Leserstimmen zu
Was bleibt, sind wir

Jill Santopolo

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"Was bleibt, sind wir" erzählt die Geschichte einer Liebe, bei der die Frage tatsächlich bestehen bleibt: "Was wäre wenn?" Auch wenn ich wenig Sympathie für die beiden Protagonisten Gabe und Lucy aufbauen konnte, beinhaltet der Roman viele Facetten von Emotionen, die mich letztendlich begeistern konnten. Ich erhoffte mir ein Happy End, denn das Gefühlschaos, was sich immerzu aufbaut, ist wirklich unerträglich und manchmal auch sehr ermüdend. Sowohl Gabe, als auch Lucy bauen sich ein eigenes Leben auf, fern voneinander, und sind doch immerzu miteinander verbunden. Immer wenn sich Gabe meldet, sei es per E-Mail oder SMS, löst sich in Lucy ein Knoten, der sich immer wieder neu entwickelt, sobald der Kontakt abbricht. Immer wieder bringt Gabe Lucy aus der Fassung und es ist immer wieder ein Neubeginn, ein Loslassen, zumindest der Versuch dessen, denn gerade Lucy ist diejenige, die scheinbar zu viel liebt. Es ist niemals verwerflich, zu viel zu lieben, aber für Lucy ist es fast schon zerstörerisch, denn sie kann sich nicht auf ihre Ehe einlassen und die Mutterschaft trägt auch nicht zum Vergessen bei. Wer sagt: "Die Zeit heilt alle Wunden", wird hier schnell entdecken, dass es sich nicht bewahrheiten wird. Gabe ist immer präsent und manchmal macht er mich wütend, da er sich immer dann meldet, wenn Lucy zur Ruhe gekommen ist. Lucy ist immer wieder hin und hergerissen und wird scheinbar niemals ihren Frieden finden, zumindest hat es den Anschein. Erst das Ende des Buches wird darauf zielen, Lucy endlich die verdiente Ruhe finden, die eine verlorene Liebe in ihr ausgelöst hat. Mein Happy End habe ich diesbezüglich bekommen, aber ob es mich wirklich zufriedengestellt hat? Ich empfand Gabe als egoistisch und sich immer wieder so in Lucys Leben drängend, dass ich ihn einfach nicht mögen konnte. Er wirkte auf mich suspekt und nur auf sich bedacht. Wie hätte ich Sympathie für ihn empfinden können? Lucy wirkt auf mich ruhelos und unerfüllt, wobei sie einen Mann an ihrer Seite hat, der zwar nicht perfekt ist, aber ihre Erwartung ist oft auch viel zu hoch, sodass sie das Schöne in ihrer Beziehung und späteren Ehe nicht sehen kann. Ich kann nicht sagen, ob mir der Roman besser gefallen hätte, wenn Gabe seine berufliche Zukunft anders gestaltet hätte und seine Liebe zu Lucy erhalten geblieben wäre. So empfand ich den Verlust für Lucy einfach zu dramatisch, da es sich einfach ein leben lang hinziehen wird. Sie stellt Vergleiche an und bezieht Gabe einfach zu sehr in ihr Leben ein, sodass sie sich unmöglich auf anderes so konzentrieren kann, wie es verdient wäre. Ihr Lebensglück scheitert an diesen Vergleichen und daher wirkt dies für mich tatsächlich oberflächlich und mitunter auch unglaubwürdig. Vielleicht, weil ich es selbst so nie erlebt habe und daher nicht nachempfinden kann? Natürlich hatte ich auch schon Liebeskummer, aber nie so gewaltig, dass es mein zukünftiges Leben derart überschatten kann. Am Ende bleibt tatsächlich die Frage bestehen: "Was wäre wenn?" und lässt mich leider ein klein wenig unbefriedigt zurück. Ich werde daher nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen, da ich in "Was bleibt, sind wir" zu viel Drama empfand und das Schöne, Positive einer Liebesgeschichte für mich an vielen Stellen auf der Strecke geblieben ist. ★★★★ (3,5)

