Leserstimmen zu
Dear Evan Hansen

Val Emmich, Steven Levenson, Benj Pasek, Justin Paul

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Ein Brief, den er nie schreiben wollte..

Von: luna.literary

16.11.2019

Inhalt: In »Dear Evan Hansen« geht es, wie man am Titel vielleicht schon vermutet könnte, um Evan Hansen. Evan ist einsam, allein und für die meisten Menschen unsichtbar, zumindest könnte man das vermuten. Niemand versteht ihn, weder seine Mutter, noch sein einziger Freund. Wobei die Bezeichnung "Freund” nicht so ganz stimmt. Es ist eher ein “Familienfreund”, da die Eltern von Evan und Jared befreundet sind und nicht die beiden direkt. Dadurch, dass Evan sich komplett isoliert, schickt seine Mutter ihn zu einem Therapeuten, denn sie will, das er wieder “normal” wird. Innerhalb seiner Therapie muss er Briefe schreiben, Briefe an sich selbst. Briefe in denen er sich sagt, was gut laufen wird, sich dazu ermuntert etwas zu ändern. Briefe, die nur für seine und die Augen seines Therapeuten gedacht sind. Doch wann laufen Dinge mal so, wie geplant? Richtig, nie. Während er in der Schule ist, gerät er in ein Missverständnis mit einem anderen Mitschüler. Connor wirkt so ganz anders, von seiner Aufmachung bis hin zu seiner Art... Einige Zeit nachdem Missverständnis kommt Connor auf Evan zu, um sich zu entschuldigen, und sieht einer seiner Briefe, einen Brief an sich selbst. In dem Brief schreibt Evan über Connors Schwester. Natürlich entsteht ein neues Missverständnis und Connor ist dadurch sauer auf Evan. Aber viel schlimmer als das, er nimmt seinem Brief mit sich. Am nächsten Tag will Evan mit ihm reden und alles erklären, doch Connor ist nicht da. Auch von Zoe, seiner Schwester fehlt jede Spur. Tage vergehen und nichts passiert. Was ist wohl passiert, dass beide Geschwister nun komplett verschwunden sind? Schreibstil: Der Schreibstil hat mir unfassbar gut gefallen. Die Charaktere sind stark ausgearbeitet. Evan ist “anders”, hat Eigenarten und ist kompliziert. Aber dennoch empfand ich ihn als wirklich interessanten Charakter. Ich war ab der ersten Seite komplett in die Geschichte vertieft und wollte das Buch am liebsten nicht mehr weglegen. Fazit: 5 / 5 ⭐️ »Dear Evan Hansen« ist eine Emotionale und meiner Meinung nach unfassbar spannende Geschichte. Die Charaktere, die Geschichte ..alles passt wundervoll zusammen. Meiner Meinung nach sollte sich jeder dieses Buch zulegen!

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Wyker Buchhandlung

Von: Mia Stauvermann aus Wyk

15.11.2019

Ich finde dieses Buch ist sehr schön geschrieben. Es macht mir richtig Spaß darin zu lesen. Dieses Buch ist einfach so real und jugendlich geschrieben, dass es sich so anfühlt als würde man es als Außenstehender miterleben.

