Leserstimmen zu
Suche mich nicht

Harlan Coben

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Simon ist verzweifelt, obwohl erstmals seit ein paar Jahren auch wieder ein bisschen Hoffnung in seinen Gedanken aufkeimt. Er sitzt auf einer Bank in Strawberry Fields, einem besonders beliebten Parkabschnitt im Central Park, und lauscht seiner untergetauchten Tochter beim Gitarre spielen. Sie ist nicht wirklich gut. Simon erkennt seine einst hübsche Tochter kaum wieder, so abgemagert ist sie heute, so heruntergekommen ihre gesamte Erscheinung. Alles hatte begonnen sich zu verändern, als Aaron in ihr Leben trat. Was ist ihr passiert und wird dieses Mädchen jemals wieder seine geliebte Tochter sein? Das Thema Drogensucht, welches ich anhand des Klappentextes direkt mit dem Buch und folglich meinen Erwartungen an das Buch verband, ist gar nichts für mich. Doch kam die Thematik nicht so sehr in den Fokus, wie ich erwartet hatte. Hauptsächlich thematisiert Coben die tiefe und bedingungslose Liebe, die ein Vater für seine Tochter empfindet, so dass er einfach nichts unversucht lässt sie zu finden. Simon, der Protagonist und Vater der verlorenen Tochter Paige, gibt hierbei alles und schreckt vor nichts zurück. Coben schafft es den Protagonisten Simon dabei wahnsinnig sympathisch und mitfühlend erscheinen zu lassen, aber auch kämpferisch und tapfer. Genauso, wie seine Frau Ingrid, die zu Beginn des Buches noch als kühler und abweisender beschrieben wird. Die Geschichte ist wahnsinnig originell. Coben greift bei der Hauptwendung des Buches, auf die ich jetzt aus Spoiler-Gründen nicht detailliert eingehen möchte, auf eine Thematik zurück, die vielfach in der Presse vorverurteilt wird, ohne diese in seinem Buch von Vornherein negativ darzustellen. Er macht lediglich auf eine subtile Art und Weise auf andere Umstände, auch Lebensansichten und -einstellungen aufmerksam. Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass Coben definitiv zu den Meistern des Thriller-Genres gehört. Ihm gelingt es als einer der ganz wenigen Autoren Wendungen so gut zu verpacken, dass diese nicht künstlerisch hinzugefügt und dadurch Story-verfälschend erscheinen. Ein echter Garant für das Schreiben eines Page-Turners nach dem anderen. So auch bei „Suche mich nicht“.

