Leserstimmen zu
Das Haus der Verlassenen

Emily Gunnis

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Buchhandlung Zweigart

Von: Hildegart Zweigart aus Beeskow

14.12.2018

Das Buch hatte ich innerhalb von 3 Tagen ausgelesen, ich konnte nicht mehr aufhören. Man kann dankbar sein als Frau, nicht in dieser Zeit gelebt zu haben. Heute dürfen wir selbst bestimmen über uns und unseren Körper. Dass man so grausam als Kirchenleute sein konnte, das kann ich einfach nicht verstehen, das hätte ihr Gott mit ihnen auch nicht gewollt. Unfassbar.

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Buchhandlung Berger

Von: Katrin Berger aus Forst

14.12.2018

Ich fand das Buch stellenweise etwas verwirrend und hatte Schwierigkeiten, die Personen zuzuordnen. Ganz gut fand ich die Idee des Rachefeldzuges. Das gab dem nicht allzu neuen Thema eine unerwartete Wendung.

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Bergkristall

Von: Martin Fieber aus Bad Salzuflen

14.12.2018

Ein wundervoller Roman zum Eintauchen. Eine warme und bildhafte Sprache vermengt mit einer interessanten Geschichte. Eine absolute Empfehlung.

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Athesia Buch GmbH

Von: Barbara Pernter aus Bozen/Bolzano

14.12.2018

Beim Lesen dieser Geschichte sind meine Gefühle gewechselt zwischen tiefer Traurigkeit und unbändigem Hass. Traurigkeit, weil mir immerzu bewusst war, dass diese Geschichte nicht nur erfunden ist. Und Hass auf diese Personen, die andere Menschen quälen nur weil sie es können und weil sie sich ihnen überlegen fühlen. "Das Haus der Verlassenen" ist ein Buch, das mich zutiefst erschüttert hat, das ich aber auch nicht mehr aus der Hand legen konnte.

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Ein wahrlich gelungenes Debut von Emily Gunnis, einer jungen Autorin aus Brighton! Der spannende Plot ihres Romans ist der Feind eines jedes manikürten Fingernagels, der Spannungsboden ist so scharf gespannt, dass er Diamanten schneiden könnte, und doch gelingt es Gunnis, ihn bis zur letzten Romanseite zu halten. Ihre Figuren sind gut gezeichnet, die erzählten Geschichten für den Leser nachvollziehbar und intelligent miteinander verknüpft, dazu kommen noch die verschiedenen Zeitebenen, von 1956 bis 2017, und die unterschiedlichen Erzählperspektiven. Wer das schon bei seinem Erstling so perfekt beherrscht, auf den werden zurecht von der britischen Kritik Lobeshymnen gesungen, denn das alles zeugt von einer sehr talentierten Erzählerin. Dabei hat sie mit den jahrzehntelangen, systematischen "erzieherischen Maßnahmen", in den von Nonnen (die de Sade als Rollenmodelle so mancher Protagonistin seiner Romane hätten dienen können) geführten Mutter-und-Kind-Heimen, den sogenannten Magdalenenheimen, ja, benannt nach Maria-Magdalena, der katholischen Sünderin schlechthin, kein beliebiges Thema gewählt. Da gäbe es leichteren Stoff, allen voran, weil sie ihn nie nur als Hintergrundbild für "crime & suspense" benutzt, sondern sich der Sensibilität des Themas bewusst ist. Die Grausamkeit hier hat Methode und läßt niemanden kalt. Der Leser kann hier nicht die bequeme Position des bloßen Zuschauers einnehmen, der sich durch gut inszenierten Mord und Totschlag für ein paar Stunden unterhalten läßt, und wenn er das Buch zur Seite legt, ist wieder alles gut. Hier ist nichts mehr gut, denn die Opfer in Gunnnis Geschichte stehen für die unzähligen wahren Opfer der katholischen Moralerziehung, denen in Irland aber auch in Großbritannien genau das Beschriebene angetan wurde. Als Romanautorin versteht sie es gekonnt, auf der gesamten Klaviatur der Gefühle ihrer Leser zu spielen: Sie erzeugt tiefes Mitleiden mit den zahllosen Frauen und Kinder, Entsetzen über die Grausamkeit der Täter und Täterinnen, Erschrecken über die gesellschaftliche Macht der Institution Kirche bis in die Familie hinein und Wut über die Ungerechtigkeit der nicht erfolgten Strafverfolgung.   Bitte mehr davon!

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