Leserstimmen zu
Nächstes Jahr in Havanna

Chanel Cleeton

Die Kuba-Saga (1)

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Gelungener Erstling in ungewöhnlicher Kulisse

Von: donna_limona

02.08.2019

"Nächstes Jahr in Havanna!" - das ist DER Trinkspruch aller Exilkubaner. Zu jedem Fest wird damit die Hoffnung ausgedrückt, die nächste Hochzeit, den nächsten Geburtstag, den nächsten Jahreswechsel wieder in der alten Heimat zu erleben. Das Buch handelt in zwei Zeitebenen. Wir begegnen in Miami 2017 der jungen Marisol und erleben 1958 in Havanna die junge Elisa. Beide sind Frauen der Oberschicht, die Armut und schlechte Lebensbedingungen nicht kennen. Während Marisol nach Havanna reist, um ihre geliebte Oma Elisa zu bestatten, lernen wir beide Frauen näher kennen. Auch gibt es für jede der Protagonistinnen eine schöne, stimmige Liebesgeschichte. Natürlich gibt es auch Familiengeheimnisse, aber mehr will ich gar nicht verraten! Wie hat es mir gefallen? Ich gebe zu, dass ich mich mit dem Anfang etwas schwer getan habe. Da passiert zu wenig und die Charaktere waren mir nicht intensiv genug. Aber hey, das Buch ist ein Erstling und ich sehe bei der Autorin absolut Steigerungspotenzial. Das letzte Drittel hat es allerdings für mich dann wirklich rausgerissen. Das Buch wurde spannend, schnell und mitreißend. Und nach der Äußerung von Großtante Beatriz auf einer der letzten Seiten bin ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung, die im Dezember erscheinen wird. Das Setting in Kuba und das Umfeld der kubanischen Revolution ist für mich besonders. Darüber habe ich noch nicht viel gelesen, schon gar nicht aus der Sicht der verjagten Oberschicht Kubas. Insgesamt eine lesenswerte Familiensaga, die ich insbesondere den Leserinnen von Beatriz Williams (East-Coast-Reihe) ans Herz legen würde.

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Rezension zum Roman von Chanel Cleeton ,,Nächstes Jahr in Havanna“ Die Autorin hat diesen Roman ihrer Heimat gewidmet, denn sie stammt ursprünglich aus Kuba. Sie wuchs aber in Florida auf. ,,Nächstes Jahr in Havanna“ ist ein geflügeltes Wort der Exilkubaner, wenn sie, beispielweise, am Silvester anstoßen. Es drückt die Sehnsucht aus, in die Heimat zurückkommen zu dürfen. Erzählt werden nicht nur zwei gefühlvolle Liebesgeschichten in zwei Jahrhunderten, es werden auch viele interessante Informationen über die südamerikanische Insel vermittelt. Zwei starke Frauen spielen die Hauptrollen, die Großmutter Elisa und die Enkelin Marisol. Elisa ist die Tochter eines reichen Besitzers eines Zuckerimperiums in Havanna des Jahres 1958. Sie und ihre drei Schwestern verkehren in besten Kreisen, wissen wenig von der kubanischen Realität. Dann begegnet sie Pablo , der tief verstrickt ist in die politischen Umwälzungen und an der Seite von Fidel Castro und Che Guevara kämpft. Elisa verliebt sich in den Revolutionären, bleibt aber ihrer Familie treu. Ihr Vater verbietet ihr, Pablo zu sehen. Nach dem Sieg der Revolution und der Flucht des Machthabers Batista aus Kuba verlässt auch die Familie von Elisa Perez das Land. Zu dem Zeitpunkt ist Elisa schwanger und erfährt die Nachricht, dass ihr Pablo im Kampf in Santa Clara ums Leben gekommen ist. 2017 Miami. Die Journalistin Marisol will den letzten Wunsch ihrer geliebten Großmutter erfüllen und macht sich nach deren Tod auf die Reise nach Kuba, um die Urne in Elisas Heimat beizusetzen. Sie kommt bei Elisas alter Freundin Ana unter und gelangt in den Besitz von alten Liebesbriefen ihrer Großmutter. Dann sucht sie nach Pablo. Dabei hilft ihr Anas Enkel und Universitätsprofessor Luis, an den Marisol schon bald ihr Herz verliert. Luis wird aber auch verfolgt und verhaftet. Eine große Rolle spielt der Zufall, dass Marisol nach der Verhaftung von Luis ihren leiblichen Großvater sieht und erkennt. Pablo Garcia hilft ihr und Luis nach Miami auszureisen. Chanel Cleeton hat einen informationsreichen, spannenden und unterhaltsamen politischen Roman geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig. Das Buch ist lesenswert. Ich freu mich auf die nächsten

