Leserstimmen zu
The future is female!

Scarlett Curtis

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Feministinnen sind Frauen, die ihre BHs verbrennen, sich nicht die Beine rasieren und alle Männer hassen. Dieses Vorurteil hat sich längst überlebt und mit dem Buch „The future is female“ beweist die Herausgeberin Scarlett Curtis mit ihren Mitstreiterinnen, dass Feminismus in vielen Formen und Farben auftreten kann und sich nicht immer unter einer einheitlichen Fahne verbinden muss. Jeder kann etwas für die Frauenbewegung tun, jede Frau (und jeder Mann) kann für sich in seinem Umfeld an Gleichberechtigung und einem respektvollen Umgang miteinander arbeiten. Zahlreiche berühmte Frauen haben sich gefunden, um Essays für dieses Buch zu schreiben und für die deutsche Ausgabe sind noch einige hinzugekommen, zum Beispiel die Bloggerin und Buchkolumnistin Karla Paul oder auch die beliebte Moderatorin und Autorin Katrin Bauerfeind. Bei all den unterschiedlichen Geschichten haben doch viele eins gemeinsam, sie zeigen das Selbstverständnis dieser selbstbewussten starken Frauen und berichten oft von ihrem Aha-Moment, in dem ihnen klar wurde, dass sie sich engagieren und für etwas eintreten müssen, da Gleichberechtigung eben noch nicht selbstverständlich sondern weiterhin harte Arbeit ist. Vergangene Generationen haben die Grundlage für vieles gelegt, was uns heute selbstverständlich ist, diese Grundlage weiterzuentwickeln zu echter Gleichberechtigung ist die Aufgabe folgender Generationen, wie die Autorinnen beweisen. „The future is female“ ist ein unglaublich wichtiges Buch, denn es zeigt, dass es für Feministinnen eben kein Klischee gibt, dass man High Heels und pinke Miniröcke tragen kann und trotzdem für Feminismus stehen kann, dass man romantische Komödien schauen und trotzdem wissen kann, dass die Realität anders aussieht. Deshalb kann man trotzdem Freude daran haben. Mich hat dieses Buch restlos begeistert, es fasst ein meiner Meinung nach unglaublich wichtiges Thema auf und verpackt es auf unterhaltsame und inspirierende Weise, so dass hoffentlich viele Leserinnen und Leser auch ihre eigene Position zum Feminismus hinterfragen.

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“The Future is female” ist ein ganz tolles Buch! Und bevor ich aufzähle, was mir alles gefallen hat, gehe ich ganz schnell auf die zwei kleinen Punkte ein, die mir nicht gefallen haben. Das sind zum Einen der deutsche Titel und die Farbe des Covers. Die Zukunft sollte nicht weiblich sein. Die Zukunft sollte gleichberechtigt sein. Eine Zukunft sollte es geben, in der es egal ist, welches Geschlecht man hat. So vermittelt der Titel leider eine gegenteilige Message als der Inhalt des Buches. Die Farbe des Covers. WARUM? Gegen pink an sich habe ich nichts, es passt auch zum Originaltitel und in einem Text wird über einen besonderen Pinkton berichtet, der (wissenschaftlich bewiesen) beruhigend wirkt. Dieser Farbton ist innen im Buch. Warum nicht auch außen? Das war es aber auch schon an Kritik. Denn den Inhalt des Buches mochte ich sehr und kann ich nur empfehlen! Es handelt sich um eine Sammlung an Texten. Sie haben verschiedene Längen und verschiedene Formen (z.B. Prosa oder Lyrik). Die Autorinnen der Texte sind allesamt weibliche und zum Großteil sehr bekannt. Ich selbst kannte nicht alle Autorinnen, aber auch für mich gab es viele bekannte Namen wie Keira Knightley, Kat Hennings, Helen Fielding oder Zoe Sugg. Die Texte inspirierten mich. Einige stachen wirklich hervor und ich würde sie am liebsten wieder und wieder lesen. Sie geben Kraft, Zuspruch und Mut. Einige sind wütend, und sprechend auf so deutliche Art und Weise Problematiken an. Im Gedächtnis blieb mir so zum Beispiel der Text mit dem Titel “Das schwache Geschlecht”. Durch die verschiedenen Texte