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INHALT: Ein kurzer Augenblick verändert das Leben von Lucy und Gabe. Sie begegnen sie bei einem Shakespeare Seminar und wissen sofort- das zwischen ihnen ist die grosse und einzige Liebe im Leben. Beide sind gerade mal Anfang zwanzig und jeder für sich hat Pläne für sein Leben. Lucy möchte in New York Karriere machen und Gabe möchte als Fotograf die Welt bereisen. Wird das ihre Liebe aushalten? Wir begleiten die Beiden in den nächsten 13 Jahre ihres Lebens und erfahren, ob ihre Liebe stark genug für das wahre Leben ist oder ob ihre Träume wie Seifenblasen platzen. MEINE MEINUNG: Ich bin ganz unvoreingenommen an dieses Buch herangegangen und wollte mich einfach in die Geschichte fallenlassen. Und das konnte ich auch. Durch den wirklich sehr flüssigen und angenehmen Schreibstil fiel mir der Einstieg überhaupt nicht schwer. Es kam mir vor, als unterhielte ich mich mit einer Freundin und sie erzähle mir ihre Geschichte. Als Leser erfährt man das Buch aus Sicht von Lucy und es ist geschrieben wie Tagebucheinträge. Durch die recht kurzen Kapitel ĺässt es sich sehr schnell lesen, die Seiten fliegen nur so dahin. Die Charaktere waren mir symphatisch und ich fand sie auch sehr authentisch, obwohl ich manche Handlungen von Lucy und auch Gabe doch in Frage gestellt habe. Sollte man sich in eine Beziehung einmischen? Ich fragte mich während des Lesens oft, wie das Ende wohl aussehen wird. Mir kam das Buch auch sehr emotional vor und die Gefühle wurden gut herausgearbeitet. Zu Beginn der Liebe von Lucy und Gabe hätte es für mich aber auch ruhig noch mehr Gefühl sein können und ich hätte noch mehr vom Beginn der Liebe erfahren wollen. FAZIT: Ein Roman mit viel Gefühl und virl Stärke. Ein Roman über das Leben und der Frage: Was die erste und einzig grosse Liebe alles aushält. Von mir gibt es 4/5 Sterne.

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Lucy und Gabe begegnen sich durch Zufall in einem Shakespeare-Seminar an der Uni. Sie verbringen den Tag miteinander und erleben die schlimmen Ereignisse des 11. September 2001 in New York mit, die sie beide prägen. Dieser Tag soll ihr Leben verändern, nicht nur wegen dieser Ereignisse, denn sie erleben miteinander die erste große Liebe, die perfekt scheint und für immer sein soll. Aber sie entwickeln sich weiter, schließen die Uni ab und starten ihr Berufsleben. Gabe wird Fotograf und träumt von einer Karriere als bekannter Foto-Journalist. Lucy beginnt Fernsehserien für Kinder zu entwickeln und hat ebenfalls eine Karriere vor Augen. Als Gabe ein Angebot erhält, das er nicht ablehnen kann, bedeutet das ihre Trennung, denn Gabe zieht als Fotograf in die Welt hinaus. Lucy will ihre eigenen Pläne und Träume nicht aufgeben und geht nicht mit ihm. Vergessen können sich beide aber nie und nach 13 Jahren treffen sie wieder aufeinander. Ist ihre Liebe noch da? Werden sie wieder zueinander finden? Jill Santopolo erzählt die Geschichte von Lucy und Gabe aus der Sicht von Lucy. Dabei wählt sie einen ganz besonderen Schreibstil. Ich-Erzählerin Lucy führt praktisch eine einseitige Unterhaltung mit Gabe oder es könnte auch ein sehr langer Brief an Gabe sein. Das hat mir unglaublich gut gefallen, nicht nur, weil es mal etwas anderes ist. Diese Art der Erzählung bringt sehr viel Nähe zu Lucy. Man ist ständig Teil ihrer Gedanken und ihrer Gefühlswelt. Sie erzählt alles was geschieht sehr offen, so wie man es eben einem geliebten Menschen erzählen oder auch einem Tagebuch anvertrauen würde. Und dabei merkt man dann, dass Gabe in ihrem Leben bzw. ihren Gedanken eigentlich ständig präsent ist, auch dann noch, als der schlimmste Liebeskummer überwunden ist. Ab und zu liest sie etwas über seine beruflichen Erfolge in Zeitungen oder im Internet aber ansonsten erfährt Lucy und damit auch der Leser, kaum etwas über Gabe und vor allem auch nicht über seine Gefühlswelt. Lucy lebt ihr Leben weiter, hat beruflichen