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"Suche mich nicht" von Harlan Coben war mein erster Roman des Autors und hat mein Interesse aufgrund des interessanten Klappentexts geweckt. Und der Inhalt konnte dann auch das halten, was der Klappentext verspricht: Ein wirklich abwechslungsreicher spannender Thriller mit vielen Emotionen und Dramatik. Im Mittelpunkt dieses Romans steht vor allem Simon, New Yorker Vater von 3 Kindern, der auf der Suche nach seiner Tochter Paige ist, die eines Tages plötzlich verschwand und nur eine Nachricht hinterließ, dass sie nicht gefunden wird. Bei der Suche wird Simon zunächst mit seiner Frau Ingrid und dann mit einer einer Privatdetektivin in einen Strudel dunkler Machenschaften verwickelt, die nicht nur für ihn weitreichende Konsequenzen haben. Die Figuren in diesem Roman sind sehr interessant und vielschichtig gestaltet. Wie es scheint, verbirgt jede Figur Geheimnisse, die zum Gelingen der Handlung beitragen. Die meisten Figuren sind zunächst nicht das, was sie zu sein scheinen, sondern können immer wieder mit überraschenden Feinheiten und Besonderheiten aufwarten. Und auch wenn man zunächst manche Handlungen einzelner Figuren, allen voran Ingrids, nicht so recht nachvollziehen kann, machen gerade diese leichten Ungereimtheiten ihren Charme aus und sorgen für Interesse. Man setzt sich beim Lesen aktiv mit den Figuren auseinander und versucht ihre Bedeutung für das Gesamtkonstrukt zu erahnen. Dabei wird man immer wieder positiv überrascht. Dieser Roman ist herrlich verworren. Irgendwie ist nichts, wie es zunächst erscheint. Die Handlung macht immer wieder Orts- und Charakterwechsel durch, die jedoch nicht wirklich verwirrend sind, sondern die Spannung vielmehr aufrecht erhalten. Dadurch erhält man einen vielschichtigen Blick auf das große Ganze. Die Spannungsbögen werden nahezu durchgehend aufrecht gehalten. Eine überraschende Wendung jagt die nächste, so dass die Geschehnisse immer wieder in andere Richtungen gedrängt werden. Dabei kommen die Emotionen der Charaktere nicht zu kurz, sondern werden wie selbstverständlich perfekt in die Handlung mit eingewoben. Und auch wenn einzelne Erzählstränge zwischendurch auch etwas vorhersehbar sind, minimiert dies nicht wirklich das Lesevergnügen, da die Charaktere dies mit ihrer Authentizität wieder gut machen. Harlan Cobens Schreibstil ist extrem detailgenau und wirkt teilweise auch erschreckend realistisch. Beim Lesen hat man die ganze Zeit das Gefühl real vor Ort zu sein und die Geschehnisse als Beobachter mit zu erleben. Man wird von seinen sehr bildhaften Worten mitgerissen und fiebert bis zum Schluss mit. Fazit: Auch wenn einzelne Handlungen in "Suche mich nicht" von Harlan Coben etwas vorhersehbar sind, enthält der Roman eine Menge spannender Wendungen, die für Spannung sorgen! Die Handlung lebt vor allem durch die authentischen und geheimnisvollen Charaktere. Dies war mein erster Roman des Autors und wird mit Sicherheit nicht mein letzter geblieben sein. In meinen Augen hat der Roman eine unbedingte Leseempfehlung verdient! Note: 2+ (💗💗💗💗)

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Spannung pur!

Von: skaramelle

22.07.2019

Was würde man nicht alles für seine Kinder tun? Schon in alltäglichen Lebenslagen werden Eltern zu Superhelden. Aber was, wenn das eigene Kind auf die schiefe Bahn gerät und dann auch noch verschwindet? Das macht Simon durch als seine Tochter Paige von einem auf den anderen Tag verschwindet und auch nicht gefunden werden will. Natürlich macht er sich trotzdem auf die Suche und findet seine Tochter unter Drogen im Central Park. Als sie ihn erkennt, flüchtet sie. Doch als Vater will und kann er nicht aufgeben und macht sich auf den Weg in die Drogenwelt, um den Weg zu seiner Tochter zu finden. Dabei stellt er sich ihrem Freund, Dealern und kommt auf einmal in das Visier der Polizei. Suche mich nicht ist ein spannender, fesselnder neuer Thriller von Harlan Coben und hält das, was der Autorenname schon verspricht. Unterhaltung vom Anfang bis zum Ende. Die drogensüchtige Tochter, die verschwindet, der Vater, der sie zu retten versucht – damit hat Coben nicht das Rad neu erfunden – lässt aber durch seinen einfachen, aber dennoch angenehmen Schreibstil den Leser direkt in die Geschichte einsteigen. Leider bleiben Simon, seine Frau sowie die anderen Hauptcharaktere weitestgehend sehr schemenhaft und blass. Ein bisschen Tiefe hätten der Geschichte noch mehr Schwung und auch Bindung gegeben. Stellenweise sind einige Passage ebenso schemenhaft wie die Charaktere und wirken wie kleine Füllepisoden, in denen Coben die Kreativität ausgegangen ist und er Punkt a und b schnell und einfach lösen möchte. Trotz allem ist Simons Geschichte um Paiges Suche gespickt mit vielen kleinen Wendungen, die kaum absehbar sind und daher das Buch spannend und lesenswert machen. Daher: Ein packender Thriller mit kleinen Schönheitsfehlern, die ihn aber nicht an Spannung einbüßen lassen.