bekommen man als Leser die Geschichte des Feminismus näher gebracht, aber auch was es für aktuelle Probleme gibt. Zum Glück aber auch eine Aussicht, wie wir gemeinsam daran arbeiten können. Man kann das Buch sehr gut “nebenbei” lesen. Die Texte haben eine angenehme kurze Länge, sodass man zum Frühstück oder vor dem Schlafgehen noch einen Text lesen kann. So wirken sie auch sehr viel besser als wenn man sie in einem hintereinander “wegliest”. Mir selbst fiel beim Lesen auf, dass ich oft pausieren musste, um einfach noch einmal über das Gelesene nachzudenken. Einige Autorinnen sind aktive Feministinnen und engagieren sich. Ich finde dieses Buch also eine tolle Basis um noch mehr zum Feminismus recherchieren zu können. Es hilft ungemein, sich ein gutes Grundwissen aufzubauen und wichtige Namen zu kennen. Und ja, diese Textsammlung spricht nicht jedes Thema im Feminismus an. Dennoch denke ich, dass es einen guten Einstieg in die Thematik des Feminismus gibt. Wenn man dieses Buch gelesen hat, findet man schnell Zugang zu weiteren Lektüren, die dann auch mehr Personen repräsentieren. Für mich ist es definitiv ein Highlight, dass so viele bekannte Personen ihre Meinung veröffentlicht haben. So findet es Gehör! Sie sind deutlich und nehmen kein Blatt vor den Mund. Es gibt tonnenweise klasse Zitate, die man hier rausziehen kann. In der deutschen Übersetzung gibt zudem sogar noch bekannte deutsche Stimmen, die zu Wort kommen – wie beispielsweise Karla Paul oder Katrin Bauerfeind. Ich bin großer Fan von Emma Watson und ihrem feministischen Buchclub “Our Shared Shelf”, so freute ich mich sehr, dass auch sie einen kurzen Text verfasst hat und Buchemfehlungen ausspricht. Fazit: Eine so inspirierende Sammlung an Texten zum Feminismus. Ich mochte die Vielfalt an Themen und Autorinnen. Man bekommt hier einen so klasse Einstieg in den Feminismus, was anregt, sich viel mehr damit zu beschäftigen und noch weitere Lektüre zu lesen – und sich selbst zu engagieren!

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Mit “The Future is Female” hat der Goldmann Verlag eine feministische Essay Sammlung veröffentlicht, die von der Aktivistin Scarlett Curtis herausgegeben wurde. Auf knapp 410 Seiten finden sich abwechslungsreiche Beiträge zum Thema Feminismus von Aktivistinnen, Autorinnen, Politikerinnen, Journalistinnen, Poetinnen und Schauspielerinnen. Auch wenn es die ein oder andere Überschneidung bei den Essays gibt, muss ich doch loben wie abwechslungsreich der Band geworden ist. Kreativ fand ich zum Beispiel die Beiträge von Poetinnen, die sich dem Thema entsprechend poetisch angenähert haben. Es darf auch mal geschmunzelt werden: Schauspielerin Kat Dennings (Thor, 2 Broke Girls) würzt ihren Beitrag mit einer Prise Humor, in dem sie uns von A bis Z die Szenarien erklärt, in denen man laut ihrer Mutter als Frau gekidnappt werden kann. Natürlich ist sowas mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu betrachten, denn die Welt ist tatsächlich ein gefährlicher Ort für Frauen und Mädchen. Aber ich fand es erfrischend das Thema auch einmal übertrieben und daher humoristisch zu betrachten. Bondgirls und Period Poverty Schauspielerin Keira Knightley rechnet in ihrem Beitrag mit einer Gesellschaft ab, die Frauen bejubelt, weil sie einen Tag nach einer schweren Geburt schon wieder topgestylt Interviews geben. Bondgirl Gemma Arterton stellt sich vor wie ihre Rolle in James Bond hätte ablaufen können, wenn die weiblichen Figuren ihm nicht alle verfallen würden. Aktivistin Amika George wiederum beklagt, dass arme Mädchen einmal im Monat die Schule verpassen, weil sie sich keine Hygieneartikel leisten können. Zwar trifft nicht jedes Essay ins Schwarze, der überwiegende Teil aber schon. Außerdem kommen vielfältige Stimmen zu Wort, Intersektionalität wird hier