Leserstimmen zu
In der Mitte der Nacht

Minette Walters

Die Pest-Saga (2)

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Kurze Zusammenfassung: Die Pest ist immer noch nicht abgeklungen, aber Lady Anne of Develish konnte die Bewohner ihrer Burg bisher vor der Krankheit schützen. Sie hat die Burg geschlossen und von der Außenwelt abgeschnitten. Einzig über die Mauer gelingt ein Blick nach Außen, doch betreten darf die Burg niemand, der nicht sicher gesund ist. Anne weiß um Ansteckung und Inkubationszeiten und mit diesem Wissen schützt sie die ihr Anvertrauten. Doch nach und nach wird die Versorgungslage immer schlechter, die Vorräte der Burg gehen zur Neige. Lebensmittel müssen dringend besorgt werden, aber diese Aufgabe darf nur jemanden übertragen werden, der weiß was zu tun ist, der weiß, wie man sich schützt. Lady Anne ist sich im Klaren darüber, dass nur ihr Verwalter Thaddeus dazu in der Lage ist, jedoch ist Thaddeus auch innerhalb der Burg ihr einziger Schutz. Schweren Herzens lässt sie ihn ziehen, seine Mission ist gefährlich und als Bastard hat er weder Rechte noch Befugnisse. Nach kurzer Zeit stellt Thaddeus fest, dass er sich als Bastard kaum von den marodierenden Banden unterscheiden lässt, überall herrscht Misstrauen und Hilfsbereitschaft gibt es kaum noch. Also verleiht er sich kurzerhand einen wohlklingenden Namen und einen Adelstitel um so seine Chancen auf die Rettung der Burg zu vergrößern. Allerdings hat er nicht mit alten Feinden gerechnet und schon bald begegnet er dem ehemaligen Verwalter de Courtesmain. De Courtesmain brennt vor Rache und hofft nun auf einen Schlag Thaddeus und Lady Anne zu vernichten, doch auch dieses mal unterschätzt er Lady Annes Klugheit. Fazit: Wie schon zu Band 1 beschrieben, bin ich eigentlich nicht so der Fan von historischen Romanen, aber mich lockte hier einfach die Autorin. Minette Walters ist ja schon eine der ganz großen englischen Krimiautorinnen und ich war einfach neugierig wie sich ein historische Roman von ihr liest. Ja, er liest sich super! Band 1 hat mir sehr gut gefallen und so musste ich jetzt natürlich auch Band 2 lesen. Auch dieses Buch hat mich nicht enttäuscht. Die Geschichte einer starken und klugen Frau, die sich der Obrigkeiten widersetzt und dabei unbeirrt ihren Weg geht, hat sich spannend und packend fortgesetzt. Minette Walters beschreibt die Lebensumstände der Frauen im Mittelalter so plastisch, dass ich einfach nur froh bin jetzt, im Jahr 2019, zu leben. Lady Anne of Develish besitzt eine Bildung und eine Klugheit, die in der damaligen Zeit eine große Gefahr für Frauen darstellten. Frauen hatten keine Rechte und waren Besitz des Mannes. Gab es keinen Mann mehr, drohte jederzeit die Gefahr, dass sich jemand die Frau einfach nahm. Ohne Mann waren die Frauen recht- und schutzlos. Eine eigene Stimme, eine eigene Meinung der Frau zählte nicht. Lady Anne hat beides: eine Stimme und eine Meinung, zusätzlich ist sie schlau und möchte nicht auf ihre neu gewonnene Freiheit verzichten. Eine Freiheit, in der sie auch lieben kann, wen sie lieben möchte. Das was für uns heute selbstverständlich ist, ist für Lady Anne ein gefährliches Unterfangen, was sie jedoch geschickt und sympathisch meistert. Ich mag Lady Anne und ihre Geschichte und ich würde mich sehr freuen wenn es hier noch einen dritten Band geben würde.

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