Leserstimmen zu
Das Versprechen der Jahre

Penny Vincenzi

Die Lytton-Saga (1)

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€ 12,00 [D] inkl. MwSt. | € 12,40 [A] | CHF 17,90* (* empf. VK-Preis)

Inhalt London 1904: Lady Celia Lytton betört die englische Society mit ihrer Intelligenz und Schönheit zugleich. Sie ist die perfekte Gastgeberin, veröffentlicht im eigenen Verlag einen Bestseller nach dem anderen und genießt ihr junges Familienglück – ein privilegiertes Leben. Doch dramatische Ereignisse kündigen sich an, und als ihr Mann Oliver in den Krieg eingezogen wird, können die Lyttons nicht mehr die Augen vor der Realität verschließen. Die makellose Fassade bekommt erste Risse, und Celia beginnt zu verstehen, dass sie einen Preis zahlen muss, für die Entscheidungen, die sie getroffen hat, und die Geheimnisse, die sie bewahrt … (Quelle: Klappentext) Meine Meinung Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Band 1 der „Lytton“ – Saga Celia täuscht Oliver mit einer Schwangerschaft und bekommt ihn so dazu, das er sie heiraten muss. Die neue Mutterrolle gefällt ihr nicht, weswegen sie gerne mit Familienunternehmen mitarbeiten würde. Oliver zweifelt an ihrem Erfolg, lässt sich aber davon überzeugen ihr und sie ist am Ende eine unschätzbare Bereicherung für den Verlag und führt ihn mit LM nach Olivers Abwesenheit halbwegs sicher und bedacht durch die Kriegsjahre. Etwas, das ihr nur wenige Männer anerkennen… Celia macht es einem nicht immer leicht sie zu mögen, wirklich sympathisch wurde sie mir erst gegen Ende des Buches. Zu Beginn ist sie für meinen Geschmack einerseits zu herzlos gegenüber einigen Familienmitgliedern, anderseits lässt sie anderen alles durchgehen und am Ende hat sie genug Lebenserfahrung und behandelt fast alle gleich Oliver ist Zuhause nicht der Mann im Haus und versucht zumindest im Verlag der höchste Chef zu sein. Doch als Celia einsteigt, wird er auch dort schwierig. Er hat immer weniger zu sagen und als der Krieg beginnt, hat er endlich das Gefühl wichtig zu sein. Über Jahre ist er an der Front dabei und kommt vollkommen verändert zurück. Oliver hat zu nichts mehr Lust und gewöhnt sich nur langsam wieder an sein altes Leben. Sehr zum Ärger von Celia, die er wie Luft behandelt. Zurück im Verlag stellt er alles in Frage, das seine Frau angeordnet hat und will alle Frauen wieder entlassen. Schließlich können Männer doch alles besser… …und genau diese Aussage machte ihn immer unsympathischer am Ende des Buches. Anfangs fand ich ihn zwar auch nicht sonderlich nett, aber er war immerhin erträglich. LM ist die große Schwester liebt ihren Beruf – einen Mann an ihrer Seite kann sie nicht gebrauchen, sodass sie sich mit kleinen „Affären“ über Wasser hält. Bis plötzlich ein Handwerker in ihr Leben tritt und sie zu verändern beginnt. Die beiden haben eine schöne und manchmal schwierige Zeit zusammen – und dann kommt es zum Krieg und er will an die Front. LM lässt ihn schweren Herzens ziehen, da auch Oliver in den Krieg geht, führt sie nun mit Celia das Verlagshaus allein. Schwere Jahre stehen ihnen bevor… Bei LM habe ich eine lange Zeit gebraucht, bis ich mit ihr warm geworden bin. Sie steht zwar von Beginn an auf der Seite von Celia, unterstützt sie gegenüber Oliver und allein das macht sie sehr sympathisch, aber ich konnte LM schlecht einschätzen. Was liegt ihr wirklich am Familienunternehmen? Würde sie es bis zum bitteren Ende durchhalten? Das konnte ich mir bei ihr nicht vorstellen – wenn sich ihr eine Möglichkeit bietet zu gehen, würde sie es machen. Da war ich mir sicher. Sebastian ist Kinderbuchautor und kommt gegen Mitte / Ende des Krieges mit seinem Agenten auf den Verlag zu, um sein Buch zu veröffentlichen. Es ist eine harte Verhandlung, doch am Ende bekommt Celia den Zuschlag. Sie selbst liebt das Buch und unterstützt Sebastian sehr nah beim gesamten Prozess. Bei beiden kommen Gefühle auf, doch Celia hält anfangs an ihren Grundsätzen fest. Doch Sebastian gibt nicht auf… Ich war mir nie sicher, wie viel von Sebastians großen Herzen gespielt ist und wie viel echt. Oft konnte ich ihm seine Gefühle einfach nicht abkaufen. Er will, das sein Buch Erfolg hat und gibt dem Verlag mit Sicherheit nicht vor lauter Nächstenliebe die Rechte. Sebastian will Celia und deswegen bekommt der Verlag den Zuschlag. Sylvia ist ein „ehemaliges“ Projekt von Celia, das sie während ihrer dritten Schwangerschaft mit den Zwillingen betreut. Die Frau steht am Rande des Gesellschaft, bekommt am laufenden Band Kinder und lebt mit einem gewalttätigen Mann zusammen. Die Kinder leben auf engsten Raum zusammen und haben kaum genug zum Essen, Anziehen oder Spielen. Barty, eine Tochter von Sylvia, geht dort unter und Celia holt sie vorübergehend zu ihr. Die Mutter ist erleichtert. Mit Sylvia bin ich überhaupt nicht warm geworden – sie macht sich keine Gedanken um irgendwas und tut nichts. Sie sitzt den ganzen Tag Zuhause und jammert rum. Die Kinder können unterschiedlicher nicht sein: es gibt den ruhigen Giles, die zickigen und verwöhnten Zwillinge, Barty, die unglaublich clever ist, und viele andere Kinder. Manche nerven und andere bringen einen zum Schmunzeln. Ich bin gespannt, was man bei einigen noch erwarten kann. Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird hauptsächlich aus der Sicht von Celia, was einen guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt gibt, aber auch viele andere Charaktere erzählen ihre Geschichte. Die ersten 130 Seiten des Buches waren überhaupt nicht nach meinem Geschmack. Völlig uninteressant geschrieben und die Charaktere waren unglaublich farblos und oberflächlich – ich war kurz davor das Buch abzubrechen, doch am Ende habe ich mich durchgekämpft und dann ungefähr ab Seite 250 wurde es ein kleiner Pageturner für mich. Plötzlich änderte ich alles: die Geschichte nahm an Fahrt auf, es gab immer neue Überraschungen und die Charaktere kamen endlich aus sich heraus. Zum Glück habe ich es nicht abgebrochen, doch einen Kritikpunkt habe ich trotzdem noch – für mich wurde es gegen Ende immer schwerer den Zeitsprüngen zu folgen. Unterteilt ist das Buch in zwei Abschnitte über mehrere Jahre, aber auch innerhalb einer Seite springt man an einigen Stellen mehrere Jahre / Monate in die Zukunft. Man wusste manchmal einfach nicht mehr welches Jahr oder welche Jahreszeit es überhaupt ist. Mir hätten kleine Jahreszahlen gereicht, nur als grobe Orientierung, sodass man nicht vollkommen im Dunklen tappt. Alles in allem ist „Das Versprechen der Jahre“ ein interessanter Roman über den Wandel und die Probleme einer Familie innerhalb schwieriger Jahre. Lasst euch von dem schwachen Start nicht abschrecken und gibt der Geschichte eine Chance. 🌟🌟🌟🌟 Sterne

