Leserstimmen zu
Meine Nachmittage mit Eva

Bärbel Schäfer

(6)
(5)
(3)
(0)
(0)
€ 19,99 [D] inkl. MwSt. | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)

Ein Buch das unter der Haut geht und ein Thema das nie abgeschlossen sein wird… Bärbel trifft sich mit Eva, eine Überlebende aus Auschwitz. Eva erzählt ihr wie der Krieg anfing und das dieser nie für sie endete. Lange hat Eva gebraucht einen inneren Frieden zu finden, denn Verlust der Eltern und des kleinen Bruders zu verkraften. Sie hat Auschwitz überlebt und erzählt was sie dort genau erlebte und wie die Zeit nach dem Krieg war. Bärbel erzählt ihr empfinden in der heutigen Zeit, dass Rassismus immer noch ein großer Bestandteil ist und wie ihr Mitgefühl der Juden gilt. Das Buch ist sehr emotional und lesenswert. Die Kapitel sind kurz gehalten worden und lassen sich flüssig lesen. Als Eva von Auschwitz erzählte, konnte ich mir alles Bildlich vorstellen. Den in der 10 Klasse hatten wir unsere Abschlussfahrt nach Krakau. Dort besuchten wir in der Stadt das Judenviertel und auch Ausschwitz. Die Bilder die ich da sah, die Namen die ich dort las, die engen Räume, die Zellen, den schmerz und das leid war deutlich zu spüren. Die Endstation der Züge, dort wo die Mutter sehen musste wie das Kind einem aus der Hand gerissen wurde ( ich könnte einfach nur Weinen ) , die Gaskammern, die Todesmauer…. Die kleinen und großen Koffer, die nie wieder ausgepackt werden dürften, Brillen, Puppen,Prothesen, Haare,… als das ist hinter einer Glaswand. Leider ist und wird das Thema immer bestand bleiben. Ich wünsche mir keinen Krieg, solch eine Grausamkeit zu erleben. Das wünscht man niemanden. Es bleibt zu hoffen das die Welt sich normalisiert und man seine mit Menschen mit Respekt behandelt, egal aus welchen Land, Hautfarbe,Religion… wir sind doch alle gleich… Meschen die ihr einmaliges Leben leben wollen.

Lesen Sie weiter

Meine Nachmittage mit Eva: Über Leben nach Auschwitz – Bärbel Schäfer Verlag: Gütersloher Verlagshaus Gebundene Ausgabe: 19,99 € eBook: 15,99 € ISBN: 978-3-579-08685-9 Seiten: 224 Inhalt: Zwei Frauen, zwei Generationen, zwei Erfahrungswelten: Bärbel Schäfer und die 85-jährige Eva Szepesi. Eva trägt eine tätowierte Nummer auf dem Unterarm. Sie war erst elf Jahre alt, als sie allein vor den Nazis fliehen musste und schließlich nach Auschwitz gebracht wurde ... Jeden Mittwoch besucht Bärbel Schäfer ihre Freundin, und die beiden sprechen über Gewalt, Schrecken und Angst, aber auch über Freundschaft, Toleranz, Geborgenheit und Respekt. Es geht in diesem Buch um eine der letzten Überlebenden eines Konzentrationslagers. Bärbel Schäfer gelingt es auf empathische Weise und literarisch brillant, ihre eigene Lebensgeschichte vor den Erzählungen Evas zu spiegeln und damit ihre erschütternden Erfahrungen ins Heute zu holen. Mein Fazit: Zum Cover: Ein sehr schöner Schutzumschlag, wie ich finde. Es passt sehr gut zu der Zeit die im Buch erzählt wird. Die Farben sind nicht aufdringlich und gut abgestimmt. Zur Geschichte: Eigentlich ist es hier keine Geschichte die erzählt wird, sondern vielmehr das Leben zweier Frauen wie es unterschiedlicher nicht sein kann. Bärbel trifft sich einmal die Woche mit Eva um ihre Lebensgeschichte zu hören und auch niederzuschreiben. Wie war es damals im Krieg für Eva? Welche Verluste hat sie erlitten? Wie viel Angst steckt heute noch in Ihr? All das sind Fragen die Bärbel an Eva hat und sie leidet mit ihr. Sie weint und lacht mit Eva und fragt sich warum hat sie ihre Familie nicht nach damals gefragt oder warum schweigt ihr Vater darüber. Ein Buch was mich sehr nachdenklich stimmt. Wir alle wissen wie grausam es damals war, doch darüber zu lesen und nachzudenken macht das alles gegenwärtig. Ich musst zwischendurch das Buch beiseitelegen und das alles kurz sacken lassen. Es geht einem nahe, der Leidensweg von Eva und auch ihr Leben nach dem Krieg war immer geprägt von all der Grausamkeit. Bärbel Schäfer hat mich mit auf eine Reise in die Vergangenheit genommen und ich bin froh dieses Buch gelesen zu haben. Ein sehr emotionales Buch, ich empfand Wut und Trauer aber auch einige Momente des Glücks und der Freude. Mehr bleibt mir hier auch nicht zu sagen, ich bin überwältigt von den Emotionen. Kurz und knapp gibt es hier 5 von 5 Sternen Bärbel Schäfer ist selbst zum Judentum konvertiert. Zum Schluss bedanke ich mich beim Gütersloher Verlagshaus für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und hoffe weiterhin auf gute Zusammenarbeit

