Leserstimmen zu
Die Lüge

Mattias Edvardsson

(76)
(37)
(1)
(1)
(0)
€ 15,00 [D] inkl. MwSt. | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

INHALT: Lund, Schweden: Adam, Ulrika und Stella sind eine ganz normale Familie. Adam ist Pfarrer, Ulrika Anwältin und Stella ihre rebellierende Tochter. Kurz nach ihrem 19. Geburtstag wird ein Mann erstochen aufgefunden und Stella als Mordverdächtige verhaftet. Doch woher hätte sie den undurchsichtigen und wesentlich älteren Geschäftsmann kennen sollen und vor allem, welche Gründe könnte sie gehabt haben, ihn zu töten? Jetzt müssen Adam und Ulrika sich fragen, wie gut sie ihr eigenes Kind wirklich kennen – und wie weit sie gehen würden, um es zu schützen … MEINUNG: Der Roman hat drei Erzählstränge aus der Sicht von Adam, Stella und Ulrika. Relativ ungewöhnlich wechseln sich die Sichten nicht ab, sondern es beginnt mit Adam und endet mit Ulrika. Alle drei erzähle aus der Ich-Perspektive und springen dabei immer wieder von der Gegenwart in die Vergangenheit. Gekonnt schafft es der Autor, dass sich die Geschichte trotz der drei Perspektiven konstant fortbewegt. Es gibt keine wirklichen Wiederholungen, von Geschehnissen, die der Leser schon kennt, sondern maximal noch eine zusätzliche Sicht bzw. Informationen, die noch gefehlt haben, um sich ein wirkliches Bild machen zu können. Erzähl- und schreibtechnisch daher wirklich ein großer Wurf. Mattias Edvardsson lässt sich dabei viel Zeit, damit der Leser von jeder drei Personen einen sehr guten Eindruck bekommt und auch wie die Personen ticken hinsichtlich der Mordverdächtigungen gegenüber Stella. Manchmal entstehen dabei ein paar Längen, aber man muss auch sagen, dass hier lediglich ein Roman ist und kein Thriller, obwohl der Eindruck schnell entsteht. Die Geschichte kreist um die Frage, was wirklich passiert ist und wie es dazu gekommen ist. Stella stand dabei für mich sehr im Mittelpunkt, denn sie wird des Mordes verdächtigt. Von Adam und Ulrika erfahren wir wie Stella ist und wie sie als Eltern dazu beigetragen haben, dass sie so ist wie sie ist. Immer schwebt dabei natürlich die Frage im Raum: Hat Stella einen Menschen ermordet? Stella ist eine sehr eigensinnig junge Frau, die schon in jungen Jahren nicht immer das liebe, nette Mädchen war. Sie testet ihre Grenzen aus und eckt auch häufig sehr stark an. Mangelnde Impulskontrolle nennt er der Therapeut, bei sie in Behandlung war. Ich fand, sie wirkte auch sehr rebellisch und durchschaute Menschen aber auch sehr gut. Ich mochte sie mit all ihren Ecken und Kanten. Sie nimmt nicht alles hin, sondern hinterfragt und will ihren eigenen Weg finden, auch wenn es weh tut. Adam und Ulrika werden sehr früh Eltern als beide noch im Studium sind. Adam ist Pfarrer und Ulrika ist Anwältin geworden. Neben der beruflichen Laufbahn der beiden, vor allem bei Ulrika, ist es nicht immer leicht noch die Kindererziehung unterzubringen. Adam hängt sehr an Stella. Er hat sich viel um sie gekümmert als Ulrika beruflich unterwegs war. Adam beginnt dann auch auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Seine nackte Verzweiflung ist in den Buchseiten spürbar. Er ist natürlich zu 100% überzeugt, dass Stella unschuldig ist. Es wird deutlich, dass man trotz der engen Bindung zwischen Kind und Eltern sein Kind trotzdem nicht zu 100% kennt. Zwischen Adam und Ulrika gibt es auch immer wieder Höhen und Tiefen. Der Mordverdächtigung stellt die Ehe der beiden auf eine harte Probe. Trotz allen unterschiedlichen Meinungen und Ansichten der beiden, halten sie zusammen als es darauf ankommt ihre Tochter zu beschützen. FAZIT: Die Lüge ist tiefgründiger Spannungsroman, der zeigt, wie weit man gehen würde, um die zu schützen, die man liebt und dass Familie im Zweifel über allem steht. Bis auf einige Längen, die aber durchaus notwendig waren, um das Handeln der Protagonisten besser zu verstehen, war es ein tolles Lesevergnügen. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Lesen Sie weiter