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TITEL: "Das Versprechen der Jahre" AUTOR: Penny Vincenzi SEITEN: 640 VERLAG: Goldmann Verlag ERSCHEINUNGSDATUM: 19.03.2018 PREIS: 12,00 Euro INHALT: In diesem Roman begleiten wir die bezaubernde Celia. Angefangen im Jahre 1904 mit ihrer Hochzeit mit Oliver, den sie gegen den Willen ihrer Eltern aus Liebe heiratet. Doch schon bald ziehen dunkle Wolken über das Glück der beiden , denn Oliver wird in den Krieg einberufen und Celia musss in diesen schweren Zeiten viele Entscheidungen allein treffen. Sie muss für ihre Familie da sein und auch den Verlag, der ihrem Mann und seiner Familie gehört, gerecht werden. MEINE MEINUNG: Dieses Buch ist der Auftakt für eine dreiteilige Reihe- der Lytton Saga. Und schon dieser erste Teil war für mich so monumental, so gewaltig und einfach schon so gross. Das Buch umfasst über 600 Seiten und keine davon ist zuviel. Die Geschichte war an keiner Stelle irgendwie langatmig oder uninteressant. Im Gegenteil, das Buch konnte mich sofort fesseln, mitreissen und ich fand das ganze Buch sehr interessant. Bei den Charakteren hat mir am Anfang das Personenregister geholfen, aber schon nach einigen Seiten konnte ich alle Personen gut einordnen und ich fand auch die Anzahl der Protagonisten übersichtlich. Das Setting im Verlagswesen hat mir als Leseratte sehr gefallen und ich fühlte mich beim Lesen einfach nur wohl. Wir begleiten Celia und lernen sie als sehr starke Frau, Mutter und Geschäftsfrau kennen. Während des Lesens wurden in mir auch so viele verschiedene Emotionen hervorgerufen. Ich habe mit ihr gelitten, gehandelt und auch viel geweint. Das Buch ist so gefühlvoll geschrieben und auf den ganzen Seiten kann man immer wieder neue Wendungen erleben. Ich lebte förmlich beim Lesen in diesem Buch. Es liess mich nicht mehr los und die ganze Geschichte war für mich einfach so fesselnd und interessant. Das Buch deckt auch soviel Interesen ab: Familiengeschichte, Liebe, Kinder, Geschehnisse im 1. Weltkrieg, die Geschäftswelt des Verlagswesens. Einfach für jeden etwas. FAZIT: Es ist einfach ein so gewaltiges Buch, welches wirklich jeder gelesen haben sollte. Und ein so grossartiges Buch bekommt natürlich 5/5 Sterne von mir. 🌟🌟🌟🌟🌟

