Leserstimmen zu
Die unbewohnbare Erde

David Wallace-Wells

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Interessant aber schwierig zu lesen

Von: Steffi Ro

09.09.2019

Interessantes Thema, das von vielen verschiedenen Standpunkten betrachtet wird. Allerdings ist es schwierig zu lesen, da viele Zahlen, Jahreszahlen und weitere Fakten genannt werden.

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„Niemand solltest sich der Hoffnung hingeben, den Klimawandel einfach rückgängig zu machen. Das geht nicht. Er wird uns davonlaufen.“ So schreibt David Wallace-Wells schon auf den ersten Seiten (vgl S.24 / Z.13-15) seines Buches und genau diese Tatsache sticht dem Leser auf nahezu jeder Seite erneut ins Auge. Es ist ein Tatsachenbericht, eine nüchterne Betrachtung der aktuell bekannten Fakten und Forschungsergebnisse. Verschiedene Szenarien, wie die Erde in wenigen Jahrzehnten aussehen könnte, finden hier ihren Platz. Dadurch taugt dieses Buch natürlich weniger als leichte Abendlektüre, was das Lesen jedoch in keinem Fall weniger lohnenswert macht, denn genau durch diese Schwere und Ernsthaftigkeit regt es zum eigenen Reflektieren und hoffentlich auch zum Umdenken an. Besonders gefallen hat mir der Schreibstil des Autors: Er behandelt das Thema auf eine angenehme und nicht übergriffige Art und Weise, sodass dem Leser keine Meinung aufgezwungen wird. Auch der Aufbau kommt einem entgegen: Man muss das Buch nicht zwingend chronologisch durchlesen, weil der Mittelteil des Buches in einzelnen Kapiteln die verschiedensten Folgen der Erderwärmung behandelt: angefangen bei verpesteter Luft bis hin zum Wirtschaftskollaps. Alles in allem also ein rundum zu empfehlendes Buch, um für eine ausführliche Klimawandeldebatte besser gewappnet zu sein!

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Ein unfassbar gut recherchiertes, hoch informatives, sehr gut lesbares Buch. Der Autor David Wallace-Wells beschreibt und analysiert nicht nur einzelne Folgen des Klimawandels, sondern setzt die vielfältigen, katastrophalen Auswirkungen auch in Zusammenhang miteinander. So wird deutlich, dass die Problematik des Klimawandels so viel mehr als nur eine Häufung von Hitzewellen, Unwettern, einem steigenden Meeresspiegel und abstrakte Bedrohung fremder Länder darstellt. Stattdessen wird dem Leser durch die Betrachtung des Gesamtbildes bewusst, dass die existentielle Bedrohung durch den Klimawandel die Weltbevölkerung in ihrer Gänze betrifft. Ja, dieses Buch macht Angst – aber das muss es, um unsere Ignoranz (sei aus Absicht oder Selbstschutz) zu durchbrechen! Einerseits führt Wallace-Wells uns auf erschreckende Weise unsere (mögliche) Zukunft deutlich vor Augen, andererseits verliert er auch nicht die Hoffnung darauf und den Mut dafür, was die Menschen noch erreichen / retten könnten. Das Resümee des Buches findet sich für mich in folgendem Auszug (S. 254): "Wenn wir zulassen, dass die Erde sich weiter aufheizt und uns mit aller Kraft bestraft, mit der wir sie gefüttert haben, liegt das daran, dass wir uns dafür entschieden haben – und gemeinsam den Pfad in Richtung Selbstmord beschreiten. Wenn wir das abwenden, liegt es daran, dass wir bewusst einen anderen Weg eingeschlagen haben und fortbestehen." Dem ist aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen.

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"Die unbewohnbare Erde" sollte jedem, der den Klimawandel leugnet, als Pflichtlektüre an die Hand gegeben werden. Allerdings werden diese Menschen das Buch nicht lesen. David Wallace-Wells polarisiert mit diesem Werk und sein Versuch, damit ernsthafte Debatten anzuregen, ist meiner Meinung nach mehr als gelungen. Ich finde seinen Schreibstil gut strukturiert und jedem möglichem Schreckensszenario ist ein eigenes gut recherchiertes Kapitel gewidmet. Allerdings empfinde ich einige "Szenarien" sehr überspitzt, was jedoch im Zuge dieses wirklich weltumspannenden Themas nicht schlimm ist. Ich hoffe sehr, dass dieses Buch nicht nur als Fiktion angesehen wird und es viele Menschen zum Umdenken und entsprechendem Handeln bringt.

