Leserstimmen zu
Der Kinderflüsterer

Alex North

(91)
(46)
(13)
(4)
(1)
€ 13,00 [D] inkl. MwSt. | € 13,40 [A] | CHF 18,90* (* empf. VK-Preis)

DIE HANDLUNG Es ist nicht lange her, dass Tom Kennedy seine Frau Rebecca verloren hat. Seitdem ist er allein für seinen Sohn Jake verantwortlich und wünscht sich inständig, ein neues Leben für die beiden aufbauen zu können. Dies soll in einer kleinen, beschaulichen Stadt namens Featherbank geschehen. Dass an jenem Ort vor 20 Jahren unsägliche Verbrechen begangen wurden, im Rahmen welcher mehrere Kinder verschwanden, kurz nachdem sie ein Flüstern hörten, scheint die beiden zunächst nicht zu kümmern. Dies liegt vor allem daran, dass der Täter, auch als „Der Kinderflüsterer“ bekannt, nach den Gräueltaten damals gefasst wurde. Doch zeitnah zum Entschluss Toms und Jakes, in dem kleinen Örtchen nochmal von vorn zu beginnen, verschwindet in Featherbank ein weiteres Kind. Kurz darauf hört auch Jake ein Flüstern und beginnt sich sonderbar zu verhalten, sodass der Verdacht naheliegt, dass sich ein Komplize des Kinderflüsterers noch auf freiem Fuß befindet. MEINE MEINUNG Ehe ich das Buch begonnen hatte, kamen mir einige Leser, denen ich schon lange auf Instagram folge und mit denen ich mich regelmäßig austausche, zuvor: Ihre Meinungen fielen fast durchweg negativ aus, weswegen ich etwas verunsichert war, ob es etwas für mich sein würde. Doch natürlich wollte ich dem Buch eine Chance geben und meine Meinung mit denen der anderen abgleichen. Der Schreibstil Alex Norths liest sich sehr flüssig, sodass man wirklich schnell vorankommt beim Lesen. Ich mochte außerdem, wie es der Autor schaffte, die Unbeholfenheit der Protagonisten darzustellen. Zwischenmenschliche Konflikte dominieren hier sehr stark: Sicher kennt jeder von uns die Situationen, in denen man nicht genau weiß, wie man sich gegenüber jemand Bestimmtem verhalten soll, insbesondere wenn es um nahestehende Personen geht. Dies wurde von ihm gut dargelegt und man konnte förmlich die Unsicherheiten und Wünsche der Protagonisten spüren. Trotzdem waren es auch gerade die Beziehungen zwischen den Menschen in diesem Buch, die mir oftmals sehr gestelzt und arrangiert vorkamen. Nicht selten dachte ich mir: „Mensch, das ist aber ein Zufall, dass gerade diese Personen aufeinandertreffen“ oder „Wow, sehr komisch, welche Dinge aus der Vergangenheit jetzt plötzlich ans Licht kommen“. Heißt konkret: Es wirkte für mich oftmals sehr gewollt, aber nicht gekonnt. Mit Sicherheit mit ein Grund, warum ich zu den Protagonisten nicht wirklich einen Zugang fand. Lediglich der Ermittler in dem Fall namens Pete wirkte auf mich sehr sympathisch und reflektiert, wenn auch an ganz vielen Punkten zerrissen und unruhig. Was mich sprachlich und gleichermaßen inhaltlich störte, waren außerdem die unzähligen Wiederholungen, in denen es allen voran um die Befindlichkeit Toms (manchmal aber auch Petes) ging. Ich konnte ihre Sichtweisen und ihre Gefühle zwar verstehen, es hätte für mich persönlich aber auch einmal gereicht, deren Vergangenheit und Gedanken zu erfahren, anstatt in jedem Kapitel unzählige Male davon erzählt zu bekommen. Dies verlieh den Protagonisten nicht selten einen herumjammernden Charakter,der mich beizeiten genervt hat. Leute, die absolut anti Gefühlsduselei sind, dürften daran nicht allzu große Freude haben. Was die Story an sich angeht, muss ich jedoch sagen, dass North es geschafft hat, die Spannung aufrechtzuerhalten. Die Atmosphäre ist sehr gelungen und ich muss auch zugeben, dass ich mich in der einen oder anderen Situation gruselte, als ich sie mir vorstellte. Auch die „Auflösung“ empfand ich als stimmig und logisch. Sie erfolgte unter Berücksichtigung psychologischer Elemente/Erklärungen,was ohnehin immer etwas ist, das ich gerne lese. Ich wollte in jedem Fall wissen, wie es ausgeht. Hier muss ich jedoch auch sagen, dass ab einem bestimmten Punkt recht klar ist, wer hinter den Taten steckt, sodass Leser bei diesem Roman nicht großartig auf Überraschungen hoffen können. Nichtsdestotrotz fehlten mir in dem Buch noch einige weitreichendere Infos, es blieben zu viele Fragen ungeklärt. Diese beziehen sich vor allem auf Jake und Rebecca (mehr kann ich darüber leider nicht sagen, damit ich nicht spoilere). Hier hat der Autor die Geschichte meines Erachtens nicht zu Ende erzählt. FAZIT Wie ihr vielleicht merkt, war ich von dem Buch leider auch nicht sonderlich begeistert. Ich empfinde es vermutlich als nicht ganz so schlecht wie viele andere Leser, würde aber mehr als drei Sterne definitiv nicht vergeben: Dieser Spannungsroman war „ganz nett“ durchzulesen, wird allerdings mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit zu den Werken zählen, die ich zügig vergesse. Wie man also sieht, nützt tolles Marketing nicht immer etwas: Die dem Rezensionsexemplar beigelegten Worte von Tom an seinen Sohn, die er in einem handgeschriebenen Brief verfasst hat, sind zwar ein nettes Extra, täuschen aber eben leider nicht über den doch recht oberflächlichen Inhalt hinweg. Schade!

