Leserstimmen zu
Das rote Adressbuch

Sofia Lundberg

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Das rote Notizbuch, dass Doris von ihrem Vater geschenkt bekommt, begleitet sie fast ihr ganzes Leben. Inzwischen sind viele der Namen durchgestrichen. Die Personen sind tot. Doris erinnert sich zurück an die Menschen, denen sie begegnet ist. Als Ich-Erzählung schildert uns die Autorin Doris Reise aus den einfachen Verhältnissen in Stockholm nach Paris und weiter in die USA. Die Szenen aus der Gegenwart sind in der dritten Person geschrieben. Dadurch wird zum Beispiel die Erinnerung der jungen Doris, in Paris das erste Mal in ein Auto gestiegen zu sein, kontrastiert vom Leben in der Gegenwart, in der man skypt und auf die Kanaren in die Urlaub fliegt. Ohne spoilern zu wollen, möchte ich nur sagen, dass das Buch von Erinnerungen und von Banden zwischen Menschen erzählt. Von äußeren Ereignissen, die das Schicksal lenken. Von Liebe und Einsamkeit. Ich fand das Buch sehr berührend und tragisch. Also - Taschentücher bereitlegen. Die Buchidee der Autorin Sofia Lundberg beruht auf Personen, die tatsächlich gelebt haben. So war die Schwester von Lundbergs Großmutter das Vorbild für Doris. Und auch das rote Adressbuch hat es wirklich gegeben. Ich habe übrigens gerade gesehen, dass im Frühjahr 2020 ein neues Buch der Autorin bei Goldmann erscheint.

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Lieber Leser,

Von: C. Widmann

12.07.2019

eine alte Frau schreibt ihre Erinnerungen auf. Gleichzeitig geht es um die Gegenwart: ihre Großnichte Jenny, die einzige lebende Verwandte, kämpft um ihre Unabhängigkeit und um ihre Ehe. Sofia Lundberg erzählt die Geschichte der beiden Frauen in klarem Stil, den man gerne liest. Wir begleiten Doris durch die dreißiger und vierziger Jahre: als Dienstmädchen in Schweden, dann in Paris. Ihre Madame verkauft sie weiter, Doris wird Mannequin. Den Rücken durchgedrückt, die Schuhe zwei Nummern zu eng, muss sie im Kaufhaus stehen wie eine Kleiderpuppe. Kein Model-Leben, von dem man träumen würde. Auch die große Liebe bringt Doris zwar Abenteuer, aber nicht das große Glück. Während Doris' bewegtes Leben mich durch das ganze Buch in Atem hielt, fand ich Jennys Teil der Geschichte zu einfach. Die Teile, die Doris' Gegenwart als Sechsundneunzigjährige erzählen, schlugen mich wider Erwarten in ihren Bann. Ich empfehle das rote Adressbuch als den Lebensroman einer beschreibenswerten Frau. Hochachtungsvoll Christina Widmann de Fran

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eine grosse liebe

Von: judith biegel aus winterthur

21.05.2019

wunderbare geschichte! ich kann sie nur empfehlen!

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Lebensbegleiter

Von: Ines

30.04.2019

Hast Du genug geliebt in Deinem Leben? Gute Frage. Ich denke ja. Verziehen habe ich in meinem bisherigen Leben vermutlich nicht genug, geliebt ja. Das rote Adressbuch von Hauptfigur Doris ist der Leitfaden der Geschichte. Sie bekommt es als Kind von ihrem Vater geschenkt, der kurz darauf verstirbt. In diesem Adressbuch finden sich die Namen der Personen wieder, die ihr spannendes Leben begleitet haben. Kurz vor ihrem Lebensende schreibt sie für ihre Großnichte Jenny, zu der sie ein sehr enges Verhältnis hat, die Geschichten auf, die sie mit den Menschen aus dem Adressbuch verbindet. Die Lebensgeschichte beginnt im Stockholm der 1920er Jahre. Doris’ Weg führt sie nach Paris, New York, England und am Ende wieder nach Stockholm in die Gegenwart. Gegen Ende gibt sie Jenny die Worte “Das Leben ist nicht dazu da, dass es dich unterhält, du musst das Leben unterhalten.” mit auf ihren Weg. Die Worte gefallen mir, weil sie dafür stehen, dass jeder sein Leben selbst in der Hand hat und für die Gestaltung verantwortlich ist. Selbst wenn uns Dinge von fremder Hand geschehen, die wir nicht wollten, liegt der Umgang damit in unserer Hand. Die Geschichte hat mich vom ersten Moment an gefesselt. Jetzt freue ich mich darauf, dass von der Autorin im Mai 2019 ein weiteres Buch erscheint. Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt.

