Leserstimmen zu
Die unbewohnbare Erde

David Wallace-Wells

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Erschreckend und aufrüttelnd

Von: lovelytesting

09.10.2019

Die unbewohnbare Erde - Leben nach der Erderwärmung Auf Seite 160 schreibt der Autor: "Wenn Sie es bis hierher geschafft haben, sind Sie ein tapferer Leser. Jedes dieser zwölf Kapitel enthält für sich genommen genügend Schreckensvisionen, um selbst beim optimistischsten Menschen eine Panikattacke auszulösen". Ich habe innerhalb der letzten 12 Monate schon ähnliche Bücher dieses Genres gelesen und erinnere mich, dass mich das erste Buch am meisten beeindruckt hat. Wahrscheinlich stumpft man ab. Aber auch dieses Buch rüttelt, vor allem jene, die sich bisher nicht so sehr für die Wetterveränderungen interessiert haben, wach. Wer einen eigenen Garten und viele Pflanzen hat, wird seit ein paar Jahren unweigerlich festgestellt haben, dass da mit dem Wetter etwas nicht stimmt. Wenn ich mich beklage, heißt es immer "es ist doch Sommer, Trockenheit oder viel Regen und Sturm hat es doch immer schon gegeben.....", aber alle diese Menschen, die das äußern, haben selbst keinen Garten und keine Verantwortung für Pflanzen. Ich hoffe, dass dieses Buch von David Wallace-Wells genau diese Ignoranten erreicht, um sie zu einem Umdenken zu bewegen. Viele Wissenschaftler sagten schon, es sei nicht 5 vor 12, sondern es ist 12. Ähnlich drückt es dieser Autor aus und ja, er beunruhigt damit enorm. Das Buch ist nicht unbedingt zum Nachmittagskaffee zu lesen. Tatsächlich musste ich jeweils nach höchstens 40 Seiten eine eintägige Pause machen, um das Gelesene zu verkraften. Der Autor brauchte mich nicht zu bekehren; wer wenigstens die Tageszeitung liest und sich ab und zu mal einen entsprechenden Bericht im Fernsehen ansieht, ist vorgewarnt. David Wallace-Wells macht auch ein bisschen Mut, nicht aufzugeben und sät Hoffnung, Einiges noch zum Guten zu bewenden. Trotz allem, ganz will mein Verstand diese Schreckensszenarien nicht wahrhaben. Was ich ganz stark hoffe, dass endlich die Politik richtig wach wird und dementsprechend handelt. Heute las ich, dass die Regierung schon wieder zurück gerudert ist, was die Klimaziele angeht. Wenn doch nur einer von denen auf die Wissenschaftler hören würde. Mein Bruder sucht in diesen Tagen eine Wohnung an der Nordseeküste. Er liebäugelt mit einer direkt im Hafenviertel. Ich habe mit all meinen Künsten versucht, ihm das auszureden. Ohne Erfolg. Vielleicht muss man der Hoffnung wirklich mehr Chancen geben. Das Buch sollte, wie viele andere allerdings auch, zur Pflichtlektüre werden.

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Ein anspruchsvoller und effektiver Weckruf

