Leserstimmen zu
Frankly in Love

David Yoon

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In „Frankly in Love“ geht es um Frank, einen Amerikaner mit koreanischen Eltern, die vor seiner Geburt nach Amerika ausgewandert sind um dort ihre Träume zu verwirklichen, der gerade dabei ist, die Highschool abzuschließen. Frank spricht fließend Englisch und kaum koreanisch im Gegensatz zu seinen Eltern, die im Englischen nicht ganz flüssig sprechen. Außerdem ist es ihnen wichtig, dass Frank nur ein koreanisches Mädchen als Freundin hat. Als Frank sich dann aber in das nicht-koreanische Mädchen Brit verliebt, trifft er mit seiner Kindheitsfreundin Joy, die vor einem ähnlichen Problem steht, einen Pakt: sie werden vor ihren Eltern so tun, als wären sie ein Paar, damit sie sich dann heimlich mit ihren richtigen Partnern treffen können… Zunächst zum Cover: dieses ist absolut genial gelungen und selbst, wenn man das Buch in der Hand hat, wirkt der Schriftzug noch so, als würde er wirklich in das Buch hineingehen. Hinzu kommt der farbige Buchschnitt, der weiterhin das Buch zu einem absoluten Eyecatcher macht. Thematisch fand ich „Frankly in Love“ sehr interessant und für die heutige Zeit ziemlich relevant. Interessante Themen wie zum Beispiel der Rassismus – nicht nur gegenüber „Schwarzen“ und Asiaten sondern auch von deren Seite aus – und das Abkapseln der eigenen Ethnischen Gruppe. Dies wurde alles ziemlich tief und gut und für meinem Gefühl nach recht realitätsgetreu wiedergegeben. Weiteres Thema war die erste Liebe und die Selbstfindung und auch das finde ich wurde schön und tief thematisiert und verschiedenste Ansichten und Arten dazu wurden gezeigt. Gerade die Frage nach dem „Wo gehöre ich überhaupt hin?“ wird insbesondere auch durch Franks Abstammung sehr gut thematisiert und diskutiert. Es kommen Zweifel auf, an sich selbst, an den Freunden, den Eltern, an dem Warum, und Fragen über die Vergangenheit. All das also, was einem „normalen“ Jugendlichen auch öfters durch den Kopf geht. Die Figuren fand ich auf jeden Fall allesamt interessant und es hat mir gut gefallen, wie sie alle genügend tiefe bekommen haben und sich auf der einen Seite sehr untereinander unterscheiden haben und andererseits doch alle ähnliche Ziele haben. Eigentlich fand ich auch die meisten sehr sympathisch, aber trotzdem hatte ich wirklich Probleme mich in sie hineinzuversetzen. Ein weiteres Problemchen hatte ich mit dem Schreibstil. Dieser war auf jeden Fall außergewöhnlich. Die Sätze waren allesamt ziemlich kurz und knapp und teilweise wirkte es sehr abgehackt. Dadurch fehlte dann auch ein bisschen der Fluss beim Lesen obwohl es auch dafür sorgte, dass man alles recht schnell erfassen konnte. Dennoch ist es mir lieber, wenn auch mal ein bisschen mit der Sprache gespielt wird und gerne auch mal komplexere Satzgebilde vorkommen. Hinzu kommt, dass Frank – der die gesamte Geschichte aus seiner Sicht erzählt – teilweise eine merkwürdige Art hat, sich auszudrücken. Das beginnt mit dem Synonym fürs Smartphone – Affenspiegel – und geht bis hin zu den merkwürdigsten Wortkombinationen und Mischungen mit der koreanischen Sprache. In Grenzen ist das auf jeden Fall ziemlich cool, wenn das aber dauernd der Fall ist, dann wird es teilweise einfach nur nervig. Mein Hauptproblem mit „Frankly in Love“ hatte ich darin, dass es mich nicht wirklich fassen oder berühren konnte. Ich konnte die Geschichte gut lesen und fand sie thematisch auch super interessant, aber es gab keine einzige Stelle, an der ich das Gefühl hatte, ich müsste mal laut lachen oder ein paar Tränen vergießen – und dass, obwohl es inhaltlich eigentlich schon solche Szenen gab. Gefühlsmäßig oder emotional konnte mich „Frankly in Love“ leider gar nicht treffen und somit konnte ich auch nicht außerordentlich gut mit den Figuren mitfiebern – eigentlich schade, da diese Geschichte über Freundschaften, Liebe, Ungerechtigkeit, Zweifel, Schicksal uvm. doch wirklich das Potential dazu gehabt hätte. Insgesamt fand ich „Franky in Love“ nicht richtig schlecht, aber leider auch weit entfernt von super gut. Dazu fehlten mir insbesondere die Gefühle und ich fand den Schreibstil zu „schwach“ – was nicht bedeutet, dass ich den Schreibstil nicht interessant zu lesen fand und einiges positives mit sich brachte, aber es war einfach nicht so meine Wellenlänge. Positiv fand ich die Themen und die Tiefe, mit denen sie behandelt wurde. Ich fand es spannend mal von der „asiatischen Sicht“ zu erfahren und dort hinter die Kulissen blicken zu können. Dementsprechend bin ich doch relativ zufrieden damit, dieses Buch gelesen zu haben. Ich gebe „Frankly in Love“ 3-3.5/5 Sterne.

