Leserstimmen zu
Sieh mich an

Erin Stewart

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Achterbahnfahrt der Gefühle

Von: Jessica

17.11.2019

"Sieh mich an" ist eine fesselnde Geschichte über Eva, die sich schon in jungen Jahren mit viel Trauer und Schmerz auseinander setzen muss. Aber durch den tollen Schreibstil der Autorin konnte ich trotz der ernsten und traurigen Themen auch über manche Situationen sehr lachen. Die Personen wurden einem toll näher gebracht und man konnte sich sehr in Evas Gedankenwelt einfühlen. Und mit dieser ergreifenden Geschichte wurde gleichzeitig noch eine tolle Botschaft übermittelt: Lerne es dich zu lieben wie du bist, ob mit Narben oder ohne!

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Das Buch handelt von der 16-jährigen Ava, die bei einem Brand Ihre Eltern und Ihre beste Freundin verliert und mit schweren Verbrennungen als Einzige überlebt. Ihr Körper und besonders das Gesicht sind mit Brandnarben übersät. Nach zahlreichen Operationen "darf" Sie wieder zur Schule und muss sich damit dem Leben und der Art und Weise wie alle Sie nun an sehen stellen. Aber vielmehr geht es um die Narben die wir alle in uns tragen und keiner sehen kann. Ich gehöre zu den Menschen die schnell mal eine Träne vergiesen, aber ich kann mich nicht erinnern, wann mich das letzte Mal ein Buch so sehr zu Tränen gerührt hat wie dieses hier.

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Das Leben und seine Geschichten

Von: Kaufrausch

17.11.2019

Das Leben hält so manche Geschichten für uns bereit. So auch für Ava, der jungen Protagonistin des Buches. Während andere Teenager das Leben und vor allem sich selbst in allen Facetten entdecken, erleidet Ava einen Schicksalsschlag. Sie verliert nicht nur ihre Familie in einem Feuer, sondern auch ihr altes Leben und ein Stück weit sich selbst. Man fühlt sich sofort zur Protagonistin hingezogen, welche sich Stück für Stück ein neues Leben erkämpft und uns deutlich macht, dass die Geschichten des Lebens das sind, was man aus ihnen macht. Manchmal humorvoll, manchmal sarkastisch und manchmal einfach nur traurig. Aber all diese Emotionen machen unser Leben lebenswert und gehören dazu. Und gerade diese Palette an Emotionen macht dieses Buch so unfassbar authentisch.

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Die Rezension enthält vage Spoiler (eigentlich kaum welche aber ich will sicher gehen)!!! Ich muss wirklich sagen, dass mich das Buch gleich von Anfang an gepackt und nicht wieder los gelassen hat. Der Schreibstil war großartig. Ich bin ein großer Fan von kleinen Unterbrechungen des üblichen Textes, deswegen habe ich mich über dargestellte Textnachrichten gefreut und vor allem über die Tagebucheinträge, die Ava verfasst hat. Das gibt dem Buch gleich noch etwas mehr. Die Charaktere waren großartig beschrieben, sie hatten alle ihre Probleme, sie hatten alle ihre Narben, sie hatten alle ihre Fehler. Gerade deswegen liebe ich sie alle. Sie sind nicht perfekt. Sie sagen die falschen Dinge, sie streiten sich, sie sind egoistisch. SIE SIND REAL. Ava hat mich gleich von Anfang an berührt obwohl ich sie da ja noch garnicht richtig kennen konnte. Trotzdem war sie für mich gleich von Anfang an jemand richtig besonderes. Und ich bin gerne mit ihr durch all die Höhen und Tiefen gegangen. Piper hat mir gleich von ihrem ersten Auftritt gefallen, sie war laut, sie war schräg, sie war sarkastisch. Sie war großartig. Bei ihr gibt es allerdings Momente, in denen sie mir zu viel war, zu kontrollierend, zu extrem. Und Asad. Er war großartig. Man muss ihn einfach mögen. Er ist schon ein tollpatschiger Kerl, der garnicht richtig merkt was für Signale er so an andere sendet, aber er ist wirklich einfach ein liebenswerter Kerl. Damit kommte ich gleich zu den Freundschaften. Das Wichtigste in Büchern, für mich persönlich. Und die Freundschaft zwischen Ava, Piper, und Asad ist großartig. Wie vorher schon geschrieben, weder die Charaktere noch die Freundschaft ist perfekt. Es gibt kleine Geheimnisse, es gibt große Streits aber am Ende halten die drei fest zusammen und das macht mein Herz einfach glücklich. Als nächstes die Familiendynamik. AAAAAAAAH. All die Gefühle. Alle. Ava, Cora, und Glenn. Die drei. Sie haben alle so viel verloren, sie haben so zu kämpfen ihr neues Normal zu finden, los zu lassen und nach vorne zu blicken. Das war schmerzhaft aber es war auch unglaublich schön. GEFÜHLE!!!!

