Leserstimmen zu
Leas Spuren

Bettina Storks

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Marie lebt und arbeitet in Stuttgart als Historikerin als sie ganz plötzlich ein Schreiben aus Paris kommt wo es um ein Erbe zusammen mit Nicolas dem Enkel des Erblassers geht. Zusammen sollen sie eine schwierige Aufgabe lösen um den letzten Willen des Verstorbenen zu erfüllen. Gemeinsam sollen sie ein verschollenes Gemälde finden um es den rechtmäßigen Erben zukommen zu lassen. Während ihrer Nachforschungen tauchen die Beiden immer tiefer in die Zeit des zweiten Weltkriegs ein und erfahren so einiges über ihre Familien und wie diese zur damaligen Zeit gehandelt haben. Marie kommt aber nicht nur ihrer Familiengeschichte auf die Spur, sie entwickelt auch Gefühle für Nicolas und weiß nicht wie sie damit umgehen soll. Für mich ist es der erste Roman den ich von Bettina Storks gelesen habe, mich hatte hier der Klappentext sehr neugierig gemacht und da ich sehr gerne Romane lese die auf zwei Zeitebenen spielen hatte ich mich sehr auf die Lektüre gefreut. Insgesamt waren es drei Handlungsstränge die auf zwei Zeitebenen spielen. Der Einstieg ins Buch ist mir mehr als leicht gefallen und nachdem ich dann richtig in die Handlung eingetaucht war und auch die Figuren mir vertrauter wurden kam ich auch sehr zügig voran. Zu Beginn eines jeden neuen Kapitels wurde immer angezeigt aus Wessen Sicht das Kapitel erzählt wird ebenso der Handlungsort also Stuttgart oder Paris sowie ob es sich um die Gegenwart oder die Vergangenheit handelt. Die Geschichte von Charlotte und Victor fand ich sehr ansprechend erzählt. Obwohl es ein sehr ernstes Thema ist hatte ich während des Lesens nie das Gefühl das mich die Handlung bzw. das Geschehen erdrücken würde. Aber auch die Gegenwart empfand ich als sehr gut beschrieben und alles war für mich auch immer mehr als leicht nachvollziehbar und plausibel. Der Spannungsbogen war bis zum Schluss gespannt und es gab einige Ereignisse die ich so gar nicht erwartet hätte. Gut gefallen hat mir auch wie reale mit fiktiven Figuren gemischt wurden und alles super zusammen gepasst hat. Die Handlungsorte konnte ich mir alle sehr gut anhand der anschaulichen Beschreibungen vor dem inneren Auge entstehen lassen. Gerade Stuttgart empfand ich als sehr gut beschrieben, auch wenn ich nur die Stadt kenne so wie sie nach dem Krieg aufgebaut wurde. Ebenso waren auch alle Figuren des Romans mit viel Liebe zum Detail beschrieben, so dass man sie sich während des Lesens gut vorstellen konnte. Alle vier Hauptfiguren hatte ich recht schnell in mein Leserherz geschlossen gehabt und so mit ihnen gehofft und gelitten. Alles in allem ein Roman der mich als Leser vollständig abgeholt hat und ich bin mir Sicher es wird nicht der letzte Roman der Autorin gewesen sein den ich gelesen habe. Für das Buch vergebe ich sehr gerne alle fünf Sterne.

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"Entartete Kunst" bereicherte die Nazis

