Leserstimmen zu
Love to share – Liebe ist die halbe Miete

Beth O'Leary

(107)
(78)
(22)
(3)
(1)
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Spannend, unterhaltsam und mit Tiefgang

Von: Susanne Edelmann

20.11.2019

Vor der lit.Love 2019 hatte ich mich anhand einiger Leseproben auf die teilnehmenden AutorInnen vorbereitet (soweit ich sie und ihre Bücher nicht eh schon kannte). Dabei ist mir Beth O’Learys Roman „Love to share“ aufgefallen und spätestens, nachdem ich sie dann auf der lit.Love kennenlernte, war klar: Dieses Buch muss ich unbedingt lesen – nicht nur, weil es in London spielt, wo ich kürzlich einen traumhaften Urlaub verbringen durfte. In London sind die Wohnungsnot und die exorbitanten Mietpreise noch schlimmer als bei uns in München. Deshalb erscheint es nur folgerichtig, dass Leon, der dringend Geld braucht, nicht nur für seine Wohnung einen Mitbewohner sucht, sondern auch noch anbietet, das Bett zu teilen – nein, natürlich nicht gleichzeitig: Leon arbeitet in der Nachtschicht einer Palliativstation und schläft tagsüber. Nachts hingegen könnte jemand, der einen normalen 9-to-5-Job hat, im Bett schlafen, so seine Idee. Für Tiffy kommt dieses Angebot genau richtig: Frisch getrennt von ihrem Freund und obendrein pleite, braucht sie dringend eine neue Wohnung, die nicht zu viel kosten darf. Dass Leon eine feste Freundin hat, über die auch die Abwicklung der Formalitäten läuft, scheint ihr vertrauenswürdig zu sein, auch wenn sie natürlich schon gerne wissen würde, wer ihr Vermieter denn eigentlich ist. Mit der Zeit gewöhnen sich Tiffy und Leon an dieses Arrangement und beginnen, sich kleine Nachrichten auf Post-its zu schreiben. Das beginnt mit Alltagsdingen wie „Hab noch Essen übrig, bedien Dich ruhig“, doch bald bekommt der Austausch von Post-its eine ganz andere, persönlichere Dimension und wird für beide zunehmend wichtiger. So erfährt Tiffy auch, wofür Leon so dringend Geld braucht: Sein jüngerer Bruder sitzt unschuldig im Gefängnis und Leon muss den Anwalt für das Berufungsverfahren bezahlen. Leon wiederum erfährt, dass Tiffy noch immer unter der Trennung von Justin leidet, wobei ihr mit der Zeit klar wird, wie sehr Justin sie manipuliert und ihren eigenen Willen untergraben hat, ohne dass sie es selbst so richtig merkte. Nur langsam gelingt es Tiffy, sich innerlich von Justin zu lösen – doch immer, wenn sie wieder ein Stück ihres Weges geschafft hat, steht Justin plötzlich vor ihr und stürzt sie in ein komplettes Gefühlschaos, weshalb sie schließlich psychologische Hilfe in Anspruch nimmt. Inzwischen fühlen sich Leon und Tiffy immer mehr zueinander hingezogen, die Neugier auf ein richtiges Kennenlernen wächst, doch dann verläuft das Aufeinandertreffen ganz anders als erwartet. Und bevor die beiden sich endlich so richtig nahe kommen können, steht plötzlich Justin vor der Tür – woher weiß er, wo Tiffy nun wohnt? Mich hat dieser Roman von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Ich mochte den Schreibstil der Autorin, der voller Wortwitz und Herzenswärme steckt. Die Kapitel sind abwechselnd aus Leons und aus Tiffys Perspektive geschrieben und das merkt man auch: Während Tiffy quirlig, aufgeweckt, sprudelnd und kreativ ist, ist Leon eher ruhig, um nicht zu sagen wortkarg, sehr überlegt und verhalten. Das spiegelt sich auch im Schreibstil wieder, was mir sehr gut gefallen hat. Durch den Austausch der Post-its hat mich der Roman streckenweise an „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer erinnert, allerdings nur oberflächlich, denn die Post-its nehmen hier längst nicht so viel Raum ein wie die E-Mails in Glattauers Roman. Und die wirklich ernsten Probleme der beiden Protagonisten – hier die Justizungerechtigkeit, dort der manipulative Ex-Freund – gaben der Geschichte deutlich mehr Tiefgang, als der Buchtitel zunächst vermuten ließe. Jedenfalls habe ich den Roman in einem Wochenende gelesen, ich konnte ihn gar nicht mehr weglegen. Wie die Autorin auf der lit.Love erzählte, hat sie selbst, genau wie ihre Protagonistin Tiffy, in der Verlagsbranche gearbeitet. Den ersten Entwurf zum Roman hat sie übrigens auf ihren täglichen Bahnfahren von ihrem Zuhause zur Arbeit geschrieben: Eine Stunde Bahnfahrt mit dem Laptop auf den Knien – das machte eine ausgeklügelte Technik nötig, sich am Bahnsteig genau dort zu positionieren, wo sich die Zugtüren öffnen, so dass sie auch sicher einen Sitzplatz ergattern konnte. Und die Mitreisenden, die ihr beim Schreiben über die Schulter schauen konnten, haben von dem Roman notgedrungen viel eher erfahren als ihre Kollegen und Freunde. Mittlerweile hat sich das geändert: „Love to share“ wurde in mehr als 35 Länder verkauft und Beth O’Leary hat ihren Verlagsjob an den Nagel gehängt, um sich dem Schreiben in Vollzeit widmen zu können. Ihr nächster Roman „Time to love“ soll im Juni 2020 erscheinen.

