Leserstimmen zu
Schweige still

Michael Robotham

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Es war okay

Von: kleine_welle

15.02.2020

Cyrus ist Psychologe und wird von der Polizei gebeten ihr bei der Ermittlung in einem Mordfall zu helfen. Zeitgleich bittet ihn auch ein Bekannter sich eine Patientin von ihm anzusehen. Bei Evie weiß keiner wie alt sie ist und wo sie genau herkommt. Doch das besondere an ihr ist, sie weiß ganz genau wann jemand lügt oder nicht. Das Cover gefällt mir, weil es so düster und atmosphärisch wirkt.  Ich bin ja sowieso schon ein Fan von den Büchern von Michael Robotham, besonders seine Joe O’Loughlin Reihe ist sehr gut. Und deshalb war ich besonders neugierig auf seine neue Reihe um Cyrus und Evie. Hier hat es mir besonders Evie als Charakter angetan, obwohl auch sie starke Schwächen aufweist. Aber zunächst einmal ist sie sehr besonders und vor allem mysteriös, denn man erfährt kaum etwas über sie auch nicht von ihr. Nur so ab und zu erfährt man ein paar Häppchen aus ihrer Vergangenheit und es wird klar, Robotham hebt sich das für spätere Bücher auf. ;) Was mir bei ihr nicht so gefallen hat war, dass sie so extrem taff wirkte und an einigen Stellen sich auch so benahm, aber dann gab es wieder so Szenen im Buch, wo sie vollkommen dumm reagierte und vor allem sehr kindisch. Okay, wahrscheinlich wollte Robotham damit nochmal rausstellen, dass sie ja doch noch eher ein Kind ist als eine Erwachsene, aber trotzdem fand ich diesen Unterschied so extrem. Und Cyrus. Ja, er war okay. Irgendwie konnte ich keinen so großen Draht zu ihm finden, denn ich weiß auch nicht, ich konnte ihn einfach nicht so richtig einschätzen. Er hat auch viel in der Vergangenheit mitgemacht und kann vielleicht deshalb ein wenig mit Evie mitfühlen, aber ich kann leider einfach nicht genau beschreiben was mir bei ihm fehlte. Der Mordfall hingegen war wirklich sehr spannend und interessant. Hier habe ich wirklich mit gerätselt und war am Ende sehr erstaunt, was als Lösung präsentiert wurde. Das war so richtig Robotham Like. :) Aber manchmal geriet er schon sehr in den Hintergrund, weil sich dieser erste Teil der Reihe doch eher um Evie und Cyrus dreht, wie sie sich besser kennen lernen. Leider war auch genau das so der Haken an dem Buch, zu viele Geschichten und Verwicklungen fand ich. Es ist interessant in einem Thriller, wenn die Story sich entwickelt und man die ein oder andere Überraschung hat, aber hier waren es fast schon zu viele Stories die zusammen bzw. parallel laufen. Cyrus‘ Vergangenheit, Evies Schweigen und Wissen und dann noch der Mordfall um Jodie. Und in jedem Kapitel bekommt man was anderes geliefert. Da hätte vielleicht das ein oder andere weniger sein können. Das Ende konnte mich dann doch teilweise zum Lächeln bringen, obwohl es natürlich nicht so richtig positiv ist. Der Mordfall wird wie ich oben schon erwähnt habe mit einer sehr guten Wendung aufgeklärt, aber die Geheimnisse um Cyrus und Evie bleiben natürlich offen. Mein Fazit: Ich bin nicht zu 100% überzeugt von diesem Buch. Es ist wie die anderen Bücher von Robotham natürlich spannend und wirklich sehr interessant und durch seinen guten und flüssigen Schreibstil lässt sich alles sehr schnell und gut lesen, aber grundsätzlich fand ich das es doch von allem etwas zu viel gab. Vor allem von Geheimnissen und schrecklichen Vergangenheiten. Warum braucht Cyrus auch eine grausame Vergangenheit? Reicht es nicht, dass der Leser nicht alles über Evie erfährt? Momentan bin ich mir noch nicht sicher ob ich an dieser Reihe weiter lesen werde. Vielleicht treibt mich irgendwann die Neugier dazu, denn Thriller schreiben kann Robotham, obwohl mir in diesem Roman die Charaktere nicht immer so zu gesagt haben.

