Leserstimmen zu
Traum des Lebens

Jeffrey Archer

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Als Fan der Clifton Reihe musste ich natürlich auch den neuesten Roman des Erfolgsautors lesen. Wir befinden uns 1968 in Leningrad. Alexander Karpenkos Leben ändert sich schlagartig, nachdem der KGB seinen Vaters ermordet hat. Der Vorzeigeschüler wird nicht zum College zugelassen und soll als einfacher Hafenarbeiter sein weiteres Leben fristen. Seine Mutter Elena wird von ihren Vorgesetzten schikaniert und so entschließen sich die Beiden aus Russland zu fliehen. Onkel Kolja hilft ihnen bei der Flucht. Mutter und Sohn sollen sich in einer Holzkiste als blinde Passagiere auf einem Schiff verstecken. Zwei Schiffe stehen zur Auswahl: eines fährt nach Großbritannien, das andere nach Amerika. Ein Münzwurf soll entscheiden... Hier hat sich der Autor einen ganz besonderen Twist ausgedacht. Die Idee seinen Hauptprotagonisten nach der Flucht vom KGB wahlweise nach Großbritanninen oder in die USA zu schicken, fand ich grandios. Um Verwechslungen zu vermeiden heißt Alexander in Großbritannien von nun an Sascha und in den USA Alex. Abwechselnd lesen wir über den weiteren Werdegang von Sascha/Alex und seiner Mutter Elena. Beide Erzählungen lesen sich wirklich spannend. Wie bereits in der Clifton Saga kommt es manchmal zu Überschneidungen, die jedoch nicht stören, sonden einen noch besseren Einblick in das Leben von Alexander und Elena geben. Trotzdem hatte ich ab diesen Zeitpunkt des Öfteren das Gefühl eines Déjá-vus. Nicht weil Sascha und Alexander natürlich ähnliche Erlebnisse hatten, sondern viele Ereignisse erinnerten mich einfach zuviel an die Clifton-Saga. Wie gewohnt ist der Protagonist wieder ein kleines Wunderkind, ist entweder politisch interessiert oder arbeitet in einer Bank. Die bereits kapitellangen Ergüsse der englischen Politik waren mir hier nun doch zu viel und ich konnte sie nur mehr querlesen. Selbst im Traum hörte ich oft noch "Hört, hört" und das Klopfen der Abgeordneten. Alexanders Mutter Elena erinnert ebenfalls an Harrys Mutter Maisie, die eine sehr starke Frau ist und alles für ihr Kind opfern würde. Viele ähnliche Themen werden in diesem Buch angesprochen und Alexanders Leben in 30 Jahren rekapituliert....ein Zeitraffer, der auf etwas mehr als 700 Seiten Die Charaktere sind wieder sehr schwarz-weiß gehalten und eindimensional. Gefallen haben mir die kleinen "Einstreuungen" aus der Clifton-Saga. Es wird zum Beispiel die Barrington Linie erwähnt oder einer von Harrys Krimis. Was mich allerdings wirklich umgehauen hat, war der letzte Satz im Buch! Grandios Mister Archer! Ich werde weiterhin Jeffrey Archer lesen, aber versuchen eine Lektüre zu finden, die von keinem hochbegabten Jungen erzählt, der quasi "vom Tellerwäscher zum Präsidenten....ups...Millionär" aufsteigt und liebäugle mit seinem älteren Werk "Das letzte Plädoyer", das noch nicht neu aufgelegt wurde. Schreibstil: Der Schreibstil ist gewohnt mitreißend und lässt sich richtig gut lesen. Archer versteht einfach zu schreiben und seine persönlichen Lieblingsthemen in seinen Romanen einzubinden. Nicht umsonst ist er seit Jahrzehnten ein erfolgreicher Autor. Fazit: Wer die Clifton-Saga nicht kennt, hat sicher tolle Lesestunden mit "Traum des Lebens", denn Archer weiß mit seinem mitreißenden Schreibstil zu fesseln. Diejenigen, die wie ich bereits die Clifton-Chronicles verschlungen haben, werden hier allerdings nur einen etwas müden Abklatsch und nicht wirklich Neues finden.