groß geschrieben. Erfrischend auch die ein oder andere kritische Stimme: Evanna Lynch, die man als Luna aus Harry Potter kennt, erzählt ehrlich, dass sie sich mit dem Thema Feminismus immer noch schwertut. Pink is beautiful Warum der grelle pinke Einband, mag man sich fragen. Ist das kein Klischee? Curtis erklärt gleich an zwei Stellen im Buch, was es mit der Farbwahl auf sich hat. In ihrer Einleitung stellt sie die Frage, ob man kein Pink als Feministin tragen darf und beantwortet sie gleich selbst: Auch Feministinnen tragen Make-up und die Farbe Pink. Später erklärt sie, dass der Farbton des Einbands, das sogenannte Baker-Miller-Pink, Untersuchungen zufolge Aggressionen abschwächt. Die Farbe pink ist also ziemlich cool und verdient es nicht darunter zu leiden, dass manche sie als ‘feminin’ abstempeln. Letztendlich ist auch das nur ein soziales Konstrukt. Pink ist für jeden da. Für alle Feministinnen und jene, die sich fragen, was es mit dem Feminismus auf sich hat, ist “The Future is Female” ein wahrer Schatz an vielfältigen Meinungen.

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Mit The Future Is Female hat der Goldmann-Verlag ein Buch veröffentlicht, das definitiv ins Auge fällt. Ich war schon an dem Buch interessiert, als ich davon das erste Mal in den sozialen Medien davon gehört habe. Ich muss aber gestehen, dass wenn ich das Buch so in der Buchhandlung gesehen hätte, dann hätte mich dieses grelle Pink abgeschreckt. Hier hätte definitiv ein angenehmeres Pink gewählt werden können, so wie das der englischen Ausgabe. Das Buch ist eine Ansammlung vieler verschiedener Essays von verschiedenen Autorinnen, darunter sind auch einige WoC, was mir sehr gefallen hat. So hat man definitiv eine Chance viele verschiedene Meinungen/Ansichten zu dem Thema Feminismus zu lesen. Bei der Menge an verschiedener Meinungen ist es natürlich auch der Fall, dass man mit einigen Dingen nicht übereinstimmt, was bei mir zum Beispiel der Fall war, als J.K. Rowling als feministisches Vorbild genannt worden ist. Selbst wenn man einigen Sachen nicht zustimmen konnte, war es aber dennoch sehr interessant über diese zu lesen und auch den Grund zu erfahren, warum jemand so denkt, denn das Buch fokussiert sich zu einem großen Teil darauf, wie die einzelnen Frauen zum Feminismus gefunden haben oder welche Erfahrungen sie im Alltag machen mussten. Das Buch ist außerdem in mehrere Kategorien aufgeteilt, so wie zum Beispiel Erleuchtung, Zorn und Freude und unter diesen Kategorien werden die Beiträge sortiert. Somit ist immer klar, womit sich ein jeweiliger Beitrag beschäftigen wird, was mir sehr gut gefallen hat. Man konnte sich einfach immer auf etwas Bestimmtes einstellen. Mir ist an manchen Stellen allerdings aufgefallen, wie sehr sich das Buch auf Cis-Frauen fokussiert. In einem Beitrag kommt zwar auch eine Transfrau, Charlie Craggs, zu Wort, aber viele andere Beiträge wirken sehr auf Cis-Frauen bezogen. Besonders aufgefallen ist es mir in dem Beitrag, als über die Menstruation gesprochen worden ist. Eine weitere Sache, die mir auffiel, ist, dass einige Themen sich unmittelbar wiederholt haben. Es wäre ja kein Problem gewesen, wenn sie aufeinander aufgebaut hätten, aber häufig dröselten sie dieselben Problematiken von Anfang an auf und haben dieselben Dinge erklärt. Das war manchmal leider etwas lästig, weil es einem ja schon bekannt war. Fazit Es war wirklich interessant die verschiedenen Meinungen/Ansichten zum Feminismus zu lesen und man kann seine eigene Meinung in dem ein oder anderen Beitrag auch sicher wiederfinden. Wer einen Einblick in die Erfahrungen verschiedener Frauen und ihrer Ansichten haben möchte, dem kann ich das Buch definitiv empfehlen. Man sollte sich aber bewusst bleiben, dass das alles sehr individuelle Erfahrungen und Ansichten sind.