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Interessant und spannend

Von: leseratte1310 aus Mönchengladbach

13.02.2020

Der Psychologe Cyrus Haven wird von einem Bekannten gebeten, sich die junge Evie Cormac, einmal anzuschauen. Evie wurde entführt, gefangen gehalten und hat wochenlang neben ihrem toten Entführer gelebt – bis man sie gebunden hat. Dem Fall "Angel Face" wurde seinerzeit große Aufmerksamkeit zuteil. Nun lebt sie seit einigen Jahren unter der Obhut des Staates in einem Heim. Ihr tatsächlicher Name und ihr Alter sind unbekannt. Cyrus hat selbst in der Kindheit ein schweres Trauma erlitten. Nun möchte er Evie helfen und nimmt sie in Pflege bis zur Volljährigkeit. Da Cyrus Haven als Psychologe die Polizei unterstützt, wird er hinzugezogen, als die fünfzehnjährige Eiskunstläuferin Jodie tot aufgefunden wird. Schon bald hat die Polizei einen Tatverdächtigen. Viele Indizien deuten auf ihn, doch Cyrus hat Zweifel. Ich mag die Bücher von Robotham und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Obwohl mir anfangs ein wenig die Spannung fehlte, hatte mich das Buch gleich gepackt. Das lag aber wohl auch an den interessanten Charakteren. Evie hat Schreckliches hinter sich. Sie hat das Vertrauen in Menschen verloren und es fällt ihr auch schwer, sich auf Cyrus einzulassen. Er möchte wissen, was ihr wirklich geschehen ist. Hat sie alles vergessen oder will sie einfach nicht darüber reden? Evie hat ein untrügliches Gefühl dafür, ob jemand lügt. Man sollte annehmen, dass das im Leben hilfreich ist, aber für Evie ist diese Fähigkeit nur eine Last. Cyrus bürdet sich da eine große Verantwortung auf, als er Evie zu sich holt. Mir gefällt es aber, wie er mit ihr umgeht. Trotzdem aber muss er noch einige Ängste um sie ausstehen. Er kniet sich auch in den Fall der toten Jodie. Auch wenn die Kommissarin Lenny es gerne sieht, wenn ein Fall schnell abgeschlossen werden kann, muss Cyrus doch seinen Zweifeln nachgehen. Das Umfeld um Jodie macht es der Polizei und Cyrus aber auch nicht leicht, denn es gibt eine ganze Menge Lügen. Der Showdown am Schluss ist dramatisch, das Ende ist aber schlüssig. Doch nicht alles wird aufgeklärt, es bleiben eine Menge Fragen zu Evies Vergangenheit. Mich hat dieser spannende Psychothriller mit interessanten Charakteren wirklich gefesselt und ich bin schon gespannt auf den nächsten Band dieser Reihe.

