Leserstimmen zu
Nächstes Jahr in Havanna

Chanel Cleeton

Die Kuba-Saga (1)

(43)
(30)
(21)
(3)
(1)
€ 10,99 [D] inkl. MwSt. | € 11,30 [A] | CHF 16,90* (* empf. VK-Preis)

Mehr als eine Geschichte

Von: Greeny33

04.08.2019

Durch dieses Buch lernt man so viel mehr über Kuba, als in jedem Reiseführer. Luis zeigt Marisol nicht nur die typischen Sehenswürdigkeiten in Kuba, er erzählt ihr auch viel über die Politik und die Geschichte. Bei der nächsten Reise nach Kuba werde ich das Land anders wahrnehmen. Auf der einen Seite erlebt man die Seite von Pablo, der gegen Batista gekämpft hat. Auf der anderen Seite kriegt man Eindrücke von der Seite der Perez-Familie die vor der Macht von Fidel fliehen mussten. Durch Elisa's Erzählungen sieht man wie das frühere Kuba war. Marisol's Seite zeigt das Kuba von heute. Der Satz "in Kuba ist die Zeit stehen geblieben" kriegt durch dieses Buch eine ganz andere Bedeutung. Ich habe mehrere Male versucht irgendwo einen Hinweis zu finden, ob die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, weil diese Geschichte einem so echt vor kommt. Im Brief der Autorin am Ende des Buches wird klar, warum die Geschichte authentisch ist... Sie selber ist Kubanerin und ihre Familie musste ebenfalls aus Kuba fliehen. Die Orte die in dem Buch erwähnt werden, gibt es wirklich, die Daten und Fakten stimmen überein. Reiseführer erzählen einem was an welchem Ort passiert ist... Aber wie schlimm es war, wird einem erst mit diesem Buch klar. Die wahre Bedeutung von dem Buchtitel "nächstes Jahr in Havanna" , wie stark diese Bedeutung ist... Erkennt man erst nach 2/3 vom Buch. Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der eine Reise nach Kuba plant und mehr als einen typischen Touristen-Urlaub möchte, jeden der sich für die Kultur von dem zu bereisenden Land interessiert und jedem der / die einfach nur eine gute Geschichte lesen möchte!

Lesen Sie weiter

Kurzweilig, historisch und romantisch

Von: Felix Meier

04.08.2019

Schöne Liebesgeschichten, verknüpft mit kubanischer Geschichte. Sehr interessant und fesselnd. Wie die verschiedenen Zeiten miteinander verflochten sind, gefällt mir sehr gut.

Lesen Sie weiter

Eine junge kubanisch-amerikanische Frau soll die Asche ihrer verstorbenen Großmutter in Kuba verstreuen. Diese war rund 60 Jahre zuvor vor Castro mit ihrer Familie aus Kuba geflohen und konnte seitdem nicht wieder zurückkehren. Die Handlung springt zwischen den Erlebnissen der Großmutter und der Enkelin hin und her und vermittelt so zwei intensive Eindrücke der Geschichte Kubas – Ende der 50er Jahre und heute. Dabei geht es nicht nur um die zeitgeschichtlichen Hintergründe, sondern auch um Familiengeheimnisse und tragische Liebesgeschichten. Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen und wurde positiv davon überrascht. Im Laden wäre ich vermutlich daran vorbeigegangen, da mich Kuba bisher nicht sonderlich interessierte. Nun bin ich froh, dass ich das Buch lesen durfte. Chanel Cleeton, selbst Amerikanerin mit kubanischen Wurzeln, vermittelt einen authentischen Eindruck von Kuba, seinen Menschen und seiner Geschichte. Von Anfang an wird man von dem Roman in den Bann gezogen und möchte wissen, wie es weitergeht. Einzig an einer Stelle wirkt die Handlung konstruiert, wodurch man kurzzeitig irritiert wird. Dies schadet dem Fortlauf des Romans jedoch nicht, man findet sich wieder in die Handlung ein und möchte wissen, wie die Geschichte ausgeht. Jeder der einen spannenden Roman lesen und mehr über Kuba wissen möchte und nichts gegen eine romantische Liebesgeschichte einzuwenden hat, sollte diesen Roman lesen.