Von: lielo99 aus Bad Münstereifel

22.10.2019

Es ist die Liebe zu Frankreich, die in dem Roman von Bettina Storks klar zum Ausdruck kommt. Sie kennt sich aus im Paris der Besatzung durch die Nazis. Das liegt daran, dass sie akribisch recherchierte und das heutige Paris oft besuchte. In dem Buch, wo Leser auf den Spuren Leas schlendern, nimmt Frau Storks ihre Leser an die Hand. Sie erzählt von einer jungen Frau, die durch ein unverhofftes Erbe in die Stadt der Liebe geführt wird. Es ist ein ihr unbekannter Mann, der sie in seinem Testament bedachte. Marie ist eine der Hauptpersonen in dem Roman Leas Spuren. Sie wurde in einem Testament bedacht und soll die Hälfte einer Wohnung in Paris erben. Aber nicht ohne Bedingung. Der Erblasser erwartet, dass sie sich gemeinsam mit seinem Enkel auf die Suche nach einem verschollenen Gemälde begibt. Dieses muss den rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben werden. Nein, Marie macht sich die Entscheidung nicht leicht und überlegt lange, ob sie das Erbe annimmt. Jedoch siegt ihre Neugier und gemeinsam mit dem Enkel des Verstorbenen, Niclas, begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise in die Vergangenheit. Es sind viele Bücher erschienen, die sich mit den Verbrechen der Nazis beschäftigen. Dieses unterscheidet sich dadurch, dass es in Paris spielt und von „entarteter Kunst“ handelt. Das gefiel mir gut. Die Autorin hat einen ansprechenden Sprachstil und ich las Leas Spuren innerhalb weniger Tage durch. Die Geschichte wirkt zu keinem Zeitpunkt konstruiert. Etliche Fakten wurden verarbeitet und wieder entstand ein wertvolles Buch: „Gegen das Vergessen.“ Ich empfehle Leas Spuren ausdrücklich und gebe ganz klar fünf Sterne für das wertvolle Stück.

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Paris 1940: Wir lernen den jungen Franzosen Victor und die deutsche Charlotte kennen und vor allem lieben. In der Zeit des zweiten Weltkrieges ist nichts einfach. Juden werden verfolgt, die Bilder derer werden entartet und alles geht einen Weg, den wir so nie wieder erleben möchten. Genau zu diesem Zeitpunkt entwickelt sich bei den beiden eine Liebesgeschichte, die so herzzerreißend und einfühlsam ist, dass man sich beiden so nah gefühlt hat. Paris 2016: Niclas und Marie erben ein nicht unbeachtliches Vermögen. Im Gegenzug sollen sie ein verschollenes Gemälde finden, das im zweiten Weltkrieg eines jüdischen Malers abhanden gekommen ist. Bei den Recherchen entdecken sie, dass ihre Familien weit näher zueinander standen als gedacht. Nur wie weit gehen die beiden wirklich, um dieses Bild zu finden? Denn die Narben der Vergangenheit sitzen bei denen die noch leben sehr tief. Bettina Storks hat es wieder geschafft. Ich habe mit einem traurigen und einem lächelnden Auge dieses Buch beendet. Meine Erwartungen an das Buch wurden weit übertroffen, denn es ist eines, bei dem wir das Gefühl haben, selbst durch die verschiedenen Zeit Epochen katapultiert zu werden. Dieses Buch war weit mehr als ein Highlight. Es war unbeschreiblich, denn man fiebert, bangt, hofft und liebt mit den Protagonisten mit. Ich hatte das Gefühl, als würde dieses Buch plötzlich real werden und wie ein Kinofilm vor meinen Augen ablaufen. Durch die wechselnden Zeiten hatte man das Gefühl, alle Protagonisten genau zu kennen. Aber für mich war dieses Buch weitaus mehr, denn es spielt unter anderem auch in Gegenden, in denen ich selbst aufgewachsen bin. Ich war überwältigt von den Orten, die ich sehr gut kenne, aus der Perspektive des zweiten Weltkrieges zu lesen. Jede Zeile, jede Seite waren ein wahrer Genuss. Mit unverhofften Wendungen hat Bettina Storks noch alles abgerundet und zu einem wahren Traum werden lassen. Fesselnd von Anfang an, lässt es keinen Leser mehr los, denn man will unbedingt wissen was passiert. Es ist eines der Bücher, bei denen ich massenhaft Taschentücher gebraucht habe. Denn mit ihrem lebensechten und atmosphärischen Schreibstil zieht sie uns auf ihre Seite. Ich hätte mir gewünscht, die Geschichte würde nie enden, denn als ich die letzte Seite las, wollte ich mehr...viel mehr..... Ich bin gespannt, mit welchem Buch uns die Autorin noch überrascht, denn die Messlatte wurde hier sehr hoch gesetzt und ich kann euch nur sagen: Lest es!!!!! Eine absolute Leseempfehlung für alle. Wenn ihr noch nicht wisst, was ihr gewissen Leseratten schenken sollt, dann liegt ihr bei dem Buch genau richtig.

