Leserstimmen zu
Rheanne - An Bord der Adlerschwinge

Anne Troja

Ein Fall für Ritterin Rheanne (1)

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„Rheanne – An Bord der Adlerschwinge“ ist der Debütroman von Anne Troja und vermutlich der Auftakt zu einer Serie um die Ritterin Rheanne. Der Roman aus dem blanvalet Verlag ist im Grunde eine Mischung aus Kriminal-, Fantasy- und (in diesem Fall leider zuviel) Liebes-Roman. Ritterin Rheanne reist an Bord des Schiffs „Adlerschwinge“ als sich auf hoher See ein mysteriöser Mord ereignet. Sie beginnt zu ermitteln und erhält Unterstützung durch den geheimnisvollen Cormac. Dieser Auftakt des Buchs liest sich durchaus spannend und mitreißend und entführt den Leser in eine fantasievolle Welt voller Geheimnisse. Leider ist Rheannes Verbündeter aber kein Sidekick wie Batmans Robin und oder Sherlock Holmes Dr. Watson, sondern vor allem attraktiv und so driftet der eigentliche Krimi in einer Fantasiewelt immer mehr in einen Liebesroman in einer Fantasiewelt ab. Und darunter leidet die Spannung der gesamten Geschichte. Irgendwann stehen nicht mehr die Ermittlungen im Mittelpunkt, sondern das Aussehen von Cormac und die Anziehungskraft die er auf Rheanne ausübt. Wäre die Geschichte auf die Aufklärung des Falls fokussiert, wäre das Buch deutlich besser geworden. Eine Annäherung zwischen Cormac und Rheanne ist ja prinzipiell in Ordnung und kann auch eine Rolle spielen, sollte aber nicht so sehr in den Fokus eines Krimis gerückt werden, dass die Lösung des Falls nur noch nebenbei erfolgt. Insbesondere da Rheanne anfangs als sehr starke Persönlichkeit beschrieben wird, deren Selbstsicherheit aber durch die reine Anwesenheit Cormacs derart in sich zusammen fällt, dass dies nicht mehr glaubwürdig ist. So bleibt ein fader Beigeschmack, denn es ist unklar, ob die Geschichte ein Krimi oder eine Liebesgeschichte sein soll. Da der Anfang und die grundlegende Idee des Romans aber durchaus gut umgesetzt wurde, besteht die Hoffnung, dass die Nachfolgebände ja mehr bieten, vielleicht wenn Cormac weniger Präsenz zeigt.