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Dein bester Freund stirbt und plötzlich stehst du im Mittelpunkt. Nur, dass er eigentlich gar nicht dein bester Freund war. Ich habe schon von vielen von dem Musical “Dear Evan Hansen” gehört, allerdings es weder bisher selbst gesehen, noch mich mit der Geschichte näher beschäftigt. Aufgrund der durchweg positiven Resonanz war meine Neugierde aber geweckt und als ich das Buch entdeckte war für mich klar, dass ich es unbedingt lesen muss. Die Geschichte Evan Hansen hat ein Problem. Er leidet an einer sozialen Phobie und hat deshalb große Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen. Als Aufgabe von seinem Therapeuten muss Evan sich jeden Tag einen Motivationsbrief schreiben. “Manchmal bewirken diese Briefe das Gegenteil von dem, was beabsichtigt war. Sie sollten dafür sorgen, dass mein Glas halb voll bleibt, aber sie erinnern mich daran, dass ich nicht so bin wie alle anderen (…) Ich muss nicht daran erinnert werden. Ich weiß, dass ich nicht richtig bin. Glaubt mir, ich weiß es.” (S. 20) Einer von Evans Briefen gerät durch einen dummen Zufall in die Sachen von Connor Murphy. Und Connor Murphy stirbt. Besser gesagt, er bringt sich um. Alles, was seine Eltern dann noch von ihm haben, ist dieser ominöse Brief, in dem ihr Sohn sich scheinbar einen Freund anvertraut. Dieser Freund ist Evan Hansen. Anstatt Connors Familie aufzuklären, dass Evan den Brief an sich selbst geschrieben hat, lässt er sie in dem Glauben, dass er und Connor beste Freunde waren. Für den unscheinbaren Außenseiter Evan Hansen öffnen sich dadurch auf einmal ganz neue Türen und er bekommt die Beachtung von allen Schülern aus seiner Schule und wird von Connors Eltern regelrecht geliebt. Cover von “Dear Evan Hansen” von Val Emmich. Cover: Random House Verlag Meine Meinung Nicht nur einmal habe ich mich beim Lesen dabei ertappt, dass ich dachte, warum Evan das Missverständnis nicht einfach aufklärt. Warum er Connors Elter nicht direkt am Anfang sagt, dass er gar nicht mit Connor befreundet war. Aber, umso weiter die Geschichte fortschreitet, wird immer ersichtlicher, wie verzweifelt sich Evan nach Anerkennung sehnt – und wie sehr er die Aufmerksamkeit von Connors Eltern braucht. “Ich hab da gesessen und diesen Tag beschrieben, diesen Albtraum von Tag, nur war es gar nicht dieser Tag, nicht genau dieser. Dieses Mal war Connor da. Also, natürlich nicht wirklich, aber in meiner Vorstellung war es so, als wäre er da gewesen – und plötzlich war jener Tag nicht mehr so ein Albtraum. Er war etwas anderes.” (S. 129) In den vielen Momenten, in den Val Emmich dem Leser einen Einblick in Evans Leben und in seine Gedanken gibt, wird deutlich, was es für den Jungen bedeutet, anders zu sein. Was es bedeutet, immer alleine am Tisch in der Mensa der Schule zu sitzen und wie die Aussicht auf eine Änderung dieser Situation ihn geradezu beflügelt. Der Leser sieht Evan vor sich und möchte ihn umarmen, möchte ihm Mut zusprechen. Eine Stelle im Verlauf des Romans, in der Evan einen Dokumentarfilm über die Fotografin Vivian Maier schaut, gibt seinen Wunsch, Connor ein Andenken zu machen, gut wieder. Es geht um den Macher des Dokumentarfilms, der Evan auf die Idee bringt, dass auch er selbst etwas machen kann. “Ich sehe mir den Typen auf den Bildschirm genauer an. Er ist keine Star oder so was. Ganz und gar nicht. Er hat was leicht Beklopptes, ehrlich gesagt, mit Brille und schlechter Haut. Und er sieht echt jung aus. Ihm hat das alles einfach so viel bedeutet, dass er gehandelt hat. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, dafür zu sorge, dass die Welt Vivian Maier wertschätzt.” (S. 202) Genau so macht Evan es sich zur Aufgabe. Trotz seiner sozialen Phobie spricht er vor seinen Schülern und berichtet ihnen von Connors Geschenk an ihn: Er habe gelernt, das er nicht alleine und das er wichtig sei. Dieser Moment hat mich beim Lesen sehr berührt, zeigt er doch, wie wichtig Evan die Anerkennung und Akzeptanz von den andere ist. Fazit Ein sehr gefühlvoller Roman, der zeigt, wie wichtig die Akzeptanz von anderen Menschen für – insbesondere junge – Menschen ist.

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Für jeden eine Empfehlung!