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,Das Versprechen der Jahre’ ist der erste Teil der Lytton Saga und hat mich endlich aus meiner Leseunlust befreit. Das Buch wurde mir vom Goldmann Verlag zur Verfügung gestellt - Vielen lieben Dank. Jeder der drei Romane wurde von einer anderen Übersetzerin übersetzt. Der erste Band wurde von Sonja Hauser übersetzt und hat, inklusive Leseprobe, 641 Seiten. Erschienen ist die broschierte Ausgabe im März 2019. Inhalt: London 1904: Lady Celia heiratet den charmanten Verlagsinhaber Oliver Lytton. Die Londoner Highsociety ist von der jungen, intelligenten Frau begeistert. Als der erste Weltkrieg seine Schatten vorauswirft und ihr Mann einberufen wird, muss Celia gemeinsam mit ihrer Schwägerin den Verlag leiten. Immer wieder müssen die Frauen sich dabei neuen Herausforderungen stellen und einen hohen Preis zahlen. Meine Meinung: Dieses Buch gehört zu meinen Jahreshighlights! Auch wenn das Cover eher eine Geschichte voller Liebe und Herzschmerz vermuten lässt, ist es der Roman gar nicht. Vielmehr ist es eine Gesellschaftsstudie, die dabei noch wunderbar geschrieben ist, in einer Sprache, die die Würde der Zeit widerspiegelt. Als Leser lernen wir nicht nur Celia Lytton kennen, sondern auch jede der anderen Figuren, den jeder dieser Personen hat ihre eigene Geschichte und ihren eigenen Handlungsstrang diese lösen sich mehrfach in einem Kapitel ab und verflechten sich sehr gut miteinander ohne dabei zu verwirren. Das schöne an dieser Figurenvielfalt ist, wir kriegen als Leser einen unbegrenzten Einblick in die verschiedensten Gesellschaftsschichten und in die politischen Gegebenheiten rund um den ersten Weltkrieg. Besonders Augenmerk legt die Autorin dabei auf die Entwicklung der Rolle der Frau und wie sie nach dem Krieg wieder zurück gedrängt wurden. Aber kein Mann wurde dabei, als Macho oder ähnliches dargestellt. Vielmehr sind alle handelnden Personen Kinder ihrer Zeit. Keine der Figuren ist perfekt, aber alle Figuren sind realistisch und ehrlich. Manchmal passiert etwas, wo ich als Leser im ersten Moment sagen würde die Handlung finde ich jetzt etwas fragwürdig und dann kommt ein Wendepunkt mit dem ich so nicht gerechnet hätte. Was mir beim Lesen immer wieder auffiel sind die sehr guten Recherchen, vor allem über die Entwicklungen im Verlagswesen, aber auch historische Ereignisse wurden sehr gut in die Geschichte eingewebt und zeigt auf lebende Weise die Auswirkungen auf eine Familie. Bei meinen Recherchen zu dieser Rezension musste ich feststellen, das die Autorin Penny Vincenzi am 25. Februar 2018 verstorben, da sie aber 1939 geboren ist merkt man aber auch ihrem Buch diesen Zeitgeist an. Nichts an ihrer Geschichte wirkt künstlich oder fiktional. ‚Das Versprechen der Jahre‘ ist eine ehrliche Geschichte voller starker Persönlichkeiten vor einer gewaltigen Kulisse. Ich freue mich schon auf den 29. Mai 2018 auf Band 2: ‚Die Stürme der Zeit‘ und auf den 16. Juli 2018 da erscheint Band 3: ‚Die Stunde des Schicksals‘