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Rheanne 'An Bord der Adlerschwinge' ist das erste Werk, dass ich von Anne Troja gelesen habe und auch das erste Buch, dass mir vom Random House Verlag durch das Bloggerportal zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür. Dies soll allerdings nicht meine Meinung zu diesem Buch beeinflussen. Anne Troja, Jahrgang 1992, studiert Germanistik und Geschichte an der Universität Potsdam. Neben dem Schreiben von Fantasy-Romanen begeistert sie sich für das Downhillfahren und die Werke von Stephen King. Sie lebt mit ihrem Mann und Sohn in Berlin. »Rheanne - An Bord der Adlerschwinge« ist der Auftakt zu einer spannenden Fantasy-Reihe um die Ritterin Rheanne. Sowohl das mysteriöse Cover mit der bewaffneten Frau und dem großen Schiff im Hintergrund als auch der Klappentext haben mich echt neugierig auf die Geschichte gemacht, denn ich hatte bis jetzt noch keinen Roman mit der Thematik Seefahrt und Rittertum gelesen. Umso glücklicher war ich, als ich den Roman endlich in der Hand hielt und lesen konnte. Es dauerte nicht lange bis ich mit Rheanne zusammen auf dem Deck der Adlerschwinge stand. Anne Trojas altertümlicher und gut verständlicher Schreibstil hat mich sofort in seinen Bann gezogen und trug für mich beachtlich zum Setting der ganzen Welt bei. Ebenso sorgte er dafür, dass ich nur so durch die Seiten des Buches geflogen bin. Das ist etwas ganz besonderes, da mir das im Genre Fantasy eher selten zuteil wird. Obwohl die Welt nur oberflächlich beschrieben wurde, konnte ich sie mir sehr gut vorstellen. Trotzdem wünschte ich mir auch bei diesem Buch eine Weltkarte und hoffe auf eine Umsetzung in dem weiteren Bänden der Reihe. Die grausamen Morde an Bord, die wohl von einem Dämonen begangen worden sind, zwingen Ritterin Rheanne in eine fieberhaft Ermittlungsjagd und verbinden somit die Genre Fantasy und Krimi aus meiner Sicht sehr gut miteinander. Teilweise lag der Fokus auch auf der Beziehung zwischen der Protagonistin Ritterin Rheanne und dem Priester Cormac, der nicht der ist, der er vorgibt zu sein. Rheanne fand ich von Anfang an sympathisch, denn sie wirkte nicht aufgesetzt und war sich ihrer Stärke bewusst, obwohl die neue Situation an Bord sie oft verunsichert. Pflichtbewusst verfolgt sie ihre eigentlich Mission, auch noch als ihr Leben in Gefahr ist. In dem blinden Passagier Cormac findet sie während der Ermittlungen einen Verbündeten. Über die Zeit entwickeln die beiden ein inniges Verhältnis. Cormac ist anfangs sehr mysteriös und weckte somit mein Interesse, ohne dabei merkwürdig oder abstoßend zu wirken. Seine Entwicklung hat mich überrascht und ihn mir schlussendlich als einen logisch durchdachten und sympathischen Charakter nahegebracht. Auch alle anderen Charaktere wirkten authentisch und verliehen der Geschichte das gewisse Etwas. Mit seinen 320 Seiten ist Rheanne wahrlich kein dicker Schinken wie die meisten Fantasy-Bücher es sind. Das tut der Handlung aber überhaupt keinen Abbruch, denn so hatte ich das Gefühl, dass der Roman nie an Spannung verlor und sogar zum Ende hin nochmal an Fahrt aufnahm. Das I-Tüpfelchen des Ganzen war das Ende, dass ich so gar nicht erwartet hatte. Die Handlung voller Geheimnisse und Spannung hat mich einfach begeistert. Ich hatte Spaß dabei Rheanne auf den Spuren des Mörders zu folgen. Fazit Rheanne ‘An Bord der Adlerschwinge’ von Anne Troja ist ein gelungener und spannender Auftakt einer Reihe, der gut mit dem Genremix aus Fantasy und Krimi spielt und Lust auf weitere Abenteuer mit Rheanne macht. Ich freue mich schon darauf und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Der Klappentext vom ersten Fall der Ritterin Rheanne ließ auf einen Mix aus Fantasy und Krimi schließen wie ich ihn gerne lese. Bücher in diesem Genremix sind auch noch viel zu selten. Entsprechend gespannt war ich auf den Inhalt. Rheanne wurde gerade erst zur Ritterin befördert und soll auf ihrem ersten Auftrag als solche ein Geschenk von großer Wichtigkeit sicher in das Land Genzabar bringen. Die Reise erfolgt per Schiff - der titelgebenden Adlerschwinge. Doch die Fahrt verläuft wenig entspannt, denn schon kurz nach der Abfahrt stirbt einer der Matrosen grausam - und alles deutet auf einen nicht-menschlichen Täter hin. Rheanne sieht sich als Ritterin in der Pflicht, den Täter zu finden und stellt Nachforschungen an. An sich mochte ich den Genremix und auch die begrenzten räumlichen Möglichkeiten durch das Schiff auf hoher See. Die entworfene Welt kann in den weiteren Bänden auch noch spannend werden, blieb hier aber noch recht oberflächlich. Auch gefiel mir, dass man den Täter tatsächlich nicht von vornherein erahnen konnte, sondern mitgrübelte, wer es denn sein könnte. Insgesamt liest sich der Roman auch kurzweilig und der Schreibstil ist angenehm. Doch leider liegt der Fokus der Handlung nicht so stark auf den Ermittlungen wie erhofft. Stattdessen trifft Rheanne recht zu Beginn auf den geheimnisvollen Cormac, der so attraktiv und mysteriös ist, dass er Rheannes Gedanken direkt fast vollständig ausfüllt. Rheanne konzentriert sich mehr auf ihre neue "große Liebe" als auf den Fall. Und entwickelt sich dabei von einer anfangs vielversprechenden, selbstbewussten jungen Frau zu einem weinerlichen, eifersüchtigen Teenager. Diese Liebesgeschichte war nicht einmal im Ansatz nachvollziehbar und einfach nur nervig. Zwar ist Rheanne noch jung und erst kürzlich zur Ritterin ernannt worden - insofern verzeihe ich ihr ein paar Unsicherheiten - aber etwas taffer hätte sie Cormac gegenüber ruhig bleiben dürfen! Neben Rheannes inkonsequentem Charakter blieben die weiteren Charaktere eher blass. Cormac, der neben Rheanne im Mittelpunkt steht, bleibt geheimnisvoll und abweisend, erst zum Ende hin erfährt man etwas mehr über ihn. Insgesamt ein ausbaufähiger Auftakt der Reihe, der mit der plötzlichen Liebesgeschichte einen falschen Fokus setzt. Die Passagen, in denen Rheanne aber wirklich ermittelt, gefielen mir gut und ließen den Roman kurzweilig bleiben. Einem zweiten Band werde ich auf jeden Fall noch eine Chance geben und hoffe dann auf mehr Krimianteile.