Von: Die VOR-Leser

01.11.2019

Der Roman „Dear Evan Hansen“ beginnt mit einem eigentlich ganz normalen Tag für den 17-jährigen Evan. Er geht zur Schule und schreibt wie fast jeden Tag einen Brief an sich selbst, der wie immer mit „Lieber Evan Hansen, das wird heute ein ganz fantastischer Tag – und ich verrate dir auch, warum.“ beginnt. Aufgefordert dazu hat ihn sein Therapeut. Durch ein paar unglückliche Zufälle landet der Brief jedoch bei Connor, der noch am selben Tag Suizid begeht. Evans Brief befindet sich in Connors Hosentasche, als er stirbt und Connors Eltern denken nun, dass dies Connors Abschiedsbrief an Evan sein muss und, dass sie demnach Freunde gewesen sein müssen. Evan bringt es nicht über sich dieses Missverständnis aufzuklären und so hat sich von Außen betrachtet dieser ganz normale Tag in einen wirklich ganz fantastischen Tag verwandelt. Schließlich ist er plötzlich als „bester Freund“ von Connor nicht mehr unsichtbar für seine Mitschüler. Und sogar Zoe, das Mädchen seiner Träume interessiert sich für ihn. Für Evan selbst hat sich dieser ganz normale Tag gleichzeitig auch in einen ganz schrecklichen Tag verwandelt, denn wie lange kann er diese Lüge aufrechterhalten und was passiert, wenn die schlichte Wahrheit ans Leben kommt? Mir hat das Buch „Dear Evan Hansen“ ganz gut gefallen. Der Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen und der Roman ist aus der Perspektive von Evan geschrieben, wodurch man mehr mit ihm mitfühlt und sich mehr mit ihm identifizieren kann. Leider fiel es mir das ganze Buch über schwer mit Evan warm zu werden, da er mir nicht sofort sympathisch erschien und ich Probleme hatte, manche seiner Handlungen nachzuvollziehen. Andere Charaktere, wie z.B. Zoe oder Evans Mutter, waren mir auf Anhieb sympathisch. Lasst euch davon aber nicht abschrecken, da das eher eine subjektive Empfindung ist. Außerdem finde ich den Anfang echt gelungen, weil man sehr gut in die Handlung hinein geführt wird und es auch direkt spannend wird. Der Mittelteil hat sich jedoch für meinen Geschmack ein bisschen zu lang gezogen, da dort nicht wirklich viel passiert ist und ich zeitweise die Lust am Lesen verloren habe. Das Ende wiederum hat mir genauso wie der Anfang sehr gut gefallen, da es perfekt passt und sehr berührend ist. Insgesamt kann ich den Roman nicht nur Jugendlichen empfehlen, sondern auch Erwachsenen, die ein berührendes Buch und/oder ein Buch zum Nachdenken suchen und jedem, der sich schon einmal selbst als Außenseiter gefühlt hat. Sonja Schmitz, 16 Jahre

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In dem Buch dear Evan Hansen, geht es wie der Titel schon verrät, um den jungen Evan Hansen, der es bisher nicht leicht hatte im Leben. Als er dann von seinem Psychiater die Aufgabe bekommt, Briefe an sich selbst zu verfassen, dieser Brief dann in die falschen Hände gerät. Und der Brief den Anschein erweckt, er wäre der beste Freund des verstorbenen Mitschülers Connor , bekommt Evan durch dieses Missverständnis die Chance auf ein ganz neues Leben, in dem er nicht unsichtbar ist und dazugehört. Doch mit der Täuschung der Eltern von Connor und seiner Mitschüler, geht für Evan auch eine gewisse Verantwortung einher. Denn von Evan wird erwartet Connors Andenken zu wahren. Mit jeder weiteren Lüge, gerät Evan immer mehr hinein in die Lügenspirale, aus der es scheinbar kein Entkommen mehr gibt. Plötzlich steht Evan im Zentrum der Aufmerksamkeit und sogar das Mädchen seiner Träume, Connor Schwester, findet Interesse an ihm. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Ich kannte das Musical vor dem Buch nicht, daher kann ich ausschließlich das Buch an sich und nicht die Umsetzung bewerten. Dieses Buch beinhaltet eine wirklich authentische und berührende Geschichte, die dazu auch noch zum Nachdenken anregt. Trotz des doch sehr schwierigen Themas, ist der Schreibstil sehr angenehm und flüssig zu lesen. Unteranderem besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte zum größten Teil aus Evans Sicht geschrieben wurde, der verstorbene Connor aber auch teilweise seine Sicht der Dinge erzählen durfte, was ziemlich interessant war, da er eigentlich bereit tot war und als "Geist" die Geschehnisse beobachten konnte. Das Buch enthält viele interessante Wendungen und wurde zu keinem Zeitpunkt langweilig oder gar langatmig. Dazu kommt, dass das Buch viele Themen kritisch betrachtet, wie Außenseitertum/Beliebtheit, moderne Medien und der Umgang mit Suizid und der Frage, ob es Situationen gibt, in denen es nicht moralisch verwerflich wäre, zu lügen. Der einzige Kritikpunkt meinerseits wäre, dass mir das Handeln einzelner Charaktere kurios vorkam. Wie zum Beispiel, dass die Eltern von Connor, Evan so stark bedrängt haben und Dinge wie Emailverläufe schon fast "verlangt" haben, das fand ich etwas weit hergeholt. Alles in allem kann ich trotzdem nur sagen, dass mir das  Buch sehr gefallen hat und ich Evan auf seiner Reise, auf der er sich stark weiterentwickelt hat, gerne begleitet habe.

