Leserstimmen zu
Die Lüge

Mattias Edvardsson

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Was ist Wahrheit und was ist Lüge? Gibt es nur eine Wahrheit? Ist meine Wahrheit auch die Realität der Anderen und stimmt meine innere Wahrheit mit der Realität überein? Dieses Buch zeigt auf spannende Weise, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt und das ein Erlebnis für alle unterschiedliche Wahrheiten birgt. Stella, Adam und Ulrika sind eine Familie und leben das gleiche Leben, an vielen Schnittstellen teilen sich alle Drei viele Erlebnisse, doch die Wirkung des Erlebten lässt einen fast glauben, sie hätten an unterschiedlichen Leben teil gehabt. Nach und nach begreift der Leser die Zerrissenheit der Protagonisten und das verzweifelte Aufrechterhalten der Fassade bekommt einen ganz neuen Sinn. Die einstig perfekte Familie liegt in Trümmern und hervor kommen die einzelnen Persönlichkeiten mit ihren inneren und äußeren Lügen. Gerade in diesem Buch ist die skandinavische Erzählart perfekt zum Transport der Geschichte. Die einzelnen Blickwinkel verweben sich in drei Teilen zu einem kompletten Bild. Durch Perspektivwechsel entstehen neue Schattierungen und der Mord, sowie auch Stella, erscheinen immer wieder in einem neuen Licht. Mir hat das Buch richtig gut gefallen, gerade auch weil es so tief hinter die verschiedenen Fassaden blicken ließ. Flüssig geschrieben, ein guter Spannungsbogen, verschiedene Perspektiven und Erzählstränge, ein packendes Thema = ein toller Schwedenkrimi! Für mich sind die Skandinavier einfach die besten Geschichtenerzähler!

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Wann ist eine Lüge legitim?

Von: Daniela

07.04.2019

Adam Sandell ist Pfarrer und wohnt mit seiner Frau Ulrika und seiner 19jährigen Tochter Stella in Lund, Schweden. Wie viele andere Eltern, muss sich auch das Ehepaar Sandell mit den „Macken“ einer Jugendlichen auseinandersetzen. Stella´s Verhalten wird zunehmend anstrengender, obwohl sie bereits seit geraumer Zeit Probleme hat, ihre Wut im Zaum zu halten und ihre Impulse zu kontrollieren. Als eines Tages die Polizei anruft und Adam und Ulrika mitteilt, dass Stella vorläufig festgenommen ist, ist die Tat nicht mehr mit jugendlichem Gehabe zu rechtfertigen. Sie steht unter Mordverdacht. Was haben er und seine Frau bloß verkehrt gemacht in der Erziehung ihrer Tochter. Doch er kann nicht akzeptieren, dass seine Tochter jemanden getötet haben soll. Kurzerhand lügt er sogar die Polizei an, und verschafft damit Stella ein Alibi. Alles, um seine Familie zu beschützen. Da die Polizei seiner Meinung nach nicht ausreichend um die Aufklärung des Mordes und Stellas Unschuld bemüht ist, macht Adam sich selbst daran, die Wahrheit herauszufinden und scheut nicht davor zurück Grenzen zu überschreiten. Das Cover zeigt ein Haus vermutlich in Schweden, über dem dunkle Gewitterwolken hängen. Und so ahnt man, dass dieser Familie etwas Schreckliches bevorsteht. Im ersten Teil des Buches schildert Adam, wie er versucht Stellas Unschuld zu beweisen und gibt Rückblicke in die Vergangenheit und das Familienleben aus seiner Sicht. Zitat Position 41 Ich habe eine Ausbildung für Krisenintervention, ich weiß alles über die einzelnen Reaktionsphasen und habe mit einer Unzahl an Menschen gearbeitet, die sich in einer Krise befanden oder traumatisiert waren. In dieser Situation half mir nichts davon. Ungefähr zur Mitte des Buches ändert sich die Perspektive und Stella erzählt ihre Geschichte. Unterschiedlicher könnten die Wahrnehmungen der Erzähler nicht sein. Zitat Position 185 Erst war ich der Meinung ich hätte ADS oder ADHS, dann dachte ich an Borderline, schizoide Persöhnlichkeitsstörung oder bipolare Störung. Der Schreibstil ist flüssig und konstant spannend. Der Autor baut tolle Perspektivwechsel der Familienmitglieder ein. Somit fliegt man nur so durch die Seiten. Die Geschichte nimmt eine völlig andere Richtung auf, als ich nach den ersten Kapiteln erwartet hätte, macht es damit aber umso interessanter. Aber auch Stella verrät noch nicht die Wahrheit. Und so kommt auch in einem dritten Abschnitt, der sich bei der Gerichtsverhandlung abspielt, noch ihre Mutter Ulrika zu Wort. Zitat Position 346 Nicht für sein Kind da zu sein - kein Verrat könnte schlimmer sein. Als man dann endlich die Wahrheit erfährt, bleibt man zutiefst beeindruckt zurück. Was für ein Konstrukt aus Lügen, Liebe, Hass und Familienzusammenhalt. Fazit: Ein hervorragend ausgeklügelter psychologischer Spannungsroman. Dieses Buch hat von allem etwas - Emotionen und Spannung. Absolute Leseempehlung von mir.