Erfolg, heiratet, bekommt zwei Kinder. Aber Gabe gehört irgendwie immer zu ihrem Leben dazu, zumindest in ihren Gedanken. Da habe ich mich natürlich gefragt, wohin wird diese Geschichte führen? Was passiert wenn sie sich wiedersehen? Und werden sie noch einmal zusammen kommen? Mich hatte die Geschichte sehr schnell gepackt, vor allem in ihren Bann gezogen und dann auch nicht mehr losgelassen. Es ist die Geschichte einer großen und tiefen Liebe von zwei Menschen, die für einander geschaffen sind und einfach zusammen gehören. Dennoch gehen sie auseinander ohne einander je zu vergessen. Die Figur der Lucy ist der Autorin wirklich wunderbar gelungen. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, mit ihr leiden und lachen und vor allem ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehen. Aber auch Gabe, soweit man ihn erlebt, ist sympathisch und authentisch. Ich konnte die schwere Entscheidung, ihre Lebensträume nicht aufzugeben, die die beiden als junge Menschen getroffen haben, verstehen. Ich hatte Respekt vor den beiden, dass sie so entschieden haben, auch wenn der Liebeskummer für beide sicher schmerzlich war. Aber auf den Beruf bzw. die Möglichkeit Karriere zu machen zu verzichten, wäre langfristig für beide sicher genau so schmerzlich gewesen. Jill Santopolo hat, nach eigener Aussage, begonnen diesen Roman zu schreiben, als sie selbst Liebeskummer hatte. Daher sind die geschilderten Emotionen und Reaktionen stets glaubhaft geschildert und die Geschichte gleitet niemals in Richtung Kitsch ab. Lucys und Gabes Geschichte zeigt, dass Liebe und Verlust nahe beieinander liegen und jeder sie jederzeit erleben kann. Mich hat dieser wundervolle, gefühlsstarke und ausdrucksvolle Roman berührt und begeistert aber auch ein bisschen nachdenklich gemacht! Die Geschichte von Lucy und Gabe wird mir noch lange in Erinnerung bleiben! Fazit: 5 von 5 Sternen

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Es ist der 11. September 2001, als Lucy und Gabe sich in einem Uni-Shakespeare-Seminar in New York kennenlernen. Es ist in etwa derselbe Moment, in dem die Twin Tower des World Trade Centers einstürzen. Die Stadt ist beherrscht von Asche und Panik. Doch unter dem grauen Himmel sind es Lucy und Gabe, die einander Licht in diesen dunklen Tag bringen. Und in den Trümmern New Yorks entsteht eine neue Liebe. Lucy macht Karriere beim Fernsehen, doch Gabe ist unglücklich im Big Apple. Er will das Ausland fotografieren, Missstände zeigen und die Welt verbessern. Obwohl die Beiden einander unglaublich lieben, lieben sie den Gedanken an ihre eigene Selbstverwirklichung mehr. In "Was bleibt sind wir" verfolgt der Leser Lucys Gedanken, ihre Gefühle und ihr Leben über ein ganzes Jahrzehnt. Das Buch ist in der Ich-Perspektive verfasst und Gabe ist der Angesprochene. Mal leidet man mit Lucy - und Gabe - , mal will man sie loben, mal korrigieren. Manchmal will man sie auch packen und wachrütteln. Hin und wieder will man die Zeit anhalten oder gar die Uhr zurückdrehen. Denn das größte Problem dieser Liebesbeziehung ist das Timing. Ständig hatte ich den Drang, über den Roman zu sprechen, wenn ich nicht gerade darin las. Und ich las schnell. Doch ich brauchte Lesepausen um zu begreifen. Um meine eigene Gefühlswelt zu beruhigen, den gelesenen Schmerz zu verdauen und um wieder Hoffnung aufkeimen zu lassen. Denn Lektorin und Autorin Jill Santopolo hat eine wahnsinnig intensive Liebesgeschichte geschrieben. So berührend und gewaltig. Eine schmerzhafte und zugleich wundervolle Geschichte einer ersten großen Liebe. DER großen Liebe. Kann das Buch bitte verfilmt werden? Ich habe das Gefühl, noch mehr Zeit mit Lucy und Gabe verbringen zu müssen.