Die Lüge

Von: Nicole Plath

08.12.2019

Stella wächst in einer scheinbar normalen Familie auf. Vater Adam ist Pfarrer, Mutter Ulrika Anwältin. Kurz nach ihrem 19. Geburtstag wird Stella unter Mordverdacht festgenommen. Ein älterer Geschäftsmann wurde erstochen, und alle Indizien weisen auf Stella hin. Das Buch „Die Lüge“ besteht aus drei Abschnitten. Zuerst erzählt der Vater, dann Stella und zum Schluss die Mutter, wie sie mit der aktuellen Situation klarkommen, und führen den Leser in die jeweils eigene Version der Vergangenheit. Die Emotionen überfluten den Leser in dieser Geschichte förmlich. Alle drei Personen reflektieren über das Geschehene und wie es wohl dazu kommen konnte. Einige Schlüsselereignisse werden in allen drei Teilen erwähnt, und es ist interessant zu verfolgen, wie unterschiedlich Menschen ein und dieselbe Situation wahrnehmen und deuten. Die Figuren erreichen den Leser auf allen Ebenen und nehmen ihn mit in ihre Gefühlswelt. Sie sind gut ausgearbeitet, und ihr Verhalten überrascht an mancher Stelle. Ständige Wendungen führen den Leser in falsche Richtungen und Vermutungen. Immer wieder stellt sich die Frage, was Wahrheit eigentlich ist. Ein leichtes Gruselgefühl begleitet den Leser von Beginn an. Es dauert allerdings, bis man sich an die unverhofften Wechsel zwischen Gegenwart und Erinnerung gewöhnt hat. Ist dies der Fall, fliegen die Seiten nur so dahin. „Die Lüge“ ist ein sehr guter Roman, und ich kann ihn durchaus als ein Highlight meines Lesejahres 2019 bezeichnen.

Lesen Sie weiter

Die Lüge

Von: Mara

30.11.2019

Inhalt: Lund, Schweden: Adam, Ulrika und Stella sind eine ganz normale Familie. Adam ist Pfarrer, Ulrika Anwältin und Stella ihre rebellierende Tochter. Kurz nach ihrem 19. Geburtstag wird ein Mann erstochen aufgefunden und Stella als Mordverdächtige verhaftet. Doch woher hätte sie den undurchsichtigen und wesentlich älteren Geschäftsmann kennen sollen und vor allem, welche Gründe könnte sie gehabt haben, ihn zu töten? Jetzt müssen Adam und Ulrika sich fragen, wie gut sie ihr eigenes Kind wirklich kennen – und wie weit sie gehen würden, um es zu schützen … Meine Meinung: Das Buch ist vornehmlich in drei große Teile gegliedert. Im ersten wird aus Adams Sicht erzählt, im zweiten aus Stellas und im dritten aus Ulrikas. Das ist raffiniert gemacht, denn so setzt sich für die Lesenden die gesamte Handlung erst nach und nach zusammen. Jeder der drei hat nur ein eingeschränktes Wissen zum Tathergang bzw. den polizeilichen Ermittlungen. So bleibt man als Leser*in bis zum Schluss im Unklaren, was wirklich passiert ist. Ich mochte alle drei Perspektiven gleichermaßen. Bei Adam und Ulrika geht es zum einen um Zweifel, was sie ihrer Tochter zutrauen, andererseits darum, ihre Familie und ihr eigenes Ansehen in der Öffentlichkeit zu schützen. Stellas Überlegungen in der U-Haft beziehen sich vor allem auf ein Unrecht, das ihr vor einigen Jahren geschehen ist und auf die Freundschaft zu Amina, der sie sich unendlich verbunden fühlt. Jeder von ihnen muss sich darüber klarwerden, was er bereit ist, von sich zu opfern, um den anderen zu retten. Dieses Dilemma ist sehr gut dargestellt, hätte aber gerne ein wenig gestrafft werden können. Fazit: Ein gelungener Roman den ich weiter empfehlen kann