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Nach einem schweren Hausbrand verliert Ava beinahe alles: ihre Eltern, ihr Zuhause, ihre beste Freundin. Und große Teile ihrer eigenen Haut. Nach langen, schmerzhaften Monaten im Krankenhaus und zahlreichen OPs zieht Ava bei ihrer Tante Cora und ihrem Onkel Glenn ein, die bei dem selben Brand ihre Tochter verloren haben. Für Ava beginnt in der neuen Heimat auch wieder der Schulalltag. Sie soll die Highschool in der Nachbarschaft besuchen, zunächst probeweise für zwei Wochen. Und diese zwei Wochen können für ein Mädchen mit Narben eine lange, schwere Zeit werden. Dieses Buch spricht viele Themen an, die heute vielleicht mehr denn je von großer Wichtigkeit sind. Mobbing ist hier ganz klar ein Thema, auch die Tatsache, dass Schönheit nichts mit Äußerlichkeiten zu tun haben muss - oder sich zumindest nicht darauf reduzieren lässt.  Ava macht sich das Leben mit ihren Narben alles andere als leicht. Durch den Brand hat sie große Teile ihrer Haut verloren. Die Folge sind zahlreiche Hauttransplantationen, weswegen sie sich selbst ein wenig wie ein Flickenteppich fühlt. Am meisten stören sie ihre Hand, die sie gern Zange nennt, da jeweils zwei Finger miteinander verwachsen sind. Hinzu kommt noch, dass dort wo ihr Daumen sitzen sollte, nun ihr großer Zeh sitzt. Und ihre Augen, die herunterhängen.  Das Buch ist komplett aus Avas Sicht geschrieben und gibt dem Leser damit tiefe Einblicke in ihre Seele, die scheinbar genauso geschunden ist wir ihr Äußeres. Ava leidet sehr unter ihren äußerlichen Narben und macht sich das Leben damit schwerer als es sein muss. Es dauert eine Weile, aber irgendwann erkennt auch Ava das. Die Autorin schildert Avas Inneres so ehrlich und glaubwürdig, dass ich überzeugt bin, dass sie gut recherchiert hat. Wenn man sich auch nicht vorstellen kann, wie schwer es wirklich für einen Menschen sein muss, der so etwas durchgemacht hat, so kann man doch mit jeder von Avas Zeilen mitfühlen. Ava ist eine wahnsinnig starke Protagonistin. Die Nebencharaktere haben mir mal mehr, mal weniger gut gefallen, aber alle haben sie ihre Rolle in diesem Buch perfekt eingenommen, um es authentisch wirken zu lassen. Ein bisschen fühlt es sich an, wie aus der Realität gegriffen. Das mag ich daran so gern. Ebenfalls ein Pluspunkt der Geschichte ist, dass sie nicht so vorhersehbar ist, wie man eingangs annehmen könnte. So gab es Wendungen, die ich tatsächlich anders erwartet hätte, aber sich so noch viel besser fügen. Nur eine kleine Sache störte mich an dem großen Finale ein wenig bei Piper, aber ohne zu spoilern kann ich hier leider nicht mehr verraten. Dennoch ist dieser Roman rundum hohe Kunst mit einer wichtigen Botschaft. Und aufgrund der so wichtigen Themen, die er anspricht, ist er auf jeden Fall ein Roman für's Jugendbuchgenre, der genau von dieser Zielgruppe hoffentlich sehr viel gelesen wird. Denn er kann uns allen ein bisschen die Augen öffnen.

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Die Geschichte der 16jährigen Ava hat mich im ersten Moment an „Wunder“ von Palacio erinnert und doch gibt es einen gravierenden Unterschied, denn Ava war bis vor einem Jahr ein ganz normaler gutaussehender Teenager, der mit seiner Familie zusammengelebt hat. Doch dann gab es ein dramatisches Ereignis, durch welches Ava nicht nur ihr Zuhause und ihre Eltern verloren hat. Ein Großteil Ihrer Haut hat so starke Verbrennungen erlitten, dass ihr Gesicht derart entstellt ist, dass sie ihr eigenes Spiegelbild kaum erträgt. Die Geschichte beginnt ein Jahr nach dem Unglück, als Avas Haut so weit wiederhergestellt ist, dass sie wieder zur Schule gehen kann. Für sie ist das eine fürchterliche Vorstellung. Wie soll sie mit ihrem Aussehen dort bestehen, wo es von Teenagern nur so wimmelt, die sich selbst und andere hauptsächlich über ihr Aussehen definieren? Viele von Avas Ängsten sollen sich bewahrheiten, denn wie man sich vorstellen kann, erregt ihre Entstellung Aufsehen und sorgt für Ausgrenzung und Hänseleien. Es ist berührend zu lesen, wie die ersten Tage für sie sind. Wie sollen andere sie akzeptieren, wenn sie sich selbst kaum akzeptieren kann? Das ganze Ausmaß ihrer Tragödie wird nach und nach in Rückblicken und Erinnerungen klar. Es wird deutlich was für ein starker Mensch Ava ist und wieviel Kraft es sie gekostet hat, ihr Leben trotz all ihrer Verluste weiterzuleben. Das Erstaunliche ist, dass es mir viel Spaß gemacht hat, diese traurige und berührende Geschichte zu lesen, denn die Autorin schafft es vieles in einem lockeren und fast schon schwarzhumorigen Ton zu schildern, ohne dass die Geschichte dabei ins Lächerliche gezogen wird. Besonders die Dialoge mit Avas neuen Freunden haben mir oft ein Grinsen ins Gesicht gezaubert. Das Buch ist in genau dem richtigen Ton für Jugendliche geschrieben. Man liest es einfach gerne, weil es gut unterhält, berührt und weil es um ein für Teenager wichtiges Thema geht.