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Vielfalt: Die stärkste Vielfalt beweist The future is female in seinen Beitragsarten: Es gibt Erfahrungsberichte, Anekdoten, poetische Texte, Listen, informative Texte, fiktionale Texte, Essays. Ich hatte beim Lesen wirklich das Gefühl, dass jede Autorin sich auf ihre Art einbringen konnte, ohne ihre Gedanken in eine vorgegebene Form bringen zu müssen. Beim Lesen haben mir die Abwechslung und die kurzen Kapitel geholfen, bis zum Ende nicht die Lust an dieser Lektüre zu verlieren. Ähnlich vielfältig wie die Form ist auch der Inhalt. Nicht nur durch die unterschiedlichen Ansatzpunkte der Beitragsformen, sondern auch durch die unterschiedlichen Lebensumstände der Frauen ergeben sich ganz verschiedene Themen. Manchmal geht es um ganz persönliche Erfahrungen im Alltag, im Beruf oder im Familienleben. Dann wieder wird die Gesellschaft unter die Lupe genommen. Natürlich kommt es auch zu thematischen Überschneidungen. So taucht immer wieder die Frage auf: Was bedeutet es, Feministin zu sein? Daran zeigt sich: Auch die Antworten auf die gleiche Frage können vielfältig sein. Für manche der Autorinnen ist Feminismus eine Selbstverständlichkeit, mit der sie sich aktiv jedoch kaum auseinandersetzen, andere sind engagierte Aktivistinnen mit einer klaren Agenda. Wieder andere sind verunsichert von der negativen Konnotation des Begriffs und wissen selbst noch nicht so richtig, wie sie Position beziehen können. Die Gegenüberstellung verschiedener Sichtweisen – auch bei anderen Themen – fand ich spannend und hilfreich, mir selbst klarer über meine eigene Positionierung zu werden. Identifikationspotenzial: Die Beiträge sind zum Großteil sehr persönlich. Obwohl sie einzig für dieses Buch verfasst wurden, hatte ich das Gefühl, dass einige Beiträge nicht primär für die Leserschaft geschrieben wurden. Hier haben Frauen ihre persönlichen Erfahrungen und Gedanken niedergeschrieben. Da war ganz viel dabei, in dem ich mich wiedererkannt habe: egal ob Alltagssituationen, die sicher (fast) jede Frau schon erlebt hat oder Unsicherheiten, die viele von uns beschäftigen. Da sich die meisten Frauen in ihren Beiträgen ganz offen äußern, wirken sie nahbar. So empfand ich auch Beiträge, die für mich völlig fern von eigenen Erfahrungen waren, als sehr berührend. Informationsgehalt: Für jemanden, dem Feminismus noch völlig neu ist und der sich erstmal durch Fakten ein Bild machen möchte, ist The future is female nicht das richtige Buch. Dennoch ist es informativ. Denn es gibt durchaus beispielsweise ein Kapitel, dass die Geschichte des Feminismus (im englischsprachigen Raum) umreißt. Behauptungen bleiben insgesamt selten so dahingestellt, sondern sind mit Studien belegt. Jene Studien oder Referenztexte sind