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Der Roman "Nächstes Jahr in Havanna" von Chanel Cleeton handelt vom Leben der wohlhabenden Familie Perez, um genau zu sein zwei verschiedenen Generationen dieser Familie. Einmal haben wir da Elisa, die sich durch die Begegnung mit einem besonderen Mann einmal mehr mit den politischen Kämpfen des Jahres 1958 in Havanna auseinandersetzen muss. Und dann ist da Marisol, die im Jahre 2017 zum ersten Mal in ihrem Leben in die Heimat ihrer geliebten und kürzlich verstorbenen Großmutter reist und die Vergangenheit ihrer Großmutter aufdeckt. Zu Beginn möchte ich sagen, dass ich deshalb gespannt auf das Buch war, weil ich kaum etwas über die sogenannte Kuba Krise weiß, und so sehr daran interessiert war, zu erfahren, was sich unmittelbar vor der Kuba Krise in Kuba abspielte. In dieser Hinsicht hat der Roman mich auch auf keinen Fall enttäuscht, eher sogar positiv überrascht, da man nicht nur genauere Einblicke in die Zeit vor der Kuba Krise sondern auch nach dieser erlangt. Da es sich jedoch nichtsdestotrotz um einen Liebesroman handelt, hatte ich Vorbehalte. Ich bin kein großer Fan von Liebesromanen, muss in diesem Fall jedoch gestehen, dass die Autorin sich mit unnötigem Kitsch zurückhielt und sowohl die Liebesbeziehung von Elisa als auch von Marisol gut in die Handlung hineingearbeitet waren, haben sie doch maßgeblich zur Handlung beigetragen. Auch die Parallelen beider Romanzen fand ich sehr passend und interessant. Damit leite ich jedoch auch gleich zu meinem Kritikpunkt über. Obwohl sowohl Elisa als auch Marisol keine unsympathischen Charaktere sind, konnte ich es mir nicht verkneifen, die Partner beider Frauen für interessantere Charaktere zu halten. Es ist natürlich nichts falsch daran, seine Protagonisten einfach etwas gewöhnlicher zu gestalten, aber ich empfand es doch als störend, dass beide Frauen sich nie richtig für etwas haben entscheiden können, vor allem was die politische Situation Kubas anging. Sie schienen im ständigen Zwiespalt zu sein, was an sich wieder nichts verwerfliches ist, jedoch kamen sie nie zu einer entgültigen Meinung, wie mir schien. Besagter Zwiespalt war jedoch in mancherlei Hinsicht auch ein wahrer Segen für die Geschichte und auch für Marisol, eine der Protagonistinnen, da man sich so doch in sie hineinversetzen konnte. Der Zwiespalt, den ich in diesem Kontext meine, ist der, dass Marisol zwar Kubanerin ist, auch spanisch spricht, jedoch nie richtig in Kuba ankommen konnte, obwohl sie sich ihr Leben lang mit dem Land verbunden fühlte. Es ist der Zwiespalt, den viele Menschen mit zwei Staatsangehörigkeiten haben oder auch einfach Menschen, die sich durch die verschiedenen Nationalitäten ihrer beiden Elternteile mit beiden Nationen verbunden fühlen, jedoch von keiner richtig akzeptiert werden. Zusammenfassend sage ich nun also, dass "Nächstes Jahr in Havanna" ein sehr gelungener Liebesroman ist, der sich sehr interessant mit einem wichtigen politischen Thema auseinandersetzt, jedoch, meiner Meinung nach, ein wenig darunter zu leiden hat, dass die Protagonistinnen sich im Roman nie eine entgültige Meinung zu bilden scheinen.

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Nächstes Jahr in Havanna

Von: Larima777

01.08.2019

Dieses sehr interessante Buch hatte ich als Ferienlektüre mit an die Ostsee genommen. Schon von der ersten Seite an hat es mich fasziniert und ich wollte und wollte wissen wie "Geschichte" und die Geschichte von Oma Elise und Enkelin Marisol weitergeht....es ist eine feinfühlig geschriebene Geschichte der Revolution und der High Society im Havanna 1958, eine "verbotene Liebe" und politische Umwälzungen bis hin zur Flucht aus Havanna ins Exil nach Florida. Mit der Asche der Großmutter Elisa im Gepäck reist die Enkelin Marisol 2017 nach Kuba ins Land ihrer Vorfahren und begibt sich auf die Spuren ihrer Großmutter um die passende Stelle im Lande zu finden, wo sie die Asche der Großmutter verstreuen kann.... Ich persönlich sehe nach der Lektüre dieses Buches das Land Kuba mit ganz anderen Augen, man erfährt viel über die Geschichte und über die Revolutionäre die Umwälzungen herbeigeführt haben und wie die Bewohner und Einheimischen sich arrangiert haben...nun träume ich von einer Reise nach Havanna würde gerne die Stätten und Orte die Buch beschrieben sind, besuchen.

