Leserstimmen zu
Der Outsider

Stephen King

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€ 26,00 [D] inkl. MwSt. | € 26,80 [A] | CHF 36,50* (* empf. VK-Preis)

Inhalt: Terry Maitland ist ein allseits beliebter Englischlehrer, der Coach der Jungenbaseballmannschaft, verheiratet und Vater von zwei kleinen Mädchen. Also hat er keinen Grund sich zu beschweren, sein Leben läuft gut bis zu dem Tag der alles ändern sollte. Als im Stadtpark von Flint City ein die geschändete Leiche eines elfjährigen Jungen gefunden wird, deute sowohl die Beweise als auch die Zeugenaussagen auf Terry Maitland hin. In aller Öffentlichkeit schlägt die Polizei zu. Detective Ralph Anderson, lässt Terry mitten in einem Baseballspiel gefangen nehmen. Doch war es Terry wirklich? Alles deutet daraufhin auch die DNA-Spuren. Bei weiteren Ermittlungen wird Ralph klar, dass hier was nicht stimmen kann. Denn es gibt tatsächlich auch Beweise die Terrys Alibi unterstützen. Doch wie kann das sein? Kann Terry an zwei Orten zugleich gewesen sein und war er wirklich zu einer so scheußlichen und unaussprechlichen Tat in der Lage? Die Antworten sind alles andere als beruhigend... Meine Meinung: Der Schutzumschlag des Buches ist sehr schön gestaltet. Wir sehen einen blauen Kreis mit Bäumen drum herum und in der Mitte eine schwarze Silhouette mit leuchtenden Augen. Das macht schon ein wenig mulmig im Magen. Aber es ist schön und sehr passend. Der Schreibstil war für mich flüssig und leicht zu lesen. Auch mal ausschweifend, was mich absolut nicht gestört hat. Viele bemängeln die Stärke des Buches und das King gerne zu sehr ausschweifend schreibst. Mich persönlich hat davon gar nichts gestört. Das erste Drittel ist eher wie ein Krimi aufgebaut. Wir lesen was aktuell mit Terry geschieht, lesen aber auch die Zeugenbefragungen. Das hat mir richtig gut gefallen. Denn so hatte wir tatsächlich einen Einblick in die Arbeit von Detectiv Ralph Anderson. Auch so lesen wir das Buch aus mehreren Perspektiven. Ich liebe diese Perspektivwechsel sehr. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Terry konnte einem nur leid tun. Er ist Coach, er ist Lehrer, Vater und Ehemann, hat ein wasserdichtes Alibi und doch will ihm keiner glauben. Alle in Flint City kennen ihn doch durch die Verhaftung in aller Öffentlichkeit sind alle gegen ihn. Er war es und da gibt es auch nichts dran zu rütteln. Oder? Auch Anderson ist mir sehr im Kopf geblieben. Seine Entwicklung ist deutlich zu sehen und zu spüren. Anfangs noch total überzeugt von Terrys Schuld schlägt dies bald um in Unsicherheit. Er ermittelt weiter und das nicht allein, denn schon bald arbeitet er mit Terrys Anwalt und dessen Privatermittler gemeinsam. Als dann auch noch Hollie Gibney dazu kommt scheint das Ermittlerteam perfekt. Die Charaktere sind in meinen Augen so tiefgründig, das man gar nicht anders kann als sie kennen zu lernen. Als zu ahnen was sie fühlen und wie sie handeln. Ich wusste nicht das hier auch Elemente aus der Mercedes-Trilogie vorkommen, welche ich natürlich noch nicht gelesen haben, dies aber schleunigst tun sollte :D Die Atmosphäre war greifbar und zum Teil auch gruselig. Ich was so in dem Buch gefangen, das ich mich erschreckt habe sobald meine Kinder krach gemacht haben :D Die Spannung war von Anfang bis Ende da. Doch auch ein kleine Aber habe ich. Was mich nicht groß gestört hat und doch kam das Ende ein wenig schnell. Ich meine, bei so einem Schinken kommt es auf ein paar Seiten mehr oder weniger auch nicht mehr drauf an. Das Ende kam etwas schnell und vielleicht auch etwas ungewöhnlich für das Thema. Aber es ist trotzdem vollkommen in Ordnung. Fazit: Als beste Unterhaltung empfand ich das Buch "Der Outsider". Mir hat es sehr gut gefallen und hat mich auch trotz dem Ende überzeugen können. Von mir gibt es eine klare Empfehlung und volle Punktzahl :) Vielen lieben Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House und dem Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies hat keinen Einfluss auf meine ehrliche und persönliche Meinung!