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"Es ist aber eine gute Erinnerung. Daran dass jeder Narben hat. Manche sind nur leichter zu sehen" Ein Zitat aus dem Buch "Sieh mich an", einem der besten Bücher die ich bisher gelesen habe. Ich habe geweint und gelacht, hatte Wut im Bauch und dann wieder Hoffnung. Es ist ein Wechselbad der Gefühle, das die Autorin durch ihren hervorragenden Schreibstil bei der Leserin/dem Leser hervorruft. Zur Geschichte: Ava ist ein unbeschwerter Teenager, bis eines Tages ein Feuer ihre Welt zum Einsturz bringt. Sie verliert alles, ihre Familie, ihre beste Freundin und ihr Zuhause. Doch was sie nicht verliert ist ihr Mut, ihre Hoffnung, ihre Zuversicht und ihren Kampfgeist. Und so kämpft sie sich langsam in ihr Leben zurück. Sie erleidet Rückschläge und sie erfährt Hilfe und Zuneigung die sie nicht erwartet hätte. "Ich wollte nicht sterben, weißt du", sagt sie. "Nicht wirklich. Ich wollte nur nicht mehr leben."

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Lustig und berührend!

Von: Selli

16.11.2019

Ava lag im Koma, ist zwanzig Mal operiert worden und musste sich an das neue Ich gewöhnen, das ihr aus dem Spiegel entgegenblickt. Denn sie ist die Überlebende eines schweren Brands, der ihr ihre Eltern, ihre Cousine und ihr Zuhause genommen hatte. 60 % ihrer Haut ist verbrannt, sie trägt unzählige tiefe Narben und doch sieht man ihr manche von außen nicht an. Ungefähr ein Jahr ist seit dem Brand vergangen, Ava hat sich unter größter Qual zurück ins Leben gekämpft und wohnt jetzt bei ihrer Tante und ihrem Onkel, die ihre Tochter an das Feuer verloren haben. Nun soll Ava zurück an die Highschool, um wieder ein normales Leben als Teenager zu führen. Begeistert ist sie davon nicht, schließlich ist sie nicht wie andere Jugendliche. Seht sie euch an. Das Cover dieses Buches ist in meinen Augen ein totaler Hingucker. Das Pink und Blau stechen sofort ins Auge und schreien danach, dass man es sich näher anschaut. Auf den ersten Blick sieht es simpel und wahllos aus, doch wer das Buch liest, wird schon bald die Perücke und Farbwahl verstehen und lieben! Was soll ich sagen? Mich hat das Buch umgehauen. Ich habe ganz viel gelacht und zum Ende hin noch viel mehr geweint. Ava ist ein Teenager, den ich voll und ganz authentisch finde. Über manche ihrer Gedankengänge habe ich nur den Kopf geschüttelt, weil sie "kindisch" waren, doch es kann mir keiner sagen, dass er als Jugendlicher immer rational gehandelt hat. Genau das hat Avas Charakter sympathisch und realistisch gemacht. Was mir auch ungemein gefallen hat, war der Schreibstil, Avas Humor und der ihrer neuen Freundin Piper! Manchmal etwas dramatisch, aber unglaublich lustig. Ich hatte erwartet, dass mich das Buch runterziehen würde angesicht dessen, was Ava durchmachen musste, doch das hat es nicht. Ich hab oft schmunzeln und mir in der Öffentlichkeit ein lautes Lachen verkneifen müssen. Das Buch hat mich an seinen ernsten Stellen berührt und zu sehen, wie Ava sich entwickelt und ihren Träumen nachjagt, hat mich beflügelt. Ich glaube, die Message des Buches verstanden zu haben. Ich sehe Ava und ich hoffe, ihr auch!

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