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Bevor der Krimi-Teil beginnt, taucht man zuerst in die Welt ein, in der alles spielt. Zwar ist man nur an Bord des Schiffes, aber durch viele interessante Begebenheit erfährt man mehr darüber und ich hoffe in den folgenden Bänden noch viel mehr erfahren zu können. Diese Welt scheint groß und unglaublich interessant. Und jenachdem wieviel man davon in den weiteren Bänden von der Welt erfährt würde ich mir noch eine Karte wünschen. Für diesen Teil kommt man aber auch gut ohne Karte aus. ☆ Gestalterisch gefällt es mir sehr gut mit dem atmosphärischen Cover, welches äußerst gut zur Geschichte passt. Die Innenklappen sind innen ebenso schön bedruckt. ☆ Zudem ist es ein Fantasy-Krimi und ich liebe diese Genremischung einfach. ☆ Was mir nicht ganz so gut gefallen hat war das erste Kapitel. Die Sätze sind sehr kurz und nicht so besonders - wobei das definitiv seine Berechtigung hat und so sein muss. Nur als erstes Kapitel empfinde ich es etwas schwierig. Danach erzählt dann aber auch die Protagonistin Rheanne und es ist alles so wunderbar geschrieben. An sich aus der Ich-Perspektive, aber doch mit einem Hauch der Er-Perspektive, die früher typisch für High Fantasy war. Wobei alles aus ihrer Sicht geschrieben ist, aber leider kann ich es nicht besser beschreiben. Zudem ist es recht ausführlich, mit wohlgewählten Worten und ich bin einfach begeistert. ☆ Aber wie sind die Charaktere? Nun die sind recht unterschiedlich, von geheimnisvoll über herrisch, abergläubisch und fast weichlich bis hin zu etwas verunsichert. Manche sind mehr das eine oder das andere, andere sind hingegen sehr vielseitig. So ist die Protagonistin einerseits absolut taff und stark und dann ist sie, trotzdessen dass sie Rittern ist, stark verunsichert, was manchmal in Wut und Zorn umschlägt. Die Siutationen denen sie sich stellen muss sind sehr unterschiedlich und ich kann ihr meistens gut nachfühlen. Manchmal ist sie vielleicht zu schnell wütend, aber aufgrund der Herausforderungen ebenso verständlich, zumal man dem ebenso zugrunde legen sollte, dass sie aus einem stark von Männern umkämpften Beruf kommt und dies auch nicht spurlos an ihr vorbei geht. Doch der Zorn könnte manchmal etwas weniger sein -hier ist der Spagat zwischen gefällig für den Leser und authentischer Charakter schwierig. ☆ Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen und ich freue mich auf die Fortsetzungen.