dann stets in Fußnoten angegeben, was das Nachschlagen sehr erleichtert. Themen werden eigentlich nie völlig kommentarlos in den Raum geworfen, sondern stets kurz und knapp die Problematik dahinter und die wichtigsten Hintergründe erläutert. Diese Erläuterungen vermitteln natürlich kein solides Wissen, aber sie helfen, die Themen auch ohne Vorwissen zu verstehen. The future ist female soll überhaupt nicht informieren, aber es liefert genau die Informationen, die man zum Verständnis braucht und regt dazu an, sich an anderer Stelle selbst weiter zu informieren. Motivation: Das Buch ist in enger Zusammenarbeit mit Girl Up entstanden, einer Initiative, die Mädchen dabei hilft, sich aktiv für Gleichberechtigung einzusetzen. Die Initiative stellt sich im Vorwort vor und Girl-Up-Jugendbotschafterinnen aus aller Welt haben Beiträge beigesteuert. Unter der Rubrik Aktion berichten einige der Frauen von ihren eigenen Projekten, Initiativen und Aktionen. Dabei haben sie ganz unterschiedliche Schwerpunkte gelegt. Diese Frauen setzen sich unter anderem ein gegen Stereotype, gegen FGM (Female Genital Mutilation), gegen Menstruationsarmut, für mehr Austausch und für gegenseitige Unterstützung. Nach The Future is Female kann niemand mehr sagen, „ich würde mich gerne für Feminismus stark machen, aber ich weiß nicht wie“. Es werden bestehenden Organisationen vorgestellt, denen man sich eventuell anschließen kann. Frauen zeigen, wie aus ihrer Eigeninitiative eine Bewegung wurde. Keine Sorge. Es ist ok, wenn sich nicht jeder gleich zu Großem inspiriert fühlt. Andere Beiträge betonen, wie wichtig es ist, sich vom Feminismus leiten zu lassen in der Erziehung und im alltäglichen Umgang miteinander. Repräsentation: Davon ausgehend, was ich im Vorfeld von dem Buch mitbekommen hatte, habe ich hauptsächlich Beiträge britischer Prominenter erwartet. Die deutsche Ausgabe wurde mit zusätzlichen Beiträgen ergänzt, sodass auf dem Cover schon mit den Namen Emma Watson, Keira Knightley und Katrin Bauerfeind geworben wird. Tatsächlich fällt auf, dass vor allem der englischsprachige Raum immer wieder im Fokus steht. Allerdings ergibt sich insgesamt durchaus ein bunteres Bild, als auf den ersten Blick zu erwarten wäre. Nicht nur Hollywood-Ikonen und Frauen mit einer ähnlichen Medienaufmerksamkeit kommen zu Wort. Auch Journalistinnen, Aktivistinnen und Unternehmerinnen teilen ihre Erfahrungen. Dazwischen sind immer wieder Beiträge von Girl-Up-Jugendbotschafterinnen aus aller Welt eingestreut. Ganz normale junge Frauen, die sich in ihrer Heimat für Feminismus stark machen. In verschiedenen Beiträgen heben die jeweiligen Autorinnen hervor, welchen zentralen Bestandteil Intersektionalität im Feminismus einnimmt. In der Auswahl der Autorinnen spiegelt sich diese Einstellung