Leserstimmen zu
Das Haus der Verlassenen

Emily Gunnis

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Mal abgesehen davon, dass dieses Buch wirklich spannend war, hat es mich doch auch sehr bedrückt beim lesen. Vor allem wenn man bedenkt, das die Zustände in früheren Mutter-Kind Heimen und die Misshandlungen der meist jungen Mädchen und Frauen durch das jeweilige Personal, den Schilderungen der Autorin auch im wahren Leben entsprachen, hat mich teilweise doch ziemlich erschüttert. Emily Gunnis hat es gut geschafft, dieses ernste Thema mit ihrer fiktiven Geschichte zu verweben. Erzählt wird die Geschichte auf mehreren Zeitebenen, aus der Sicht von Ivy in der Vergangenheit und aus Sams und teilweise Kittys Sicht in der Gegenwart. Der wirklich angenehme Schreibstil lässt einen nur so durch die Seiten fliegen und die Kapitel haben eine angenehme länge. Ich finde die Autorin hat ihre Protagonisten gut ausgearbeitet und ich habe alle gerne begleitet und vor allem Ivys Geschichte hat mich nicht losgelassen und ich habe mit ihr gelitten. Zwar sind einige Wendungen der Geschichte vorhersehbar, allerdings hat das der Spannung keinen Abbruch getan und hat mich in diesem Fall auch gar nicht gestört. Zur Abwechslung hat mir sogar das Ende der Geschichte gefallen, an dem ich in den meisten Fällen ja was zu meckern habe :) Mehr möchte ich dann auch gar nicht mehr zum Buch verraten, ich kann euch nur empfehlen es selbst zu lesen. Von mir bekommt das Buch 5 von 5 ⭐ und ist somit mein erstes Monats-Highlight

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Dieser Debütroman von Emily Gunis wird über zwei Zeitebenen erzählt. Die alleinerziehende Journalistin Sam findet im Haus ihrer Großmutter, bei der sie momentan lebt, Briefe von einer Frau namens Ivy. Sam fängt an zu recherchieren, wer die Briefe geschrieben hat, wie sie zu ihrer Großmutter gelangt sind und sie wittert eine Story. Ihre Nachforschungen führt sie zu einem Heim St. Margaret's, das in wenigen Tagen abgerissen werden soll. Dabei stößt sie auf schreckliche Geheimnisse. Ivy's Briefe führen uns in die Vergangenheit. Ivy wurde, wie wohl bis in die 60er Jahre viele junge Mädchen in Irland und Großbritannien, in ein Mutter-Kind-Heim gebracht. Dort wurden wohl ledige junge Mütter schwerer, körperlicher Arbeit gezwungen. Über die Briefe und über Rückblicke in die Zeit, als Ivy in diesem Heim lebte, erfahren wir Ivys unfassbares Leid. Die Autorin hat wohl sehr gut über diese Heime, die es wirklich gegeben hat, recherchiert, was das Buch sehr spannend macht. Das Buch ist spannend und fesselnd geschrieben, man leidet mit den jungen Frauen. Das Buch könnte man auch als Krimi bezeichnen, da für Sam ihre Recherche immer persönlicher und gefährlicher wird. Allerdings wird es zum Ende hin immer unglaubwürdiger. Als eine bestimmte Person ins Spiel kommt, wirkt die Story doch etwas zu konstruiert.

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Zwischenzeitlich habe ich tatsächlich überlegt, das Buch gar nicht zu Ende zu lesen. Zu sehr hat mich das Schicksal der Protagonistin Ivy und Sam mitgenommen und mein Mama-Herz auf eine harte Probe gestellt. Zum Schluss bin ich heilfroh, dass ich es doch noch bis zum überraschenden Ende gelesen habe. Ein toller Krimi!

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Der Klappentext und das Cover dieses Buches haben mich direkt in seinen Bann gezogen. Ich war Neugierig auf die Geschichte die sich darin verbirgt und wurde nicht enttäuscht. Dies ist ein Buch das man kaum aus der Hand legen kann, und muss man es doch, es kaum erwarten kann weiter zu lesen. Samantha lebt mit ihrer Tochter getrennt von ihrem Ehemann bei der Großmutter. Eines Tages findet sie ein paar sehr alte Briefe, die Briefe eines jungen verzweifelten Mädchens das in anderen Umständen ist und auf die Hilfe ihres Geliebten hofft. In den 50er Jahren gab es Einrichtungen für solche Frauen die von grausamen Nonnen geführt wurden. Dort mussten die jungen Frauen bis zum Tag ihrer Entbindung schwer schuften um die Kosten für ihren Aufenthalt selbst abzuarbeiten. Dies dauerte meist sogar mehrere Jahre. Ivy´s Onkel der nach dem Tod des Vaters die Mutter geheiratet hat führt ein hartes Regime und schickt Ivy nach St. Margrets das Heim für ledige Mütter. Samantha begibt sich auf Spurensuche nach der Verfasserin dieser Briefe die so viel Leid ertragen musste. Was ist mit Ivy geschehen ? Die sogar ihre Tochter zur Adoption freigeben musste, und immer noch hoffte ihr Liebster würde sie aus dieser Hölle retten? Doch dies ist nicht nur die Geschichte von einem Mädchen das in Schwierigkeiten geriet, sondern auch noch viele andere Menschen betrifft und am Ende sogar zu ihrer eigenen Geschichte wird. Eine Geschichte die fesselt und erst zum Schluss erahnen lässt wie sich die Ereignisse zusammenfügen kurz bevor die Story aufgelöst wird. So muss ein gutes Buch sein. Auch wenn diese Geschichte fiktiv ist, so steht sie doch für viele Frauen und Kinder denen es in diesen Jahrzehnten wirklich so ergangen ist, und heute noch unter den Folgen leiden müssen.