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Nicht ganz überzeugend

Von: EvaMaria

01.03.2019

Ich habe das Buch online gesehen und wusste, dass ich es lesen werden muss. Ich fand nämlich die Inhaltsangabe sehr interessant und war gespannt zu sehen, was die Autorin aus der Mischung Fantasy und Krimi machen wird. Leider muss ich jetzt nach Beendigung sagen, dass es mich so ganz begeistern konnte. Der Beginn war ja ganz interessant, denn Rheanne geht auf das Schiff und dann passiert der Mord, denn sie lösen soll. Die Idee war ja gut, aber die Umsetzung nicht. Es ist nämlich leider so, dass nicht die Lösung der Morde im Vordergrund steht, sondern die Sache zwischen Rheanne und Cormac, was ja eigentlich eine nette Nebenhandlung wäre, aber die beiden wirkten so überhaupt nicht zusammenpassend und es machte keinen realistischen Eindruck auf mich. Auch beiden Reaktionen gerade von Rheanne auf Cormac musste ich mir manchmal wirklich an den Kopf greifen, denn es wirkte als wäre sie ein Teenager, dem es komplett das Gehirn ausschaltet, weil es der erste Kontakt zum anderen Geschlecht ist. Die Erzählung um den Mord wird nur so nebenher abgehandelt und ich weiß nicht, wo die Spannung bleibt. Ich hatte immer so das Gefühl, dass Rheanne diesen eher zufällig löst. Also nichts von wegen interessaner Krimirarbeit und so. Gerade diesen Aspekt fand ich jetzt persönlich sehr schade, denn darauf hatte ich mich gefreut. Die Protagonisten konnten mich dieses Mal auch leider nicht überzeugen. Rheanne, die eigentlich eine starke Ritterin sein sollte, damit sie sich in einer Welt der Männer durchschlagen kann, wirkte auf mich unscheinbar und nicht wirklich reif. Ich hatte auch das Gefühl, dass sie sich zu oft entschuldigt. Aus meiner Sicht hat sie auch nicht in die Rolle einer Ritterin gepasst. Cormac, der männliche Hauptcharakter, war ganz ordentlich beschrieben, obwohl mir auch bei ihm was gefehlt hat. Laut Autorin muss er ja ein tolles Aussehen haben, denn Rheanne ist sogleich verzückt von ihm. Das Setting kommt ebenso wirklich zu kurz, leider konnte ich so nicht wirklich gut in diese Handlung eintauchen. Zu Beginn beschreibt die Autorin ein paar Dinge, aber leider geht sie nicht grob ins Detail. Ich denke, dass man gerade diese Welt mit den Ritter und den Schiffen durchaus auch hätte toll präsentieren können. Der Schreibstil war hingegen sehr angenehm und der Handlung konnte man auch gut folgen, denn es war alles toll verständlich. Irgendwie schade, dass der Rest nicht so prickelnd war. Das Cover gefällt mir ebenso wirklich gut und ich finde es passt gut zur Handlung. Fazit: Tolle Idee, wenn man denkt Krimi trifft auf Fantasy. Leider war das Buch aber nicht überzeugend. 2 von 5 Sterne