Lesen Sie weiter

-diese Rezension basiert auf ein Rezensionsexemplar und dafür wurde ich nicht bezahlt- Titel: "Die Lüge" Autor: Mattias Edvardsson Verlag: Limes Seitenzahl: 560 Cover: Das Cover ist herrlich düster, man wird neugierig. Warum? Ein Haus mitten im Wald und davor ein See, dass schreit nach Thriller Faktor. Inhalt: Lund, Schweden: Adam, Ulrika und Stella sind eine ganz normale Familie. Adam ist Pfarrer, Ulrika Anwältin und Stella ihre rebellierende Tochter. Kurz nach ihrem 19. Geburtstag wird ein Mann erstochen aufgefunden und Stella als Mordverdächtige verhaftet. Doch woher hätte sie den undurchsichtigen und wesentlich älteren Geschäftsmann kennen sollen und vor allem, welche Gründe könnte sie gehabt haben, ihn zu töten? Jetzt müssen Adam und Ulrika sich fragen, wie gut sie ihr eigenes Kind wirklich kennen – und wie weit sie gehen würden, um es zu schützen … Meinung: Ich liebe Thriller, aber dieses hübsche kleine Buch zog sich wie Kaugummi. Die Geschichte ist so aufgebaut, das es einmal aus der Sicht von dem Vater, der Mutter und der Tochter erzählt wird. Wobei der Vater mir ziemlich auf den Zeiger ging mit seiner Aufdringlichkeit, sicher er wollte seiner Tochter helfen…aber doch nicht so. Bei der Mutter hatte ich oft das Gefühl, das sie sich zurückzog, vielleicht aus eigen Schutz?! Oder weil sie wusste das sie Ihr nicht helfen kann…Und das nette Töchterlein war naiv und meines Erachtens undankbar. Man hatte aus der Geschichte richtig viel machen können, denn an sich war sie gut, nur der Aufbau war nicht ganz so meines. Die Charaktere nun gut, ich habe schon einiges dazu geschrieben, waren dennoch so passend, dass man diese als Familie wahrgenommen hat. Die Freunde, hmm, ja also ich wüsste nicht wie ich reagieren würde, wenn die Freundin von meiner Tochter unter Mordverdacht steht. Aber im Buch werden sie als zweit Familie beschrieben und da hätte ich mehr Rückhalt erwartet. Und keinen Rückzug. Aber nun gut wir sind nicht alle gleich. Der Handlungsverlauf wird meiner Meinung nach durch die perspektiven Wechsel unterbrochen, da jeder seine eigene kleine Geschichte erzählt. Der Schreibstil ist recht flüssig, leicht und man kann sich alles recht gut vorstellen was der Herr Edvardsson beschreibt. Jeder der einen netten Krimi für zwischendurch sucht ist hier gut aufgehoben, aber ein Thriller ist anders.