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Inhalt: Gegen den Willen ihrer Eltern heiratet die schöne junge Lady Celia den Verleger Oliver Lytton. Als dieser in den Krieg einberufen wird, muss sie alle Entscheidungen selber treffen. Die stabile Fassade ihres Lebens bekommt allmählich Risse und zudem kommt sie mit ihrem Mann nicht mehr zurecht, als dieser aus dem Krieg zurückkehrt. Währenddessen macht ihr der smarte Autor Sebastian den Hof. Wird sie sich darauf einlassen und wie wird sich ihr Leben und das ihrer Familie nach den verheerenden Kriegsjahren entwickeln? Die Lytton Saga beginnt im Jahre 1904 in London und verspricht eine Geschichte um Liebe, Intrigen, Leidenschaft, Macht und ungewöhnlicher Ereignisse ! Meine Meinung: Eine Familiensaga mit so vielen Charakteren, unterschiedlichen Ansichten und Lebensgeschichten zu lesen gestaltet sich anfangs recht schwierig. Ich konnte mir kaum die Namen merken, geschweige denn wer zu wem gehört. Auch ist in diesem Roman keine Unterscheidung zu erkennen, wer gerade mit wem spricht oder wer gerade im Blickfeld des Lesers steht. Die Übergänge sind manchmal kaum wahr zu nehmen und so hat man Mühe dem Geschehen zu folgen. Doch dies wird mit der Zeit immer besser und man gewöhnt sich daran. Die Figuren bekommen immer mehr Festigkeit und von Seite zu Seite formt sich ein Bild eines jeden. So detailliert beschrieben kann man sich auch für den ein oder anderen erwärmen oder das Gegenteil tritt ein. Man hat das Gefühl als lebe man unter der Familie Lytton. Celia ist die nette Freundin und eine Person, die man einfach ins Herz schließen muss. Ebenso Oliver, auch wenn er öfter einen starken Mann heraushängen lassen möchte. Die kleine Barty hat es mir am meisten angetan. Ein Mädchen, dass heranwächst in einer Welt, von der sie nur träumen konnte und doch in ihrem Inneren die Liebe fehlt, die sich sehnlichst wünscht. Bemerkenswert ihren Werdegang mit erleben zu dürfen. Der Schreibstil der Autorin ist warmherzig, locker leicht und faszinierend. Ich hatte enorm großen Spaß an diesem Buch. Man fühlt die Atmosphäre, die sie dieser Geschichte eingehaucht hat und ich freue mich sehr darauf die weiteren Werke in Händen halten zu dürfen. Denn man muss einfach wissen, was noch alles auf die Lyttons zukommen wird. Fazit: Eine wundervoll erzählte Familiensaga mit Charakteren, die man ins Herz schließen mag. Wer gerne die Entwicklungen einzelner liebenswürdiger Personen miterleben möchte, der sollte auf jeden Fall zu diesem Roman greifen. Fast identisch mit Werken wie Downton Abbey und ähnlichem. Eine tolle Charakterdarstellung und unendlich viel Charme verbreiten sich in dessen Zeilen. Ein Wohlfühlbuch !! Für mich ein hoher Lesegenuss und deswegen vergebe ich auch gerne ganze 4,5 Sterne !