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Als das Buch im englischen Original erschienen ist, gab es eine Zeit lang einen großen Hype um dieses Buch, der dann jedoch recht schnell auch wieder abgeklungen ist und danach ist das Buch, zumindest für mich, schnell wieder in Vergessenheit geraten. Zum Glück habe ich es dann wiederentdeckt, als die deutsche Ausgabe erschienen ist und habe es freundlicherweise vom Verlag zugeschickt bekommen. Und was bin ich froh, dass ich dieses Buch lesen durfte!!! Es war RICHTIG gut! Mir hat jede einzelne Sekunde gefallen und habe es in knapp anderthalb Tagen durchgesuchtet. Es war großartig! Naja… bis auch das Ende muss ich sagen, dieses hat mir leider gar nicht gefallen, aber das ist denke ich Geschmacksache. . Aber nun von vorne. Das Buch handelt von Frank, einem Amerikaner mit koreanischen Wurzeln. Seine Eltern sind vor seiner Geburt nach Amerika ausgewandert um dort ihren Traum zu leben und sich etwas aufzubauen. Frank selbst wurde in Amerika geboren, spricht fließend Englisch, dafür jedoch kaum Koreanisch, was zu einigen Sprachbarrieren führt, denn leider haben es seine Eltern nie geschafft, die englische Sprache perfekt zu meistern. Zudem haben es sich seine Eltern in den Kopf gesetzt, dass Frank nur ein koreanisches Mädchen daten darf. Seine Eltern sind Rassisten ohne das selbst wirklich wahrnehmen zu wollen. Natürlich verliebt Frank sich jedoch in ein amerikanisches Mädchen und heckt mit seiner koreanischen Kindheitsfreundin einen Plan aus… . Ich fand das Thema unglaublich wichtig! Nicht nur der Rassismus wird unglaublich gut erklärt und rübergebracht, sondern er wird in einem Kontext dargestellt, der mich fasziniert hat. Er wird einmal von einer anderen Seite beleuchtet. Geht nicht nur auf die typischen Beispiele von schwarz oder „afro-amerikanisch“ wie es politisch korrekt heißt und weiß ein. Außerdem wird um dieses schwierige Thema nicht herumgeschlichen. Heutzutage, macht man sich viel zu schnell Sorgen darüber wie man sich ausdrücken darf (so wie ich eben) und dieses Buch sagt die Dinge einfach gerade heraus. Frank hat kein Problem damit seine Eltern als Rassisten zu bezeichnen. Sein bester Freund Q hat kein Problem damit sich selbst als „schwarz“ zu bezeichnen und das finde ich erfrischend. . Das Buch hat jedoch auch andere sehr ernste und tiefe Themen, denn es geht nicht „nur“ um Rassismus und die eigene Abstammung. Es handelt von der ersten großen Liebe und davon sich selbst zu finden. Seinen Platz in der Gesellschaft zu finden und dabei alle Seiten und Facetten von sich selbst mit einzubeziehen. Viele Jugendliche in dem Alter versuchen sich selbst zu finden, sich zu verstehen und in dieser Phase kann man auch leicht mal verzweifeln und denken, dass man nirgendwo wirklich hingehört. In diesem Buch ist das ganze natürlich noch einmal viel extremer wegen Franks Abstammung etc. Aber diese Zweifel wurden ganz wunderbar eingefangen und rübergebracht. Man spürt wie Frank zweifelt, man erlebt wie ere glücklich, die Höhen und Tiefen dieses Alters durchlebt. Wie anstehende Veränderungen ihn formen und seinen Weg definieren. Denn das Buch spielt zeitlich um die Phase des Highschoolabschlusses. Auch hier gibt es natürlich Veränderungen wie Verlust und Angst wie es weitergeht. Auch mit diesen Verlusten geht der Autor fantastisch um. . Diese ganzen Themen sind kombiniert mit herzerwärmenden Charakteren. Man muss sie einfach ins Herz schließen und mit ihnen mitfühlen. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind ebenfalls großartig. Aber über diese Charaktere und die Beziehungen, die in diesem Buch eine Rolle spielen möchte ich gar nicht allzu viel sagen, denn das erlebt man am besten selbst und es gibt so viele Entwicklungen, dass es schwierig ist, etwas ohne Spoiler zu erzählen. Nur so viel: Liebe, Freundschaften und Familie spielen alle gleichermaßen große Rollen in dieser Geschichte. Kombiniert mit einem Schreibstil, der einfach und leicht ist, ist dieses Buch trotz seinen 490 Seiten und seinen nicht ganz so leichten Themen eine Lektüre, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

