Leserstimmen zu
Die Frauen von Salaga

Ayesha Harruna Attah

(22)
(37)
(18)
(4)
(0)
€ 20,00 [D] inkl. MwSt. | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)

wichtige Themen, die zum Nachdenken anregen

Von: Julia aus Lorup

22.06.2019

Rezension zu „Die Frauen von Salaga“ von Ayesha Harruna Attah Dieses Buch war das erste Buch, dass ich gelesen habe, dass in Afrika spielt und von einer afrikanischen Autorin verfasst wurde. Schonmal vorab: Ich kann es nur empfehlen. Zunächst zum Schreibstil: Er ist angenehm und lässt sich flüssig lesen, aber nicht auf diese lockere Liebesroman-Weise, sondern ernster und tiefer. Durch tolle Beschreibungen erhält die Geschichte eine beeindruckende Atmosphäre, sodass man sich als Leser schnell mitten in Afrika wiederfindet. Erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Protagonistinnen, Aminah und Wurche. Dies war zunächst etwas anstrengend, was aber nicht an der Geschichte oder am Stil lag, sondern daran, dass viele Namen von Figuren und Städten logischerweise afrikanisch sind und es mir schwer viel, mir alle zu merken und zu verstehen, wie die Figuren zusammenhängen. Daher wer ein kleines Register am Ende oder zu Beginn des Buches hilfreich gewesen, eventuell auch mit Stammbaum. Im Verlauf des Buches findet man aber gut hinein in die Geschichte um Aminah und Wurche. Die Protagonistinnen sind interessant, vor allem, da sie so verschieden und sich doch wieder ähnlich sind. Dem Klappentext ist schon zu entnehmen, dass Aminah entführt und als Sklavin verkauft wird. Dieser Teil ist erschreckend real erzählt und sorgt dafür, dass man sich als Leser unwohl fühlt. Ihre Gedanken sind gut nachvollziehbar und bei ihren Erlebnissen wird deutlich, wie stark sie eigentlich ist. Genau das hat sie mit Wurche gemeinsam. Wurche stammt aus einer wohlhabenden und einflussreichen Familie. Sie ist rebellisch insofern, als dass sie sich ungern in die Rolle der Ehefrau und Mutter drängen lässt, sondern etwas bewegen will. In der ersten Hälfte des Buches, kennen sich die beiden nicht. Es ist spannend ihre Lebenswege nachzuvollziehen und schnell spürt man, dass es kaum möglich ist dem Patriarchat zu entkommen. Nachdem die beiden sich treffen, verbindet sie ihre Kämpfernatur. Etwas irritiert hat mich der Klappentext laut dem sich beide in denselben Mann verlieben und der den Eindruck vermittelt, dass dies sehr im Zentrum steht. Das ist aber weniger der Fall. Es stimmt zwar, dass beide denselben Mann lieben, doch kommt es deswegen nicht zu solch riesengroßen Konflikten, wie ich aufgrund des Klappentextes erwartet habe. Stattdessen geht es um so viel mehr und das ist auch gut so! Der Roman macht deutlich, wie sehr die beiden Frauen, stellvertretend für viele andere, unter dem Patriarchat leiden. Wie sie eingeschränkt und in ihrer Selbstentfaltung unterdrückt werden. Außerdem ist der Sklavenhandel ein großes Thema. Sehr zu meiner Freude spielte auch die Kolonisation durch die Europäer eine Rolle. Ein Roman, der am Ende des 19. Jahrhunderts in Afrika spielt, hätte ohne diesen Aspekt auch große Lücken. Diese drei Schrecken werden dem Leser deutlich und regen zum Nachdenken darüber an, wie wir mit anderen Kulturen umgehen, welchen Einfluss das Eingreifen haben kann und ob/was man gegen Missstände (insbesondere die Unterdrückung von Frauen und Minderheiten) tun kann/sollte/muss. Insgesamt ein tolles Buch, das mit interessanten Protagonisten und verschiedenen Themen überzeugt.

Lesen Sie weiter

Die Frauen von Salaga

Von: Booklover

20.06.2019

Das Buch hat interessante Themen, ist jedoch verwirrend wegen der vielen Namen, die für den Leser fremd klingen und keinen Überblick beinhalten.