Lesen Sie weiter

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht genau wo und wie ich anfangen soll. Das Buch hat mich sehr zum Nachdenken angeregt, auch wenn ich schon öfters dieses Genre gelesen haben. Bärbel Schäfer hat hier einen Zeitzeugenbericht mit Parallelen zu ihrem eigenen Leben gemischt. Man erfährt dadurch einiges über Bärbel Schäfer – Überlegungen, Handlungen und Meinungen, die abhängig von ihrem jetzigen Leben und auch von ihrer Abstammung und der Abstammung ihres Mannes sind. Leider muss ich sagen, dass mir in diesem Buch zu viele Informationen über Bärbel Schäfer geliefert werden beziehungsweise mir kommt es so vor, dass es im Vergleich zu wenig über Eva zu lesen gibt. Eva ist eine sehr starke und bemerkenswerte Frau, die Auschwitz irgendwie überlebt hat. Und ich sage bewusst irgendwie, denn es war wirklich ein Wunder, dass überhaupt jemand überlebte und derjenige die Chance und die Möglichkeit bekam ein neues Leben aufzubauen. Und genau das hat Eva geschafft und alleine dafür bekommt sie meinen vollsten Respekt. Eva hat Jahrzehnte lang geschwiegen und sich jetzt dazu bereit erklärt über ihre Vergangenheit zu reden. Man merkt, dass es ihr wirklich schwer fiel darüber zu reden, aber ich hätte viel lieber noch mehr über sie erfahren. Diese Geschichte hat mich so oft zu Tränen gerührt. Ich dachte immer umso mehr ich diese Zeitzeugenberichte lese, desto härter werde ich was dieses Thema angeht, aber dem ist ganz und gar nicht so. Es ist einfach immer wieder auf´s Neue erschreckend (und das ist komplett untertrieben) wie die Leben damals aussahen und was mit unschuldigen Menschen passierte. Unschuldige Menschen, die einfach anderer Abstammung waren. Unschuldige Menschen, die einfach nur ein normales Leben in Deutschland verbringen wollten – mit vernünftigen Jobs, eigenen Geschäften und eigener Familie. Diese Menschen kamen mit viel Hoffnung nach Deutschland und bekamen alles andere als das. Zwischendurch zählt Bärbel Schäfer viele Ereignisse auf, die selbst in den letzten Jahren passiert sind, wie zum Beispiel sämtliche Brandanschläge auf Synagogen in ganz Deutschland oder Gewalt an Menschen mit jüdischer Abstammung. Ereignisse, von denen ich zum Beispiel nichts wusste und das ist für mich wieder entsetzlich, da es einfach unter den Tisch gekehrt wird. Dabei steckt da viel mehr dahinter. Es zeigt, dass heutzutage immer noch diese Art von Menschen unter uns Leben und das ist für mich einfach nur erschreckend und nicht in Worte zu fassen. Wann hört das endlich mal auf? Was ich leider nicht so gut finde, ist der Schreibstil von der Autorin. Die Kapitel sind zwar ziemlich kurz und lassen sich flüssig lesen, aber ich kam mit den teilweise kurzen abgehackten Sätzen, die manchmal auch nur aus einem Wort bestehen, nicht klar und ich hatte arge Schwierigkeiten mit den Perspektivensprüngen. Ich wusste oft nicht von wem die Autorin da jetzt gerade spricht. Deshalb würde ich es schöner finden, wenn am Kapitelbeginn der Name stehen würde. Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig. Fazit Auch, wenn ich mir etwas anderes vorgestellt und mehr Zeitzeugenbericht gewünscht hätte, würde ich jedem dieses Buch empfehlen. Ich bin einfach der Meinung, dass jeder – auch diejenigen, die vom Alter her nichts mehr damit zu tun haben – dieses Buch und überhaupt dieses Genre lesen sollten. Diese schrecklichen Geschehnisse gehören zu diesem Land und leider werden wir heutzutage immer wieder daran erinnert.

