Leserstimmen zu
Der Kinderflüsterer

Alex North

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Ein Flüstern in der Vergangenheit Vor zwanzig Jahren ging im kleinen Ort Featherbanks ein Kindermörder um, der als ‚Kinderflüsterer‘ bald schon Teil der Legenden und Schauergeschichten der Stadt wurde. Fünf Kinder verschwanden, bevor DI Pete Willis den Täter dingfest machen, den Eltern aber nur noch vier kleine Leichen wiederbringen konnte. Frank Carter gestand die Morde an allen Kindern, die Leiche des fünften Kindes wurde jedoch nie gefunden. Ein Flüstern in der Gegenwart Zwanzig Jahre später besucht Pete Willes den Mörder immer noch regelmäßig im Gefängnis, in der Hoffnung, dass dieser endlich verrät, wo er die Leiche des fünften Opfers versteckt hat. Dann verschwindet erneut ein kleiner Junge. Die Polizei vermutet zunächst, dass er ausgerissen ist oder vielleicht beim Spielen irgendwo einen Unfall hatte, doch dann berichtet die Mutter etwas, das Pete aufhorchen lässt: gibt es einen neuen Kinderflüsterer? Hatte Carter womöglich einen Komplizen, der jetzt wieder zuschlägt? Oder geht eine andere Art von Monster um in Featherbanks? Zeitgleich kommen Tom Kennedy und sein siebenjähriger Sohn Jake in die Stadt. Beide trauern intensiv um Rebecca – Toms Frau und Jakes Mutter –, die erst vor kurzem verstorben ist. Der Umzug war bitter notwendig, denn seit Jake seine Mutter in ihrem alten Haus tot auffand, traumatisierte ihn das Leben dort immer wieder aufs Neue. Ein neues Haus, ein neuer Anfang – aber Jake beginnt schon bald, sich mit imaginären Freunden zu unterhalten, redet in merkwürdigen Stimmen und passt genau ins Beuteschema des Kinderflüsterers. Spannung – mit oder ohne Mystik? Das Tempo ist meist rasant, spannend fand ich das Buch aber auch in den ruhigeren Passagen. Die Handlung wartet mit der ein oder anderen überraschenden Wendung auf, und immer steht die Frage im Raum: gibt es eine rationale Erklärung oder wird sich die Lösung als übernatürliches Phänomen erweisen? Ich hoffte auf ersteres, so oder so begleitete mich beim Lesen jedoch ein stetes Gefühl des unterschwelligen Schauders. Im Mittelteil nimmt der Autor das Tempo ein wenig zurück, aber hier hielten mich die zwischenmenschlichen Themen mindestens genauso sehr bei der Stange wie die Thriller-Elemente der Handlung. Wenn die Tür halb offen steht, ein Flüstern zu dir rüberweht… Alex Nort verwendet einen interessanten, abwechslungsreichen Schreibstil, der eine dichte Atmosphäre aufbaut und die Charaktere sehr plastisch zeichnet. So kann man meines Erachtens den wechselnden Erzählperspektiven gut folgen, ohne dass diese den Fluss der Geschichte zu sehr unterbrechen. Er spricht kindliche Urängste an (was man besonders in den Passagen merkt, die aus der Perspektive von Jake geschrieben sind), verzichtet aber erfreulicherweise darauf, das Schicksal der ermordeten Kinder effektheischerisch zu schildern. Detaillierte Beschreibungen der Morde finden sich hier nicht, und das tut der Geschichte oder der Spannung keinen Abbruch. Die zentralen Figuren dieses Dramas DI Pete Willis kämpft mit einer Alkoholsucht, die er immer wieder herausfordert, um sich selbst zu beweisen, dass er sie im Griff hat. Kann er die Flasche anschauen, ohne sie zu öffnen? Kann er sie öffnen, ohne zu trinken? Für mich war Pete der Charakter, mit dem ich wohl am meisten mitgefiebert habe. Tom bewegt die Angst, Jake kein guter Vater zu sein. Er weiß nicht, wie er seinem Sohn die Mutter ersetzen soll, kann oft keinen Draht zu ihm finden, liebt ihn aber bedingungslos. Das Thema Vaterschaft wird hier überraschend sensibel behandelt und spielt später auch in einer anderen Konstellation eine sehr große Rolle. Für mich waren diese Passagen die Highlights des Buches, der unerwartete Tiefgang in einem Thriller, der als der ‚aufregendste Spannungsroman des Jahres 2019‘ beworben wird. Auch die Themen Verlust, Schuld und Vergebung werden sehr eindringlich behandelt. Das Ende – bitter oder süß? Die Auflösung will ich natürlich noch nicht verraten – insbesondere, ob es jetzt eine übernatürliche oder eine ganz reale Erklärung gibt –, aber ich persönlich war damit recht zufrieden. Nur ein ganz bestimmter Aspekt war für mich unnötig und auch nicht realistisch, aber über den kann man auch einfach hinweglesen. Er ist quasi ein Nachwort nach dem eigentlichen Ende der Geschichte. FAZIT Vor zwanzig Jahren hat der sogenannte ‚Kinderflüsterer‘ in Featherbanks fünf Kinder entführt und getötet, bevor er verhaftet werden konnte. Jetzt wird wieder ein Kind entführt, und DI Pete Willis hat die Vermutung, dass es sich bei dem Täter um einen ehemaligen Komplizen des Mörders oder einen Trittbrettfahrer handeln könnte. Zeitgleich zieht der verwitwete Tom Kennedy mit seinem kleinen Sohn Jake in die Stadt und hat schnell Grund zur Besorgnis… Ich fand das Buch durchweg sehr spannend, obwohl lange offen blieb, ob es sich hier um einen Spannungsroman mit mystischen Elementen oder einen realistischen Thriller handelt. (Und ich kann das hier nicht aufklären, ohne schon zu viel zu verraten!) So oder so war die Geschichte auf jeden Fall sehr unterhaltsam.