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Ein einzelner Brief kann vieles verändern. Der Junge Evan Hansen schreibt Briefe. Durch eben diese, Ereignet sich ein Missgeschick, in dessen Rampenlicht sich Evan ganz schnell befindet. Man lernt den Protagonisten Evan sehr gut kennen, sein Gefühlschaos und auch die Einsicht über seine Gedanken. Die Thematik handelt größtenteils um physische Erkrankungen und Selbstmord, was wirklich mal eine andere Thematik ist, als die die ich sonst lese. Für manche ein weiter Einblick in eine Welt, die man nicht oft kennt. Es wirkt alles ziemlich echt. Es greift in die Jugendzeit ein, die perfekt detailgetreu beschrieben wurde. Alles in allem ein eher trauriges Buch. Es gibt auch ein passendes Musical dazu, welches ich nicht kenne. Es ist kein normales 0815 Buch, sondern eines mit Tiefgang.

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Evan Hansen fühlt sich allein. In der Schule hat er keine Bezugspersonen und leidet unter Angstzuständen. Er macht eine Therapie und soll für diese Briefe an sich selbst schreiben. Doch einer dieser Briefe gerät an Connor, einen seiner Mitschüler. Der nimmt sich kurz darauf das Leben und der Brief von Evan wird bei Connor gefunden. Die Eltern von Connor, die ihren Sohn nicht richtig kannten, haben die Hoffnung, Evan könnte ihnen helfen, den Tod von Connor zu verstehen. Plötzlich findet Evan sich in einem Konstrukt aus Lügen wieder. Seine Mitschüler nehmen ihn nun wahr, doch schafft es Evan, dieses Schauspiel aufrecht zu erhalten? • Das Cover von „Dear Evan Hansen“ ist schön schlicht und passt gut zur Geschichte. Warum erfährt man erst, wenn man sie liest, was ich persönlich sehr gerne mag. Das Buch wurde auf der Grundlage des gleichnamigen Musicals geschrieben. Leider finde ich, dass man das am Schreibstil, dem word building und den Dialogen merkt. Die Sätze wirken abgehackt, lassen sich für mich nicht flüssig lesen. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, die von Evan Hansen und dem zu dem Zeitpunkt bereits gestorbenen Connor. Die Abwechslung fand ich ganz schön, ist mal etwas anderes. Die Geschichte ist grundsätzlich sehr gefühlvoll, leider kamen die Gefühle bei mir nicht so richtig an. Ich habe wenig mitgefühlt und konnte nicht wirklich viel Bezug zu Evan und seiner Geschichte aufbauen. Die Handlung selbst fand ich interessant, wie Evan sich in seinen Lügen verstrickt, wie seine Mitschüler vorher und nachher auf ihn reagieren und wie sich alles auflöst. Ich weiß nicht, ob ihr es beim Lesen merkt, aber mir fällt es sehr schwer diese Rezension zu schreiben. Ich werde mir jetzt demnächst wohl auch mal das Musical anhören, denn ich denke, dass die Geschichte für mich als Musical besser funktioniert. • Bewertung: 2/5⭐

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Evan Hansen leidet unter sozialer Phobie. Er verbringt seine Zeit am liebsten alleine in seinem Zimmer, in der Schule ist er quasi unsichtbar. Als Therapiemaßnahme soll Evan aufmunternde Briefe an sich selber schreiben. Einer dieser Briefe landet in Connor Murphys Händen. Kurz darauf ist Connor tot. Evan und Connor hatten kaum etwas miteinander zu tun, doch Evans Brief wird plötzlich zu Connors Abschiedsbrief und Connors Familie denkt, er und Evan wären enge Freunde gewesen. Evan will diese Lüge aufdecken, kann sich aber nicht dazu durchringen. Er hat ein furchtbar schlechtes Gewissen deswegen, doch er merkt auch, dass diese Lüge der Familie bei der Trauerbewältigung hilft und Evan auch selbst davon profitiert. Plötzlich wird er "gesehen" und steht im Mittelpunkt, statt nur am Rand. Die Geschichte wird hauptsächlich aus Evans Sicht erzählt, was dem Leser einen guten Einblick in Evans Gefühlswelt gibt und seine innerliche Zerrissenheit ist deutlich spürbar. Einige Stellen waren daher sehr emotional. Gut gefallen hat mir ebenfalls, dass es auch einige Kapitel aus Connors Sicht gibt. Dadurch bekommt man auch einen besseren Blick auf diesen Charakter. Ich kenne das Musical nicht, muss aber sagen, dass die Geschichte für mich auch sehr gut als Buch funktioniert hat. Durch den angenehmen lockeren Schreibstil ist die Geschichte leicht zu lesen und wird, trotz der ernsten Themen, nicht zu schwer. Eine sehr berührende Geschichte die aufzeigt, wie schnell sich Lügen verselbständigen und wie wichtig es ist, zu seinen Fehlern zu stehen - besonders vor sich selbst.

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