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Was wäre, wenn wir durch eine andere Türe gegangen wären. Oder wenn wir, wie in dem Roman "Traum des Lebens" von Jefferey Archer, in eine andere Kiste gestiegen wären? Eine Frage, die wir uns sicher schon einmal in unserem Leben gestellt haben und auf die uns keiner eine Antwort geben kann. Weil wir eben eine Situation nur einmal erleben und dann nichts mehr ändern können. Und genau dieses „Was wäre passiert, wenn ich mich anders entschieden hätte“ ist die Grundlage zu dem Roman von Jefferey Archer. Der Roman „Traum des Lebens“ startet 1968 in Leningrad. Der junge Alexander blickt hoffnungsvoll in die Zukunft und träumt von einer Anstellung im Außenministerium und einem vorherigen Studium, während sein Freund Wladimir hofft, trotz durchschnittlicher Leistungen für den KGB zu arbeiten. Doch eine Begebenheit verändert alle Voraussetzungen. Während der Vater von Alexander ermordet wird und Alexander zu einem Leben als Hafenarbeiter „verdonnert“ wird, beschreitet Wladimir den Karriereweg des KGB. Den widrigen Umständen und der Willkür des Regimes ausgesetzt, entscheiden Mutter und Sohn sich zur Flucht aus Russland. Wohin die Reise geht, soll sich erst kurzfristig im Hafen entscheiden. Dort liegen zwei Schiffe, eines fährt nach England, das andere nach Amerika. Mutter und Sohn steigen in eine Kiste und dann entstehen zwei Handlungsstränge: Einmal reist Alex nach Amerika und gleichzeitig reist Sascha nach England. Beide Geschichten werden stets parallel erzählt in aufeinanderfolgenden Kapiteln. Schon die Überfahrt und die Aufnahme im jeweils ausgewählten Land verlaufen in beiden Geschichten völlig anders. Auch die restliche Lebensgeschichte derselben Person ist eine andere. Und so erzählt der Roman zwei Ausfertigungen einer Lebensgeschichte, die dadurch anders verläuft, dass sich jemand in einem kurzen Augenblick für etwas entschieden hat. Die Geschichte in dem Buch spielt über einen Zeitraum 31 Jahren und endet schließlich im Jahr 1999. Selbstverständlich muss die Hauptfigur sowohl als Alex als auch als Sascha einiges durchmachen. Am Ende, das ja 1999 spielt, ist der kalte Krieg vorüber und aus Leningrad war wieder Sankt Petersburg geworden. Und durch die Öffnung zum Westen erschließt sich auch für Alexander die Möglichkeit, in seine Heimatstadt zurückzukehren. Das Buch ist spannend und flüssig geschrieben. Ich habe es zügig durchgelesen und konnte beide Geschichten auch gut auseinander halten. Denn es wurde immer wieder ersichtlich, wo sich die Hauptfigur gerade befunden hat. Zudem waren die unterschiedlichen Namen hilfreich. Auch die Handlungsstränge waren stets gut durchdacht und interessant. Dass eine Geschichte über einen längeren Zeitraum spielt, ist ja nichts Ungewöhnliches. Aber das zwei unterschiedliche Lebensgeschichten einer Person erzählt werden, war für mich ein neues Element. Ein Element, das dieses Buch zu einem besonderen macht. Die Hintergründe zu Russland oder der UDSSR waren spannend und gut recherchiert. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es gab ein paar Längen, wo der Autor die Geschichte kürzer hätte fassen können. Deshalb gebe ich für das Buch 4,5 von 5 Punkten und würde es auf jeden Fall weiter empfehlen. Wer Geschichten mit Berührungspunkten nach Russland mag und sich für „Lebensgeschichten“ interessiert, wird an diesem Buch sicherlich gefallen finden. Wobei das Buch wahrscheinlich für alle diejenigen interessant sein dürfte, die Jefferey Archer noch nicht als Autor kennen. Denn ich habe im Vorfeld einige Rezessionen gelesen, in denen bemängelt wird, dass die Geschichten des Autors sich ähnlich sind. Da „Traum des Lebens“ mein erstes Buch von Jefferey Archer war, kann ich das nicht beurteilen und fühlte mich auch nicht durch Parallelen gelangweilt.