Lesen Sie weiter

Rezension Meine Meinung: Das wunderschön illustrierte Cover und der Klappentext hatten mich sofort begeistert, neugierig gemacht und ich wollte das Buch unbedingt lesen. Die Schilderungen von Frauenschicksalen, die auf dem afrikanischen Kontinent spielen sind relativ selten auf dem europäischen Buchmarkt zu finden. Schon nach den ersten Seiten war ich etwas befremdet vom nüchternen und nicht sehr gefälligem Schreibstil der Autorin, der keine Emotionen beim Leser weckt, allerdings aber Wissbegier und viel Interesse darauf, wie sich diese besondere Geschichte nun weiter entwickeln wird. Es geschehen grässliche Dinge auf dem Weg in die Sklaverei für Aminah. Sie wird psychisch und physisch an den Rand der Verzweiflung getrieben und immer noch liest sich dieses Buch wie ein Tatsachenbericht, was ja auch tatsächlich stimmt. Ich hatte leider oft das Gefühl, dass dieses Buchgeschehen ohne ein leider fehlendes Glossar über Begriffe, Zeit und Orte des damalige Afrika , seine politischen Machtverhältnisse und Gegebenheiten, für Europäer kaum nachzuvollziehen sind. Aus der Lektüre heraus konnte ich jedenfalls den Zeitrahmen zum Beispiel nicht identifizieren. Zum Glück wurde er im Klappentext vermerkt. Viele afrikanische Begriffe und Worte im Roman blieben mir unverständlich und ich konnte nur eigene Vermutungen anstellen. Die Liebesgeschichte der beiden Frauen Aminah und Wurche zu dem gleichen Mann wird auf keinen Fall lebendig erzählt, gewinnt kaum Bedeutung, sondern ist ein fader Nebenstrang des Buches. Die Königstochter Wurche lebt zwar in einem gewissen materiellem Reichtum im Gegensatz zu den Sklaven, muss sich dennoch stark unterordnen, da auch vornehme Frauen in ihren persönlichen Rechten von der männlichen Dominanz im öffentlichen Leben stark beschnitten wurden. Leider begegnen sich beide Frauen erst im letzten Drittel des Buches. Auch das war eine herbe Enttäuschung für mich. Eigentlich ist es ein gutes, wichtiges Buch über das Frauendasein im damaligen Westafrika, aber dieser spezielle, nüchterne Schreibstil der jungen Autorin weckt einfach keine Begeisterung und Leidenschaft bei den Leser*innen. Sehr schade ist das in meinen Augen. Meine Bewertung: DREI *** Sterne für dieses gute Buch, welches mich leider nicht fesseln konnte. Herzlichen Dank an die Autorin und den Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplar !

Lesen Sie weiter

Die Frauen von Salaga

Von: Vanessa Quaas

02.06.2019

Die Buchbeschreibung verspricht nicht zu viel. Dieses Buch ist sehr interessant und in einem angenehmen Stil geschrieben. Die einzelnen Situation sind leicht nachvollziehbar und es ist auch gut, dass in den einzelnen Kapitelüberschriften deutlich gemacht wird aus wessen Sicht das jeweilige Kapitel geschrieben wurde. Jedoch gebe ich nur 4 Sterne, da ich finde, dass die ganzen Gefühle und vor allem die Angst und das Leid im Bezug auf die echten Sklaven von damals nicht richtig zur Geltung kommen. Sozusagen ist dieses Buch eine eher harmlosere Variante der damaligen Sklaverei.

