Leserstimmen zu
Löwenzahnkind

Lina Bengtsdotter

Die Charlie-Lager-Serie (1)

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Sehr lesenswert

Von: Veronika

22.05.2019

Endlich mal wieder ein schwedischer Krimi, der alles hält, was man von schwedeischen Thrillern erwartet. Das Buch ist unterhaltsam geschrieben, die Ortsbeschreibung lassen einen selbst in die Kulisse eintauchen. Auch die Hauptakteurin Charlie ist nicht die 0815 Ermittlerin, sondern hat Kanten und Ecken, die sie sehr menschlich wirken lässt. Das Buch ist leicht zu lesen, spannend und auch teilweise recht amüsant. Ich habe mich auf jede Chance gefreut, das Buch zu lesen und so ist es nicht verwunderlich, dass ich das Buch in 3 Tagen ausgelesen habe!

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Die siebzehnjährige Annabelle wird vermisst und Charlie Lager wird mit ihrem Team nach Gullspang geschickt. Was keiner weiß ist das Charlie aus dem Ort kommt und keine guten Erinnerungen an den Ort hat. Außerdem macht ihr Alkoholproblem die Sache nicht einfacher. Nach außen scheint Charlie eine fast Perfekte Person zu sein,wen man aber etwas weiter geht sieht man das sich dann doch Abgründe auftun. Nachdem Charlie sich aber nun selber ihrer Vergangenheit stellt kommt sie auch dem verschwinden von Annabelle auf die Spur. Die Story wird aus drei Ansichten erzählt einmal geht es um das verschwinden von Annabelle und dann aus der Vergangenheit und den aktuellen Ermittlungen von Charlie und die dritte Ansicht ist aus einer erstmal geheimen Person. Die Geschichte liest sich flüssig und fängt auch schon auf den ersten Seiten an Spannend zu werden und ich muss auch sagen ich war sofort gefesselt von dem Buch. Auch merkt man das die Autorin aus dem Ort kommt den sie beschreibt alles wirklich super so das man es selber alles gut vor Augen hat.Auch gab es in ihrer Jugend tatsächlich ein Fall wo ein Mädchen aus dem Nachbarort verschwunden ist. Dieses bis heute ungeklärte Rätsel hat auch einen großen Einfluss auf diese Story,den Lina Bengtsdotter inspirierte dieser Fall,all das Aufzuschreiben. Das Ende war dann doch sehr Plötzlich und man hat so schnell dann nicht damit gerechnet und mit der Auflösung so hab ich auch nicht gerechnet. Das Buch macht jedenfalls Neugierig auf die nächsten Bücher. Wärend ich das Buch gelesen habe,hab ich mich die ganze Zeit gefragt warum es eigentlich Löwenzahnkind heißt. Nachdem ich nun genauer Nachgelesen habe gibt es bei den Entwicklungspsychologen zwei Arten von Kindern einmal die Orchideenkinder und die Löwenzahnkinder. Löwenzahnkinder Löwenzahnkinder,zu ihnen zählen Wissenschaftlern zufolge die meisten Kinder: Sie schlagen Wurzeln - ganz gleich wo sie wachsen. Sie halten den gegebenen Umständen stand und überleben tapfer - ganz gleich ob zwischen Beton oder in der tiefsten Wildnis, ob bei Sturm, Regen oder Sonnenschein. Ein Löwenzahn passt sich an, kämpft sich durch. Mit dieser Lebensart bekommt der Löwenzahn zwar weniger Schäden ab. Allerdings erfreut er sich auch weniger an positiven Erlebnissen und Umständen. Während Orchideenkinder am besten in einer behüteten Umgebung aufwachsen, sind Löwenzahnkinder flexibler. Während die Psyche der Orchideenkinder viel mehr von ihrem Umfeld abhängt, sind Löwenzahnkinder psychisch belastbarer. Und so wird auch die Charlie in dem Buch beschrieben. Charlie ist eine sehr komplexe Person. Sie ist stark und schwach, intelligent und destruktiv zugleich. Sie ist kontrolliert, was ihre Arbeit angeht, aber ihr Privatleben gerät manchmal außer Kontrolle. Sie lässt sich nie auf eine ernsthafte Beziehung ein, weil sie vermeiden will, dass ihr jemand näherkommt. Charlie leidet unter einem Kindheitstrauma und hat Probleme damit, dem Alkohol fernzubleiben – und einem Medikament gegen ihre Angststörungen. Ihre größte Angst ist es, wie ihre Mutter zu werden, die psychologische Probleme hatte und Alkohol zur Selbstheilung nutzte.