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Wenn die Tür halb offen steht... Generell lese ich nicht so gerne Horrorgeschichten. Bei "Der Kinderflüsterer" handelt es sich jedoch gar nicht um eine Horrorgeschichte. Auf dem Cover steht sogar Roman, obwohl ich schon eher sagen würde, dass es sich bei diesem Buch eher um einen Thriller handelt. Denn der Inhalt ist wie erwartet super spannend! Der Autor hat es geschafft mich von den ersten Seiten an zu fesseln und die Spannung wirklich bis zum Ende zu halten. Bei manchen Kapiteln kann man gar nicht mehr aufhören zu lesen und dieses Buch gehört ohne Frage zu einem der spannendsten Büchern, dass ich jemals gelesen habe! Nach Meinungen der Presse sind die Filmrechte des Buches schon nach Hollywood verkauft und zum einen Hoffe ich, dass sie aus diesem Buch einen großartigen Film machen werde und zum anderen will ich den Film dann gar nicht sehen, weil er wahrscheinlich viel zu gruselig ist. Auf jeden Fall kann ich das Buch allen empfehlen, die starke Nerven und Lust auf ein wirklich gutes Buch haben. Alex North schafft es nämlich durch kleine Dinge eine wirklich große Spannung aufzubauen. "Der Kinderflüsterer" ist der erste Roman von Alex North. Ich hoffe, dass es nicht das letzte von ihm sein wird und wir bald schon wieder von ihm hören werden...