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„Der Outsider“ hat eine geniale Prämisse: Unmittelbar nach dem grauenvollen Mord an einem kleinen Jungen im Stadtpark von Flint City, ist die Polizei sicher, den Täter überführen zu können. Alle Spuren führen zu Terry Maitland, ein bislang unbescholtener Bürger, beliebter Lehrer und erfolgreicher Coach der Jugendbaseballmannschaft. Der Familienvater wird in aller Öffentlichkeit festgenommen. Doch während der anschließenden Befragung scheint Maitland nicht nur überrascht, verärgert und bestürzt angesichts des Verdachts gegen ihn. Er kann gegenüber Detective Ralph Anderson auch ein bombensicheres Alibi vorweisen. Wie aber kommt dann seine DNA an den Ort des Verbrechens? Warum schwören Augenzeugen, Maitland zum Zeitpunkt des Mordes in der Nähe des Stadtparks gesehen zu haben? Gerade die Frage, wie es möglich ist, dass ein Mensch, der nachweisbar nicht der Mörder sein kann und doch augenscheinlich der Mörder sein muss, ist verdammt spannend. In bester Whodunit-Manier (ja, King kann auch Krimi!), in der sich die Ermittler schrittweise den Umständen des Verbrechens nähern, schafft es Stephen King, die Leser an die Seiten zu fesseln. Es macht Spaß, Vermutungen darüber anzustellen, wer die Tat begangen haben könnte bzw. wie Maitland es geschafft haben könnte, an zwei Orten zur selben Zeit zu sein. Sofern man von Spaß sprechen kann. Denn der Mord an dem Jungen geht an die Nieren. Obwohl King sich mit Details zurückhält, beschwört er mit wenigen Worten Bilder herauf, die das ganze Grauen spürbar machen und die man auch so schnell nicht wieder los wird. Die Haupt-Figuren erfüllen ihren Zweck, wirken an den richtigen Stellen menschlich und sympathisch oder eben schwach und abstoßend. Leider kommt es ab der Hälfte zu einem Bruch innerhalb der Story: Jetzt geht es nicht mehr darum, ein Geheimnis zu lüften, sondern Menschen von etwas zu überzeugen und der Gerechtigkeit genüge zu tun. Das liest sich immer noch ordentlich, aber nicht mehr ganz so spannend wie zu Beginn. Man ahnt in etwa, wie es endet. Damit verliert der Plot zu früh seine Geheimnisse und seinen Schrecken. Noch dazu erinnert vieles stark an andere Bücher des Autors. Die Parallelen sind schon augenfällig. Und wie so oft wirkt die bis dato erfreulich dichte Geschichte nun mal wieder zu gestreckt. Zuviele Informationen werden wiederholt, von Protagonist zu Protagonist weitergetragen, so dass sich die Gespräche oft ähneln. Man kennt das... Alles in allem habe ich „Der Outsider“ aber wirklich gerne gelesen. Mit 752 Seiten ist das Buch nicht gerade schmal. Trotzdem habe es innerhalb von nur zwei Tagen beendet. Es muss also defintiv spannend gewesen sein. Nur wie gesagt: Das gilt vor allem für die erste, wirklich gelungene Hälfte!

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Ein weiterer großartiger Roman von Stephen King. Bisher habe ich eigentlich nur seine frühen Werke gelesen, wie Shining und Friedhof der Kuscheltiere. Diese waren sehr gut, aber haben immer recht zäh begonnen und es wurde immer erst sehr viel Hintergrundstory aufgebaut was nachher natürlich wieder gut für die Tiefgründigkeit er Story war. Doch der Outsider begann gleich sehr spannend, wobei das Buch trotzdem eine sehr komplexe Geschichte und auch komplexe Charaktere enthält. Zur Mitte ist es kurz wieder ein bisschen zäh gewesen, doch ab kurz nach der Mitte bis zum Schluss war es super spannend. Manche Szenen muss ich zugeben haben mir richtiggehend Angst gemacht und bei einer ist mir sogar schlecht geworden und ich musste im lesen kurz innehalten. Sowas schafft nur ein echter Meister des Schreibens. Ich bewundere Stephen King und kann jedem dieses Buch uneingeschränkt empfehlen!