Lesen Sie weiter

Die Lüge habe ich als Hörbuch vom 25.03. bis 06.04.19 gehört. Es hat mir gut gefallen. Leider fällt der Spannungsbogen ab, sonst hätte es 5 Sterne gegeben. Da so viele Täter nicht in Frage kommen, hatte ich mich auf eine Person eingeschossen. Doch am Schluss kam es ganz anders. Zum Plot: eine ganz normale Familie, wie sie auch hier leben könnte. Doch Tochter Stella, gesprochen von Nellie Thalbach, wurde verhaftet. Noch schlimmer, sie hat gestanden einen Mord begannen zu haben. Doch wie ist alles gekommen? Das erfahren wir durch drei unterschiedliche Perspektiven, die sequenziell hintereinander gereiht sind. Jede Person erläutert ihre Sichtweise und daraus resultiert auch ihr handeln. Zunächst geht es um Adam, gesprochen von Hannes Hellmann. Er ist Pfarrer und wir erfahren einiges aus seinem Privatleben z.B., dass er ein Kontrollfreak ist. Er würde er alles tun, um seine Tochter zu beschützen. Er hat den längsten Part in der Erzählung. Nun lernt man Nelli kennen. Der Teenager der sich von den Eltern nicht verstanden fühlt. Man erfährt wie sie Geschäftsmann Christopher Olsen trifft und über ihre Freundschaft zu ihm. Die Mutter Ulrika ist Anwältin, gesprochen von meiner Lieblingssprecherin Anna Thalbach. Sie hat Geheimnisse und ist sehr berechnend. Ob das ihrer Tochter letztendlich hilft, möchte ich nicht verraten. Fazit: Für wen ist das Hörbuch? Es ist kein Actionthriller, sondern eher eine spannende, emotionale Geschichte die hinter die Fassade einer oder auch zweier Familien blickt. Es gibt jede Menge Cliffhanger. Es ist ein Hörbuch für kalte Winterabende und lässt einem mit der Frage zurück: „Wie weit würde ich selbst gehen, um mein Kind aus einer brenzligen Situation zu retten?“ Mit hat das Hörbuch sehr gut gefallen und ich gebe gerne 4 Sterne. Das Hörbuch wurde mir als Rezensionexemplar von der Hörverlag zur Verfügung gestellt. Dafür vielen Dank.