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>>„Du sollst auch Angst haben.“<< Wie der Titel schon verrät geht es in diesem Buch um Gewalt an Kindern – wer das also nicht lesen kann, Finger weg von diesem Buch! Eigentlich wurde der Kinderflüsterer bereits vor etlichen Jahren verurteilt und sitzt seither im Gefängnis. Doch als auf einmal Kinder verschwinden und das Muster an die damaligen Fälle erinnern, kommen der Polizei doch Zweifel auf. Tom und sein Sohn Jake finden sich auf einmal in einer wahr gewordenen Gruselgeschichte wieder, von der sie bis dahin nicht einmal etwas gewusst haben. Jeder kennt sie – die Geschichten vom schwarzen Mann & Co., die einen früher reichlich Albträume beschert haben. So lebt auch nach 20 Jahren noch die Geschichte vom Kinderflüsterer in Featherbank. Durch die verschiedenen Blickwinkel, aus denen die Story erzählt wird, bekommt man einen wesentlich besseren Eindruck als die Charaktere teilweise, die dadurch wesentlich mehr zu kämpfen haben. Dennoch hat es Alex North geschafft mich mit vielen kleinen Details zu überraschen, wenn ich auch sagen muss, dass mir relativ früh klar war, wer der Mann hinter all diesem Schrecken ist. Dafür haben mir die Verstrickungen zwischen den Charakteren wahnsinnig gut gefallen und ich war sehr überrascht, wie viel Emotionen hier mit eingebaut wurden – Hut ab! >>Der Bestseller des Jahres?<< Natürlich gibt es einige Titel, die von den Verlagen mehr gepusht werden als andere und das ist auch vollkommen verständlich. So hat Der Kinderflüsterer es aber mit dem Aufkleber „Bestseller des Jahres“ geschafft, meine Erwartungen ganz schön hoch anzusetzen. Und ja, die Geschichte hat mir one Frage wirklich gute Unterhaltung geboten, Gänsehautmomente und einen wirklich guten Spannungsbogen. Dennoch wäre ich wahrscheinlich positiv überraschter gewesen, wäre ich ein bisschen freier an die Geschichte herangegangen. Alex North hat einen tollen Schreibstil, der es einem noch leichter macht über die Seiten geradzu hinwegzufliegen. Die Idee hinter dem Kinderflüsterer lässt sich auch sehen, wenn das Rad hier auch nicht neu erfunden wurde. Alles in allem wirklich ein gelungener Thriller, der sich sehen lassen kann – trotzdem, da war noch Luft nach oben! FAZIT Alex North hat mir mit Der Kinderflüsterer wirklich eine spannende Unterhaltung geboten – ein toller Schreibstil und überraschend viel Tiefe der Charaktere. Gerade die Verstrickungen haben mir sehr gut gefallen, vom Spannungsbogen war in meinen Augen allerdings noch ein bisschen Luft nach oben.