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Dieses Buch ist so wunderschön von der Geschichte her das ich euch nicht noch mehr vom Inhalt verraten möchte, dafür ist schon zu viel im Klappentext gesagt worden. Die Geschichte ist so normal und echt geschrieben das es einem vorkommt als hätte man diese Geschichte selber erlebt, gerade das hat mir an diesem Buch am besten gefallen. Diese Geschichte gefällt mir auch sehr gut vom Schreibstil her, die Autorin schreibt so wunderschön leicht und so flüssig, dass man diese Geschichte in einem Rutsch schön Lesen kann. Die Autorin hat die Geschichte aus der Ich Perspektive von Lucy erzählt. Das fand ich am Ende vom Buch als ich dann drüber nachdenken konnte eine sehr schöne Idee. Es kann nicht immer ein Buch sein welches aus der Sicht beider geschrieben ist. Es gibt Szenen im Buch die sind wie aus dem echten Leben raus geschrieben. So als hätte man es selber erlebt, gemacht. Dieses Gefühl finde ich wirklich wunderbar. So hat mir das Lesen richtig viel Spaß gemacht. Lucy als Charakter fand ich auch direkt sympathisch und wollte ihre Geschichte direkt Lesen, so habe ich das Buch dann auch direkt durchgelesen. Wie konnte es auch anders sein. Das es am Ende vom Buch noch eine Leseliste gibt, die von Lucy und Gabe, fand ich noch ein schönes Extra. Das Cover finde ich wunderschön. Das Pink ist nicht zu stark. Die Personen sind Silhouetten die sich auflösen. Es ist alles in weiß abgebildet. Das Zusammenspiel ist wirklich wunderschön.

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An dieses Buch ging ich sehr unvoreingenommen, denn ich fand jetzt den Klappentext recht ansprechend und wollte mich von der Handlung einfach überraschen lassen. Nach Beendigung kann ich euch jetzt sagen, dass ich etwas durcheinander bin. Wie im Klappentext schon erwähnt, lesen wir die Geschichte von Lucy und Gabe, die sich während eines Seminars kennenlernen und auch näherkommen. Ich hatte als Leser das Gefühl, dass es zwischen den beiden die wirklich große Liebe zu sein scheint, allerdings haben beide sehr unterschiedliche Träume. So kommt es, dass sich die beiden trennen und jeder sein eigenes Leben lebt. Einige Jahre später treffen sich die beiden wieder und irgendwie hat man als Leser das Gefühl, dass zwischen den beiden noch was ist. Die Handlung fand ich recht unterhaltsam und wirklich nett geschrieben. Persönlich würde ich sagen, dass die Geschichte in eine Art Tagebucheinträge formuliert ist, denn wir lesen das Buch in der Ich – Perspektive von Lucy, die aber ihre Erlebnisse jemandem erzählt. Diese Form fand ich recht angenehm zu lesen und es war aus meiner Sicht auch gut, dass man Lucy als Erzählende genommen hat und nicht immer gewechselt wurde, denn so bekommt man als Leser sehr viele Eindrücke vom Gefühlsleben von Lucy. Ich musste auch so manches Mal mit ihr mitleiden, denn manche Abschnitte fand ich schon sehr traurig, hingegen fand ich wiederum andere Abschnitte recht humorvoll. Es gab da zum Beispiel eine Szene, wo beschrieben wird, was ihr Freund ihr für eine Überraschung machen will, obwohl sie keine Überraschungen mag. Fand ich sehr realistisch beschrieben. Ich möchte noch erwähnen, dass die Handlung aus meiner Sicht doch etwas vorhersehbar war und es für mich jetzt nicht groß irgendwelche Überraschungen gegeben hat, dennoch habe ich mich jetzt eigentlich nicht gelangweilt. Allerdings kann ich euch sagen, dass das Ende doch definitiv nicht vorhersehbar war und ich so wirklich überrascht war. Persönlich fand ich das Ende absolut in Ordnung, obwohl es doch ein oder zwei Kleinigkeiten gab, die nicht aufgelöst wurden. Das Gute daran ist wiederum, dass ich jetzt was zum grübeln habe. Die Schreibweise würde ich als sehr flüssig und locker, aber auch recht einfach bezeichnen. Allerdings war das Buch auch sehr angenehm zu lesen. Das Setting in New York fand ich wirklich gut gewählt, denn ich mag Geschichten, die in dieser Stadt spielen. Die Emotionen in diesem Buch fand ich dem Leser sehr toll näher gebracht und ich konnte mich sehr gut in Lucy hineinversetzen. Lucy fand ich jetzt recht sympathisch beschrieben. Sie wirkte recht authentisch, obwohl ich jetzt manche Taten von ihr nicht nachvollziehen konnte, aber nun ja, man kann ja nicht alles verstehen. Lobenswert fand ich, dass sie sich nicht hat alles gefallen lassen. Auch die Nebencharaktere fand ich recht gut beschrieben. Das Cover gefällt mir gut. Vor allem die Farbwahl hat es mir angetan. Wirklich sehr ansprechend. Zur Autorin: Jill Santopolo lebt in New York und arbeitet als Lektorin. Sie hat bereits zahlreiche Jugendromane veröffentlicht und sich als erfolgreiche Autorin etabliert. Zudem reist sie als Dozentin durch die Welt und spricht über das Schreiben und Geschichtenerzählen. »Was bleibt, sind wir« ist ihr erster Roman bei Heyne. Quelle: Verlag Fazit: 4 von 5 Sterne. Ein wirklich toller Roman! Absolut empfehlenswert.