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Harlan Coben ist ein Autor, den ich kaufen kann, ohne den Klappentext lesen zu müssen. Alle seine Bücher waren bisher sehr spannend, fesselnd von Anfang bis zum Ende. Somit war klar, dass auch "Suche mich nicht" bei mir einziehen wird. Paige ist die älteste von drei Kindern und verschwindet von einem auf den anderen Tag spurlos. Sie hinterlässt die Bitte, sie nicht zu suchen. Aber welche Eltern werden an solch eine Notiz halten? Ich denke niemand. Somit ist auch verständlich, dass Paiges Vater Simon keine Mühe scheut, seine Tochter zu suchen.  Hoffentlich findet er Sie auch. Als er seine älteste wirklich im Central Park entdeckt, flüchtet diese sofort vor ihm. Ein Wettlauf beginnt und es ist die Frage. Warum oder vor wem läuft sie davon? Wovor hat sie solche Angst, als dass sie sich Ihren Eltern nicht anvertrauen mag? Wird es Simon gelingen, seine Familie wieder zusammen zu führen? Der Autor hat hier wieder ein wahres Meisterwerk erschaffen. Der Leser ist vom Prolog an gefesselt. Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist gar nicht so abwegig und kann alle Eltern treffen. Das Kind flüchtet, warum auch immer, aus dem Elternhaus. Es muss doch etwas furchtbares passiert sein, dass man nicht den Mut hat, mit den engsten Vertrauen zu sprechen. Die Verzweiflung, die hier die Oberhand gewinnt, muss enorm sein. Ich denke, dass ein Kind niemals freiwillig weg rennt. Nicht vor den Personen, die es eigentlich beschützen, behüten und Halt geben sollen. Ebenso kann ich gut nachvollziehen, dass die Eltern diese Notiz ignorieren und alles daran geben, Ihre Tochter nach Hause zu holen. Sie wollen Ihr helfen, egal was auch passiert sein mag. Man hat das Gefühl, dass man Simon unterstützen mag. Man mag mit ihm gehen, bei ihm sein dass alles ein gutes Ende nimmt, die Familie wieder komplett ist. Doch so einfach ist das nicht. Er begibt sich in Untergründe, wird mit Dingen konfrontiert, die er sich nicht hat vorstellen wollen. Die Ereignisse überschlagen sich, eins kommt zum anderen, man wird förmlich mitgerissen und kommt stellenweise kaum zum Atmen weil man ihn vor Schreck anhält. Das Buch hat unvorhergesehene Wendungen, die den Spannungspegel kontinuierlich oben halten. Die Protagonisten sind realitätsnah und somit macht es das ganze authentisch. Der Leser hat die ganze Zeit das Gefühl, mittendrin zu sein und alles hautnah mitzuerleben. Auch dieses neuste Buch von Harlan Coben war wieder ein absoluter Lesegenuss und kann uneingeschränkt empfohlen werden.

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Meine Meinung Dies war mein erster Harlan Coben und ich habe bereits vorher viel Gutes von ihm gehört. Nun war es also an der Zeit mich selbst von ihm zu überzeugen. Suche mich nicht fing spannend an und fesselte mich mit einer Geschichte über den verzweifelten Vater Simon und seine Junkie Tochter Paige. Ich konnte mich in den ersten paar Szenen gut in ihn hineinversetzen, verstand seinen Kummer und fühlte mit ihm mit. Die Geschichte spielt in New York und meiner Meinung nach würde das Flair für diese Grossstadt gut rübergebracht. Die Beziehung zwischen Simon und seiner Frau wurde sehr liebevoll dargestellt. Die Kapitel wechselten sich immer wieder ab und so las man aus der Sicht von Simon, der Privatdetektivin Elena und einem jungen Auftragsmörder-Paar. Nur langsam fügten sich die drei Geschichten zusammen und noch bevor das Buch zu Ende war, konnte ich den Plot – Twist erahnen und war leider auch etwas enttäuscht, als es sich bewahrheitete. So blieb für mich der Überraschungsfaktor aus und die Spannung konnte sich so nicht durchs ganze Buch hindurch halten. Ausserdem nervte mich besonders eine Sache enorm. Simon war ein erfolgreicher Geschäftsmann und verdiente wohl jede Menge Geld, denn ständig bot er irgendwelchen Dealern X-Tausende von Dollar an, hob diese schnell ab und hatte das Gefühl sich mit Geld alles erkaufen zu können. Diese Tatsache störte mich an der Geschichte, da Simon in meinen Augen so unglaublich arrogant rüber kam. Schreibstil & Cover Der Schreibstil war einfach gehalten und nur an wenigen Stellen etwas brutal. Leider fehlte mir für einen Thriller der Spannungsbogen in der Geschichte. Das Cover gefällt mir richtig gut, ich mag die Schriftart und die Skyline im Hintergrund. Fazit Für meinen ersten Coben war das Buch ganz okay. Ich werde dem Autor auf jeden Fall noch eine zweite Chance geben und mir bald wieder ein neues Buch von ihm kaufen. Von mir gibt es 3 von 5 Herzen. Bewertung Plot ♥♥ (2/5) Schreibstil ♥♥♥ (3/5) Spannung ♥♥♥ (3/5) Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5)