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Wenn die Tür halb offen steht, ein flüstern zu dir rüber weht.... Denn jedes Kind, das einsam ist, holt der Flüsterer gewiss.... Tom und sein Sohn Jake wollen einen Neuanfang in Featherbanks starten. Ein Umzug in ein neues Haus soll helfen. Währenddessen wird in Featherbanks ein kleiner Junge entführt. Dies geschah vor 20 Jahren schon mal, es verschwanden 5 kleine Jungen, die später tot aufgefunden wurden. Der Täter sitzt seit Jahren im Gefängnis. Tom & Jake begegnen von Anfang an nur Probleme und schon nach kurzer Zeit geschehen im neuen Haus merkwürdige Sachen. Jake führt Selbstgespräche, sieht imaginäre Freunde und weil das noch nicht reicht, passiert eines Nachts etwas entsetzliches. Tom beobachtet wie Jake mit jemanden durch die halb offene Tür spricht. Ein flüstern was Jake dazu auffordert die Tür zu öffnen. Und ab da beginnt der Alptraum..... Mein Fazit: Sehr fesselnd & spannend, teilweise echt creepy und spooky. Die Vorstellung eines Flüsterns vor dem Fenster eines Kindes finde ich enorm beunruhigend 😲😨 Das hat dem Buch aber die besondere Würze den heftigen Nervenkitzel verliehen 😊 Ich würde es aber nicht als Thriller einstufen. Für mich ist es ein Kriminalroman oder Spannungsroman. Man erfährt viel über die Ermittlungen und über zwischenmenschliche Hintergründe. Ich persönlich mag solche Romane sehr gerne und mir hat das Zusammenspiel hier sehr gut gefallen. Es ist genau die richtige Mischung. Es geht nicht nur um die Ermittlungen sondern man erfährt auch viel über die schwierige aber grenzenlose Liebe zwischen Vater und Sohn. Dieses besondere Band zwischen Tom und Jake wurde super gut beschrieben und man konnte als Leser emotional alles mitfühlen und verstehen. Dann gab es aber auch Beschreibungen zu dem anderen extrem. Den Hass zwischen Eltern und Kindern. Das war auch sehr gut beschrieben und hat mich teilweise schockiert zurück gelassen. Was auch interessant ist, wie die Zusammenhänge zwischen einigen Protagonisten dann zusammen laufen. Da kamen so einige Wendungen mit denen ich nicht gerechnet habe. Mir haben die beiden Hauptprotagonisten so leid getan. Den beiden widerfährt so viel tragisches und schlimmes und selbst als ein kleiner Lichtblick zu sehen ist, wird auch der genommen. Ich habe sehr mit beiden mitgelitten aber auch gehofft. So viele Gefühle die man während dem Lesen spürt. Das 2 solche Thematiken in einem Spannungsroman/Krimi aufeinander treffen, kam mir bis jetzt noch nicht unter, und ich fand das absolut klasse. Mir hat das Buch sehr sehr gut gefallen, ich fand es super spannend und fesselnd. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und wollte bei jeder Gelegenheit dazu greifen 😊 Der Schreibstil ist sehr flüssig, detailreich und bildlich. Auch was den Täter betrifft bin ich lange im Dunkeln getappt. Ich war aber auch nicht sehr überrascht als die Auflösung kam. War irgendwie klar und auch vorraussehbar. Für mich hat alles Sinn ergeben und es blieben keine offenen Fragen zurück. Wenn man ein wenig zwischen den Zeilen liest dann erahnt man warum der Täter so gehandelt hat. Ein absolut grandios gelungener Spannungsroman! Ich vergebe die vollen ⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️

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Inhalt: Als der sechsjährige Neil Spencer verschwindet, stellt zumindest DI Pete Willis Parallelen zu einem Fall von vor zwanzig Jahren her. Der damalige Täter wurde zwar gefasst, aber doch blieb immer die Ungewissheit, ob es einen Komplizen gibt. In etwa zur gleichen Zeit zieht Tom Kennedy mit seinem Sohn Jake in ein neues Haus nach Featherbank. Er hofft dort, nach dem Tod seiner Frau, auf einen Neuanfang, doch genau dort verschwand gerade Neil. Meine Meinung: Endlich Urlaub und Zeit um zum Buch zu greifen. Nach meiner LeseUNlust die letzte Zeit, hatte ich befürchtet, dass ich auch jetzt immer einen Grund finden würde, um nicht zu lesen. Es kam jedoch anders, denn mit Alex North “Kinderflüsterer” war ich mitten im Geschehen. Es sind vor zwanzig Jahren Kinder entführt und getötet worden und jetzt sieht es ganz danach aus, als wenn die Mordserie weitergeht. DI Pete Willis, der den Fall damals geleitet hat, konnte nie ganz damit abschließen, denn einer der Jungs wurde nie gefunden. Immer wieder machte er sich in seiner Freizeit auf die Suche, doch sein größter Feind ist der Alkohol. Er versucht standhaft zu bleiben, denn er führt sich täglich vor Augen, was er durch den Alkohol verloren hat. Tom konnte ich am Anfang nicht einschätzen, denn nach dem Tod seiner Frau wirkte er depressiv und fühlte sich unfähig seinem Sohn die Liebe entgegen zu bringen, die er verdient hatte. Es war, als wäre er unfähig Vater zu sein, als wenn er die Rolle spielen müsste, den Ablauf und Text aber nicht kennen würde. Jake dagegen ist sehr in sich gekehrt und pflegt regen Kontakt zu seiner imaginären Freundin. Obwohl er so ruhig ist, mochte ich ihn sehr und wollte ihn einfach in den Arm nehmen. Es ist immer etwas passiert und die Beschreibungen waren so klar, dass ich mir wie im Kino vorkam. Auch Pete mochte ich als Mensch sehr. Voll mit Selbstzweifeln und Selbstvorwürfen, konnte ich seine guten Eigenschaften immer wieder erkennen. Ich wurde gut unterhalten, auch wenn es für mich als Mama immer schwer ist von Kindesentführungen und Mord an Kindern zu lesen. Fazit: Absolut spannend! LESEEMPFEHLUNG, aber nichts für schwache Nerven!