allerdings nur bedingt wieder. Viele der Namen haben mir nichts gesagt und ich habe keine Hintergrundrecherchen angestellt. Daher kann ich hierzu nur berichten, welchen Eindruck ich beim Lesen gewonnen hatte. Während zwar einige schwarze Frauen ihre Beiträge beisteuerten, erschien die LGBQ-Community unterrepräsentiert. Ich kann mich an genau einen Bericht einer Trans-Frau erinnern, Franzi zählt in ihrer Rezension (Link s.u.) „immerhin“ zwei. Gestaltung: Die Beiträge sind nach Kategorien geordnet, die Curtis als die fünf Stadien des Feminismus bezeichnet: Erleuchtung – Zorn – Freude – Zeit für ein bisschen Poesie – Aktion – Bildung. Dadurch ergibt sich eine thematische Struktur, an der man sich als Leser etwas entlanghangeln kann. Allerdings heißt das auch, dass sich die Beiträge innerhalb einer Kategorie teilweise stark ähneln und die gleichen Themen sich direkt nacheinander wiederholen. Spannend ist das, wenn die Beiträge verschiedene Sichtweisen darstellen (s.o.). Ermüdend hingegen, wenn sie sich an genau den gleichen Punkten abarbeiten. Ich hatte zufällig von der englischen Ausgabe erfahren und wusste sofort, dass ich dieses Buch lesen will. Ansonsten hätte ich die deutsche Ausgabe vermutlich nicht in die Hand genommen. Beim ersten Blick sticht einem sofort das schreckliche Pink des Umschlags ins Auge. (Mich hätte es nicht gewundert, wenn es im Dunkeln geleuchtet hätte.) Was soll das? Auch das englische Cover arbeitet mit einem Pinkton. Allerdings hat der einen thematischen Bezug zum Inhalt und wurde bewusst gewählt, da er wohl aggressives Verhalten reduziert. Dieser Farbton wird auch auf den Umschlaginnenseiten der deutschen Ausgabe aufgegriffen. Warum für die Außenseite stattdessen ein Pink gewählt wurde, das alles andere als beruhigt, ist mir schleierhaft. In weißen Großbuchstaben hebt sich nicht nur farblich, sondern auch plastisch der Buchtitel vom pinken Umschlag ab: THE FUTURE IS FEMALE! Ein Spruch, der gerne auch mal auf T-Shirts und Taschen prangt. Was gut gemeint Empowerment für Frauen fordert, hinterlässt bei mir immer einen schalen Nachgeschmack. Im Feminismus geht es nicht um eine weibliche Zukunft, sondern um eine gleichberechtigte Zukunft. THE FUTURE IS EQUAL! oder so müsste es heißen. Auch hier wurde beim englischen Original wieder die bessere Wahl getroffen: Feminists Don’t Wear Pink (and other lies) ist nicht nur witzig, sondern greift auch einen Gedanken aus einem der Beiträge auf. Leseempfehlung: Obwohl The future is female nicht ohne größere Schwächen daherkommt, bleibt es unterm Strich ein gelungener Beitrag zur feministischen Literatur. Mir gefällt, wie hier verschiedene Themen und Sichtweisen in einem Buch vereint werden. Ich fühlte mich beim Lesen verstanden, als auch inspiriert und motiviert.