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Ein Hafen voller zwielichtiger Gestalten. Ein prachtvolles Schiff, das in See sticht. Und an Bord ein Dämon mit Mordabsicht.... Eigentlich hat die Ritterin Rheanne einen einfachen Auftrag: Sie soll ins ferne Land Genzabar reisen und dem dortigen Herrscher ein Geschenk überreichen. Doch an Bord der "Adlerschwinge" ereignet sich auf hoher See ein mysteriöser Todesfall. Ein Matrose ist ermordet worden, am Tatort findet sich schwarzes Blut. Rheanne beginnt zu ermitteln und findet ausgerechnet in dem attraktiven, aber geheimnisvollen blinden Passagier Cormac einen Verbündeten. Weitere brutale Morde geschehen, und Rheanne selbst gerät ins Visier des Täters. Längst ist ihr klar, dass der Mörder kein Mensch ist... "Rheanne - An Bord der Adlerschwinge" stellt sich als Auftakt einer großen, neuen Fantasyreihe dar. Und obwohl die Welt, in der dieser Roman spielt, mit verschiedenen Ländern und Sitten ausgearbeitet wurde, kann die Handlung nicht mithalten. Rheanne selbst ist eine Protagonistin, die sich als Ritterin in einer Position beweisen muss, in der es Frauen nicht gerade einfach haben. Ein Einblick in ihre Kindheit und Ausbildung selbst vervollständigt dieses Bild - doch leider bleibt es bei einem kurzen Einblick. Etwas über die Ausbildung der stolzen Ritterin zu erfahren oder wie sie als stehlendes Waisenkind von ihrem Adoptivvater auf einen besseren Weg geführt wurde, wäre wohl interessanter gewesen als die Geschehnisse an Bord der Adlerschwinge. Rheanne selbst ist eine eher schwierige Person, die sich aus mehreren Gründen unbedingt beweisen muss, jedoch leider einen etwas farblosen Charakter darstellt. Sie ist teilweise sehr aufbrausend, jedoch auch weinerlich und trifft damit wirklich nicht meinen Geschmack. Erschwerend kommt hinzu, dass sie sich mehrfach sehr einfach übertölpeln oder schlicht in den meisten Kämpfen besiegen lässt, was ich von einer Dame, die derartig stolz auf ihr Rittertum ist, so nicht erwartet hätte. Auch der attraktive Cormac kommt nicht viel besser weg, da man über seinen Charakter nicht viel erfährt. Seine Hintergrundgeschichte und was ihn an Bord geführt hat, wird aufgedeckt, viel mehr allerdings nicht. Cormac handelt, ohne dass man als Leser wirklich nachvollziehen kann, wie er fühlt und warum er seine Entscheidungen so trifft, wie er es tut. Dass es zwischen ihm und Rheanne von Beginn an "knistert", liegt hauptsächlich an seinen traumhaften Augen - zumindest werden diese in entsprechenden Momenten immer wieder erwähnt. Viel verführerisches an seinem Charakter konnte ich nicht finden, obwohl die Autorin ihm zumindest einen Sinn für Humor und eine wichtige Rolle gegeben hat. Deswegen konnten mich leider auch die zwischen den beiden aufkommenden Gefühle nicht überzeugen - Anne Troja will hier zu schnell zu viel in die Beziehung der Charaktere hinein geben. Auch die Zauberin Sedalé, die eine durchaus entscheidende Rolle in der Handlung spielt, konnte mich nicht überzeugen. Sie ist kaum mehr als das wandelnde Klischee der verführerischen Zauberin, die ihre Reize gezielt - und vor allem pausenlos - auszuspielen weiß. Cormacs Beteuerungen, dass sie eigentlich ganz anders ist, sind bei mir auf taube Ohren gestoßen. Hier ist für mich eine Menge Potential verschenkt worden, auch um eine glaubhafte Gegenspielerin oder auch Gefährtin für kommende Fortsetzungen zu schaffen. Die weiteren Charaktere an Bord sind zumeist nur mit einer einzigen hervorstechenden Charaktereigenschaft ausgestattet. Es mag sein, dass auf 316 Seiten hier nicht unbedingt Raum war, um mehrere Figuren tief auszuarbeiten, doch dies mildert den Spannungsbogen erheblich. Es geschehen Morde an Personen, zu denen der Leser keinen Bezug aufgebaut hat und ohne dass man wirklich um jemanden an Bord der Adlerschwinge besorgt wäre. Auch die Handlung konnte mich nicht ganz überzeugen, denn diese kam nur schleppend voran und konnte den Spannungsbogen nicht aufrecht erhalten. Grundsätzlich war ich sehr gespannt auf einen mordenden Dämon an Bord des Schiffes mit der geheimnisvollen Fracht, doch ganz überzeugen konnte man mich hier nicht. Die Handlung, die sich hier abspielt, wäre in einem anderen high-fantasy-Roman eher die Vorgeschichte bzw. würde die "richtige" Handlung aufbauen. Ich habe hier mehr erwartet. Es ist sicher Potential da, um die Geschichte in (längeren) weiteren Bänden fortführen zu können, für eine wirklich gute Bewertung reicht es mir aber nicht. Auch der Schreibstil hat mich nicht überzeugen können, dafür ist dieser nicht ausgereift genug. Anne Troja schreibt nicht schlecht, jedoch merkt man, dass sie noch keine erfahrene Schriftstellerin ist. Hierüber könnte ich sicher hinwegsehen, wenn die Handlung oder die Charaktere überzeugt hätten - Rheanne ist einfach nicht mein Fall. Fazit: "Rheanne - An Bord der Adlerschwinge" hätte einiges an Potential, das meines Erachtens jedoch nicht ausgelebt wurde. Ich kann hier leider keine bessere Bewertung geben. Vielleicht wird der nächste Band spannender, ob ich mir diesen auch zulegen würde, kann ich aber derzeit noch nicht sagen...