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Der australische Bestsellerautor Michael Robotham ist mit seiner inzwischen schon 11-bändigen Psychothriller-Reihe um Joe O’Loughlin und Vincent Ruiz äußerst erfolgreich und ein Garant für Hochspannung und beste Thriller-Unterhaltung. Nun hat er mit dem Psychothriller „Schweige still“ den sehr viel versprechenden Auftakt zu einer neuen Reihe vorgelegt, der mich rasch völlig in seinen Bann ziehen konnte. Mit dem jungen forensischen Psychologen Cyrus Haven schickt Robotham einen neuen charismatischen Protagonisten ins Rennen, der die Polizei von Nottingham mit seiner Expertise bei der Aufklärung von Gewaltverbrechen unterstützt. So zieht die erfahrene Chief Inspector Lenny Parvel im Fall der zunächst vermissten und später ermordet aufgefundenen 15-jährigen Eiskunstläuferin Jodie Sheehan Cyrus als Profiler hinzu. Die Ermittlungen verlaufen schwieriger als erwartet und der öffentliche Druck ist immens hoch. Mit immer neuen Widersprüchen, Ungereimtheiten und Geheimnissen gewinnt der komplexe und sehr wendungsreiche Mordfall zunehmend an Dynamik und wird immer spannender. Doch ist es weniger der gut konstruierte Kriminalfall, der mich so fesseln konnte, sondern vielmehr die eigentliche Rahmenhandlung, in der sich alles um die junge Evie im Teenageralter und ihr mysteriöses Schicksal dreht, und die mich völlig in den Bann gezogen hat. Entsprechend ist der Psychothriller auch aus zwei sich abwechselnden Erzählperspektiven im Präsens angelegt. Die geschickten Perspektivwechsel bauen zudem viel Spannung auf. Wir erleben die Geschehnisse zum einen aus der Ich-Perspektive von Cyrus und zum anderen aus der von Angel Face – Evies Spitznamen, den die Medien ihr verpasst hatten. Dies sorgt für eine große Nähe zu den Charakteren und ihrem Innenleben. Mit Evie hat Robatham einen interessanten, sehr widersprüchlichen und hochkomplexen Charakter geschaffen, der einen nicht mehr loslässt. Als kleines Mädchen entführt, in einem Geheimraum festgehalten und sexuell missbraucht – doch niemand weiß, wer sie ist, woher sie kommt und wie alt sie wirklich ist, denn Evie schweigt beharrlich über ihre grauenvolle Vergangenheit. Seit ihrer Befreiung aus ihrem Martyrium vor 6 Jahren wechseln ihre Aufenthalte zwischen unzähligen Pflegefamilien und psychiatrischen Kliniken, bis Cyrus sich ihrer annimmt. Wir lernen Evie als einen aufmüpfigen, willensstarken, unberechenbaren, selbstzerstörerischen und in vielerlei Hinsicht beschädigten Teenager kennen. Doch zeigt sie neben ihrer hohen Intelligenz und ihrer außergewöhnlichen Fähigkeit als „Truth wizard“ – einem menschlichen Lügendetektor - auch sehr faszinierende Züge und viel Empathie, die einen für sie einnehmen. So will man unbedingt mehr über die Hintergründe ihrer düsteren, geheimnisvollen Vergangenheit erfahren, ihre charakterliche Entwicklung miterleben und sie auf ihrem Weg in eine besseres Zukunft begleiten. Auch mit seiner charismatischen Hauptfigur Cyrus hat Robotham einen unglaublich tiefgründigen Charakter geschaffen, der mit seiner umsichtigen, einfühlsamen aber oft unkonventionellen Art sowie seinen Macken und persönlichen Problemen äußerst sympathisch wirkt. Da er ebenfalls als Kind ein schweres Trauma erlitten hat, hat er den Beruf des forensischen Psychologen gewählt und sich nun ganz der Aufklärung von Gewaltverbrechen verschrieben. Höchst interessant und mitreißend beschreibt Robotham die sich zwischen diesen beiden traumatisierten Menschen entwickelnde Dynamik und ihre keineswegs unproblematische Interaktion. Geschickt lässt der Autor schließlich die verschiedenen Handlungsstränge immer mehr zusammenlaufen und in einem absolut nervenaufreibenden, furiosen Finale gipfeln. Ich bin sehr gespannt, wie es mit dem Psychologen Cyrus und der jungen Evie weitergehen wird, und kann die Fortsetzung der Reihe kaum erwarten! FAZIT Ein sehr gelungener Auftakt der neuen Cyrus Haven-Reihe mit einem komplexen, fesselnder Fall, überraschenden Wendungen und außergewöhnlich faszinierenden Charakteren. Eine klare Leseempfehlung von mir!

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Spannend und beängstigend

Von: gerlisch aus Bremke

10.02.2020

Inhalt: Die Leiche der 15jährigen Eiskunstläuferin Jodie Sheehan wird gefunden. Die Polizei bittet den Psychologen Cyrus Haven um Unterstützung. Dieser lernt bei den Ermittlungen Evie kennen, sie hat eine düstere Vergangenheit und durch ihre GAbe Lügen zu erkennen, bringt sie sich in Gefahr. Meinung: Michael Robotham hat mit diesem Thriller eine neue Reihe gestartet. Die Story wird meist aus 2 Perspektiven in der Ich-Form erzählt. Zum einen aus Sicht des etwas schrägen Psychologen Cyrus Haven, der kein Telefon besitzt und zum Anderen aus Sicht von Evie Cormac, genannt Angel Face, ein hochintelligentes Mädchen, das unbedingt ihre Vergangenheit hinter sich lassen will und ein eigenes Leben führen will. Beide Charaktere sind sehr sympathisch dargestellt und es war schön zu lesen wie sich die Beziehung der beiden nach und nach aufgebaut hat. Der Autor hat den Spannungsbogen bis zum Schluss sehr hoch gehalten, sodass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte. Die Story ist gut nachvollziehbar konzipiert und endet natürlich in einer unerwarteten und dramatischen Auflösung. Trotzdem blieben noch ein paar Fragen unbeantwortet und ich bin gespannt wie es mit Cyrus und Evie weitergeht. Hoffentlich müssen wir nicht so lange auf den nächsten Teil warten. Fazit: Ein gut durchdachter Thriller mit sympathischen Protagonisten und spannenden Wendungen.

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Spannender Auftakt einer neuen Reihe

LeseZeichen Buchhandlung GmbH &Co.KG

Von: Juliane B. aus Emden

31.01.2020

Großartiger englischer Thriller, den man während der Lektüre kaum aus der Hand legen kann. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil mit Evie und Cyrus. Psychologie Spannung vom Feinsten ohne ins Abartige auszuarten, was bei diesem Genre ja gern mal passiert. - Klare Leseempfehlung.