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Rezension -Nächstes Jahr in Havanna- Klappentext Mein Herz gehört Havanna Havanna 1985: Elisa, Tochter eines Plantagenbesitzers, verkehrt in den besseren Kreisen Havannas und weiß kaum etwas über die Lage des Landes. Bis sie einem Mann begegnet, der tief verstrickt ist in die politischen Umwälzungen, die ihre Zukunft für immer verändern werden. Miami 2017: Marisol macht sich auf den Weg nach Kuba. Sie wird zum ersten Mal das Land kennenlernen, in das ihre Großmutter zeit ihres Lebens zurückkehren wollte und in dem sie nun beigesetzt werden soll. Cover Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen und hat mich direkt angesprochen. Ich mag die Farbauswahl von Bild und Text und den Mix von Schwarzweiß und Farbe. Schreibstil Der Schreibstil ist sehr angenehm, man wird ganz einfach von ihm fort getragen. Inhalt Ich mag es sehr gerne über die Geschichte und die Vergangenheit von anderen Ländern zu lesen. Von Kuba hatte ich bis jetzt keine wirklichen Hintergründe gekannt, umso mehr hat mich das Buch angesprochen. Ebenfalls finde ich es immer schön in Zeitsprüngen zu lesen. So kann man etwas von damals und heute erfahren und sieht auch direkt die Veränderungen. Elisa lebt 1958 mit 19 Jahren in Havanna. Wie hart es dort zu geht und wie sehr die Politik das Leben der Kubaner beeinträchtigt ist ihr gar nicht bewusst. Ihre Familie ist sehr wohlhabend und sie muss auch nicht arbeiten gehen. Erst als sie auf einer Feier Pablo kennen und auch lieben lernt erfährt sie die aktuelle und schwierige Situation des Landes. Leider dürfen die beiden ihre Liebe nicht offen zeigen und das macht es sehr schwer. Elisa wirkt auf mich sehr stark und gefasst, manchmal noch etwas naiv. Ich konnte mich aber sehr gut in ihre Gefühlswelt hineindenken und es war sehr interessant ihren Weg zu verfolgen. Marisol, Elisas Enkeltochter, kehrt nach Kuba zurück um die Asche ihrer Großmutter wieder zurück in die Heimat zu bringen. Sie ahnt nicht, dass ihr ein ähnliches Schicksal passiert wie Elisa. Die Geschichte Kubas hat mich während des Lesens geschockt und abgeschreckt. Mir tun auch die Kubaner, die teilweise versucht haben zu fliehen sehr leid. Wie kann man dort leben, oder auch glücklich sein? Das Buch hat mich inspiriert und ich würde am liebsten sofort nach Havanna reisen, die Orte aufspüren und für mich entdecken wie ein Leben dort möglich ist. Fazit Ein toller Roman, den jedem empfehlen kann, der mehr über das Leben in Kuba erfahren möchte. Zum Buch Verlag: Heyne Autorin: Chanel Cleeton Preis: 10,99 Euro Buchlänge: 464 Seiten