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Frankly in Love und ich auch

Von: Maria

31.03.2020

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt. Auch wenn ich bereits das mittlere Alter erreicht habe, so sind doch meine Kinder ungefähr in dem Alter wie auch Frankly, sodass vieles wieder auch nah ist in meinem Alltag. Frankly ist kurz vor seinem Highschool-Abschluss, also auf der Schwelle zum Erwachsenen und er ist verliebt, das erste Mal und dann auch noch ein zweites Mal. Und waren wir nicht alle mal das erste Mal verliebt. Da kommen viele eigene Erinnerungen an die schönen und die schweren Momente. Hinzu kommt das Frankly koreanischstämmiger Amerikaner ist. Auch ich habe Migrationshintergrund und konnte viel wiedererkennen, wie es damals mit meinen Eltern war. Franklys Gefühlswelt wird in der Ichform erzählt, und das auf so herzerwärmende Weise, dass es eine Freude ist seine Entwicklung mitzugehen. Es eine Geschichte vom Erwachsenwerden, vom Loslösen, vom Weitergehen, seinen eigenen Weg zu finden und dann auch zu gehen, und trotzdem Teil einer Familie zu sein. Der Autor selber hat als koreanischstämmiger Amerikaner seine eigenen Erfahrungen mitverarbeitet. Insofern, kann ich nur sagen...ein tolles Buch, welches ich mir auch gut als Film oder Netflixserie vorstellen kann. Das Buch / die Geschichte hat alles was man sich wünscht. Einen tollen Schreibstil, sympathische Figuren, Liebe, Tragik, Probleme aber auch viel Herz und Versöhnliches und ein gutes Ende, wenn vielleicht auch nicht so, wie man zuerst denken würde. Dadurch wird die Geschichte aber auch überhaupt nicht kitschig, sondern sehr authentisch. Ich kann dieses Buch alles Teenagern empfehlen (werde es direkt an meine Tochter weitergeben), aber auch Erwachsenen, die mit dem Buch ein wenig selber wieder in die Gefühlswelt eines Teenagers eintauchen wollen. Ich bedanke mich beim Verlag für das Leseexemplar. Ohne das, hätte ich dieses tolle Buch höchstwahrscheinlich nicht entdeckt.

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Es ist eine süße Handlung für Teenager. Der Einblick in die koreanisch-amerikanische Kultur ist sehr interessant, jedoch ist es mir schwer gefallen eine Verbindung zu dem Protagonisten aufzubauen und auch der Plot ist nicht sehr fesselnd. Ein sehr wichtiges Ereignis für die Handlung wird kaum ausgeführt und wird von allen anderen Charakteren einfach hingenommen. Außerdem fällt es schwer beschriebene Emotionen nachzuempfinden.