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"Traum des Lebens" war mein erster Roman von Jeffrey Archer und ganz gewiss nicht mein letzter, denn Archer hat mich auf eine Reise auf zwei Kontinente mitgenommen, die mich vollkommen gefesselt hat. Alexander Karpenko steht kurz vor dem Schulabschluss, ein Stipendium an einem Fremdspracheninstitut in Moskau ist dem hochintelligenten Jungen so gut wie sicher. Er lebt mit seinen Eltern in Leningrad. Der Vater hat es, obwohl er kein Parteimitglied ist, zum Hafenverwalter geschafft. Als bekannt wird, dass er dabei ist, eine unabhängige Gewerkschaft zu gründen, wird er vom KGB ermordet. Alexanders Stipendium und jeglicher Besuch einer staatlichen Universität werden ihm daraufhin versagt. Um vor weiteren Repressalien geschützt zu sein, bleiben ihm und seiner Mutter Elena nur die Flucht aus Russland. Sie haben die Wahl sich an Bord zweier Frachter zu verstecken. Der eine Frachter verlässt Leningrad Richtung England, das Ziel des anderen ist Amerika. DER WURF EINER MÜNZE ENTSCHEIDET ALLES! Jeffrey Archer erzählt nun in zwei Handlungssträngen und in wechselnden Kapiteln beide Varianten. Wobei mich der Aufbau des Buches daraufhin erst mal etwas verwirrt hat, denn wir haben nun die Geschichte von Alex und Elena und die von Sascha und Elena. Alex habe ich ja sofort verstanden, aber Sascha? Eigentlich ganz logisch. Im Russischen ist Sascha die Kurz- oder Koseform von Alexander und irgendwie muss man die beiden ja nun auseinanderhalten. Sascha flieht mit seiner Mutter nach England, Alex nach Amerika. Wie wird sein Leben verlaufen? In beiden Varianten entwickelt sich der junge Mann glücklicherweise zu einer wahnsinnig sympathischen und sehr starken Persönlichkeit. Alex hat einen etwas holprigen Start und schlägt einen etwas beschwerlichen Weg ein, lernt quasi von der Pieke auf und schafft es vom Jungunternehmer bis zum Banker. Sascha dagegen strebt in London eine politische Karriere an, die erfolgreicher kaum werden kann. Über drei Jahrzehnte nehmen wir an beiden Leben teil. Dabei kam ich mir beinahe vor wie im Kino, während bunte, bewegte Bilder vor meinem inneren Augen wie ein Film abliefen. Rund um eine sehr fesselnde und atmosphärische Rahmenhandlung erfahren wir sehr viele Details zum Zeitgeschehen, insbesondere das politische System Englands, die Geschichte Russlands und die Geheimdienste. "Traum des Lebens" ist großartig gemacht, auch wenn ich ein ums andere Mal etwas durcheinander kam. Archers Schreibstil ist sehr kraftvoll und fesselnd und er versteht es ausgezeichnet, die Atmosphäre einer Situation oder der jeweiligen Zeit einzufangen. Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist das Zusammenführen beider Handlungsstränge, das mich doch ein wenig irritiert zurück gelassen hat.

