Leserstimmen zu
Eine Liebe in Neapel

Heddi Goodrich

(18)
(17)
(12)
(4)
(0)
€ 12,00 [D] inkl. MwSt. | € 12,40 [A] | CHF 17,90* (* empf. VK-Preis)

Eine Liebe im Schatten des Vesuvs

Von: M.Sch.

01.03.2020

Um es vorweg zu sagen, "Eine Liebe in Neapel" von Heddi Goodrich, ist ein wundervoller Roman. Dieses Buch hat so ziemlich alles, was ich mir von einem guten Roman erwarte. Zuerst einmal, eine einfühlsame Geschichte mit gut herausgearbeitete Protagonisten. Doch neben Heddi und Pietro bekamen für mich auch alle anderen Personen die für den Handlungsverlauf wichtig waren, beim Lesen ein Gesicht und Individualität. Das sind ganz schön viele ausgearbeitete Charaktere. Dazu noch Infos über Land und Leute, in diesem Fall über Neapel und den Vesuv. Und da es sich bei den Freunden von Heddi um Geologiestudenten handelt, erfährt der Leser noch ganz nebenbei Wissenswertes über Vulkane. Der Roman ist aus der Sicht von Heddi geschrieben. Schon zu Beginn weiß der Leser, dass diese Liebe in Neapel ohne Happy End geblieben ist. Es beginnt mit einer e-mail des Bedauerns über diese Trennung. Heddi lässt die Leserinnen - es werden wohl eher Frauen sein, die dieses Buch lesen als Männer - an ihrem Liebesglück als auch ihres Liebeskummers teilhaben. Schon von der ersten Seite an taucht man in dieses sprichwörtlich italienische Lebensgefühl ein. Der alltäglich Lärm im spanischen Viertel von Neapel, die kleinen Gassen und über allem thront der Vesuv. Dies umfasst einen auf den nun folgen Seiten immer wieder. Allein die Beschreibung des Sciroccos! Man liest nicht nur vom warmen Wind sondern man empfindet diesen beim Lesen auf der Haut. Der Schweiß, der sich auf der Kopfhaut sammelt, über den Nacken und von dort über den Rücken rinnt, das Hemd verklebt. Kleine, glänzende Schweißperlen auf der Oberlippe, die man mit einer Serviette abtupfen möchte. Es ist diese ausdrucksvolle Sprache der Autorin, die mich faszinierte und der ich mich nicht entziehen konnte. Ich hatte mir etliche Textzeilen während des Lesens aufgeschrieben, die mich begeisterten. Stellvertretend möchte ich aber nur auf einen kleinen Abschnitt auf Seite 268 verweisen: "Weg, alle weg. Man sah, dass er noch etwas hinzufügen wollte, doch die italienische Sprache war für ihn wie ein Stacheldrahtzaun, den er nicht überwinden konnte......." Eindrucksvoller kann man es nicht beschreiben. Genauso fühlt es sich an, will man sich in einer fremden Sprache ausdrücken, die man nur unvollständig beherrscht. Wir bekommen in diesem Roman nicht nur eine Liebesgechichte erzählt, sondern es werden auch unterschiedliche Lebensgefühle vermittelt. Eine junge Frau, in den USA ganz ohne die Bürde von Traditionen aufgewachsen und ein junger, gebildeter Mann aus der tiefsten Provinz Italiens, dem die Tradition wie ein Mühlstein um den Hals hängt. Zwei Welten, die nicht unterschiedlicher sein können. Dass es kein Happy End geben kann erklärt sich allein schon aus der Aussage, dass das Land seiner Familie nicht Pietro gehört, sondern Pietro gehört dem Land. Liebe überwindet eben nicht immer alle Hindernisse. Es gibt Gefühle, Bindungen, die sind noch stärker. Auf einen kleinen Fehler möchte ich aufmerksam machen. Weihnachten wird als katholisches Fest bezeichnet - es ist aber ein christliches.

Lesen Sie weiter

Liebe in Neapel

Von: Ella

28.02.2020

Die Amerikanerin Heddi erzählt hier von ihrer Liebe zum Italiener Petro. Die Story ist sehr authentisch und leider erfährt man schon zu Beginn des Buches, dass es kein Happy End geben wird. Schon von der ersten Seite an taucht man in dieses sprichwörtlich italienische Lebensgefühl ein. Die Autorin beschreibt sehr schön Neapel...man hat das Gefühl selbst durch die Gassen zu laufen, die Düfte zu riechen, den Geschmack der Speisen auf der Zunge zu haben. Italienfans kommen hier bestimmt auf ihre Kosten. Die Liebesgeschichte selber konnte mich nicht so recht begeistern. Teilweise recht langatmig, und vorhersehbar.