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Cover Das Cover ist ein echter Blickfang. Gefällt mir wirklich gut auf den ersten Blick. Die kleinen Details sind ausgesprochen gut - das leichte Schimmern der Beeren, die Abnutzung am Etikett, die Schrift. Inhalt Der Inhalt ist ziemlich einzigartig! Ich habe wirklich noch kein Buch gelesen, dass dieser Idee nahe kommt. Die Handlung wird gut aufgebaut und sehr erstklassig in Abschnitte komprimiert, was dem Lesefluss eine echten Aufschwung gibt. Besonders das Ende ist sehr gelungen. Schreibstil Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet. Sie fand immer die richtigen Worte. Man kommt sehr gut in das Buch hinein und gelangt in einen richtigen Lesefluss ohne Stolperer. Charaktere Die Charaktere des Buches sind prima. Besonders Doris ist mir sehr ans Herz gewachsen mit ihrer Reise durchs Leben. Die Tiefe der Charaktere ist genügend. Für die kurzen Abschnitte, in denen die meisten Personen eine Rolle spielen, erfährt man genug über sie. Der Handlung kann also kein Abbruch oder Ausschweifen zugemutet werden. Fazit Das Buch ist eine Bereicherung von hoher Qualität! Die Charaktere, die Handlung und der Stil harmonieren gut miteinander. Für mich war das Buch ein wahrer Pageturner, den ich innerhalb von zwei Tagen durch hatte. Die Geschichte zieht einen in ihren Bann und lässt so manchen, selbst in jungen Jahren, melancholisch werden.

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Meine Meinung Dieses Buch hat mich sehr überrascht! Und zwar im positiven Sinne! Es hat mich aber auch ganz tief ge-/berührt. Wir lernen Doris kennen, eine 96 jährige Frau, die ein buntes Leben gelebt hat und am Ende ihres irdischen Weges steht. Das ist ihr bewusst. Deshalb hatte sie vor einger Zeit angefangen ihr Leben für ihre Großnichte Jenny niederzuschreiben. Dies macht sie anhand der Menschen, die ihr im Laufe der Zeit über den Weg gelaufen sind und die in irgendeiner Form eine gewichtige Rolle für sie gespielt haben. Alle Namen sind fein säuberlich dem ABC nach in ihrem roten Adressbuch notiert, das Doris damals mit 10 Jahren von ihrem Vater zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Mit 96 hat man leider die meisten geliebten Menschen bereits hinter sich gelassen. So auch Doris. Bis auf Jenny ist niemand mehr am Leben, der ihr etwas bedeutet. Fast jeder Name im Adressbuch ist durchgestrichen. Dahinter hat Doris immer “TOT” vermerkt. So erfahren wir in angenehmen kurzen Kapiteln, wie Doris als sehr junges Mädchen von ihrer Mutter fortgeschickt wird, warum sie nach Paris gelangt und wie sie Allan, die große Liebe ihres Lebens, kennenlernt. Doch die schönen Zeiten sind bald vorüber, der Zweite Weltkrieg bricht aus. Auch Frankreich und Paris sind betroffen. Doris nächster Weg führt sie nach Amerika, wo sie schwere Schicksalsschläge hinnehmen muss. Über einen ungewollten Umweg über England gelangt sie schließlich wieder nach Schweden, in ihre alte Heimat. Die Autorin hat ein wundervolles, einfühlsames und berührendes Buch geschrieben. Sie zeigt ehrlich und nachvollziehbar die Probleme und das Leid eines sehr alten Menschen auf, dessen Umwelt ihn nicht mehr richtig warhnimmt und ihn nicht mehr als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft betrachtet. Ja, alte Menschen können auch stur und eigensinnig sein. Doch dahinter verbirgt sich auch ofmals der Frust, nicht mehr so aktiv sein zu können wie früher. Sehr schön stellte Sofia Lundberg dieses Thema dar und beschreibt, wie angestrengt sich Doris gegen die Bevormundung wehren muss, nicht gegen ihren Willen ins Pflegeheim abgeschoben zu werden. Wenn man sich Zeit lässt über solche Sachen nachzudenken, erkennt man, wie realitätsnah diese Szenen beschrieben sind. Somit kratzt das Buch in seiner Tiefe auch an aktuellen Problemen, die wir derzeit auch in Deutschland haben. Ohne den Krieg zu groß zu thematisieren bringt die Autorin in ihrem Buch den Zweiten Weltkrieg unter und positioniert darin einen lebenslange Liebe, die mir am Ende richtiggehend ans Herz ging. Wenn auch keine fordernde Literatur, so ist dieser Roman doch große Unterhaltungsliteratur, die das hält, was sie verspricht. Ein interessantes Debüt, das einen fragen lässt: Wie viele solcher Geschichten verbergen sich in den Leben der alten Menschen, die (leider) nie ihren Weg nach außen finden werden? Fazit Wer gerne eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art lesen möchte, der ist bei Lundbergs Buch genau richtig. Manchmal sachlich, manchmal rührend und dann wieder überaus traurig – all das findet man in dieser Geschichte. Sie ist so, wie das Leben selbst, unbeeinflussbar und überraschend. Man sollte sich darauf einlassen und genießen. Prädikat: absolut lesenswert!