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Geschichte und Erzählstil: Es war mal wieder Zeit für ein Hörbuch: Meine Wahl fiel auf eine Neuerscheinung aus dem Hause Randomhouse Audio - Was bleibt, sind wir von Jill Santopolo. Der Klappentext hat mich ein bisschen an Romane wie An jedem einzelnen Tag, Für immer vielleicht und Zwei an einem Tag erinnert und in diese Richtung geht Santopolos Geschichte auch auf jeden Fall. Es ist die Geschichte von Gabe und Lucy, zwei Menschen, die an einem einzigen emotionsgeladenen Tag zueinander fanden und seitdem irgendwie nie richtig voneinander loskommen, auch wenn sie sich monatelang, jahrelang nicht sehen. Klingt romantisch und vor allem melancholisch und nachdenklich. Eben das ist Was bleibt, sind wir auch. Erzeugt wird dieses Gefühl in erster Linie durch den besonderen Erzählstil, denn die Ich-Erzählerin Lucy erzählt ihre Geschichte rückblickend und richtet das Wort dabei an Gabe. Sie spricht ihn direkt an, gesteht ihm ihre Gefühle, zeigt ihm auf, was zwischen ihnen falsch lief und was wunderbar war. Ein intensiver Erzählstil, der den Leser dicht ran bringt an die Charaktere und ihn teilhaben lässt an ihren Erlebnissen und Emotionen. Außerdem drückt er eben eine besondere, bittersüße Melancholie aus, denn irgendwie hat man von Anfang an ein ganz bestimmtes Gefühl, das einen nicht loslässt. Welches das ist, müsst ihr selbst herausfinden! Nun zur Handlung selbst: Ausgangssituation ist der 11. September 2001 - an diesem Tag begegnen Gabe und Lucy sich zum ersten Mal. Sie blicken gemeinsam auf New York, als das World Trade Center in sich zusammenstürzt, und irgendwie löst dieses Erlebnis etwas in den beiden aus, was sie für immer zusammenschweißt. Ein bittersüßer, trauriger und zugleich hoffnungsfroher Gedanke, der die Liebesgeschichte der beiden zu etwas ganz Besonderem macht. Zeigt es doch, wie wichtig es ist, im Hier und Jetzt zu leben und jeden Tag zu nutzen. So richtig zueinander finden die beiden jedoch erst einige Jahre später - die intensive Romanze fühlt sich auch für den Leser / Zuhörer nach großer Liebe an. Was mir besonders gut gefallen hat: Jill Santopolo ist eine der wenigen Autorinnen, die Sexszenen so richtig gut beschreiben kann. Es wirkt einfach echt und authentisch, nicht zu lächerlich-pornomäßig, zu abgedroschen oder zu unschuldig verspielt. Eben genau richtig. Nach Gabes und Lucys kurzer, aber intensiver Beziehung flacht die Handlung allerdings deutlich ab. Die beiden gehen getrennte Weg und entwickeln sich dabei zu Charakteren, die mir nicht wirklich sympathisch waren. Gabe wirkte auf mich schnell wie ein egoistischer Vollhonk, der sich nur bei Lucy meldet, wenn es ihm schlecht geht oder er etwas Bestimmtes will, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, was das bei Lucy auslösen könnte. Unsensibles Trampeltier! Lucy wiederum machte auf mich des Öfteren den Eindruck eines Fähnchens im Wind. Außerdem scheint sie chronisch unzufrieden zu sein und dabei außerstande, etwas dagegen zu unternehmen. Von diesem Moment an war für mich die Romantik vom Anfang verflogen und mein Interesse am gemeinsamen Schicksal der Figuren nahm deutlich ab. Das Leben der beiden ist schon durchaus spannend - es gibt witzige, traurige, emotionale und weniger schöne Momente, was einfach echt und authentisch wirkt. Aber das Miteinander habe ich nach ihrer Trennung einfach nicht mehr gesehen. Das Verhalten der