Leserstimmen zu
Nächstes Jahr in Havanna

Chanel Cleeton

Die Kuba-Saga (1)

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Eine große Liebe gegen alle Regeln

Von: Lesewunder

13.08.2019

Marisol reist im Januar 2017 nach Kuba. Grund für die Reise ist der Tod ihrer Großmutter Elisa, die Marisol groß gezogen hat. Elisa war Exil-Kubanerin. Als reiche Zuckerbarone und Anhänger von Batista musste die Familie 1958 vor Fidel Castro fliehen. Obwohl die Familie in Miami erneut zu Wohlstand gekommen ist, blieb Elisas Herz in Kuba. Da es Elisas Wunsch war, dass ihre Asche in Kuba verstreut wird, sucht Marisol all die Plätze und Menschen auf, die für Elisa einmal wichtig waren. Dabei entdeckt Marisol Elisas großes Geheimnis : eine Liebe, die nicht sein durfte. Unterstützung erhält Marisol bei ihrer Suche durch Luis, den Enkel von Elisas bester Jugendfreundin Ana, die damals in Kuba geblieben ist. Wiederholt sich Elisas Geschichte durch ihre Enkelin Marisol ? Die Autorin erzählt sowohl Elisas als auch Marisols Geschichte in der Ich-Form. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, die Gedanken und Gefühle der beiden Frauen eindringlich zu schildern. Für mich hat die Autorin den Konflikt zwischen Liebe, den Erwartungen der Familie , der Gesellschaft und den politischen Verhältnissen gut heraus gearbeitet. Ich weiß nicht, wie ich mich in so einer Situation entscheiden würde. Ganz beiläufig erfährt der Leser etwas über die damaligen und heutigen Verhältnisse auf Kuba. Interessant fand ich auch, dass sich auch Teile der dritten Generation der Exil-Kubaner in Amerika, sich zuerst als Kubaner sehen. Ich fand das Buch sehr einfühlsam geschrieben und die Atmosphäre damals und heute anschaulich geschildert. Zu aller erst ist der Roman in meinen Augen eine wundervolle Liebesgeschichte, die mich berührt und gut unterhalten hat.

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Liebe und Politik

Von: Ira

12.08.2019

Rezension zum Roman von Chanel Cleeton ,,Nächstes Jahr in Havanna“ Die Autorin hat diesen Roman ihrer Heimat gewidmet, denn sie stammt ursprünglich aus Kuba. Sie wuchs aber in Florida auf. ,,Nächstes Jahr in Havanna“ ist ein geflügeltes Wort der Exilkubaner, wenn sie, beispielweise, am Silvester anstoßen. Es drückt die Sehnsucht aus, in die Heimat zurückkommen zu dürfen. Erzählt werden nicht nur zwei gefühlvolle Liebesgeschichten in zwei Jahrhunderten, es werden auch viele interessante Informationen über die südamerikanische Insel vermittelt. Zwei starke Frauen spielen die Hauptrollen, die Großmutter Elisa und die Enkelin Marisol. Elisa ist die Tochter eines reichen Besitzers eines Zuckerimperiums in Havanna des Jahres 1958. Sie und ihre drei Schwestern verkehren in besten Kreisen, wissen wenig von der kubanischen Realität. Dann begegnet sie Pablo , der tief verstrickt ist in die politischen Umwälzungen und an der Seite von Fidel Castro und Che Guevara kämpft. Elisa verliebt sich in den Revolutionären, bleibt aber ihrer Familie treu. Ihr Vater verbietet ihr, Pablo zu sehen. Nach dem Sieg der Revolution und der Flucht des Machthabers Batista aus Kuba verlässt auch die Familie von Elisa Perez das Land. Zu dem Zeitpunkt ist Elisa schwanger und erfährt die Nachricht, dass ihr Pablo im Kampf in Santa Clara ums Leben gekommen ist. 2017 Miami. Die Journalistin Marisol will den letzten Wunsch ihrer geliebten Großmutter erfüllen und macht sich nach deren Tod auf die Reise nach Kuba, um die Urne in Elisas Heimat beizusetzen. Sie kommt bei Elisas alter Freundin Ana unter und gelangt in den Besitz von alten Liebesbriefen ihrer Großmutter. Dann sucht sie nach Pablo. Dabei hilft ihr Anas Enkel und Universitätsprofessor Luis, an den Marisol schon bald ihr Herz verliert. Luis wird aber auch verfolgt und verhaftet. Eine große Rolle spielt der Zufall, dass Marisol nach der Verhaftung von Luis ihren leiblichen Großvater sieht und erkennt. Pablo Garcia hilft ihr und Luis nach Miami auszureisen. Chanel Cleeton hat einen informationsreichen, spannenden und unterhaltsamen politischen Roman geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig. Das Buch ist lesenswert.