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Ich habe bereits nach dem ersten Kapitel gewusst, dass „Schweige Still“ wohl absolut ein Buch für mich ist. Die Geschichte ist so düster und sarkastisch, genau mein Geschmack. Die Handlung und die Beschreibungen kennen kein Tabu und stecken voller dunklem Humor. Der Schreibstil ist sehr flüssig, gleichzeitig aber sehr düster und melancholisch, teilweise fast schon poetisch. Vor allem die Passagen aus der Sicht von Evie waren für mich etwas ganz Besonderes, da sie eine ganz eigene Denkweise hat. Robotham gibt fesselnde und zum Teil verstörende Einblicke in die Psyche von Mördern und Sexualstraftätern. „Schweige Still“ hat mich oft schockiert und konnte mich mit dem traurigen Schicksal und der furchtbaren Vergangenheit der beiden Protagonisten total berühren. Trotz aller Tragik und Schaurigkeit der Geschichte ist aber auch der Humor nicht zu kurz gekommen. Viele Formulierungen haben mich zum Schmunzeln gebracht. Dieser trockene, sarkastische und fiese Humor ist wirklich genau mein Ding. In „Schweige Still“ geht es unter anderem ums Lügen. Protagonistin Evie hat die Gabe, zu erkennen, wenn jemand lügt. Ein wirklich spannender Aspekt, der äußerst stimmig beschrieben wurde. Vor allem ihre Gedanken beim Entlarven einer Lüge haben mir besonders gut gefallen. Allerdings hat Evie diese Gabe in der Geschichte kaum benutzt. Für mein Empfinden hätte man das Potenzial dieses Aspekts viel besser ausschöpfen können. Vor allem im Bezug auf den Mordfall. Vielleicht wird dies in den Folgebänden noch stärker eingebunden? Und hier sollte Evie mit ihrer Gabe erst einmal als Charakter eingeführt werden? Leider hat sich die Geschichte teilweise schon etwas gezogen und auch die Lösung des Mordfalls rückte lange nicht näher. Ich habe auch nicht wirklich verstehen können, warum die Polizei so unambitioniert war und nicht alles dafür getan hat, die Tatnacht vollständig zu rekonstruieren. Auch das Umfeld des Mordopfers hat wenig bis gar nichts zur Lösung des Falls beigetragen. Manchmal hatte die Heimlichtuerei einen schlüssigen Grund, aber an anderen Stellen hatte ich einfach nur Unverständnis dafür, warum manche Leute nicht erzählen, was sie wissen. Es ist schließlich eine junge Frau ums Leben gekommen! Das hat mich leider etwas genervt, weil ich es einfach nicht verstehen konnte. Zu oft wurden dubiose Andeutungen einfach so stehen gelassen ohne nachzuhaken. Nach Beenden des Buches war ich sehr verwirrt, denn für mich war die Handlung nicht komplett abgeschlossen. Der Mordfall ist zwar aufgeklärt, aber es gibt noch so viele offene Fragen bezüglich der Vergangenheit der Hauptcharaktere, vor allem von Evie. Ich hoffe sehr, dass diese Aspekte in Band 2 wieder aufgegriffen werden, denn Evies Vergangenheit ist so rätselhaft und spannend. Alleine darüber könnte man noch ein ganzes Buch schreiben! Trotz meiner Kritikpunkte hat mir „Schweige Still“ wirklich gut gefallen. (Auch wenn ich den deutschen Titel recht nichtssagend finde, der Englische gefällt mir mit „Good Girl, Bad Girl“ deutlich besser. Dieser Titel hat nämlich einen direkten Bezug zur Geschichte.) Vor allem die düstere Stimmung des Buches konnte mich überzeugen sowie die vielen Tabubrüche. Ich gebe dem Buch eine Wertung von 4/5, weil ich davon ausgehe und hoffe, dass die offenen Fragen in späteren Bänden wieder aufgegriffen werden. Diese werde ich auf jeden Fall auch lesen, weil die Protagonisten etwas Besonderes sind und ich sie gerne weiterhin lesend begleiten möchte.