Lesen Sie weiter

Lesevergnügen

Von: Susa aus Bernburg Saale

18.11.2019

Love to read and hear. Eine Geschichte, die spannend, mitreißend, hier und da zum Schmunzeln und anregend ist. Das Leben. Ist. Schön. xx

Lesen Sie weiter

Tolles Buch

Von: Alica

13.11.2019

Romantischer Roman, welcher abwechselnd in der Sichtweise der beiden Protagonisten geschrieben wurde.

Lesen Sie weiter

Mieten, schlafen, lieben. - Wenn ich das Bett mit dir teile…

Von: Leseschneckchen555 aus NRW

01.11.2019

Tiffy und Justin haben sich getrennt. Trotzdem wohnt Tiffy noch in seiner Wohnung. Selbst dann noch, als Justin mit einer neuen Freundin auftaucht. Obwohl der Zustand bisher sehr bequem für Tiffy war, wird es langsam Zeit, sich eine eigene günstige Bleibe zu suchen. Leider ist das Angebot verheerend. Kurzerhand entscheidet sie sich für eine zwar ungewöhnliche, aber sehr günstige Wohnsituation. Sie teilt sich eine Wohnung und sogar das Bett mit einem Fremden. Leon arbeitet in Nachtschichten in einem Hospiz. Da er die Wohnung und sein Bett nur tagsüber nutzt, wenn andere gewöhnlich arbeiten, startet er einen Versuch seine Wohnung zu vermieten. Die Wochenenden wird er bei seiner Freundin Kay verbringen, und ansonsten seine Wohnung nur zu fest abgemachten Zeiten bewohnen. Auch wenn Leon und Tiffy sich niemals begegnen werden, weil selbst die Übergabe der Wohnung von Leons Freundin abgewickelt wurde, lernen sich die Zwei mit der Zeit immer besser kennen. Allein durch die Spuren, die jeder automatisch in der Wohnung hinterlässt, weil er dort lebt. Aber ganz besonders durch die Nachrichten, die sie auf Notizzetteln in der ganzen Wohnung füreinander verteilen. Ihr Zusammenleben wird immer inniger, obwohl sie sich niemals gegenüberstehen. Bis Tiffy eines Morgens nach einer durchgefeierten Nacht die Regeln bricht und verschläft. Auf dieses Buch war ich besonders gespannt, weil die Story so erfrischend neu für mich war. Eine ungewöhnliche Wohnsituation, mit einem Menschen, den man nicht kennt und ihm trotzdem so nah ist. Ich kann sagen, dass mich das Lesen dieses kurzweiligen Buches aufs Beste unterhalten hat. Denn die Geschichte enthält nicht nur einen Umzugskarton voller prickelnder Momente, sondern auch eine gute Portion Humor. Es ist sowohl aus Tiffys als aus Leons Sicht geschrieben. Das Buch ist nicht nummeriert in Kapitel unterteilt, sondern mit dem Namen des jeweiligen Erzählers versehen. Ich konnte die Zwei aber allein anhand ihrer Redensweise und des unterschiedlichen Schreibstils sehr gut auseinanderhalten. Die Abschnitte spiegeln perfekt die Charaktere der beiden Protagonisten wider. Leon wirkt durch seine knappen Sätze immer etwas wortkarg. Er ist ein stiller Mensch und kann, wenn es darauf ankommt, ziemlich schüchtern sein. Tiffy dagegen ist eine Frohnatur und plappert ohne Punkt und Komma. Sie gibt viel von ihrer Umgebung und ihren Gefühlen preis. Deshalb fallen auch ihre Post-its, die sie an Leon schreibt, deutlich länger aus, als jene, die sie von ihm zurückerhält. Doch auch Leon bemerkt, dass er sich bei Tiffy weiter öffnen kann, als das je bei seiner Freundin Kay der Fall war. Tiffy