Leserstimmen zu
Die Altruisten

Andrew Ridker

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Unentwickelte Charaktere

Von: Klene123

06.11.2019

Ich habe mir schwer getan in dieses Buch richtig einzutauchen, von Anfang an gab es leider keine Verbindung zu den Protagonisten. Sie sind oberflächlich und unsympathisch, deshalb will man nicht unbedingt wissen, was mit Ihnen geschieht. Im Kontrast zu ihrem Erleben steht eine sehr metaphorische starke Sprache über die man stolpert, denn Arthur und seine Kinder sind eigentlich recht simpel. Man steigt nach und nach in ihre Leben ein, die zunächst nicht gemeinsam verlaufen bis Arthur seine Kinder zu sich einlädt, weil er ihre Hilfe benötigt. Über ihren gemeinsamen Hintergrund und auch das ihrer Eltern erfährt man immer mehr und meint einen roten Faden zu sehen, warum sie so geworden sind oder sich so verhalten. Die psycholgische Seite von Francine, der Mutter von Maggie und Ethan, war ziemlich interessant. Ab dem Zusammentreffen der Familie wird es etwas spannender, mehr Hintergrundinformationen, aber dennoch bleiben die Figuren distanziert und kalt. Und dann kommt einfach eine Auflösung - ein Happy End. Fertig. Fazit: Das war mir viel zu schnell, ich wollte mehr Tiefe, mehr Entwicklung und wurde in diesem Bereich enttäuscht.

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Hoch gelobt und doch nur so durchschnittlich

Von: Belle Novelle

04.11.2019

Andrew Ridker erzählt in seinem Roman Die Altruisten die Geschichte einer Familie, die sich nach dem Tod der Mutter beziehungsweise der Ehefrau spaltet. Vater und Kinder gehen jeder seiner eigenen Wege und versuchen dabei den anderen Familienmitgliedern nicht zu ähneln. Zwei Jahre gelingt es ihnen, bis der Vater seine Kinder nach Hause bittet. Sehnsucht ist der Vorwand. Geld ist der eigentliche Grund. So verläuft sich die Geschichte in einem Labyrinth aus Lüge, Abscheu und doch ein wenig familiärer Liebe. Die Altruisten wird als Sensationsdebüt aus den USA gefeiert. Sarkasmus und eine brillante Geschichte sollen sich auf 400 Seiten verbergen. Ich habe sehnsüchtig auf den Moment gewartet, in dem auch bei mir die Begeisterung eintritt, jedoch leider vergeblich. Der Roman wird durch eine zähe Szene aus dem Praxiszimmer der Mutter eingeleitet – hier lebt sie noch. Man versteht weder den Zusammenhang noch erweckt die Einleitung Interesse auf die nachfolgende Geschichte. Die Motivation weiter zu lesen, beginnt bereits hier zu sinken. Doch man hofft, dass man auf den darauffolgenden Seiten abgeholt wird. Als Leser versucht man sich verzweifelt an irgendetwas festzuhalten, doch auch hier vergeblich: An den Protagonisten scheitert man, weil sie egoistisch, unsympathisch und langweilig sind, aber bestimmt keine Altruisten – vielleicht habe ich hier gerade die Ironie gefunden? Wenn ja, ist mir das leider zu simpel. Der Inhalt ist sehr rar, das Ende vorhersehbar und kitschig, und die sprachliche Leistung ist durchschnittlich und nicht überragend – das kann natürlich auch an der Übersetzung liegen. Nach Beendigung des Buches habe ich mir immer wieder die Pressestimmen, die auf dem Buch gedruckt sind, durchgelesen: Ein „super amüsanter Roman“. Ich frage mich, ob ich irgendetwas überlesen habe. Können Geschmäcker soweit auseinandergehen? So hoch gelobt und doch so durchschnittlich. Daher leider nein, für Die Altruisten gibt es keine Leseempfehlung.

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Eine ganz normale Familie?