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Manchmal auf der Stelle tretend, manchmal gruselig ... mehr Thriller als Spannungsroman!

Von: WriteReadPassion/Lidia aus Sankt Augustin

04.09.2019

Bewertung: Das Cover hat mich sehr angesprochen, auch wenn es so gar nicht zum Titel passt. Auf dem ersten Blick habe ich auch gerätselt, was der Schmetterling mit der Geschichte zu tun haben mag ... das erfuhr ich auch erst, als ich mitten drin war. :-D Daher verrate ich den Zusammenhang an dieser Stelle nicht! Nur so viel; es passt! ;-) Es wirkt aber auch ohne Zusammenhang beklemmend und ist daher gut gewählt für einen Spannungsroman. Der Titel macht auf jeden Fall neugierig und wirkt auf mich etwas unheimlich mysteriös ... ... und so ist die Geschichte auch. Der Prolog geht schon spannend los und macht neugierig, denn Tom schreibt seinem Sohn Jake einen Brief über die Geschehnisse, die sich ereignet haben - in der Art, wie er Romane beginnt. Wir Zuhörer wissen noch nicht, was passiert ist und das macht das noch spannender. Ich bin ja vor Neugier schier geplatzt! :-D Die Erzählungssichtweisen sind unterschiedlich; mal kommt Tom zu Wort, dann sein Sohn Jake, aber auch die Ermittler und der Mörder bekommen ihre Stimmplätze. Einige Passagen sind gruselig und erinnern mich an Horrorfilmsequenzen. Diese waren wirklich unheimlich und beklemmend und haben mich echt in ein Horrorfilm hineinprojiziert! Da kam für mich schon die Frage auf, was der Autor und der Verlag unter einen Spannungsroman verstehen?! XD "Ich hab dich lieb, Jake." "Auch, wenn wir streiten?" "Na klar. Besonders wenn wir streiten. Das ist nämlich am Wichtigsten." (Tom und Jake, CD 1, Kapitel 24) Jake hat unheimlich nervige Launen, die ich ehrlicher weise nicht wirklich verstanden habe. Das geht echt von Ich hasse dich, Papa bis hin zu Papa, verlass mich nicht. Nicht so typisch Jugendliches Emotionaltal, sondern ganz eigenartig in den ganzen Geschehnissen - als wäre er manchmal besessen. Das hat es für mich schwer gemacht, durch seine wahren Gefühle für seinen Vater durchzublicken ... mal bilderhaft fromm wie ein Lamm und dann richtig fies wie ein böser Wolf (ganz schwer das zu beschrieben, wie ich das meine). Darauf wurde auch gar nicht eingegangen am Schluss oder zwischendurch, was es damit auf sich hat. Normal finde ich das nämlich nicht. Mut war nicht die Abwesenheit von Angst, das war Peet klar. Mut erforderte Angst. (CD 1, Kapitel 32) Der Handlungsstrang der Geschichte wackelt wie ein Schlauchboot; mal richtig fesselnd und gruselig, dann wieder lang gezogen und auf der Stelle tretend - eine richtige Mischung gibt es hier. Das Ende ist ein toller Abschluss und schließt sich dem Beginn mit dem Brief an Jake an. Die offenen Fragen werden bis dahin alle gelöst und ich konnte zufriedenstellend das Hörbuch und seine Geschichte innerlich für mich abschließen. Der Sprecher konnte mich wirklich in die Geschichte reinziehen, ausdrucksstark und samtig zugleich. Ich habe das Hörbuch beinahe am Stück gehört, weil die Stimme so angenehm zu hören war. Fazit: Ein schöner und wirklich unheimlicher Hörgenuss! :-D Ich hatte hin und wieder Gänsehaut und dann wieder war ich ungeduldig, weil manchmal einiges so auf der Stelle trat. Wirklich ein merkwürdiger Mix aus Spannung und Langeweile mit einigen Überraschungen. Die Neugier und das Miträtseln überwog bei mir aber bei weitem, daher kann ich gute 4 Sterne abgeben! Die Geschichte würde ich aber nicht als Spannungsroman - durch seine immer wieder auftauchenden gruseligen Passagen ist es für mich ganz klar ein Thriller! Wer nichts gegen etwas Gänsehaut hat, wird hier seine Freude haben - ansonsten lieber Finger weg! "Haben sie ihn gefunden, Daddy?", wollte Jake wissen. "Aber ja, sie haben ihn gefunden." (Jake und Tom, CD 2, Kapitel 89) Ich bedanke mich bei Lovelybooks und dem Verlag für das Hörbuch! Ich habe mich riesig gefreut und es darf jetzt als Wanderhörbuch für andere Zuhörer dienen. :-D