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Die Historikerin Marie reist im Oktober 2016 nach Paris, nachdem sie Post von einem Pariser Notar erhalten hat. Beim Notar erfährt Marie, dass sie im Testament des Erblassers Victor Blanc erwähnt wird. Dort lernt sie Nikolas, der Enkel von Victor kennen. Beide müssen eine schwierige Aufgabe lösen: Gemeinsam sollen sie ein lang verschollenes Gemälde des Malers Jakob Stern finden und es den möglichen Überlebenden der Familie Stern zurückgeben. Marie und Nicolas nehmen die Herausforderung an. Sie ahnen, dass nicht alle Familienmitglieder begeistert davon sein werden, dass Erlebnisse aus der Vergangenheit ans Licht kommen. Tatsächlich sind Marie´s Oma Fredi und Didier, der Vater von Nicolas wenig davon angetan. Marie und Nicolas müssen sich nicht nur mit der Vergangenheit, sondern auch mit ihren Gefühlen der Gegenwart auseinander setzen… Bei „Leas Spuren“ handelt es sich um einen herzergreifenden, historischen Roman einer mir bis dahin unbekannten Autorin. Bettina Storks Schreibstil ist sehr bildlich und ausdrucksstark. Die Geschichte war von Anfang an bis zum Ende spannend, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Es gibt zwei Handlungsstränge. In der Vergangenheit erleben wir Victor und Charlotte, in der Gegenwart begleiten wir Marie und Nicolas bei seiner Suche nach einem Bild. Die Handlungsstränge werden in der Geschichte perfekt verbunden. Wir lesen abwechselnd aus der Sicht von Victor, Marie und Charlotte, Orts- und Datumsangabe unter der Kapitelüberschrift sind dabei hilfreich. In der Gegenwart treten Marie und Nicolas das Erbe von Nicolas Großvater Victor an. Er vererbt ihnen gemeinsam eine bis dahin in der Familie unbekannte Wohnung in angesagter Lage in Paris. Sie müssen dafür ein verschollenes Bild den möglichen Überlebenden der Familie Stein zurückzubringen oder zumindest dessen Verbleib ausfindig zu machen. Wenn ihnen das nicht gelingt oder sie auf das Erbe verzichten, wird der Erlös der Wohnung für wohltätige Zwecke in Paris gespendet. Ob Marie und Nicolas die Bedingungen des Testaments erfüllen können und welche Rolle spielen Victor und Charlotte in den Zweiten Weltkrieg … die offenen Fragen werden von der Autorin nach und nach perfekt beantwortet. Die Charaktere sind authentisch und detailliert gezeichnet, ich konnte mitfiebern und mitfühlen. Der Vergangenheitspart hat mich am meisten beeindruckt. „Leas Spuren“ ist sehr gut recherchiert. Der Leser erfährt viel über den Kunstraub durch die Nationalsozialisten und wie schwierig es in der heutigen Zeit ist, die Provenienz zu ermitteln. „Leas Spuren“ ist eine herzergreifende, ausdrucksstarke Familiengeschichte mit historischem Hintergrund, die mich tief berührt und nachdenklich gemacht hat. Dieser Roman erhält von mir eine absolute Leseempfehlung und eine 5 Sterne!

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Begeistert

Von: Kathj

16.10.2019

Ein Buch das einen begeistert. Nie hätte ich mir gedacht, dass mir ein Buch über das Thema Krieg so gut gefallen könnte. Durch die beiden verschiedenen Sichten in dem Buch, die gleichzeitig auch in verschiedenen Zeiten spielten, wurde das Ganze noch um einiges spannender. Für alle Leser die die Augen nicht vor dem damals geschehenen Krieg nicht die Augen schließen ist das Buch definitiv empfehlenswert. Die Charaktere wurden teilweise so lebhaft beschrieben, dass ich das Gefühl hatte sie würden sich im selben Raum wie ich befinden die Dialoge sind ebenfalls super gewählt.