Von: ulrike rabe

01.11.2019

Al·t·ru·is·mus /Altruísmus/ Substantiv, maskulin [der] bildungssprachlich selbstlose Denk- und Handlungsweise; Uneigennützigkeit Die Alters, eine amerikanische gutbürgerliche, bildungsaffine, jüdische Familie. Vater Arthur ist Professor ohne Fixanstellung an der Universität, Mutter Francine ist Paartherapeutin. Nach dem Krebstod der Mutter bricht die Familie auseinander. Nach zwei Jahren Funkstille erhalten Maggie und Ethan, die erwachsenen Kinder, eine Einladung ihres Vaters. Diese erfolgt nicht uneigennützig. Denn es ist nicht eine Aussprache, die Arthur möchte, sondern Geld aus Francines Nachlass. Status, Geld, und der Wunsch, Gutes zu tun. Sind das widersprüchliche Ansprüche. Schafft der Autor diesen Konflikt aufzulösen? Auf mehreren Zeitebenen erzählt Andrew Ridker in seinem Debütroman „Die Altruisten“ von einer Familie, die gerne alles richtig gemacht hätte. Sprachlich jedenfalls macht der Autor alles richtig, wortgewandt schreibt er und mit fein spitzer ironischer Feder. So erzählt Ridker eine Geschichte voller Missverständnisse und unausgesprochener Erwartungen. Der Generationenkonflikt ist vorprogrammiert. Maggie kultiviert ihr Helfersyndrom und der homosexuelle Ethan zieht sich depressiv von der Welt zurück. Diese Familie kennt kein Zusammengehörigkeitsgefühl, jeder ist seine eigene kleine Insel der Ichbezogenheit. Die Charaktere erscheinen mir allesamt unnahbar und überzogen. Die Entwicklung der Handlung und Persönlichkeiten und vor allem der versöhnliche Schluss war mir dann zu amerikanisch harmonisch. "…die Geschichte einer Familie, die die unsere sein könnte…" steht im Begleittext zum Buch. Na, zum Glück ist meine Familie ganz anders verrückt.

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Roman

Von: Karin Niethen

24.10.2019

Es Geht um vier Menschen ,Die versuchen alles richtig zu machen,und dann kommt ihnen das Leben dazwischen. Es geht um Moralvorstellungen und Vorurteile . Der Vater ist nicht so ,wie die Geschwister es sich einreden wollen . Eine Reise mit Überraschendem Ende. Die Geschichte einer alltäglichen Familie mit humor und Tiefsinn erzählt .

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enttäuschend

Von: AllesLeser

17.10.2019

Einem Buch tun Lobeshymnen vorab selten gut. Man beginnt mit großen Erwartungen und wenn es dann nicht direkt funkt, ist der gute Ruf dahin. Hier werden zwei Generationen einer Familie dargestellt, die mit guten Absichten starten und scheitern. Sie wollen eigentlich den Mitmenschen Gutes tun und merken nicht, dass sie sich selber nur darstellen wollen - als Altruisten als Mitmenschen oder Mitleidende. Hier kommt dann auch schnell die Stimmung auf, die man schon in mehreren neuen amerikanischen Romanen der letzten Jahre wahrnimmt, der Amerikaner als Jammer-Ami. Die Mittelschicht bricht weg und bedauert sich. Da fragt man sich schon wo der amerikanische Pioniergeist geblieben ist. Man liest bis zur Hälfte des Buches bis es endlich zum Zusammentreffen der Generationen kommt - wartet auf das Feuerwerk der Argumente. Und was wollten die Protagonisten? Geld, immer wieder Geld. Das kann man dann als Ironie verstehen, muss man aber nicht. Mich hat das Buch nicht angesprochen, es war mir zu langatmig und wenig auf den Punkt.

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Das Sensationsdebüt aus den USA... Kühn, klug, komisch... steht hier. „Ein super brillanter, super amüsanter Roman!“ findet Gary Shteyngart. Ich habe dagegen weder was Sensationelles noch was Amüsantes hier gelesen. Eine Mutter, die Schlichterin in der Familie war, stirbt nach einer schweren Krankheit und die Familie bricht aussendender. Der Vater beschäftigt sich mit seinem jüngere geliebten und mit seiner „hätte gern“ Professorenkarriere. Die Tochter der Familie möchte unbedingt die Welt retten und lebt in schäbigen zuständen. Und der Sohn, wegen seiner Homosexualität, hat sich in seiner Luxuswohnung gekrochen, geht nicht mal zum Einkaufen. Bis der Vater pleite wird, er die Kinder nach zwei Jahren stillschweigen nach Hause einlädt, um versöhnen. Tja, von wegen versöhnen, er möchte nur seiner Kinder aus dem Erbe austritt, damit er das Familienhaus von der Bank retten kann. Nun, für mich klingt ein „Super amüsanter Roman“ anderes aus. Die Charaktere sind hier psychisch labil, verkorkst und das soll komisch sein? Wer über, dass Lachen kann, bitteschön! Es ist nicht mein Humor. Und warum das Buch „Kühn“ ist, das verstehe ich leider auch nicht. Ich lese sehr gern über psychische oder physische Krankheiten aber nicht mal das hat mich mit genommen. „Die Altruisten“ Hmm, ich habe hier nicht mal eine einzige Person kennengelernt, der Altruist war. Die sind in unsere egoistischen Welt, mit deren viele Probleme Vollblut dabei. Dies Tischtennismatch artige Schreibstil ist leider auch nicht meins. Die schlechte Vergangenheit gegen die schlechte Gegenwart und PUNKT... und zwar mitten in der Kapitel ohne Vorwarnung. Ich habe mich über das Buch gefreut und leider war es für mich, totaler Enttäuschung. Es sind meine Empfindungen daher bitte nicht persönlich nehmen! Man kann es lesen, aber für mich war es Verschwendung von dem wertvollen Lesestunden.