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Das Buch verknüpft Kubas neuere Geschichte mit der fiktiven Geschichte von Elisa und Marisol. Elisas Geschichte spielt im Jahre 1958, die ihrer Enkelin Marisol 2017. Erzählt wird ihre Geschichte immer abwechselnd. Das Buch ist gut, interessant und informativ geschrieben, man kann es flüssig lesen. Zuviel Informationen über die Revolution in Kuba sollte man aber nicht erwarten, der Roman ist hauptsächlich eine Liebes-/Lebensgeschichte.

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Das Buch „Nächstes Jahr in Havanna“ von Chanel Cleeton enthält 2 Romane in einem Buch. Es beschreibt die Erlebnisse von Großmutter Elisa zum Ende der Regierungszeit des Diktators Batista (1958-1959) und der ersten Monate der Revolution sowie ihrer Enkelin Marisol 2017. Die Familie ist privilegiert, sowohl in Kuba und auch anschließend in USA, wo mit dem erhalten gebliebenen Auslandsvermögen eine neue Existenz aufgebaut werden kann. In der Geschichte von Elisa wird die Geschichte Batistas angedeutet, der 1940 erst eine Verfassung mit initiierte, die als beste in Lateinamerika galt und sich 1952 dann als Diktator an die Macht putschte, ein Gewaltregime führte und sich hauptsächlich selbst bereicherte. Als Marisol 2017 ist Raoul Castro seit 9 Jahren Präsident von Kuba, seit November 2016 ist Fidel Castro tot. Da die Enkelin Marisol bei Ana, einer Freundin der Großmutter Elisa wohnt, kommen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Zeiten zur Sprache und werden gut gegenübergestellt. Beim Lesen stolpert man über kleinere Fehler in den angegebenen Beziehungen, z.B. Seite 142, als Elisas Freundin Ana über die Suche ihrer Eltern nach einem Verlobten für sie sucht. Ana „beneidet“ Elisa „um ihre drei älteren Schwestern“. Tatsächlich ist Elisa aber die dritte Tochter und hat damit nur zwei ältere und eine jüngere Schwester. Für mich sind solche Ungenauigkeiten Stolpersteine, die meinen Lesefluss hemmen. Marisols „Stolperstein“ steht auf Seite 179, als sie die Kathedrale von Havanna besichtigt. Ihre „Großmutter und“ deren „Geschwister sind hier getauft worden.“ Die Großeltern heirateten jedoch bereits in USA und in dem Buch müsste es Urgroßeltern heißen. Davon abgesehen liest sich das Buch flüssig und interessant. Liest sich einerseits gefällig als Roman(e) und ist nachdenkenswert in Bezug auf die Geschichte und eventuelle Lehren für die Gegenwart. Es gab damals bereits Flüchtlingsprobleme, wenn auch lokal begrenzt zwischen Kuba und überwiegend USA. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Kolonie der Exilkubaner in Florida (wohl überwiegend in Teilen von Palm Beach). Geschichte scheint sich immer irgendwo zu wiederholen! Insgesamt ist das Buch eine empfehlenswerte Lektüre, vielleicht auch als Vorbereitung auf eine Urlaubsreise nach Kuba.

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Bewegtes Kuba

Von: Annegret

05.08.2019

Die Autorin Chanel Cleeton führt uns in ihrem Roman "Nächstes Jahr in Havanna" zu Marisol, die bereits in der zweiten Generation in Miami lebt. Ihre Großmutter Elisa, privilegierte Tochter des Zuckerbarons Emilio Perez und eines sehr reichen Mannes Kubas, mußte als junge Frau mit ihren Eltern von Kuba fliehen. Als die geliebte Großmutter stirbt, ist es an Marisol, die Asche nach Kuba zu bringen und dort auszustreuen. In Havanna versucht Marisol, das Kuba zu entdecken, von dem ihre Großmutter immer erzählt und geschwärmt hat. Erzählt wird die Geschichte auf zwei Ebenen, auf der Ebene von Elisa als junge Frau im Jahr 1958/1959 , auf einer weiteren Ebene auf der von Marisol, in der Gegenwart von 2017. Marisol erfährt, daß Elisa sich in den Rebellen Pablo verliebt hatte, was Elisas Leben total veränderte. Die Autorin schafft es, dem Leser mit ihren detailreichen Beschreibungen das karibische Lebensgefühl herüberzubringen. Ich habe mich zuweilen, wie in einem Film gefühlt. Sehr gut gefallen hat es mir, mehr über die kubanische Geschichte, über die Revolution und ihre Folgen zu erfahren. Auffallend ist der Kontrast zwischen Kubanern und kubanischen Amerikanern. Die Kubaner versuchen trotz Mangel und Beschränkungen, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Sie halten an ihrer Hoffnung fest, daß es irgendwann besser wird. Was aber vor allen Dingen für die Kubaner gilt, ist, daß die Familie an oberster Stelle steht. Marisols und Elisas Geschichte haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dieser interessante und spannende Roman, in der die Liebe nicht zu kurz kommt, ist sehr zu empfehlen.