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Ich wollte dieses Buch lesen, seit ich es das erste Mal in der Verlagsvorschau gesehen habe. Inhalt: Die Stockholmer Polizistin Charlie Lager wird gemeinsam mit ihrem Kollegen Nach Gullspang geschickt, um die dortigen Ermittlungen im Vermisstenfall der 17 jährigen Annabelle zu unterstützen. Was niemand weiß ist, dass Charlie selbst ursprünglich aus Gullspang kommt und keine guten Erinnerungen mit diesem Ort verbindet. Außerdem hat sie ein ziemlich offensichtliches Alkoholproblem, was verständlicherweise bei ihren Vorgesetzten nicht gut ankommt. Nach und nach stellt sich Charlie ihrer Vergangenheit und kommt so auch nach und nach hinter Annabelles Geheimnis. Meine Meinung: Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, die Kapitel relativ kurz, was ich sehr angenehm finde. Die Geschichte wird aus drei Sichten erzählt: einmal in der Gegenwart über die Ermittlungen im Vermisstenfall und Charlies Kamof mit den Erinnerungen, einmal über die Geschehnisse vor Annabelles Verschwinden und einmal aus Sicht einer Figur, deren Zusammenhang mit dem Ganzen erst kurz vor dem Ende gelüftet wird. Die Geschichte ist gut aufgebaut und das Setting sehr anschaulich erzählt. Die Protagonistin ist nach außen eine nahezu perfekte Ermittlerin mit blütenreiner Karriere, wenn man allerdings etwas an der Oberfläche kratzt tun sich Abgründe auf. Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig, wie ich die Person Charlie finden soll. Was mich allerdings ein bisschen gestört hat war, dass die wörtliche Rede oft durchbrochen wurde, indem man die Antworten nicht mehr als wörtliche Rede, sondern in der Vergangenheitsform erzählt hat. Das ist doch eher ungewöhnlich und ich hätte es besser gefunden, wenn man bei einer Art geblieben wäre. Desweiteren hätte das Tempo höher sein können, und die Auflösung des Ganzen kam mir viel zu plötzlich und wurde auch nur relativ kurz abgehandelt. Da hätte man definitiv mehr raus machen können. Mein Fazit: Trotz kleiner Kritikpunkte handelt es sich bei Löwenzahnkind um ein gelungenes Debüt und ich bin gespannt, wie es mit dieser Thriller - Reihe weitergehen wird.

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Schwedenfeeling

Von: Nele

15.05.2019

Ein Thriller aus Schweden - das klingt verheißungvoll! "Löwenzahnkind" von Lina Bengtsdotter erfüllt die Verheißung voll und ganz. Nicht die Verheißung von brutalsten Morden und bluttriefenden Seiten. Aber das ist auch nicht notwendig, um einen gelungenen Thriller vorzulegen. Düsternis, menschliche Abgründe, Entgleisungen, innere Zweifel, Verzweilfung, depressive Abstürze, menschliche Fehltritte... Was Lesende erwartet, ist der Wunsch, das Buch nicht weglegen zu müssen! Es fesselt von der ersten bis zur letzen Seite! Auch wenn es nicht so thrillt, dass man vor Grusel und Angst die ganze Nacht Licht an lässt. Die Spannung bei "Löwenzahnkind" ist subtiler. Es wird in angenehmem Sprachstil verbildlicht wie ambivalent Menschen sich verhalten und wie sehr kindliche Erfahrungen in Erwachsenen nachwirken und darüberhinaus wie das Leben der Eltern Auswirkungn auf das Leben der Kinder hat. Wer sich mit Schweden mal auseinander gesetzt hat oder gar mal dort war, kann das Land riechen und alles beschriebene wiedererkennen: Landschaft, Lebensgefühl, Einsamkeit abgelegener Orte, usw. Wer Literatur liebt, wird sich freuen über die Querverweise in literarische Klassiker. Wer sich mit Jugendlichen auskennt, wird die dargestellte Lebenswelt der Jugendlichen und deren Umgang mit Erwartungen und Möglichkeiten nachvollziehen können. Dies ist ein Thriller, in dem es auf sehr angenehme Art menschelt. Obwohl manche Dinge für Thriller und Krimi geübte Lesende vorhersehbar sind, gab es immer wieder überraschende Facetten und das Lesen ist nie langweilig geworden. Am Ende muss man leider sagen,dass der Plot sehr realistisch ist. Leider, weil man sich nicht damit trösten kann, dass alles nur Fiktion ist - es erscheint wie aus dem wahren Leben erzählt.

