Leserstimmen zu
Die Altruisten

Andrew Ridker

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Die Altruisten

Von: JSK

03.10.2019

Es ist nicht so, dass Ridkers Protagonisten sympathisch wären, dafür sind sie zu selbstbezogen. Die Geschichte und insbesondere die Frage, wie Arthur und seine zwischenzeitlich erwachsenen Kinder zu dem wurden, was sie sind und wie diese dysfunktionale Familie zu dem gemeinsamen Wochenende zusammen fand, an das alle unterschiedliche Hoffnung knüpfen, lässt einen trotzdem nicht los. Lesenswert. Diese Rezension ist Teil einer Testleser Aktion. Dennoch meine unbeeinflusste Meinung.

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Inhalt: Vor zwei Jahren ist Francine Alter an Krebs gestorben. Ihre Kinder Maggie und Ethan haben daraufhin den Kontakt zu ihrem Vater Arthur komplett abgebrochen. Doch nun steht Arthur vor dem finanziellen Aus, was auch mit sich zieht, dass das Haus der Familie, das voller Erinnerungen an glückliche Zeiten steckt, verkauft werden muss. Arthur wird klar, dass er auf die Hilfe seiner Kinder angewiesen ist, wenn er das Haus noch retten möchte. Daher lädt er Maggie und Ethan unter dem Vorwand, sich mit ihnen versöhnen zu wollen, zu sich ein. Wenig begeistert reisen die beiden schließlich für ein Wochenende in ihre alte Heimat. Doch schon bald bröckelt bei jedem der drei die freundlich erzwungene Fassade ... Meine Meinung: Das Buchcover von "Die Altruisten" ist minimalistisch und doch interessant. Beim Besuch in meiner Lieblingsbuchhandlung würde ich wahrscheinlich beim Anblick des Buchcovers kurz innehalten, dann aber wohl doch nicht zu dem Buch greifen. Ein flüssiger Schreibstil Der Schreibstil von Andrew Ridker ist angenehm flüssig und auch überaus unterhaltsam. Ich hatte keine großen Probleme in die Leben der vier unterschiedlichen Charaktere abzutauchen und war relativ schnell gut im Buch angekommen. Auch hat mir gut gefallen, dass es in einem regelmäßigen Abstand immer wieder einen Wechsel im Erzählstil gab. Denn es wurde abwechselnd aus der Gegenwart erzählt und dann gab es Rückblicke in die Vergangenheit, die das bisherige Leben der vier Protagonisten dem Leser näher gebracht haben. Leider habe ich die Handlung sehr distanziert verfolgt, denn ich konnte mich mit niemandem wirklich identifizieren und war doch sehr häufig etwas abgestoßen von den Gedanken und Handlungen der einzelnen Protagonisten. sehr spezielle Charaktere Alle vier Alters, also Francine, Arthur, Maddie und Ethan, sind sehr spezielle Charaktere, deren Leben ich interessiert verfolgt habe, aber mit denen ich mich - wie schon erwähnt - überhaupt nicht identifizieren konnte. Für mich hatten sie alle einen leichten bis mittelschweren Sockenschuss und oft habe ich über sie und ihre Handlungen die Augen verdreht. Ich möchte hier jetzt nicht näher auf die einzelnen Charaktere eingehen, denn dann würde ich zu viel von der Handlung vorweg nehmen. Außerdem finde ich, dass jeder Leser für sich die Familie Alter kennenlernen und beurteilen soll. Ich denke, hier werden die Meinungen sehr weit auseinandergehen. Wie gesagt, mich konnten sie nicht wirklich begeistern. Angeblich soll das Buch über die Kraft von familiären Banden erzählen, so etwas habe ich hier allerdings nicht wirklich finden können. Mir fehlten an allen Ecken und Enden normale familiäre Verhältnisse, Empathie und Zusammengehörigkeitssinn. Was kostet es, ein guter Mensch zu sein? Diese Frage habe ich mir während des Lesens sehr häufig gestellt und ich habe oft gedacht, dass die Familie Alter noch sehr viel zu tun hat, um "normal" zu werden. Doch, was ist eigentlich normal? Was ist ein guter Mensch? Und vor allem: Was ist ein glückliches Leben? All diese Fragen werden den Leser ganz automatisch während der Lektüre des Buches beschäftigen, was ich wiederum sehr schön finde. Ich für meinen Teil als absoluter Familienmensch war doch zwischenzeitlich mehr als geschockt über all die Dinge, die in dieser Familie vor sich gehen oder in der Vergangenheit vorgefallen sind. Dennoch konnte mich das Ende des Buches ein wenig versöhnen, denn dort fühlte ich mich wirklich wohl und habe die Entwicklung so nicht abgesehen. Für mich passt das Ende wunderbar in die Handlung des Buches und hat mich dann doch zufrieden das Buch zuklappen lassen. :-) Mein Fazit: "Die Altruisten" von Andrew Ridker ist eine schön erzählte Familiengeschichte, die mich als Leserin jedoch nicht packen konnte und oft wirklich sprachlos zurückgelassen hat. Es geht um Ängste, Sehnsüchte, Familienzusammenhalt und viele äußere Umstände, die den Menschen prägen. Mich konnten die Charaktere nicht für sich einnehmen und auch das Buch an für sich wird kein Lieblingsbuch von mir werden. Dennoch hat es mir viele Gedankenanstöße gegeben und wird mich noch eine Zeit lang beschäftigen. Von mir gibt es zwar keine Leseempfehlung, dennoch bin ich nicht unglücklich, das Buch gelesen zu haben. Und ich glaube ganz fest, dass es viele andere Leser sehr glücklich machen könnte.