beiden hat zumindest mir klar gemacht, dass sie eigentlich null zusammenpassen. Diese Stimmung hat sich gegen Ende schließlich noch einmal geändert - die letzte CD war wahnsinnig packend, gefühlvoll, dramatisch und so traurig-schön. Ein wahres Gefühlschaos! Hier war ich auf jeden Fall fertig mit den Nerven und das hat die Durststrecke im Vorfeld wieder etwas wett gemacht und mich mit der Geschichte versöhnt. Das Ende ist einfach... gnaaaaah! Lest selbst! Sprecher: Was bleibt, sind wir wird von Annina Braunmiller-Jest gelesen - der deutschen Synchronstimme von Kristin Stewart in den "Twilight"-Filmen. Bei ihr scheiden sich sicher die Geister, aber ich mag ihre Stimme, die irgendwie leise, melancholisch und sanft klingt und damit perfekt zu Lucy passt. Was mir hier und da nicht so gut gefallen hat, ist, dass es immer mal wieder einen störenden Schalleffekt gab, der einen ein bisschen aus dem Geschehen gerissen hat. Das ist aber nur eine Kleinigkeit - ansonsten eine wirklich tolle Umsetzung. Mein Fazit: In Was bleibt, sind wir erzählt Jill Santopolo die melancholische Liebesgeschichte von Lucy und Gabe - eine Romanze, die definitiv ihre großen Momente hat und vor allem am Anfang und am Ende sehr berührt und mitnimmt. Zwischendrin hat mich die Geschichte nicht so gepackt und die Charaktere waren mir richtiggehend unsympathisch. Aber so ist das nun mal manchmal im Leben - man kann nicht jeden mögen. Und deswegen hat mir das Hörbuch im Großen und Ganzen recht gut gefallen. Gut gemachte Unterhaltung mit Herz.

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Meinung: Das Cover wirkt durch seine Zweifarbigeit zunächst sehr schlicht und unaufdringlich, bleibt aber nicht zuletzt auch genau deshalb in Erinnerung. Als Einstieg in die Geschichte würde 9/11 gewählt, womit die Autorin sicherlich nicht nur auf Zustimmung treffen wird, dennoch ist es ihr gelungen, so einen logisch nachvollziehen und schnellen Einstieg in die Geschichte zu konstruieren. Die Liebesgeschichte der beiden könnte mich wirklich rühren. Obwohl sie beide wussten, wie sehr sie einander liebten, rannten die Protagonisten immer wieder in entgegengesetzte Richtungen und haben so mein armes Herz immer wieder brechen lassen . Sehr spanned fand ich, dass ich trotz der Ich-Erzählerin  die Geschichte irgendwie ganz anders wahrgenommen habe, da sie eigentlich fast bis zum Schluss über die Vergangenheit redet. Wenn die Protagonistin Lucy über ihren Geliebten, Gabe redet, sagt sie immer "Du", weshalb man sich stellenweise sehr in dessen Perspektive hineinversetzt fühlt, ohne ihn oder seine Gedanken wirklich zu kennen. Mit der Rolle des passiven Zuhörers Gabe, hat die Autorin den Verlauf der Geschichte in ihren Schreibstil eingearbeitet, was mich wirklich fasziniert hat! Auch wenn das buch mal auf eine ganz andere Art und Weise geschrieben wurde, lässt es sich wahnsinnig flüssig Lesen. Vielleicht au h gerade deshalb, weil man die ganze Zeit das Gefühl hat es würde wirklich jemand vor einem stehen und die Geschichte erzählen. Total toll fand ich auch die "Leseliste" von Gabe und Lucy, die so ähnlich wie eine Playlist hinten im Buch zu finden ist! Fazit: Diese Geschichte kann ich euch nur aller ärmstens Empfehlen. Das Buch ist mal ganz anders geschrieben, als ich es gewohnt bin und erzählt eine wunderbare Liebesgeschichte. Somit verdient es 5 Sterne: 🌟🌟🌟🌟🌟.

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