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Mit "Das Haus der Verlassenen" gelingt Emily Gunnis ein gefühlvoller Roman über grausame Zustände, die noch Generationen später eine Rolle spielen. Welche Auswirkungen Erlebnisse in der Kindheit auf das spätere Leben haben können, fasziniert mich schon immer. In dieser Geschichte wird gleich von mehreren beeinflussten Leben berichtet. Die Autorin springt nachvollziehbar durch die Zeiten und Perspektiven hindurch. Der Leser fühlt sich jeder Zeit voll integriert in die Geschichte. Besonders wie die Briefe und Tagebucheinträge als zusätzliches Stilmittel eingebaut wurden, hat mir sehr gut gefallen. Die riesige Spanne der lebenden Generationen hat mich immer wieder ins Grübeln und nachrechnen gebracht. Egal wie sehr ich diese Vielzahl an Figuren mehrerer Generationen liebe, umso verwirrender kann die richtige zeitliche Einordnung für den Leser sein. Hier wäre ein kleiner Stammbaum, der sich zwischendurch immer weiter füllt und verändert ein schönes Extra gewesen. Lediglich eine Stelle hat mich mehr als verwirrt, den scheinbar dazugehörigen Brief wie es heißt habe ich wohl übersehen. Darüber hinaus wurde für mich zu kurz die Erkenntnis über die entscheidende Verbindung behandelt. Da das in diesem Fall durchaus ein wichtiger Verknüpfungspunkt ist und den große Aha!-Moment einläutet, empfand ich das leider als zu wenig beachtet. Ansonsten empfand ich das Werk als sehr lesenswert & wichtig. Allein die Vorstellung solcher Abläufe in Mutter-Kind-Heimen ist schrecklich, dass sie keine Fiktion sind umso grauenvoller.

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INHALT: Sussex, 1956. Als die junge Ivy Jenkins schwanger wird, schickt ihr liebloser Stiefvater sie fort – ins St. Margaret's Heim für ledige Mütter. Sie wird den düsteren, berüchtigten Klosterbau nie mehr verlassen ... Sechzig Jahre später stößt die Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Großeltern auf einen flehentlichen Brief Ivys. Er ist an den Vater ihres Kindes adressiert – aber wie ist er in den Besitz von Sams Großvater gelangt? Sam beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret's zu recherchieren. Dabei stößt sie auf finstere Geheimnisse, die eine blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen. Und die tief verstrickt sind mit ihrer eigenen Familiengeschichte. MEINUNG: Bereits in Zeit der Schwalben von Nikola Scott ist mir das dunkle Kapitel in der britischen Geschichte um die Heime für ledige Mütter begegnet. Das Haus der Verlassenen geht noch viel weiter und tiefer in die Geschehnisse der damaligen Zeit. Das Buch spielt auf mehreren Zeitebenen, die nicht immer ganz zeitlich stringent aufgebaut, sondern eher inhaltlich aufeinander aufbauen. Findet z.B. eine Person in der Gegenwart etwas heraus, so folgt dann das Kapitel aus der Vergangenheit dazu und erzählt die Geschehnisse so aus erster Hand. Wir begleiten vor allem Ivy durch ihre viele Briefe, die sie an den Vater ihres ungeborenen Kindes schreibt. Dann ist da noch Samantha, eine junge Journalistin, deren Großmutter die Briefe von Ivy aus dem angeblichen Nachlass des Großvaters besitzt. Außerdem gibt es da noch Kitty, in der Gegenwart eine bekannte Fernsehmoderatorin und in der Vergangenheit ein junges Mädchen. Mir fiel es zunächst nicht so leicht richtig durchzusehen zwischen den ganzen Namen. Das ist eine Angewohnheit aus dem vielen Thriller lesen. Ich suche immer sofort die ganzen Zusammenhänge. Hier muss man aber der Geschichte etwas Zeit geben. Ich war dennoch lange verwirrt, wie die Frauen alle miteinander, vor allem in der Vergangenheit, zusammenhängen. Was in diesen Heimen passiert ist, ist unfassbar, unfassbar grausam und das alles durchgeführt von gottesfürchtigen Frauen, die junge, verzweifelte Frauen und vor allem unschuldigen Babys und Kinder physisch und psychisch zum Teil zu Tode bringen, ohne ein Funken Mitleid zu haben. Aus heutiger Sicht ist das unvorstellbar und auch damals gab es zum Teil schon Mittel und Wege jungen Müttern anders zu helfen, aber natürlich hatten sie keine Kenntnis davon. Die Autorin schildert alles, was dort passiert ist, beruhend auf wahren Begebenheiten, mit einer solcher Heftigkeit, dass ich das Buch immer mal wieder weglegen musste. Die Hoffnungs- und Ausweglosigkeit tropfte auch durch jede Seite und machte mir das Lesen und Mögen manchmal schwer, auch wenn es eben genauso geschehen ist. Frauen in der damaligen Zeit hatten einfach keine Möglichkeit ein selbstbestimmtes Leben zu führen. FAZIT: Für Das Haus der Verlassenen muss man wirklich starke Nerven haben und einiges abkönnen, denn die Autorin erzählt die Grausamkeiten in dem Heim für ledige Mütter in aller Deutlich- und Hoffnungslosigkeit. Es ist eine wichtige Geschichte, denn diese Dinge müssen erzählt werden, aber ich diese Grausamkeiten an den jungen Frauen nicht gerne gelesen. Allein dadurch trägt sich die Geschichte auch nicht so richtig. Die fiktive Handlung war für mich noch ausbaubar. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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Wenn ich das Buch so Revue passieren lasse, dann ist das Buch nicht perfekt, hat seine Längen und ist mehr als ausführlich geschrieben, aber so berührend, dass man jede einzelne Kind schützen möchte. Vorhersehbar, aber das ist ok. Im Grunde endlich ein Buch, dass mich seit langer Zeit fesseln konnte. Nur die Wechsel hätten nicht sein müssen.