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Lange Zeit war ich genervt von realistischen Jugendbüchern, die sich mit alltäglichem Teeniekram aufhalten und deren Schreibstil so salopp ist, dass ich permanent die Augen verdrehen wollte. Deshalb hab ich mich eine Weile von dem Genre ferngehalten. Jetzt habe ich allerdings doch wieder zu einem solchen Roman gegriffen, denn vor kurzem erschien der Debütroman von David Yoon, der mir vor allem durch seine Frau Nicola Yoon bereits ein Begriff war und dessen Debüt ich regelrecht erwartet habe, da ich die Bücher seiner Frau einfach total liebe. Und FRANKLY IN LOVE hat mir so gut gefallen ! Ich bin tatsächlich froh, dass ich es direkt gelesen und nicht erst auf den SuB gepackt habe. Frank Li ist der Sohn koreanischer Einwanderer, die in den 1980er Jahren nach Amerika kamen und sich ein kleines Unternehmen aufgebaut haben. Frank ist ziemlich clever, hat ein paar sehr abgefahrene Hobbies und ziemlich smarte und tolle Freunde. Er führt eigentlich ein recht zufriedenes Leben. Bis ein Mädchen ins Spiel kommt. Denn Frank verliebt sich in seine Mitschülerin Brit und die ist weiß. Eigentlich sollte das in der heutigen Zeit kein Problem darstellen, sollte man meinen. Doch die traurige Realität sieht leider anders aus. Denn Frank sieht sich plötzlich immer mehr mit dem Rassismus seiner Eltern konfrontiert. Schon seine Schwester Hanna musste diese Erfahrungen machen, als sie sich in einen Schwarzen verliebte. Eltern und Tochter wandten sich voneinander ab. Und jetzt sitzt Frank in der selben Klemme. Denn einerseits möchte er den Kontakt zu seiner Familie nicht verlieben, andererseits kann er aber ihren Rassismus nicht tolerieren. Um den unausweichlichen Konflikt aufzuschieben, schmiedet er mit seiner langjährigen Freundin Joy einen Plan, denn die sitzt im geichen Boot. Dass das nicht gut gehen kann, ist eigentlich klar.... Ich mochte die Geschichte so gern, auch wenn mich der Rassismus, der hier viel Raum einnimmt, echt auf die Palme gebracht hat. Rassismus hat viele Gesichter, denn es geht dabei nicht immer nur um Weiß gegen Schwarz. Hier sind es die Koreaner gegen den Rest der Welt möchte man meinen. Franks Eltern haben mehr als verstaubte Ansichten und einen Plan wie sein Leben zu laufen hat. Dass er das vielleicht gar nicht will, wollen sie nicht hören oder sehen. Und auch wenn er sie auf ihren Rassismus anspricht verschließen sie Augen und Ohren. Eine schwierige Situation für Frank, die er mit seiner Freundin Joy teilt, denn die hat exakt dasselbe Problem. Und wenn es nach ihrer beider Eltern ginge, dann wären die beiden schon lange ein Paar. Frank war ein toller Protagonist, er ist ein Junge an der Stufe zum Erwachsensein, der absolut authentisch rüberkommt, sowohl in seinem Verhalten, als auch von seiner Ausdrucksweise, die mich ziemlich oft zum Schmunzeln gebracht hat. Auch die anderen Charaktere, wie sein bester Kumpel Q oder Brit und Joy sind toll ausgearbeitete Charaktere. Der Schreibstil war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, weil er sehr locker gehalten und salopp daherkommt. Mir hat das aber ganz gut gefallen. FRANKLY IN LOVE ist ein wirklich schöner Coming of Age Roman, dem ich nur deshalb einen Punkt abziehen muss, weil die Geschichte für mich einfach zu vorhersehbar war. Ansonsten: TOP ! Und absolut zu empfehlen.

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In einem Satz: Franks letztes Jahr in der High School, während dessen er versucht mit seiner Identität als koreanischer Amerikaner klarzukommen genau wie mit seinem dadurch enorm verkomplizierten Liebesleben. Lest für: die Sicht eines biracial Hauptcharakters auf die Welt, Identitätsfindung zwischen den Kulturen, ein starkes Ende. Frank tut so als würde er die ebenfalls koreanische Joy daten, damit seine engstirnigen Eltern in Frieden schlafen können, während er eigentlich die weiße Brit trifft. Das Buch hört sich an wie eine süße Rom-Com, aber es wird schnell mehr als das. Zum Glück muss man sagen, denn der Rom-Com Teil kann nur bedingt überzeugen. Nachdem dieser erstmal abgehandelt ist, beschäftigt sich der Rest des Buches mit der Identitätskrise eines Jungen, der sich weder koreanisch noch amerikanisch genug fühlt, um irgendwo dazuzugehören und versucht mit seinen Eltern klarzukommen, die ihn am liebsten als "Über-Koreaner" sehen würden. Franks Beziehung zu ihnen ist dementsprechend kompliziert, aber wunderbar dargestellt. Besonders die zu seinem Dad und das ist es auch, worum es in dem Buch eigentlich geht und was es so toll macht. Ansonsten war Brits Charakter war von Anfang an dünn und es war nicht wirklich nachvollziehbar, warum Frank sich in sie verliebt. Leider blieb auch Franks bester Freund Q sehr flach, wobei am Ende noch ein Hoffnungsschimmer rein gequetscht wird, dass er im zweiten Buch mehr Aufmerksamkeit bekommen könnte. Franks Schwester Hanna und Joy waren mir beide sehr sympathisch, wobei ich auch hier hoffe, dass es im zweiten Band mehr Hanna geben wird. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung, vielleicht sogar für Leute, die sich dem YA Genre schon entwachsen fühlen, einfach auch weil es so gut dargestellt wird, wie es ist biracial aufzuwachsen.