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„Schweige still“ von Michael Robotham ist der erste Teil der Cyrus Haven Serie und ich freu mich jetzt schon auf den 2. Teil! Evie Cormac wird vor 6 Jahren verwahrlost und unterernährt in einer geheimen Kammer gefunden. Da sie minderjährig und ohne „Vergangenheit“ ist, wird sie in Langford Hall untergebracht und bringt dort sämtliche SozialarbeiterInnen, PsychologInnen mit ihrer hochintelligenten und aufmüpfigen Art zum Verzweifeln. Als Cyrus Haven, hinzugezogen wird um zu Evie durchzudringen, ist dieser von ihrem Charakter fasziniert. Gleichzeitig wird ein junges Mädchen tot gefunden und Cyrus hilft bei den Ermittlungen. Ich habe den Thriller verschlungen. Michael Robotham hat einen Pageturner geschrieben, der nicht durch Cliffhanger, sondern durch die Charaktere, durch Evie (!) besticht. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ob Evie im 2. Teil auch vorkommt? Ich hoffe es! Außerdem könnte ich mir den Thriller verfilmt sehr gut vorstellen. Als hätte er eine Drehbuchvorlage geschrieben.. . 🎥

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Neue Serie!

Von: Igela

24.01.2020

Evie Cormac sitzt in der geschlossenen Einrichtung für minderjährige Straftäter Langford Hall, als Psychologe Cyrius Haven zu einer Therapiesitzung gebeten wird. Evie, deren Namen, genaues Alter und Herkunft ungewiss sind, wurde als Elfjährige neben einer übel zugerichteten Leiche gefunden. Tagelang hat sie neben dem Toten ausgeharrt und ist nun, sechs Jahre später, noch immer schwer traumatisiert. Cyrius ist der Einzige, der zu Evie eine Verbindung findet, denn er hat als Kind ähnliches, wie das junge Mädchen, durch gemacht. Als die 15jährige Eiskunstläuferin Jodie Sheehan tot aufgefunden wird, wird Cyrius auch da als Berater zugezogen. Dies ist also der erste Streich, rund um die neue Serie, um den Psychologen Cyrius Haven. Hier hat er es gleich mit zwei, äusserst an die Nerven gehenden, Fällen zu tun. Und in beiden stehen junge Mädchen im Mittelpunkt. Lange Zeit laufen die Fälle, deren Verbindung nur die Arbeit von Cyrius Haven ist, nebeneinander her. Und machen dadurch diesen Thriller temporeich und spannend. Denn man fragt sich sehr schnell, ob da eine Verbindung besteht. Leider wird diese Verbindung von einer Zufallsbekanntschaft geprägt. Etwas, das ich leicht unbefriedigend fand. Ich bin ein grosser Fan von Michael Robotham geworden. Bisher hat er mich mit seinen Thrillern noch nie enttäuscht, und dementsprechend war ich gespannt auf den Auftakt in eine neue Reihe. Und auch dieses Buch hat mir gefallen. Was mich hier überzeugt hat, neben dem einzigartigen Plot, sind die sehr guten Recherchen, die man als Leser spürt. Die psychologische Arbeit von Cyrius Haven oder das Trauma von Evie Cormac, sind überzeugend und stilsicher eingewoben. Gleichzeitig wird der Plot dadurch erfrischend. Denn anders als in anderen Thrillern mit Ermittlungsarbeit, ist hier nicht ein klassischer Ermittler an der Arbeit. Sondern ein Psychologe ... was man schon an den Befragungen merkt. Und erst recht in den Schlüssen, die aus der Ermittlungsarbeit gezogen werden. Evie ist ein " Truth Wizard "… den Ausdruck musste ich, ehrlich gesagt, nachsehen. Denn davon habe ich noch nie gehört. Evie kann in der Mimik ihres Gegenübers Lügen, Stimmungen und Befinden " lesen ". Meiner Meinung nach, hätte das noch stärker in die Geschichte eingewoben werden dürfen. So ging es nämlich, mit wenigen Ausnahmen, etwas verloren in dieser komplexen Story. So oder so : hochinteressantes Thema, das mir neu war. Die mehr als überzeugende Charakterisierung machen die Geschichte überzeugend. Evie ist hochintelligent und clever, frei von Angst und, typisch Missbrauchsopfer, teilt sie aus, schlägt zurück. Verbal und physisch! Cyrius Haven ist als Psychologe auf dem neusten Stand psychischer Krankheiten oder Trauma bedingten Reaktionen. Und mit einem Helfer Gen ausgestattet, bei dem ich mich frage, ob dies angeboren, oder einfach der eigenen traumatischen Vergangenheit geschuldet ist? Die spritzigen Dialoge zwischen Evie und Cyrius, in denen sie sich nichts schenken, habe ich mit Vergnügen gelesen. Sehr dicht und atmosphärisch wurde Langford Hall, die Einrichtung für minderjährige Straftäter, beschrieben. Da lief es mir schon ab und zu kalt über den Rücken. Mich konnte Michael Robotham mit dem Auftakt in eine neue Serie fesseln. Gespannt warte ich auf einen neuen Band!

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