Lesen Sie weiter

Die Lüge Diane Jordan Zurück aus dem Urlaub, ist die Wäsche zwar frisch gewaschen, leider aber noch nicht gebügelt. Da bietet es sich geradezu an, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Dem doch eher langweiligen, aber durchaus nötigen Bügelspaß, etwas aufzupeppen und mit einem super Hörbuch zu toppen. „Die Lüge“ von Mattias Edvartsson, scheint mir da als Krimi-Fan, sehr geeignet. Das Cover sieht ansprechend aus und zack habe ich die Kopfhörer auf den Ohren. Der dramatische Nervenkitzel spielt im schwedischen Lund. Das finde ich schon mal sehr gut, da ich dort schon einmal war und mir daher vorstellen kann, wie es dort so ist. Die Protagonisten Adam, Ulrika und Stella wirken auf den ersten Blick, eher harmlos und spießig und wie eine Durchschnittsfamilie. Die Geschichte wirkt alltäglich und als Zuhörer kann man sich durchaus vorstellen, dass es so in „normalen“ Familiengebilden auch laufen könnte. Allerdings fällt mir sofort auf, dass der Vater Pfarrer und die Mutter Rechtsanwältin ist. Mein Kopfkino springt an und ich lasse mich in den Sog der durchaus spannenden Geschichte ziehen. Der Plot ist so gestaltet, dass man als Zuhörer in drei separaten Teilen, Stückchen für Stückchen, ähnlich wie beim Puzzle spielend „scheinbare“ Wahrheiten erfährt, die nach und nach auch Sinn machen und zum Verständnis der Geschichte beeitragen. Auffällig scheint mir dabei nur, dass alle drei lügen, dass sich die Balken biegen. Von einem Pfarrer und einer Anwältin hätte ich das allerdings eher nicht erwartet. Allerdings darf man meines Erachtens nicht außer Acht lassen, dass sie ihre nicht so einfache Tochter schützen wollen, weil sie Stella verständlicher Weise sehr, sehr lieb haben. Aber bei Mord hört der Spaß ja bekanntlich auf und so ist es nicht verwunderlich, dass die Tochter sich vor Gericht mit einer Mordanklage wiederfindet. Die Charaktere der einzelnen Familienmitglieder werden, meiner Meinung nach, vom Autoren Edvartsson gut beschrieben. Als Zuhörer entstehen daher gute Bilder vor dem inneren Auge und der psychologische Nervenkitzel, mit dem doch sehr hohen Spannungsbogen, steigt von CD zu CD. Mir persönlich gefällt mein Schwedenkrimi zum Bügeln sehr gut. Land, Leute und Plot sind hervorragend gewählt und es wird den Figuren ein entsprechendes Leben eingehaucht. Fantastisch von den drei Sprechern vorgetragen, finde ich es fast ein wenig schade, als der Hörgenuss vorbei ist. Denn das war wirklich eine tolle, gedankliche Auszeit vom stumpfsinnigen Bügeln. ... Eine fast perfekte Familie, ein brutaler Mord, drei Wahrheiten ... Inhalt: Verborgen hinter Lügen, liegt eine Wahrheit, die nie ans Licht kommen sollte … Lund, Schweden: eine ganz normale Familie. Adam ist Pfarrer, Ulrika Anwältin und Stella ihre rebellierende Tochter. Kurz nach ihrem 19. Geburtstag wird Stella als Mordverdächtige verhaftet. Ein Mann wurde erstochen aufgefunden. Doch woher hätte sie den undurchsichtigen und wesentlich älteren Geschäftsmann kennen sollen und vor allem, warum hätte sie ihn töten sollen? Adam und Ulrika müssen sich fragen, wie gut sie ihr eigenes Kind wirklich kennen – und wie weit sie gehen würden, um es zu schützen … Autor: Mattias Edvardsson lebt mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Töchtern außerhalb von Lund in Skåne, Schweden. Wenn er keine Bücher schreibt, arbeitet er als Gymnasiallehrer und unterrichtet Schwedisch und Psychologie. Mit seinem Roman »Die Lüge« eroberte er auf Anhieb die Top 10 der SPIEGEL-Bestsellerliste und wurde nicht nur von den Lesern gefeiert, sondern auch von der Presse hochgelobt. Sprecher: Anna Thalbach, geboren 1973, lebt und arbeitet in Berlin. 2008 erhielt sie den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin und gehört zu den gefragtesten Hörbuchsprecherinnen Deutschlands. Für Random House Audio liest sie beide Romane von Katherine Webb. Nellie Thalbach, geboren 1995 in Berlin, ist die Tochter der Schauspielerin Anna Thalbach, sowie die Enkelin der Schauspielerin Katharina Thalbach. Sie selbst ist, der Familientradition folgend, ebenfalls Schauspielerin. Seit 2011 spielt sie regelmäßig an der Komödie am Kurfürstendamm und war auch schon im Deutschen Theater Berlin zu sehen. Auch in TV und Kino spielte sie bereits mehrere Rollen. Fazit: 5***** „Die Lüge“ von Mattias Edvardsson ist im Random House Audio Verlag erschienen. Die zwei CDs werden einfühlsam und beeindruckend von Anna und Nellie Thalbach sowie von Hannes Hellmann vorgetragen.

Lesen Sie weiter

Die Lüge

Von: analog 2.0

22.08.2019

Es geht in Die Lüge um die 19jähirge Stella die unerwartet verhaftet und des Mordes an ihrem Liebhaber beschuldigt wird. Sie landet in Untersuchungshaft und ihre Eltern bleiben geschockt und verunsichert zurück. Ihr Vater ist der örtliche Pfarrer und ihre Mutter ist Rechtsanwältin. Mit Hilfe eines alten Anwaltskollegen versuchen beide ihre Tochter aus dem Gefängnis zu bekommen und herauszufinden was nun eigentlich wirklich passiert ist. Die Lüge von Mattias Edvardsson hat mich leider nicht umgehauen. Ich mochte den Schreibtstil. Das Buch wird aus der Sicht von Vater, Mutter und Stella erzählt. Ich fand, dem Autor ist es gut gelungen seine Wortwohl an die Charaktere anzupassen. Dies bleiben aber trotzdem sehr starr und oberflächlich und es flossen viele Klischees mit ein. Trotzdem kam für mich leider nicht viel Spannung auf. iDie Geschichte hat sich sehr in die Länge gezogen. Das Augenmerk lag deutlich stärker auf der Familiengeschichte als auf dem Mordfall. Im Prinzip wäre das auch kein Problem, Familiengeschichten sind toll. Das Erbe von Mattias Edvardsson wird aber als „fesselnd und trügerisch“ beworben, das kann ich nicht bestätigen. Ich weiß nicht, ob es an der Geschichte lag oder einfach an dem kühlen Setting. Leider konnte auch die geniale Sprecherkombination aus Anna Thalbach, Nellie Thalbach und Hannes Hellmann das Hörbuch nicht mehr retten. Ich habe trotz alle dem lange gebraucht mich in die Geschichte einzufinden und dachte ständig irgendwas muss doch noch kommen. Wie man an den vielen sehr guten Bewertungen für dieses Buch sieht, sind Meinungen wohl doch sehr subjektiv. Nur weil ich dieses Hörbuch nicht mochte, heißt es nicht, das es nicht seine Liebhaber finden wird.