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Ein geniales und emotionales Buch.

Von: Mehtap Kartal

04.08.2019

„Das Haus der Verlassenen“ erzählt eine Geschichte, die einem wirklich sehr nahe geht. Die Story ist spannend, grausam, emotional und beruht auf echten Tatsachen, nur dass der Ort St. Margeret´s ein fiktiver Ort ist. Eines Tages liest Sam einen Brief, welcher bei den Unterlagen ihres Großvater gefunden wird. Eine junge schwangere Frau namens Ivy Jenkins schrieb im Jahr 1959 ihrem Geliebten, dass sie nach St.Margeret´s geschickt wurde, was ein Heim für ledige Mütter ist. Sie hat Angst und möchte auf keinen Fall dort bleiben, aber ihr Stiefvater zwingt sie dazu. Sie erzählt in dem Brief wie sie empfangen wurde und was alles passiert. Mir tat es echt leid, als ich ihre Worte las. Kommen wir zurück zu Sam in der Gegenwart. Sie ist eine alleinerziehende Mutter und lebt mit ihrer Tochter bei ihrer Großmutter Nana. Beruflich arbeitet sie als Journalistin und sie hat sehr viel zu tun. Ihr Ex ist leider keine große Hilfe, wenn sie sich sehen entsteht schnell ein Streit, wo Sam zusätzlich anhören muss was für eine schlechte Mutter sie sei. Dennoch möchte Sam mehr über St.Margeret´s recherchieren, erst recht nachdem sie nach diesem Ort gegoogelt hat. Sie möchte alles herausfinden und das veröffentlichen. Somit erhofft sie sich als Journalistin berühmter zu werden. Für Sam es wird nicht so einfach auf Informationen zuzugreifen und was sie am Ende alles herausfindet geht bis zur Gegenwart. Am Ende kommt ein großes Finale. Die Autorin hat über dieses Thema viel recherchiert, das merkt man beim Lesen. Sie beschreibt die Welt der beiden Frauen mit viel Sorgfalt und Genauigkeit das alles realistisch wird. Man taucht schnell in das Leben der Protagonistinnen ein. Sie schildert das Leben, der schwangeren Frauen in den Heimen, durch die Briefe von Ivy sehr authentisch. Die Idee, über die Briefe etwas zu erzählen finde ich sehr gut. So war das für mich mehr emotionaler als einfach etwas zu lesen und es war als wäre Ivy echt gewesen. Man leidet mit ihr mit und denkt wie konnten Menschen in Gottesnamen so etwas schreckliches machen. Im Grunde gab es viele Frauen und junge Mädchen, die dasselbe Schicksal hatten. Es gab früher solche Heime, wo die schwangeren Frauen und Mädchen von ihrer Familie ausgestoßen wurden. Durch Sam erleben wir die Situation der heutigen Problem der alleinerziehenden Frauen. Nach vielen Jahren wird es den Frauen immer noch nicht leichter gemacht. Wir bekommen mit, wie Sam froh ist, dass sie dennoch in dem jetzigen Zeitalter lebt und nicht in Ivys. Der Schreibstill ist leicht und sehr verständlich. Wie die Spannung aufgebaut, wurde hat mir auch sehr gut gefallen. Ich finde Emily Gunnis hat ein ganz geniales Buch geschrieben. Ich liebe dieses Buch und es wird zu meinen Jahres Highlights gehören. Wer auf Bücher mit Drama, Krimi, gesellschaftliche Geschichte und Thema Frauen steht wird das Buch lieben.

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