Lesen Sie weiter

Miami, 2017: Marisol macht sich auf den Weg nach Kuba, in das Land ihrer Vorfahren. Dort wartet eine schwierige Aufgabe auf sie, sie soll einen Ort für die Asche ihrer Großmutter Elisa finden. Während der Reise erfährt sie mehr über ihre Familie, die Kuba 1958 verlassen hat und sie stellte sich der Frage, wieviel Kuba noch in ihr steckt. "Bei nächstes Jahr in Havanna" handelt es sich um den ersten Teil der Kuba-Saga. Der Roman lässt sich gut lesen und hat eine tolle Geschichte, aber irgendwas hat mir hier gefehlt, dabei kann ich es nicht ganz genau festmachen und nur versuchen es zu erklären. Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Elisa und Marisol erzählt, wobei ich die Geschichte von Elisa etwas interessanter fand. Gleich zu Anfang erfährt man, dass Elisas Familie Kuba verlässt, rückblickend erfährt man, wie es dazu kam. Eigentlich mag ich es, wenn Romane in verschiedenen Zeitebenen spielen, hier hat es mich aber ein wenig im Lesefluß gebremst. Bei der Erzählebene von Marisol hatte ich das Gefühl, dass vieles zerredet wird und ich habe lange gebraucht, um mit Marisol warm zu werden. Die Zeiten in denen der Roman spielt sind politisch sehr unruhig, als Leser bekommt man zwar ein leichtes Gespür dafür, ich persönlich wäre aber gerne etwas mehr dabei gewesen. Da Marisol eher behütet aufwächst, weiß sie kaum etwas über die politische Lage und so ist man Leser auch immer etwas auf Abstand. Ein guter Familienroman, allerdings empfand ich ihn streckenweise ein wenig langatmig und so vergebe ich 3,5 Sterne.

Lesen Sie weiter

Nächstes Jahr in Havanna

Von: Eliza

04.08.2019

Mich hat der Roman fasziniert, weil aus zwei Perspektiven berichtet wird. Zum einen, von Elisa in den Jahren der Revolution auf Kuba. Zum Anderen von Marisol, die den letzten Wunsch ihrer verstorbenen Großmutter Elisa erfüllen soll und zum ersten Mal nach Havanna reist - ganz aktuell im Jahr 2017. Ich war gebannt von den begeisternden Berichten der Schönheit des Landes und der Farben des Meeres und zeitgleich von den nicht zu glaubenden Ungerechtigkeiten und Problemen mit denen auch Heute noch- wie damals- das Land und vor allem deren Bewohner zu kämpfen haben. Dieses Buch ist nicht nur für Kuba -Kenner sondern vor allem auch für Menschen (wie ich) die Kuba bis jetzt nur von der Landkarte, oder politischen Berichten kennen um an einem Familienschicksal die Tragweite der politischen Situation nachzuvollziehen. Man taucht ein in die Familie und deren Freunde und erfährt Seite um Seite mehr um deren Zusammenhänge. Ein schöner Sommer Roman der das Fernweh weckt.

Lesen Sie weiter

Ein wunderbares Buch

Von: Tanja

04.08.2019

Ich finde das Buch geschmeidig geschrieben. Es lässt sich fließend lesen und ich fühlte mich selbst in Kuba. Man merkt Chanel Cleeton an, dass ihr Herz an Kuba hängt. Die einzelnen Kapitel von Elisa und Marisol zeigt wie Nahe sie sich standen und wie ähnlich sie sich sind. Auch wie schwer es zur Zeit der Revolution war, spürt man während des Lesens. Ich konnte das Buch schwer aus der Hand legen und wollte immer wissen wie es weitergeht. Auch die einzelnen Geschichten von Elisa und Marisol sind gut getrennt, sodass man nicht durcheinander kommt. Wer solche Familiengeschichten mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Lesen Sie weiter