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Mein erster Jeffrey-Archer-Roman... und ich bin begeistert! "Traum des Lebens" ist eine sehr spannende, überraschende und wirklich großartige Geschichte. Ich mag Anglizismen nicht, aber hier muss sogar ich darauf zurückgreifen... denn: dieses Buch ist ein echter Page-Turner! Kurz zum Inhalt: Alexander Karpenko und seine Mutter Elena fliehen vor dem KGB. Die Flucht soll für die beiden als blinde Passagiere auf einem Schiff stattfinden. Am Hafen von Leningrad müssen sie sich für eine Kiste entscheiden ohne zu wissen, auf welches Schiff diese verladen wird: entweder mit Ziel USA oder England. Sie entscheiden sich letztlich für eine der Kisten und los geht es... Und zwar in ein Lesevergnügen der ganz anderen Art! Ab sofort liest man quasi zweigleisig. Man begleitet nämlich ► ALEX und seine Mutter Elena in die USA und ► SASCHA und seine Mutter Elena nach England (kurze Anmerkung: Sascha ist in Russland die Koseform von Alexander). Die ersten paar Seiten fand ich das sehr verwirrend, war aber auch gleichzeitig völlig gebannt. Leichter wird es Dank der jeweiligen Überschriften der Kapitel. Es steht immer entweder "Alex" oder eben "Sascha" drüber. Hat man sich erst mal daran gewöhnt, ist es einfach nur noch genial! Ich begleite die Karpenkos nun über einen Zeitraum von 30 Jahren auf zwei unterschiedlichen Kontinenten und auf jeweils unterschiedlichen Lebenswegen, die aber doch auch viele Parallelen aufweisen. Diese Lebenswege mitzuerleben hat mir persönlich sehr viel Spaß gemacht. Und ich hätte es nie gedacht, dass ich es mal so interessant und spannend finde, über eine politische Karriere bzw. das Bankenwesen zu lesen. Aber Jeffrey Archer schafft es absolut, mit seinem Schreibstil zu fesseln. Zum Ende hin "kreuzen" sich die Lebenswege von Alex und Sascha (wenn man das so sagen kann) und es gipfelt in einem wirklich gelungenen Schluss. Mich hat der Schreibstil von Jeffrey Archer tatsächlich ziemlich an den von Ken Follett erinnert. Was ich - als bekennender Follett-Fan - natürlich nur begrüßen kann. Ich kann jedem nur empfehlen, "Traum des Lebens" zu lesen. Schaut man sich im Netz um, sind die Kritiken durchaus sehr unterschiedlich. Diejenigen, die schon mehrere Archer´s gelesen haben, sind nicht so begeistert, da es wohl den bisherigen Büchern ähnelt. Für mich, als Archer-Erstleserin, war es aber eine absolute Freude, mich in dieses Buch und in die beiden Geschichten rund um die Familie Karpenko zu versenken. Auch meine Mutter, der ich das Buch ausgeliehen habe, war restlos begeistert und völlig gefesselt und hat den Wälzer mit seinen immerhin über 700 Seiten innerhalb von 3 Tagen durchgelesen.

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Inhaltsangabe: 1968: Am Hafen von Leningrad müssen der junge Alexander Karpenko und seine Mutter auf der Flucht vor dem KGB entscheiden, auf welches Schiff sie sich als blinde Passagiere schleichen. Eines fährt nach Großbritannien, eines in die USA. Der Wurf einer Münze soll das Schicksal von Alexander und Elena besiegeln ... Über eine Zeitspanne von dreißig Jahren und auf zwei Kontinenten entfaltet sich in Jeffrey Archers neuem Roman eine Geschichte von einmaliger Spannung und Dramatik - eine Geschichte, die man nicht wieder vergisst. Meine Meinung zum Autor und Buch: Jeffrey Archer ist mit seinem neuen Roman, Traum des Lebens“, ein wirklich facettenreicher, spannender und interessanter Roman gelungen. Der in zwei Ländern, Kontinenten und zwei Leben spielt. Auch wenn ich am Anfang etwas verwirrt war, einmal Alexander, dann plötzlich Sascha, tat das der Geschichte keinen Abbruch, im gegen teil als man wusste , das