Lesen Sie weiter

Inhaltsangabe Zwei Frauen, zwei Generationen, zwei Erfahrungswelten: Bärbel Schäfer und die 85-jährige Eva Szepesi. Eva trägt eine tätowierte Nummer auf dem Unterarm. Sie war erst elf Jahre alt, als sie allein vor den Nazis fliehen musste und schließlich nach Auschwitz gebracht wurde ... Jeden Mittwoch besucht Bärbel Schäfer ihre Freundin, und die beiden sprechen über Gewalt, Schrecken und Angst, aber auch über Freundschaft, Toleranz, Geborgenheit und Respekt. Es geht in diesem Buch um eine der letzten Überlebenden eines Konzentrationslagers. Bärbel Schäfer gelingt es auf empathische Weise und literarisch brillant, ihre eigene Lebensgeschichte vor den Erzählungen Evas zu spiegeln und damit ihre erschütternden Erfahrungen ins Heute zu holen. Fazit: Ich habe etwas anderes von dem Buch erwartet. Ich bin mit der Erwartung ran gegangen etwas über das Leben im KZ bzw. über das Leben danach, mit den schrecklichen Erinnerungen im Kopf. So war das Buch aber nicht gedacht und daher auch anders aufgebaut. In diesem Buch ging es mehr um zwei Lebensgeschichten als solches. Es fielen natürlich auch ein paar Sätze über das Leben im KZ, aber nicht wie gedacht als ganze Geschichte oder gar als Interview. Eva hat schreckliche Dinge erlebt und ist dennoch ein lebensfroher Mensch. Auch die Geschichte von Bärbel Schäfer lässt tief in ihre Vergangenheit blicken und sie nimmt kein Blatt vor den Mund. Versucht immer wieder ihre Familie aus der Reserve zu locken, indem sie versucht das Verhältnis zu den Nazis zu erfragen. Es war sicherlich keine leichte Zeit damals und heutzutage lassen sich leicht Vorwürfe in den Raum werfen, warum sich keiner gewährt hat. In diesem Punkt finde ich ihren Umgang mit der eigenen Familie etwas sehr drastisch. Aber so hat jeder seine Einstellung und Vorstellungen. Dieses Buch lohnt sich zu lesen. Allerdings ist es keine Beschreibung wie das Leben im KZ war, sondern eine umfangreiche Darstellung über das Leben in der damaligen Zeit. Ich vergebe für dieses Buch 4 von 5 Sternen. Ich wünsche viel Spaß mit dem Buch.

Lesen Sie weiter

Bärbel Schäfer beschreibt in diesem Buch Ausschnitte aus ihrem Leben, das ihrer Verwandten während der NS Zeit und den Aufenthalt ihrer Freundin Eva im KZ Auschwitz als 11 Jährige. Hierbei versucht sie Parallelen zu ziehen: was hat meine Familie während dieser Zeit gemacht? Haben sie sich gewehrt? Haben sie sich für andere stark gemacht? Dieses Buch hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Zum einen, weil die NS Zeit und all ihre Schrecken immer noch für die heutige Zeit relevant ist, zum anderen aber auch, weil die meisten Menschen nicht mehr nachvollziehen können, wie es damals war zu leben. Es gibt viele Dinge in diesem Buch, die mich gestört haben. Viele haben mir aber auch sehr gut gefallen. Sehr gut gefallen hat mir die Erzählungen von Eva über ihre Zeit im KZ, da auch mir nicht immer klar ist, was es wirklich hieß in einem Konzentrationslager gefangen zu sein und dabei gequält und gedemütigt zu werden. Diese Erzählungen werden ohne Beschönigungen beschrieben. Was mir nicht so gut gefallen hat, waren Bärbel Schäfers Anschuldigungen an die Menschen von damals und vor allem an ihre Verwandten. Die Autorin schreibt, dass sie sich dafür schämt, das damals nicht genug/kaum Menschen Widerstand geleistet haben. Diesen Teil finde ich nicht gut, da ich mir selber nicht das Recht nehmen würde über das Verhalten von Menschen zu urteilen, wenn ich nicht selber in der Zeit gelebt habe. Nicht jeder Mensch ist mutig genug oder generell in der Lage, die eigene Meinung zu vertreten oder sich sogar für andere einzusetzen. Wir wissen nicht, wie es damals war zu leben und können deshalb nicht nachvollziehen, wie einfach oder schwierig es war, Widerstand zu leisten. Ich weiß nicht, wie ich gelebt und welche Entscheidungen ich getroffen hätte. Zum Schreibstil generell lässt sich sagen, dass dieser die meiste Zeit sehr direkt, schockierend und klar ist. An manchen Stellen habe ich aber auch den Überblick verloren, da für mich nicht immer direkt ersichtlich war, von wem Bärbel Schäfer gerade schreibt. Eine sehr wichtige Aussage trifft Bärbel Schäfer mit diesem Buch, die wir alle (vor allem in den heutigen Zeiten) uns zu Herzen nehmen sollten. Es kann nicht "Wehret den Anfängen" lauten, wenn seit dem 2. Weltkrieg (und auch davor schon) immer noch regelmäßig Attentate jeglicher Art gegen Juden verübt werden. Attentate nicht nur gegen Juden, sondern gegen alle aus den unterschiedlichsten Gründen. Das sind keine Anfänge; wir sind schon mitten im Geschehen. Dieses Buch würde ich trotz meiner Kritikpunkt empfehlen zu lesen, da es die Zeit in Auschwitz aus einer besonderen Perspektive zeigt, nämlich aus der eines jungen Mädchens. Außerdem regt dieses Buch zum Nachdenken an über die NS Zeit, die Schuldfrage und vieles mehr. Allerdings hätte das Buch mir besser gefallen, wenn nur Eva darin vorgekommen wäre, ohne die Ver- und Beurteilungen Bärbel Schäfers, auch wenn einige ihrer Aussagen und Gedanken noch wichtig für die heutige Zeit sind und zum Nachdenken anregen.