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Unsere Vergangenheit darf nie vergessen werden

Von: Sanny aus Hamburg

15.10.2019

Rezension zu Leas Spuren: Ein Franzose und eine Deutsche erhalten ein gemeinsames Erbe. Sie sollen ein lang verschollenen Gemälde finden. Das ist die Bedingung vom Erblasser, sonst verfällt das Erbe. Die Geschichte ist auf zwei Zeitebenen. Einerseits sind wir im Jahre 2016 und andererseits in Paris des 2. Weltkrieg. Nicolas Grossvater Victor und Maries Grosstante Charlotte arbeiten gemeinsam in der französischen Botschaft. Dabei erhalten die Zwei auch "spezial Aufgaben" über die nicht gesprochen werden. Wer ist Lea?, eine Frage die ich mir bereits beim Titel gestellt habe. Doch nachdem ich wusste in welche Richtung der Vergangenheit das Buch tendiert, wusste ich es geht um das größte Verbrechen von Hitler. Die Judenverfolgung und -vernichtung die auch um 1940 in Frankreich stattgefunden hatte. Es wird von einer großen 'Schuld' im Buch gesprochen. Doch kann man der heutigen Generation, die Jahre später geboren ist, wirklich die Vergehen der Grosseltern anlasten? Ich bin selbst erst 20 Jahre nach Kriegsende geboren. Aber auch meinen Opas kann ich keine Schuld geben für die Verbrechen, waren beide doch nur Befehlsempfänger. Ich danke Bettina Storks und dem Diana Verlag für wunderschöne Lesestunden.

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Das Cover: Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich für einen Moment, zu hören, dass sich die beiden Menschen auf der Abbildung unterhalten, weil sie eine Lebendigkeit und eine Aussagekraft ausstrahlen, die mich sofort berührt hat. Gezeigt wird das Paris der Zeit, ein Mann, der ein Gemälde trägt, das das Thema Kunst symbolisiert, dazu ein neugierig machender Titel und ein Klappentext, der einlädt, das Buch unbedingt lesen zu wollen. Eine perfekte Buchpräsentation. Die Geschichte: Marie bekommt Post von einem Anwalt aus Paris. Sie, die Historikerin und der französische Journalist Nicolas sollen gemeinsam eine Aufgabe lösen, um dann ihr gemeinsames Erbe antreten zu können. Dazu müssen sie sich durch die Wirren des Zweiten Weltkrieges und die deutsche Besatzung in Paris kämpfen und das geht nicht, ohne auch die Vergangenheit der eignen Familien zu durchforsten. Marie muss dem Gestrüpp der Nazis rund um den Kunstraub und einem dunklen Geheimnis gegenübertreten und dann auch noch ihre Gefühle für Nicolas einordnen. Meine Meinung: (Achtung Spoiler!) Ein ganz besonderes Buch, das mich von der ersten Zeile an gepackt und nicht mehr losgelassen hat. Ich durfte mittlerweile vier Bücher der Autorin lesen, die mich allesamt sehr beeindruckt haben, aber dieses, so finde ich, ist ein Meisterstück. Die Figuren sind lebhaft, intensiv, dann wieder leise und zurückgenommen, weil sie nach meiner Meinung, nicht nur starke Dialoge haben, sondern fast permanent die passenden Handlungen und Gesten beisteuern, was aus ihnen lebendig anmutende Protagonisten macht. Das alles verbunden, mit der intensiven, vielseitigen, gelegentlich poetischen, aber immer gut verständlichen und zu Herzen gehenden Sprache, ist ganz besonders. Dieses spezielle Zusammenspiel ist für mich eine ganz besondere Kunst des Schreibens, die die Autorin perfekt einsetzt. Die gut recherchierte Zeitgeschichte, wurde mit sehr viel Feingefühl in die Geschichte eingebaut, um so Fiktion und Wahrheit harmonisch zusammenzufügen. Fasziniert hat mich auch die Schauplatzbeschreibung, die erahnen lässt, wie präzise die Autorin die Straßen, Plätze und Orte in Paris und anderswo persönlich aufgesucht und abgeschritten haben muss. Mein Fazit: Bettina Storks hat erneut ein Buch mit großem und beeindruckendem Tiefgang geschrieben. Ein Buch, das mich mitgenommen hat, auf eine Reise durch eine Stück Zeitgeschichte, die immer noch Schauer und Entsetzen auslöst und dabei den Blick auf das Thema Kunstraub gelenkt. Darin eingebunden, ein Geheimnis, sowie menschliche Abgründe, familiäre Geheimnisse und auch Gefühle, die die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite hochhalten. Ein Roman der Extra-Klasse, der in jedes Bücherregal einziehen sollte. Meine besondere Leseempfehlung. Heidelinde von friedericke Bücherblog