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Als die misshandelte Leiche eines 11 Jährigen Jungen gefunden wird ist ganz Flint City entsetzt. Doch als auch noch der Täter ganz eindeutig identifiziert wird kommt es noch schlimmer: der beliebt Lehrer und Coach der Baseballmanschaft Terry Maitland soll für die Tat verantwortlich sein. Die Dinge laufen aus dem Ruder in der Kleinstadt und mit der Wahrheit rechnet wirklich niemand. Stephen King hat mich schon oft überrascht, aber mit den Romanen Sleeping Beauties und auch Der Outsider findet er wieder zu der alten Stärke seiner ersten Romane zurück. Der Outsider beginnt wirklich mit einem außergewöhnlichen Fall der durch die Ermittlungsarbeiten an Mr.Mercedes erinnert bevor er zur Mitte hin dann einen wilden Mix aus Ideen seiner anderen Romane mit einfliesen lässt. Das macht King aber so geschickt das es wirklich eine Freude ist das Buch zu lesen. Der Schreibstil ist typisch King da weiß man auf was man sich einlässt und ich bin dafür auch sehr dankbar da ich seinen Art zu schreiben liebe! Wir haben auch hier wieder einen recht großen Cast an Darstellern, alledings nicht so groß das man den Überblick verliert. Dabei achtet King auch wieder darauf einen guten Schnitt durch die Bevölkerungsschichten zu liefern. Die Hauptcharakter Ralph Anderson (nein keine Verbindung zu Ralph Anderson aus Sturm des Jahrhunderts) war mir sofort sympatisch und ich konnte seine Angste und Gedankengänge gut nachvollziehen. Mein großes Highlight war allerdings der Auftritt einer Person aus dem MR.MERCEDES Universum. Ich finde es toll wie King auch hier seine Romane miteinander verbindet. Leider kann ich nur 4 Sterne vergeben da das Finale etwas dürftig ausgefallen ist und King sich zu viele seiner alten Ideen zu nutze gemacht hat. Alles in allem ein toller Roman der mir ein tolles Leseerlebnis beschert hat. Damit hab ich wieder alle King Romane gelesen und freu mich auf den September wenn endlich Das Institut erscheint.