Von: Selection Books

24.09.2019

Das Thema Klimaschutz ist mittlerweile in aller Munde und beschäftigt immer mehr Menschen. Doch kennen wir wirklich alle Fakten, oder kommt vieles gar nicht bei uns an? Mit "Die unbewohnbare Erde - Leben nach der Erderwärmung" hat der Journalist David Wallace-Wells wissenschaftliche Erkenntnisse in Buchform gebracht, die wirklich jeden wachrütteln sollten. Interessant ist vor allem die Tatsache, dass David Wallace-Wells sich nicht als Umweltaktivist sieht. Er ist Kolumnist und stellvertretender Chefredakteur beim „New York Magazine“, wo er immer wieder Beiträge zum Thema Klimawandel verfasst. "Die unbewohnbare Erde - Leben nach der Erderwärmung" basiert auf vielen wissenschaftlichen Fakten und fordert daher viel Aufmerksamkeit vom Leser. Es handelt sich um eine Aneinanderreihung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und bereits geschehenen Katastrophen, zu denen der Autor teilweise seine Gedanken äußert. In seinem Buch stellt David Wallace-Wells sowohl Best-Case Szenarien, als auch Worst-Case Szenarien vor. "Die Vorhersagen der Vereinten Nationen sind noch erschreckender. 200 Millionen Klimaflüchtige bis 2050. Das entspricht der gesamten Weltbevölkerung in der Blütezeit des römischen Reiches, falls man sich vorstellen kann, dass jeder Mensch, der damals irgendwo auf der Erde lebte, sein Zuhause verlor und sich auf den Weg durch unwirtliche Gegenden machte, um ein neues zu finden." Zitat aus "Die unbewohnbare Erde - Leben nach der Erderwärmung" von David Wallace-Wells, Seite 17 Vieles war mir tatsächlich bisher nicht bekannt. Macht mir dieses Buch Angst - definitiv! Diverse Zukunftsszenarien sind wahnsinnig erschreckend, zumal diese voraussichtlich noch in meiner Lebensspanne liegen werden. Sollte man in Panik verfallen? - nein, denn noch ist es nicht zu spät. Nach dem Lesen dieses Buches lebe ich bewusster und versuche einen kleinen Teil zu einer besseren Welt beizutragen. Denn jeder von uns kann etwas tun, es ist nur nicht komfortabel und man ist ja im Laufe des Lebens bequem geworden. Doch das Wissen, was da alles auf uns zukommen kann, ist (zumindest für mich persönlich) Motivation genug. Was mir persönlich gefehlt hat, war ein kleiner Leitfaden oder eine To-do Liste für den normalen Alltag. Eine Übersicht über alle Punkte, die jeder einzelne von uns im Alltag ändern könnte, wäre klasse gewesen und hätte das trockene Fachwissen etwas aufgelockert. David Wallace-Wells geht auf viele unterschiedliche Faktoren ein, die das Klima beeinflussen. Genauso intensiv werden die Folgen der Erderwärmung dargestellt. Umweltkatastrophen, Krankheiten, Wassermangel und Nahrungknappheit sind nur ein paar Folgen, die besprochen werden. Besonders interessant fand ich den Abschnitt über das Massensterben der Saiga-Antilope im Jahr 2015. Über 200.000 tote Tiere in nur drei Wochen - und die Ursache war ein eigentlich harmloses Bakterium, das die meisten Saiga-Antilopen in sich tragen. Doch wie konnte ein harmloses Bakterium so plötzlich zur tödlichen Gefahr werden? Auslöser für das Massensterben war eine Veränderung des Klimas mit überdurchschnittlich hohen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit. Unter diesen Umweltbedingungen konnten sich die Bakterien in der Blutbahn unkontrolliert vermehren und führten zu einem tödlichen toxischen Schock. 60% der gesamten Antilopen-Population starb innerhalb kürzester Zeit an innere Blutungen und Organversagen. Was genau bedeutet das für den in der Zukunft lebenden Menschen? Diese Frage kann niemand beantworten, doch eines ist klar: es gibt jede Menge Faktoren, deren Entwicklung und Auswirkungen auf den Menschen nicht absehbar sind. "Die unbewohnbare Erde - Leben nach der Erderwärmung" ist ein Buch, das wachrüttelt und dem Leser viele Best-Case und Worst-Case Szenarien präsentiert. Besonders interessant sind die vielen Fakten, die der Öffentlichkeit im allgemeinen nicht bewusst sind. Der Journalist David Wallace-Wells hat ein anspruchsvolles Buch geschaffen, dass dadurch leider nicht alle Leser erreichen wird, aber absolut lesenswert ist.

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Sehr spannend erläuterte Erörterung über das aktuell interessanteste Thema, das viele interessiert. Viele Jugendliche kämpfen um diese Erde. Ein Muss, dieses Buch zu lesen, aber wirklich zu lesen!

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Absolut empfehlenswert

Von: kytessa70

19.09.2019

Das Ziel des Autors, den Leser auf den Klimawandel und die Erderwärmung hinzuweisen, wurde in jedem Fall erreicht. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, obwohl die Fakten oft sehr erschreckend sind und viel Stoff zum Grübeln geben. Aufrüttelnd dargeboten, brennen sich manche Zahlen ein. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und sehr gut verständlich. Trotzdem beruhen die Fakten auf wissenschaftlichen Studien und sind für Interessierte recherchierbar. Besonders gut hat mir die Unterteilung der Kapitel in einzelne Themen gefallen. So kann sich jeder heraussuchen, mit welchen Schwerpunkten er sich beim Lesen zuerst beschäftigen will. Ich empfehle das Buch jedem, den die Thematik auch nur ansatzweise interessiert.