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Ich habe Rheanne - An Bord der Adlerschwinge, gekauft, weil: -ich sehr gerne Fantasy lese (eigentlich ausschließlich) -ich das Cover ansprechend fand -ich den Text hinten auf dem Buch spannend fand Inhalt: Die frisch gebackene Ritterin Rheanne soll eine Truhe mit einem Geschenk an einen König in Übersee überbringen, dazu fährt sie an Bord der Adlerschwinge mit. Dieses Schiff gehört zur Marine ihres Landes und nimmt Händler, Adlige und verschiedene Passagiere gegen Bezahlung mit auf die Überfahrt. Auf der Fahrt gibt es einen Unnatürlichen Mordfall, an dem sich Rheanne versucht um nicht selber Ziel der Ermittlungen zu werden und ihrem eigentlichen Auftrag weiterhin nachkommen zu können. Werbung: Der Verlag wirbt mit einem Vergleich zu Agatha Christie. Doch leider ist dies irreführend, da Rheanne keine Klassische Detektivin oder Kommissarin ist, sondern eine Ritterin, Die eher in die Mordermittlungen hineinstolpert. Dadurch hat sie natürlich weder die Bildung noch die Erfahrung einer Ermittlerin. Schreibstil: Mir gefällt der Schreibtstil des Buches sehr gut. Es ließ sich immer flüssig und leicht lesen. Es war sehr kurzweilig und macht Lust auf mehr. Meine Meinung: Ich empfinde Rheanne - An Bord der Adlerschwinge als gelungenen Erstlingswerk der Autorin. Was mir gefällt, da es sich von vielen Fantasyroman abhebt und obwohl es in anderen Rezensionen bemängelt wird: Rheanne erfüllt nicht das Bild einer erfahrenen Ritterin und damit nicht das Bild eines klassischen Fantasyheldens. Oftmals werden Protagonisten als alleskönnende, durchweg mutige, perfektsverliebte Genies und perfekte Schwertkämpfer beschrieben (und das meist obwohl sie keine Erfahrung oder praktisches Training haben) Dieses Klischee erfüllt Rheanne durchweg nicht. Sie wirkt naiv, tollpatschig, selbstbewusst und unentschlossen zu gleich. Und bildet damit Eigenschaften eines echten Menschen der und nicht eines "strahlenden Ritters in weißer Rüstung". Mich freut, dass ich Rheanne nicht durchweg sympatisch finde, sondern auch mal genervt von ihr bin und ihr einen Tritt in den Hintern geben möchte. Ausblick und Wünsche: Allerdings wünsche ich mir auch eine Entwicklung von Rheanne in den folgenden (?) Bänden. Denn sie bietet viele Möglichkeiten zur Entwicklung. Immerhin ist sie ja erst vor kurzem zur Ritterin befördert worden und auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung ist noch Platz für mehr. Fazit: Mir gefällt das Buch, Es hat seine Ecken und Kanten und doch lässt es sich sehr gut lesen und die Autorin vermag es einen gut in ihre Welt aufzunehmen. Persönlich gefällt mir vor allem der Trend von unperfekten Helden, wie in Joe Abercrombie und JRRM pflegen. Natürlich kann ein 300 Seitenroman noch nicht die Entwicklung der Charaktere bringen, wie deren dicker Wälzer. Darum freue ich mich auf Fortsetzung der Reihe.