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Die Lüge ist anders als andere Thriller. Hier gehrt es nicht darum, Mitleid für das Opfer zu bekommen oder das Leben und die Umstände eben diesem darzustellen. Es geht darum, aufzuzeigen, dass man eigentlich Niemanden trauen kann. Und so außergewöhnlich macht es das ganze, dass es sich mit der mutmaßlichen Täterin und ihren Eltern befasst. Wie konnte es letztlich dazu kommen, dass diese Person die Tat eventuell verübt hat? Wie weit würden Eltern gehen, um ihr Kind, dem eben diese schlimme Tat vorgeworfen wird, zu schützen? Besonders spannend dabei finde ich, dass die Ereignisse nacheinander von Vater, Mutter und Tochter erzählt werden, und auch immer wieder Geschichten aus der Vergangenheit erwähnt werden, die auf der einen Seite die Entwicklung der Tochter und das Familiengefüge aufzeigen, auf der anderen Seite aber auch die Beziehung der Eltern zueinander und die Erschütterungen in eben dieser beschreiben. Man empfindet auf der einen Seite Mitleid mit jedem Einzelnen von Ihnen, aber man ist gleichzeitig auch super misstrauisch und weiß eigentlich gar nicht, was man noch glauben soll und was nicht. Die Spannung ist von der ersten bis zur selten Seite konstant hoch und man fliegt nur so durch die Geschichte. Der Schreibstil ist wunderbar und auch die relativ kurzen Kapitel finde ich genau richtig portioniert. Dem Autor gelingt der Spagat zwischen Spannung und Tiefe der Geschichte, und eins steht fest: Am Ende weiß man gar nicht mehr, was man glauben kann und was nicht. Fazit: Ein toller, unterhaltsamer Thriller, der Lust auf mehr macht. Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der Thriller genauso liebt wie ich, dem aber neben der Spannung auch eine ordentliche Tiefe und Qualität der Geschichte wichtig ist.

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Ich durfte das Buch: "Die Lüge" von Mattias Edvardsson vorab als Ebook lesen. Meine Meinung dazu ist folgende: 1. Das Cover: auf diesem ist ein typisch, schwedisches Haus zu sehen. An einem See. Durch die dunklen Wolken über diesem Haus, wirkt das ganze auf mich schon spannend. Wirklich sehr gelungen. 2. Zu der Geschichte und dem Schreibstil: Mattias Edvardsson gelingt es durch seinen flüssigen Schreibstil den Leser zu fesseln. Außerdem gelingt es ihm die Spannung aufrecht zu erhalten und die Szenen so darzustellen, dass man denkt, man erlebt alles mit. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Und gebe eine ganz klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

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Empfehlenswertes Buch

Von: Minikju

24.03.2019

Ich kann dieses Buch rundum empfehlen. Es wird aus den drei unterschiedlichen Perspektiven der Familie geschrieben und je länger man liest desto mehr möchte man eintauchen und verstehen warum alles geschehen ist wie es geschehen ist. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut zu lesen. Ich werde hier auch nicht zu viel verraten ...lieber selber lesen !

