, es hat mich umgehauen. Sprecher:  Matthias Koeberlin hat die Situationen und Szenen hervorragend 'rüber gebracht. Besonders die Stimmung von Manuel hat er super interpretiert. Tieftraurig, skeptisch und doch irritiert. Etwas müde, aber nicht gelangweilt und sympathisch.  Fazit: Es hat Momente gegeben, die haben mich zerstört. Richtig heftig. Das Buch ist so intensiv und spannend und ich bin absolut in dem Hype gefangen. Ich kann wirklich alle verstehen, die das Buch ebenfalls toll gefunden haben.  Vielleicht lag es am Sprecher, aber ich fand die komplette Konstruktion der Geschichte umwerfend und fesselnd. Eine so interessante Geschichte hab ich schon lange nicht mehr gelesen, und noch NIE eins in denen es um zwei Männer geht und das ohne, dass es versaut wird. Diese Geschichte kommt leise daher und wird immer lauter, um zwischenzeitlich zum Luft holen zu kommen, ehe es erneut einen Schlag gibt, der einen erschüttert und WIE! Ich meine, so etwas ... Es hat mich sprachlos gelassen. Ich hab gehört und gehört und immer wieder stieß ich erstaunt "NEIN, das gibt es nicht" aus!! Oft wurde ich deshalb seltsam angeschaut. Aber es hat mich absolut umgehauen. Manuel ist ein toller Protagonist und ich finde es einfach so toll, was er alles versucht. Sein Mann und all die Geheimnisse, die einen teilweise wirklich zerstören, sind so heftig erzählt - ohne aber ins Detail zu gehen. Dann der Priester, der einfach wie ein normaler junger Mann erscheint, ohne mich bekehren zu wollen.  Einfach eine Geschichte, die mitreißt und mitnimmt und das mit voller Wucht! Gesamtbewertung: Cover: Okay, das Cover ist eher schlicht. 4/5 Titel: Ob es wirklich 1:1 vom spanischen übersetzt worden ist, kann ich nicht sagen. Aber "Alles was ich dir geben will" passt auf mehrere Hinsichten, wenn man darüber nachdenkt. 5/5 Inhalt: Jahreshighlight! Ich brauch das Taschenbuch oder Hardcover im Regal! Es ist einfach so tiefgründig, vielschichtig und lässt einen nachdenklich zurück. Es hat mich teilweise wirklich so überwältigt, dass ich nach Luft schnappen musste. 

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Bildgewaltig

Thalia Haus des Buches

Von: Patricia Päßler aus Dresden

24.04.2019

Abgründe über Abgründe. Immer wenn man denkt, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann ... kommt es schlimmer. Ein ungewöhnlicher Spannungsroman/ Krimi, in dem kein klassischer Ermittler ein Verbrechen aufdeckt, sondern der tiefbetroffene Ehemann. Wer Tana French oder Joël Dicker mag, wird diese Geschichte vor der herrlichen Landschaft Galiciens lieben!

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Zunächst scheint es so gut wie nichts zu sein, was Alfaro Manuel, der Hauptperson des Romans, noch zu geben hätte. Außer seinem Tod durch Unfall, wie es zunächst heißt. Doch dass da ein ganzes, geheimes Leben aus den letzten 2, 3 Jahren durch Alfaro verschwiegen wurde, dass er seinem Mann Manuel nichts vom Tod seines Vaters und von diesem umfassenden Erbe erzählt hat, dass trifft tief. Und es trifft, dass Manuel als Alleinerbe aufgeführt wird. Ein Erbe, dass er nicht will, an einem Ort, den er nicht mag, in einem inneren Zustand, in dem außer Wut und Trauer nichts mehr möglich ist. Und dazu noch diese Familie. Der aufbrausende Bruder. Der tote Bruder, die Blumenzüchtende Schwägerin, die eiskalte (perfekt getroffen von Redondo) Mutter seines verstorbenen Mannes, die junge Witwe des jüngsten Bruders mit ihrem Kind. Und es braucht nicht lange, da spürt Manuel, dass hinter all den Fassaden, hinter den jahrhundertalten Traditionen der Familie (die vor allem darin bestehen, alles, aber auch wirklich alles zu unternehmen, damit der „gute Name“ absolut unbefleckt erhalten bleibt) vieles nicht stimmt. Vieles im Verborgenen liegt und vielfache Interessen hinter den stolzen, teils hasserfüllten, teils gleichmütigen, teils freundlichen Gesichtern zu finden wären. Worin Manuel nicht zu wühlen gedenkt, bis dieser alternde Polizist, seit ein paar Tagen erst im Ruhestand und mit einer schwierigen Situation zu Hause bei Frau und Töchtern ihm unangenehm naherückt. Und Fragen aufwirft, die Manuel sich kaum gestellt hätte. Vielleicht ist aber auch dieser ziemlich hässliche Hund „Café“, der ihn innerlich zum bleiben bewegt. Oder der kleine Samuel, Neffe seines toten Mannes, der ihn sofort in sein Kinderherz geschlossen hat. Oder der Priester Lucas, Kinderfreund Alfaros, der mit offenem Herzen Geheimnisse kennt, von denen er selbst in vielerlei Hinsicht gar keine Ahnung hat, wie diese einzuordnen wären. Und es sind genau diese menschlichen Geschichten, die neben der ausgeklügelten „Todesfallgeschichte“ und der sorgsamen und wunderbaren Sprache Redondos den Reiz dieses Romans ausmachen. Was, selten bei Kriminalthrillern und Familiengeschichten (die hier in einem verwoben vorliegen und sich daher der Roman nicht einfach einem konkreten Genre zuordnen lässt), in keiner Form langweilt, wenn Redondo tief in die Hintergründe und die Lebensgeschichten einzelner Personen, vor allem Manuels, eintaucht. Ganz im Gegenteil. All das, was damals auf der Klosterschule geschehen ist, was Café im Haus des verbitterten Polizisten auslöst, was Manuel im Weingut erfährt und was Luca an Beichten zu tragen hat, verbindet sich zu einem flüssigen, temporeichen, tiefgehenden und spannungsvollem Geschehen im Buch, dass den Leser von der ersten bis zur letzten Seite in ruhigem Ton umfassend fesselt. „Herminia schnalzte mit der Zunge. Manuel hätte nicht sagen können, ob es ihr missfiel über dieses Thema zu sprechen, oder ob es sie ärgerte, dass sie nicht genauer Bescheid wusste“. Was ein sinnloser Ärger wäre, denn über vieles, was geschah, wissen nur sehr wenige Personen umfassend Bescheid. Vor allem eine Mutter, die all ihre Kinder verachtet und hasst aber gibt sich keine Blöße und ist viel zu wenig zu erschüttern, um ihr Hinweise zu entlocken. Die Manuel aus eigener Kraft somit recherchieren muss. Bis hin zu der Frage, was sein schwuler Ehemann und der anscheinend doch bestens verheiratete Bruder desselben so häufig in einem Bordell zu schaffen hatten. Eine hervorragende Lektüre.