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In der heutigen Zeit kommt man um das Thema Klimawandel nicht mehr herum. Ich war sehr neugierig auf das Buch. Der Titel klingt ja nicht gerade hoffnungsvoll und auch viele Stellen in dem Buch sind beklemmend. Gut recherchiert erklärt David Wallace-Wells, wie sich die Klimaerwärmung zeigt, manches als Einzelfall (bis jetzt), manches erschreckend oft und mit gewaltiger Stärke. Das Buch lässt mich als Leser zurück mit dem Anliegen, noch mehr darauf zu achten, was ich tue, was ich einkaufe, esse und wie ich meine Freizeit gestalte. Und es lässt auch einen Hoffnungsschimmer da, der Mut macht, weiter etwas für uns und unsere Kinder und Enkelkinder zu tun, damit sie ein Leben auf einer bewohnbaren Erde leben können.

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Aufrüttelnd

Von: Anna

08.09.2019

David Wallace-Wells beschreibt in diesem Buch die weltweit jetzt schon spürbaren Folgen der Klimaerwärmung. Er geht auf Klimaereignisse ein, die bereits eingetreten sind und beschreibt Folgen und wo sie auf der Welt auftreten würden. Einerseits ist das Buch erschreckend, aber es macht auch Hoffnung und Mut, etwas zu tun, um unsere Erde zu retten.

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Das Sachbuch „Die unbewohnbare Erde“ von David Wallace-Wells handelt von den Auswirkungen des Klimawandels auf unseren Planeten. Der Autor schafft es, die Folgen der Erderwärmung sowohl sachlich fundiert als auch fesselnd darzustellen. Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass Wallace-Wells zunächst viele Studienergebnisse von den unterschiedlichsten Klimaforschern zitiert und Referenzen angibt. Trotz der recht plakativen Wiedergabe der Fülle an Informationen ist das Buch verständlich und angenehm lesbar. Seine eigene Meinung ist in diesem ersten Bereich nicht präsent, dies ist bemerkenswert, da ich mir als Leser zunächst eine eigene fundierte Meinung bilden konnte, ohne durch die subjektive Meinung des Autoren beeinflusst zu werden. Das Buch beinhaltet ein eher pessimistisches Zukunftsbild, die Prognosen sind zutiefst erschreckend und schockierend und gleichen eher den Szenarien eines dystopischen Romanes! Einige Male musste ich das Buch weglegen. Unglücklicherweise könnte diese Zukunft bald eintreten und so schürt das Sachbuch völlig berechtigt Angst. Der Autor möchte uns „wachrütteln“ und uns über den Ernst der Lage informieren. So fordert das Buch jeden Leser zum Engagement auf. Doch trotzdem lässt David Wallace-Wells noch Raum für Hoffnung, denn er schildert, wie die Erderwärmung durch ein Umdenken zwar nicht mehr völlig abgewendet werden kann, aber doch noch abgefedert werden könnte. Besonders bedeutungsschwer ist die Tatsache, dass das Buch klimaneutral produziert wurde, das legitimiert meines Erachtens auch den etwas höheren Preis. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass jeder dieses Buch gelesen haben sollte, um die Dringlichkeit des Themas zu begreifen.

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David Wallace-Wells beschreibt in seinem Buch die jetzige und möglicherweise daraus folgende Situation für diesen, unseren Planeten Erde, wenn die Erderwärmung fortschreitet. Wie die Menschen mit offenen Augen ihre eigene Auslöschung verursachen könnten, wenn nicht endlich Taten folgen. Dies belegt er mit sämtliche bis heute erschienenen Studien und Analysen. Beim ersten Lesen wurde ich erst nicht so warm mit der Schreibweise. Ich hätte mir manchmal gewünscht, er hätte manche ellenlangen Sätze in 2 oder 3 Sätzen unterbringen können. Daher ist es zeitweise etwas schwierig, dran zu bleiben. Aber das hat sich schnell gelegt, da der Inhalt so interessant ist und einen mitnimmt. David Wallace-Wells belässt es aber nicht nur bei der Beschreibung dessen, was alles schief lief, seit der Mensch sich in Natur und Fauna der Erde einmischt. Er listet auch Lösungen für das Dilemma auf. Nicht seine Lösungen, sondern die schon vorhandenen Lösungsvorschläge von Wissenschaftlern. Das alles beschreibt er aber nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern sehr pragmatisch und faktenreich. Auch interessant fand ich, wie er die Situation der Erderwärmung anhand verschiedener Schlagwörter untersuchte: Konsum, Wirtschaft, Technologie, Fortschritt und Ethik. Dieses Buch kann man nicht wie einen Roman lesen. Es unterhält einen nicht und lenkt einen auch nicht ab. Der Inhalt ist nicht einfach und nicht bequem. Beim Lesen musste ich oft Pausen machen, um mir das Gelesene nochmals durch den Kopf gehen zu lassen und darüber nachzudenken. Ich wünsche mir, dass dieses Buch noch viele Leser zum Nachdenken anregt und vielleicht manche Menschen zum Handeln verführt. Also alles in allem: Ein sehr interessantes und topaktuelles Buch, das ich wärmstens weiterempfehlen kann.

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