es quasi um die eine und dieselbe Person handelte, nur einmal Saschas Leben in England und Alexanders in Amerika. Wie ihr Leben verlaufen wäre, hätten sie sich für diejenige Kiste entschieden, als er mit seiner Mutter Elena, von Leningrad aus, vor dem KGB flohen. Sehr gut hat er diese zwei Perspektiven und Lebensläufe erzählt, das gab der Geschichte so erst die richtige Würze und machte es so spannend und interessant. Auch da Politische Zeitgeschehen, ob KGB, Geheimdienste auf den zwei Kontinenten kam nicht zu kurz. Die beiden Erzählstränge sind sehr Bildhaft und lebendig erzählt. Sein Schreibstil ist sehr klar, kraftvoll und fesselnd . Die einzelnen Figuren und deren Charaktere sind sehr authentisch deren Handlungen und Gefühle nachvollziehbar. Von Anfang an hatte ich Elena und Alexander (Sascha) lieb gewonnen, zwei sehr gradlinige Menschen, Ehrlich und Aufrichtig. Ihre Flucht und Angst vor dem KGB war spürbar, während der Flucht habe ich mit ihnen mitgefiebert, ob sie ihnen gelingen würde, ohne entdeckt zu werden. Elena, Alexander, Sascha, sind drei Ehrgeizige und Intelligente Menschen, die durch ihrer Hände Arbeit sich nach oben kämpfen, auch wenn ihre Wege oft steinig sind. Aber doch ähneln sich die zwei Erzählstränge in etwa, Elena ist die begnadete Köchin, und hält die Fäden in der Hand und die Familie zusammen. Alexander, (Sascha ) , sind ehrgeizige Schüler und sehr begabt, ob im Politischen oder Geschäftlichem Bereich. Was beide verbindet ist ihr Erzfeind In Russland, Wladimir , der schon als Schulkamerad, ihnen ihren Erfolg nicht gönnte. Ob die Karpenkos , sich fragen oder bedauern werden, nicht in die richtige Kiste gestiegen zu sein, ob wir das erfahren? Muss jeder selbst heraus finden, jedenfalls, endet der Roman in einem großen und überraschenden Finale. „ Eine Hochspannende , sehr facettenreiche, Dramatische und atmosphärische Geschichte „

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Inhaltsangabe: 1968: Am Hafen von Leningrad müssen der junge Alexander Karpenko und seine Mutter auf der Flucht vor dem KGB entscheiden, auf welches Schiff sie sich als blinde Passagiere schleichen. Eines fährt nach Großbritannien, eines in die USA. Der Wurf einer Münze soll das Schicksal von Alexander und Elena besiegeln ... Über eine Zeitspanne von dreißig Jahren und auf zwei Kontinenten entfaltet sich in Jeffrey Archers neuem Roman eine Geschichte von einmaliger Spannung und Dramatik - eine Geschichte, die man nicht wieder vergisst. Meine Meinung zum Autor und Buch: Jeffrey Archer ist mit seinem neuen Roman, Traum des Lebens“, ein wirklich facettenreicher, spannender und interessanter Roman gelungen. Der in zwei Ländern, Kontinenten und zwei Leben spielt. Auch wenn ich am Anfang etwas verwirrt war, einmal Alexander, dann plötzlich Sascha, tat das der Geschichte keinen Abbruch, im gegen teil als man wusste , das es quasi um die eine und dieselbe Person handelte, nur einmal Saschas Leben in England und Alexanders in Amerika. Wie ihr Leben verlaufen wäre, hätten sie sich für diejenige Kiste entschieden, als er mit seiner Mutter Elena, von Leningrad aus, vor dem KGB flohen. Sehr gut hat er diese zwei Perspektiven und Lebensläufe erzählt, das gab der Geschichte so erst die richtige Würze und machte es so spannend und interessant. Auch da Politische Zeitgeschehen, ob KGB, Geheimdienste auf den zwei Kontinenten kam nicht zu kurz. Die beiden Erzählstränge sind sehr Bildhaft und lebendig erzählt. Sein Schreibstil ist sehr klar, kraftvoll und fesselnd . Die einzelnen Figuren und deren Charaktere sind sehr authentisch deren Handlungen und Gefühle nachvollziehbar. Von Anfang an hatte ich Elena und Alexander (Sascha) lieb gewonnen, zwei sehr gradlinige Menschen, Ehrlich und Aufrichtig. Ihre Flucht und Angst vor dem KGB war spürbar, während der Flucht habe ich mit ihnen mitgefiebert, ob sie ihnen gelingen würde, ohne entdeckt zu werden. Elena, Alexander, Sascha, sind drei Ehrgeizige und Intelligente Menschen, die durch ihrer Hände Arbeit sich nach oben kämpfen, auch wenn ihre Wege oft steinig sind. Aber doch ähneln sich die zwei Erzählstränge in etwa, Elena ist die begnadete Köchin, und hält die Fäden in der Hand und die Familie zusammen. Alexander, (Sascha ) , sind ehrgeizige Schüler und sehr begabt, ob im Politischen oder Geschäftlichem Bereich. Was beide verbindet ist ihr Erzfeind In Russland, Wladimir , der schon als Schulkamerad, ihnen ihren Erfolg nicht gönnte. Ob die Karpenkos , sich fragen oder bedauern werden, nicht in die richtige Kiste gestiegen zu sein, ob wir das erfahren? Muss jeder selbst heraus finden, jedenfalls, endet der Roman in einem großen und überraschenden Finale. „ Eine Hochspannende , sehr facettenreiche, Dramatische und atmosphärische Geschichte „

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Alexander lebt zusammen mit seiner Mutter Elena und seinem Vater Konstantin in Leningrad. Konstantin arbeitet als Hafenarbeiter und weigert sich in die kommunistische Partei einzutreten. Seine Pläne sind eine Gewerkschaft zu gründen. Doch diese werden jäh durchkreuzt und Konstantin wird vom KGB ermordet. Elena und Alexander sehen keinen anderen Weg als der Heimat den Rücken zu kehren. Elenas Bruder Kostja organisiert für die beiden die Flucht aus Leningrad. Zwei Schiffe stehen für Mutter und Sohn zur Auswahl. Eine Münze soll entscheiden, welches ihr Schiff in die Freiheit werden soll … Ab hier hat sich der Autor nun etwas Interessantes einfallen lassen. Es gibt zwei Erzählstränge. Einmal werden Elena und ihr Sohn (ab hier Sascha genannt) in einem Schiff nach Southampton versteckt. Im anderen Erzählstrang landen die beiden (hier wird der Sohn Alex genannt) auf einem Schiff Richtung New York. Erst war ich etwas verwirrt ob der verschiedenen Handlungsverläufe. Doch als ich die Genialität erkannt habe, war ich begeistert von den Gedanken des Autors und den beiden differierenden Geschichten. Deutlich zeigt Archer, wie unterschiedlich das Leben von gleichen Personen verlaufen kann, je nachdem auf welchem Kontinent oder in welchem Land man lebt. Ab und an ist es passiert, dass ich die beiden Geschichten durcheinandergebracht habe. Das hat aber dem Lesefluss keinen Abbruch getan. Der Schreibstil des Autors ist, wie bei seinen Fans gewohnt, sehr fesselnd und sehr spannend. Leider habe ich seine berühmte Clifton-Sage noch nicht gelesen, werde dies aber wohl demnächst nachholen. Mein letztes Buch des Autors habe ich vor über 20 Jahren begeistert gelesen ;-) Sehr spannend macht es Archer auch jeweils zum Ende seiner Kapitel. Cliffhanger sorgen dafür, dass man auch noch das nächste und das nächste und das nächste Kapitel weiterlesen muss ! Fazit: Ein grandioses Buch aus drei Jahrzehnten über Geheimdienste, Intrigen, „dem amerikanischen Traum“, Wahlkampf um Senat bzw. Unterhaus … und absolut aktuell. „Zwei Länder – zwei Welten – zwei Leben“ Eine spannende und faszinierende Geschichte aus der Feder von Jeffrey Archer. 4 Sterne