scheint Leon zu verstehen. Sie findet für jede Situation die richtigen Worte und wirkt, durch ihre manchmal sympathisch verrückte Art, auf Leon interessant. Leon hingegen sammelt besonders durch seine Fürsorge, bezüglich seiner Mitmenschen, jede Menge Sympathiepunkte. Er setzt sich, weit über seine Arbeitszeiten im Hospiz hinaus, für seine Patienten ein, und versucht ihnen ihre Wünsche zu erfüllen. Des Weiteren kümmert er sich, mehr wie jeder andere, rührend um seinen Bruder Richie, der unschuldig im Knast sitzt. Durch Briefe und Telefongespräche versucht er den Kontakt zu seinem Bruder aufrecht zu erhalten. Er bemüht sich, ihn so gut es geht zu stärken und zu motivieren, um ihm seine Zeit im Knast so erträglich wie möglich zu machen. Sowohl Tiffy als auch Leon sind mir schnell ans Herz gewachsen. Mit jeder Seite fieberte ich dem Moment entgegen, an dem sich die Zwei endlich gegenüberstehen. Doch auch wenn das früher, als von mir erwartet, passierte, mussten sie erst einige Hindernisse überwinden, um sich näher zu kommen. Allen voraus sorgte Tiffys Exfreund Justin für ordentlich Wirbel. So behielt das Buch über die 480 Seiten seine Spannung aufrecht und ich hatte es schneller beendet, als mir lieb war. Eine lockere, leichte, humorvolle und positiv stimmende Unterhaltung von einer Autorin, die ich mir auf jeden Fall merken werde.

Lesen Sie weiter

🍀 Spoiler! »Ohne dich war es nie ein Zuhause, Tiffy.« Ich ab mich gewundert, gelacht, mitgefiebert und am Ende sogar eine kleine Träne verdrücken müssen. Mit Love to Share ist ein wundervolles, wenn auch sehr eigenwillig geschriebenes Buch auf dem Markt. Zum Cover des Buches muss ich sagen bin ich enttäuscht - die großen Buchstaben nehmen den Protagonisten den Platz weg & so richtig habe ich nicht verstanden was es mit dem rosa Schleifen auf sich hat - ist das Garn? Soll das für das häkeln stehen? Zum Inhalt: Die ersten paar Seite hatte ich mich den teilweise doch sehr abgehackten Sätzen meine Probleme. Aber umso mehr ich im Buch voran kam, umso leichter wurde es den Charakteren Leon & Tiffy zu folgen. Die Geschichte hat durch den Schreibstil ihren ganz eigenen Charakter. Ich finde die Idee der Kommunikation von Leon und Tiffy zauberhaft - ich hoffe sie haben alle Post Its aufgehoben. Superpassend ist es, dass man anhand der Erzählweise direkt weiß, welchen Proganisten man gerade begleitet - die offene, aber zerbrochene Tiff xx oder den kurzgebundenen Leon. Man sollte dennoch Acht geben - es ist nicht alles so wie es scheint und Tiffy hat ihre ganz eigenen Probleme mit ihrem Ex vor dem sie flüchtet. Zu den Charakteren: Tiffy ist herzlich und humorvoll. Sie liebt ihre Arbeit und auf mir noch nichr ganz erklärbareweise ihre Freunde. Sie ist in ihrem Beruf genau richtig und lebt ihre offene und herzliche Art nach außen hin aus - aber tief drin muss auch Tiffy sich irgendwann eingestehen dass sie Hilfe braucht. Leon ist ruhig. Ist für sich allein. Hilft Menschen auf ihrem letzten Weg. Denkt abgehackt. Hat Familie. Eine Wohnung zum teilen. Und zum Ende auch lange Sätze. Ich bin verliebt und sehr dankbar das ich dieses Buch lesen durfte.