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Einzigartig und wunderschön! Für mich war „Leas Spuren“ ein Lesehighlight! Schon lange nicht mehr war ich so ergriffen, eingefangen und begeistert von einer Geschichte, die durch ihre tollen Charaktere und die sehr gekonnte Einbindung von historischen Begebenheiten glänzt. Großes Gefühlskino mit Gänsehautfaktor! Für die Kunsthistorikerin Marie Bergmann ändert sich auf einmal ihr ganzes Leben, als sie einen Brief von Notar Lambert erhält und erfährt, dass sie neben Nicolas Blanc Miterbin einer erstklassigen Immobilie in Paris ist. Doch dieses Vermächtnis wurde an eine Bedingung geknüpft. Zusammen sollen sie innerhalb eines Jahres das verschollene Gemälde „Mädchen im Jardin du Luxembourg“ ausfindig machen und es den Überlebenden der jüdischen Familie Stern zurückgeben. Bei ihrer Suche werden sie mit der Vergangenheit ihrer eigenen Familien, den Geschehnissen des Zweiten Weltkrieges und dem Entstehen ihrer zarten Gefühle füreinander konfrontiert. Mit „Leas Spuren“ habe ich ein neues Herzensbuch für mich gefunden. Absolut fesselnd, unglaublich atmosphärisch, bewegend, bedrückend und herzerwärmend erzählt Bettina Storks eine so lebendige Geschichte, die mich nicht mehr losgelassen hat. Ich bin mit Marie, Nicolas, Victor und Charlotte durch die Zeit gereist und habe mich ihnen dabei so nahe gefühlt. Das ist echte Schreibkunst! Eine unheimliche Spannung kam auf, wenn Marie und Nicolas in Tagebüchern, Bilderalben, Postkarten, der Wohnung von Victor und bei Olivier Porte im „Archiv gegen das Vergessen“, nach Spuren von Lea Stern suchten. Unheimlich bildlich wurden auch die Schauplätze in Paris und Stuttgart rübergebracht und man spürt, dass die Autorin diese bereist oder sogar dort gelebt hat. Gänsehaut und eine bedrückende Stimmung kam bei den Szenen während der nationalistischen Zeit und dem hochinteressanten Thema Kriegsbeute und Raub von wertvollen Kunstgegenständen auf. Große Emotionen haben diese durch ihre Intensität bei mir erzeugt. Die letzten vierzig Seiten war ich nur noch ergriffen und mir sind immer mal wieder die Tränen gekommen. Das nenne ich Miterleben pur! Durch drei sich abwechselnde Handlungsstränge, die aus Sicht von Marie, Charlotte und Victor erzählt werden, kommen diese Charaktere sehr gut zur Geltung und man fiebert mit jedem auf das weitere Geschehen hin. Hier wird richtige Lesesucht ausgelöst! Mit Marie hat Bettina Storks einen fesselnden und einzigartigen Charakter erschaffen. Sie war mir total sympathisch durch ihren Familiensinn, ihre einfühlsame Art, ihr Verantwortungsbewusstsein, ihre Hartnäckigkeit und ihren Spürsinn für Menschen und deren Gefühle. Ebenso gut hat mir auch Nicolas gefallen. Ein attraktiver Mann, der zurückhaltend, wertschätzend und liebevoll mit Marie umgeht und der seine Lebensplanung nach ihrem Kennenlernen ändert. Auf ihrer Suche nach Lea begegnen sie Menschen, die sich auch noch Generationen später angegriffen und schuldig fühlen und die Zeit ihrer Ahnen am liebsten verdrängen oder stillschweigen wollen. Ihre Emotionen und Beweggründe wurden hervorragend dargestellt. Victor und Charlotte einzeln und gemeinsam kennenzulernen und zu erleben war auch großes Kino. Zwei tolle Charaktere, die das Schicksal zusammengeführt hat und deren Lebenswege mich unheimlich berührt haben. Ich könnte noch so viele weitere Protagonisten aufzählen, die diese Geschichte bereichert haben. Mein Fazit: Mit „Leas Spuren“ hat Bettina Storks bei mir durch ihre wundervolle Erzählweise einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Für mich war es das zweite Buch aus ihrer Feder, das ich gelesen habe und sie ist jetzt definitiv zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden. Dieser Roman erhält von mir eine absolute Leseempfehlung und eine 5 Sterne plus Bewertung!

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