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Die Geschichte des Outsiders beginnt mit dem schrecklichen Verbrechen an dem 11-jährigen Peter. Als sein grausam missbrauchter und misshandelter Körper in Flint City aufgefunden wird, löst das eine Welle des Entsetzen in der kleinen Stadt aus … Dank DNA und Zeugenberichten hat die örtliche Polizei schnell einen Verdächtigen: Terry Maitland, angesehener Lehrer, Baseballtrainer, liebender Ehemann und Vater zweier Töchter. Detective Ralph Anderson veranlasst eine schnelle Verhaftung, um das Monster aus dem Verkehr zu ziehen und weitere Kinder zu schützen. Doch während der weiteren Ermittlungen ergeben sich unwiderlegbare Beweise, dass es Maitland nicht getan haben kann. Oder kann ein Mensch tatsächlich an zwei Orten gleichzeitig sein? Bis dahin liest sich „Der Outsider“ wie ein klassischer Thriller. Wir begleiten die Polizei während der Zeugenaussagen und erfahren nähere Einzelheiten über die Beweise, die am Tatort gefunden wurden. Viel Polizeiarbeit, die von Stephen King aber interessant und abwechslungsreich beschrieben wurde. Detective Ralph Anderson ist ein pflichtbewusster, realistischer Mann, der fest an das glaubt was er tut und sieht, doch seine Sicht auf die Geschehnisse soll sich schneller ändern, als ihm lieb ist: Aus dem anfangs so klaren Mordfall wird eine immer deutlichere Horrorstory! Diese unaussprechliche mysteriöse Präsenz, die Gestalt annimmt und für die es keine besondere Erklärung zu geben scheint. Durch die vielen Perspektivenwechsel nimmt Stephen King den Leser an die Hand. Er zeigt uns grauenhafte Details und lässt uns durch die Augen der Polizei blicken, bis man selbst denkt, der Fall ist wasserdicht. Doch dann sät er die ersten eindringlichen Zweifel. Kann das wirklich sein? Wie kann Coach Maitland den Jungen umbringen und gleichzeitig an einem ganz anderen Ort sein? Natürlich kann man bei Stephen King auch mal die Längen in seinen Geschichten bemängeln, aber bei seinen Figuren spart er definitiv nie an Tiefe. Ich bin immer wieder erstaunt, wie es ihm gelingt, seine Charaktere im Laufe der Handlung wachsen zu lassen und einige konnten mich auch hier mit ihrer Entwicklung überraschen. Außerdem liebe ich es, wenn eine Geschichte in einer Kleinstadt spielt, in der jeder jeden kennt und sich durch das Handeln der Protagonisten Konflikte anbahnen, die Großstädter so nicht kennen. Damit setzt er Dynamiken in Gang, deren Ausmaß niemand vorhersehen kann. Eine Warnung muss ich allerdings aussprechen: Wenn ihr die Bill Hodges-Trilogie um den „Mr. Mercedes-Killer“ noch nicht kennt, solltet ihr diese unbedingt vorher lesen, denn in diesem Buch werdet ihr auf jeden Fall über den Ausgang der Trilogie gespoilert … In „Der Outsider“ wird Holly Gibney von Finders Keepers die Partnerin des ermittelnden Detectives, der bei der Verhaftung Terry Maitlands in vieler Hinsicht falsch entschieden hat. Er ist nun hoch motiviert, den wirklichen Täter zu fassen und den unschuldigen Familienvater zu rehabilitieren. Holly wird Ralph Anderson überzeugen müssen, dass es Phänomene gibt, die seinem bisherigen Denken und Wissen wiedersprechen …