Lesen Sie weiter

ERFRISCHENDER LIEBESROMAN

Von: Newspaper aus Krefeld

30.09.2019

Inhalt: "Not macht erfinderisch: Tiffy braucht eine günstige Bleibe, Leon braucht dringend Geld. Warum also nicht ein Zimmer teilen, auch wenn sie einander noch nie begegnet sind? Eigentlich überhaupt kein Problem, denn Tiffy arbeitet tagsüber, Leon nachts. Die Uhrzeiten sind festgelegt, die Absprachen eindeutig. Doch das Leben hält sich nicht an Regeln..." Schreibstil/Art: Die Schreibstil ist modern und total gefällig. Die fluffige, lockere Sprache ist angenehm. Der Perspektivenwechsel ist ablösend in der Ich-Form aus Tiffy´s und Leon´s Sicht geschrieben. Ein Kritikpunkt wäre der, dass viele Bemerkungen in Klammern gesetzt sind. Dies hätte man mit einem Nebensatz verhindern können. Fazit: Meiner Meinung nach eine stimmige, humorvolle und moderne Liebesgeschichte. Die Idee und die Umsetzung ist gelungen.
 Beide Charaktere sind authentisch und sympathisch. 
 Über Post-it-Nachrichten, die einfach überall in der kleinen Wohnung verteilt sind, kommunizieren die beiden miteinander. Unbewusst lernen sie die Macken und Vorlieben des anderen kennen. Das erste Zusammentreffen brachte mich zum Lachen. Das Buch ist voller Humor! Mich haben viele Momente zum schmunzeln gebracht. 
 Die Nebencharaktere standen nicht zu sehr im Vordergrund und haben die Tiefe der Freundschaft toll widergespiegelt. Eine Leseempfehlung meinerseits. Ein Liebesroman mit einigen Höhen und Tiefen, glaubwürdigen Situationen und liebenswerten Protagonisten.

Lesen Sie weiter

ACHTUNG: Trigger-Warnung: psychische Misshandlung und Manipulation! Es heißt nicht umsonst: Not macht erfinderisch. Und gerade heut zu Tage mit den Mietpreisen die in die Höhe schnellen und das überall auf der Welt, ist die Not groß. So auch bei Tiffy, die dringend eine Wohnung in London braucht, um bei ihrem A... Ex ausziehen zu können. Leon braucht das Geld und so vermietet er seine Wohnung für die Zeit, in der er Nachtschicht hat. Die beiden würden sich nie begegnen, da er nur in der Wohnung wäre, wenn Tiffy arbeitet und umgekehrt. Sie teilen alles, Bad, Küche, Bett – eine WG der anderen Art, aber in der Not frisst der Teufel fliegen und beide haben keine andere Wahl, also lassen sie sich auf das Arrangement ein. Sie kommunizieren über Klebezettel und irgendwann kommt der Punkt, an dem sich ihre Gefühle zu verändern scheinen. Aber kann man sich wirklich in Klebezettel-Nachrichten verlieben? Mir waren Tiffy und Leon sofort sympathisch. Tiffy ist chaotisch, bunt, optimistisch und einfach total witzig. Leon ist ein Einsiedler, der für seinen Job als Krankenpfleger in einem Hospiz brennt und Veränderungen hasst. Was man aber recht schnell merkt, ist, dass Leon ein sehr, sehr großes Herz hat. Natürlich ist Leons Freundin Kay ein egoistisches Biest – was auch sonst? Wenn in einem Roman einer von beiden bei denen es funken soll in einer Beziehung ist, dann mit einem egoistischen Biest oder einem A... Ich fand die Wendung mit Tiffys Vergangenheit wirklich richtig gut. Dieser locker leichte Liebesroman wurde dadurch vielschichtiger. Ich kann nicht verraten, worum es genau geht, nur, dass ich wirklich mitgefiebert habe und das Buch vor Spannung nicht mehr weglegen konnte. Ich finde die Ausarbeitung von Tiffys Trauma und Ängsten wirklich ganz toll, das wirkte auf mich sehr glaubhaft. Mein heimlicher Liebling ist aber Richie. Wer das ist oder was es mit ihm auf sich hat, kann ich nicht verraten, aber auf mich wirkt er wie ein großer Teddybär mit sehr viel Witz und Charme. Fazit: Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Ich konnte es kaum weglegen. Die Klebezettel haben mich oft zum Lachen gebracht und ich fand es wirklich toll, dass die Charaktere so „echt“ gewirkt haben, mit Stärken und Schwächen, Eigenarten und Macken. Die Wendung und das leichte Thriller-Element (ich weiß nicht, wie ich es besser beschreiben könnte, ohne zu spoilern) gefielen mir sehr gut. Sie verliehen dem Roman Tiefgang und ich würde das Buch am liebsten an alle Frauen verteilen und ihnen sagen: darauf müsst ihr achten, damit euch das nicht auch passiert! Ich bin wirklich froh, dass ich das Buch gelesen habe und kann es aus vollem Herzen weiterempfehlen!