Lesen Sie weiter

Liebe, Neapel und Studenten

Von: Ella

27.02.2020

Dieses Buch beschreibt die (autobiografische?) Liebesgeschichte zwischen der Amerikanerin Heddi und dem Italiener Pietro. Die Liebesgeschichte der beiden ist sehr einfach gehalten. Große oder spannende Höhepunkte bleiben leider aus. Mir fiel es schwer eine Beziehung zu den beiden Protagonisten aufzubauen. Wunderbar an diesem Buch sind die Beschreibungen Neapels, eine Liebeserklärung an diese Stadt. Man verspührt den Wunsch selber hinzufahren und diese wunderbaren Orte persönlich kennenzulernen. So richtig überzeugen konnte dieses Buch mich nicht. Die Liebesgeschichte plätschert etwas vor sich hin, zu viele Erzählstränge, nervige emails. Einzig die Liebe zu Neapel und die bildhaften Beschreibungen konnten mich überzeugen, dass Buch zu Ende zu lesen.

Lesen Sie weiter

Auf Grundlage des Klappentextes hatte ich auf eine aufregende interkulturelle Liebesgeschichte gehofft. Leider hat sich die Autorin immer wieder in ausschweifenden Nebensächlichkeiten verloren, sodass der Erzählfluss immer wieder stockt. Die Geschichte selbst ist leider auch eher vorhersehbar und wenig überraschend. Die zweite Zeitebene der E-Mails ist zwar eine gute Idee, kann über die generelle Enttäuschung aber nicht hinweg trösten. Das Buch war leider nichts für mich, da es nie ein gutes Zeichen ist, wenn man sich zum Weiterlesen zwingen muss und die Leseerfahrung nicht genießen kann, obwohl das bei dieser Art Buch das Ziel ist. Sehr schade!

Lesen Sie weiter

Bittersüße Liebesgeschichte

Von: winnipeg

23.02.2020

Eine wunderschöne Liebesgeschichte, die leider keine Erfüllung findet, die einen aber vielleicht dadurch ein Leben lang begleitet,an die man immer wieder denken muss und sich fragt,was geworden wäre, wenn Entscheidungen anders ausgefallen wären. Es ist auch eine einzige große Liebeserklärung an Neapel, an die italienische Lebensweise überhaupt.Durch den lebendigen Schreibstil der Autorin hat man das Gefühl, selber durch die Gassen zu gehen, die Düfte zu riechen,das Essen zu schmecken,man taucht völlig ein in dieses liebenswerte Land. Auch die einzelnen Personen werden so detailliert beschrieben,es wird deutlich,was sie ausmacht,wofür sie stehen,auch in aller Zerrissenheit.Dies wird besonders nachdrücklich durch die immer wieder auftauchenden Emails der beiden Hauptpersonen,die sehr schön die widerstreitenden Gefühle deutlich machen. Ein Buch für alle,die Freude an einer wunderschön erzählten Geschichte haben!

Lesen Sie weiter

Schwerer Stil, aber schöne Geschichte

Von: Susanne Weinsanto

23.02.2020

Mir fiel es etwas schwer, das Buch zu lesen, was aber nicht an der Geschichte selbst lag, die eine wunderschöne Geschichte ist. Wer kennt es nicht, dass man seinem Schwarm oder seiner Freundin eine Kassette/CD oder ähnliches mit Liedern aufnimmt.... Die Geschichte ist gut, und die Handlung und die Geschehnisse sind nachvollziehbar. Einen Stern ziehe ich ab wegen dem Stil....denn dieser erinnerte mich zu sehr an die sogenannten "Liebes-Groschen-Romane" vom Kiosk....

Lesen Sie weiter

Die große Liebe (in) Neapel

Von: Stephanie Hamm

21.02.2020

Mir fiel es anfangs recht schwer in die Geschichte hineinzukommen, da sie erst einmal nicht sehr spannend erscheint. Dafür sorgen unter Anderem die teils langen Passagen, in dem die Handlungsorte, vor allem innerhalb von Neapel detailliert beschrieben werden. Mit der Zeit werden allerdings gerade diese Beschreibungen zu einem großen Einflussfaktor in der Geschichte, der dem Buch Leben einhaucht. In dem Buch selbst geht es primär um die Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die von Anfang an sehr intensiv empfinden, sich aber auch sehr durch die Eltern beeinflussen lassen. Ich fand es angenehm, dass man zwischendurch immer kleine Passagen in Form von E-Mails bekommt, die einem schon sagen, wie es ausgegangen ist, so dass man mitfiebert, wie es dazu kam. Aber das Buch ist mehr als nur eine Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen. Es geht auch um die (Hass)Liebe einer Studentin zu der Stadt, in der sie Heimat finden wollte. Man erfährt zudem viel über das Studentenleben in Neapel und darüber welchen Einfluss Menschen aufeinander haben können. Insgesamt wurde „Eine Liebe in Neapel“ zu einer interessanten und sehr berührenden Geschichte.