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STEPHEN KING - Der Outsider (Heyne Verlag) - Der Outsider frisst die Trauer - Wer sich einen Roman, des 1947 in Portland, Maine geborenen Schriftstellers und Weltbestsellers Stephen Edwin King zu Gemüte führt, wird sich kaum auf leichte Kost für zwischendurch einstellen wollen. Zumeist recht komplex und lebensnah aufgebaut, bringen es seine düsteren Werke zumeist auf weit über 500 Seiten. Im Falle des, am 27.08.2018 erschienenen Mystery Horror Thrillers "Der Outsider" bringt es der King of Horror sogar auf satte 752 Seiten. Mit über 5 Millionen Facebook Followern und fast einer halben Milliarde verkaufter Bücher unterstreicht der Autor diesen, vor langer Zeit schon an ihn vergebenen, inoffiziellen Titel. Der Vater einer Tochter (Naomi Rachel King, Pfarrerin der Unitarian Universalist Association) und zweier Söhne (Owen Philip King und Joseph Hillstrom King; beide ebenfalls Schriftsteller) lebt heute gemeinsam mit seiner Frau und Autorenkollegin Tabitha King in Bangor, Maine. Gemeinsam mit seiner Frau verbringt er die Winter in Florida. "Der Outsider" handelt von einem Polizei- und Justizskandal mit ungeahnten Folgen. Als Mr. Jon Ritz mit seinem Hund Dave Gassi geht, findet selbiger im Figgis Park der fiktiven Kleinstadt Flint City den Leichnam eines, auf dem Bauch liegenden Jungen, dessen Hose und Unterhose bis auf die Knöchel heruntergezogen wurden. Aus dessen Hinterteil ragt ein dünner, blutiger, abgeschabter Ast und seine Kehle ist eine einzige klaffende Wunde. Der Junge wurde qualvoll zu Tode geschändet. Der hiesige Jugend-Baseball-Coach und Englischlehrer Terence Maitland wird anschließend während der zweiten Hälfte des neunten Innings eines Spiels seiner Mannschaft wegen Mordes an dem elfjährigen Jungen, namens Frank Peterson festgenommen. Das Ganze vor 1588 Zuschauern inklusive seiner Frau und seinen beiden Töchtern. Überzeugt davon, den richtigen verhaftet zu haben, führen Detective Ralph Andersson und Detective Ronald Wilberforce die Befragungen einiger Zeugen durch, die ziemlich eindeutig und deutlich zu Ungunsten von Coach T. ausfallen. Die Beweislast ist ohnehin schon erdrückend. Mehrere Zeugen haben ihn am Tatort gesehen. Sogar von Blut im Gesicht, an den Händen, dem Hemd und der Hose von Coach T. ist die Rede. Doch Terry, der sich nie etwas zu Schulden hat kommen lassen schwört, zum Zeitpunkt des Mordes in Cap City gewesen zu sein. Es gibt etliche Fingerabdrücke am Tatort und die, in Auftrag gegeben DNA-Analyse spricht ebenso eindeutig gegen Maitland. Aber auch Terry hat glaubhafte Zeugen. Er gibt an, zu besagtem Zeitpunkt mit drei Englischlehrern in Cap City auf einer Tagung gewesen zu sein, auf der der weltbekannte Krimiautor Harlan Coben eine Rede als Gastredner hielt. Coach Ts Begleiter bestätigen, dass sich Maitland permanent bei Ihnen aufgehalten hat. Es gibt sogar noch eindeutigere Beweise, die Maitland entlasten, doch wie passt das mit den Ergebnissen der Forensiker, der chemischen Erbgut-Analyse, sowie der Aussage der Zeugen zusammen? Ein Katz- und Mausspiel um die Wahrheit beginnt und die Presse ist immer an vorderster Front dabei, um sämtliche neuen Erkenntnisse zu verschlingen, zu verdauen und verdreht wieder auszuspucken. Hat Terry Maitland einen Zwilling? Einen Klon? Waren hier etwa Aliens am Werk? Oder war es einfach nur ein Terry täuschend ähnlich aussehender Doppelgänger, der den Mord an dem noch nicht einmal jugendlichen Peterson verübt hatte? Ein Paradoxon, das Ralph Anderson in den Wahnsinn zu treiben scheint. Anwalt Howard Gold gewährt Terry Maitland rechtlichen Beistand. Die Details zum Mord, die Detective Andersson später gegenüber Terrys Anwalt erwähnt, sind sogar noch erschreckender und perverser, als man anfangs vermutet hätte. Terrys guter Ruf ist unwiderruflich dahin. Auch seine Frau und seine beiden Töchter werden nie mehr das Leben führen können, dass sie zuvor geführt haben. Ralph Anderson, direkt an der Verhaftung von Coach T. beteiligt, stellt nach seiner vorübergehenden Suspendierung eigene Ermittlungen an. Anwalt Howard Gold und sein Ermittler Alec Pelley treten in direkte Konkurrenz zu Anderson, ermitteln, sammeln Beweise und dann machen sie den absoluten Glücksgriff. Doch langt das, um Terry aus der Sackgasse in die er hineingedrängt wurde wieder herauszuboxen? Für die Maitlands, wie auch die übriggebliebenen Petersons beginnt ein wahr gewordener Alptraum, wie eine Tour de Force. Was sich daraus entwickelt, ist eine, für alle Beteiligten bitterböse Geschichte ohne Happy End. Denn das Unglück kennt keine Rücksicht und macht noch lange nicht halt. Und so bricht auch über die Familie des ermordeten und geschändeten Franky Petersons in rasender Geschwindigkeit Chaos und Elend herein. Als es vor dem Gerichtsgebäude zu einem unvermeidlichen Eklat kommt, nehmen Desaster und Tragödien aber erst so richtig ihren Lauf. Unglaubliche, mysteriöse und übernatürliche Dinge geschehen, in deren Verlauf die Töchter von Terry Maitland, die Polizei von Flint City und alle anderen Beteiligten mehr oder weniger stark hineingesogen werden. Und je mehr Ralph Anderson versucht alles in vernünftige Bahnen zu lenken, je mehr bricht es daraus heraus. Nichts scheint einen Sinn zu ergeben. Das Ganze wird immer verworrener und unglaublicher, was nicht nur Detective Anderson an seine Grenzen bringt. "Der Outsider" ist ein investigativer, aber nicht sonderlich actionreicher Krimi Thriller, der von der Konversation, sowie seinen schockierenden Momenten lebt und sich durch seine routinierte Erzählweise schnell und flüssig lesen lässt. Zu Beginn findet die eigentliche Story zwischen Verhören und Polizeiberichten statt, die dadurch aber weder ins Stocken gerät, noch langweilig wird. Stephen King hat diese einmalige Gabe, bei seiner Klientel einen Lesefluss anzuregen, der wahrlich seinesgleichen sucht. Die örtlichen Begebenheiten sind in King-Manier anschaulich beschrieben. Der Autor wirft immer wieder Banalitäten ein, die die Geschichte lebendig, wie authentisch wirken und mich an seinen Seiten kleben lassen, wie ein Neugeborenes an den Brüsten seiner Mutter. "Der Outsider" ist eine intelligent aufgebaute Story voller schrecklicher Erlebnisse, in der eine unsägliche Tristesse entbrennt. Ich muss jedoch zugeben, dass das 752 Seiten umfassende Werk hier und da mal Gefahr läuft, langatmig zu wirken. www.stephenking.com www.facebook.com/OfficialStephenKing Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt Originaltitel: The Outsider Originalverlag: Scribner Hardcover mit Schutzumschlag, 752 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-453-27184-5 € 26,00 [D] | € 26,80 [A] | CHF 36,50* (* empf. VK-Preis) Verlag: Heyne Erschienen am 27. August 2018 Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar. Meine Wertung: 82/100 Link zur Buchseite des Verlags: https://www.randomhouse.de/Buch/Der-Outsider/Stephen-King/Heyne/e539143.rhd More Hard Stuff @ www.lackoflies.com