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Die etwas andere Familie

Von: flowers.books

14.10.2019

Meine Meinung und Inhalt Das erste Familientreffen nach zwei Jahren Funkstille. Maggie und Ethan haben nach dem Krebstod der Mutter den Kontakt zum Vater abgebrochen. Doch jetzt steht Arthur Alter vor dem finanziellen Aus, und ihm wird schlagartig klar: Er ist auf die Hilfe seiner Kinder angewiesen. Unter dem Vorwand, sich mit ihnen versöhnen zu wollen, lädt er sie ein. Der eigentliche Grund: die Geschwister zu überreden, ihm das Erbe zu überlassen, damit er das Haus, das voller Erinne-rungen an das glückliche Familienleben steckt, vor der Bank retten kann. „Ihre Affäre lief schon gut zwei Jahre. Er fand es nicht mehr richtig, es Affäre zu nennen, und es fühlte sich auch nicht mehr so an. Seit Francines Tod war Ulrike nicht länger "die andere Frau". Sie war jetzt etwas anderes. Die Frau. Keine "andere". Er wusste, dass er in einer Beziehung war, weil er begonnen hatte, sie über seinen Verbleib zu belügen.“ (ZITAT) Jeder in seiner eigenen Welt voller Sorgen und Hoffnungen gefangen, treffen sich die drei an einem Wochenende. Schnell stürzt die erzwungen freundliche Fassade in sich zusammen. Altruismus bedeutet in der Alltagssprache (Quelle: Wikipedia) „Uneigennützigkeit, Selbstlosigkeit, durch Rücksicht auf andere gekennzeichnete Denk- und Handlungsweise“. Nun, demnach ist tatsächlich niemand in diesem Roman Altruist, auch wenn das Selbstbild des ein oder anderen Charakters ihm dies womöglich vorgaukeln mag. In Wirklichkeit kreist hier jeder um sich selbst, ist Teil seines egozentrischen Weltbildes und versucht sich möglichst klar von den anderen abzugrenzen. "Maggie hatte genug Geld, um sich dieses Gefühl, leisten zu können und anderes Geld auszuschlagen. Sie reglementierte ihre Ausgaben mit akribischer Disziplin, konsumierte nur, was sie brauchte, nur, was sie verdient zu haben glaubte." (ZITAT) Ridker hat einen unglaublich tollen authentischen und flüssigen Schreibstil, bei dem es wirklich Spaß macht, seinen Roman zu lesen. Das Buchcover ist sehr interessant und man möchte als Leser zuerst meinen er handelt sich um einen Pflanzenratgeber. Mir gefällt diese minimalistische Darstellung jedoch sehr gut. Andrew Ridker, Jahrgang 1991, ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er absolvierte den Iowa Writers´ Workshop und schreibt seitdem Kurzgeschichten und Romane. Sein Debüt als Autor gab er mit seinem Roman „The Altruists“. Mit Übersetzungen in über 18 Sprachen sicherte er sich so internationalen Erfolg. Darüber hinaus veröffentlichte er seine er-folgreichen Kurzgeschichten in der Anthologie „Privacy Policy“. Nebenbei verfasst der Autor Artikel und Beiträge für renommierte Zeitungen und Zeitschriften wie die New York Times, die Paris Review, die Boston Review und weitere. Heute zählt der Autor zu den jungen Stars der US-amerikanischen Literatur.

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Altruisten

Von: katrin Kaiser

09.10.2019

Sehr glaubwürdige Familiengeschichte mit gut ausgearbeiteten Charakteren

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