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Ich bin zurück. Tagelang war ich unterwegs.Dabei hatte alles so unspektakulär begonnen, als ich zu lesen anfing.... Es ist wie ein Sprung ins kalte Wasser. Romane in Vergangenheitsform liegen mir eigentlich mehr. Doch es kommt anders als gedacht. Die Geschichte zieht mich in ihren Bann, entwickelt eine ungeahnte Sogwirkung und lässt mich nicht mehr los. Ich lerne Elisa kennen, es ist das Jahr 1958, die heimlich, selbstbewußt und mutig ihrem Herzen folgt und nicht tut, was von ihr erwartet wird. Der Preis, den sie zahlt, ist hoch, und auch wenn sie verliert,schützt sie doch, was sie liebt. 2017 begibt sich ihre Enkelin Marisol auf die Reise zu ihren Wurzeln, ist sie doch gekommen , um die Asche ihrer Großmutter auf kubanischen Boden zu verstreuen. Sie besucht jene Orte, die ihrer Großmutter wichtig waren und erlebt „Havanna (als) eine schöne Stadt, eingehüllt von Traurigkeit“. Je mehr Marisol eindringt, desto mehr verstrickt sie sich. Aber sie lernt sich selbst neu kennen und reflektiert, was es heißt Kubanerin zu sein. Familien- und Zeitgeschichte verknüpfen sich und legen frei, was lange behütet schien. So tausche ich Zeit und Raum, mal fühle ich mich wie Marisol , um dann wieder auf die zerrissene Gefühlsebene von Elisa zu wechseln. Chanel Cleeton hat mit ihrem Debütroman und ihrer direkten Sprache ein unvergleichliches Zeitdokument geschaffen. Unser Herz gerät ein wenig mit aus dem Takt zwischen dem Dialog zweier starker Frauen und den Ländern Kuba und USA. „.... ich habe Angst um mein Herz“ heißt es im Roman, in dem man es durchaus verlieren könnte. Die Prophezeiung „ jeden Tag verschwindet ein weiteres Stück unserer Geschichte“ bewahrheitet sich indes nicht, vielmehr macht die Geschichte neugierig auf ein Kuba ohne touristischen Anstrich. Da wo die Farbe an den alten Häusern abblättert, finden wir vielleicht beim Kratzen an der Oberfläche eine andere Wirklichkeit und geben uns irgendwann wie Marisols im Exil lebende Familie jedes Jahr das Versprechen „nächstes Jahr in Havanna“.

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Karibisches Flair

Von: Schnucki

30.07.2019

Da ich einige Jahre in der Karibik gelebt habe, ist das Buch natürlich perfekt für meine Vorstellungskraft. Toll ist, dass es aus dem wahren Leben erzählt und uns zeigt, wie manche unter irgendwelchen selbst ernannten "Göttern" zu leiden haben. Ab und zu musste ich mal zurück blättern und nachschauen, wer wer ist, aber ich habe das ganze Buch an einem Nachmittag gelesen. Ich kann nur sagen, echt toll. Und wer sich ein bisschen mit der karibischen Geschichte auskennt, kommt bestens damit klar

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Tolle Geschichte, schlecht erzählt

Von: Julia Bohr

30.07.2019

Inhaltlich überzeugt das Buch mit spannenden Themen, wie Revolution, Tod, gefährliche Liebschaften und Flucht. Stilistisch leider nicht gelungen. Die Figuren in "Nächstes Jahr in Havanna" haben schwere Zeiten durchgemacht und teilweise Schlimmes erlebt. Leider schafft es die junge Autorin zu keinem Zeitpunkt den geneigten Leser mit zu reißen oder ihn mit den Akteuren mitleiden zu lassen. So unerfahren und ahnungslos ihre beiden Hauptfiguren, Großmutter und Enkelin sind, so planlos hinterlässt sie am Ende auch den Leser. Sie nutzt zwar den Perspektivwechsel, um uns sowohl die Welt aus 1958, als auch 2017 zu zeigen, die Beweggründe, den tieferen Sinn der handelnden Personen waren für mich allerdings nicht nachvollziehbar. Stereotypisch sind die Männer politisch engagiert und kämpfen für Ihr Land. Wofür genau und warum überhaupt habe ich auf den fast 500 Seiten nicht erfahren. Ihr weiblichen Heldinnen sind reich, naiv und schwer verliebt, ansonsten aber nicht besonders schlau. Die Autorin hätte mit dem Briefwechsel zwischen den Verliebten die Möglichkeit gehabt, uns die Motivation der Revolutionäre näher zu bringen, entschied sich aber offensichtlich dafür, die Figuren, insbesondere, die männlichen, flach zu halten. Schade, da die Geschichte wirklich viel Potential hat. Kubas Schicksal ist außergewöhnlich, die Geschichten Ihres Volkes spannend und erzählenswert. Als direkte Nachfolgerin geflüchteter Kubaner hätte ich mir von Ms Cleeton mehr Tiefe gewünscht. Eine gute Lektorin hätte hier einen Diamanten rausholen können; Ms Seaver schaffte diese leider Aufgabe nicht. Zu guter Letzt fand ich die Übersetzung an manchen Stellen nicht gelungen. Zitat auf Seite 107: "Trotzdem nehme ich das Kompliment trotzdem gerne an." Wie ein doppeltes "trotzdem" wohl im Original klingt??? In diesem Sinne: TROTZDEM eine Leseempfehlung von mir für alle, die nach Kuba reisen wollen und einen langen, langen Flug vor sich haben ....

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