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Dieser Roman ist der Auftakt zu einer dreiteiligen Familien-Saga und er deckt den Zeitraum der Jahre 1904 bis 1918 ab. Wir lernen die junge Celia kennen, die sich gegen ihre Eltern, die dem englischen „Landadel“ angehören, durchsetzt und ihre große Liebe Oliver Lytton heiratet. Der Familie Lytton gehört ein Verlagshaus in London, das von Oliver und seiner Schwester Margaret geführt wird. Schon bald nach der Hochzeit beginnt Celia Interesse am Verlagswesen zu entwickeln und überredet schließlich ihren Mann, dort mitarbeiten zu dürfen. Nur das Führen des Haushalts lastet die junge Ehefrau nicht aus. Es stellt sich heraus, dass Celia ein gutes Gespür für Bücher, neue Autoren und gute Geschichten hat und bald wird sie zur Lektorin ernannt. Doch dann droht der 1. Weltkrieg und vieles wird sich verändern. In diesem ersten Teil der Trilogie begleiten wir also die junge Celia in ihre Ehe, bei der Gründung einer Familie und den ersten Schritten im Verlagswesen bis zu den ersten Erfolgen. Es war wirklich schön zu erleben, wie die junge Familie ihr Glück genießt und alles gut läuft. Mir hat es als Bücherwurm natürlich besonders gut gefallen, dass das Familienunternehmen der Lyttons ein Verlag ist und es viel Einblick in die Verlagsarbeit der damaligen Zeit gibt. Es wird auch ziemlich deutlich, welchen Stand eine (Ehe-)Frau zu dieser Zeit hatte. Dass eine Frau der Oberschicht berufstätig war, gehörte wohl eher zu den Ausnahmen. Neben repräsentativen Pflichten, der Führung des Haushalts und der Erziehung der Kinder gehörten eher karitative oder soziale Tätigkeiten zur Beschäftigung einer Frau. Daher musste Celia viel Überredungskunst anwenden, um ihren Mann zu überzeugen, dass sie im Verlag mitarbeiten darf. Es wird auch sehr deutlich, welche Standesunterschiede es zur damaligen Zeit in der Bevölkerung gab. Eine Mittelschicht gab es wohl kaum, eher nur reich und arm. Die Jahre des 1. Weltkriegs verändern dann vieles und auch die Oberschicht muss um ihre Existenz kämpfen. Die Frauen tragen zu Hause die Verantwortung für alles während die Männer im Krieg sind. Die Kriegszeit erleben wir allerdings überwiegend aus der Sicht der Frauen zu Hause während die Ehemänner die Greuel von der Front in Briefen berichten. Allerdings werden auch die Folgen des Krieges deutlich und die Männer, die zurückkehren habe oft lange mit ihrem Kriegstrauma zu kämpfen. Neben Celia und Oliver Lytton gibt es noch viele weitere Personen, die es kennenzulernen gilt. Da sind z. B. die Eltern von Celia sowie ihre Schwester, Olivers Schwester und sein Bruder, der mit seiner Familie in den USA lebt, die Kinder der Familien und noch etliche mehr. Das hört sich verwirrender an als es ist, denn die Personen werden nach und nach eingeführt und lassen sich dann im Verlauf gut einordnen. Zusätzlich gibt es aber auch am Anfang des Buches ein gutes Personenverzeichnis. Mir haben alle Figuren gut gefallen, denn sie sind alle gut charakterisiert und passen in die Zeit. Zu allen konnte ich eine gewisse Nähe aufbauen, mit ihnen fühlen und ihre Handlungen nachvollziehen. Beim Lesen fühlte ich mich fast wie ein Familienmitglied. Es werden viele Themen berührt, die Verlagsbranche, das Leben zu dieser Zeit allgemein, die Wirren des Krieges aber auch Liebe, Intrigen und Standesdünkel. Geheimnisse, unerwartete Wendungen und Schicksale, bringen viel Abwechslung und Unterhaltung in die Geschichte. Der Schreibstil ist sehr lebendig, mitreißend und auch ausdrucksvoll und hat mein Kopfkino angeregt. Ich könnte mir diese Saga auch gut als Verfilmung vorstellen. Der Auftakt zu dieser großen Familiensaga ist sehr fesselnd, wunderbar erzählt und hat mich sehr gut unterhalten. Ich freue mich auf die baldige Fortsetzung und die weiteren Schicksale der Familie Lytton! Fazit: 5 von 5 Sternen

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