Lesen Sie weiter

Der Kinderflüsterer von Alex North „Wenn die Tür halb offen steht, ein Flüstern zu dir rüber weht. Spielst du draußen ganz allein, findest du bald nicht mehr heim. Denn jedes Kind das einsam ist, holt der Flüsterer gewiss“ Nach dem plötzlichen Tod seiner Frau will Tom Kennedy mit seinem Sohn Jake einen Neuanfang wagen. Schnell ist ein neues Haus in einer neuen Stadt gefunden und sogar Jake freut sich auf sein neues zu Hause. Doch Featherbank hat eine düstere Vergangenheit. An diesem Ort verschwanden vor zwanzig Jahren fünf Kinder, alle entführt und getötet von „dem Kinderflüsterer“. Alle Kinder die verschwanden, hatten kurz vor ihrer Entführung ein Flüstern vor ihren Fenstern gehört. Tom misst der Vergangenheit zunächst keine Aufmerksamkeit bei, doch plötzlich verhält sich Jake komisch. Als ein Junge spurlos verschwindet, macht das Gerücht, der Kinderflüsterer sei wieder da, die Runde und Jake behauptet, vor seinem Fenster ein Flüstern zu hören… Im Vordergrund steht die tragische Familiengeschichte um Tom und Jake, die den Tod der Ehefrau und Mutter verarbeiten müssen. In Featherbank soll ihnen ein Neuanfang gelingen und beide versuchen dort Fuß zu fassen. Alex North gelingt es hierbei sehr gut, die Emotionen und Auswirkungen des Verlustes der Mutter, insbesondere bei Jake, zu verdeutlichen. Als Leser konnte ich mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Anfangs gibt es auch zu Toms Vergangenheit einige dunkle Punkte zu erfahren, die ebenfalls noch Teil dieser Geschichte werden. Von Beginn an hat dieser Thriller mich mit einer unterschwelligen Spannung am Haken gehabt, sodass Lesepausen fast erzwungen werden mussten. Der rote Faden verläuft gut und mit steigender Spannung durch die ganze Geschichte. Die Charaktere sind bis auf wenige Ausnahmen gut ausgebaut und sympathisch und der Leser verliert hier nicht den Überblick, jedoch fehlte ein Charakter, der sich von den anderen abhebt. Die Spannung konnte für mich bis zum Schluss gehalten werden, auch wenn am Ende dann die Auflösung deutlich war und leicht zu erraten. Ab hier ließ dann leider die Spannung nach und das Ende war schneller da als gedacht. Hier hätte gerade der Schluss noch etwas ausgebaut und die losen Enden etwas mehr verknüpft werden können. Alles in Allem blieb meiner Ansicht nach keine Frage mehr offen. Es handelt sich bei dem Kinderflüsterer um ein Thriller Debüt. Da dieses bis auf die wenigen kleinen Punkte schon sehr sehr lesenswert war, bin ich sehr gespannt auf die folgenden Werke des Autors. Für mich ganz klar ein Autor, den ich im Blick behalten werde. Trotz der kleinen Schwächen erhält das Buch von mir 4 Sterne.

Lesen Sie weiter

Es hört nicht auf....