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Das Buch beginnt damit, die Protagonistin näher unter die Lupe zu nehmen und man merkt sofort, dass sie verschiedene Probleme hat und ihr (Privat-)Leben nicht gut verläuft. Nichts wirklich Neues für einen typischen skandinavischen Thriller. Die Handlung spielt in der ziemlich trostlos beschriebenen schwedischen Kleinstadt Gullspang, in der eine 17 jährige Schülerin seit Tagen verschwunden ist. Während der Ermittlungen erfährt man auch mehr und mehr aus der Vergangenheit der Ermittlerin, bis die Erzählstränge am Ende ineinander laufen. Der Plot ist nicht wirklich neu und überraschend, nimmt aber in der Mitte des Buches Fahrt auf und bleibt bis zum Schluss spannend. Ich werde Teil 2 auf jeden Fall auch lesen.

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Charlie Lager die Ermittlerin aus Stockholm ist vom Leben gezeichnet, denn sie hat ihre Kindheit mit ihrer alkoholkranken Mutter in einer kleinen schwedischen Stadt verbracht, und genau dorthin führt sie dieser Fall zurück. Die 17jährige Annabelle ist verschwunden... Charlie tritt die Reise in ihre dunkle und schwere Vergangenheit an, auf der verzweifelten Suche nach dem jungen Mädchen. Sie wird mit ihren Ängsten und Hoffnungen konfrontiert und steht dabei vor einer fast unlösbaren Aufgabe. Dieses Debüt hat Potenial. Geschickt, spannend und äußerst versiert hat die Autorin diesen facettenreichen Krimi konstruiert, der beim Lesen eine ungeahnte Sogwirkung enwickelt, der man sich kaum entziehen kann. Überraschung und Spannung bis zuletzt garantiert. Lesen empfehlenswert!

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Flirrender Sommer

Von: Patricia A.

12.05.2019

Sommer in Schweden.... nicht dem Büllerbü-Schweden, sondern das trostlose Dorf, das (nicht nur) Jugendliche mit Alkohol und Drogen versuchen auszuhalten. Ein verschwundenes Mädchen, eine zurückkehrende Polizistin, Protagonisten mit mehr als einem Problem. Auf mehreren Zeitebenen erzählt wird klar, dass sich das Leben dort nicht wirklich zum Besseren gewendet hat. Langeweile, Perspektivlosigkeit - was macht das mit den Menschen? Bleibt am Ende die Frage nach dem deutschen Titel. Im Original einfach nur der Name des verschwundenen Mädchens, war das unverwüstliche, sich durchkämpfende nicht meine erste Assoziation mit Annabelle. Fazit: Eher ein solider Krimi mit Sozialstudie denn ein Thriller.

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Ein Buch zum Mitfiebern

Von: Michelle

12.05.2019

Ich kannte die Autorin vorher nicht. Jedoch habe ich nach den ersten paar Seiten schon nicht mehr aufhören können zu lesen. Man fühlt mit der Protagonistin mit und kommt nicht auf das Ende. Durch die Verschrobenheit der Protagonistin ist das Buch im gleichen Moment witzig, traurig und spannend.

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