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Ich lese gern, ich lese viel und ich habe oft gelacht und geweint beim Lesen vieler Bücher. Dieses Buch ist ein Geschenk. Es ist in seiner ganzen Art des geschriebenen Wortes so wundervoll zu lesen, dass man meint ein Teil dieses ereignisreichen Lebens zu sein. Ich konnte nicht aufhören zu lesen und bin tief bewegt. Ein Buch mit Seltenheitswert für mich!

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An Ihrem zehnten Geburtstag schenkt Doris Vater ihr ein rotes Adressbuch, das sie ihr ganzes Leben lang begleiten wird. In diesem Adressbuch notiert sie alle Menschen, die ihr begegnen.
Doris ist nun 98 Jahre alt und sie weiß, dass sie bald sterben wird. Deshalb schreibt sie ihr Leben auf für Ihre Nichte, Jenny. Als Jenny diese findet versucht sie noch mehr über das Leben ihrer Tante zu erfahren, bevor es zu spät ist.
Das rote Adressbuch hilft ihr dabei, dort sind alle Menschen notiert , die Doris kannte. Manche haben Spuren hinterlassen , andere waren eher unwichtig.
Die Autorin, Sofia Lundberg, lässt uns an dem langen und aufregendem Leben von Doris Teil haben und ich hatte das Gefühl ich reise mit Doris, ob nach Paris , New York oder England.
Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht. Denn es gibt wirklich viele Menschen , die einem begegnen im Laufe der Zeit. Ein Adressbuch als Landkarte des Lebens zu bezeichnen finde ich sehr treffend. Denn Menschen prägen einen und manche vergisst man nie.
Da das Buch etwas traurig anfängt, und ich nicht wirklich bereit war mich mit dem Thema Tod auseinanderzusetzen , habe ich es erst mal bei Seite gelegt. Nach langem Zögern habe ich dann weiter gelesen und Doris Geschichte hat mich fasziniert und sehr gerührt.
Der Schreibstil von Sofia Lundberg ist sehr fesselnd und sie schafft es die Gefühle sehr authentisch zu beschreiben , so dass man es selbst fühlen und nachvollziehen kann.
Das Thema Sterblichkeit ist sehr wichtig und beschäftigt uns alle, auch wenn viele versuchen dem Thema aus dem Weg zu gehen. Sofia Lundberg geht mit so viel Fingerspitzengefühl an dieses Thema heran, dass man sich mit diesem Thema auseinander setzen will.
Mich hat es eine gewisse Überwindung gekostet, weiter zu lesen , doch ich bin froh, dass ich weiter gelesen habe. Es ist eine sehr rührende Geschichte, die jeden zu Tränen rühren wird.

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