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Inhalt Rheanne hat es geschafft. Endlich ist sie zur Ritterin ernannt worden und hat nun auch einen wichtigen Auftrag erhalten. An diesem hängt jedoch ihr Stellung und ihre ganze Karriere. An Bord der „Adlerschwinge“ hat sie den Auftrag, ein wichtiges Paket ihrer Regentin sicher an den Herrscher eines benachbarten Landes zu überbringen. Die abergläubischen Matrosen sind nicht glücklich über eine Frau an Bord. Als sich dann auch noch ein grausiger Todesfall ereignet, bei dem schwarzes Blut gefunden wird, kommt Unruhe auf. Es wird klar, dass dies kein gewöhnlicher, menschlicher Mord ist. Die Ritterin beginnt den Fall zu untersuchen und erhält dabei Hilfe von einem Blinden Passagier. Meinung Spoilerwarnung Irgendwie habe ich mir ein wenig mehr von der Geschichte erhofft. Das Buch von Anne Troja beginnt vielversprechend aus der Sicht des Dämons, was mir sehr gefallen hat. Ich war sofort in der Geschichte drin. Ich finde jedoch, dass die Umgebung und das Land an sich etwas besser hätten ausgearbeitet werden können. Wie gesagt, alles war vielversprechend, aber irgendwie immer ein bisschen zu wenig. So ging es mir auch bei der Protagonistin. Es hat mir bei ihr an Tiefe gefehlt. Des Weiteren war ich total genervt von dem „Blinden Passagier“. Ein paar Worte von ihm, und die starke Protagonistin verhält sich wie ein Schulmädchen. Sie lässt sich beschämen, belehren und überrumpeln, nur weil sie diesen Kerl attraktiv findet. Das konnte ich gar nicht verstehen. Vielleicht liegt es daran, dass ich mit anderen Erwartungen an das Buch herangegangen bin. Ich hatte eine Mischung aus Fantasy und Krimi erwartet. Stattdessen war der Schwerpunkt irgendwie eher auf der Romantik. Das hat mir persönlich nicht so gut gefallen. Der Schreibstil von Anne Troja hingegen hat mir total gut gefallen. Auch der Handlungsort an Bord des Schiffes war mal etwas anderes, also sehr cool. Ein Lob geht auch an die tolle Umschlaggestaltung. Allerdings konnte all dies für mich nicht mein Missfallen über die Charaktere ausgleichen. Auf einmal taucht dann auch noch die Exfreundin des „Blinden Passagiers“ auf. Die hat mich dann noch am allermeisten aufgeregt. Das ist aber mein ganz persönlicher Geschmack, es muss ja nicht jedem so gehen. Aber ich kann dem Buch deswegen keine Gute Bewertung geben. Fazit Anne Troja schreibt ausdrucksstark und flüssig. Jedoch bin ich mit den Charakteren einfach überhaupt nicht warm geworden und das hat sich auf meine Lesestimmung ausgewirkt. Das Buch erhält deswegen von mir leider nur 2/5 Sterne.

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