Lesen Sie weiter

Meine Meinung Bärbel Schäfer ist mutig. Bärbel Schäfer ist klug, und Bärbel Schäfer hat einer armen Frau eine Stimme gegeben - »Meine Nachmittage mit Eva« ist eine erschütternde, informative und drastische Erzählung. Eine Erzählung über Konzentrationslagern, Deportationen, Tode, Leben nach diesen fürchterlichen Gräueltaten der Deutschen. Eva Szepesi, Jüdin, geborene Ungarin, trifft sich regelmäßig mit Bärbel Schäfer, ebenfalls Jüdin, geborene Deutsche. Zwei Generationen, zwei unterschiedliche Frauen unterhalten sich. Von Mal zu Mal erzählt Eva mehr. Bärbel hört zu, ohne zu unterbrechen, ohne mit den Wimpern zu zucken, ohne dem Smartphone in der Hand. Klassische Gespräche über den Krieg und die Massemorde hunderttausender Juden. Eva war mittendrin, Eva litt, Eva spürte das Leid – und besonders wichtig: Eva ist eine Zeitzeugin; von denen es in einigen Jahren nicht mehr viele geben wird. Bärbel gibt Eva eine Stimme, sie erzählt uns in ihrem Buch über Evas Leben, über Familie, Tod, Trauer, über Hoffnung und Glück, über Krankheit und Hunger. Bärbel Schäfer’s Schreibstil ist angenehm und sehr schnell. Sie verzichtet auf Beschönigungen, auf besonders edle Ausdrücke, die in diesem Buch auch nicht nötig sind. Es war eine gute Idee, dieses Buch nicht mit schönen Ausschmückungen und fröhlichen Wörtern zuzutexten, denn dies wäre ohnehin fehl am Platz gewesen. Bärbel Schäfer erzählt uns diese Geschichte durch die Augen von Eva – kurz, knackig, und mit der nötigen Distanz. Sie sagt, was zu sagen ist, und verzichtet auf unnötige Abschweifungen, konzentriert sich auf das Wesentliche, fokussiert sich nur auf Eva. Es ist Evas Buch, Evas Geschichte, Memoiren für die Nachwelt. Frau Schäfer lässt aber auch gerne etwas von sich miteinfließen. Und das nicht ohne Grund: Sie zieht Vergleiche mit unserer jetzigen Zeit, mit ihrem Leben als Jüdin, mit ihren Sorgen, Ängsten. Ihr Umgang mit ihren Mitmenschen; die Mitmenschen – und besonders leider noch existierenden Radikalen – im Umgang mit den Juden, und auch im Generellen mit allen „Andersartigen“. Es existiert noch immer dieser Hass von damals, noch immer geschehen fürchterliche Dinge, die Welt, und besonders wir Deutschen, werden nie rein sein, nie vollkommen friedlich sein, was eine traurige und erschreckende Tatsache ist. Bärbel Schäfer ist somit in ihrem Roman auch gesellschaftskritisch und anklagend. Ich verneige mich vor dieser Frau, und besonders vor Eva, denn sie hat diese Hölle überlebt, und sie hat ihr Schweigen gebrochen – bitte macht dieses Buch zur Pflichtlektüre in der Schule – ein großartiges Werk! ​ Fazit ​ Bärbel Schäfer zeigt uns Evas Leben vor, während und nach Ausschwitz. Ein ehrenvolles und wichtiges Buch – sehr empfehlenswert!

Lesen Sie weiter