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So vielfältig wie wir Frauen, so vielfältig wie die Meinungen über Feminismus, so vielfältig sind die Beiträge in diesem Buch. Es ist eine Sammlung von Aktionen, Projekten, persönlichen Geschichten, Lektüreempfehlungen, Musikvorschlägen, Poesie und vielem mehr. Geschrieben von unterschiedlichen Frauen (Länder, Kulturen, Religionen, Berufe) und zusammengestellt von der Herausgeberin Scarlett Curtis. Das Buch ist gegliedert in verschiedene Stadien, die man durchwandert, wenn man zur Feministin/zum Feministen wird, u.a. Erleuchtung, Zorn, Freude, Aktion. Die Themen wiederholen sich eigentlich kaum, manche Beiträge sind länger, manche nur ganz kurz. Manche haben mir besser gefallen, andere wiederum waren nicht so meins. Und trotzdem finde ich genau das so wunderbar an diesem Buch. Für jede/n ist etwas dabei, sowohl was die Einstellung betrifft und Themen, die einen interessieren, wie auch die Form des Geschriebenen: Listen, Gedichte, Interviews, Erfahrungsberichte, Essays. Man kann sich darin wiederfinden, zum Nachdenken sowie weiteren Recherchieren angeregt werden und sogar selbst seine Meinung einbringen. Wenn man glaubt, Feminismus ist nichts für mich oder von den ganzen sexuellen Belästigung bin ich nicht betroffen oder Frauen und Männer sind doch eh schon lange gleichgestellt, geben diese Texte eine Vorstellung davon, woran wir Menschen noch arbeiten müssen und dass es noch viele Frauen gibt, die nicht mit so vielen Privilegien leben. Das ist auch der Grund, warum jede und jeder dafür aufstehen mus. Für diejenigen, die sich bereits mit den Thema auseinandergesetzt haben, können diese Texte dazu beitragen, die eigene Sichtweise zu verändern, zu schulen, zu erweitern. Das Buch macht Mut, indem es aufzeigt, dass wir es schaffen können, etwas zu verändern, wenn wir alle an einem gemeinsamen Strang ziehen. Und klarzumachen versucht, dass jeder noch so kleine Beitrag, jeder Moment, in dem wir unsere Stimme für Frauen erheben, wichtig ist. Die Vielfalt zeigt sich nicht nur in den Beiträgen, sondern auch bei den Frauen. Sie kommen aus unterschiedlichsten Ländern mit unterschiedlichsten Kulturen, gehören verschiedenen Religionen an und finden sich in vielen Berufen wieder. Die kritische Auseinandersetzung mit dem Feminismus an sich und der Welt, in der wir leben, hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und war immer gespannt, was als nächstes kommt. Fazit Ein wichtiges Buch über den Feminismus von heute und was Frauen darüber denken und was er ihnen bedeutet. Viele persönliche Geschichten prägen diese Sammlung an Texten und zeigen ein für alle mal auf, das der Kampf noch lange nicht vorbei ist und mit jeder Generation weiter getragen werden muss.

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Durch das grelle Pink fällt das Cover sofort ins Auge und das ist bei diesem Thema auch wichtig. Im Buch gibt es auch einige Geschichten, die auf diese Farbe eingehen und darüber berichten. Die Geschichten in diesem Buch sind vielfältig. Auch Gedichte befinden sich darin. Aufgrund der Vielfalt der Inhalte, findet jeder Leser etwas, das ihm zusagt. Allerdings findet man auch Inhalte, die einem nicht zusagen werden. Es ist sehr interessant so viele Dinge zu lesen und teilweise auch bestürzend. Die Geschichten sind teilweise aufbauend und teilweise erschütternd, was Frauen erlebt haben und noch erleben müssen. Es gibt ein paar Beiträge, die mich tief berührt haben. Unter anderem der Beitrag von Keira Knightley. Die viele Dinge auf den Punkt bringt. Eigentlich ist es schlimm, dass solch ein Buch geschrieben werden muss um darauf hinzuweisen, was in der heutigen Zeit immer noch Frauen angetan wird. Das die Gleichberechtigung immer noch nicht angekommen ist in unserer Zeit. Es macht aber auch Mut und zeigt, was Frauen schon alles erreicht haben und das es vielleicht in der Zukunft doch irgendwann so weit ist, dass es Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen gibt. Ein Buch das auf jeden Fall lesenswert ist. Ich vergebe verdiente 4 von 5 Sternen.