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Das Thema Klimaerwärmung begegnet uns jeden Tag und ist in aller Munde. Das Buch von David Wallace-Wells veranschaulicht die Problematik aus allen Perspektiven: Er beginnt zusammenfassend die Probleme zu benennen und nimmt sich selbst nicht raus aus der ganzen Misere. Er beschreibt ehrlich, wie man sich anfangs nicht angesprochen fühlt und dann immer mehr anfängt, über sein eigenens Handeln nachzudenken. Wenn er anfängt von all den Naturphänomenen zu berichten, welche sich in den letzten Jahren ereignet haben, wird einem dann auch Angst und Bange ... So zusammengefasst betrachtet man es ja selten. In seinen einzelnen Kapiteln geht er dann auf Hunger, Hitze, Seuchen, Brände uvm ein. Das Buch wirkt gut recherchiert und zusammengefasst. Es liest sich alleine gut, ist aber zum gemeinsamen Lesen nicht geeignet, da die Sätze des Autors manchmal so lang sind, dass man beim Vorlesen selbst schon wieder den Anfang vergessen hat. Alles in allem ein Buch dieser Zeit und eine gute Zusammenfassung. Es sollte vielleicht viel mehr auf diesem Wege publiziert und dargestellt werden, um die eigentliche Tragweite des großen Ganzen begreifbarer zu machen.

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Interessant aber schwierig zu lesen

Von: Steffi Ro

09.09.2019

Interessantes Thema, das von vielen verschiedenen Standpunkten betrachtet wird. Allerdings ist es schwierig zu lesen, da viele Zahlen, Jahreszahlen und weitere Fakten genannt werden.

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„Niemand solltest sich der Hoffnung hingeben, den Klimawandel einfach rückgängig zu machen. Das geht nicht. Er wird uns davonlaufen.“ So schreibt David Wallace-Wells schon auf den ersten Seiten (vgl S.24 / Z.13-15) seines Buches und genau diese Tatsache sticht dem Leser auf nahezu jeder Seite erneut ins Auge. Es ist ein Tatsachenbericht, eine nüchterne Betrachtung der aktuell bekannten Fakten und Forschungsergebnisse. Verschiedene Szenarien, wie die Erde in wenigen Jahrzehnten aussehen könnte, finden hier ihren Platz. Dadurch taugt dieses Buch natürlich weniger als leichte Abendlektüre, was das Lesen jedoch in keinem Fall weniger lohnenswert macht, denn genau durch diese Schwere und Ernsthaftigkeit regt es zum eigenen Reflektieren und hoffentlich auch zum Umdenken an. Besonders gefallen hat mir der Schreibstil des Autors: Er behandelt das Thema auf eine angenehme und nicht übergriffige Art und Weise, sodass dem Leser keine Meinung aufgezwungen wird. Auch der Aufbau kommt einem entgegen: Man muss das Buch nicht zwingend chronologisch durchlesen, weil der Mittelteil des Buches in einzelnen Kapiteln die verschiedensten Folgen der Erderwärmung behandelt: angefangen bei verpesteter Luft bis hin zum Wirtschaftskollaps. Alles in allem also ein rundum zu empfehlendes Buch, um für eine ausführliche Klimawandeldebatte besser gewappnet zu sein!

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Ein unfassbar gut recherchiertes, hoch informatives, sehr gut lesbares Buch. Der Autor David Wallace-Wells beschreibt und analysiert nicht nur einzelne Folgen des Klimawandels, sondern setzt die vielfältigen, katastrophalen Auswirkungen auch in Zusammenhang miteinander. So wird deutlich, dass die Problematik des Klimawandels so viel mehr als nur eine Häufung von Hitzewellen, Unwettern, einem steigenden Meeresspiegel und abstrakte Bedrohung fremder Länder darstellt. Stattdessen wird dem Leser durch die Betrachtung des Gesamtbildes bewusst, dass die existentielle Bedrohung durch den Klimawandel die Weltbevölkerung in ihrer Gänze betrifft. Ja, dieses Buch macht Angst – aber das muss es, um unsere Ignoranz (sei aus Absicht oder Selbstschutz) zu durchbrechen! Einerseits führt Wallace-Wells uns auf erschreckende Weise unsere (mögliche) Zukunft deutlich vor Augen, andererseits verliert er auch nicht die Hoffnung darauf und den Mut dafür, was die Menschen noch erreichen / retten könnten. Das Resümee des Buches findet sich für mich in folgendem Auszug (S. 254): "Wenn wir zulassen, dass die Erde sich weiter aufheizt und uns mit aller Kraft bestraft, mit der wir sie gefüttert haben, liegt das daran, dass wir uns dafür entschieden haben – und gemeinsam den Pfad in Richtung Selbstmord beschreiten. Wenn wir das abwenden, liegt es daran, dass wir bewusst einen anderen Weg eingeschlagen haben und fortbestehen." Dem ist aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen.

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