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Mein Eindruck: „Suche mich nicht“ habe ich schon vor Monaten auf der Verlagsseite entdeckt und war sofort. Daher stand für mich fest, das Buch muss gelesen werden! Da mir der Autor schon mehrfach empfohlen wurde, war ich sehr auf das Buch gespannt, denn für mich ist es das erste von ihm. Und jetzt nach dem Lesen kann ich sagen, dass es definitiv nicht das letzte von ihm sein wird! Der Einstieg in das Buch gelang mir leicht, da sich der Schreibstil wunderbar leicht und flüssig lesen lässt. Die Spannung ist bereits nach kurzer Zeit vorhanden und wird immer weiter aufgebaut. Der Autor hat mich ans Buch gefesselt und es mir damit sehr schwer gemacht, das Buch aus der Hand zu legen. Die Darstellung der einzelnen Charaktere gefiel mir gut. Dadurch, dass der Autor die nötige Tiefe hat einfließen lassen, konnte ich mich gut in sie hineinversetzen und mit ihnen fühlen. Sie waren greifbar und handelten in ihrer Rolle authentisch. Auch habe ich mich während des Lesens oft gefragt, was ich an Stelle von Paiges Eltern getan hätte. Würde ich genauso handeln? Wie weit würde ich gehen, um mein Kind zu schützen? Simon ist ein Vater, der seine Kinder liebt und jederzeit versucht, sie zu beschützen. Mit Leib und Leben, wie man so schön sagt. So auch seine Tochter Paige. Im Gegensatz zu seiner Frau hat er Paiges Schicksal nicht akzeptieren können und versucht mit aller Macht, seiner Tochter da raus zu helfen. Wenn man sich Simon genauer anschaut und hinter die Fassade blickt, könnte man sagen, ist er nach einiger Zeit ein menschliches Wrack geworden, das nicht aufgibt und alles versucht. Alles! Er tat mir so leid, dass ich am liebsten ins Buch hineingekrochen wäre und ihm beim Suchen geholfen hätte. Ingrid, Paiges Mutter, war mir am Anfang etwas suspekt und ihr Verhalten für mich als Mutter irgendwie nicht nachvollziehbar. Aber je weiter ich las, desto verständlicher wurde ihr Verhalten und ich konnte nachvollziehen, warum sie sich am Anfang für diesen Weg entschieden hatte. Denn sie hat damit nicht ganz unrecht. So spannend das Buch auch war, fand ich die plötzlichen Szenen- und Charakterwechsel in manchen Kapiteln doch etwas verwirrend und haben mich am Ende mit einem Fragezeichen im Kopf zurückgelassen. Aber je weiter man kommt, desto besser versteht man die Zusammenhänge, was es mit den plötzlichen Szenen- und Charakterwechseln auf sich hat und in welcher Beziehung sie zu Simon stehen. Hier wären allerdings kurze Hinweise als Kapitelüberschrift oder am Anfang des Kapitels nicht schlecht gewesen. Fazit: Ein spannendes Buch, das mir in Verbindung mit den authentischen Charakteren eine schöne Lesezeit beschert hat und die Frage aufgeworfen hat: Wie weit würdest du gehen, um dein Kind zu schützen? Ganz klare Leseempfehlung.