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1968: Nach der Ermordung seines Vaters müssen der junge Alexander Karpenko und seine Mutter Elena im Hafen von Leningrad auf der Flucht vor dem KGB entscheiden, in welche der beiden Kisten sie steigen, um als blinde Passagiere das Land zu verlassen. Das eine Schiff fährt nach Großbritannien, das andere in die USA. Der Wurf einer Münze soll das Schicksal der beiden beschließen, die in den darauffolgenden Jahrzehnten noch mehrmals daran zurückdenken sollten, was wäre gewesen, wenn sie die andere Kiste gewählt hätten. Nach "Kain und Abel" bin ich ein riesiger Jeffrey Archer Fan und verschlinge förmlich alles, was mir von ihm zwischen die Finger kommt. So war ich natürlich sehr gespannt auf sein neuestes Werk "Traum des Lebens" in dessen Mittelpunkt der junge Alexander Karpenko steht, der mit seiner Mutter Elena vor dem KGB aus der Sowjetunion flieht. Abermals ist das Cover a là Archer-Manier ein Traum und spiegelt den Inhalt des Buches perfekt wider. Denn nach dem Credo der Geschichte, "Wie wäre Alexanders Leben verlaufen, wenn er statt der einen in die andere Kiste gestiegen wäre?", verfolgt man abwechselnd die Lebenswege von "Sascha" in England und "Alex" in Amerika. Während ersterer sich schon früh in Ehrgeiz und Disziplin in der Schule und später der Universität übt, nur um sich darauf seiner Karriere als Politiker zu widmen, scheint Alex Leben in New York holpriger zu starten. Seine Noten sind nicht berauschend, weil er die meiste Zeit schachspielend auf dem Marktplatz verbringt und dort schon bald sein erstes Unternehmen gründet, der Beginn seines Werdegangs in der Wirtschaft. Verläuft Alexanders Leben nach der wichtigen Entscheidung in beiden Ländern noch so unterschiedlich, so gibt es natürlich charakterliche Parallelen, wie die Liebe zu einer kunstbegeisterten Frau, das scheinbar grenzenlose Talent alles in Gold zu verwandeln, was er anpackt, die insgeheime Leidenschaft für Politik und nicht zuletzt der Glaube an die Möglichkeit, das Leben vieler in seinem Heimatland Russland zum Besseren zu wenden. Zu letzterem gibt es eine herrlich amüsante Verkettung von Ereignissen, die ich natürlich ungern vorwegnehmen möchte, deshalb nur soviel vorab: Alex wird mit den Dämonen seiner sowjetischen Vergangenheit konfrontiert. Was mir hingegen ganz und gar nicht gefallen hat, ist die scheinbare Überschneidung der beiden Erzählstränge, die sich meiner Ansicht nach jeder Logik entziehen. Denn Alexander musste sich damals für eine Kiste entscheiden und egal ob er gerade Alex oder Sascha heißt, was Verwirrung ob der beiden Lebenswege und Länder verhindert, ist er nur eine Person. Deshalb kann es überhaupt nicht sein, dass der englische Alexander in Amerika mit dem Amerikanischen verwechselt wird, denn dieser existiert in diesem Szenario gar nicht. Davon abgesehen versteht der Erzähler es meisterlich durch die Jahrzehnte und geschickt eingebetteten historischen Ereignisse zu führen ohne dabei auch nur den Hauch von Langeweile aufkommen zu lassen. Leider bin ich nicht sehr in russischer Geschichte bewandert, weshalb ich einige Andeutungen schlichtweg übersehen habe, wodurch mich das grandiose Ende vollkommen kalt erwischt hat. Tatsächlich gibt es nämlich eine Person, die zu Beginn der Geschichte einen Stein ins Rollen bringt, im Laufe der Handlung kaum Erwähnung findet und deshalb ein wenig in Vergessenheit gerät, nur um auf den letzten Seiten - und dabei besonders den letzten zwei Worten - die gesamte Geschichte rückblickend zu dominieren - ein genialer Schachzug von Jeffrey Archer. "Traum des Lebens" ist der neueste Geniestreich Jeffrey Archers, der die beiden Lebenswege des jungen Alexander Karpenko erzählt, der aus seiner Heimatstadt Leningrad fliehen und sich dabei für ein neues Land - England oder Amerika - entscheiden muss. Meisterlich verfolgt die mitreißende Erzählstimme die Auswirkungen beider möglichen Entscheidungen, um schließlich in einem genialen Finale zu enden.

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