Lesen Sie weiter

Was bleibt von einer „heilen Familie“, wenn die Tochter unter Mordverdacht steht und in Untersuchungshaft sitzt? Mit welchen Gefühlen kämpft jedes Familienmitglied in einer solchen Ausnahmesituation? Und die größte Frage: was ist wirklich passiert an diesem Freitagabend? Mattias Edvardsson entwirft in seinem Krimi „Die Lüge“ ein spannendes Szenario. In drei Abschnitten, geschrieben jeweils in der Ich-Form aus Sicht des Vaters, der Tochter und schließlich der Mutter, beleuchtet er die Zeit nach einem Verbrechen und ihre Auswirkungen auf eine „ganz normale“ Familie... Er erzählt jedoch nicht in jedem Abschnitt die komplette Geschichte, sondern schafft es, den Spannungsbogen so zu bauen, dass dieser Roman bis zur letzten Seite packend bleibt. Ich jedenfalls konnte das Buch kaum zur Seite legen und habe die fast 550 Seiten in kurzer Zeit gelesen. Besonders faszinierend fand ich, wie die Charaktere und ihre Sehnsüchte lebendig werden und wie man nachvollziehen kann, was sie zu ihren Handlungen treibt. So hat der Vater im Rahmen der etwas schwierigen Pubertätsphase seiner Tochter Stella eine Art Kontrollzwang entwickelt, was ihm das Mädchen jedoch immer weiter entfremdet. Stella hingegen versucht mit aller Macht unabhängig zu werden und ihr ungestümer Freiheitsdrang, der mit den Charaktereigenschaften des Vaters so gar nicht zusammenpasst, führt immer wieder zu starken Konflikten. Stellas Mutter Ulrika hingegen kommt nur schwer mit ihren Schuldgefühlen klar – als Stella „schwierig“ wurde, hat sie sich in ihre Arbeit gestürzt und sich so manches Mal gewünscht, dass Stella mehr so wäre wie deren beste Freundin Amina – ein angepasstes, strebsames Mädchen. Aber darf eine Mutter so denken? Ulrika sieht ihre fehlende Loyalität gegenüber Stella als einen Grund an, der ihre Tochter vielleicht zu einem Verbrechen getrieben haben könnte. Jeder der drei Hauptfiguren hat mit inneren Konflikten zu kämpfen – obwohl alle drei doch eigentlich nur eine funktio-nierende Familie wollen. Jeder hat Schuldgefühle und jeder versucht auf seine Art, andere zu schützen – auch wenn das zum Teil weitere strafbare Handlungen nach sich zieht, die große Konsequenzen haben können. Die konkreten Zusammenhänge werden tatsächlich erst auf den letzten 100 Seiten offenbar, als es um das Gerichtsverfahren gegen Stella geht. Und was sich wirklich abgespielt hat in jener Nacht, erfährt der Leser sogar erst auf der allerletzten Seite (nicht spicken jetzt, falls das Buch vor euch liegt!!!). Ich fand den Aufbau wirklich sehr clever und habe über die gesamte Länge des Romans keine „Hänger“ gespürt, also Stellen, an denen meine Lesefreude nachgelassen hätte. So muss ein Krimi sein, dann hat er sich seine 5 Sterne auch redlich verdient! Hoffentlich gibt es bald Nachschub von Mattias Edvardsson.

Lesen Sie weiter