Lesen Sie weiter

Fast wollte ich diese Geschichte über diese Post-it-Wohngemeinschaft nicht lesen, sie wurde zu oft beworben, fast schon gehypt. Aber dann wurde ich doch neugierig, vor allem weil die Autorin im November Gast an der lit.Love ist. So habe ich die Geschichte doch noch gelesen - zum Glück, sonst hätte ich eine tolle Story verpasst. Tiffy braucht nach der Trennung von Ex-Freund Justin eine neue Wohnung. Sie quasselt viel und ist total liebenswürdig. Die Wohnung mit Leon zu teilen, ist besser als nichts. Für beide ist es total ungewohnt, mit jemandem die Wohnung zu teilen und diese Person nicht zu kennen. Sie kommunizieren miteinander durch Post-it's oder Zettel, die überall in der Wohnung liegen. Irgendwann sind beide neugierig aufeinander, doch sie gehen sich aus dem Weg. Das geht gut, denn Leon arbeitet in einem Hospiz, immer nur nachts. Er ist der ruhige Typ, der kaum redet. Für einen Patienten sucht er dessen grosse Liebe. Für seinen Bruder Ritchie, der womöglich unschuldig im Knast sitzt, hofft er auf eine weitere Anhörung. Leon hat Verständnis für alle, er ist zu gut für diese Welt. Und passt dabei wunderbar zu Tiffy. Tiffy, die als Lektorin bei einem DIY-Verlag arbeitet, merkt langsam, wie sie von ihrem Ex-Freund Justin manipuliert und emotional missbraucht wurde - und immer noch wird. Ihre Freunde Gerty und Mo unterstützen sie, aber Tiffy muss den Absprung von Justin selbst schaffen. Daneben bekommt Tiffy Ritchies Geschichte mit und sorgt sich um ihn. Dies beeindruckt Leon, denn seine Freundin Kay interessiert sich für nichts, Ritchies Schicksal ist ihr egal und sie will auch nicht, dass Leon Tiffy kennenlernt. Beth O'Leary lässt Tiffy und Leon abwechselnd über ihr Leben und wie es ihnen in der neuen und speziellen WG-Situation geht, erzählen. So bekommt der Leser beide Ansichten und die ganze Bandbreite von allen möglichen Emotionen mit. Beides sind tolle Charaktere, die man von Anfang an mag. Aber auch ihre Freunde, die Arbeitskollegen und die Nebenfiguren sind alle treffend gezeichnet. Ich liebe Geschichten, die mit einer ungewöhnlichen Idee aufwarten. Sie sind viel zu selten, aber "Love to Share" ist eine dieser Raritäten. Wenn so eine Story zudem noch so gut umgesetzt wird wie hier, bekommt man wunderbar vergnügliche Lesestunden, die man nicht so schnell vergisst. Gehypt wird der Roman zurecht, wie ich während dem Lesen feststellte. "Love to Share" ist eine total schöne und originelle Liebesgeschichte mit viel Tiefgang, leisem Humor und wunderbaren Charakteren. Fazit: "Love to Share" ist ein grossartiger Liebesroman und schafft es auf meine Liste der Lese-Jahreshighlights! 5 Punkte.

Lesen Sie weiter