Lesen Sie weiter

Liebe zu Neapel, aber nicht der Hauptfigur

Von: Sympathie-Dixer

21.02.2020

Die US-Amerikanerin Heddi Goodrich, die als Sechzehnjährige nach Neapel kam und in den Neunziger Jahren dort Linguistik studiert hat, heute aber in Neuseeland lebt, hat mit „Eine Liebe in Neapel“ einen Roman geschrieben über die amerikanische Linguistik-Studentin Heddi im Neapel der Neunziger Jahre, die sich bereits im Austauschjahr als Sechzehnjährige in die Stadt verliebt hat und ab 1999 in Neuseeland lebt. Was haben wir also vor uns? Eine Autobiographie oder einen fiktionalen Roman? Heddi, die Autorin, weist uns zu Beginn eher in die fiktionale Richtung. Das Buch heißt im Untertitel „Roman“. In einer Vorbemerkung folgt der explizite Hinweis: „Dieser Roman ist ein fiktives Werk. Bis auf einige Persönlichkeiten öffentlichen Interesses sowie zitierte Werke, die dem Kontext dienen, sind alle Personen und Ereignisse frei erfunden. Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen, sei es mit ihrem Namen Aussehen oder Beruf, sind folglich rein zufällig.“ Dann aber folgt der eigentliche Romantext. Die Ich-Erzählerin Heddi schreibt über ihre Erlebnisse als Linguistik-Studentin in Neapel, vor allem im Spanischen Viertel, wo sie und ihre Freunde wohnen, und ihre unbeschreiblich große Liebe zum Geologie-Studenten Pietro, die, so erfahren wir gleich zu Beginn aus einer der immer wieder eingeschobenen E-Mails eines späteren Zeithorizonts, offenbar für beide traumatisch gescheitert ist. Und damit ist die Glaubwürdigkeit der Vorbemerkung dann auch schon ad absurdum geführt, denn ich vermag mir nicht vorzustellen, dass eine Autorin ihrer Protagonistin „rein zufällig“ den eigenen Namen und wesentliche biographische Eckdaten mitgibt. Wenn schon der Zufall nicht glaubwürdig ist, so zieht das für mich auch zwangsläufig die postulierte Fiktionalität in Zweifel. Eher wahrscheinlich erscheint mir, dass die Autorin mit ihrer eigenen Biographie ein Spiel treibt. Das ist ja nicht negativ, müsste aber nicht so ausdrücklich geleugnet werden. Gefallen haben mir die Einblicke in Neapel und seine ganz eigene Kultur sowie die mir ziemlich authentisch und mitvollziehbar erscheinende Lebenswelt der Studenten. Auf inhaltlicher Ebene gelingt so ein Liebesroman vor interessanter Kulisse. Demgegenüber steht aber eine Sprache voller Vergleiche gerade für die Eigenarten der Stadt Neapel, die ein stärker romantisch gestimmtes Lesepublikum vielleicht erreichen mögen, für mich aber einfach nur schief und misslungen wirkten. Das fatalste aber: mit keinem der beiden Protagonisten, weder mit Heddi noch Pietro, wurde ich richtig warm, konnte ich beim Lesen eine Nähe oder Verbundenheit aufbauen. Pietro in seiner Schluffigkeit, der es als Student nicht schafft, sich von seinen Eltern, zumal der dominanten Mutter, zu emanzipieren, und in der zweiten Zeitebene dann Jahre später über seine verpatzte Chance mit Heddi zunächst nur jammert, sich geradezu in Selbstmitleid suhlt, erscheint mir fast durchgehend als negative Figur, so dass ich Heddis Gefühle für ihn kaum nachvollziehen kann. Auf der anderen Seite schildert der Roman die Entwicklung von Heddi, oft indem die Ich-Erzählerin erst diffuse, nicht verortbare Gefühle zu einer Sache schildert, um dann irgendwann mit einer Floskel wie „Da erst begriff ich …“ eine neue Erkenntnis von Heddi zu behaupten. Nur: an kaum einer Stelle konnte ich diese Erkenntnis aus dem zuvor geschilderten tatsächlich nachvollziehen, oft auch nachträglich nicht verstehen oder richtig einordnen. So blieb denn allenfalls die Behauptung einer Erkenntnis übrig. Heddi blieb mir dadurch ziemlich fremd. Vermutlich war ich einfach der falsche Leser für dieses Buch. Vielleicht können Fans romantischer Liebesromane dem Buch mehr abgewinnen als ich. Für mich allerdings bleibt unterm Strich nur die gelungene Milieuschilderung und ein grob nachvollziehbarer plot. Daher vergebe ich zwei von fünf Sternen.

Lesen Sie weiter