Von: Suszi

16.08.2019

Dieses Buch fesselte mich bereits ab der ersten Seite so, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte ;-) Vor 20 Jahren erschütterte eine Mordserie an kleinen Jungen den beschaulichen Ort Featherbank. Der Täter, Frank Carter, wurde gefasst und sitzt seitdem in Haft. Die Leiche eines kleinen Jungen wurde jedoch nicht gefunden und seitdem versucht der Ermittler DI Pete Willis aus Frank genauere Informationen heraus zu bekommen. Die Lösung dieses Falls wird zu seiner Obsession. Plötzlich verschwinden wieder Jungen und die Auffinde-Situation trägt die Handschrift Frank Carters… Der alleinerziehende Vater Tom versucht nach dem Tod seiner Frau Rebecca mit seinem Sohn Jack einen Neuanfang in einem neuen Haus. Was harmonisch beginnt, endet jedoch in einem Albtraum, in dem auch Tom um das Leben seines Sohnes bangen muss. Die einzelnen Charaktere sind super gezeichnet, Schwächen werden zugelassen und dadurch wirken sie sehr menschlich. Pete der mit sich (und seiner Sucht) kämpft, Tom und Jake deren Neubeginn im neuen Haus mit immer neuen Baustellen gespickt wird. Dabei ist es für Tom neben der komplizierten Aufgabe für Jake Vater und Mutter zugleich sein zu wollen zusätzlich erschwert, das Jake ist hochsensibel scheint, Personen sieht und mit ihnen redet. Mit dieser Situation kommt Tom nur schwer zurecht. Beide Erzählstränge laufen unwiderruflich zusammen und die Personen sind stärker miteinander verbunden, als zu Beginn gedacht und alles findet sich zu einem stimmigen Ende. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen!

Lesen Sie weiter

"Denn jedes Kind, das einsam ist, holt der Flüsterer gewiss..." Tom zieht mit seinem Sohn Jake nach dem plötzlichen Tod seiner Frau in ein altes Haus in der Stadt Featherbank. Dort möchte er mit seinem eher schwierigen Sohn einen Neuanfang wagen, Abstand zu den schlimmen Erinnerungen schaffen und die Beziehung zu seinem Sohn verbessern. Was er nicht ahnt - in Featherbank sind vor 20 Jahren fünf Kinder verschwunden und erst vor Kurzem wurde wieder ein Kind als Vermisst gemeldet. Anfangs scheint noch alles gut zu gehen, doch dann hört Jake ein Flüstern unter seinem Fenster... Dieser Spannungsroman steckt voller unangenehmer Momente. Ein Kind, das mit imaginären Personen spricht - den Jungen im Boden, dem Mädchen mit den aufgeschürften Knien, Falter, die sich von Leichen ernähren und noch allerlei andere gruselige Dinge. Trotzdem wollte sich besagte Spannung nicht wirklich einstellen. Es handelt sich hierbei in meinen Augen eher um einen Kriminalroman mit einigen Horrorelementen, keinesfalls aber um einen Spannungsroman. Ein gutes Buch war es dennoch. Der Schreibstil war sehr angenehm, der Lesefluss hat sich bei mir schnell eingestellt und ich fand die kurz gehaltenen Kapitel aus den verschiedenen Erzählperspektiven sehr gelungen. Hier und da hätte ich mir aber etwas weniger Familiendrama gewünscht - dass Jake schwierig ist und sein Vater nicht gut damit umgehen kann, war dann irgendwann klar und hätte nicht noch gefühlte 100 mal wiederholt werden müssen. Auch die ein oder andere Verwicklung war mir zu viel des Guten, ich möchte hier aber nicht zu viel verraten. Vielleicht hätte man das Buch einfach nicht so groß als "besten Spannungsroman der letzten 10 Jahre" ankündigen sollen. Das war der Roman nämlich auf keinen Fall. So sind aber sehr viele mit extrem hoher Erwartungshaltung an das Debut von Alex North rangegangen, die dann im Endeffekt nicht wirklich erfüllt wurde. Schade! Denn wie gesagt, es ist ein gutes Buch, das sich leicht lesen lässt und mir auch viel Lesevergnügen bereitet hat. Ich vergebe 3,5 mit Tendenz zu 4 ⭐

Lesen Sie weiter
Von: Detlef Knut

14.08.2019

ES bringt das Grauen... Der KINDERFLÜSTERER den Tod! Ein Thriller der Spitzenklasse, der nichts für schwache Nerven ist.