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Klischee einer Liebesgeschichte

Von: Carrie

05.08.2019

Wer hätte sie nicht gerne, die Liebe auf den ersten Blick? Sowohl Elisa als auch Marisol fühlen sich direkt von ihren Männern angezogen. Jedoch finde ich, dass die Geschichte von Pablo und Elisa zu sehr dem Klischee entspricht. Sie sollte eigentlich nichts mit ihm zu tun haben, da seine Lebenssituation gefährlich ist und ihre Familie die Beziehung zu ihm nicht verstehen würde. Allerdings treffen sie sich weiterhin bis das Leben ihnen übel mitspielt. Die beiden Liebesgeschichten sind schön erzählt und man kann sich sehr gut nach Havanna versetzen, da der Roman auch gleichzeitig ein bisschen Reiseführer spielt. Der Schreibstil von Chanel Cleeton war anfangs gewöhnungsbedürftig, da sie oft kurze Sätze hintereinander verwendet und dies den Lesefluss zuerst stört. Jedoch gewöhnt man sich schnell an ihren Schreibstil, der an moderne Literatur erinnert und den Roman hochwertiger macht.

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Diese ist Band 1 der Kuba-Saga. Es ist ein historischer Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt. Es wird aus der Sicht von Elisa (1958) und ihrer Enkelin Marisol (2017) erzählt. Zum Inhalt: Elisa ist Tochter eines Plantagenbesitzers in Havanna. Sie weiß kaum etwas über die politische Lage in Kuba. Elisa lernt einen Mann kennen, der tief in die politischen Umwälzungen verstrickt ist, die ihre Zukunft für immer verändern werden. 1958 steht Fidel Castro kurz vor der Machtergreifung und Elisa flieht mit ihrer Familie nach Amerika. Ihre Enkelin Marisol lebt in Miami und reist 2017 nach dem Tod der Großmutter nach Kuba, um dort ihre Asche zu verstreuen und das Land ihrer Großmutter kennenzulernen. Meine Meinung: Dieses war mein erster Roman über Kuba. Bisher habe ich wenig Romane in diesem Genere gelesen. Ich hatte mich auf eine spannende und fesselnde Familiengeschichte eingestellt. Mir war das Buch zu langatmig. Es wurden sehr viele Informationen zur politischen Lage Kubas vermittelt.Diese waren sehr ausführlich und gut beschrieben, ich fühlte mich jedoch davon "erschlagen". Mit den Charakteren konnte ich leider auch nicht warm werden...eventuell lag dies an der Ich-Form,die ich in diesem Buch so gar nicht mochte. Auch die Liebesgeschichte der beiden Frauen konnte mich nicht begeistern. Ich habe mich regelrecht durch das Buch "gekämpft".Das lag aber wahrscheinlich daran, dass ich mit falschen Erwartungen gestartet bin. Empfehlung: Für jemanden, der sich ausführlich über die Politik Kubas informieren möchte und dazu eine Liebesgeschichte sucht, ist diese Buch sicher genau das Richtige.

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unterhaltssam, spannend und lehrreich

Von: pipipumpfe

05.08.2019

Der Roman handelt von zwei Kubanerinnen in zwei verschiedenen Zeitzonen. Elisa zur Zeit der Revolution und ihrer Enkelin Marisol in 2017. Diese reist nach Kuba um Elisas letzten Wunsch zu erfüllen und deren Asche in der Heimat zu verstreuen. Die Geschichte über Elisa im Havanna von 1959 hat mich sofort abgeholt. Der schnörkellose aber dennoch detailreiche Schreibstil der Autorin lässt sofort ein Bild der Zeit und der Umgebung entstehen. Mit der Enkelin habe ich mich am Anfang etwas schwer getan. Das die Protagonistin in den Dreißigern, Single und auf Sinnsuche ist, kam ein wenig wie aus dem Baukasten für den gängigen Frauenroman daher. Auch dürfte die amouröse Verwicklung nicht fehlen und im ersten drittel des Buches kam mir definitiv das Wort "Begehren" ein wenig zu oft vor. Ich erfreute mich mehr an der Revolutionsgeschichte aus den 50ern. Aber die Autorin hat die Kurve gekriegt und die Geschichte der beiden Frauen verschmolz immer mehr zu einer Einheit und hielt die Spannung bis zum Schluss. Vor Allem gefällt mir an dem Buch, dass es sich hierbei nicht nur um einen unterhaltsamen Roman handelt, sondern dass man auch Dinge erfährt und Zusammenhänge erklärt bekommt, die man so im Allgemeinen nicht über Kuba und die Revolution weiß. Wer also gut unterhalten sein will und gleichzeitig auch noch Interesse an geschichtlicher Lektüre hat, ist hier bestens aufgehoben. Meines Erachtens nach ein Stoff, der durchaus zur Verfilmung taugt.

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