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Das Wort als Waffe ersetzt Armeen. Der Hashtag ist die Kalaschnikow der Netzzeit. The future is female. - „Die Lügen, die uns über den Feminismus erzählt worden sind, wurden verbreitet, um uns von einer Bewegung fernzuhalten, die eigentlich alle Menschen meint“, schreibt Scarlett Curtis im Vorwort. Wie radikal sich das akute Jetzt von der erweiterten Gegenwart im weißen Westen der Welt unterscheidet, belegt ein Tagebucheintrag von Helen Fieldings Heldin Bridget Jones, dessen Fiktionalität die Realität vollkommen abbildet. Jones dokumentiert einen von „Saturday Night Fever“ ausgelösten Wutausbruch. „Das war der sexistischste, grauenhafteste, widerlichste Film, den ich je gesehen habe … Wenn John Travolta so was heute machen würde, würde er nie wieder einen Film machen.“ So ist es. – Und wie unvorhersehbar war das 1977, als der Film in die Kinos kam und dem Hauptdarsteller neben Weltruhm eine Oscar-Nominierung bescherte. Vierzig Jahre später ist die popkulturell lackierte Sozialkritik im Film unlesbar geworden, obwohl der Soundtrack noch immer grünt. Die Dechiffrierung des von Travolta verkörperten Hobbytänzers Tony Manero führt zu nichts mehr. Sein Charakter ist egal, wo er nicht abstoßend erscheint. Travolta liefert als Manero ein Beispiel für Machoschrott. Stellt man sich eine Umgebung vor, in der seine Weltsicht Gültigkeit besitzt, ergibt sich zwanglos ein Trailerpark Szenario. Heute wäre Manero keine steilgehende Vorstadtstilikone mehr, der die Türen aufgehalten werden, sondern ein Marginalisierter, dem keine Türsteherin Zutritt gewähren würde. Ganz anders sieht die Welt in den Augen von Tapiwa H. Maoni aus. Die Autorin schildert afrikanische Verhältnisse, die offene Diskriminierung von Frauen und Mädchen perpetuieren. Sie schreibt: „Für mich bedeutet Feminismus, dass ich etwas wert bin.“ Nimco Ali ist eine Aktivistin gegen Female Genital Mutilation. Sie schildert das Traditionsgatter, in dem solche Verstümmelungen gesellschaftliche Praxis und normgerechtes Verhalten sind. Alis erste aktivistische Aktion war ein Banner mit der Aufschrift #FingerwegvonmeinerMuschi. Zwischen Fielding und Ali spannt sich der Horizont eines Kampfes auf, dessen Schockwellen längst einen Tsunami der Veränderungen in Gang gesetzt haben. #MeToo hat mehr Männer von der Macht getrennt als jede Kampagne zuvor. Die global-virale Twitter-Solidarität rasiert Kunst- und Kulturbegriffe. Wir erleben eine Kulturrevolution. Er geht kein Nabokov, kein Polanski und kein Bukowski mehr.Kann sich jemand Claude-Oliver Rudolph 2018 in einer Hauptrolle vorstellen? Es wird Jahre dauern, bis die Allgemeinplätze der Feuilletonopportunisten wieder einen festen Grund haben werden. Bis dahin rollen Köpfe. Keira Knightley beschreibt die Geburt ihrer Tochter als Exzess. „Meine Vagina riss auf … Ich erinnere mich an die Scheiße, die Kotze, das Blut, das Genähtwerden. Ich erinnere mich an mein Schlachtfeld.“ Toxisch findet Jameela Jamil die männliche Perspektive, in die Jungen mit Pornografie und Gruppenzwängen nach wie vor hineinrekrutiert werden. Alison Sudols behauptet: „Jetzt sind wir an der Reihe die Welt zu verändern.“ Amani Al-Khatahtbeh postuliert: „Hört auf, Männer so wichtig zu nehmen.“ Das Wort als Waffe ersetzt Armeen. Der Hashtag ist die Kalaschnikow der Netzzeit. The future is female. Zu den Autorinnen, die in „Was Frauen über Feminismus denken“ zu Wort kommen, zählen Emma Watson, Keira Knightley, Saoirse Ronan, Dolly Alderton, Jameela Jamil, Kat Dennings, Rhyannon Styles, Katrin Bauerfeind, Karla Paul, Tijen Onaran, Fränzi Kühne, Milena Glimbovski und Stefanie Lohaus.

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