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Familienprobleme

Von: Tanja

01.10.2019

Nach dem Tod der Mutter haben Ethan und Maggie den Kontakt zum Vater abgebrochen, u.a. weil er eine Geliebte hatte. Das Verhältnis war nie besonders gut, vor allem Ethan hatte sehr darunter zu leiden wegen seinem Bekenntnis zur Homosexualität. Nach zwei Jahren schreibt Arthur seinen Kindern einen Brief, um sie zu sich einzuladen. Hintergrund ist der finanzielle Ruin des Vaters, er will an das Erbe der Kinder ran. Seine Ehefrau hatte kurz vor ihrem Tod ihr Testament zu Gunsten von Maggie und Ethan geändert. Davon ahnen die Beiden nichts und vermuten eine Versöhnung. Die Geschwister treffen sich, um über die Einladung zu sprechen. Davon hatte ich mir eine liebevollere Begegnung gewünscht, doch auch die Geschwister sind nicht besonders herzlich zueinander. Ich hatte enorme Schwierigkeiten ins Buch zu finden. Wobei ich sagen muss, gefunden haben ich den Fluss im Buch nicht. Die Sätze sind abgehackt und lesen sich sehr schwerfällig, ich hatte Schwierigkeiten den Sinn zu erfassen. Zwischen Gegenwart und Vergangenheit wird hin und her gesprungen, ohne zu Beginn eines Kapitels daraufhin zu weisen. Dies hat mir das Lesen sehr schwer gemacht und keine Begeisterung wachsen lassen. Mit der Familie Alter bin ich nicht warm geworden. Man lernt die Familie mit ihren Schicksalsschlägen zwar allmählich kennen, aber ein Interesse daran ist bei mir nicht aufgetreten. Der angepriesene Humor erschließt sich mir nicht, mir kam kein Lächeln ins Gesicht, eher wurde ich von Seite zu Seite frustrierter. Das Buch hat bei mir keine Emotionen ausgelöst, außer Langeweile. Was am Ende passiert, war nicht besonders überraschend, die Geschichte ist sehr vorhersehbar. Als Sensationsdebüt angepriesen war ich sehr neugierig und hoch erfreut, als ich das Buch erhalten habe. Ich hatte mich sehnsüchtig auf die Buchsendung gefreut. Leider bin ich sehr enttäuscht und kann das Buch nicht weiterempfehlen.

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Vor einigen Wochen bekam ich überraschend Buchpost aus dem Penguin Verlag. Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut, daher auf diesem Wege herzlichen Dank dafür! Leider konnte ich trotz meiner Freude wenig mit dem Roman anfangen. Dabei ist er "das Sensationsdebüt aus den USA", ist "kühn, klug, komisch" und Gary Shteyngart findet ihn brillant. Ich nicht. Bedauerlicherweise. Es geht um die Familie, die man sich ja bekanntermaßen nicht aussuchen kann. In diesem Falle um Francine und Arthur und ihre erwachsenen Kinder Ethan und Maggie. Francine ist der Mittelpunkt, die, die alles zusammenhält. Nach ihrem Krebstod bricht der Kontakt zwischen Arthur und seinen Kindern mehr oder weniger ab. Arthur beschäftigt sich mit seiner nicht vorhandenen Professorenkarriere und seiner Geliebten, Maggie will die Welt retten und Ethan hat sich in seiner Designerwohnung eingeigelt. Bis Arthur seine Kinder einlädt, um sie zu bitten, auf ihr Erbe zu verzichten, um sein Haus zu retten. Soweit, so gut. Es hätte mir ungemein geholfen, wenn es eine, nur eine einzige nicht nervige oder unsympathische Person gegeben hätte. Arthur ist eine Vollkatastrophe, Maggie unerträglich und Ethan, naja, Ethan spielt auch mit. Das Lesen hat mich zunehmend angestrengt, zumal mir der Sinn hinter der Geschichte verborgen blieb. Arthur ist ausschließlich mit sich selbst beschäftigt, kreiselt nur um sein Wohl oder Wehe, Maggie leidet am Elend der Welt und Ethan kämpft mit seiner Homosexualität. Ich fand den Roman nicht kühn, warum auch? Klug ist der Autor sicherlich, keine Frage, der Roman vielleicht auch, aber komisch ganz sicher nicht. Und die feine Ironie ist mir auch entgangen. Kurz, die Altruisten und ich waren überhaupt nicht auf einer Wellenlänge. Ich finde das schade, freue mich aber für diejenigen, die Humor und Inhalt mehr zu würdigen wußten.