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New York-Simon, 3 Kinder, glücklich verheiratet und seine älteste Tochter Paige ist verschwunden. Offenbar will sie nicht gefunden werden. Doch Simon gibt nicht auf und sucht sie, auch wenn dies ein gefährlicher Weg ist. ➖ Das Buch wird zum größten Teil aus Simons Sicht geschrieben. Man kann sich gleich in Simon hinein versetzten und ist bei ihm, von der ersten Seite an. Auch alle anderen Charakter fügen sich super ein und sind sehr gut ausgearbeitet. ➖ Am Anfang steht natürlich die Frage: Wo ist Paige ? Nach und nach kommen aber noch andere Ereignisse dazu und man versucht zu verstehen, wie das alles zusammen hängt. Diese Wendungen sind nicht vorhersehbar und erhöhen immer mehr den Spannungsbogen. Dieser wurde mit gekonnt gesetzten Cliffhangern an den Kapitelenden, immer konstant gehalten. ➖ Im letzten Drittel wurde etwas aufgelöst und ich war etwas enttäuscht, das alles so simpel rüber kommt. Aber Mr. Coben hat den Plot nicht „einfach“ daher geschrieben, wie ich dachte. Der große Knall kam am Ende. Ein wirklich gutes Ende, das so nicht absehbar war. ➖ Durchweg spannend und unterhaltsam. Mein dritter Coben und wohl nicht mein letzter😃👍

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Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet und ist im Stil der Vorgängerromane gehalten, wodurch definitiv ein Wiedererkennungswert vorhanden ist. Mir persönlich gefällt es auch immer sehr gut, wenn sich die Buchstaben vom Rest des Covers abheben, wie es hier der Fall ist. Das Buch beginnt bereits sehr spannend, mit der im Klappentext beschrieben Situation, in der der von Schuldgefühlen geplagte Simon versucht mit seiner Tochter zu reden, was zur Flucht seiner Tochter führt. In Simon konnte ich mich von Anfang an hineinversetzen und hatte Mitleid mit ihm, da ihm das Verschwinden seiner Tochter sehr nahe zu gehen scheint und er alles dafür tun würde um sie zurückzubekommen, auch wenn dies dazu führt, dass er Probleme mit der Polizei bekommt und einen Shitstorm auf sich zieht. Beeindruckt hat mich auch die enge Beziehung zu seiner Frau, mit der er gemeinsam alles durchmacht. Insgesamt ist mir der Einstieg in das Buch sehr leicht gefallen und ich konnte bereits nach einigen Seiten kaum noch aufhören zu lesen, weil ich einfach wissen wollte wie es weitergeht und ob Simon seine Tochter zurückbekommt. Im Laufe des Buches werden zwischendurch auch einige Kapitel aus der Sicht der Privatdetektivin Elena und von zwei jungen Auftragskillern beschrieben, wobei man zunächst nicht wirklich einordnen kann wer diese Menschen sind und wie sie mit der Geschichte von Simon und Paige zusammenhängen. Diese Abwechslung hat mir außerordentlich gut gefallen und Coben hat es hier sogar geschafft, dass man sich in die „Bösewichte“ gut hineinversetzen kann. Die Orte und die Geschehnisse sind alle sehr ausführlich beschrieben, so wird der Beschreibung eines heruntergekommenen Hauses mal schnell eine ganze Seite eingeräumt, aber die Beschreibungen machen das Buch nicht schleppender, sondern unterstützen die Vorstellungskraft einfach so gut, dass man denkt man wäre selbst an diesem Ort. An solchen Stellen merkt man einfach nochmal, wie gut Cobens Schreibstil ist. Meiner Meinung nach hat die Geschichte jedoch keine richtige Spannungskurve. Sie macht durchweg Lust aufs weiterlesen und hatte keine unnötigen Längen, mir persönlich fehlte aber eine nennenswerte Spannungssteigerung am Ende des Buches. Dennoch hat es Coben geschafft mich mit einigen Wendungen zu überraschen und die Auflösung am Ende des Buches hat nur noch wenige Fragen offengelassen. Insgesamt war der Thriller zwar spannend, es handelt sich aber keineswegs um einen brutalen Thriller, mit viel Blutvergießen und Gewalt. Natürlich kommen auch Drogen, Gewalt und Morde vor, jedoch sind die Beschreibungen davon wirklich harmlos gehalten. Aus diesem Grund kann ich diesen Thriller auch Lesern empfehlen, die bisher von der Brutalität vieler Thriller eher abgeschreckt wurden und ein gutes Buch für den Einstieg in das Genre suchen. Von mir bekommt „Suche mich nicht“ 4.5 von 5 Sternen.

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