Unterhaltsam, leichte Urlaubslektüre

Von: Booklover

03.08.2019

Das Buch erzählt eine kubanische Familiengeschichte aus zwei Perspektiven. Elisa gehört 1958 zur Schicht der reichen Plantagenbesitzer, die Revolution und politische Umwälzungen stehen kurz bevor. Genau in dieser unsicheren Zeit verliebt sie sich in einen Mann, der sich politisch auf der Seite der Bewegung des 26. Juli befindet. Nach dem Tod Elisas 2017, soll ihre Enkeltochter (Marisol) in das Land ihrer Großmutter reisen, um diese dort beizusetzen. Die Bemühungen, die Beziehungen zwischen den USA und Kuba zu verbessern, hatten eine Reise von amerikanischen Staatsbürgern nach Kuba mittlerweile möglich gemacht. Was die Autorin gut herausstellt, ist die Beschreibung der Landschaft und des Malecón, dadurch weckt sie eine Art Sehnsuchtsgefühl (das ja auch beide Protagonistinnen haben). Allerdings sind die Beschreibungen oftmals romantisierend, wie aus einer Werbeanzeige. So wird beispielsweise bei Marisol ein Ausflug von Havanna nach Varadero zum wunderschönen Roadtrip, die schlechten Straßenbedingungen und die strapaziöse Fahrt werden nicht berücksichtigt. Marisol spricht zwar die Versorgungsknappheit und die schwierigen Bedingungen in Kuba an, hat aber während ihres Aufenthalts keine Probleme, immer die Speisen zu bekommen, die sie mit Kindheitserinnerungen verbindet. Von den Charakteren bin ich enttäuscht. Beide werden zwar als starke Frauen angepriesen, jedoch finde ich die Motivationen, Handlungen und Selbstwahrnehmung der Protagonistinnen eher schwach dargestellt. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass die männlichen Charaktere den weiblichen weit überlegen sind. Die Autorin beschreibt die Figuren nach einem klassischen Rollenbild, das zumindest in der Perspektive von Marisol längst überholt sein sollte. Auch die Liebesgeschichte(n) bedienen sich klassischer Klischees und sind meist voraussehbar. Dadurch wirken die Darstellungen etwas oberflächlich. In dem Buch werden aktuelle Konfliktsituationen in Kuba, wie beispielsweise jene zwischen Blogger/innen und der Regierung herausgestellt. Die Beschreibung der verschiedenen Konfliktsituationen ist der Autorin gelungen. Auch gibt es ab und an spannende Wendungen, die das Buch zu einer guten Urlaubslektüre machen.

Lesen Sie weiter

Gelungener Erstling in ungewöhnlicher Kulisse

Von: donna_limona

02.08.2019

"Nächstes Jahr in Havanna!" - das ist DER Trinkspruch aller Exilkubaner. Zu jedem Fest wird damit die Hoffnung ausgedrückt, die nächste Hochzeit, den nächsten Geburtstag, den nächsten Jahreswechsel wieder in der alten Heimat zu erleben. Das Buch handelt in zwei Zeitebenen. Wir begegnen in Miami 2017 der jungen Marisol und erleben 1958 in Havanna die junge Elisa. Beide sind Frauen der Oberschicht, die Armut und schlechte Lebensbedingungen nicht kennen. Während Marisol nach Havanna reist, um ihre geliebte Oma Elisa zu bestatten, lernen wir beide Frauen näher kennen. Auch gibt es für jede der Protagonistinnen eine schöne, stimmige Liebesgeschichte. Natürlich gibt es auch Familiengeheimnisse, aber mehr will ich gar nicht verraten! Wie hat es mir gefallen? Ich gebe zu, dass ich mich mit dem Anfang etwas schwer getan habe. Da passiert zu wenig und die Charaktere waren mir nicht intensiv genug. Aber hey, das Buch ist ein Erstling und ich sehe bei der Autorin absolut Steigerungspotenzial. Das letzte Drittel hat es allerdings für mich dann wirklich rausgerissen. Das Buch wurde spannend, schnell und mitreißend. Und nach der Äußerung von Großtante Beatriz auf einer der letzten Seiten bin ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung, die im Dezember erscheinen wird. Das Setting in Kuba und das Umfeld der kubanischen Revolution ist für mich besonders. Darüber habe ich noch nicht viel gelesen, schon gar nicht aus der Sicht der verjagten Oberschicht Kubas. Insgesamt eine lesenswerte Familiensaga, die ich insbesondere den Leserinnen von Beatriz Williams (East-Coast-Reihe) ans Herz legen würde.

Lesen Sie weiter