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Ein Mann in einer Krise

Von: Matti

30.09.2019

In Andrew Ridkers Debütroman “Die Altruisten" geht es um die Familie Alter, die nach dem Tod der Mutter auseinanderbricht. Die Kinder Maggie und Ethan, beide in New York lebend, kommen der Einladung des Vaters nach, ihn nach zwei Jahren Funkstille im Elternhaus zu besuchen. Episodenartig, auf unterschiedlichen Zeitebenen erzählt, fügt sich das Familiengeflecht zusammen. Der Leser erfährt nicht nur den Werdegang und Verbleib der einzelnen Figuren, sondern auch ihre Begehrlichkeiten, Neigungen und Schwächen. Intelligent und unterhaltsam geschrieben, ein Roman voller Ideen, ohne blumig zu sein, ein Roman, den man zu schnell liest, ihn genießt und nicht mehr aus der Hand legen kann, bis man alles über die äußerst interessanten, unperfekten Figuren erfahren hat.

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Die Altruisten

Von: Michelle

29.09.2019

Der Roman - Die Altruisten - handelt in erster Linie über die Rettung des Familienanwesens. Dies beinhaltet zentrale Themen wie die unterschiedliche Einstellungen zum Thema Finanzen, sowie verschiedene moralische Konzepte und grundlegende Gedanken - "Was fange ich mit meinem Leben an". Auch wird aufgezeigt wie eine, sehr komplizierte, zwei Generationen-Familie Ihr leben nicht in den Griff bekommt. Allgemeinen handelt es in der Geschichte über allgemeine Problemen mit dem Leben oder Finanzielle Probleme. Die verschiedenen Familienmitglieder stechen durch Ihre eigenen -Ecken und Kanten-, wie z. B. depressiven homosexuellen, selbstgefälligen oder Hilf-süchtigen Charakter heraus. Wobei man sich jedoch gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen kann. Der Roman -Die Altruisten- empfand ich als sehr gut geschriebenen Roman. Die Ausdrucksweise des Autors, sowie die sehr ausführlich gehaltene Geschichte haben mich begeistert. Fazit: Wer gerne detaillierte und lange unterhalten werden will, sollte sich dieses Buch unbedingt kaufen.

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In diesem Buch dreht sich alles um die vier Personen der Familie Alter. Die Mutter ist an Krebs gestorben, danach haben der Vater und die beiden Kinder Maggie und Ethan keinen Kontakt mehr zueinander, bis Arthur die beiden zu sich einlädt. Hauptfiguren sind also Arthur und die beiden Kinder. Nach und nach lernt man jede Person besser kennen und verstehen, wobei alle unterschiedliche (psychische) Probleme haben, mit denen sie mehr oder weniger klarkommen. In vielen Rückblenden und Zeitsprüngen sowie Sprüngen zwischen den Personen ist dieses Buch geschrieben und es ist lange nicht so recht klar, worauf das Buch hinausläuft, da das eigentliche Treffen, um das es zu gehen scheint, sehr lange keine Rolle spielt, sondern viel mehr das Leben der Hauptpersonen über eine große Zeitspanne hinweg. Dies machte es mir vermutlich auch sehr schwer, einen richtigen Zugang zu dem Buch zu finden. Ich habe lange gebraucht, um mich in das Buch einzufinden, das habe ich sehr schade gefunden, schließlich wird es auf dem Cover als „Sensationsdebüt aus den USA“ angepriesen. Dennoch ist das Buch in einem guten Schreibstil geschrieben und wenn man sich einmal eingefunden hat, lässt es sich gut lesen und die Zeit vertreiben.

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Andrew Ridker - "Die Altruisten"

Von: stern9040

29.09.2019

Den Erzählstil des Buches finde ist ansprechend. Der Autor verliert sich leider manchmal zu tief in den details der Psyche der einzelnen Protagonisten. Alles in allem ein gutes Buch, dass zu schade ist, um es einfach mal so nebenher zu lesen! Für die Herbstzeit mit einer guten Tasse Tee/Kaffee, bei Regenwetter auf der Couch ist es wunderbar!

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