Lesen Sie weiter

Der Autor erzählt über verschiedene Personen. Ein Erzählstrang übernimmt der Ermittler, der seit über 20 Jahren an dem Fall arbeitet, denn eines der vermissten Kinder ist nicht aufgetaucht. Ein weiterer Erzählstrang übernimmt der Vater Tom Kennedy, ein Schriftsteller, der mit seinem kleinen Sohn Jake ein neues Leben in Featerbanks anfangen möchte. Der Vater erzählt aus der Ich-Perspektive. Jake übernimmt einen weiteren Handlungsstrang und die Sichtweise des kleinen Jungen ist sehr interessant erzählt. Auch der Täter kommt zu Wort. Das Debüt von Alex North hat mich total überzeugt. Von Anfang an ist die Story spannend und fesselnd erzählt. Eine ständige, unterschwellige Spannung ist die ganze Zeit fast körperlich spürbar. Ich fand die Geschichte um den Kinderflüsterer auch etwas unheimlich. Wer auf unterschwellige Spannung ohne großes Blutvergießen und ohne viel Action, dafür mit um so mehr Atmosphäre steht, sollte das Buch lesen. Zum Ende dreht der Autor noch einmal an der Spannungsschraube. Auch einige Überraschungen und Wendungen hält Alex North parat.

Lesen Sie weiter

Der Schriftsteller Tom Kennedy zieht mit seinem Sohn Jake in das beschauliche Featherbank bei Leeds im Norden Englands. Jake durfte sich das neue Heim selbst aussuchen; warum es allerdings unbedingt dieses leicht verwahrloste Häuschen sein musste, kann Tom sich nicht erklären. Aber er weiß, dass es Jake nach dem Tod seiner Mutter nicht gut geht, und auch er selbst knabbert noch sehr am plötzlichen Verlust seiner Frau. Und wie sich herausstellt, hat auch ihr neuer Wohnort eine dunkle Vergangenheit, denn vor zwanzig Jahren wurden hier gleich mehrere Kinder von dem Kinderflüsterer umgebracht. Der Mörder sitzt zwar fest hinter Gittern, doch das Gerücht geht um, dass es einen Komplizen gab. Und der wurde nie gefunden... Alex North spielt in seinem Thriller “Der Kinderflüsterer” bewusst mit den Genres. Mal Krimistory, mal etwas Schauergeschichte, siedelt er seine Handlung im ländlichen England an und kokettiert mit verwahrlosten mysteriösen Häusern, Schatten hinter blinden Fensterscheiben, scheelen Blicken durch den Türspalt und anderen unheimlichen Dingen. All das verbindet er mit einer emotionalen Familiengeschichte und einem spannenden Fall. Herausgekommen ist ein sehr unterhaltsamer und manchmal etwas schauriger Krimi made in England. Ganz mitreißend erzählt von Stefan Kaminski.

Lesen Sie weiter

Inhalt: Tom will nach dem Tod seiner mit seinem Sohn einen Neuanfang und kauft ein Haus in der kleinen Stadt Featherbank. Tom hofft, das sich dort die Beziehung zwischen ihm und Jack verbessert und das das introvertierte Kind in der neuen Umgebung aus sich herauskommt. Was Tom nicht weiß, vor 25 Jahren wurden 5 Kinder aus Featherbank verschleppt und vom Kinderflüsterer Frank Carter ermordet. Zwar wurde Frank Carter gefasst und verurteilt doch er hat niemals verraten wo sich die sterblichen Überreste seines letzten Opfers befinden, das quält den Detektiv Pete Willis bis heute. Immer wieder besucht er den Mörder im Gefängnis um neue Informationen zu bekommen. Dann verschwindet erneut ein Kind und Jack hört ein Flüstern. Das hört sich wahnsinnig spannend an und das ist es auch, allerdings leider nicht durchgehend. Immer wenn der Autor zum wiederholten Male von der schwierigen Beziehung zwischen Tom und dem 7jährigen Jack erzählt. Jack lebt sehr in seiner eigenen Welt, er malt lieber als das er mit anderen Kindern spielt und er hat nur eine gute Freundin, ein imaginäres Mädchen, das ihn vor dem Kinderflüsterer warnt. Tom hadert mit sich, seiner Schreibblockade, mit dem Leben an sich und doch versucht er sein Bestes.Das waren aber auch schon fast mein einziger Kritikpunkte, nicht die Tatsache das der Autor die Beziehung und Probleme zum Thema macht sondern das er es so oft wiederholt. Einen habe ich dann doch noch, mir war sehr schnell klar, wer der neue Kinderflüsterer wohl sein wird, ab dem Zeitpunkt war dann eigentlich nur noch die Frage, wie dieser aufgehalten werden kann und was seine Motive sind. Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und jeweils aus der Sicht eines anderen Protagonisten geschrieben, das macht die Story interessant, bekommt man doch einen tieferen Einblick in das Seelenleben der handelnden Personen. Der Kinderflüsterer ist ein Debüt und dafür ist es wirklich gut gelungen, ich bin gespannt was wir von dem Autor noch zu lesen bekommen.

Lesen Sie weiter