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Klappentext: Das Böse hat viele Gesichter … Vielleicht sogar Deines Ein unbeschreibliches Verbrechen. Eine Fülle an Beweisen. Ein überführter Unschuldiger. Zwei gegensätzliche Storys, die beide wahr sind. Rezension: Im Stadtpark von Flint City wird ein kleiner Junge tot aufgefunden. Er ist auf übelster Weise getötet worden. Alle Zeichen und Beweise führen zu einem Täter, der bisher völlig unbescholten war. Es handelt sich um den Englischlehrer und Couch der Jugendbaseballmannschaft, Terry Maitland, der immer sehr beliebt gewesen ist. Detective Ralph Anderson wird auf den Fall angesetzt. Sein eigener Sohn ist im Team der Baseballmannschaft und er lässt Terry Mailand während einem Spiel, vor aller Augen der Zuschauer festnehmen. Obwohl Terry immer wieder behauptet, diesen Jungen nicht getötet zu haben, ja sogar ein Alibi vorweisen kann, sprechen die DNA-Beweise gegen ihn. Fazit: Als ich mit dem Roman angefangen, hatte ich wieder das Gefühl, der “alte” King wäre zurück. Seine letzten geschriebenen Romane waren zwar spannend, aber nicht zu vergleichen, mit seinen älteren Werken. Doch gleich zu Beginn der Geschichte war ich von der Story gefangen. Man schwankt immer wieder zwischen dem Glauben, dass Terry unschuldig ist und trotzdem sprechen alle Beweise gegen ihn. Stephen King schaft es meines Erachtens aber nicht, die Geschichte ständig spannend zu halten. Gerade vom Ende war ich etwas enttäuscht, da es mir dann doch sehr fiktiv erschien. Trotzdem hat mir dieses Buch gut gefallen und wie ich oben schon erwähnte, fand man stellenweise den “alten” King wieder, was mir sehr gut gefallen hat.

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Fazit DER OUTSIDER ist im HEYNE-Verlag erschienen und kommt im Hardcover mit stilvoll gestaltetem Umschlag in dunkelblau und weiß daher. Mit 747 Seiten hält man einen ordentlichen Folianten in den Händen. Leider konnte mich die Geschichte nicht in ihren Bann ziehen und das Buch blieb zwischenzeitlich oft liegen und setzte Staub an. Solltet ihr Krimileser sein und Geschichten mit polizeilicher Ermittlungsarbeit und einer Spur Horror lieben, dann seid ihr hier genau richtig. Für alle anderen, die nach Stephen King greifen, weil sie SHINING, ES und FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE verschlungen haben, ist DER OUTSIDER wahrscheinlich nicht das Richtige. Doch vergesst nicht: „Das Universum hat kein Ende.“ und es lohnt sicher immer, einen Schritt außerhalb der eigenen Komfortzone zu wagen.

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