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Wird nie langweilig

Von: Manu

02.09.2019

Irgendwie ist es am Anfang ungewohnt in die unterschiedlichen Perspektiven zu schlüpfen. Aber dann wird es immer einfacher sich mit den Personen zu identifizieren. Man gerät in einen Bann und muss einfach weiterlesen.

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... ein Flüstern zu dir rüber weht... Nach dem Tod seiner Frau zieht Tom Kennedy mit seinem sechsjährigen Sohn Jake nach Featherbank, um ganz neu anzufangen. Aber der beschauliche Vorort hat eine dunkle Vergangenheit, denn hier wurden vor zwanzig Jahren fünf Jungs entführt, vier davon wurden ermordet aufgefunden, der fünfte ist bis heute verschwunden. Der Mörder, genannt der Kinderflüsterer, sitzt im Gefängnis und die alten Geschichten interessieren Tom auch nicht. Aber dann verschwindet wieder ein Junge und Tom beginnt doch, sich Sorgen zu machen, weil Jake plötzlich behauptet, ein Flüstern vor seinem Fenster zu hören. Und ihm kommen Gerüchte zu Ohren, dass der Täter von damals einen Komplizen gehabt haben soll. Ist dieser wieder aktiv? "Der Kinderflüsterer" habe ich als Rezensionsexemplar über das Bloggerportal erhalten. Vielen Dank noch mal dafür, auch an den Verlag. Die Meinungen über das Buch gehen ja doch sehr auseinander, wie ich festgestellt habe. Mir hat es jedenfalls sehr gut gefallen und ich habe mich von Anfang bis Ende gut unterhalten gefühlt. Ein Thriller ist es sicher nicht, aber ich glaube, das soll es auch gar nicht sein. Es ist ein Roman, der zugleich spannend und emotional geschrieben ist. Es geht zwar um den Kinderflüsterer, die Morde an den Kindern, aber auch um das schwierige Verhältnis von Tom zu seinem Sohn und ebenso um das von Tom zu seinem Vater. Ähnlich wie fast immer bei Stephen King, spielt auch "Der Kinderflüsterer" in einer Kleinstadt und auch hier geht es um ein Kind, das in Gefahr gerät. Auch gibt es einen Hauch von Mystery, durch die Figur des kleinen Mädchens und durch Jakes Bemerkung am Ende des Buches. Ich würde aber trotzdem keine Vergleiche ziehen, denn Alex North hat keinen Horror geschrieben, sondern einen fesselnden psychologischen Spannungsroman mit interessanten Hauptfiguren. Besonders der sensible Jake ist North gut gelungen und von Anfang an habe ich mit ihm gefühlt. Auch Toms Situation konnte ich gut nachvollziehen. Er vermisst seine Frau und muss gleichzeitig für seinen Sohn da sein, denn schließlich vermisst er auch seine Mutter. Fazit: "Der Kinderflüsterer" ist ein flüssig zu lesender, spannender Roman mit einem Schreibstil, der mir sehr gut gefallen hat.

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