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Klappentext Als Sohn koreanischer Einwanderer in Kalifornien lebt Frank Li zwischen zwei Welten. Obwohl er fast kein Koreanisch spricht, respektiert er seine Eltern, die ihm alles ermöglicht haben. Doch sie haben eine Regel: Frank darf nur ein koreanisches Mädchen daten. Als Frank sich in Brit verliebt, ein weißes Mädchen, schließt er mit seiner Kindheitsfreundin Joy einen Pakt: Sie werden ein offizielles Paar, während sie heimlich jemand anderen treffen. Was soll da schon schiefgehen? Doch als Franks Leben eine unerwartete Wendung nimmt, merkt er, dass er rein gar nichts verstanden hat: weder die Liebe noch sich selbst … Meine Meinung Natürlich ist dies nur meine persönliche Meinung und nur weil ich diesem Buch diese Bewertung zukommen lassen, heißt es nicht, dass es auf jeden anderen zutrifft. Dieses Buch habe ich als es im englischen erschienen ist überall gesehen und ich fand es klang richtig gut. Ich fand, dass ein „Fake Dating Trope“ und auch ein gewisser (nennen wir es mal) „Culture Clash“ mich bestimmt begeistern konnten. Leider war dies aber nicht der Fall. Das Cover ist wirklich schön und auch der Buchschnitt macht einiges her. Der Aufbau des Buches mit den verschiedenen Abschnitten und auch dem Inhaltsverzeichnis gefiel mir sehr gut. Das Buch hat mir einen interessanten Einblick in das Leben von Frank gegeben und ich fand auch die kulturellen Konflikte gut umgesetzt. Natürlich kann ich nicht beurteilen, ob diese Familienkonflikte normal sind, da ich weder Amerikanerin noch Koreanerin bin ABER ich kann mir durchaus vorstellen, dass einige persönliche Erfahrungen des Autors mit in die Geschichte eingeflossen sind und vieles davon der Realität entspricht. Das Ende fand ich ganz nett, aber leider konnte es das Buch für mich nicht so wirklich retten, wenn wir es mal drastisch sagen sollten. Der Schreibstil war etwas gewöhnungsbedürftig und das lag nicht an dem stilistischen Mittel des Sprachgebrauches der Eltern. Ich kann nicht wirklich in Worte fassen was genau mich am Schreibstil fehlte aber so richtig packen konnte mich die Geschichte einfach nicht. Der Plot war für mich vollkommen vorhersehbar bis auf einen kleinen Plottwist am Ende, mit dem ich gar nicht gerechnet hatte, was aber evtl. auch daran lag, dass vorher nicht so wirklich in die Richtung etwas angedeutet wurde. Leider bin ich nachher etwas ins überfliegen gerutscht, weil es mich nicht so wirklich fesseln konnte. Insgesamt gab es mir einfach zu viel hin und her, alles ging irgendwie ruckizucki und ein großer Minuspunkt war in meinen Augen, dass mir Frank einfach unsympathisch blieb. Ich konnte bestimmte Handlungsstränge von ihm schlichtweg nicht verstehen und ein paar seiner Charaktereigenschaften gingen mir nachher nur noch auf den Keks und sorgten bei mir für Augenrollen. Ich persönlich glaube, dass mir das Buch mit 14 besser gefallen hätte, da ich zu diesem Zeitpunkt viel mehr Jugendbücher gelesen habe. In meine „Eine wie Alaska“, „The Perks of Being a wallflower“ und „Tote Mädchen lügen nicht“ Zeit hätte dieses Buch einfach besser gepasst. Fazit Falls ihr gerne realistische Jugendbücher lest, dann solltet ihr euch dieses Buch evtl. näher anschauen. Für mich war es leider aufgrund des vorhersehbaren Plots und dem unsympathischen Hauptcharakter nichts. Von mir gibt es 2,5 von 5 Sternen

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Was ist Liebe?