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Spannend bis zur letzten Seite

Von: Mailaaa

23.03.2019

Spannend bis zur letzten Seite und mitreißend bis zur Enthüllung. Der Leser wird eintauchen in ein Netz voller Lügen, Einbildungen und Gesetzesregelungen. Super recherchiert und so gut geschrieben, dass man das Buch nicht weglegen kann. Absolut zu empfehlen für Krimiliebhaber und die, die es werden wollen.

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Spannend...

Von: Piepelliese

23.03.2019

Das Buch ist sehr gut geschrieben. Mir gefällt die Sicht aus den verschiedenen Perspektiven der Hauptpersonen der Handlung. Ztw. ist es etwas langatmig, dann wiederum kann man es kaum erwarten weiter zu lesen. Die Handlung baut immer mehr aufeinander auf, wenn man die verschiedenen Sichtweisen liest. Man fühlt sich wie mitten im Geschehen. Insgesamt ein tolles Buch, welches ich jederzeit wieder lesen würde und jedem der Spannung mag, aber keine blutrünstigen Thriller, empfehle.

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Stella wird vorgeworfen, Christopher kaltblütig erstochen zu haben. Sie sitzt deswegen im Gefängnis und alles läuft auf eine Gerichtsverhandlung hinaus. Doch ist sie ein unschuldiges Opfer vorschneller Ermittlungen oder eine kaltblütige Mörderin? Darum dreht sich der Roman „Die Lüge“ von Mattias Edvardsson. Zunächst lässt uns der Autor die Sicht des Vaters einnehmen. Man erfährt etwas über die familiären Beziehungen, bis dieses unglaubliche Ereignis über die Familie hereinbricht. Durch Rückblenden in die Vergangenheit wird spannend geschildert, wie nach Unschuldsbezeugungen erste Zweifel wach werden und sich die Krise auf Familie und Freunde auswirkt, bis die Sicht des Vaters plötzlich endet und wir Stella’s Perspektive einnehmen. Der Leser wird von der bis dahin nicht unbedingt sympathisch gewordene junge Frau mit in ihre Zeit im Gefängnis genommen und sieht aus ihrer Sicht ihre Kindheit und die Beziehung zu ihren Eltern, lernt verstehen wie die Reaktionen ihrer Eltern sie geprägt haben und die Dinge gelaufen sind, wie sie sind. Im spannendsten Moment – der Tatnacht – endet Stella’s Schilderung und ihre Mutter erzählt aus ihrer Sicht wie es sich anfühlt, dem Prozess der eigenen Tochter zusehen zu müssen. Auch hier kann der Leser sich durch Rückblenden in ihre Empfindungen und Entscheidungen versetzen. Die drei Erzählperspektiven knüpfen aneinander an und bauen auf einander auf und das macht diesen Roman besonders. Man lernt die Protagonisten und ihre Vergangenheit individuell kennen, samt den inneren Konflikten, mit denen sie angesichts der für alle unfassbaren Situation zu kämpfen haben. „Die Lüge“ ist von Anfang an spannend und lässt einen gerne weiterlesen, wird im Verlauf immer packender, sodass man es nicht erwarten kann, zu erfahren wie sich die Ereignisse wirklich abgespielt haben. Der Roman zeigt, wie unterschiedlichen Vater, Mutter und Tochter Vergangenheit und Gegenwart wahrnehmen und thematisiert vor einem spannenden Geschehen die komplizierte Beziehung zwischen Eltern und Kindern sowie die Auswirkungen unserer Kindheitserfahrungen auf unser erwachsenes Ich. Absolut empfehlenswert für jeden, der spannende Geschichten mit etwas mehr Tiefsinn liebt.

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