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Lug und Trug

Von: Readaholic aus Trippstadt

17.04.2019

Eines Morgens erhält der Madrider Schriftsteller Manuel Ortigosa eine schockierende Nachricht: sein Ehemann Alvaro ist bei einem Autounfall in Galicien ums Leben gekommen. Doch was hatte Alvaro in Galicien zu suchen? Eigentlich sollte er zu diesem Zeitpunkt ganz woanders sein. Manuel stellt fest, dass sein Partner ein Doppelleben führte und außerdem adliger Herkunft ist. Er fühlt sich hintergangen und versucht, mehr über den Mann herauszufinden, den er zu kennen glaubte. Dafür begibt er sich an Alvaros Familienwohnsitz in Galicien und lernt dessen Familie kennen, die alles andere als begeistert von seinem Auftauchen ist. Der Polizeibeamte Nogueira hat Zweifel daran, dass Alvaros Tod ein Unfall war und zieht Manuel ins Vertrauen. Gemeinsam mit Nogueira und dem Priester Lucas, einem Jugendfreund Alvaros, versucht Manuel, das Puzzle um Alvaros Leben und Tod zusammenzufügen. Es stellt sich heraus, dass die Adelsfamilie Muniz de Davila einige sprichwörtliche Leichen im Keller hat, von denen die Öffentlichkeit nichts erfahren darf, koste es, was es wolle... Dolores Redondo ist mit „Alles, was ich dir geben will“ ein spannender Roman gelungen, der für meine Begriffe allerdings ein bisschen zu ausufernd ist. Allerdings schafft sie es, den Leser immer wieder mit neuen Wendungen zu konfrontieren. Man bekommt Einblicke in das Leben in Galicien, wo sich Adlige selbst heute noch für „etwas Besseres“ halten und ihre Angestellten entsprechend behandeln. Es ist ein interessantes Buch, das viele verschiedene Aspekte beleuchtet und bis zum Schluss zu überraschen weiß.

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Berührende Spannung aus Galicien

Von: kabori aus Ribbesbüttel

09.04.2019

Mein Lese-Highlight in diesem Jahr! Dieser über 600 Seiten starke Roman hat alles um den Leser zu fesseln: Liebe, Spannung, Familie, Adel, Geheimnisse und Verschleierung. Hinzu kommt noch die Verehrung für Galicien, nicht nur für die Landschaft und seine Bewohner, sondern besonders für den edlen Wein. Der Schreibstil von Dolores Redondo ist klar und schön, es wirkt nicht aufgesetzt oder kitschig. Allerdings frage ich mich, ob in der heutigen Zeit, die Verehrung für den Adel wirklich noch so präsent ist, dass sogar Verbrechen gedeckt werden. Aber es ist ein Roman, da ist alles möglich. Wie sagt man so schön: Unter jedem Dach ein Ach. Und hier hält die Familie zusammen. Selbst Manuel erfährt erst nach dem Tode seines Ehemannes Álvaro von dessen Doppelleben, und seiner ach so feinen blaublütigen angeheirateten Verwandtschaft. Aber warum erst so spät? Diesem Geheimnis folgt der Leser, genauso traurig, wütend und oft verzweifelt wie Manuel.

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Spannender Roman

Von: MT Grabow aus Pritzwalk

09.04.2019

Gut recherchierter Krimi,der alles hatte.Nur eine Empfehlung:lesen!!

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Fesselnd bis zu letzt.

Von: Tanja Wahl aus Sensweiler

08.04.2019

Dieses Genre habe ich zum ersten mal gelesen und bin total überascht. Das Buch fesselte mich vom Anfang bis zum Ende. Ich mußte mich zwingen es aus den Händen zu legen. Es gab nicht nur ein Rätsel zu lösen sondern viele Fragen zu klären die noch dazu kammen und ineinander über griffen. Manuel ist eine Person die einem gleich sympatisch ist. bei Nogueira wusste ich nicht ob ich ihn mag. Die ganze Zeit hatte ich eine Verdacht wer der Täter war. Aber ich wurde eines besseren belehrt und alles machte eine Überaschende Wendung. Im Ganzen ein tolles Buch das seine fünf Sterne verdient.

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