Von: hihihi

24.03.2020

Das ist natürlich die zentrale Frage in diesem Buch über Teenager kurz vor dem Highschool-Abschluß. Aus der sicht von Frank, dem Sohn koreanischer Einwanderer, erfahren wir, wie er sich zum ersten mal verliebt, in eine - weiße - Mitschülerin aus dem Mathekurs. Franks Eltern würden niemals eine Freundin aktzeptieren, die nicht koreanischstämmig ist. Das weiß er, weil seine ältere Schwester Hannah quasi verbannt wurde, seit sie einen Afroamerikaner geheiratet hat. Zum Glück gibt es Joy, die Tochter einer befreundeten Familie. Denn sie ist mit Wu zusammen, einem Chinesen, was mindestens genauso schlimm ist in den Augen ihrer Eltern. Frank und Joy kennen sich schon ihr ganzes Leben lang, denn die Eltern sind kurz nacheinander eingewandert, und in alter Tradition treffen sich die koreanischen Familien seither jeden Monat einmal reihum. Es kommt zur naheliegenden Vereinbarung, daß Frank und Joy zum Schein ein Paar werden, um sich ungestört mit der jeweiligen Person des eigentlichen Interesses treffen zu können. Und natürlich folgen daraus Verwicklungen, teils vorhersehbar, oft genug unerwartet. Währenddessen bereiten sich die Jugendlichen auf ihre Abschlußexamen vor, und so endet die Geschichte mit dem Aufbruch in die Welt der Universitäten. Daß der Roman einmal nicht die Perspektive weißer AmerikanerInnen – europäischstämmig, wie Brit sagen würde – in den Mittelpunkt stellt, ist erfreulich und erfrischend. Natürlich werden trotzdem Klischees bedient, von den fleißigen Asiaten mit ihrer Fixierung auf Glückszahlen und den bemüht offenen weißen Angehörigen der gebildeten Schicht. Afroamerikaner lieben Musik und Rhythmus – nun gut. Homosexualität wird immerhin am Rand kurz Thema. Und nein, Asiaten sind eben nicht alle irgendwie gleich. Die Themen des Buches verbinden letztlich die meisten Teenager der westlichen, vielleicht sogar der ganzen Welt, unabhängig von Genpool oder sexueller Orientierung: Wie finde ich meinen Platz in der Welt, wo bin ich willkommen? Wie sehr, wie lange haben Eltern das Recht, sich in das Leben ihrer Kinder einzumischen? Und wie weit bestimmen die Werte der Eltern die ihrer Kinder? Gibt es Umstände, in denen Lügen erlaubt sind, und was bedeutet es für die Liebe, sich zwischen Eltern und PartnerIn entscheiden zu müssen? Die Kinder der koreanischen Familien, amerikanische Staatsbürger von Geburt an, nennen sich selbst „Limbos“, weil sie nach ihrem Empfinden weder hier noch dort wirklich hingehören. Engherzigkeit und Abwertung machen ihnen das Leben schwer, auch oder gerade weil die nicht nur von der Mehrheitsgesellschaft ausgehen. Der farbige Schnitt hat mit gefallen, auch das Hardcover ohne nervigen Schutzumschlag (zumindest beim Rezensionsexemplar). Es ist flott geschrieben und liest sich leicht. Aus den Wortspielen hätte sich in der Übersetzung wahrscheinlich noch mehr machen lassen, mit etwas mehr Zeit und Geld für die Übersetzerin. Auch so hatte ich als Leserin ebenso viel Freude daran wie der Ich-Erzähler. Zu erfahren, daß auch im Jahr 2019 noch Fantasy-Rollenspiele mit Zinnfiguren und Würfeln bestritten werden, nicht nur online, hat mich mit Schmunzeln an meine eigene aktive Zeit in fiktiven Verliesen erinnert. „Wir wollen doch einfach alle nur lieben dürfen, wen wir wollen“ ist sicher eine der wesentlichen Aussagen des Romans – noch ist es nicht einfach. Wie eine lebenswerte Zukunft aussehen könnte, beschreibt Frank an anderer Stelle so: „Es ist einfach der perfekte Mix aus allem Guten in meinem Leben: das Kimchi von zu Hause, der Käse und die Tortillas, die ich als Kalifornier liebe, und schließlich Waffeln, weil sie Waffeln sind.“ Nicht nur dafür empfehle ich das Buch gerne weiter!

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