Lesen Sie weiter

Emanzipation und der Traum von einem selbstbestimmten, freien Leben in all seinen Facetten. Das Ganze dann noch in einem für mich eher fremden Setting in Ghana. Bereits das Cover hat es mir angetan. Die hoffnungsvollen, bunten Farben und die Silhouette der hübschen Frau. Über das Leben der beiden jungen Frauen zu lesen war sehr interessant. Während die eine in ärmlichen Verhältnissen aufwächst, führt die andere ein Leben mit etwas mehr Wohlstand. Leider ging für mich nicht wirklich hervor in welcher Zeit „Die Frauen von Salaga“ spielt. Lediglich im Klappentext findet sich der Hinweise mit „Ende des 19. Jahrhunderts“. Diese zeitliche Einordnung finde ich vor allem im Zusammenhang mit der Sklaverei sehr wichtig. Denn die Europäer und die Rolle der Deutschen und Britten wird in dem Buch angesprochen. Da ist es gut zu wissen, dass das Buch vor mehreren Generationen spielt. Denn man könnte sonst fälschlicherweise annehmen, dass die Erzählung in der heutigen Zeit spielt. Ich bewundere den Mut beider jungen Frauen, die im Ausmaß ihrer individuellen Möglichkeiten, um ein besseres und vor allem selbstbestimmtes Leben kämpfen. Die Hürden, dorthin sind vielfältig. Neid, Missgunst und vor allem aber das egoistische Voranstellen der eigenen Bedürfnisse sorgen dafür, dass es beide schwer habe. Würden sie sich gegenseitige unterstützen und offen miteinander umgehen, wäre vieles leichter. Ayesha Harruan Attah hat sich für „Die Frauen von Salaga“ von der Geschichte ihrer eigenen Ururgroßmutter inspirieren lassen. Welche Rolle ihre Ururgroßmutter dabei einnahm, konnte ich nicht herausfinden. Der unaufgeregte, sachliche Schreibstil der Autorin sagt mir sehr zu. An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Direktheit gewünscht. Vielleicht liegt es daran, dass die Autorin (vielleicht aus einem kulturellen Hintergrund) nicht so offen über Sex schreibt. Allerdings hat dieses umschiffen der Thematik dazu geführt, dass ich dachte, die beiden „näheren sich an“, flirten und küssen sich vorsichtig. Als die Protagonisten davon plötzlich schwanger wurde, war ich mindestens so überrascht wie sie. Es ist immer wieder erschreckend zu lesen, wie grausam und brutal Menschen mit anderen Menschen umgehen. Nur weil sie im „falschen“ Dorf leben, werden sie plötzlich versklavt. Wie kann man so etwas einem Menschen nur antun? Wo ist die christliche Nächstenliebe unter deren Deckmantel wir uns nur allzu gerne verstecken? Unabhängig von Religionen plädiere ich für ein bisschen mehr Menschlichkeit in dieser Welt, die sich mit dramatisch großen Schritten in eine Gesellschaft aufspaltet, in der manche Menschen mehr wert sind als andere.

Lesen Sie weiter

Gefangen in Ghana

Von: die Wörterwölfin

13.05.2019

Als erstes müsst ihr wissen, dass der Titel viel mehr über den Inhalt des Buches aussagt als der Klappentext. Ich habe mit einer verstrickten Dreiecksromanze gerechnet und bin stattdessen zwei Frauen auf ihren gar nicht so unterschiedlichen Lebenswegen als Sklavin und Königstochter gefolgt. Die fremde Kultur hat mich gefangen genommen und die politischen Ränkespiele waren interessant zu beobachten. Ich wünschte der Roman wäre weniger schnell und sprunghaft erzählt und die Begegnungen der Figuren wären detailreicher beschrieben. Trotzdem lohnt es sich diesen beiden „gefangenen“ Frauen dabei zu zuschauen, wie sie versuchen ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen.

Lesen Sie weiter

Hält nicht das, was es verspricht

Von: Claudia Schmuck

13.05.2019

Nachdem ich mich an die fremden Namen gewöhnt hatte, bin ich gut in die zwei Handlungsstränge hineingekommen und fand die Geschichten der beiden Frauen interessant und lesenswert. Leider konnte man zu Beginn gar nicht und im weiteren Verlauf des Buchs nur schwer erkennen, in welchen Zeitgeschichtsrahmen die Handlung spielt. Erst im zweiten Drittel des Buchs wurde mir das klar. Leider nahm aber auch der Spannungsbogen im zweiten Drittel des Buchs rapide ab. Ich empfand die Aneinanderreihung von Geschehnissen als ermüdend und konnte mich fast nicht aufraffen, das Buch zu Ende zu lesen. Alles in Allem war das Buch zwar lesenswert, konnte aber meinen Erwartungen nicht gerecht werden. Ich finde aus dem Thema hätte man mehr machen können.

Lesen Sie weiter

Nicht jedermanns Sache.....

Von: Kala

11.05.2019

Der Roman liest sich an manchen Stellen nicht wirklich flüssig. Traf leider nicht meinen Geschmack

Lesen Sie weiter